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Entwicklung & Code

Android-Ökosystem: Google kündigt grundlegenden Umbau nach Epic-Streit an


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach dem jahrelangen Streit mit Epic hat Google angekündigt, das Android-Ökosystem grundlegend umzubauen. Die Änderungen umfassen neben dem Play Store auch die Gebührenstruktur und die Art, wie alternative App-Stores installiert werden können. Überdies hat Epic in Aussicht gestellt, Fortnite wieder im Play Store anzubieten. An der Registrierungspflicht für Android-Entwickler ändert sich jedoch nichts.

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Die im November angekündigten, damals teils noch unklaren, weltweiten Änderungen werden nun offiziell umgesetzt. Sameer Samat, Chef des Android-Ökosystems, erläutert die im Laufe dieses Jahres auch in Europa einziehenden Änderungen in einem Blogbeitrag im Android-Developers-Blog. „Heute geben wir wesentliche Neuerungen bekannt, die unser Geschäftsmodell weiterentwickeln und auf unserer langjährigen Tradition der globalen Offenheit aufbauen. Dies geschieht auf drei Arten: mehr Abrechnungsoptionen, ein Programm für registrierte App-Stores sowie niedrigere Gebühren und neue Programme für Entwickler.“

Hinsichtlich Abrechnungen im Play Store öffnet Google sich für Entwickler: Das Unternehmen bietet künftig mehr Auswahlmöglichkeiten und Freiheit bei der Abwicklung von Transaktionen. Entwickler mobiler Apps haben künftig die Möglichkeit, neben Googles hauseigenem Abrechnungssystem auch ihr eigenes System in ihrer App zu verwenden oder Nutzer für Käufe von ihrer App auf ihre eigene Website weiterzuleiten. „Unser Ziel ist es, diese Flexibilität so anzubieten, dass Nutzer von einer maximalen Auswahl und Sicherheit profitieren.“

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Überdies ermöglicht Google künftig eine einfachere Installation von registrierten App-Stores. Für diese bei Google registrierten App-Läden bietet Google einen optimierten Installationsablauf an. Die App-Stores müssen zudem bestimmte Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen. Wenn ein Store sich gegen eine Teilnahme entscheidet, ändert sich für diese nichts, er behält die gleiche Erfahrung wie jede andere per Sideload installierte App auf Android. Diese Neuerungen ändern nichts an der seit Monaten wiederholt geäußerten Kritik alternativer App-Store-Anbieter wie F-Droid an Googles Registrierungszwang für App-Entwickler.


Screenshot zeigt Installation eines registrierten App-Stores

Screenshot zeigt Installation eines registrierten App-Stores

Die Installation eines registrierten App-Stores soll bequemer ablaufen.

(Bild: Google)

Das Programm für registrierte App-Stores wird zunächst außerhalb der USA starten – dabei gehört Europa zu den ersten Regionen. Später soll es – „vorbehaltlich der gerichtlichen Genehmigung“ – auch in den USA eingeführt werden.

Überdies ändert Google sein Gebührenmodell für Entwickler: Das neue Geschäftsmodell für Apps entkoppelt die Gebühren für die Nutzung von Googles Abrechnungssystems und führt neue, niedrigere Servicegebühren ein.

Wenn Entwickler sich für die Nutzung des Abrechnungssystems von Google Play entscheiden, wird zusätzlich zur Servicegebühr ein marktspezifischer Satz berechnet. Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), im Vereinigten Königreich und in den USA beträgt dieser Satz 5 Prozent.


Grafik: Neue Gebührenmodelle in Google Play

Grafik: Neue Gebührenmodelle in Google Play

Alte und neue Gebührenmodelle in Google Play.

(Bild: Google)

Zudem gibt es Servicegebühren: Für Neuinstallationen einer App, also der Erstinstallationen von Nutzerinnen und Nutzern nach Einführung der neuen Gebühren in einer Region, senkt Google die Servicegebühr für In-App-Käufe (IAP) auf 20 Prozent. Ferner führt Google ein sogenanntes „Apps Experience Program“ ein und überarbeitet das „Google Play Games Level Up-Programm“, „um Anreize für die Entwicklung großartiger Software-Erlebnisse für alle Android-Formfaktoren zu schaffen, die mit klaren Qualitätsmaßstäben und verbesserten Vorteilen für die Nutzer verbunden sind“.

Entwicklerinnen und Entwickler, die sich für die Teilnahme an diesen Programmen entscheiden, zahlen niedrigere Sätze. Für IAP-Entwickler fällt dann eine Servicegebühr von 20 Prozent für Transaktionen aus bestehenden Installationen und eine Gebühr von 15 Prozent für Transaktionen aus neuen App-Installationen. Abonnements werden mit 10 Prozent berechnet.

