Connect with us

Künstliche Intelligenz

Projektmanagement-Tool OpenProject 17.2 öffnet sich für KI-Systeme


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die quelloffene Projektmanagement-Software OpenProject liegt in Version 17.2 vor. Zentrales neues Feature ist ein MCP Server, der Projektdaten für KI-Systeme zugänglich macht. Außerdem bringt das Release wiederverwendbare Meeting-Vorlagen, neue Budget-Widgets auf der Projektübersicht sowie fünf Security-Fixes.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der MCP Server implementiert das Model Context Protocol und stellt die APIv3-Ressourcen von OpenProject als MCP-kompatible Endpunkte bereit. Damit können KI-Systeme wie große Sprachmodelle (LLM) und andere MCP-Clients auf Projektdaten zugreifen – etwa um den Projektstatus zusammenzufassen oder Abhängigkeiten zwischen Arbeitspaketen zu analysieren. Der initiale Satz an MCP-Tools und Ressourcen umfasst Entitäten wie Projects, Work Packages und Users. Schreibzugriffe auf Projektdaten sind in der aktuellen Version noch nicht vorgesehen.

Technisch unterstützt der Server Session-Cookies und Bearer-Tokens. Für die Authentifizierung lässt er sich über OAuth2, API-Keys sowie externe OpenID-Connect-Provider anbinden; dafür steht ein eigener OAuth-Scope „mcp“ zur Verfügung. Die Konfiguration erfolgt über eine administrative Oberfläche, in der sich Response-Formate und -Volumen einstellen lassen.

Gesponsert hat das Feature Mercedes-AMG, das den MCP Server nach Angaben der Entwickler bereits aktiv in der eigenen OpenProject-Umgebung einsetzt und bei der Anforderungserhebung mitgewirkt hat. Der MCP Server steht als Enterprise-Add-on ab dem Professional Plan zur Verfügung.

OpenProject 17.2 führt wiederverwendbare Meeting-Vorlagen ein. Administratoren definieren Templates mit vordefiniertem Agenda-Layout, die Nutzer beim Erstellen eines Meetings auswählen können. Die Agenda wird dann automatisch befüllt, was die Vorbereitung standardisiert und beschleunigt. Die Funktion ist als Enterprise-Add-on ab dem Basic Plan verfügbar.

Weiterlesen nach der Anzeige

Auf der Projektübersicht zeigen neue Budget-Widgets geplantes Budget, tatsächliche Kosten, Ausgabenquote und verbleibendes Budget an – inklusive visueller Aufschlüsselung nach Kostenart und Aggregation über Unterprojekte. Voraussetzung ist, dass sowohl das Budgets- als auch das Zeit-&-Kosten-Modul aktiviert sind. Die Widgets auf der Project Overview unterstützen nun auch Inline-Editing für Projektbeschreibung und Status. Hinzu kommen optionale Kommentarfelder für Projektattribute, die Änderungsbegründungen dokumentieren.

Bei der Barrierefreiheit hat das Team nachgebessert: Die Widgets der Projektübersicht sind nun per Tastatur bedienbar und bieten verbesserte Semantik für Screenreader gemäß WCAG-2.1-AA-Richtlinien. Im PDF-Export lassen sich Beziehungen zwischen Arbeitspaketen nun als Tabellen darstellen; zudem werden WebP-Bilder unterstützt.

Im Bereich UX setzt OpenProject 17.2 das Primer Design System in weiteren Bereichen um, darunter die Backlogs-Ansicht mit Split-Screen und Drag & Drop sowie Admin-Oberflächen für Custom Fields, Versionen und Gruppen. Ein neuer Jira-Importer befindet sich in einer frühen Testphase und soll Issues, Kommentare, Anhänge und Strukturen übernehmen – weitere Funktionen sollen in kommenden Releases folgen.

