Künstliche Intelligenz
Drei Fragen, drei Antworten: KI – der Produktivitätskick fürs Coden?
KI-gestützte Softwareentwicklung wirbelt die Branche auf. Während manche von Produktivitätsschüben schwärmen, warnen andere vor Bergen technischer Schulden. Und sogar der bislang kritische Linus Torvalds experimentiert schon in einem Nebenprojekt mit Vibe-Coding. Wie sollten sich Entwickler jetzt aufstellen? Christian Winkler, Titelautor der iX 2/2026, erklärt, wo der Dev-Job mit Sprachmodellen produktiver wird und wo die natürliche Intelligenz dann doch nicht zu ersetzen ist.
Weiterlesen nach der Anzeige

Prof. Dr. Christian Winkler beschäftigt sich speziell mit der automatisierten Analyse natürlichsprachiger Texte (NLP). Als Professor an der TH Nürnberg konzentriert er sich bei seiner Forschung auf die Optimierung der User Experience.
Vibe-Coding ist inzwischen in aller Munde: Ist das wirklich die Zukunft der Software-Entwicklung?
Vibe-Coding ist ein sehr spannender Einsatz und im Moment auf jeden Fall für schnelle Prototypen brauchbar. Damit gehört es definitiv auch zur Zukunft der Software-Entwicklung. Allerdings erscheint es mir unwahrscheinlich, dass Entwickler damit arbeitslos werden. Eher das Gegenteil könnte der Fall sein: Routineaufgaben werden in Zukunft von der KI implementiert und Entwickler können sich auf die wirklich schwierigen Probleme fokussieren. Die genannten Routineaufgaben schließen zum Glück auch ein, Tests zu implementieren. Das ist eine bei Entwicklern eher unbeliebte Aufgabe, die sich dort über die KI-Unterstützung freuen dürften.
Woran kann ich mich bei der Modellauswahl orientieren? Wie weit sind Benchmarks da eine Hilfe?
Es gibt mehrere Benchmarks wie SWE-bench oder die Coding-Benchmark der LMArena. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Modelle zu sehr auf die Benchmarks optimiert sind. Man sollte daher, wenn möglich, die Modelle selbst ausprobieren oder sich an Benchmarks orientieren, die sehr oft aktualisiert oder mit individuellen Anforderungen von Menschen überprüft werden.
Bei den US-Flaggschiff-Modellen aus der Cloud steht ja auch die Gefahr im Raum, dass man seinen sensitiven Code als Trainingsmaterial herüberreicht. Welche Alternativen haben Unternehmen dazu?
Innerhalb der EU gehostete Modelle dürften das Problem nicht haben, weil hier die Rechtssprechung anders ist. Man könnte sich also auf Anbieter beschränken, die ihre Daten in der EU halten. Einige US-Anbieter versprechen genau das. Eine Alternative wäre, selbst Modelle zu betreiben, deren Gewichte veröffentlicht sind. Mit offenen Modellen können alle Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit erfüllt werden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Christian, danke für die Antworten! Mehr Details, wie man mit KI produktiver coden kann, gibt es in der neuen iX. Außerdem prüfen wir, ob die Vibe-Coding-Plattform ihre großen Versprechungen halten kann, und geben einen Überblick über die rechtlichen Fragen wie die Haftung beim Einsatz von KI-Agenten. All das und viele weitere Themen finden Leser im Februar-Heft, das jetzt im heise Shop oder am Kiosk erhältlich ist.
In der Serie „Drei Fragen und Antworten“ will die iX die heutigen Herausforderungen der IT auf den Punkt bringen – egal ob es sich um den Blick des Anwenders vorm PC, die Sicht des Managers oder den Alltag eines Administrators handelt. Haben Sie Anregungen aus Ihrer tagtäglichen Praxis oder der Ihrer Nutzer? Wessen Tipps zu welchem Thema würden Sie gerne kurz und knackig lesen? Dann schreiben Sie uns gerne oder hinterlassen Sie einen Kommentar im Forum.