Laut Google wird die neue Gebührenstruktur am 30. Juni in den USA, Großbritannien und dem EWR eingeführt. Weiter gehe es am 30. September in Australien, am 31. Dezember in Korea und Japan und bis zum 30. September 2027 in den übrigen Ländern weltweit. Die „registrierten App-Stores“ werden hingegen mit „einer großen Android-Version bis Ende des Jahres” eingeführt, also voraussichtlich mit einer Version von Android 17.

Mit diesen Anpassungen des Play Stores endet nach Aussagen des Epic-Chefs Tim Sweeney die jahrelange Klage gegen Googles Geschäftspraktiken. „Google öffnet Android vollständig und bietet umfassende Unterstützung für konkurrierende Stores, konkurrierende Zahlungssysteme und bessere Konditionen für alle Entwickler. Damit haben wir alle unsere Streitigkeiten weltweit beigelegt,“ sagte Sweeney auf X.

Überdies stellte er die Rückkehr von Fortnite in den Play Store in Aussicht. Google hatte Fortnite im August 2020 aus dem Play Store entfernt, nachdem Epic ein Direktzahlungssystem in das Spiel integriert hatte, das die Abrechnung über Google umging. Google hatte im Streit gegen Epic in mehreren Instanzen verloren. Infolgedessen vollzieht der Konzern nun im Einvernehmen mit Epic entsprechende Anpassungen an seinem Android-Ökosystem.


(afl)



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Git 2.54: Experimenteller Befehl für Commit-Historie


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Das verteilte Versionsverwaltungssystem Git 2.54 ist erschienen. Ein experimenteller git history-Befehl und ein veränderter Umgang mit Hooks zählen zu den wichtigsten Neuerungen in dem Release, an dem 137 Personen mitgewirkt haben.

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Wie GitHub in einem Blogeintrag ausführt, bot Git bisher bereits Möglichkeiten, die Historie eines Projekts zu verändern. So lassen sich mit git rebase -i Commits anders anordnen, editieren oder verwerfen. Das ändert jedoch auch Working Tree und Index, was weitreichende Aktionen nach sich ziehen kann.

Für einfache Fälle steht daher nun der experimentelle Befehl git history bereit, der unter der Haube auf der Funktionsweise von git replay basiert. git history unterstützt die beiden Vorgänge reword und split. Mit git history reword können Entwicklerinnen und Entwickler eine Commit-Nachricht im Editor öffnen und anpassen, um zum Beispiel einen Tippfehler zu berichtigen. Das aktualisiert ebenfalls Branches, die aus diesem Commit hervorgehen. Im Gegensatz zu git rebase verändern sich Working Tree und Index hierbei jedoch nicht. Die zweite mögliche Aktion, git history split , erlaubt das Aufteilen eines Commits in zwei verschiedene Commits.

Zu den bewussten Einschränkungen des history-Befehls zählt, dass er weder mit Historien umgehen kann, die Merge Commits enthalten, noch Vorgänge durchführt, die Merge-Konflikte auslösen würden.

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Eine weitere bedeutende Neuerung betrifft den Umgang mit Git-Hooks. Diese ließen sich bisher nur als ausführbare Skripte definieren, die sich in einem spezifischen Verzeichnis befanden – standardmäßig im Unterverzeichnis hooks des .git-Verzeichnisses. Das brachte einige Schwierigkeiten mit sich, wie GitHub erläutert: Wollten Entwickler beispielsweise vor jedem Commit auf allen Repositories einen Linter laufen lassen, so mussten sie das entsprechende Skript in jedes Repository kopieren, was zu Arbeitsaufwand und Fehleranfälligkeit führte.

Diese Probleme soll Git 2.54 lösen, denn Hooks lassen sich nun in den Konfigurationsdateien definieren. Statt ein Skript in .git/hooks/pre-commit zu platzieren, ist nun diese Alternative möglich:


[hook "linter"]
   event = pre-commit
   command = ~/bin/linter --cpp20


Auf diese Weise lassen sich Hooks zentral definieren und auf alle Repos anwenden. Eine solche Konfiguration kann sich User-basiert in ~/.gitconfig befinden, systemweit in /etc/gitconfig oder in einer lokalen Konfigurationsdatei eines Repositories. Entwicklerinnen und Entwickler können zudem mehrere Hooks für ein bestimmtes Event definieren oder Hooks wahlweise in einem Repository deaktivieren.

Weitere Informationen zu diesen und anderen Neuerungen in Git 2.54 finden sich in den Release Notes.


