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Künstliche Intelligenz

KI-Update: DeepMind, LLMs in der Medizin, Expertise statt KI, Körperscanner


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Googles KI-Labor DeepMind hat ein Sicherheitskonzept für seine internen KI-Agenten vorgelegt. Die „AI Control Roadmap“ geht davon aus, dass die eigenen Systeme nicht zuverlässig im Sinne ihrer Entwickler handeln, und behandelt sie wie Sicherheitsrisiken von innen. Die KI-Agenten sollen nur schrittweise mehr Rechte bekommen, gemessen an ihrem nachgewiesenen Verhalten. Der Vergleich: ein Fahrlehrer mit Doppelsteuerung, der jederzeit eingreifen kann.

Nötig sei das, weil die Agenten tief in Googles Systemen arbeiten, Code schreiben und Zugang zu sensiblen Ressourcen haben. Zur Überwachung liest derzeit ein schwächeres, als vertrauenswürdig eingestuftes Modell die Gedankenkette und Aktionen des stärkeren Modells mit und schlägt bei Verdacht Alarm. Weil künftige Modelle ihr Reasoning verschleiern könnten, sieht ein Stufenplan strengere Kontrollen je nach Fähigkeitsniveau vor, von nachträglicher Protokollauswertung bis zu Echtzeit-Blockaden. DeepMind warnt zudem, das Zeitfenster für solche Standards sei schmal.


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Große allgemeine KI-Modelle von OpenAI, Google und Anthropic beantworten medizinische Fragen besser als spezialisierte Systeme für Ärzte. Das zeigt eine Studie in Nature Medicine, für die ein Team aus New York die Programme in Wissenstests und echten Fragen aus dem Klinikalltag verglich. In allen Bereichen lagen die großen Modelle vorn. Die Forscher führen das auf ihre riesigen Datenmengen und die schnelle Weiterentwicklung zurück.

Ein Ersatz für Ärzte sind sie damit nicht. Andere Studien zeigen, dass Menschen mit Chatbot-Hilfe medizinische Probleme oft schlechter einschätzen, und die Systeme erkennen Notfälle oder psychische Krisen unzuverlässig. Das Ergebnis widerlegt die noch vor einem Jahr verbreitete Annahme, kleine, speziell trainierte Modelle lieferten in der Medizin bessere Ergebnisse. Fachleute streiten weiter, ob langfristig Allzweckmodelle oder Spezialsysteme gewinnen.

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Unternehmen, die KI zur Stärkung ihrer Mitarbeiter einsetzen, sind erfolgreicher als jene, die damit Menschen ersetzen. Das zeigt das Global AI Jobs Barometer 2026 von PwC, einer der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, das mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen in 27 Ländern auswertete. Firmen, die stark auf KI setzen, wachsen beim Personal um 52 Prozent schneller und steigern ihre Produktivität deutlich.

Der Wandel trifft vor allem Berufseinsteiger: Klassische Einstiegsjobs für den Aufbau von Routine schwinden, gefragt sind stattdessen Urteilsvermögen und Führungsqualitäten. Zugleich hat sich die Zahl spezifischer KI-Jobs gegenüber 2024 fast verdoppelt, Stellen mit Prompt-Engineering oder Machine Learning wachsen achtmal schneller als der Gesamtmarkt. In Deutschland fühlen sich allerdings nur 21 Prozent der Beschäftigten fit genug, KI-Werkzeuge wirksam zu nutzen.

Midjourney, bekannt für seinen gleichnamigen KI-Bildgenerator, will einen Körperscanner bauen. Das ultraschallbasierte Gerät soll in einer Minute ein 3D-Abbild des Körperinneren liefern, ähnlich einem MRT, nur schneller. Nutzer stellen sich in eine Röhre und werden in ein Wasserbecken abgesenkt. Das Unternehmen räumt ein, dass das Produkt nichts mit dem Bildgenerator zu tun hat.

Die Pläne sind hochtrabend: Bis 2031 will Midjourney 50.000 Scanner installieren, die monatlich eine Milliarde Scans schaffen und so die Zahl der Todesfälle um 30 Prozent senken sollen. Die Geräte sollen in Spas mit Sauna und Kaltwasser stehen, das erste Ende nächsten Jahres in San Francisco. Belege für den Nutzen fehlen. Die Rechnung verlangt Massenabfertigung statt Erholung, eine medizinische Bewertung der Scans steht aus, und die Zulassungsbehörden müssten erst zustimmen.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Estland will als erstes Land digitale Identitäten für KI-Agenten einführen, wie Premierminister Kristen Michal ankündigte. KI-Agenten greifen für ihre Aufträge oft auf E-Mail-Konten, Cloud-Speicher oder Bankzugänge ihrer Auftraggeber zu. Das kann teuer werden, etwa wenn Daten abfließen, gelöscht werden oder Geld verschwendet wird.

