Künstliche Intelligenz
Soundcore Nebula P1 im Test: Endlich ein Full-HD-Beamer, der richtig gut klingt
Der Soundcore Nebula P1 von Anker bringt zwei abnehmbare 10-Watt-Surround-Lautsprecher, Google TV mit Netflix und ein Full-HD-DLP-Bild mit 650 Ansi-Lumen.
Viele portable Beamer kämpfen mit demselben Problem: Der Klang der eingebauten Lautsprecher reicht nicht aus, um einen Filmabend ohne externe Soundanlage zu genießen. Anker geht beim Soundcore Nebula P1 einen ungewöhnlichen Weg und integriert zwei abnehmbare 10-Watt-Lautsprecher direkt in den Beamer. Die Speaker lassen sich kabellos neben der Leinwand platzieren und erzeugen so echten 2.0-Surround-Sound – ohne zusätzliche Hardware.
Neben dem Audio-Konzept setzt der Nebula P1 auf eine DLP-Optik mit nativer Full-HD-Auflösung und 650 Ansi-Lumen. Google TV ist vorinstalliert, Netflix läuft nativ in Full-HD. Damit positioniert sich der Beamer im gehobenen Segment der portablen Projektoren – zwischen günstigen LCD-Modellen wie dem Wanbo DaVinci 1 Pro (Testbericht) und Premium-Geräten wie dem Xgimi Halo+ (Testbericht).
Der Soundcore Nebula P1 kostet aktuell 765 Euro (Amazon). Wir haben den Beamer ausführlich getestet und zeigen, ob das Konzept mit den abnehmbaren Speakern aufgeht.
Wie sind das Design und die Verarbeitung?
Der Soundcore Nebula P1 setzt auf ein modern-minimalistisches Design mit mattem Finish. Die kompakten Abmessungen von etwa 28,5 × 13 × 13 cm (inklusive angedockter Speaker) und das Gewicht von rund 2,5 kg machen ihn rucksacktauglich. Die Speaker allein wiegen bereits 850 Gramm.
Auffälligstes Designmerkmal ist der integrierte Tragegriff, der den Transport erleichtert. Darunter sitzt ein Ständer, in dem der Beamer vertikal gedreht werden kann. So lässt sich die Projektionshöhe flexibel anpassen, ohne ein Stativ zu benötigen. Im zusammengeklappten Zustand schützt der Ständer gleichzeitig die empfindliche Linse – eine clevere Lösung, die an den Mechanismus des Xgimi Mogo 3 Pro (Testbericht) erinnert.
Soundcore Nebula P1 Bilder
Die beiden Lautsprecher sitzen auf der Oberseite in einer magnetischen Dockingstation. Sie halten sicher und fest, lassen sich aber per Riegel einfach entnehmen. Die Verarbeitung überzeugt. Keine Klappergeräusche, keine wackeligen Teile, präzise Spaltmaße. Der Beamer besitzt die Schutzklasse IP33, die Speaker sogar IP54 – damit ist der Nebula P1 auch für den leichten Outdoor-Einsatz gewappnet.
Was kann die Hardware?
Der Soundcore Nebula P1 basiert auf DLP-Technologie und löst nativ mit 1920 × 1080 Pixeln (Full-HD) auf. Als Lichtquelle dient ein 4-LED-System mit einer Helligkeit von 650 Ansi-Lumen und einer angegebenen Lebensdauer von 25.000 Stunden. Das native Kontrastverhältnis liegt bei 400:1. HDR10 und HLG werden unterstützt.
Bei den Anschlüssen bietet der Nebula P1 einen HDMI-2.1-Port mit eARC (Eingang bis 4K/60 Hz), USB-A 2.0 für die Medienwiedergabe, USB-C mit Power Delivery (100 W) für die Stromversorgung per Powerbank sowie einen 3,5-mm-Aux-Ausgang. Drahtlos verbindet sich der Beamer über Wi-Fi 5, Bluetooth mit niedriger Latenz (unter 50 ms) und Google Cast. Die Throw Ratio beträgt 1,2:1. Bei etwa 2,7 Metern Abstand ergibt sich ein 100-Zoll-Bild. Der Stromverbrauch liegt bei rund 55 Watt. Ein integrierter Akku fehlt, der Beamer lässt sich aber über eine USB-C-Powerbank betreiben.
