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Xeon 600: Intels Workstation-CPUs erhalten viel mehr Kerne und Cache
Intel führt die vor einem Jahr eingeführte Prozessorgeneration Granite Rapids jetzt in den Workstation-Markt. Die neuen Xeon 600 erscheinen mit elf Modellen. An der Spitze steht der Xeon 698X mit 86 Kernen und 336 MB großem L3-Cache. Mehr Kerne und Cache sind auch der wesentliche Vorteil gegenüber den Vorgängern.
Ein großer Schritt nach vorn
Während AMD bereits bis zu 96 Kerne bei seinen Ryzen Threadripper 9000 bietet, blieb es bei Intels Xeon für Workstations bisher bei maximal 60 Kernen, die der Xeon w9-3595X als bisheriges Flaggschiff der Generation Sapphire Rapids-WS aufweist. Jetzt folgt Granite Rapids-WS mit bis zu 86 Kernen bei ähnlichem Takt mit viel mehr L3-Cache (bis 336 MB) und das Ganze in einem sogar etwas engeren TDP-Korsett von maximal 350 Watt. Die neue Architektur und die jüngere Fertigung machen es möglich.
Intel setzt dabei auf das XCC-Package (Extreme Core Count) von Granite Rapids für bis zu 86 Kerne, während es im Server sogar 128 Kerne mit dem UCC-Package (Ultra Core Count) gibt. Bei den kleineren Versionen reichen HCC (High Core Count) für bis zu 48 Kerne und LCC (Low Core Count) für bis zu 16 Kerne aus. Dass es im letzten Fall auch an anderer Stelle deutliche Abstriche gibt, wird im weiteren Verlauf des Artikels erklärt.
Schnellerer RAM, mehr PCIe 5.0
Eine weitere Steigerung gibt es beim RAM-Support. Es bleibt zwar bei 8 respektive 4 Speicherkanälen, doch wird nun statt DDR5-4800 der viel schnellere DDR5-6400 offiziell unterstützt. Die Spitzenmodelle ab dem Xeon 674X können zudem auch mit MRDIMMs mit bis zu 8.000 MT/s betrieben werden. Maximal werden 4 TB Speicher unterstützt, also doppelt so viel wie bei AMD Threadripper Pro.
Sind bei den Vorgängern maximal 112 PCIe-5.0-Lanes vorhanden, steigt die Anzahl nun auf deren 128. Das und die Unterstützung von CXL 2.0 sowie optional WiFi 7 sind die einzigen Änderungen bei der neuen Plattform mit dem W890-Chipsatz und dem LGA 4677.
AMX jetzt mit FP16
Bei den Befehlssätzen wurden die Advanced Matrix Extensions (AMX) um ein Format erweitert: Intel Xeon 600 unterstützt nun auch FP16 (Half-precision Floating Point). Allerdings sind nicht alle Beschleunigereinheiten (Accelerator) von Granite Rapids bei den Xeon 600 aktiv. Darauf angesprochen erklärte Intel, dass einige davon nur für Rechenzentren relevant seien.
Die Modelle im Überblick
Wie im Vorfeld erwartet, bietet Intel Xeon 600 maximal 86 Kerne. Die Speerspitze bildet der Xeon 698X mit jenen 86 Kernen sowie 336 MB L3-Cache. Letzteres bietet auch der Xeon 696X, allerdings in Kombination mit nur 64 Kernen. Beide sind mit 350 Watt TDP spezifiziert.
Der maximale Preispunkt liegt nun auch deutlich höher, denn der Xeon 698X liegt bei 7.699 US-Dollar, während der Xeon w9-3595X mit 60 Kernen und 385 Watt mit lediglich 5.889 US-Dollar an den Start ging.
Weitaus weniger Cache liefern die anderen Modelle, sodass es der Xeon 678X bei 48 Kernen nur noch auf 192 MB bringt, nur noch 144 MB sind es bei den Modellen mit 24, 28 und 32 Kernen. Alle Modelle mit einem „X“ am Ende des Namens besitzen einen freien Multiplikator für Übertaktungen.
Darunter bieten nur noch der Xeon 656 und der Xeon 654 die vollen 8 Speicherkanäle und 128 PCIe-5.0-Lanes. Die kleinsten LCC-Versionen sind hingegen auf 4 Kanäle und 80 PCIe-5.0-Lanes limitiert. Das gilt für den Xeon 638 mit 16 Kernen sowie Xeon 636 und Xeon 634 mit je 12 Kernen. Letzterer bedeutet den Einstieg bei lediglich 150 Watt und 499 US-Dollar.
