Künstliche Intelligenz
77 Pfund pro Person: Das könnte Apple iCloud-Nutzern in Großbritannien zahlen
Britischen Apple-Kunden steht womöglich ein kleiner Geldsegen bevor: Eine Sammelklage, die die Verbraucherschutzorganisation „Which?“ zusammen mit einem Prozessfinanzierer gestartet hat, soll bis zu 77 britische Pfund pro Kunde einbringen, sollte sie erfolgreich sein. Apples Versuche, das Fortschreiten des Verfahrens zu verhindern, waren zuletzt gescheitert. Bei der Sammelklage im Milliardenwert geht es um die Kosten für den Speicherdienst iCloud – und die Frage, ob Apple seine Nutzer mit dessen Preisgestaltung wettbewerbswidrig in ein Geschäftsverhältnis zwingt, das ihnen keine anderen Alternativen lässt.
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Kunden in iCloud eingesperrt
Which? arbeitet ähnlich wie die deutsche Stiftung Warentest und gehört zur gemeinnützigen Consumer Association. Die Gruppe schätzt, dass von Apples Vorgehen in Großbritannien bis zu 40 Millionen iCloud-Kunden betroffen sind. Angesichts der Einwohnerzahl des Vereinigten Königreichs von 68 Millionen Menschen ist das ein sehr hoher Wert. Die Kläger fordern etwas mehr als 3 Milliarden Pfund von Apple. Betroffen sind Personen, die zwischen November 2018 und dem 8. Juni 2026 in Großbritannien gelebt haben.
Die Verbraucherschutzorganisation glaubt, dass Apple Nutzer in seinen iCloud-Dienst „eingesperrt hat“, da es quasi unmöglich sei, alternative Dienste zu verwenden. Seit vielen Jahren bietet Apple nur 5 GByte an kostenlosem Cloud-Speicher an. In Großbritannien muss man für mehr Platz mindestens 99 Pence zahlen – dann gibt es 50 GByte. Die Spanne reicht bis 12 TByte für 55 Pfund.
Klageabweisung zunächst gescheitert
Apple hatte mit verschiedenen Strategien versucht, die Klage abzuweisen – unter anderem durch das Angehen des von Which? verwendeten Prozessfinanzierers, der wirtschaftliche Probleme hatte. Apples Anwälte zogen in Zweifel, dass das Unternehmen den Prozess überhaupt durchführen könne. Which? ist angesichts der hohen Kosten aufgrund des Schadensrahmens nicht in der Lage, die Klage allein zu stemmen. Laut einem BBC-Bericht konnte Which? sich aber bislang durchsetzen – die Klage bekam grünes Licht seitens des zuständigen Gerichts. Nun muss das Competition Appeal Tribunal entscheiden. Das Verfahren könnte allerdings Jahre dauern.
Which? argumentiert etwa, dass ein wettbewerbsrechtlich korrektes Angebot des 200-GByte-Pakets statt der aktuellen drei Pfund nur zwei Pfund gekostet hätte, wenn Apple sich nicht illegal verhalten hätte. Diese Illegalität wiederum ergibt sich laut der Verbraucherschützer offensichtlich dadurch, dass Apple nur 5 GByte an kostenlosem Speicher mitliefert. Apple sieht das naturgemäß anders und meint, dass Kunden „jede Menge Alternativen“ hätten. Allerdings ist iCloud tief ins System eingebunden, sei es auf iPhone, iPad oder Mac.
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(bsc)
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Quantic Dream: Streik soll „Star Wars Eclipse“ und 115 Stellen retten
Beim Pariser Spielestudio Quantic Dream sind 115 Stellen von Entlassungen bedroht, wie das französische Spielemagazin Gamekult berichtet. Die Belegschaft trat demnach in den Streik, um das seit 2021 angekündigte „Star Wars Eclipse“ doch noch fertigstellen zu können.
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Zum Ausstand aufgerufen hatte die französische Spielegewerkschaft STJV. Am 25. Juni errichteten Beschäftigte einen Streikposten vor dem Firmensitz in Paris, wie das französische Spielemagazin Gamekult vor Ort berichtet. Am selben Tag sollte eine Delegation von Lucasfilm den Entwicklungsstand von „Star Wars Eclipse“ prüfen. Für die Streikenden war das der passende Moment, um ein Signal an die Führung zu senden.
Auslöser ist ein Flop
Hinter dem Konflikt steht das Aus für „Spellcasters Chronicles“. Das Free-to-Play-MOBA erschien am 26. Februar 2026 im Early Access und fand kaum Spieler. Am 20. Mai stellte Quantic Dream die Entwicklung ein und leitete einen Stellenabbau ein. In das Projekt waren zuvor acht Jahre Arbeit geflossen.
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Betroffen sind nach Darstellung von Gamekult 115 Stellen und damit ein Viertel der Belegschaft des Pariser Studios. Als die Gewerkschaft den Abbau im Mai öffentlich machte, war noch von rund 95 bedrohten Stellen die Rede. Gamekult bezeichnet den Schritt als größten Stellenabbau in einem französischen Studio seit der Schließung von Blizzard France 2020.