(mai)



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Software Testing: Praxisnah sicher entwickeln mit IEC 62443-4-1


In dieser Episode spricht Richard Seidl mit Holger Santelmann über IT-Sicherheit in Entwicklungsprozessen und über die internationale Norm IEC 62443-4-1, die festlegt, wie sichere Entwicklungsprozesse für industrielle Software und Systeme gestaltet werden sollen. Im Zentrum steht die Frage, wie Normen praktisch umgesetzt werden können, ohne dass sie nur lästige Pflicht bleiben. Holger Santelmann erzählt, wie sein Unternehmen diese Norm eingeführt und zum echten Werkzeug für bessere Softwarequalität gemacht hat. Es geht um konkrete Herausforderungen: von Trainings und unabhängigen Testern bis hin zu interner Reflexion und Zusammenarbeit im Team.

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Holger Santelmann ist Dipl.-Medieninformatiker (FH) und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung. Er hat als Senior Software Developer bei der Firma M&M Software GmbH angefangen und sich in den letzten Jahren immer mehr auf das Thema Release- bzw. Testmanagement spezialisiert. Als Leiter des Competence Centers Quality Engineering treibt er das Thema Qualitätssicherung innerhalb der Firma M&M Software GmbH weiter voran und unterstützt den Softwareentwicklungsprozess.

Bei diesem Format dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.

Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „Praxisnah sicher entwickeln mit IEC 62443-4-1 – Holger Santelmann“.


(mdo)



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Entwicklung & Code

Google bildet „Strike Team“ zur Verbesserung seiner Coding-KI-Modelle


Google soll intern ein Sonderteam aus Forschern und Ingenieuren zusammengestellt haben, um seine KI-Modelle für die Softwareentwicklung zu verbessern. Auslöser ist laut einem Bericht von The Information die wachsende Überzeugung innerhalb von Google DeepMind, dass Anthropics Coding-Tools den eigenen Gemini-Modellen derzeit überlegen sind. Während Anthropic nach eigenen Angaben nahezu seinen gesamten Code KI-gestützt schreibt, liegt der Anteil bei Google laut Finanzchefin Anat Ashkenazi bei rund 50 Prozent. Der Rückstand soll nun aufgeholt werden – und zwar nicht nur aus Wettbewerbsgründen: Googles Mitgründer Sergey Brin sieht verbesserte Coding-Fähigkeiten als Zwischenschritt auf dem Weg zu einer KI, die sich irgendwann selbst weiterentwickeln kann.

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Mit seinem „Strike Team“ verschärft damit auch Google die Gangart in dem zurzeit meist umkämpften Teilbereich der Künstlichen Intelligenz. Anthropic hatte sich mit seinem Coding-Tool Claude Code frühzeitig auf den Bereich Coding spezialisiert. OpenAI hat sein Engagement rund um das KI-Tool Codex massiv erweitert, woraufhin Anthropic auch ein Design-Tool namens Claude Design vorstellte.

Bei Google geht es aktuell erst einmal auch darum, den internen Einsatz von KI stärker voranzubringen, wie das US-Magazin The Information unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen im Unternehmen berichtet. Bislang habe sich Google bei seinen Modellen vor allem auf die Bedürfnisse externer Kunden konzentriert. Ähnliches gilt für Apple: Auch dort werden Entwickler gerade im Umgang mit KI-Coding-Tools für die Softwareentwicklung geschult, um den internen Einsatz zu modernisieren. Solche internen Modelle, welche die Eigenheiten des Google-Codes besser abbilden als öffentliche Modelle, wolle man zwar wegen der darin enthaltenen Geschäftsgeheimnisse nicht nach außen geben. Sie können aber eine wichtige Zwischenstufe sein, um bessere öffentliche Modelle zu erschaffen.

Teamleiter sei Sebastian Borgeaud, ehemaliger Pre-Training-Lead für Gemini bei Google DeepMind. Der Fokus liege auf komplexen Langzeit-Coding-Aufgaben. Dazu zähle das Verständnis von Codebases und das Schreiben kompletter Software. Google-Mitgründer Sergey Brin und DeepMind-CTO Koray Kavukcuoglu sollen persönlich in das Strike Team eingebunden sein. Brin habe die Mitarbeiter angehalten, verpflichtend interne Agenten für mehrstufige Aufgaben zu nutzen. Ein Fernziel sei der sogenannte „AI Takeoff“, also eine KI, die sich selbst verbessern kann. Die Nutzung der Coding-Tools werde intern mit einem Leaderboard nachgehalten.

Dabei treffen Googles Ambitionen auf eine Branche, die KI-Tools bereits weit verbreitet einsetzt. Das Entwicklerportal Stack Overflow fand in seiner jährlichen Befragung mit 49.000 Teilnehmern heraus, dass 84 Prozent der Entwickler entsprechende Tools schon nutzen oder zumindest deren Einsatz planen. Sie versprechen sich damit vor allem eine Zeitersparnis. Bislang, so ergeben Befragungen, sei diese Hoffnung aber nicht immer erfüllt worden. 46 Prozent der Entwickler misstrauen der Genauigkeit von KI-Tools.

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(mki)



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