Künstliche Intelligenz
Probleme lösen mit dem c’t-Notfall-Windows 2026
Nachdem Sie den Stick mit dem c’t-Notfall-Windows, wie in der Bauanleitung beschrieben, eingerichtet haben, ist er einsatzbereit. Dieser Artikel führt Schritt für Schritt durch alles hindurch: vom Stick booten, sich einen Überblick verschaffen, die Onlineverbindung aktivieren, BitLocker-geschützte Laufwerke entsperren und so weiter. Weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen helfen Ihnen beim Restaurieren des Bootloaders und beim Zurücksetzen eines vergessenen Windows-Kennworts.
In unserem Notfallsystem stecken Werkzeuge zum Beheben vieler weiterer Probleme, eine Übersicht liefert die Tabelle. Zudem finden Sie am Ende dieses Beitrags eine Literaturliste mit Verweisen auf viele weitere Praxis- und Grundlagenartikel rund um unser Notfallsystem. Zwei Themenbereichen widmen wir separate Artikel: der Suche nach Viren, Trojanern und anderen Schädlingen sowie dem Nachinstallieren von Treibern.
Falls Ihnen die Schritt-für-Schritt-Anleitungen in diesen Artikeln bekannt vorkommen, dann täuschen Sie sich nicht. So wie wir unser Notfall-Windows nicht in jedem Jahr komplett neu, sondern immer weiter entwickeln, verfahren wir auch mit den Anleitungen: Wir überprüfen und aktualisieren sie und berücksichtigen dabei nicht nur technische Änderungen, sondern auch Leser-Feedback. Verwenden Sie bitte stets die Anleitungen, die zur jeweiligen Version des Notfallsystems gehören.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Probleme lösen mit dem c’t-Notfall-Windows 2026“.
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Künstliche Intelligenz
Elektroauto Xiaomi SU7 bekommt umfassende Modellpflege
In der Automobilindustrie gilt ein Modellzyklus von sieben, acht Jahren, mit einer Modellpflege nach der halben Laufzeit. In China kann die aber offenbar auch viel schneller kommen, wie jetzt beim Xiaomi SU7. Diese Geschwindigkeit passt jedenfalls so gut zur Modellbezeichnung, der Abkürzung von „Speed Ultra“, wie die Umstellung auf noch flottere Ladung.
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Der chinesische Konzern Xiaomi, bekannt für Smartphones und im Nebenerwerb auch Autohersteller, bricht mit den Regeln der Autobranche. Er unterzieht seine Elektro-Limousine SU7 nach noch nicht einmal zwei Jahren einer Modellpflege. Noch bevor das Auto überhaupt auf europäischen Straßen angekommen ist, wird es bereits grundlegend überarbeitet. Nicht kosmetisch, nicht aus Marketinggründen, sondern tiefgreifend technisch.
Durchgängige Hochvolt-Architektur
Am deutlichsten wird das anhand der Entscheidung für eine durchgängige Hochvolt-Architektur. Bislang war die 800-Volt-Technik den teureren Versionen der SU7-Baureihe vorbehalten, nun verabschiedet sich der SU7 vollständig aus der 400-Volt-Welt. Alle Varianten, auch die Basismodelle, arbeiten künftig mit mindestens 752 Volt. Die Ladezeiten schrumpfen, die Effizienz steigt und thermische Probleme werden besser beherrschbar. Die Cell-to-Pack-Stromspeicher mit NMC-Zellchemie bezieht Xiaomi vom chinesischen Großproduzenten CATL, der sie unter der Bezeichnung „Qilin“ vermarktet.

Xiaomi SU7
(Bild: Xiaomi)
Beim SU7 führt die Umstellung in Verbindung mit dem Einsatz von Siliziumkarbid-Halbleitern in der darauf angepassten Leistungselektronik, weiterentwickelten Elektromotoren zu weiter verbesserter Effizienz und Reichweite. Nach chinesischem CLTC-Zyklus soll das gehobene Modell SU7 „Pro“ auf über 900 km Reichweite kommen. Rechnet man das in den realistischeren europäischen Maßstab um, bleiben immer noch 750 bis 800 km übrig. Sollte unterwegs geladen werden müssen, soll unter Idealbedingungen in 15 Minuten Strom für weitere 670 km Reichweite nachgefasst werden können.