Seit 2021 kaum gezeigt
„Star Wars Eclipse“ hatte Quantic Dream bei den Game Awards 2021 mit einem aufwendigen Cinematic-Trailer angekündigt. Der Auftritt sorgte für großen Hype, danach zeigte das Studio aber so gut wie nichts mehr zu dem Spiel. 2022 übernahm der chinesische Konzern NetEase das Studio Quantic Dream vollständig, nachdem er seit 2019 bereits Minderheitseigner gewesen war. In der Branche galt das Projekt schon vor dem aktuellen Konflikt als Wackelkandidat. Ob „Star Wars Eclipse“ jemals erscheint, ist offener denn je.
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Die Streikenden wollen den Abbau verhindern, um „Star Wars Eclipse“ noch fertigstellen zu können. Gegenüber Gamekult schildern Mitarbeiter das Studio als chronisch unterbesetzt, die bedrohten Kollegen würden für das Projekt gebraucht.
NetEase schweigt
Auffällig ist das Schweigen von NetEase. Der Konzern aus Hangzhou hatte nach der Corona-Pandemie weltweit Studios gekauft und eröffnet, seit 2025 trennt er sich wieder von vielen Standorten und baut Hunderte Stellen ab. Bereits Anfang 2025 hatte Bloomberg berichtet, NetEase-Chef William Ding halte nur Spiele für entwicklungswürdig, die jährlich hunderte Millionen US-Dollar einspielen. Nach Darstellung der Belegschaft gegenüber Gamekult soll NetEase zudem das Aus für „Spellcasters Chronicles“ durchgesetzt haben – gegen den Willen der Quantic-Dream-Führung.
Die Gewerkschaft STJV hält den geplanten Sozialplan für rechtswidrig. Er ziele gezielt auf das „Spellcasters Chronicles“-Team, und in Frankreich dürfe sich ein solcher Abbau nicht gegen ein einzelnes Projektteam richten, argumentiert die STJV laut Gamekult. Der Streik ist zudem Teil einer landesweiten Protestwelle, zu der die STJV bis in den September aufruft.
(dahe)
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Wie ihr euer NAS am besten für Datei-Sharing nutzt | c’t uplink
Jetzt habt ihr euer NAS, um eure Dateien lokal zu speichern statt bei Google Drive, OneDrive oder Dropbox. Aber wie denn nun konkret? Bindet man den Netzwerkspeicher einfach als SMB-Share ein? Installiere ich umständlich eine Nextcloud? Bringt das NAS vielleicht was mit, beispielsweise Qsync von Qnap? Und was können diese Peer-2-Peer-Lösungen wie Syncthing, Resilio und Seafile? Oder machen Localsend und KDE Connect den ganzen Kram nicht viel einfacher? Im Podcast gehen die c’t-Redakteure Niklas Dierking, Stefan Porteck und Jörg Wirtgen diese Fragen durch.
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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …
Zuerst die einfachste Lösung, ein Netzwerk-Share. Wir diskutieren die Vor- und Nachteile der gängigsten Protokolle SMB, NFS, Webdav und AFP und gehen dann auf die strukturellen Eigenschaften ein: Die Dateien liegen dann nicht lokal vor, sondern man benötigt ständig eine Netzwerkverbindung, und um von außerhalb des eigenen LANs zuzugreifen, muss beispielsweise der Router ein VPN- oder Wireguard-Netz aufspannen und man muss das irgendwie per DynDNS finden. Auch wie gut das auf dem Smartphone geht, erwähnen wir.
Eine Alternative wäre, Nextcloud auf dem NAS zu installieren: Die Daten liegen dann lokal vor, allerdings benötigt man DynDNS und VPN weiterhin. Wir sind einerseits zufrieden damit, auch weil die meisten Nextcloud-Clients ganz gut mit virtuellen Dateien umgehen können (die nur auf Wunsch lokal gepuffert vorliegen). Andererseits haben wir alle drei Zuverlässigkeits- und Geschwindigkeitsprobleme mit Nextcloud festgestellt, vielleicht aber auch aufgrund zu schwachbrüstiger NAS-Geräte. Gerade wenn man einen Reverse Proxy benötigt, der den DynDNS-Namen innerhalb des LANs auf eine lokale IP umbiegt, damit Transfers nicht auf die Geschwindigkeit der Internet-Anbindung beschränkt sind, und wenn man das beispielsweise mit einem PiHole im Docker auf dem NAS löst, könnten einige NAS überfordert sein.
Einen interessanten Tipp brachte Niklas: OpenCloud ist ein abgespeckter Fork von Nextcloud, der vielleicht performanter läuft. Was auch einen Blick wert ist: Die Software, die das NAS mitbringt. Qnap beispielsweise kommt mit Qsync, was ein ähnlicher Dienst ist: Clients für Windows, macOS, Linux, Android, iOS; die Clients verbinden sich im LAN automatisch direkt per IP; DynDNS über Qnap-Dienste eingebaut; virtuelle Dateien funktionieren einigermaßen.
