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50 Prozent mehr Speicher: Ryzen AI Max+ Pro 495 mit Radeon 8065S nutzt 192 GByte RAM
Die Halo-Variante der rebrandeten Ryzen AI 400 ist zwar technisch identisch mit Strix Halo, nutzt aber 50 Prozent mehr LPDDR5X-Speicher. Das ist vor allem für die anvisierte AI-Zielgruppe ein Verkaufsargument. Der Preis wiederum dürfte aber dann auch schon in Richtung „kleiner Server“ gehen.
AMDs Produktpalette im Jahr 2026 besteht zum großen Teil aus Refreshes und Rebrands. Aus Ryzen AI Max 300 wird Ryzen AI Max 400 und aus Strix Halo wird Gorgon Halo. Unterschiede zu den Vorgängern sucht man bei allen mit der Lupe.
Immerhin wird Gorgon Halo dank eines späteren Erscheinens bis zu 50 Prozent mehr Speicher spendiert. Realisiert wird das dem Anschein nach über 24-GByte-Chips, die dafür achtmal auf der Platine neben der großen APU verlötet werden. Angaben zum Speichertakt gibt es noch nicht.
Die geplanten Modelle der Familie Ryzen AI Max 400 bringen ansonsten lediglich teilweise 100 MHz mehr Takt für die CPU und GPU mit. Das reicht immerhin, um in Benchmarks ganz oben zu stehen, wenn auch nur mit einem geringen Vorsprung von drei oder vier Prozent.
Alles eine Frage des (sehr hohen) Preises
Während AMD Strix Halo in den ersten Monaten durchaus hier und da mit einem guten Verhältnis aus Preis und Leistung bei 128 GByte RAM punkten konnte, dürfte das für ein neues Produkt im Jahr 2026 unmöglich werden. Denn diese stoßen allesamt auf dieselben Probleme wie aktuelle Notebooks: Alles, was aktuell große Mengen an Speicher benötigt, wird nahezu unbezahlbar.
Das durchgesickerte Modell stammt von HP: Ein HP ZBook Ultra G1a 14″ Workstation – Black Edition mit dem Vorgänger Ryzen AI Max 395+ und 128 GByte RAM kostet 4.611,25 Euro. Das genießt aber mitunter noch den Bonus, dass die APUs und der Speicher bereits vor längerer Zeit gefertigt wurden und das Notebook de facto vielleicht schon über ein halbes Jahr im Lager liegt. Diese Option wird es für einen theoretischen Nachfolger mit dem 495+ und 192 GByte nicht geben. Entsprechend wird der Preis vermutlich deutlich höher ausfallen.
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Flut der 8-TB-SSDs: Adata stockt bei Mars 980 Blade und Pro auf

Trotz Speicherkrise mit horrenden Preisen fällt auf, dass die SSD-Hersteller in diesen Tagen vermehrt 8-TB-Modelle in bestehenden Serien nachrüsten. So macht es auch Adata bei den PCIe-5.0-SSDs der Serien XPG Mars 980 Blade und XPG Mars 980 Pro.
Auch wenn die offizielle Ankündigung durch den Hersteller noch aussteht, macht sich der Handel schon bereit. Bei Alternate wird die XPG Mars 980 Blade mit 8 TB für 1.319 Euro* angepriesen und soll voraussichtlich in 9 bis 15 Werktagen erhältlich sein. Zum selben Preis von 1.319 Euro* und mit demselben Liefertermin wird auch die XPG Mars 980 Pro mit 8 TB zur Vorbestellung angeboten.
Das dritte Modell der Familie, die Mars 980 Storm mit Hybridkühler, ist wiederum noch nicht mit 8 TB aufgeführt. Diese Variante ist aber generell kaum im Handel erhältlich.
Kapazität rauf, Leistung runter
Bei den genannten Eckdaten fällt allerdings auf, dass der sequenzielle Durchsatz bei den neuen 8-TB-Modellen etwas geringer als bei den 4-TB-Versionen ausfällt. Für beide werden bis zu 12.000 MB/s beim Lesen und Schreiben genannt. In der Version mit 4 TB sind es wiederum 14.000 MB/s und 13.000 MB/s. Ein aktualisiertes Datenblatt (PDF) von Adata bestätigt aber die neuen Werte.
Parallel zum verdoppelten Speichervolumen steigen die TBW ebenso um den Faktor zwei, sodass 5.920 TB geschrieben werden müssen, bevor die sonst 5 Jahre währende Garantie vorzeitig erlischt.
