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Soundcore Nebula P1 im Test: Endlich ein Full-HD-Beamer, der richtig gut klingt
Der Soundcore Nebula P1 von Anker bringt zwei abnehmbare 10-Watt-Surround-Lautsprecher, Google TV mit Netflix und ein Full-HD-DLP-Bild mit 650 Ansi-Lumen.
Viele portable Beamer kämpfen mit demselben Problem: Der Klang der eingebauten Lautsprecher reicht nicht aus, um einen Filmabend ohne externe Soundanlage zu genießen. Anker geht beim Soundcore Nebula P1 einen ungewöhnlichen Weg und integriert zwei abnehmbare 10-Watt-Lautsprecher direkt in den Beamer. Die Speaker lassen sich kabellos neben der Leinwand platzieren und erzeugen so echten 2.0-Surround-Sound – ohne zusätzliche Hardware.
Neben dem Audio-Konzept setzt der Nebula P1 auf eine DLP-Optik mit nativer Full-HD-Auflösung und 650 Ansi-Lumen. Google TV ist vorinstalliert, Netflix läuft nativ in Full-HD. Damit positioniert sich der Beamer im gehobenen Segment der portablen Projektoren – zwischen günstigen LCD-Modellen wie dem Wanbo DaVinci 1 Pro (Testbericht) und Premium-Geräten wie dem Xgimi Halo+ (Testbericht).
Der Soundcore Nebula P1 kostet aktuell 765 Euro (Amazon). Wir haben den Beamer ausführlich getestet und zeigen, ob das Konzept mit den abnehmbaren Speakern aufgeht.
Wie sind das Design und die Verarbeitung?
Der Soundcore Nebula P1 setzt auf ein modern-minimalistisches Design mit mattem Finish. Die kompakten Abmessungen von etwa 28,5 × 13 × 13 cm (inklusive angedockter Speaker) und das Gewicht von rund 2,5 kg machen ihn rucksacktauglich. Die Speaker allein wiegen bereits 850 Gramm.
Auffälligstes Designmerkmal ist der integrierte Tragegriff, der den Transport erleichtert. Darunter sitzt ein Ständer, in dem der Beamer vertikal gedreht werden kann. So lässt sich die Projektionshöhe flexibel anpassen, ohne ein Stativ zu benötigen. Im zusammengeklappten Zustand schützt der Ständer gleichzeitig die empfindliche Linse – eine clevere Lösung, die an den Mechanismus des Xgimi Mogo 3 Pro (Testbericht) erinnert.
Soundcore Nebula P1 Bilder
Die beiden Lautsprecher sitzen auf der Oberseite in einer magnetischen Dockingstation. Sie halten sicher und fest, lassen sich aber per Riegel einfach entnehmen. Die Verarbeitung überzeugt. Keine Klappergeräusche, keine wackeligen Teile, präzise Spaltmaße. Der Beamer besitzt die Schutzklasse IP33, die Speaker sogar IP54 – damit ist der Nebula P1 auch für den leichten Outdoor-Einsatz gewappnet.
Was kann die Hardware?
Der Soundcore Nebula P1 basiert auf DLP-Technologie und löst nativ mit 1920 × 1080 Pixeln (Full-HD) auf. Als Lichtquelle dient ein 4-LED-System mit einer Helligkeit von 650 Ansi-Lumen und einer angegebenen Lebensdauer von 25.000 Stunden. Das native Kontrastverhältnis liegt bei 400:1. HDR10 und HLG werden unterstützt.
Bei den Anschlüssen bietet der Nebula P1 einen HDMI-2.1-Port mit eARC (Eingang bis 4K/60 Hz), USB-A 2.0 für die Medienwiedergabe, USB-C mit Power Delivery (100 W) für die Stromversorgung per Powerbank sowie einen 3,5-mm-Aux-Ausgang. Drahtlos verbindet sich der Beamer über Wi-Fi 5, Bluetooth mit niedriger Latenz (unter 50 ms) und Google Cast. Die Throw Ratio beträgt 1,2:1. Bei etwa 2,7 Metern Abstand ergibt sich ein 100-Zoll-Bild. Der Stromverbrauch liegt bei rund 55 Watt. Ein integrierter Akku fehlt, der Beamer lässt sich aber über eine USB-C-Powerbank betreiben.
