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CapFrameX: Linux-Version kurz vor der Beta?


CapFrameX: Linux-Version kurz vor der Beta?

Bild: CapFrameX

Das unter Windows für Benchmarks und Analysen beliebte und verbreitete CapFrameX könnte bald mit einer Beta unter Linux starten. Laut eines X-Posts bereitet aktuell noch die GUI Schwierigkeiten. Das Tool könnte eine nützliche Ergänzung zu MangoHud darstellen, welches teilweise noch viel Handarbeit bei Spieletests abverlangt.

CapFrameX bei Windows-Benchmarks nicht wegzudenken

CapFrameX ist in vielen Fällen zum Standard für Benchmarks unter Windows geworden. Das Tool erlaubt ausführliche Aufzeichnungen des Frameverlaufs, Ermittlung der Low-FPS sowie Export von Ergebnissen und Zusammenfassungen des Testsystems.

Unter Linux hingegen greifen Tester in der Regel auf MangoHud zurück.
Neben ausführlichen Metriken im Overlay erstellt die Anwendung auch Benchmark-Ergebnisse als Textdatei. Die Auswertung erfordert entsprechend viel Handarbeit oder zusätzliche Tools. MangoHud ist entsprechend mächtig in der Anzeige von Systemdetails und kommt auch auf dem Steam Deck zum Einsatz. Doch für das Benchen ist es nicht immer ideal.

CapFrameX als native Linux-Version

Eine Alternative könnte daher in Zukunft CapFrameX darstellen, da der Unterbau entsprechend speziell auf Linux zugeschnitten ist. Ein in C geschriebener Daemon läuft im Hintergrund und interagiert mit einem Vulkan-Layer. Die gewonnenen Ergebnisse werden in einer GUI dargestellt, deren Basis die Avalonia UI darstellt.

Angedachte Features des CapFrameX-Clients sind eine automatische Spieleerkennung, welche über Steam, Lutris, Heroic, Bottles oder Gamescope gestartet wurden. Ein Live-Monitoring soll Echtzeitdiagramme zu Frametimes liefern und Statistiken anzeigen. Vergleichende Analysen sollen zudem Werkzeuge innerhalb der Anwendung werden und es ermöglichen, Percentiles oder Durchschnittswerte genauer zu betrachten. Ebenfalls soll es möglich sein, verschiedene Sitzungen miteinander zu vergleichen und am Ende Werte als CSV zu exportieren. Als Besonderheit sind diese auch mit der Windows-Version von CapFrameX kompatibel.

Zum aktuellen Zeitpunkt steht die Veröffentlichung der Beta noch aus.
Einem Beitrag auf X ist zu entnehmen, dass die GUI noch Probleme bereitet, aber ein Erscheinen „hoffentlich“ bald möglich ist.

Mehr Informationen finden sich auf der GitHub-Seite des Projekts.

Downloads

  • CapFrameX

    4,2 Sterne

    Mit CapFrameX lassen sich CPU- und GPU-Benchmarks aufnehmen und übersichtlich darstellen.



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Diese Serie setzt neue Maßstäbe


Eine Krankenhausserie, die nicht tröstet, sondern fordert. Keine Liebesdramen, keine unangebrachte Leidenschaft, stattdessen ein Arbeitstag, der Euch den Puls hochtreibt. Diese Serie fühlt sich so real an, dass selbst Mediziner anerkennend nicken.

Wenn Ihr glaubt, schon alles gesehen zu haben, was das Genre Krankenhaus hergibt, kommt jetzt der Härtetest. „The Pitt“ wirft Euch mitten hinein in eine einzige Schicht – Stunde für Stunde, Entscheidung für Entscheidung. Kein Sicherheitsnetz, keine Ausflüchte. Nur der blanke Alltag einer Notaufnahme.

