Connect with us

Apps & Mobile Entwicklung

5G Standalone in Europa: Der Ausbau kommt voran, der Nutzen häufig noch nicht


Die nächste Ausbaustufe von 5G kommt in Europa voran, erreicht Verbraucher aber noch sehr unterschiedlich. Opensignal hat den Stand von 5G Standalone in 29 europäischen Märkten untersucht und sieht deutliche Unterschiede zwischen Netzbetreibern, Tarifen und tatsächlicher Nutzung.

5G ohne 4G-Stütze

Bei 5G Standalone wird nicht nur der Funkzugang auf 5G umgestellt, sondern auch das dahinterliegende Kernnetz. Bisher basiert 5G in vielen Fällen nämlich noch auf 5G Non-Standalone, bei dem LTE weiter eine zentrale Rolle spielt. Für den Nutzer ist dieser Unterschied auf dem Smartphone meist nicht sofort sichtbar, technisch ist er aber relevant.

Denn erst mit einem eigenständigen 5G-Kernnetz lassen sich bestimmte Funktionen (vollständig) nutzen. Dazu zählen geringere Latenzen, stabilere Verbindungen, Sprachtelefonie über 5G und sogenannte Netzscheiben, bei denen bestimmte Anwendungen oder Kunden eigene Leistungsprofile erhalten können.

Europa bleibt ein Flickenteppich

Nach den Daten von Opensignal ist 5G Standalone in Europa zwar kein Zukunftsthema mehr, aber eben auch noch kein einheitlicher Standard. Die Analyse betrachtet 29 europäische Märkte im ersten Quartal 2026 und zeigt, dass der Ausbaustand je nach Land und Netzbetreiber stark variiert.

Entscheidend ist dabei nicht nur, ob ein Netzbetreiber technisch bereits 5G Standalone betreibt. Für den praktischen Nutzen müssen auch passende Tarife, geeignete Smartphones und eine entsprechende Netzkonfiguration zusammenkommen. In einigen Märkten ist 5G Standalone bereits regulär für Kunden verfügbar, in anderen Ländern bleibt die Technik stärker auf ausgewählte Angebote oder Geschäftskunden beschränkt.

5G SA in Europa
5G SA in Europa (Bild: OpenSignal)

Mehr 5G bedeutet nicht automatisch 5G

Ein wichtiger Punkt der Opensignal-Auswertung ist die Unterscheidung zwischen allgemeiner 5G-Nutzung und echter 5G-Standalone-Nutzung. Ein 5G-Symbol auf dem Smartphone bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Verbindung über ein eigenständiges 5G-Netz läuft. Häufig handelt es sich weiterhin um 5G Non-Standalone mit LTE als technischer Grundlage.

Für Verbraucher kann das erklären, warum 5G im Alltag nicht immer den erwarteten Sprung bringt. Höhere Datenraten sind zwar möglich, die eigentlichen Vorteile von 5G Standalone liegen aber stärker bei Reaktionszeiten, Netzstabilität und neuen Diensten. Diese Vorteile werden erst sichtbar, wenn der Zugang zur Technik breit verfügbar ist und die Endgeräte sie auch tatsächlich nutzen.

Deutschland mit hoher Abdeckung

Für Deutschland meldete die Bundesnetzagentur bereits 2024 eine 5G-SA-Abdeckung von rund 90 Prozent der Fläche, auf der mindestens ein Netzbetreiber verfügbar ist. Gleichzeitig zeigt die Opensignal-Betrachtung, warum solche Ausbauwerte nur ein Teil der Medaille sind.

Eine gemeldete Netzabdeckung sagt nicht automatisch, wie häufig Kunden tatsächlich mit 5G Standalone verbunden sind. Dafür spielen neben dem Standort auch Tarif, Smartphone, Netzlast und die jeweilige Strategie des Betreibers eine Rolle. Ein Land kann bei der technischen Verfügbarkeit also weit wirken, ohne dass der Alltagseindruck der Nutzer das widerspiegelt.