Besonders interessant für Gamer: Im Gaming-Modus erreicht der Nebula P1 einen Input-Lag von nur 9 bis 10 Millisekunden.
Wie gut ist das Bild?
Die Bildqualität des Soundcore Nebula P1 überrascht positiv für seine Geräteklasse. In abgedunkelten Räumen liefert die DLP-Optik ein scharfes, farbkräftiges Bild. Die Farben wirken im Movie-Modus ausgewogen. Über die Nebula Connect App lassen sich Farbmodi, Gamma, Weißabgleich und ein Color-Management-System (CMS) detailliert anpassen – das bieten nur wenige Beamer in diesem Preissegment.
Mit 650 Ansi-Lumen ist der Nebula P1 heller als viele kompakte Konkurrenten wie der Samsung The Freestyle (Testbericht) mit seinen rund 250 Ansi-Lumen. Für helle Räume reicht die Leuchtkraft dennoch nicht aus. Die optimale Bilddiagonale liegt zwischen 80 und 120 Zoll. Darüber hinaus nimmt die Helligkeit spürbar ab. Die Schärfeverteilung ist gleichmäßig, auch an den Rändern bleibt das Bild klar.
Der Kontrast ist für die portable Klasse akzeptabel. Tiefe Schwarztöne erreicht der Nebula P1 nicht, dunkle Szenen wirken aber auch nicht schwammig. Bewegungen werden sauber dargestellt. HDR10 und HLG bringen zusätzliche Details in hellen und dunklen Bildbereichen.
Die automatische Bildanpassung gehört zu den Stärken des Nebula P1. Autofokus, automatische Trapezkorrektur, Hinderniserkennung (Auto-Obstacle-Avoidance) und Auto-Screen-Fit justieren das Bild in wenigen Sekunden – schnell und zuverlässig. In Kombination mit dem schwenkbaren Ständer gelingt die Aufstellung in Augenblicken.
Wie gut ist die Software und ihre Bedienung?
Auf dem Soundcore Nebula P1 läuft Google TV. Netflix, YouTube, Disney+, Prime Video und Apple TV sind nativ verfügbar. Über den Google Play Store stehen mehr als 10.000 Apps zur Auswahl. Die Widevine-L1-Zertifizierung sichert Netflix-Streaming in Full-HD. Ein zusätzlicher Streaming-Stick ist nicht nötig.
Die Einrichtung gelingt per QR-Code über das Smartphone und funktioniert im Test auf Anhieb – das ist bei Google TV nicht selbstverständlich. Die personalisierte Startseite zeigt Empfehlungen, basierend auf den genutzten Diensten. Google Cast und Nebula Cast ermöglichen kabelloses Streamen vom Smartphone oder Tablet. Die Navigation läuft flüssig, nur bei vielen gleichzeitig geöffneten Apps bremst das System minimal.
Soundcore Nebula P1 Screenshot
Die Fernbedienung gehört zu den besten, die wir bei einem Beamer erlebt haben. Sie liegt gut in der Hand, bietet eine Hintergrundbeleuchtung, ein integriertes Mikrofon für den Google Assistant und Schnelltasten für YouTube, Netflix und Prime Video. Die Nebula Connect App erweitert die Steuerung um eine Bildschirmtastatur, einen Mausmodus und direkten Zugriff auf das Einstellungsmenü. Firmware-Updates müssen manuell angestoßen werden.
Wie gut ist der Klang und wie laut ist der Lüfter?
Das Audio-Konzept ist das Alleinstellungsmerkmal des Soundcore Nebula P1. Zwei abnehmbare 10-Watt-Lautsprecher liefern zusammen 20 Watt True-2.0-Surround-Sound mit Dolby-Audio-Unterstützung. Angedockt am Beamer klingen sie bereits besser als die integrierten Lautsprecher der meisten portablen Konkurrenten. Richtig zur Geltung kommen sie aber erst, wenn man sie abnimmt und links und rechts neben der Leinwand platziert. Dann entsteht ein breites Klangbild mit guter Dialogverständlichkeit. In Wandnähe sind auch Bässe spürbar, ein echtes Bass-Feuerwerk darf man aber nicht erwarten.