Auch bei anderen gab es jüngst 8-TB-Nachwuchs
Auch Lexar hat erst kürzlich seine Flaggschiff-Serie NM1090 Pro durch ein Modell mit 8 TB erweitert. Dieses bietet allerdings sogar mehr Durchsatz als die bisherige 4-TB-Variante.
Samsung sorgte jüngst für eine Überraschung, indem sogar die inzwischen über fünf Jahre alte SATA-SSD-Serie 870 Evo auf 8 TB ausgebaut wurde.
Gerade in der heutigen Zeit mit knappen und teuren Speicherchips wirken die neuen Produkte irgendwie deplatziert. Andererseits dürften die Pläne zur Erweiterung der Serien noch weit vor der Speicherkrise gefasst worden sein. Ein Trend zu sinkenden Preisen ist noch nicht in Sicht.
- Speicherpreise im Check: HDD-Preise steigen deutlich, SSDs & RAM legen leicht zu
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Sennheiser Accentum Clip: Open-Ear trifft auf Clip-Design mit LDAC

Mit den neuen Accentum Clip stellt Sennheiser kabellose Open-Ear-Kopfhörer vor, die ein offenes, leichtes Clip-Design mit Bluetooth 6.0, LDAC und IP54 gegen Staub und Wasser verbinden. So sollen sie ein intensives Klangerlebnis ermöglichen, während gleichzeitig die Wahrnehmung der Umgebung erhalten bleibt.
Touch-Bedienung und Silikon für den Halt
Laut Sennheiser wiegt jeder Ohrhörer 6,8 Gramm und soll beim Tragen kaum bemerkt werden. Ein flexibler Silikonbügel passt sich der individuellen Ohrform an und soll dafür sorgen, dass die kabellosen Kopfhörer auch bei intensiven Trainingseinheiten stabil sitzen. Mit IP54 sind die Accentum Clip gegen Staub und Spritzwasser geschützt, so dass ihnen auch der Schweiß beim Training nichts anhaben kann. Die strukturierten Touch-Bedienelemente soll sich auch beim Sport leicht ertasten lassen und ermöglichen die Steuerung von Lautstärke, Anrufen und der Wiedergabe.
9 ohne und 36 Stunden Akkulaufzeit mit Ladecase
Mit einer Akkuladung sollen die Kopfhörer bis zu 9 Stunden durchhalten. Das Ladecase liefert drei zusätzliche Aufladungen und verlängert die Akkulaufzeit so auf insgesamt bis zu 36 Stunden. Auch eine Schnellladung ist mit an Bord: 10 Minuten Ladezeit über das mitgelieferte USB-C-Kabel sollen für bis zu 2 Stunden Musikwiedergabe ausreichen.
Multipoint und Einzelnutzung
Mit Bluetooth 6.0 unterstützen die Accentum Clip auch Bluetooth Multipoint, also die Möglichkeit, mit zwei Endgeräten gleichzeitig verbunden zu werden, um zwischen diesen nahtlos wechseln zu können. Zudem kann jeder Ohrhörer auch einzeln genutzt werden. Damit Anrufe auch in lauten Umgebungen getätigt werden können, verfügt jeder Ohrhörer über zwei Mikrofone und eine KI-gestützte Geräuschunterdrückung, die Hintergrundgeräusche reduziert.
12-mm-Treiber
Im Inneren der dank LDAC Hi-Res-Audio-Wireless-zertifizierten Accentum Clip sorgt ein 12-mm-Treiber für den Klang. Sennheiser verspricht einen „kraftvollen, satten Sound mit klaren Stimmen und Details, präzisem Bass sowie angenehm ausgewogenen Höhen für ein detailreiches und gleichzeitig emotionales Hörerlebnis“. Damit Musik bei jeder Lautstärke ausgewogen klingt, sind die Ohrhörer mit Dynamic EQ ausgestattet. Die Klangoptimierung soll Veränderungen im Klangbild bei niedrigen Lautstärken automatisch ausgleichen. Mit der Sennheiser-Smart-Control-Plus-App lässt sich der Klang aber auch den eigenen Vorlieben entsprechend anpassen. Ein 5-Band-Equalizer, speicher- und teilbare Klangprofile, die geführte Sound-Check-Funktion und weitere Einstellungen sind dafür in der App verfügbar.
Neben LDAC unterstützen die Kopfhörer auch SBC und AAC und für ein schnelles Pairing mit dem Android-Smartphone oder -Tablet wird Google Fast Pair geboten.