Der Nutzen zeigt sich zuerst bei speziellen Anwendungen

Für den normalen Smartphone-Nutzer dürfte 5G Standalone zunächst selten als klarer Aha-Effekt auffallen. Videostreaming, Surfen und Messenger funktionieren auch über LTE oder 5G Non-Standalone bereits gut. Interessanter wird die Technik bei Anwendungen, die stabile Verbindungen und geringe Verzögerungen benötigen.

Dazu gehören Cloud-Gaming, Echtzeitkommunikation, industrielle Anwendungen oder auch vernetzte Fahrzeuge. Auch für Mobilfunkanbieter selbst ist 5G Standalone ein wichtiger Schritt: Sie können Netze flexibler steuern und neue Angebote besser von klassischen Datentarifen abgrenzen.

Ausbau allein reicht nicht

Die Opensignal-Auswertung macht deutlich, dass Europa bei 5G Standalone vorankommt, der Markt aber noch uneinheitlich bleibt. Für Verbraucher zählt am Ende nicht nur, ob die Technik irgendwo im Netz aktiviert ist, sondern ob sie im eigenen Tarif, mit dem eigenen Smartphone und am eigenen Standort nutzbar ist. Je stärker die Netzbetreiber die Technik freischalten, desto eher können sich die versprochenen Vorteile auch im Alltag bemerkbar machen.

Billboard März 2026



Source link

Apps & Mobile Entwicklung

Jahresbericht Breitbandmessung: Höchstgeschwindigkeit im Mobilfunk weiterhin selten erreicht


Jahresbericht Breitbandmessung: Höchstgeschwindigkeit im Mobilfunk weiterhin selten erreicht

Bild: Deutsche Telekom

Der inzwischen zehnte Jahresbericht der Breitbandmessung durch Apps der Bundesnetzagentur liegt vor. Im Festnetz erreichten 45,9 Prozent der Messungen die vertraglich vereinbarte maximale Download-Datenrate. Beim Mobilfunk sieht es weiterhin sehr viel schlechter aus.

Breitbandmessung Mobilfunk mit 5G und 4G

Lediglich 7 Prozent der „normalen“ 5G-Messungen kamen demnach mindestens auf die volle Geschwindigkeit. Bei den hohen Bandbreiteklassen (BBKn) waren es aber immerhin 15 Prozent und 4 Prozent erhielten sogar die doppelte Geschwindigkeit. Beim 4G-Standard sieht es wiederum mit nur 3 Prozent der Nutzer weitaus schlechter aus.

Insgesamt fallen die Ergebnisse von 5G insbesondere in den hohen Bandbreiteklassen deutlich besser aus als bei 4G.

Bundesnetzagentur

Gegenüber dem vorherigen Bericht hat sich somit nicht viel geändert: Bei 4G waren es 4 Prozent, bei 5G 9 Prozent und bei „5G hohe BBKn“ 14 Prozent der Nutzer mit voller Geschwindigkeit.

Breitbandmessung im Festnetz

Im Festnetz wurde die vertraglich vereinbarte maximale Download-Datenrate wiederum bei einem deutlich höheren Anteil der Messungen erreicht: 45,9 Prozent waren es in der neusten Erhebung, während es ein Jahr zuvor noch 45,2 Prozent gewesen sind. Zumindest die Hälfte der erhofften Übertragungsrate wurde bei 85,9 Prozent der Nutzer im Festnetz erreicht.

Details zur Studie

Ausgewertet wurden laut der Mitteilung der Bundesnetzagentur 184.452 Messungen im Festnetz mit der „Breitbandmessung Desktop-App“ und 766.838 Messungen im Mobilfunk mit der „Breitbandmessung/Funkloch-App“, die seit Mai 2026 „Mobilfunk-Check“ heißt. Die Ergebnisse des zehnten Jahresberichts der Breitbandmessung basieren auf Messungen, die im Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 durchgeführt wurden.

Die Ergebnisse seien allerdings nicht repräsentativ, da sie lediglich auf Messungen der App-Nutzer basieren. Zudem erlauben sie keine Rückschlüsse auf die jeweilige Netzabdeckung oder Verfügbarkeit. Weitere Informationen liefert die Website der Breitbandmessung.