Jeder Speaker lässt sich einzeln als Bluetooth-Lautsprecher nutzen. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 20 Stunden, die Ladezeit rund drei Stunden. Damit sind die Speaker auch unabhängig vom Beamer vielseitig einsetzbar.
Der Lüfter des Nebula P1 ist einer der leisesten im Testfeld. Selbst bei maximaler Helligkeit bleibt er kaum hörbar. Es gibt keinen Grund, den Ton wegen des Lüfters lauter zu stellen – das schaffen nur wenige portable Beamer.
Wie teuer ist der Beamer?
Der Soundcore Nebula P1 kostet aktuell 765 Euro (Amazon).
Fazit
Der Soundcore Nebula P1 hebt sich durch sein durchdachtes Audio-Konzept von der Konkurrenz ab. Die beiden abnehmbaren 10-Watt-Speaker liefern echten 2.0-Surround-Sound und machen externe Lautsprecher in vielen Szenarien überflüssig. Auch einzeln als Bluetooth-Boxen sind sie mit 20 Stunden Akkulaufzeit nutzbar.
Das Full-HD-Bild gefällt in abgedunkelten Räumen mit kräftigen Farben und gleichmäßiger Schärfe. Google TV mit nativer Netflix-Unterstützung, die hervorragende Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung und die zuverlässige automatische Bildanpassung runden das Paket ab. Der Lüfter bleibt dabei flüsterleise. Für helle Räume reichen die 650 Ansi-Lumen allerdings nicht aus, und der native Kontrast von 400:1 begrenzt die Schwarzdarstellung. Der Preis von 765 Euro (Amazon) ist angesichts der Ausstattung fair, aber kein Schnäppchen.
Wer einen portablen Beamer mit gutem Klang ohne separate Soundanlage sucht, findet im Nebula P1 eine überzeugende Lösung.
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Auto China: Zukunft der Mobilität auf der bedeutendsten Automesse
Früher war China für die deutschen Autohersteller das Land, in dem die Umsätze sprudelten, heute ist das Land der wichtigste Konkurrent der globalen Autoindustrie. Auf der Auto China kann man das sehen. Während Ausstellungen wie die IAA in München oder der Salon in Paris zuletzt vergleichsweise mäßigen Andrang verzeichneten, geht es in Peking zu wie in einem Ameisenhaufen. Gedränge in acht Hallen auf zwei Etagen, bekannte Hersteller und noch viel mehr Marken, von denen selbst viele Chinesen noch nie etwas gehört haben. Auf der Messe (noch bis 3. Mai) folgt eine Premierenfeier der nächsten.
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Technologisch aufgeholt
Dabei zeigen die Chinesen eindrucksvoll, dass sie sich längst emanzipiert haben von der westlichen Automobilwelt, dass sie ihren eigenen Stil gefunden haben und auch technologisch um die Führung ringen. Beim Elektroantrieb ohnehin, aber auch bei Zukunftsthemen wie dem autonomen Fahren und erst recht, wenn das Auto demnächst in die Luft geht. Selbst chinesische Verbrenner machen auf der Messe Furore. Geely hat einen Hybridantrieb präsentiert, der mit 2,2 Litern auf 100 Kilometern zu einem der sparsamsten Benziner überhaupt werden dürfte.
Deutsche Automarken stellen sich dem Wettbewerb
Anders als gewohnt lassen sich die einst so dominanten Westmarken auf ihrem wichtigsten Auslandsmarkt aber nicht mehr so einfach den Schneid abkaufen. Vielmehr beweisen die größten deutschen Marken, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben. Aus der damit auf den ersten Blick unüberschaubaren Menge der Präsentationen folgt daher eine Auswahl der interessantesten Neuheiten und Technik-Trends.