Version 17.2 behebt fünf Sicherheitslücken, die über das von der EU-Kommission geförderte Bug-Bounty-Programm bei YesWeHack gemeldet wurden. Darunter befindet sich CVE-2026-30234, eine Path-Traversal-Schwachstelle im BIM-BCF-XML-Import, die authentifizierten Nutzern das Lesen beliebiger Dateien ermöglichte (CVSS 6.5). CVE-2026-30239 beschreibt einen Permission-Bypass bei der Budget-Löschung (CVSS 6.5). Weitere Fixes betreffen DOM Clobbering über Markdown-Hyperlinks (CVE-2026-30235), das Leaken globaler Stundensätze an Nicht-Mitglieder über Labor Budgets (CVE-2026-30236) sowie eine Blind-SSRF-Lücke über Webhooks (CVE-2026-31974).

Erst Anfang des Jahres hatte OpenProject 17 die Echtzeit-Kollaboration in Dokumenten eingeführt. Die vollständigen Release Notes listen alle Änderungen im Detail auf.

Siehe auch:


(fo)



Source link

Künstliche Intelligenz

Fable 5 im Test: Das kann das teuerste Anthropic-Modell


Dass Anthropic nicht nur etwas von KI-Training, sondern auch vom Marketing versteht, muss man dem Unternehmen zugestehen. Ende März wurde durch einen Leak bekannt, dass ein Modell namens Mythos in Arbeit sei, im April verkündete die Firma dann, dass dieses zu gefährlich sei, um es zu veröffentlichen. In einem Programm namens Glasswing durften es ausgewählte Unternehmen und Organisationen zur Suche nach Sicherheitslücken verwenden. Unter anderem Mozilla bewies in der geschlossenen Testphase, dass das gut funktionierte und schloss Hunderte Sicherheitslücken.

Im Juni dann die Ankündigung: Fable 5 wird allgemein verfügbar (Mythos 5 erscheint als weniger restriktive Variante für ausgewählte Nutzer), allerdings in einer Version mit eingebauten Schutzmechanismen, die verhindern sollen, dass man damit nach Zero-Day-Sicherheitslücken forscht oder gefährliche Biowaffen entwickelt. Ein Modell, so mächtig, dass man es einzäunen muss – mit einer solchen Erzählung macht man neugierig auf ein neues Produkt.

Klar ist seit der Ankündigung: Wer das Modell nutzen will, muss künftig tief in die Tasche greifen. Bis 22.6. läuft eine Testphase, in der Abokunden von Anthropic es nutzen können. Danach ist Fable nicht in den Abos enthalten, sondern wird pro Token abgerechnet – und ist doppelt so teuer wie Claude Opus 4.8. Um herauszufinden, ob sich diese Mehrkosten lohnen, haben wir das Modell in verschiedenen Disziplinen herausgefordert: Programmieren, Datenanalyse, Textproduktion und Recherche.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fable 5 im Test: Das kann das teuerste Anthropic-Modell“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Lösung für Einsteins Gleichungen: Gravastern als Alternative zu Schwarzem Loch


Wenn ein Stern am Ende seines Lebens kollabiert, muss das nicht in ein Schwarzes Loch münden, sondern kann auch zu einem extrem kompakten, sogenannten Gravastern führen. Für diese Theorie haben zwei theoretische Physiker der Goethe-Universität in Frankfurt nun erstmals eine Lösung der Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie gefunden. Solche Objekte haben für die Physik den Vorteil, dass sie sich leichter vorstellen lassen als die Schwarzen Löcher. Gleichzeitig klingt das Szenario nicht weniger fantastisch: Im Innern eines Gravasterns würde demnach ein Mini-Urknall entstehen, der dem am Anfang unseres Universums gleicht. Dessen Ausdehnung würde ebenfalls von Dunkler Energie angetrieben, im Gravastern aber durch die Gravitation gebremst und in ein Gleichgewicht gedrückt, sagen die beiden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Konzept der Gravasterne wurde vor 25 Jahren von Pawel Mazur und Emil Mottola als alternative Lösung der Einstein’schen Feldgleichungen vorgeschlagen, die ohne Schwarze Löcher auskommt. Solche Objekte enthielten keine Singularität und hätten auch keinen Ereignishorizont (dementsprechend würden sie auch keine Hawking-Strahlung aussenden). Nach außen hin unterschieden sie sich nicht von Schwarzen Löchern, trotzdem täte sich die Physik deutlich leichter damit, erklären Daniel Jampolski und Luciano Rezzolla aus Frankfurt. Bislang fehlte aber eine dynamische Lösung für jene Gleichungen Albert Einsteins, aus denen die Existenz von Schwarzen Löchern einst abgeleitet wurde. Die hatte Jampolski in seiner von Rezzolla betreuten Masterarbeit erarbeitet.