Echtzeit statt Episodenroutine

Der Kniff von „The Pitt“ ist so simpel wie gnadenlos: Jede Folge bildet eine reale Stunde ab. In 15 Episoden erlebt Ihr einen kompletten Arbeitstag in der Notaufnahme eines US-Krankenhauses. Das erzeugt Druck, der nicht künstlich wirkt, sondern organisch wächst. Ihr lernt Figuren nicht über Rückblenden kennen, sondern über ihr Handeln, wenn Sekunden zählen. Kleine Gesten ersetzen große Monologe – und genau das macht süchtig. Nicht umsonst dürfte die Serie wohl einer der heißersehntesten Inhalte von HBO Max in Deutschland sein.

Medizin ohne Filter – und ohne Kitsch

Vergesst überzeichnete Romanzen oder Detektivspielchen am Krankenbett. Hier wird gearbeitet. Die Fälle reichen von Bagatellen bis zu lebensverändernden Katastrophen. Die Serie bleibt unbequem und nah an der Realität – so nah, dass selbst bekannte Ärzte die Darstellung loben. Fehler passieren, Entscheidungen wiegen schwer, und nicht jede Geschichte endet mit Applaus. Das ist kein Wohlfühlfernsehen, sondern Präzisionsarbeit. Genau das sollte Euch bewusst sein, wenn Ihr Euch auf „The Pitt“ einlasst. Manche Folgen können dabei tiefer unter die Haut gehen als andere.

Im Zentrum der Serie steht Chefarzt Dr. Michael Robinavich, gespielt von Noah Wyle. Er trägt Verantwortung, während ihn persönliche Dämonen einholen – inklusive Flashbacks an die Pandemie. Um ihn herum kämpft ein Ensemble aus Ärztinnen, Pflegern und Helfern mit Überlastung, Gewalt durch Patienten und eigenen Krisen. Niemand bleibt unberührt, und genau deshalb wirken die Beziehungen glaubwürdig. Zugleich steht jedoch kein romantisches Liebesdrama im Fokus, sodass die Grenzen zwischen Dramaserie und Romcom verschwimmen. Auch dadurch hebt sich die Krankenhausserie auf angenehme Art von der bisherigen Masse ab.

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Mehr als Drama: Systemkritik mit Wucht

„The Pitt“ nutzt seine Intensität für klare Aussagen. Überlastete Kliniken, Personalmangel, ökonomischer Druck: Die Serie kritisiert das Gesundheitssystem in den USA ohne Umwege. Subtil ist das selten, aber wirksam. Ihr spürt, warum dieser Job Menschen aufreibt und warum er trotzdem getan werden muss. Denn von jeder Entscheidung, die in Notaufnahmen getroffen wird, hängt das Leben von Patienten ab.

Jetzt auch in Deutschland verfügbar

Der lange Wartemoment endet: Ab 13. Januar 2026 ist „The Pitt“ in Deutschland bei HBO Max verfügbar. Staffel 2 läuft parallel wöchentlich an im Zeitraum vom 9. Januar bis zum 17. April. Auch eine dritte Staffel ist bereits bestätigt, weshalb der Nachschub für die Hitserie wohl nicht zu schnell ausgehen dürfte. Wenn Ihr Serien mögt, die Euch fordern und nicht an der Oberfläche bleiben, ist das hier Euer Pflichttermin. Kurz gesagt: Diese Serie setzt Maßstäbe, weil sie Euch nichts erklärt, sondern alles fühlen lässt. Dadurch fühlt es sich an, als wärt ihr selbst ein Teil der Umstände. Nicht nur ein Zuschauer, der distanziert das Schicksal anderer verfolgt.



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Halbleiterwerke: Für geringere Zölle baut TSMC noch vier bis fünf weitere Fabs


Halbleiterwerke: Für geringere Zölle baut TSMC noch vier bis fünf weitere Fabs

Für eine Absenkung der Zölle für das komplette Taiwan auf 15 Prozent wird TSMC laut US-Medien den Standort Arizona um weitere Phasen erweitern. Das genaue Ausmaß ist unklar, es stehen jedoch vier bis fünf Phasen im Raum, die den bisherigen Standort dann zu einer der größten Fabriken weltweit machen würden.