Smart #2 – Kompakt wie früher
Rund drei Jahrzehnte nach dem Markenstart, nach allerlei Irrungen und Wirrungen und nach Gigantismus wie beim #5 findet Smart jetzt wieder zu seinen Wurzeln zurück und zeigt in Peking den Nachfolger des Fortwo. Als #2 wächst er zwar auf knapp 2,80 Meter, bleibt aber trotzdem eines der kürzesten und knuffigsten Autos weltweit.

Zurück zu den Wurzeln, jedenfalls teilweise, schafft es Smart mit dem #2.
(Bild: Smart)
Als Serienauto soll der Smart #2 im Herbst gezeigt werden, in den Handel kommen soll der Zweisitzer – natürlich rein elektrisch und diesmal mit immerhin knapp 300 km Reichweite – im neuen Jahr für einen Preis, der möglichst nah bei 20.000 Euro liegen soll.
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VW Jetta – Wiederkehr als SUV
Bei uns ist der Jetta mittlerweile zwar fast vergessen, doch in China ist er sogar eine eigene Marke am unteren Ende der VW-Preisskala. Schließlich war die kleine Limousine dort lange Zeit eines der meistverkauften Autos. Jetzt positioniert VW die Billigtochter neu und verleiht ihr mit diesem SUV mehr Style. So viel, dass selbst der VW ID.4 plötzlich brav und bieder wirkt. Und wenn er binnen Jahresfrist tatsächlich für etwa 15.000 Euro an den Start geht, erst recht.

VW Jetta X Konzept
(Bild: pressinform)
Denza Z9 GT Cabrio – bringt Lust auf Luft zurück
Bislang wurden vor allem die angeblich frischluftscheuen Chinesen dafür verantwortlich gemacht, dass die westlichen Hersteller immer weniger Cabrios anbieten. Doch jetzt macht uns ausgerechnet eine chinesische Marke Lust auf den Sommer. Denn um seinen Luxusableger Denza so richtig ins Zentrum des Interesses zu rücken, zeigt BYD auf der Messe den Z9 GT auch mit Faltdach – und rückt ihn so in die Nähe von Mercedes SL oder 8er-BMW.

Denza Z1
(Bild: Stefan Grundhoff)
Land Rover Freelander – Wieder da als E-Auto
Bei uns ist der Freelander mittlerweile Geschichte, doch in China schlagen die Briten dafür gerade das nächste Kapitel auf: Gemeinsam mit Chery starten sie unter altem Namen eine neue Marke für elektrische Geländewagen. Ob die auch zu uns kommen, bleibt offen. Aber dafür steht hierzulande bald der elektrische Range Rover beim Händler und auch der Defender wird bald unter Strom gesetzt.
Leapmotor D19 – erhöhte Spannung
Bislang kennt man Leapmotor bei uns nur als Billig-Marke in der Stellantis-Familie, die aus China elektrische oder elektrifizierte SUVs zum Kampfpreis holt und mit dem T03 für 19.990 Euro eines der billigsten E-Autos in Deutschland anbietet. Dass sie auch anders können, zeigen die Chinesen mit dem D19 im Format eines Mercedes GLS oder BMW X7 – natürlich ebenfalls elektrisch.

Leapmotor D19
(Bild: Leapmotor)
Dafür gibt es Akkus mit 1000 Volt Batteriespannung und 115 kWh für mehr als 700 Kilometer Reichweite und für Elektro-Skeptiker auch eine Version mit Range Extender. Zwar sieht der D19 elegant aus und macht mächtig was her, doch für das Ringen im Premium-Segment fehlt es ihm ein wenig an Prestige. Dafür hat er aber einen gravierenden Preisvorteil: Mit einem Einstiegspreis von nicht einmal 30.000 Euro kostet er weniger als die beiden genannten Europäer. Kein Wunder, dass die Chinesen überlegen, den Wagen langfristig auch nach Europa zu holen.