Was die Frankfurter Forscher jetzt vorschlagen, klingt nicht weniger fantastisch als unsere Vorstellung von Schwarzen Löchern: Im Innern eines zu einem Gravastern kollabierenden Sterns könnte als Folge ein Mini-Urknall stattfinden, „aus dem ein neues Universum entsteht“. Genau wie unser eigenes dehnt es sich angetrieben von Dunkler Energie aus, erklären die beiden. Diese Ausdehnung würde dem Kollaps entgegenwirken und ihn stoppen. Am Ende würde ein Gleichgewicht erreicht, „das zu einem stabilen Gravastern führt“. Auch wenn sich diese Objekte äußerlich nicht von dem unterscheiden würden, was wir als Schwarze Löcher kennen, würde ihr Innenleben sich komplett unterscheiden. Ihre Arbeit stellen die beiden im Fachmagazin Physical Review D vor.

Rezzolla versichert anlässlich der Veröffentlichung aber, dass Schwarze Löcher auch für ihn weiter „als die naheliegendste und eleganteste Erklärung für das Ende eines gravitativen Kollapses“ gelten. Nach Alternativen zu suchen, „bedeutet nicht, an ihnen zu zweifeln“. Doch in der Forschung und vor allem der theoretischen Physik sei ein unvoreingenommener Blick auf das Unbekannte unerlässlich: „Etablierte Lehrmeinungen und unkonventionelle Ideen verdienen gleichermaßen Aufmerksamkeit.“ Die Geschichte habe uns schon „mehr als einmal gezeigt, dass aus unkonventionellen Ideen irgendwann etablierte Lehrmeinungen werden“. Laut den Forschern funktioniert ihre Lösung auch nur für kollabierende Sterne bis zu einer bestimmten Masse, darüber sei die Entstehung eines Schwarzen Lochs „unvermeidlich“.


(mho)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Musikproduktion: Steinbergs Cubase-Update im Test


Wenn man nur auf die Versionsnummer der letzten beiden Cubase-Updates (zuletzt 15.0.30) achtet, könnte man meinen, es handle sich um Wartungsroutinen zur Fehlerbehebung. Doch der Schein trügt, denn die Updates sollen nicht nur einen der massivsten Kritikpunkte seitens der Nutzer beseitigen, sie erweitern darüber hinaus auch die Funktion.

Lange schon beklagten Anwender Folgendes: In großen Cubase-Projekten wird der Mixer schnell unübersichtlich – und ausgerechnet Ordnerspuren helfen dort bislang nicht. Zwar lassen sich Spuren im Arrangement sauber gruppieren, im Mischpult zerfällt diese Ordnung jedoch wieder in Einzelkanäle. Wer viele Drum-, Vocal- oder Orchestertracks verwaltet, kennt das Problem: Struktur im Projekt, Chaos im Mix.

Mit Version 15.0.20 ändert Steinberg genau das – und greift damit einen der meistgeäußerten Anwenderwünsche auf. Das Update verzahnt Ordnerspuren erstmals mit dem Routing im Mixer und beseitigt damit einen Workflow-Bruch, der Cubase seit Jahren begleitet. Daneben liefert Steinberg eine Reihe weiterer Verbesserungen bei Automation, Notation und Audioanalyse. Wie gut all das im Alltag funktioniert und welche weiteren Neuerungen ins Gewicht fallen, prüfen wir im Praxiseinsatz.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Musikproduktion: Steinbergs Cubase-Update im Test“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Weiterlesen

Beliebt