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»You shape the world. Do it with love« › PAGE online


Das PAGE-Geburtstagsshirt: Wie der Artist und Illustrator Eric Schwarz aus 40 Jahren Designgeschichte vier Bilder und einen Satz macht.

»You shape the world. Do it with love« › PAGE onlineBild: Eric SchwarzWir kennen Eric Schwarz schon eine Weile. Genauer gesagt seit dem Tag, an dem er auf der Pictoplasma in Berlin auf die Bühne ging, von Begehren und Selbstzweifeln sprach und nicht nur uns damit beeindruckte. Seine Comics, meistens in diesem unverwechselbaren Blau und meistens mit nur vier Panels, treffen immer mitten ins Herz und haben seitdem ihren Platz in unserer Community.

40 Jahre PAGE sind 40 Jahre Geschichten aus, mit und über die Kreativbranche. Zum Jubiläum wollen wir diese Geschichten weitererzählen und laden dazu Artists ein, PAGE als Plattform zu nutzen, ihre Haltung sichtbar zu machen. Fragen zu stellen, die sie bewegen, und Antworten in die Welt zu tragen, die größer sind als ein einzelnes Projekt.

Den Anfang macht Eric Schwarz mit einer Frage, die uns seit vier Jahrzehnten beschäftigt: Design setzt Zeichen – wie wichtig ist Design heute? Seine Antwort sind vier Bilder, zwei Farben und ein Satz, der sich festsetzt.

Das Shirt gibt es direkt in Erics Shop. PAGE bringt seine Community ein, Eric bringt das Werk und seine Handschrift. Was dabei entsteht, ist genau das, was gute kreative Partner ausmacht: zwei Seiten, die sich gegenseitig stärken, weil sie an dieselbe Idee glauben.

»Wir brauchen mehr Liebe gegen all die Angst und den Hass«

Stefan Lara Torres im Gespräch mit Eric Schwarz über Hände, die eine Welt formen, und das, was er PAGE zum Geburtstag wirklich sagen wollte.

Stefan: Eric, was war dein erster Gedanke, als PAGE mit der Idee für ein Geburtstagsshirt auf dich zugekommen ist? Und wie ist dann das Shirt entstanden?
Eric: In unserem Gespräch hast du mir viel von PAGE und von den aktuellen Entwicklungen in der Designwelt erzählt. Als Illustrator versuche ich immer, aus Inhalten eine Idee abzuleiten – und so war es auch nach unserem Gespräch.

Dein Motiv zeigt Hände, die von Panel zu Panel eine Welt formen. War dir von Anfang an klar, dass es ein Comic-Strip werden soll?
Nein. Ich arbeite zwar oft im Comic-Format, weil es sich so gut eignet, um komplexe Ideen darzustellen, und ich mich so mittlerweile sehr gut ausdrücken kann. Dennoch versuche ich, mich am Anfang nicht auf ein bestimmtes Format festzulegen. Doch als die Idee schließlich in meinem Skizzenbuch entstand, war schnell klar, dass sie Entwicklung braucht und deshalb ein Strip wird.

PAGE wird 40 in einer Zeit, in der generative KI immer stärker unsere Welt gestaltet, sie »shaped«. Was bedeutet in diesem Zusammenhang die Botschaft »You shape the world. Do it with love.«, die auf deinem Shirt steht?
Erstens: Als Gestalter gestalten wir die Welt und haben dabei Einfluss auf die Ideen, die wir in die Welt tragen. Deswegen finde ich, dass wir darauf achten sollten, dass unsere Ideen die Welt verbessern. Und gerade in der heutigen Zeit brauchen wir mehr und mehr Liebe gegen all die Angst und den Hass.
Zweitens glaube ich, dass es in Zeiten von generativer KI noch viel wichtiger ist, dass wir uns auf die Liebe zu unserem Handwerk besinnen. Ich glaube, dass man den Unterschied zwischen Arbeiten, die mit Liebe gemacht sind, und Arbeiten, die ohne Herz entstanden sind, immer deutlich sehen wird.

Du lebst zwischen Saarbrücken und Paris, arbeitest für Kulturinstitutionen, queere Communities und Zeitschriften. Für wen machst du eigentlich Kunst, wenn niemand ein Briefing schickt?
Für alle, die meine Comics und Graphic Novels lesen möchten. Sie sind meist selbst initiierte Projekte, die ich dann an Verlage bringe. Ich habe auch meine eigene Marke und meinen Onlineshop, in dem ich Bücher, Shirts und Art Toys verkaufe. Da gibt es immer etwas zu tun!