Kosmera Nebula Next 01 – E-Sportwagen mit Berliner Luft
In Deutschland kennt man sie vor allem für ihre Roboter-Staubsauger. Doch jetzt drängt Dreame mit der Marke Kosmera auch ins Autogeschäft und lockt auf der Messe mit superstarken Sportwagen und SUVs, die gespickt sind mit künstlicher Intelligenz. Zwar gibt es mit Xiaomi bereits einen erfolgreichen Quereinsteiger, der Porsche mit dem SU7 vom Thron geholt hat. Und elektrische Leistungen von mehr als 1470 kW sind heute auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

Dreame Kosmera Nebula Next 01
(Bild: Dreame)
Doch was den Kosmera Nebula Next 01 besonders macht, sind die Produktionspläne. Denn bauen wollen die Chinesen ihre elektrischen Überflieger nicht in der Volksrepublik, sondern ab 2027 als Nachbarn von Tesla in Grünheide bei Berlin.
Audi E7X: Zweite Runde mit SUV und ohne Ringe
Audi versucht, die Stagnation in China zu überwinden. Dafür haben sie vor Jahresfrist die Submarke AUDI gegründet, die vier Ringe weggelassen und auch sonst so ziemlich alles anders gemacht als bisher. Das hat bei dem sportlichen Kombi E7 anfangs funktioniert, doch nach dem rasanten Aufstieg kam der Fall, und der futuristische Gleiter dümpelt auf dem Markt nur noch im Mittelfeld.

Fermín Soneira, CEO des Kooperationsprojekts zwischen Audi und SAIC, präsentiert den AUDI E7X.
(Bild: Audi)
Deshalb schiebt Audi jetzt das passende SUV namens E7X hinterher und bedient damit auch dieses nachgefragte Segment. Auch der EX7 fährt mit 800-Volt-Technik aus China, lädt schneller und fährt weiter als die europäischen Elektromodelle und soll weitgehend autonom fahren können. Sein Design markiert innen wie außen einen Neuanfang. Der langgestreckte Q5, der nebenan mit Ringen seinen Einstand gibt, sieht dagegen schon wieder aus wie von gestern.
Technik-Trends: Schneller laden, autonom fahren und fliegen
Zwar gibt es weit über 1000 Autos zu sehen und fast 200 Weltpremieren, doch zwischen all den neuen Modellen finden sich auch viele technische Exponate mit hohem Aufmerksamkeitswert:
- Batterie-Weltmarktführer CATL zeigt einen Akkupack für 1500 Kilometer Reichweite.
- BYD als größter Elektroautohersteller präsentiert mit 1500 kW-Flash-Charging, dass das Denza-Flaggschiff Z9 GT in 9 Minuten von 10 auf 97 Prozent lädt.
- Geely enthüllt einen Hybridantrieb, der mit 2,2 Litern auf 100 km zu den sparsamsten Verbrennern gehören dürfte.
- Robotaxen für die Rushhour zeichnen auf der Auto China die nahe Autozukunft ohne Fahrer.
- Auf der Messe ist das Flugauto so präsent, dass dessen Markteinführung nicht mehr weit entfernt erscheint.
(fpi)
Künstliche Intelligenz
Familienfotos mit KI restaurieren und kolorieren
Von Familienmitgliedern vergangener Generationen bleibt oft nicht viel: die kaputte Taschenuhr, ein alter Hochzeitszylinder, Reste guten Geschirrs und eine Handvoll vergilbter Fotos. In Alben und Schuhkartons lagern kleine Schwarz-Weiß-Abzüge mit strukturiertem Büttenrand, oft unscharf, von viel Filmkorn gezeichnet, ausgeblichen und voller Flecken oder Kratzer. Der Kontrast ist verloren gegangen, Farben haben sich verändert oder sind ganz verschwunden. Oft erinnern nur sie an längst verstorbene Verwandte, an den Großonkel, der im Krieg blieb, oder die Vorfahren, bevor sie in Amerika ein neues Leben begannen.