(axk)
Künstliche Intelligenz
#TGIQF: Das Quiz rund um Satelliten-Navigation
In dieser Woche wurde bekannt, dass die amerikanische Mathematikerin Gladys West, eine der wichtigsten Entwicklerinnen der GPS-Navigation, im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Zwar ist der Name den meisten Menschen kein Begriff, aber immer dann, wenn wir uns per GPS-Navigation auf dem Smartphone oder einem Gerät orientieren, nutzen wir das System, für das sie die Grundlagen geschaffen hat. Dazu ein kleines Quiz rund um Satelliten-Navigation.
Weiterlesen nach der Anzeige
Zunächst profitierte nur das Militär von GPS, doch mit der Jahrtausendwende wurde das System auch für den privaten Gebrauch schlagartig attraktiv: Einerseits wurden GPS-Geräte immer kompakter und bezahlbarer, andererseits wurde eine Art Störsignal abgeschaltet, welches die Genauigkeit von GPS für zivile Anwendungen um den Faktor 10 auf 100 Meter verschlechterte.
Doch wie heißt GPS in voller Schreibweise? Das wollen wir von Ihnen wissen in unserem kleinen Nerdquiz zum Wochenende und um Gladys West, GPS und Co… Wer sich vorbereiten will, kann den Nachruf auf West lesen, oder sich mit dem älteren GPS-Jubiläumsartikel befassen.
In der heiseshow stellte Moderatorin Anna Bicker der Stammcrew drei Fragen vorweg: Dr. Volker Zota und Malte Kirchner hatten eine gute Orientierung und fanden größtenteils den richtigen Weg.
Sie können in Ruhe in 10 Fragen maximal 100 Punkte erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik sind wie immer gern gelesen.
Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.
Weiterlesen nach der Anzeige
Und falls Sie Ideen für eigene Quizze haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster aka Herr der fiesen Fragen.
(mawi)
Künstliche Intelligenz
Suche nach außerirdischem Leben: Habitable Zonen bislang wohl zu eng gezogen
Ein israelischer Astrophysiker plädiert dafür, das bei der Suche nach außerirdischem Leben zentrale Konzept der habitablen Zone zu erweitern. Der Begriff bezeichnet jenen Bereich um einen Stern, in dem auf Exoplaneten nach aktuellem Verständnis flüssiges Wasser existieren kann. Amri Wandel von der Hebräischen Universität Jerusalem sagt jetzt aber, dass dieser Bereich sowohl in Richtung des Sterns als auch nach außen hin ausgeweitet werden sollte. Gravitativ gebundene Exoplaneten, die ihrem Stern nur eine Seite zeigen, könnten demnach noch viel näher am Stern auf der ewigen Nachtseite flüssiges Wasser vorhalten. Weiter weg könnte flüssiges Wasser dagegen noch unter mächtigen Eispanzern existieren, wo es auf der Oberfläche längst zu kalt ist.
Weiterlesen nach der Anzeige
Könnte unerwartete Funde erklären

Die vorgeschlagene Erweiterung der habitablen Zone
(Bild: Amri Wandel)
Wandel erklärt, dass viele der jetzt entdeckten Exoplaneten nicht in das bisherige Schema passen und das Weltraumteleskop James Webb auch auf Exoplaneten außerhalb der habitablen Zone flüchtige Gase findet. Seine Arbeit könne erklären, warum es auch auf denen flüssiges Wasser und damit eine der grundlegendsten Voraussetzungen für die Entstehung von erdähnlichem Leben geben könnte. Eine Visualisierung seiner Berechnung zeigt, dass die habitable Zone kein schmales Band, sondern ein relativ breiter Bereich sein sollte. Im Sonnensystem würde sie nicht nur von der Erde bis fast zum Mars reichen, sondern sogar den Merkur und die Gasriesen Jupiter und Saturn umfassen. Bei mehreren ihrer Monde wurden bereits Hinweise auf Ozeane unter der Oberfläche entdeckt.