Weitere Alternativen sind Peer-2-Peer-Lösungen. Eigentlich synchronisieren sie Verzeichnisse zwischen zwei Geräten, die dazu eingeschaltet sein müssen. Auf den ersten Blick klingt es unpraktisch, extra seinen PC einschalten zu müssen, damit das Handy auf aktuellen Stand kommt. Aber der Trick beim NAS ist natürlich, dort einen Client permanent laufen zu lassen. Vorteil der Systeme: Sie fummeln sich von selbst durch die Firewall, sodass man keinen DynDNS benötigt, und der lokale Zugriff erfolgt automatisch schnell. Syncthing machte sich als solches Peer-2-Peer-System bei allen drei gut, auch weil es das für einige NAS als native Anwendung gibt. Allerdings fehlen virtuelle Dateien. Zur Sprache kommen auch die Alternativen Resilio Sync und Seafile.
Schließlich sprachen wir über ganz andere Lösungen, um explizit nur einzelne Dateien auszutauschen, aber auch beispielsweise Zwischenablagen, und das ganze auch ohne Usernamen und Passwörter einfach mit Leuten im gleichen Raum – so etwas wie Apple AirDrop oder Google Quick Share, nur systemübergreifend. Gute Erfahrungen gabs mit Localsend und mit KDE Connect – das anders als der Name vermuten lässt, auch Clients für Windows, macOS, Android und iOS bereit hält.
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Zu Gast im Studio: Niklas Dierking, Stefan Porteck
Host: Jörg Wirtgen
Produktion: Tobias Reimer
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(jow)
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iPhone 17: Wohl so lange Apples Nummer eins wie noch nie
Apples iPhone 17 könnte einen sehr speziellen Rekord brechen: den des iPhone-Topsellers mit der längsten Verfügbarkeit aller Zeiten in der Geschichte der Produktreihe. Der Grund ist einfach: Apple plant, den Nachfolger, das iPhone 18, ins Frühjahr 2027 zu verschieben. Das bedeutet: Zwischen iPhone 17 und iPhone 18 liegen bis zu 18 Monate. Welche Auswirkungen das auf die Verkaufszahlen haben wird, ist noch unklar, das Geschäft könnte aber zumindest kurzfristig durch eine geplante Preiserhöhung angekurbelt werden, die Kunden motiviert, noch schnell zuzugreifen, bevor mit Aufschlägen von bis zu 200 Euro zu rechnen ist.
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Die Geschichte der iPhone-Verschiebungen
Seit Jahren hatte Apple alle wichtigen iPhones stets im Herbst, üblicherweise im September, präsentiert. In diesem Jahr soll das anders sein, angeblich kommen nur drei Modelle, nämlich iPhone 18 Pro, 18 Pro Max und das neue Foldable iPhone Ultra. Mit dem iPhone 18 wird nun im kommenden Frühjahr gerechnet, zusammen mit einem neuen „e“-Einsteigermodell (18e) und einer zweiten Generation des iPhone Air. Bislang war das Frühjahr nur Einsteigergeräten vorbehalten gewesen: Apple brachte zuletzt das iPhone 17e im März 2026 und zuvor das iPhone 16e im Februar 2025 heraus. Nun plant Apple offenbar eine Aufwertung des Frühjahrstermins – auch, um sein Geschäftsjahr etwas zu entzerren und das Hauptgeschäft im vierten Quartal zu erweitern.
Die 18 Monate zwischen iPhone 17 und iPhone 18 gab es so noch nicht, wie das Apple-Blog 9to5Mac berechnet hat. Das iPhone 17 kam im September 2025, das iPhone 18 folgt nun wohl spätestens im März 2027. Nur beim Übergang vom iPhone 4 zum 4S gab es eine ähnlich lange Zeitspanne von knapp unter 16 Monaten: von Juni 2010 bis Oktober 2011. 2020 hatte Apple aufgrund der Corona-Pandemie den Jahresrhythmus ebenfalls leicht unterbrochen: Das iPhone 11 Pro vom September 2019 wurde erst im Oktober 2020 durch das iPhone 12 Pro abgelöst. An die knapp 550 Tage, mit denen nun beim Übergang vom iPhone 17 zum iPhone 18 gerechnet wird, kommt das alles nicht heran.
Standardmodell ist zumeist auch das Topmodell
Das Standardmodell ist beim iPhone üblicherweise auch das meistverkaufte Gerät, auch wenn die Pro-Varianten für Apple mehr und mehr Marktanteile gewinnen. Umso bedeutsamer ist nun die geplante Verschiebung. Möglicherweise hofft man bei Apple, dass Kunden eher zum iPhone 18 Pro wechseln.
Der Preisunterschied zwischen Standard- und Pro-Modellen ist üblicherweise signifikant: So zahlt man für das iPhone 17 mit 256 GByte aktuell bei Apple 949 Euro, für das Pro-Modell mit 6,3 Zoll und 256 GByte werden hingegen 1299 Euro aufgerufen, für das größe Max-Modell gar 1449 Euro.
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(bsc)
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