Vor über zehn Jahren startete die Breitbandmessung

Am 25. September 2015 hatte die Bundesnetzagentur die Breitbandmessung per App gestartet, damit Endkunden eine Möglichkeit haben, die Leistung ihres Internetzugangs zu überprüfen. Über die Kartenansicht auf der offiziellen Website können Kunden sehen, welche Resultate in ihrer Region erzielt worden sind. Das gibt zumindest Anhaltspunkte über die dort zu erwartende Geschwindigkeit.

Im Jahr 2021 wurden Messkampagnen als Neuerung bei der Desktop-App eingeführt, die als Nachweisverfahren für eine Minderung des monatlichen Entgelts gegenüber dem Anbieter oder die außerordentliche Kündigung des Vertrags dienen.

Downloads

  • Breitbandmessung Desktop-App

    4,5 Sterne

    Desktop-App der Bundesnetzagentur für die Breitbandmessung mit Nachweisverfahren.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Forza Horizon 6: Neues Season-Update bringt ikonische Events und Autos


Mit dem zweiten Season-Update erhält Forza Horizon 6 (Test) neben neuen Renn-Events auch zehn neue Fahrzeuge. Thematisch dreht sich diesmal alles um die 1980er- bis 2010er-Jahre. Außerdem behebt das jüngste Update einige Fehler im Spiel.

Zeitreise in den Jahrzehnten

Das erste Season-Event unter dem Motto „Welcome to Japan“ ist beendet und wird nahtlos mit Season 2 vom 18. Juni bis 16. Juli 2026 unter dem neuen Motto „Decades“ fortgeführt. Zahlreiche Aufgaben und Rennen müssen dabei in ikonischen Wagen der jeweiligen Dekade (1980 bis 2010) gemeistert werden, wobei die 1980er-Jahre den Anfang machen. Als Belohnung winken insgesamt zehn neue Fahrzeuge aus den Jahren 1980 bis 2010.

Forza Horizon 6: 2. Season Event „Decades“
Forza Horizon 6: 2. Season Event „Decades“
Forza Horizon 6: 2. Season Event „Decades“
Forza Horizon 6: 2. Season Event „Decades“
Forza Horizon 6: 2. Season Event „Decades“
Forza Horizon 6: 2. Season Event „Decades“ (Bild: Microsoft)

Auch der optionale Car Pass erhält mit den vier folgenden neuen Fahrzeugen Zuwachs: 2023 Audi R8 Coupé V10 GT RWD, 1974 Mazda #123 Mad Mike 808 Wagon ‚FURSTY‘, 1998 Nissan Skyline GT-R 40th Anniversary und 2023 Toyota GR Corolla.

Eine kurze Ankündigung verrät zudem bereits das Thema des kommenden dritten Season-Events. Ab dem 16. Juli 2026 dreht sich alles um „Bella Italia“.

Forza Horizon 6: Ausblick auf das 3. Season Event
Forza Horizon 6: Ausblick auf das 3. Season Event (Bild: Microsoft)

Aktuelles rund um Forza Horizon 6

Das jüngste Update behebt darüber hinaus einige Fehler im Spiel und bringt zudem generelle Verbesserungen mit sich. Alle Details führt Microsoft in einem Blog-Eintrag auf.

Anpassungen gibt es auch beim Levelfortschritt im Modus Horizon Play. Die benötigten Erfahrungsmengen zwischen den Leveln 26 bis 100 wurden erheblich reduziert. Spieler, die indes bereits Level 25 oder höher erreicht haben, werden automatisch einen entsprechenden Levelzuwachs erhalten. Und Spieler, die bereits Level 32 erreicht haben, werden automatisch auf Level 100 angehoben.