Was soll jemand fühlen, der dein Shirt trägt?
Stolz! Hoffentlich stolz darauf, kreativ zu sein. Stolz darauf, die Welt zu verbessern. Stolz darauf, die mit ganz viel Liebe entstandene Arbeit eines Comickünstlers in die Welt hinauszutragen. Und auch stolz darauf, Teil der PAGE-Community zu sein. Happy Birthday!

So bekommst du das Shirt

Das PAGE-Geburtstagsshirt gibt es ausschließlich im Shop von Eric Schwarz unter comicblues.myshopify.com für 40 Euro (Unisex Organic Cotton T-shirt with Digital Print, Farben white und navy), verschiedene Größen, sicherer Checkout über Shopify. Eric organisiert Druck und Versand selbst. Kein Umweg, kein Zwischenhändler!

Zweiteiliges Bild eines Models in einem Raum mit roten, grafischen Postern: Links sitzt die Person frontal auf einem Hocker und trägt ein weißes T-Shirt mit kleinem „PAGE & Comicblues“-Logo auf der Brust. Rechts ist die Rückansicht zu sehen mit einem großen blauen Comic-Print aus vier Panels, in denen Hände eine Erde formen, sowie dem Text „40 years of PAGE. Celebrating design.“ und „You shape the world. Do it with love!“.Bild: Eric Schwarz
Zweiteiliges Bild einer Person in einem hellen Atelier: Links sitzt sie mit dem Rücken zur Kamera an einem Tisch mit Pinseln und trägt ein dunkles T-Shirt mit weißem Comic-Print aus vier Panels („40 years of PAGE. Celebrating design.“ und „You shape the world. Do it with love!“). Rechts ist die Person im Profil zu sehen, hält eine Holzkiste mit Malfarben und trägt das gleiche Shirt mit kleinem „PAGE & Comicblues“-Logo auf der Brust.Bild: Eric Schwarz

Über Eric Schwarz

Artist, Illustrator und Comicautor, pendelt zwischen Saarbrücken und Paris. Er studierte Kommunikationsdesign in Saarbrücken und spezialisierte sich in Brüssel auf Graphic Storytelling. Seine monochromen Webcomics über Liebe, Begehren und Selbstzweifel erscheinen im New York Times Magazine, in der Bloomberg Businessweek und waren Teil der Dresdner Oper. Bei der Pictoplasma Berlin sprach er über große Gefühle. Der Saal blieb still.

Sein erster Comicband ist 2026 erschienen:
Eric Schwarz: »Fühl zu viel«
208 Seiten, Edition Moderne, 15 Euro. ISBN 978-3-03731-293-3

Projekt »40 Jahre PAGE«

Du bist Artist, Illustrator:in oder Designer:in und möchtest mit PAGE gemeinsam ein Projekt starten? Dann melde dich direkt bei Stefan Lara Torres: stefan.laratorres@ebnermedia.de

Produktübersicht mit zwei T-Shirt-Varianten von PAGE & Comicblues: Oben ein weißes Shirt mit kleinem Logo auf der Brust und großem blauen Comic-Print auf dem Rücken („40 years of PAGE. Celebrating design.“ und „You shape the world. Do it with love!“). Unten ein dunkles Shirt mit identischem Motiv in weißer Liniengrafik auf dem Rücken sowie schlichtem Logo auf der Vorderseite.Bild: Eric Schwarz
Person von hinten in einem Atelier mit farbigen Postern an der Wand, trägt ein dunkles T-Shirt mit großem weißen Comic-Print auf dem Rücken: vier Panels mit Händen, die eine Erde formen, sowie den Schriftzügen „40 years of PAGE. Celebrating design.“ und „You shape the world. Do it with love!“.Bild: Eric Schwarz



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Freelance-Arbeit und KI: Habt ihr euch schon arrangiert? › PAGE online


»Während sich viele Unternehmen noch schwertun, generative KI produktiv einzusetzen, rollt mit agentischen Systemen die nächste Technologiewelle an«, sagt Tristan Post. Wir erklären, was das fürs Freelancing bedeutet und was heute bei einer Berufshaftpflichtversicherung zu beachten ist.