Nur bestimmte Modelle werden auch als Boxed-Version mit Adapter für bestehende LGA-4710-Kühler angeboten. Das Flaggschiff ist zum Beispiel nicht darunter, was Intel damit erklärt, dass dieses Modell primär bei Systemintegratoren landet.
Benchmarks
Wie viel mehr Leistung bringt der Wechsel auf Intel Xeon 600? Diese Frage beantwortet der Hersteller mit eigenen Benchmarks. Im Cinebench 2026 soll der neue Xeon 698X bei Single-Thread um 9 Prozent gegenüber dem Xeon w9-3595X zulegen. Da beide mit bis zu 4,8 GHz takten, liefert es in diesem Punkt einen direkten Vergleich.
Im Multi-Thread-Test liegt der Vorsprung bei stolzen 1 Prozent. Allerdings bedeutet bereits der Schritt von 60 auf 86 Kerne eine Steigerung um 43 Prozent. Der Rest dürfte sich auf die verbesserte IPC und den größeren Cache verteilen.
Genau darum machte Intel auch keinen Hehl und sagte, dass der Bestwert von 61 Prozent bei „Financial Services“ eben primär auf die Steigerungen bei Kernen und Cache zurückzuführen sind. In anderen Bereichen ist das Leistungsplus deutlich geringer und manchmal gibt es auch gar kein Plus.
Wie so oft gibt es aber die „Rosinen“, die herausgepickt wurden, um deutliche Verbesserungen herauszustellen.
Overclocking-Rekorde
Das Thema Overclocking ist inzwischen auch bei Workstations ein größeres. Intel unterstreicht das mit diversen X-Modellen mit freiem Multiplikator sowie neuen OC-Rekorden: Der Xeon 698X soll bereits zehn neue Weltrekorde bei HWBOT.org erreicht haben.
Allerdings deckt die Garantie etwaige Schäden durch Overclocking nicht ab. In diesem Punkt ist es also ähnlich wie bei den Core Ultra für Verbraucher.
Marktstart Ende März
Ende März 2026 sollen die ersten OEM-Systeme mit Intel Xeon 600 den Handel erreichen. Partner sind unter anderem Dell, Lenovo und Supermicro. Passende W890-Mainboards kommen unter anderem von Asus und Gigabyte.
ComputerBase hat Informationen in diesem Artikel von Intel unter NDA vorab erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.
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Fanlieblinge zurück! Kann Netflix das Finale retten?
Staffel 5 von „The Witcher“ bringt die Live-Action-Fantasy-Serie zu einem Abschluss. Doch wird es ein würdiger sein? Um zum Schluss noch mal die Zuschauerzahlen anzukurbeln, greift Netflix nun auf einige Figuren zurück, die die Fans besonders lieben.
Die fünfte Staffel von „The Witcher“ bringt die einst so gehypte Netflix-Serie zum finalen Abschluss. Das Fantasy-Epos ist Teil eines weit größeren Franchises, beginnend mit den Büchern von Andrezej Sapkowski bis hin zu den mehrfach ausgezeichneten Video-Spielen. 2019 erhörte Netflix dann den Wunsch der Fans und brachte das Fantasy-Drama endlich auch in den Stream. Was als ein sagenhafter Erfolg begann, hat in den Folgejahren stetig an Relevanz verloren. 76 Millionen Haushalte verfolgten die erste Staffel in den ersten vier Wochen, der Nachfolger wurde in der Woche nach Veröffentlichung von über 18 Millionen Zuschauern gestreamt. Doch Staffel 3 (15 Millionen) und Staffel 4 (7 Millionen) blieben immer weiter hinter den Erwartungen zurück. Jetzt, mit Staffel 5 in der Mache, stellt sich die Frage: Wie will Netflix das Serien-Ende retten? Die Antwort: Anscheinend mit der Rückkehr einiger Fanlieblinge.