Solche Abzüge stellen hohe Anforderungen an die Restaurierung, denn ein Großteil der Details ist verloren. Hinzu kommen veränderte Sehgewohnheiten und die Fototechnik entwickelt sich stetig weiter. Zwar gelangen auch früher detailreiche Pressefotos wie Porträts von John F. Kennedy in Berlin im Jahr 1963. Die meisten Privatfotos haben aber nicht diese Qualität. Und was früher als detailreich und scharf genug galt, wirkt heute bestenfalls mittelklassig.
Künstliche Intelligenz kann verloren geglaubte Details zumindest teilweise zurückholen und damit alten Schätzen neues Leben einhauchen. Wir haben uns auf die Suche nach geeigneten Tools begeben, die optimale Ergebnisse versprechen, ohne den Geldbeutel zu belasten. Die Wahl fiel auf die Web-Apps DeepImage, Let’s Enhance, MyHeritage und Topaz Gigapixel AI, die sich monatsweise zu einem geringen zweistelligen Betrag abonnieren lassen. Zusätzlich haben wir den KI-Dienst Google Gemini berücksichtigt. ChatGPT erwies sich als ungeeignet.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Familienfotos mit KI restaurieren und kolorieren“.
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Künstliche Intelligenz
OpenAI und Microsoft lockern ihre milliardenschwere Partnerschaft
OpenAI und Microsoft regeln ihre milliardenschwere KI-Partnerschaft neu und lockern ihre feste Umklammerung: Die bisherige Umsatzbeteiligung Microsofts bei OpenAI soll gedeckelt werden und ab dem Jahr 2030 entfallen. Derzeit bekommt der Windows-Hersteller 20 Prozent der Umsätze von OpenAI. Umgekehrt entfallen auch Zahlungen Microsofts an OpenAI. Microsoft lizenziert bis 2032 weiterhin die KI-Modelle von OpenAI, bekommt aber keine Exklusivrechte mehr. Und OpenAI hat mehr Freiheiten bei der Wahl seiner Cloud-Provider.
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Bislang war im Zuge der Partnerschaft Microsoft Azure der primäre Cloud-Provider für die Dienste von OpenAI. Microsoft Azure bleibt dabei der bevorzugte Cloud-Provider von OpenAI. OpenAI darf aber laut der Mitteilung der Unternehmen alle Produkte über beliebige Cloud-Anbieter ausliefern, also auch über Amazon und Google. Die bisherige Einschränkung sah OpenAI als Hindernis in seinem Unternehmensgeschäft.
Mehr Freiheiten für OpenAI
Gestrichen wurde auch eine Vertragsklausel, die Microsoft das Recht einräumte, beim Erreichen einer Allgemeinen Künstlichen Intelligenz (AGI) die Vereinbarung zu kündigen – eine Regelung, die bereits bei den neu verhandelten Partnerschaftsregeln vom Oktober 2025 eine zentrale Rolle gespielt hatte. Die Vereinbarungen laufen nun unabhängig vom technologischen Fortschritt bei OpenAI weiter.
Zwischen Microsoft und OpenAI hatte es in den vergangenen Monaten laut Berichten zunehmend Spannungen gegeben. Microsoft hat seit dem Jahr 2019 mehr als 13 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert und profitiert von dem frühen und umfassenden Zugang zu dessen KI-Modellen. Zuletzt überschnitten sich die Geschäftsaktivitäten beider Unternehmen zunehmend. Auch auf Personalseite spiegelt sich der Kostendruck wider: Microsoft baut rund 9000 Stellen ab, unter anderem um die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur zu finanzieren.
Im Februar 2026 schloss OpenAI eine milliardenschwere strategische Partnerschaft mit Amazon: Amazon sagte im Rahmen einer Finanzierungsrunde Investitionen von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu. AWS wird exklusiver Cloud-Anbieter für OpenAIs Enterprise-Plattform Frontier, auf der Unternehmen KI-Agenten betreiben können. Amazons Cloud-Engagement erstreckt sich auch auf OpenAIs Konkurrenz: Für Anthropic stellt Amazon weitere 25 Milliarden US-Dollar bereit, wofür Anthropic im Gegenzug über zehn Jahre Ressourcen bei AWS buchen will.
(mki)
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