Freelance-Arbeit und KI: Habt ihr euch schon arrangiert? › PAGE online
Grafik © freelance.de

Viele Freelancer:innen haben ihre Angst vor KI mittlerweile abgelegt. Aber wie sieht das Stimmungsbild eigentlich genau aus? PAGE hat über die Freelancer-Studie berichtet, in der es unter anderem um Trends und Challenges ging.

Schaut man sich die Informationen zum Umgang mit KI genauer an, zeichnet sich ein vermehrt positives Bild. Die Befragten sehen Künstliche Intelligenz mittlerweile als Chance anstatt als Bedrohung. Das dürfte zumindest in Teilen auch auf die Designszene zutreffen, da sich so langsam alle zurechtruckeln.

Umgang mit KI – wen es betrifft

Die einen schaffen es Schritt für Schritt, KI sinnvoll in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Andere treffen Entscheidungen, sich wieder mehr aufs Handwerk zu konzentrieren.

Und dann gibt es da noch Gestalter:innen-Gruppen, die sich etwas schwerer tun. Das sind die, die durch KI bereits Aufträge verloren haben und ihre Design-Positionierung anpassen müssen.

In vielen Fällen trifft das auch die Junior:innen. Kürzlich veröffentlichte eine GWA-Umfrage aufschlussreiche Ergebnisse, bei der untersucht wurde, ob der Nachwuchs weniger in Strategiearbeit in Agenturen eingebunden wird. Das umfasst zwar nicht direkt den Freelance-Bereich, ist aber ein Signal zum Aufhorchen. Wenn der Nachwuchs in Agenturen weniger strategisch ausgebildet wird, drängen später Freelancer:innen auf den Markt, denen manche Kernkompetenzen fehlen könnten.

Keine Angst mehr vor AI?

Die meisten Teilnehmer:innen der Befragung von freelance.de unterstreichen das Stimmungsbild. 53 % setzen KI täglich ein, 23 % wöchentlich, nur 6 % gar nicht. Und sie fühlen sich auch nicht – oder wenig – bedroht. Sie schätzen die Tools mehr als ein effizienzsteigerndes Werkzeug, so die Studie. Das kommt sicherlich stark auf die jeweiligen Arbeitsbereiche an.

Kein Wunder, dass sich mit der stark angestiegenen Nutzung nun Geschäftsmodelle und Jobbeschreibungen wandeln – und das in allen Bereichen. Tristan Post, KI-Experte und Gründer des AI Strategy Institute, sieht genau hier den großen Vorteil für Kreative ohne starre Firmenstrukturen und kommentiert:

»Während sich viele Unternehmen noch schwertun, generative KI produktiv einzusetzen und interne Hürden wie Compliance-Vorgaben oder Mitbestimmung überwinden müssen, rollt mit agentischen Systemen bereits die nächste Technologiewelle an.«

Oder sie ist schon da. Viele Coder arbeiten fast nur noch mit agentischen Systemen. Damit haben Freelancer:innen einen entscheidenden Vorteil, sofern man diesen auch zu nutzen vermag: die schnellere Anpassungsrate. Man kann allein schließlich viel flotter reagieren, als wenn ein riesenhafter Unternehmens- oder Agenturapparat hinter einem steht.

Zwischen Risikoappetit und Existenzangst

Der zweite Vorteil, den Tristan Post nennt, ist der »höhere Risikoappetit«. Ob der wirklich in allen Bereichen zu finden ist, könnte man für viele Designbereiche überdenken. Denn obwohl aktuell die meisten Freien mit ihrer Arbeit zufrieden sind, zeichnet sich ein unsicheres Stimmungsbild hinsichtlich der finanziellen Lage. Fragt sich, wie risikobereit Einzelne damit sind.

On top: Viele sind unsicher, wie und ob sich die Arbeit mit KI auf die Honorare auswirken wird. 38 % können es noch nicht einschätzen, 32 % sehen keine zukünftige Veränderung, 18 % erwarten niedrigere Preise. Nur 5 % erwarten höhere Preise. Die restlichen 8 % gaben an, dass das für ihr Geschäftsmodell keine Relevanz hat.

Trotz finanzieller Sorgen blicken die meisten Freien konstruktiv nach vorne. Laut Report betrachten nur 24 % KI generell als Risiko. Viele nutzen die Tools stattdessen, um neue Kompetenzen aufzubauen. Dazu zählt die Fähigkeit, einer KI präzise visuelle und konzeptionelle Anweisungen zu geben (Prompt Crafting). Ebenso gehört das Erlernen von Techniken wie Inpainting (gezieltes Ersetzen von Bildteilen) und ControlNet (Stichwort: Stable Diffusion) zum neuen Standard.