Wiedersehen bei „The Witcher“ Staffel 5
Ein Grund für den starken Abfall der Zuschauerzahlen dürfte der Weggang von Henry Cavill gewesen sein. Er verkörperte bis Staffel 4 eine der Hauptfiguren, den Hexer Gerald von Riva. Schauspieler Cavill, vor allem bekannt als Superman, war ein großer Fan der Buchvorlage und brannte deshalb spürbar für die Rolle. Doch als sich diese zusehends davon entfernte, kam es offenbar zu Spannungen. Cavill verließ das Set und Liam Hemsworth ersetzte ihn für die noch aktuelle Staffel. Das sorgte unter anderem für einen Umbruch und die Abnahme des Interesses der Zuschauer.
Nur Fanlieblinge wie Anya Chalotra (Yennefer) und Freya Allan (Ciri) halten die Fahne weiter hoch. Allerdings dürften ihre Auftritte nicht ausreichen, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Um die finale Staffel zu retten, greift Netflix nun auf Charaktere zurück, die teilweise vor fünf Jahren das letzte Mal in der Serie aufgetaucht sind. Bei Staffel 5 erwartet Zuschauer unter anderem ein Wiedersehen mit Hexer Lambert (Paul Bullion), Hexer Coën (Zates Atour) und Jarre (Joseph Payne).
Netflix lässt sich noch nicht in die Karten schauen
Während Netflix die Rückkehr von Zates Atour als Coën bereits bestätigt hat, sind die anderen beiden Besetzungs-Reveals noch ein Gerücht. Ganz besonders überrascht jedoch das Wiedersehen mit Charakter Jarre. Dieser kam in der zweiten Staffel im Jahr 2021 in einer einzigen Folge vor – und jetzt wieder? Yarpen Zigirin (Jeremy Crawford) und Zoltan Chivay (Danny Woodburn) könnten ebenfalls für das Staffelfinale zurückkehren.
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Laut Informationen von Redanian Intelligence dürfte im Finale erstmals auch Shani vorkommen, ein Fan-Favorite aus „The Witcher 3: Hearts of Stone“. Als Besetzung wird hier Emily-Jo Young („Sexy Beast“, 2024) ins Spiel gebracht. Wer die Buchvorlage von Sapkowski kennt, dem dürfte nun ein Licht aufgehen: Wird Staffel 5 die Schlacht von Brenna thematisieren? Bestätigt ist noch nichts, aber die Zeichen verdichten sich. Ein Startdatum für das Finale ist ebenfalls noch nicht bekannt, es soll aber noch 2026 bei Netflix erscheinen.
Es wird Zeit für den letzten Tanz von Geralt von Riva. Seid ihr noch gehypt auf das große Finale oder habt ihr die Serie nach den letzten Staffeln bereits abgeschrieben? Kann die finale Staffel das Ruder nochmal rumreißen und einen würdigen Abschluss liefern? Oder ist der Zug für euch längst abgefahren? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.
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„Fake-CPUs“: Nicht nur bei Chuwi? Weitere Hinweise dringend gesucht!
Hat Chuwi aus einem Ryzen 5 5500U in CoreBook X und CoreBook Plus einen Ryzen 5 7430U gemacht, oder wurde der Mini-PC- und Notebook-Hersteller selbst Opfer eines Betrugs? Ein neuer Fall nährt den Verdacht, dass Chuwi selbst betrogen wurde, denn im Ninkear A15 Pro soll ebenfalls ein Ryzen 5 5500U als Ryzen 5 7430U stecken.
Ein zweiter OEM ist betroffen
Das berichtet ein Nutzer von Golem.de, dessen Ryzen 5 7430U sich im Ninkear A15 Pro wie der Ryzen 5 7430U in CoreBook X und CoreBook Plus ebenfalls zwar mit dem falschen Namen, aber den Eckdaten (Takt, L3-Cache und Codename) des Ryzen 5 5500U schmücken soll; wobei der Nutzer von „ebenfalls nur 2 × 8 MB L3-Cache“ schreibt, das wäre aber in der Tat eher ein Hinweis auf den Ryzen 5 7430U; ein Tippfehler? Ein weiterer Nutzer will den Betrug im gleichen System hingegen bestätigen können. Einen Screenshot aus CPU-Z liefern beide nicht.
ComputerBase liegt kein Ninkear A15 Pro vor, wohl aber Notebookcheck. Das Testmuster aus Sommer 2025 weist allerdings wirklich einen Ryzen 5 7430U auf. Hinter dem Vorwurf, auch das Ninkear A15 Pro sei betroffen, muss derzeit also noch ein Fragezeichen stehen.