„Cheater“ müssen um Savegame fürchten

Mit einem kleinen Hinweis wird zudem auf den möglichen Verlust des Spielstandes hingewiesen. Den Grund dafür nennt der Entwickler nicht offiziell, jedoch klagen im Netz mehrfach Spieler über Verluste und bringen diese in Zusammenhang mit betrügerischen Absichten. Vorrangig seien demnach Spielstände von Spielern betroffen, die etwa Glitches im Spiel nutzten. Im Mittelpunkt steht hierbei ein Glitch, mit dem Spieler mühelos den maximalen Kontostand von 999 Millionen Credits erreichen konnten.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

ASML am Pranger: US-Regierung beschuldigt ASML der EUV-Nutzung in China


ASML am Pranger: US-Regierung beschuldigt ASML der EUV-Nutzung in China

Bild: AMSL

Ein EUV-System soll es nach China geschafft haben, beschuldigt die US-Regierung aktuell ASML. Das Unternehmen weist das energisch zurück, doch ob sich die USA damit zufrieden geben, ist fraglich. Seit Jahren sind strenge Auflagen für die modernsten Chipfertigungsmaschinen in Kraft.

Der Standpunkt von ASML ist ganz klar und wurde breit an die Medien verteilt: Man habe keine EUV-Maschine oder Teile davon an China geliefert.

ASML ⁠has never shipped an EUV machine to China nor have we shipped to China any component, module or equipment specially designed to be used in an EUV machine.

ASML verstehe die Bedenken bezüglich der Nationalen Sicherheit der USA und habe deshalb den Exportrichtlinien stets zugestimmt und sie beachtet, führt das Unternehmen aus. Des Weiteren erklärt ASML, dass man bereits in der Vergangenheit unbegründete und falsche Gerüchte widerlegen musste, die die Exportkontrollen nach China betrafen und so dem Ruf des Unternehmens schadeten. Was für Beweise die US-Regierung nun haben will, ist unklar. Unzählige Anfragen durch große US-Medien wurden bisher nicht beantwortet.

ASML ist seit Jahren im Fokus der Exportrichtlinien. Denn mit ihren klassischen Systemen produzieren Chinas Hersteller auch heute noch die modernsten Chips. Deshalb wurden auch diese stetig mehr eingeschränkt, auf EUV hatte China aber von vornherein keinen Zugriff.

ASML zur Auslieferung eines EUV-System
ASML zur Auslieferung eines EUV-System (Bild: ASML)

Bereits seit dem Frühjahr ist ASML zudem offensiver in Washington unterwegs, um zu zeigen, wo und wie EUV-Systeme eingesetzt werden. Demnach sind aktuell 314 EUV-Systeme weltweit im Einsatz, 26 sind bereits ausgemustert worden – vermutlich frühe Forschungssysteme. Keines dieser Systeme ist jedoch in China. ASML überwacht jedes der Systeme ständig, jede Unterbrechung in der Fertigung, abnormales Verhalten oder nur der Verlust der Verbindung wird sofort registriert. Ein Kunde kann das System deshalb nicht entfernen, transportieren oder andere Dinge damit anstellen, ohne dass ASML es mitbekommt und entsprechend freigibt. Hierzu gab es deshalb stets auch Berichte über einen sogenannten „Kill-Switch“.

China ist insbesondere aufgrund fehlender EUV-Lithografie in Rückstand bei der Chipfertigung geraten. Mit herkömmlicher Immersionslithografie können nur Chips bis hinab zu 7 nm und mit einigen aufwendigen Tricks eventuell auch in 5 nm gefertigt werden, jedoch ist die Ausbeute (Yield) dann eher gering. Bei westlichen Herstellern, allen voran TSMC, aber auch Samsung, Intel, SK Hynix und Micron ist ohne EUV heutzutage kaum mehr ein neues und modernstes Produkt möglich.

Ende des letzten Jahres gab es bereits Gerüchte, wonach China Teile von ASML, Nikon und auch Canon nutze, um ein EUV-System zu bauen. Dass über kurz oder lang Chinas Hersteller auch EUV beherrschen werden, ist in der Branche unbestritten, die Frage richtet sich nur nach dem Wann, Wie und Womit.



Source link

Weiterlesen

Beliebt