Bisher hat TSMC mit insgesamt sechs Phasen für die Fab 21 in Arizona geplant, zudem sollen zwei Packaging-Werke nebenan entstehen. Mit vier oder gar fünf zusätzlichen Phasen, wie TSMC stets ein neues großes Fabrikgebäude im Ausbau nennt, würde die Produktivität des Standorts weiter steigen – ein Prozedere, welches aus Taiwan nur zu gut bekannt ist. Auch dort haben Fabriken mitunter bis zu neun Phasen und profitieren von kurzen Wegen zu nahen Forschungsanlagen und Packaging-Einrichtungen.

Arizona-Site der Fab21 wächst
Arizona-Site der Fab21 wächst

Die zusätzliche Ankündigung könnte Teil eines größeren Taiwan-Deals werden. Die US-Regierung will im Gegenzug zu Investitionsversprechen von über 300 Milliarden US-Dollar durch Taiwan die Zölle auf 15 Prozent absenken. Da Taiwans Export zu über einem Drittel auf Chip-Auslieferungen besteht, ist schon eine kleine prozentuale Auswirkung deutlich spürbar. Von den 300 Milliarden US-Dollar hat TSMC bisher rund 165 Milliarden US-Dollar geschultert, vier bis fünf Fabriken würden mindestens noch einmal rund 100+ Milliarden US-Dollar kosten, je nachdem, was genau denn dort produziert werden soll. Dazu gibt es bisher jedoch keine Angaben.

TSMC Fab 21 Phoenix (Januar 2025)
TSMC Fab 21 Phoenix (Januar 2025)

Da die Fabriken aber erst in den 2030er Jahren online gehen würden, dürfte es wohl ein Fertigungsschritt jenseits des N2-Prozesses sein. Taiwans Regulierungen sehen bisher vor, das im Ausland nur N+1 oder gar N+2 gebaut wird, sprich der neueste Fertigungsprozess nur im Heimatland produziert wird, im Ausland eine oder zwei Generationen älter gefertigt werden dürfen. Das reicht für viele US-Abnehmer aber auch, Großkunde Nvidia setzt beispielsweise bisher nie auf das Neueste, zu groß und auf gute Ausbeute sind die Chips angewiesen – das geht bei neuesten Fertigungslösungen oft zum Start nicht Hand in Hand.

Auch wenn Arizona weiter wächst, bleibt der US-Anteil an der Produktion bei TSMC gering. Denn zeitgleich werden in Taiwan unzählige weitere Fabriken gebaut, im letzten Jahr war einmal von weltweit 24 Bauprojekten die Rede – die Zahl ist seitdem noch einmal deutlich angewachsen. TSMC holt sich die Investition in den USA zum Teil durch höhere Produktpreise – AMDs CEO Lisa Su sprach zuletzt von einer Zahl zwischen „>5 und <20 Prozent“ – aber auch Vergünstigungen, Subventionen und anderen Vorzugsbehandlungen im eigenen Land wieder herein.

TSMCs Neubauten pro Jahr
TSMCs Neubauten pro Jahr



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Amazon Vine macht es möglich


Tausende Amazon-Kunden bekommen regelmäßig Pakete zugeschickt, ohne sie jemals bezahlen zu müssen. Und natürlich dürfen sie die Produkte auch behalten. Ganz legal. Dahinter verbirgt sich ein offizielles Angebot des Versandhändlers: Amazon Vine. Und jeder kann mitmachen. Zumindest in der Theorie.

Die Vorstellung klingt verlockend: Produkte bestellen, testen und anschließend behalten, ohne sie jemals zu bezahlen. Was zunächst unrealistisch wirkt, ist tatsächlich Teil eines etablierten, aber wenig bekannten Amazon-Programms: Amazon Vine. Doch welches Ziel verfolgt Amazon damit, wie läuft das Ganze ab und wer kann überhaupt teilnehmen?