Chuwi CoreBook Plus und Ninkear A15 Pro mit gleichem PCB
Allerdings ist Notebookcheck aufgefallen, dass das Ninkear A15 Pro mit Ryzen 5 7430U das gleiche Mainboard wie das CoreBook Plus mit „Ryzen 5 7430U“ nutzt – das PCB, wahrscheinlich inklusive Bestückung also von Ninkear und Chuwi nur zugekauft wurde. Der eigentlicher Hersteller ist Emdoor Digital (Shenzhen Emdoor Information Technology). Auch das PCB des CoreBook X stammt von diesem ODM.
Bedeutet das jetzt, dass nicht Chuwi, sondern der Zulieferer den Betrug begangen hat? Möglich ist das, aber nicht gesichert – und nachdem Chuwi bereits als der Schuldige ausgemacht schien, scheint Zurückhaltung bei Schuldzuweisungen mehr denn je angebracht. Zumal der Fall Ninkear A15 Pro noch nicht gesichert zu sein scheint.
Eventuell können weitere Hinweise aus der Community helfen mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Wer besitzt ein System (vorzugsweise Notebook) mit vermeintlichem AMD Ryzen 5 7430U, der sich in CPU-Z allerdings als „Lucienne“ mit nur 2 × 4 MB L3-Cache zu erkennen gibt? Verdachtsfälle sollen mit einem Screenshot aus CPU-Z belegt werden.
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GX240 Compute Blade: HPE packt 16 × Vera in ein Blade für 640 CPUs pro Rack

Nvidia rührt zur GTC 2026 kräftig die Werbetrommel für die Vera-CPU. HPE packt sie extrem dicht und ermöglicht so die maximale Anzahl pro Rack. Denn während Nvidia sich primär auf die Variante mit 256 Prozessoren in einem Serverschrank fokussiert, legt HPE eine Supercomputer-Version mit 640 Prozessoren auf.
Reine CPU-Racks kehren zurück
Prozessoren sind wieder cool, das erklärte schon Intel vor einigen Tagen, auch AMDs Tenor ging zuletzt in die Richtung. Denn für AI-Datacenter und Co werden plötzlich die Stärken von Prozessoren wiederentdeckt. Bei HPE werden sie deshalb als reine CPU-Racks wieder für die nächsten Supercomputer ins Angebot aufgenommen, ab 2027 kommt da auch erstmals die Nvidia-CPU-only-Lösung.
Nvidia hat die vor einem Jahr angekündigte Vera-CPU heute selbst auch in ein eigenes Rack gepackt. Bei HPE im Marktsegment für die größten und stärksten Supercomputer weltweit wird das Konzept aber noch mehr als deutlich ausgebaut. Denn während Nvidia das Rack noch mit vielen weiteren Dingen bestückt und so letztlich „nur“ Platz für 256 CPUs bleibt, wird HPE mit 16 CPUs pro GX240 Compute Blade und bis zu 40 dieser Blades in einem riesigen Rack insgesamt 640 Prozessoren bereitstellen. Oder anders ausgedrückt: 56.320 Olympus Arm-Kerne von Nvidia, die mit SMT 112.640 Threads anbieten.
Das Compute Blade wird Bestandteil der Plattform HPE Cray Supercomputing GX5000, kann in dem Rahmen unter anderem parallel zu AI-Racks und anderen Systemen aufgestellt werden.
Teil des aktualisierten Angebots für das GX5000-Supercomputer-System ist auch Nvidias neuer Quantum-X800-InfiniBand-Switch. Dieser bietet 144 Ports mit 800 Gb/s, aber auch Features für eine verbesserte Energieeffizienz wie Low-power link state and power profiling.
Erst 2027 verfügbar
Das Quantum-X800 InfiniBand wird für die HPE Cray Supercomputer GX5000 erst in 2027 verfügbar sein, das gleiche Jahr gilt auch für das GX240 Compute Blade und den HPE Compute XD700, der auf den im Januar 2026 bereits vorgestellten HGX Rubin NVL8 basiert und in einem Rack dann bis zu 128 GPUs kombiniert. Im Dezember 2026, also immerhin wie von Nvidia auch mal angekündigt, kommt immerhin Vera Rubin NVL72 auch von HPE.
Die Redaktion hat Informationen in diesem Artikel von HPE unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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