Michal fordert deshalb beschränkte und überprüfbare Rechte. So ließe sich festlegen, ob ein Agent Daten nur lesen, Dokumente erstellen oder in einem finanziellen Rahmen handeln darf. Ein eigener Ausweis soll es dem Agenten ermöglichen, sich als solcher auszuweisen, statt die Identität des Auftraggebers zu übernehmen. Wann die Ausweise kommen und ob sie verpflichtend werden, ist offen.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger hat sich auf der Rüstungsmesse Eurosatory bei Paris für globale Regeln zum KI-Einsatz in Waffensystemen ausgesprochen. Der technische Fortschritt sei rasant, deshalb brauche es international verbindliche Grenzen, ähnlich wie bei Atomwaffen. Festlegen könne das weder ein Unternehmen noch eine Einzelperson, nötig seien ein Ethikrat oder eine UN-Resolution.

Rheinmetall baut Drohnen, Militärfahrzeuge und Schiffe, die teils autonom durch KI gesteuert werden. Über den Einsatz von Gewalt entscheide aber stets der Mensch, so Papperger. Technisch wäre es schon heute möglich, das der KI zu überlassen.

Zum Auftakt der Pariser Technikmesse VivaTech haben Deutschland und Frankreich einen Plan für mehr digitale Unabhängigkeit von großen Tech-Konzernen vorgelegt. Eine gemeinsame Definition digitaler Souveränität sieht vor, dass sich Technologien in der EU unabhängig und sicher entwickeln lassen. Erreicht werden soll das durch bevorzugte Nutzung von Produkten aus der EU oder vertrauenswürdigen Partnerstaaten, durch Open Source, modulare Architekturen und eigene Recheninfrastrukturen für KI und Cloud.

Cyberangriffe und gestörte Lieferketten zeigten, so Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, wie verwundbar Europa sei. Wer auf wenige außereuropäische Anbieter angewiesen sei, riskiere Ausfälle oder politische Erpressbarkeit. Frankreichs Digitalministerin Anne Le Hénanff nannte die Partnerschaft zwischen SAP und Mistral AI als Beispiel für eine souveräne europäische KI.

Lehrerverbände beklagen zunehmend KI-gestütztes Schummeln in Prüfungen, per Smartphone, Smartwatch, Smart Glasses, Scan-Stiften oder KI-Pins an der Kleidung. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband fordert deshalb technische Sperren, etwa eine Blockade des Datenverkehrs während Prüfungen. Präsidentin Simone Fleischmann sieht die Chancengleichheit gefährdet.

Der Verband Bildung und Erziehung Baden-Württemberg hält ein pauschales Verbot für unzureichend. Statt auf Störsender zu setzen, plädiert er für neue Prüfungsformate wie mündliche oder projektorientierte Aufgaben, die individuelle Leistungen auch in einer von KI geprägten Welt erfassen. Schulen müssten lernen, mit der Technologie umzugehen.

Das von der EU-Kommission und der OECD vor rund einem Jahr versprochene Rahmenwerk für KI-Kompetenzen in Schulen liegt nun in abgestimmter Fassung vor. Gegenüber dem Entwurf bietet es keine Überraschungen, nur ausdifferenziertere Tipps für die Unterrichtsgestaltung auf verschiedenen Leistungsniveaus.

Auf ein tiefgreifendes Problem macht es unweigerlich aufmerksam: Fehlen KI-Kompetenzen schon in der Lehrerschaft, lassen sie sich auch nicht bald an Schüler vermitteln. Der Hinweis auf nötige Fortbildungen und KI-Schulungen schon in der Lehramtsausbildung wirkt deshalb hilflos. Die als wichtig eingestuften Kompetenzen dürften so erst in einigen Jahren gelehrt werden, nicht jetzt, wie es eigentlich nötig wäre.

Auslöser der plötzlichen Abschaltung der Anthropic-Modelle Claude Mythos und Fable 5 war laut Wired die Sorge vor einer Datenweitergabe nach China. Der südkoreanische Telekommunikationskonzern SK Telecom hatte über das Partnerprogramm Project Glasswing Zugang zu Claude Mythos erhalten. US-Beamte verdächtigten SK Telecom angeblicher China-Verbindungen, woraufhin das Weiße Haus Anthropic zur sofortigen Sperrung aufforderte. Das Unternehmen kam dem umgehend nach.