Preis und Verfügbarkeit
Der Accentum Clip wird in den Farbvarianten Black und Cream erhältlich sein. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Kopfhörer ab dem 23. Juli erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung des Accentum Clip beträgt 179,90 Euro.
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Nvidia XR AI: KI-Agenten sollen auf AR-Brillen helfen
Mit Nvidia XR AI stellt der GPU-Hersteller eine Entwicklerbibliothek für KI-Agenten auf AR-Brillen und XR-Geräten als öffentliche Beta bereit. Sie soll Sensordaten, Unternehmenswissen, KI-Modelle und Werkzeuge zusammenführen, um kontextbezogene Assistenz in Echtzeit zu ermöglichen.
KI-Agenten für die Arbeit vor Ort
Nvidia beschreibt XR AI als Grundlage für Anwendungen, bei denen KI-Agenten nicht nur auf Texteingaben reagieren, sondern die Umgebung des Nutzers einbeziehen. Dafür können Daten aus Kameras, Mikrofonen, Tiefensensoren, Positionsdaten und weiteren Sensoren von AR– oder XR-Geräten verarbeitet werden.
Die Agenten sollen dadurch erfassen können, was der Nutzer gerade sieht oder hört, welche räumliche Situation vorliegt und welche Informationen aus Unternehmenssystemen relevant sein könnten. Ziel ist eine Assistenz, die bei praktischen Aufgaben unterstützt, ohne den Nutzer durch unnötige Einblendungen abzulenken.
Vier Bausteine für multimodale Assistenz
Die öffentliche Beta kombiniert laut Nvidia mehrere Funktionen. Dazu gehört die Aufnahme realer Signale aus AR- und XR-Geräten, etwa Video, Audio, Tiefeninformationen und Sensordaten. Hinzu kommt die Anbindung an spezialisierte Dienste und Werkzeuge, darunter Nvidia Metropolis für visuelle KI und Videoverständnis sowie Nvidia NeMo Retriever für die Suche in Unternehmenswissen.
XR AI soll außerdem verschiedene KI-Modelle unterstützen, darunter Nvidias Nemotron-Modelle und Cosmos Reason. Für die Steuerung von Agenten, die Nutzung von Werkzeugen und die Koordination mehrerer Agenten verweist Nvidia auf das NeMo Agent Toolkit. Als Rechenbasis nennt der Hersteller unter anderem DGX Spark, DGX Station und RTX-Pro-Systeme.
Beispiele aus Industrie, Forschung und Medizin
Als möglichen Einsatzbereich nennt Nvidia die Fertigung. Siemens untersucht demnach in einem Forschungskontext, wie XR AI zusammen mit DGX Spark Werksingenieure bei Wartungsinformationen, Fehlersuche, Arbeitsprüfung und Dokumentation unterstützen kann. Ein Ingenieur mit einer leichten Brille könnte beispielsweise Fragen zu einer speicherprogrammierbaren Steuerung stellen und direkt Hinweise erhalten.
In der Forschung setzt Rana, ein Unternehmen von AutoBio, sein LabOS-System auf Basis von Nvidia XR AI ein. Es soll Wissenschaftler bei komplexen Laborabläufen unterstützen, unter anderem bei Stammzelltherapie- und Gen-Editing-Forschung an Laboren der Stanford University School of Medicine und der Princeton University.
Auch im medizinischen Umfeld zeigt Nvidia ein Beispiel: Das Surreality Lab am University of Pittsburgh Medical Center demonstrierte ein System, das Operationsteams kontextbezogene Informationen liefern soll. Dabei soll das System berücksichtigen, welche Bereiche im Sichtfeld eines Chirurgen nicht verdeckt werden dürfen.
XR als Schnittstelle zu Unternehmenswissen
Weitere Beispiele betreffen Design, digitale Zwillinge und immersive Lernumgebungen. Innoactive nutzt laut Nvidia XR AI, um Informationen aus Design Reviews, Produktpräsentationen und digitalen Zwillingen besser erfassen und später wiederverwenden zu können. Atlantic Studios wiederum verwendet die Technik für eine interaktive Darstellung eines Scans der Titanic, bei der Nutzer per Sprache nach Punkten von Interesse fragen können.
Nvidia positioniert XR AI damit als Bindeglied zwischen AR-Brillen, Unternehmensdaten und KI-Agenten. Die öffentliche Beta richtet sich zunächst an Entwickler, die solche Anwendungen für Fabriken, Labore, Kliniken oder immersive Umgebungen erstellen wollen. Grundlage dafür sind Nvidias Softwarebibliotheken, KI-Modelle und beschleunigte Rechensysteme.
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