Wo aber konkrete Unsicherheiten und Herausforderungen herrschen, legt die Untersuchung ebenfalls offen.

Ganz vorne landen Datenschutzfragen mit 38 %, gefolgt von einer erhöhten Fehleranfälligkeit (34 %) und steigenden Erwartungen seitens der Kundschaft (32 %). Dahinter folgen unklare Haftungsfragen (30 %) sowie Unklarheiten bezüglich des Urheberrechts (27 %). Im Anschluss wurden mangelnde Transparenz (26 %), übermäßige Abhängigkeit (23 %) und ethische Bedenken (15 %) gelistet.

Warum Berufshaftpflicht inklusive KI?

Es empfiehlt sich daher, darüber nachzudenken, eine Berufshaftpflichtversicherung für Design inklusive KI-Risiken abzuschließen, weil die Haftungs- und Verantwortungsfrage in den meisten Fällen noch sehr unklar ist.

Viele Versicherer haben KI bereits in ihre Angebote eingeschlossen. Das ist so wichtig, weil sich Freelancer:innen damit viel sicherer in der KI-Welt bewegen können. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele aus der Praxis, zum Beispiel:

Angenommen, ein Kunde beauftragt eine Designerin damit, ein Markenkonzept zu erstellen. Sie nutzt dafür ein KI-Tool. Letztlich laufen unbeabsichtigt Inhalte in das Konzept, die eigentlich geschützt sind. Weder die Designerin noch der Kunde haben das gesehen, bis es nach Nutzung des Konzeptes und Umsetzung der Ideen irgendwann auffällt. Der Kunde erhält eine Abmahnung und eine Schadensersatzforderung, weil geschützte Inhalte des Rechteinhabers genutzt wurden.

Wer haftet hier nun? Zuerst wird der Kunde die Forderung an die beauftragte Designerin weitergeben, da sie schließlich das Konzept entwickelt hat. Hat sie keine Versicherung, wird es ernst. Eine passende Versicherung schafft in solchen Fällen Abhilfe, weil sie den Vorgang prüft – und wenn die Forderung rechtens ist, die Kosten übernimmt. (Fallbeispiel aus der Freelancer-Studie, freelance.de)

Dazu interessant: KI-Recht im Branding – ein PAGE-Seminar

 



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Dieses Leitsystem verbindet – und erzählt von Werkstattkultur › PAGE online


Am Tacheles in Berlin hat Autodoc, Europas größte Plattform für Autoersatzteile, seine Räumlichkeiten mit einem Leitsystem des Studios Sentiform versehen lassen, das statt auf eine klassische Beschilderung, auf die DNA des Unternehmens setzt.

Dieses Leitsystem verbindet – und erzählt von Werkstattkultur › PAGE onlineBild: Sabine Zoltnere

Autodoc ist Europas führende Plattform für Fahrzeug- und Motorradersatzteile. Und das jetzt mit seiner Zentrale in Berlins Quartier Am Tacheles, einer ehemaligen Ikone der Subkultur, in der Ausstellungen, Partys und viele andere Veranstaltungen stattfanden.

Heute erinnert – außer ein paar Wandmalereien im dort ansässigen Fotomuseum Fotografiska – nichts mehr daran.

Ganz im Gegenteil. Das Tacheles hat sich in ein Luxusquartier verwandelt. Dort sitzt auch Autodoc, durch dessen Räumlichkeiten jetzt ein Leitsystem führt, das von Sentiform entwickelt wurde, einem Berliner Studio, das auf Signaletik und Spatial Branding spezialisiert ist.

Und statt das Leitsystem von dem Logo von Autodoc abzuleiten, konzentrierten sich die Kreativen stattdessen auf das Unternehmen selbst.

Auf das Handwerk und die Reparatur für die Autodoc steht, auf die Dynamik, die dort herrscht und auf die Werkstattkultur, von der es geprägt wird, von den Mechaniker:innen und Fahrzeugprofis.

Bild: Sabine Zoltnere

Fließend & intuitiv

Und bei alledem sollte das Leitsystem, keine eigenständige Ebene bilden, sondern sich in die Architektur des Gebäudes integrieren, in dem Hunderte Mitarbeitende versammelt sind.