Das sind überragende Werte für ein Fahrzeug, das in China umgerechnet keine 37.000 Euro kostet. Volumenmodelle wie Tesla Model 3 oder VW ID.7 dürfte das unter Druck bringen, obwohl besonders Tesla recht schnell lädt für eine 400-Volt-Spannungslage.

(Bild: Xiaomi)
LiDAR ergänzt Kameras, KI ist implementiert
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Ähnlich konsequent geht Xiaomi bei der Assistenz- und Sicherheitstechnik vor. Was in Europa gerne in teure Ausstattungspakete ausgelagert wird, gehört beim SU7 nun zur Serienausstattung. Der LiDAR-Sensor, bisher den Top-Versionen vorbehalten, sitzt künftig auf jedem Modell. Damit wendet sich Xiaomi von der bei Teslas FSD seit Jahren aus verständlichen Gründen umstrittenen „camera-only“-Strategie ab.
Dazu kommt eine deutlich gesteigerte Rechenleistung der neuen Hardware-Architektur für die Assistenzsysteme: Xiaomi verspricht 700 TOPS in jeder Variante statt der bisherigen 84. „TOPS“ ist die Abkürzung für „Tera Operations per Second“, eine Geschwindigkeitsangabe für Rechenleistung im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Mit beiden Verbesserungen ist jeder SU7 im Hinblick auf Chip-Technologie für hochautomatisierte Fahrfunktionen vorbereitet – unabhängig von der Ausstattungslinie.
Mehr Modelle mit Luftfederung
Nachdem China mit neuen Zulassungsvorschriften auf öffentliche Bedenken bezüglich der Sicherheit der elektrischen Türschlösser bei einem Unfall reagiert hat, bringt die Modellpflege eine Notstromversorgung. Kundenkritik am zu straffen Fahrwerk bringt jetzt auch der mittleren Ausstattung SU7 Pro die Zweikammer-Luftfederung mit adaptiven Dämpfern, die bislang dem Topmodell vorbehalten war. Die Breite der Hinterreifen wächst von 245 auf 265 mm, vorn bleibt es bei 245.
Trotz deutlich verbesserter Technik, höherer Leistung, größerer Reichweite und besserem Fahrwerk steigen die Preise nur moderat. Es sind nicht einmal zehn Prozent mehr: Der chinesische Einstiegspreis für die knapp fünf Meter lange, zwei Meter breite und mit drei Meter Radstand auch geräumige Limousine bleibt bei umgerechnet unter 30.000 Euro. Preise für europäische Länder hat Xiaomi noch nicht genannt. Mit rund 2000 Euro über den jetzigen sollte man aber rechnen.
Der Riesenkonzern Xiaomi nutzt konsequent Skaleneffekte, Plattformdenken und die eigene Softwarekompetenz und gibt diese Vorteile direkt an die Kunden weiter. Nicht als Rabatt-Gag, sondern als Strategie zur Marktverankerung. Die überarbeiteten Modelle werden nach außen kaum als solche zu erkennen sein. Bilder legte der Hersteller noch keine bei. Kunden, die bereits einen SU7 bestellt haben, können ohne Aufpreis auf das aktualisierte Modell umbuchen. Die Markteinführung der überarbeiteten Modelle plant Xiaomi für April.
Mehr über Elektroautos
(fpi)
Künstliche Intelligenz
Die Produktwerker: Trends für Product Owner im Jahr 2026
Viele Produktorganisationen spüren es bereits: Die Rolle des Product Owners verändert sich, und 2026 wird das wahrscheinlich noch sichtbarer. In ihrer aktuellen Podcastfolge analysieren Dominique Winter und Oliver Winter, welche Trends gerade entscheidend sind und wie sich Product Ownership konkret weiterentwickelt.
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Datenkompetenz und KI
Ein zentrales Thema: Datenkompetenz. Zwar stehen in vielen Organisationen bereits umfassende Daten zur Verfügung, doch Product Owner sind zunehmend gefordert, diese auch richtig zu interpretieren und als echte Entscheidungsgrundlage zu nutzen. Dashboards reichen nicht mehr – gefragt ist das Verständnis für Wirkung, Hypothesen und kontextbezogene Metriken.