Amazon Vine: Gratis-Produkte für ausgewählte Nutzer

Mit Vine verfolgt Amazon gleich mehrere Interessen. Zum einen sollen Käufer von detaillierten und glaubwürdigen Erfahrungsberichten profitieren, die ihnen bei Kaufentscheidungen helfen. Zum anderen erhalten Händler auf dem Marktplatz die Möglichkeit, frühzeitig unparteiische Bewertungen für ihre Produkte zu sammeln. Das Prinzip dahinter ist dabei ziemlich unkompliziert:

In einem ersten Schritt bestellen ausgewählte Tester, die sogenannten Vine Voices, Produkte teilnehmender Anbieter im Amazon-Shop. Nach Angaben des Unternehmens wächst das Angebot täglich um Tausende Artikel aus nahezu allen Kategorien. Bezahlen müssen sie die Produkte allerdings nicht. Die finanzielle Last trägt der Händler.

Sobald die Ware eingetroffen ist, wird sie im zweiten Schritt von den Vine-Voices getestet und anschließend bewertet. Das zumindest in der Theorie möglichst sachlich und unabhängig. Eine Rücksendung ist nicht erforderlich, denn die Produkte gehen dauerhaft in den Besitz der Tester über.

Eine Amazon-Vine-Rezension
Markierte Amazon-Vine-Rezension Bildquelle: nextpit

Um Einflussnahmen konsequent auszuschließen, ist es Verkäufern untersagt, Kontakt zu den Vine-Testern aufzunehmen. Die abgegebenen Rezensionen erscheinen zwar zusammen mit allen anderen Bewertungen, sind jedoch klar mit dem Hinweis gekennzeichnet: „Amazon Vine-Kundenrezension eines kostenlosen Produkts“. Händler zahlen für die Teilnahme am Programm: Seit Oktober 2023 sind zwei Einheiten pro übergeordnete ASIN beziehungsweise zwei Vine-Bewertungen kostenfrei, darüber hinaus können bis zu 170 Euro für maximal 30 Rezensionen anfallen. Auch für Amazon selbst ist Vine somit ein lukratives Geschäft.

Vine-Tester werden

Angesichts der Aussicht auf kostenlose Produkte dürfte das Interesse enorm sein. Dennoch ist der Einstieg ins Vine-Programm alles andere als einfach. Eine eigenständige Bewerbung ist nämlich nicht vorgesehen. Stattdessen gilt das Prinzip: Amazon wählt selbst proaktiv aus und meldet sich bei geeigneten Kandidaten.

Im Fokus des Auswahlverfahrens stehen dabei Nutzer, die bereits viele von anderen Käufern als hilfreich bewertete Rezensionen verfasst haben. Wer eingeladen wird, erfüllt somit bestimmte Qualitätskriterien. Kurz gesagt: Ohne Einladung keine Teilnahme.

Und es gibt einen weiteren Haken, denn Vine-„Gratisprodukte“ sind steuerrechtlich relevant. Schließlich handelt es sich dabei um eine Gegenleistung: Rezensionen gegen Produkte. Wer diese steuerrechtlich nicht berücksichtigt, muss mit Nachzahlungen und schlimmstenfalls mit einem Steuerstrafverfahren rechnen.

Warum der hohe Anspruch an die Transparenz?

Amazon ist längst nicht der einzige Anbieter, der Produkte im Gegenzug für Bewertungen zur Verfügung stellt. Viele Händler versuchen dies auf eigene Faust. Genau hier liegt jedoch das Problem: Besteht die Aussicht auf weitere Gratisprodukte, steigt die Gefahr geschönter oder bewusst positiver Bewertungen. Die Unabhängigkeit der Rezensionen lässt sich dabei kaum sicherstellen. Denn entsprechend als „eingekauft“ markiert werden diese nicht.

Aus diesem Grund verstößt das Vorgehen gegen die Richtlinien von Amazon. Der Konzern ist in den vergangenen Jahren mehrfach konsequent eingeschritten und hat zahlreiche Verkäufer von der Plattform ausgeschlossen, die solche Praktiken nutzten.



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