SK Telecom weist jede Verbindung nach China zurück, unterhält als Teil des SK-Konzerns aber umfangreiche Geschäftsbeziehungen dort und war bis 2009 am Netzbetreiber China Unicom beteiligt. Kurz darauf meldete Amazon Schwachstellen im Modell Fable 5, über die sich Sicherheitsbeschränkungen umgehen ließen. Beide Vorfälle zusammen kosteten Anthropic das Vertrauen des Weißen Hauses.

Ein Lithografie-System des niederländischen Konzerns ASML soll trotz strenger Exportverbote nach China gelangt sein, berichtet Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen. US-Handelsminister Howard Lutnick erhob den Vorwurf bereits im April. Bestätigt er sich, wäre es einer der schwersten bekannten Verstöße gegen US-Sanktionen. Die EUV-Belichtungsmaschine dient der Herstellung modernster Halbleiter, etwa für KI-Chips. ASML ist der einzige Hersteller solcher Anlagen und der wertvollste Konzern Europas.

ASML weist den Verdacht zurück: Weltweit seien alle Geräte erfasst, keines stehe in China, und ohne Beteiligung des Herstellers ließen sie sich nicht betreiben oder bewegen. Laut Bloomberg ist der Konzern dennoch im internen Krisenmodus. Welche Belege Washington hat, bleibt unklar.

KI-Forscher Yann LeCun, Gründer des Forschungsunternehmens AMI Labs, vermutet in einem Interview, dass OpenAI oder Anthropic in eine schwere Krise geraten könnten, wenn sie ihre Betriebskosten nicht drastisch senken oder die Preise erhöhen.

Seine Kritik ist nicht ganz uneigennützig. Während die großen Akteure auf Sprachmodelle setzen, entwickelt sein Unternehmen Weltmodelle auf Basis einer anderen Architektur. Ein Rückschlag für die Sprachmodelle könnte seiner eigenen Technologie mehr Aufmerksamkeit und Investitionen bringen.

Alibaba hat mit der „Qwen-Robot Suite“ drei KI-Modelle für Roboter vorgestellt. Sie gehören zur „Embodied AI“, die einen physischen Körper steuert und sprachliche Anweisungen in Bewegungen umsetzt. Qwen-Robot-Nav hilft Robotern, Räume zu verstehen und sich darin zu bewegen. Qwen-Robot-World ist ein Video-Weltmodell, mit dem Roboter Handlungen virtuell durchrechnen, bevor sie sie ausführen. Qwen-Robot-Manip unterstützt Greifen und Manipulieren wie Sortieren oder Zusammenbauen.

Ziel ist ein physischer KI-Agent, der sich frei bewegt, vielfältige Aufgaben übernimmt und Situationen vorhersieht. Daran arbeiten auch Nvidia, Google DeepMind und Start-ups wie Figure AI. In Deutschland gilt Neura Robotics als Vorreiter.


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(mali)



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Peloton tauscht Bike+-Sattelstützen auch hierzulande


Rund sechs Monate nach einem Produktrückruf in den USA und Kanada haben auch Bike+-Besitzer hierzulande die Möglichkeit, ihre Sattelstütze tauschen zu lassen. Betroffen sind ältere Bike+-Hometrainer.

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Nachdem bei mehreren Nutzern die Sattelstützen während des Betriebs gebrochen waren, hatte Fitnessgerätehersteller Peloton im November 2025 hunderttausende Hometrainer vom Typ Bike+ in Kanada und den USA zurückgerufen. Geräte mit entsprechender Seriennummer sind auch in Deutschland in Umlauf. Peloton sagte heise online damals, dass auch diese von den Problemen betroffen sein könnten und geplant sei, die Rückrufaktion auch hierzulande anzubieten.

Rund ein halbes Jahr später hat Peloton diese Woche Mails an deutsche Bike+-Besitzer verschickt, in denen der Hersteller einen kostenlosen Tausch der Sattelstütze anbietet. Peloton wolle sicherstellen, dass die Hometrainer „mit unserem aktuellsten Sattelstützendesign ausgestattet ist, das unseren kompromisslosen Qualitätsstandards entspricht“ heißt es in der Mail, die heise online vorliegt.

Heißt das nun, das es auch hierzulande Probleme mit gebrochenen Sattelstützen gab? „Das Problem mit der Sattelstütze, das den Rückruf in den USA veranlasst hat, wurde in Großbritannien, Deutschland, Österreich oder Australien nicht gemeldet“, erklärt Peloton auf Anfrage. Wer auf seine neue Sattelstütze wartet, kann sein Bike+ demnach ganz normal weiter nutzen.