(Bild: deagreez/123rf.com)

Fachvorträge und Networking-Möglichkeiten: Die Product Owner Days am 5. und 6. Mai 2026 in Köln befassen sich in über 20 Vorträgen mit aktuellen Themen rund um Product Ownership, KI im Produktmanagement, User Research, Product Discovery und Product Economics.
Auch der Umgang mit künstlicher Intelligenz wandelt sich. Weg vom bloßen Ausprobieren einzelner Tools, hin zum strategischen Einsatz in Discovery, Analyse und Entscheidungsvorbereitung. Wer KI nutzt, muss deren Ergebnisse einordnen können – Technik ersetzt keine Verantwortung.
Outcome statt Output
Ein weiterer zentraler Wandel betrifft den Fokus auf Outcome statt Output. Es geht weniger darum, möglichst viele Features zu liefern, sondern klar nachzuweisen, welchen Nutzen ein Produkt erzeugt. Das verändert die Zusammenarbeit in Teams, stärkt die gemeinsame Verantwortung und stellt neue Anforderungen an Kommunikation und Moderation.
Kontinuierliches Feedback
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Nicht zuletzt rücken kurze Lernzyklen und kontinuierliches Feedback ins Zentrum der Produktarbeit. In einer zunehmend komplexen und unsicheren Welt behalten jene Teams die Orientierung, die bewusst Annahmen hinterfragen und schnell reagieren.
Eine Podcastfolge, die prognostiziert, dass Product Ownership 2026 anspruchsvoller, aber auch wirksamer wird. Wer die neuen Trends versteht und lebt, entwickelt nicht nur bessere Produkte, sondern übernimmt aktiv Verantwortung für ihren Erfolg.
Die aktuelle Ausgabe des Podcasts steht auch im Blog der Produktwerker bereit: „Trends für Product Owner im Jahr 2026“.
(mai)
Künstliche Intelligenz
Agentic Commerce: Wie Google sich die Zukunft des Handels vorstellt
Auf der diesjährigen NRF Retail’s Big Show in New York stellt Google eine Reihe von Neuerungen vor, die einen grundlegenden Wandel im digitalen Handel markieren werden. Sie stehen für nicht weniger als den Übergang von unterstützender KI hin zu sogenannten „agentischen“ Systemen, die nicht nur beraten, sondern eigenständig handeln können. In der Branche setzt sich dafür zunehmend der Begriff Agentic Commerce durch.
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Mittelfristig geht es um eine neue Generation von KI-Agenten, die komplexe Aufgaben entlang der gesamten Customer Journey übernehmen – von der Produktsuche über den Kauf bis hin zur Reklamation oder Nachbestellung von Waren. Anders als klassische Chatbots arbeiten diese Systeme nicht nur reaktiv, sondern planen, kombinieren Daten aus unterschiedlichen Quellen und führen mehrstufige Prozesse autonom aus – immer innerhalb definierter Regeln und mit Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer.
Von der Empfehlung zur Handlung
Kern von Googles Ankündigungen ist Gemini Enterprise for Customer Experience (CX), eine neue Plattform von Google Cloud, die Shopping- und Serviceprozesse in einer gemeinsamen agentischen Architektur zusammenführt. Unternehmen sollen damit KI-Agenten einsetzen können, die etwa Produktempfehlungen mit Echtzeitverfügbarkeit abgleichen, die Warenkörbe selbständig zusammenstellen, Bestellungen auf Tagespreisbasis auslösen oder ändern und bestenfalls noch Rückgaben und Erstattungen automatisiert abwickeln oder Serviceanfragen medienübergreifend bearbeiten.
Technisch basiert die Lösung auf Googles Gemini-Modellen sowie auf Vertex AI. Neu ist dabei vor allem der Anspruch, all das nicht länger als getrennte Systeme zu betrachten, sondern als durchgängigen Prozess zu denken. Der Shopping-Agent soll neben Text auch Sprache und Bilder verarbeiten. Nutzer können etwa ein Foto eines handschriftlichen Rezepts hochladen, woraufhin der Agent die Zutaten erkennt und direkt in einen Warenkorb überträgt – inklusive Rabatt- oder Loyalitätsprogrammen, sofern vorhanden.
Parallel dazu kündigte Google jetzt gemeinsam mit Partnern wie Shopify, Etsy, Wayfair und Target den Universal Commerce Protocol (UCP) an. Dabei handelt es sich um einen offenen Standard, der die Zusammenarbeit verschiedener KI-Agenten, Bezahlsysteme und Handelsplattformen erleichtern soll.