Wenn man die Annahmen über die habitable Zone und ihre Grenze überarbeitet, könnte das dafür sorgen, dass Astronomen und Astronominnen an Orten nach Spuren von außerirdischem Leben suchen, die sie bisher ignoriert haben, meint Wandel. Inzwischen kennen wir mehr als 6000 Planeten um andere Sterne, fast 8000 Kandidaten müssen noch überprüft werden. Dutzende davon gelten als potenziell bewohnbar, auch wenn das durch weitere Beobachtungen oft später wieder ausgeschlossen wird. Wandel stellt seine Überlegungen jetzt in The Astrophysical Journal vor, dort spricht er von einer „erweiterten habitablen Zone“.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Live-Webinar zum Apple-Gerätemanagement: MDM, ABM und neue Funktionen
Das Live-Webinar vermittelt ein solides Fundament für die Verwaltung von Apple-Geräten in Unternehmen. Machen Sie sich mit den neuesten MDM-Funktionen von Apple vertraut und erfahren Sie, welche Neuerungen für Ihre IT-Strategie relevant sind und wie Sie diese gewinnbringend einsetzen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das Zusammenspiel zwischen Apple Business Manager und MDM-Systemen bildet die Grundlage für eine professionelle Geräteverwaltung. Geräte registrieren, Apps verteilen und Konfigurationen zentral verwalten – diese Prozesse sparen Zeit und reduzieren den administrativen Aufwand erheblich.
Mark Zimmermann, Leiter des Kompetenzzentrums für mobile Lösungsentwicklung bei der EnBW, stellt die verschiedenen Bereitstellungsmodelle für Apple-Geräte vor. Er geht unter anderem auf das Declarative Device Management ein, auf die Herausforderungen und Chancen von Apple Intelligence, Moderne Sicherheitskonzepte, Zero Trust Architecture und Platform SSO im Kontext von Apple-Geräten. Sie verstehen, wie diese Konzepte Ihre IT-Sicherheit stärken und gleichzeitig die Nutzererfahrung verbessern.
Wenn Plattformen wie visionOS und watchOS auch in Ihrem Unternehmen an Bedeutung gewinnen, erfahren Sie, wie Sie sie in Ihre bestehende MDM-Strategie integrieren und welche Besonderheiten zu beachten sind.
Das Webinar Apple-Gerätemanagement im Unternehmen: Grundlagen, neue Funktionen und aktuelle Trends richtet sich an IT-Administratoren, System- und Netzwerkverantwortliche sowie Mobile Device Manager. Einsteiger erhalten einen strukturierten Überblick über die Grundlagen. Erfahrene Administratoren profitieren von hilfreichen Details und aktuellen Entwicklungen rund um das Apple-Ökosystem. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, grundlegendes technisches Verständnis ist jedoch von Vorteil.
Vierstündiges Webinar im Februar
Das vierstündige Live-Webinar findet am 24. Februar 2025 statt. Die Veranstaltung bietet ausreichend Raum für Fragen an den Referenten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ein Ticket kostet 169 Euro. Sichern Sie sich 10 Prozent Frühbucherrabatt, indem Sie sich bis zum 26. Januar 2026 anmelden.
Im Anschluss erhalten die Teilnehmer die Folien des Webinars sowie einen Zugang zur Aufzeichnung.
Weitere Informationen und Anmeldung: Apple-Gerätemanagement im Unternehmen: Grundlagen, neue Funktionen und aktuelle Trends
(ims)
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenArndt Benedikt rebranded GreatVita › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 WochenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGoogle „Broadwing“: 400-MW-Gaskraftwerk speichert CO₂ tief unter der Erde
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Social Mediavor 1 MonatDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