Es handele sich nicht um einen Produktrückruf wie in Kanada und den USA. Die jetzige Aktion sei ein „freiwilliges, proaktives Programm, das wir unseren berechtigten Mitgliedern in Großbritannien, Deutschland, Österreich und Australien anbieten, um ihnen Zugang zu unserer verbesserten Sattelstütze zu ermöglichen“, heißt es in der Stellungnahme gegenüber heise online.

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Alle Personen mit Wohnsitz in Großbritannien, Deutschland, Österreich oder Australien, die ein Bike+ der Original-Serie besitzen, das vor 2024 hergestellt wurde, haben laut Peloton Anspruch auf ein Sattelstützen-Upgrade. „Wir bieten außerdem allen Personen mit Wohnsitz in Großbritannien, Deutschland, Österreich oder Australien, die ein Bike der Original-Serie mit der Modellnummer PL-21 besitzen, ein Sattelstützen-Upgrade an“, erklärt Peloton weiter.

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(nen)



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Datenschutz im Umbruch: Aufsichtsbehörden fordern digitale Modernisierung


Die unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden der Länder haben auf ihrer 111. Konferenz in Stuttgart am Donnerstag ein weitreichendes Positionspapier verabschiedet. Unter dem Titel „Stuttgarter Impulse zur Modernisierung des Datenschutzes“ skizzieren die Hüter des Grundrechts auf Privatsphäre Wege zu einer umfassenden Strukturreform.

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Der überraschende Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Kritik von Unternehmen und Teilen der Politik über eine zersplitterte Aufsicht und unklare Zuständigkeiten. Um dem entgegenzuwirken, unterstützen die Landesbeauftragten eine Bundesratsinitiative aus Hamburg, die eine grundlegende Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes anstrebt.

Größter Stein des Anstoßes bei der hiesigen Datenschutzaufsicht ist ihre föderale Struktur. Firmen und Verbände bemängeln, dass identische Sachverhalte von verschiedenen Landesbehörden teils unterschiedlich interpretiert werden, was Rechtsunsicherheit schaffe und Investitionen bremse.

Dem treten die Behörden nun mit konkreten Vorschlägen entgegen. Im Zentrum steht die gesetzliche Verankerung der Datenschutzkonferenz (DSK), um ihre Verbindlichkeit zu sichern. Durch bindende Mehrheitsentscheidungen im nicht-öffentlichen Bereich und eine feste, zentrale Geschäftsstelle soll die Kooperation professionalisiert, Doppelarbeit verhindert und der Vorwurf widersprüchlicher Vorgaben entkräftet werden. Die Kontrolleure verweisen auch darauf, dass sie bundesweit 2025 über 60.000 Beschwerden erhalten hätten. Sie erklären es für einen Mythos, dass Datenschutz hierzulande besonders streng ausgelegt werde.

Die Berliner Datenschutzbeauftragte, Meike Kamp, moniert, dass die reale Praxiserfahrung der Behörden in den bisherigen Debatten zu kurz gekommen sei. Für eine moderne Aufsicht brauche es standardisierte Prüfverfahren und eine gezielte Bündelung von Kompetenzen bei übergreifenden Themen.

Ein Kernaspekt der Modernisierung betrifft daher die Entlastung von Wirtschaft und Verwaltung durch Digitalisierung. Die Landesdatenschützer plädieren für ein zentrales digitales Portal für alle Anfragen im nicht-öffentlichen Sektor. Nach dem Prinzip „No wrong Door“ sollen Bürger und Firmen Anfragen unabhängig von der Zuständigkeit über eine einzige Plattform einreichen können. Die interne Weiterleitung erfolgt dann planmäßig automatisiert.

Flankiert wird dieser digitale Aufschlag durch den Aufbau einer gemeinsamen, öffentlich zugänglichen Entscheidungsdatenbank. Sie soll für maximale Transparenz sorgen und die einheitliche Anwendung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nachvollziehbarer machen.

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Besonders für länderübergreifend agierende Firmen verspricht das vorgeschlagene „Einer-für-Alle“-Prinzip Erleichterungen: Sobald eine Aufsichtsbehörde einen Sachverhalt geprüft hat, soll das Ergebnis bundesweit verbindlich sein. Das verhindert die mehrfache Überprüfung identischer Fragestellungen durch verschiedene Landesämter.

Zugleich betonen die Landesdatenschützer, dass der Föderalismus nicht abgeschafft, sondern intelligent verzahnt werden sollte. Die Behörden vor Ort verfügten über gewachsene Netzwerke zu regionalen Betrieben gerade im Mittelstand und seien Kenner lokaler Besonderheiten. Diese spezifische Beratungskompetenz soll erhalten bleiben, während Spezialkompetenzen bei komplexen, übergreifenden Themen künftig gezielter gebündelt würden. Im Rahmen einer Konsultationsphase sind Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung eingeladen, Stellung zu den Vorschlägen zu beziehen.