Alles auf der KI-Plattform: Für Händler:innen könnte die Agentic-Commerce-Revolution viel verändern.
(Bild: Google)
Kunden sollen Google-Oberfläche gar nicht mehr verlassen
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Ziel ist es, technische Fragmentierung zu reduzieren: Statt für jeden Agenten oder Anbieter eigene Schnittstellen zu bauen, soll UCP eine gemeinsame Sprache für agentische Commerce-Prozesse schaffen – von der Produktsuche über den Checkout bis zur Nachbetreuung. Der Standard ist kompatibel mit bestehenden Protokollen wie dem Agent Payments Protocol (AP2) und Model Context Protocol (MCP).
UCP soll zudem in Kürze eine neue Checkout-Funktion im AI-Mode und in der Gemini-App bereitstellen. Die Kunden können damit Produkte von US-Einzelhändlern sicher direkt während der Recherche kaufen – unter Verwendung gespeicherter Zahlungsinformationen aus Google Wallet oder künftig Paypal. In der Praxis soll UCP zunächst in Googles Suche und in der Gemini-App zum Einsatz kommen.
All das wird vor allem bedeuten, dass es nicht mehr nötig ist, die Plattform für den Kauf zu verlassen. Die Abwicklung erfolgt über Google Pay oder angebundene Zahlungsdienste wie Paypal. Das könnte den E-Commerce nachhaltig verändern und insbesondere die Rolle der Webshops weiter schwächen.
Direct Offers: Neues Werbeformat für kaufbereite Kunden
Mehrere große Handelsunternehmen (allerdings bis auf Weiteres ausschließlich in den USA) testen oder nutzen die neuen Systeme bereits: etwa Home Depot als Teil eines Assistenten, der Projektberatung bietet. Auch Kroger, Lowe’s und Woolworths setzen auf personalisierte Einkaufsagenten, die Einkaufslisten erstellen, Angebote berücksichtigen und Supportanfragen kontextübergreifend bearbeiten. Papa Johns schließlich nutzt den Food Ordering Agent für sprach- und textbasierte Bestellungen über App, Telefon, Kiosk und In-Car-Systeme. Das System kombiniert Upselling, Angebotslogik und Wiederbestellfunktionen.
Zentrales Element sind Business-Agents, die es den Kunden erlauben werden, direkt mit den Marken zu chatten und komplexere Produktfragen zu klären. Die Unternehmen agieren dabei in ihrer eigenen Markentonalität – verkaufsfördernde Maßnahmen inklusive. Hinzu kommt ein neues Werbeformat namens „Direct Offers“, das im Rahmen eines Pilotversuchs getestet wird und das es Werbetreibenden ermöglichen soll, exklusive Angebote direkt im AI-Mode für kaufbereite Kunden zu präsentieren.
Effizienzgewinn – aber auch neue Abhängigkeiten
Aus Sicht der Anbieter verspricht Agentic Commerce vor allem Effizienz: weniger manuelle Prozesse, kürzere Servicezeiten, konsistentere Kundenerlebnisse. Für Händler bedeutet das potenziell sinkende Kosten im Kundenservice und bessere Conversion-Rates durch situativ passende Angebote. Gleichzeitig verschiebt sich die Rolle von KI-Plattformen (namentlich hier Google) weiter in Richtung infrastruktureller Gatekeeper. Wenn Kaufentscheidungen, Zahlungen und Support zunehmend in KI-Interfaces stattfinden, wird die Frage nach Datenhoheit, Auswahlkriterien und Transparenz aber zentraler denn je.
Die auf der NRF vorgestellten Entwicklungen rund um Agentic Commerce markieren also weniger ein einzelnes Produktupdate als einen strukturellen Paradigmenwechsel: weg von Such- und Empfehlungssystemen, hin zu KI, die Aufgaben eigenständig erledigt. Das bringt Bequemlichkeit für die Kunden, schafft aber auch für Händler ein Personalisierungspotential – und neue Abhängigkeiten.
Wichtig ist auch, zu verstehen, dass all das in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit abläuft (auch wenn im europäischen Kontext noch viele technische und rechtliche Fragen offen sind). Wir können wohl davon ausgehen, dass der E-Commerce schon sehr bald anders funktioniert als heute.
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)
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