Die Navigation soll durch die Räumlichkeiten fließen und vor allem auch eine intuitive Orientierung ermöglichen.

Und man kann sich vorstellen, was das für eine Wirkung auf das eigene Erleben seines Arbeitsplatzes und die Identifizierung damit hat, wenn man sich nahtlos und vertraut durch das Gebäude bewegt, statt dass es einem als Fremdkörper erscheint.

Gleichzeitig soll das Leitsystem die Zusammengehörigkeit unterstreichen und eine Brücke zu den Kunden von Autodoc schlagen, und das drückt sich gleich auf mehrfache Weise aus.

»Hands & Hearts« haben die Kreativen ihr Konzept genannt, das nicht nur in den Visuals selbst, sondern auch in den Materialien und dem Wording aus der Werkstattkultur schöpft. Und Geschichten von Autopionieren und entscheidenden Erfindungen erzählt.

Bild: Sabine Zoltnere

Leitsystem als Erlebnis

Eine Reminiszenz an das Erscheinungsbild von Autodoc selbst ist die orange Farbe und sind die geometrischen Shapes, die sich in dem Logo des Unternehmens wiederfinden. Der Rest der Gestaltung folgt einem eigenen Weg.

Das Leitsystem setzt sich aus Lochwänden, aus Metallkomponenten und Konstruktionsteilen zusammen.

Erinnern die Lochplatten an Werkzeugwände, zitieren einzelne Metallteile Autobahnpiktogramme oder stilisierte Fahrzeuge, Telefone, aber auch Pfeile oder Rollstühle.

Die Beschilderung von Besprechungsräumen hingegen erzählt in kleinen Texten von Automobilpionieren und Meilensteinen der Branche.

Die »Werkstattkultur in ein Arbeitsplatz-Erlebnis verwandeln«, nennen die Kreativen das.

Bild: Sabine Zoltnere

Nah an einem dran

Auf den zahlreichen Glasflächen, von denen die Räumlichkeiten durchzogen werden, führte Sentiform das Leitsystem in anderer Form weiter.

Und das als orangefarbene Ornamente, die nicht nur die Farbe, sondern auch die dreidimensionalen, abstrakten Formen aufgreifen, die sich auch an einzelnen Navigationspunkten als Teil des Leitsystems finden:

Wellenformen und Shapes, die die Form von Muttern aufnehmen, aber auch Querstreifen und Bögen oder orangefarbene Rechtecke, die gemeinsam für Dynamik und einen eigenen Rhythmus sorgen.

So ist ein Leitsystem jenseits einer klassischen Bürobeschilderung entstanden, das tief in die Werkstattkultur und in die DNA von Autodoc eintaucht, das identitätsstiftend ist und durch seine intuitive Führung zusätzlich mit dem Unternehmen verbindet.

Und das als skalierbares System gleichzeitig ausbaufähig ist.

Bild: Sabine Zoltnere Bild: Sabine Zoltnere Bild: Sabine Zoltnere Bild: Sabine Zoltnere Bild: Sabine Zoltnere Bild: Sabine Zoltnere

 

 

 

 



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Melitta Filterkaffee im neuen Look – Design Tagebuch


Die Kaffeemarke Melitta führt derzeit ein neues Verpackungsdesign ein. Kommuniziert wurde die aktuelle Umstellung seitens des Herstellers bislang nicht.

Melitta wurde 1908 von Amalie Auguste Melitta Bentz in Dresden gegründet. Bekannt ist die Marke vor allem für die Erfindung des Papierkaffeefilters. Das Unternehmen befindet sich bis heute im Familienbesitz und wird in der vierten Generation geführt; Hauptsitz ist Minden. Die Produktpalette umfasst Kaffeefilter, Kaffeemaschinen, Kaffeebohnen sowie Haushaltsprodukte.

2025 erzielte die Melitta Gruppe einen Umsatz von rund 2,53 Milliarden Euro. Seit Sommer 2025 ist Melitta offizieller Kaffeepartner von Real Madrid; ein umfangreiches Marketing- und Kommunikationspaket soll die globale Markenbekanntheit stärken.

Ende letzten Jahres hatten die Packungen des Melitta Barista-Sortiments parallel zur Range-Erweiterung bereits ein neues Design erhalten. Nun bekommen weitere Produkte des Filterkaffee-Sortiments ein Refresh, darunter Melitta Auslese klassisch, Melitta Auslese klassisch-mild und Melitta Harmonie mild.

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



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