In der Aufsichtspraxis gilt der Vorstoß als historische Chance. Der DSK-Vorsitzende Tobias Keber aus Baden-Württemberg unterstützt das Reformvorhaben im Bundesrat ausdrücklich. Zusammen mit den Stuttgarter Impulsen biete sich die einmalige Gelegenheit, den Grundrechtsschutz im föderalen System effektiv zu stärken und administrative Verfahren für die Praxis zu vereinfachen. Dies helfe, den Datenschutz zukunftsfähig aufzustellen.

Bund und Länder haben sich im Dezember auf eine föderale Modernisierungsagenda geeinigt. Vorgesehen ist demnach eine Neugestaltung der Datenschutzaufsicht für den nicht-öffentlichen Bereich. Ziele sind eine einheitlichere Rechtsauslegung, effizientere Abläufe und eine mögliche Bündelung von Zuständigkeiten etwa über One-Stop-Shop-Modelle oder ein Kohärenzverfahren.


(nen)



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macOS 27 Update: iPhone-Synchronisierung wird deutlich leistungsfähiger


Während EU-Bürger weiterhin in die Röhre schauen, bringt Apple mit macOS 27 das erste große Update für die iPhone-Synchronisierung (iPhone Mirroring) heraus, wie Apple auf der WWDC26 ankündigte. App-Fenster können künftig flexibel in der Größe verändert werden, es gibt erstmals Zugriff auf das Kontrollzentrum des Smartphones und es lassen sich auch geschützte Inhalte vom iPhone wiedergeben. Darüber hinaus führt Apple ein verändertes App-Icon ein.

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Bislang richtete sich die Darstellung von iPhone-Apps auf dem Mac per iPhone Mirroring strikt an das Seitenverhältnis des Smartphones. In macOS 26 Tahoe ist lediglich eine Verkleinerung oder Vergrößerung der Darstellung auf dem Mac-Bildschirm möglich. Mit macOS 27 Golden Gate können Nutzer Fenster nun breiter oder höher ziehen. Neben der verbesserten iPhone-Synchronisierung bringt macOS 27 laut Apple auch erhebliche Performance-Verbesserungen für Mac und iPhone mit sich.

Die meisten Apps dürften hierfür bereits vorbereitet sein, da Entwickler mit den Size Classes üblicherweise entsprechende Vorkehrungen für verschiedene iPhone-Größen und das iPad treffen. Apple hat dafür in iOS 27 auch weitere eigene Apps mit Querformat-Ansichten ausgestattet. Laut Apple wird es aber nötig sein, dass die Apps mit dem neuen SDK von iOS 27 kompiliert werden – es ist also ein Update vorzunehmen. Branchenbeobachter sehen in dieser neuen Funktion auch einen Hinweis darauf, dass Apple für den Herbst ein faltbares iPhone plant, das ebenfalls von dieser Flexibilisierung der Anzeige profitieren würde.

Zwei weitere Neuigkeiten räumen mit bisherigen Unzulänglichkeiten der Fernsteuerung auf. Das Kontrollzentrum zum Einstellen verschiedener Gerätefunktionen soll jetzt erstmals auch im Mirroring aufrufbar sein. Nutzer können es in macOS 27 per Menüleiste aufrufen oder mit der Tastenkombination Command+4.

Videoinhalte mit digitalem Rechtemanagement (DRM) sind jetzt auch auf dem Mac darstellbar, wenn sie auf dem iPhone abgespielt werden. Bislang führte das zu einem schwarzen Bildschirm. DRM-Inhalte gibt es an vielen Stellen, etwa in Streamingdiensten oder bei geliehenen Filmen.

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Wegen der Interoperabilitätsanforderungen der EU-Kommission hat Apple bislang darauf verzichtet, iPhone Mirroring in der Europäischen Union einzuführen. Das im Jahr 2024 in iOS 18 und macOS Sequoia eingeführte Feature ist tief in das Betriebssystem verankert. Wie bei anderen Funktionen dürfte Apple aus erklärter Sorge um die Sicherheit der Nutzer davon abgesehen haben, Mitbewerbern ähnlich weitreichenden Zugriff zu erlauben. Offiziell spricht das Unternehmen von „regulatorischen Unsicherheiten“ aufgrund des Digital Markets Act (DMA). Ähnlich verfährt Apple bei Siri AI, das in der EU ebenfalls nicht verfügbar sein wird.


(mki)



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