Besonders interessant für Gamer: Im Gaming-Modus erreicht der Nebula P1 einen Input-Lag von nur 9 bis 10 Millisekunden.
Wie gut ist das Bild?
Die Bildqualität des Soundcore Nebula P1 überrascht positiv für seine Geräteklasse. In abgedunkelten Räumen liefert die DLP-Optik ein scharfes, farbkräftiges Bild. Die Farben wirken im Movie-Modus ausgewogen. Über die Nebula Connect App lassen sich Farbmodi, Gamma, Weißabgleich und ein Color-Management-System (CMS) detailliert anpassen – das bieten nur wenige Beamer in diesem Preissegment.
Mit 650 Ansi-Lumen ist der Nebula P1 heller als viele kompakte Konkurrenten wie der Samsung The Freestyle (Testbericht) mit seinen rund 250 Ansi-Lumen. Für helle Räume reicht die Leuchtkraft dennoch nicht aus. Die optimale Bilddiagonale liegt zwischen 80 und 120 Zoll. Darüber hinaus nimmt die Helligkeit spürbar ab. Die Schärfeverteilung ist gleichmäßig, auch an den Rändern bleibt das Bild klar.
Der Kontrast ist für die portable Klasse akzeptabel. Tiefe Schwarztöne erreicht der Nebula P1 nicht, dunkle Szenen wirken aber auch nicht schwammig. Bewegungen werden sauber dargestellt. HDR10 und HLG bringen zusätzliche Details in hellen und dunklen Bildbereichen.
Die automatische Bildanpassung gehört zu den Stärken des Nebula P1. Autofokus, automatische Trapezkorrektur, Hinderniserkennung (Auto-Obstacle-Avoidance) und Auto-Screen-Fit justieren das Bild in wenigen Sekunden – schnell und zuverlässig. In Kombination mit dem schwenkbaren Ständer gelingt die Aufstellung in Augenblicken.
Wie gut ist die Software und ihre Bedienung?
Auf dem Soundcore Nebula P1 läuft Google TV. Netflix, YouTube, Disney+, Prime Video und Apple TV sind nativ verfügbar. Über den Google Play Store stehen mehr als 10.000 Apps zur Auswahl. Die Widevine-L1-Zertifizierung sichert Netflix-Streaming in Full-HD. Ein zusätzlicher Streaming-Stick ist nicht nötig.
Die Einrichtung gelingt per QR-Code über das Smartphone und funktioniert im Test auf Anhieb – das ist bei Google TV nicht selbstverständlich. Die personalisierte Startseite zeigt Empfehlungen, basierend auf den genutzten Diensten. Google Cast und Nebula Cast ermöglichen kabelloses Streamen vom Smartphone oder Tablet. Die Navigation läuft flüssig, nur bei vielen gleichzeitig geöffneten Apps bremst das System minimal.
Soundcore Nebula P1 Screenshot
Die Fernbedienung gehört zu den besten, die wir bei einem Beamer erlebt haben. Sie liegt gut in der Hand, bietet eine Hintergrundbeleuchtung, ein integriertes Mikrofon für den Google Assistant und Schnelltasten für YouTube, Netflix und Prime Video. Die Nebula Connect App erweitert die Steuerung um eine Bildschirmtastatur, einen Mausmodus und direkten Zugriff auf das Einstellungsmenü. Firmware-Updates müssen manuell angestoßen werden.
Wie gut ist der Klang und wie laut ist der Lüfter?
Das Audio-Konzept ist das Alleinstellungsmerkmal des Soundcore Nebula P1. Zwei abnehmbare 10-Watt-Lautsprecher liefern zusammen 20 Watt True-2.0-Surround-Sound mit Dolby-Audio-Unterstützung. Angedockt am Beamer klingen sie bereits besser als die integrierten Lautsprecher der meisten portablen Konkurrenten. Richtig zur Geltung kommen sie aber erst, wenn man sie abnimmt und links und rechts neben der Leinwand platziert. Dann entsteht ein breites Klangbild mit guter Dialogverständlichkeit. In Wandnähe sind auch Bässe spürbar, ein echtes Bass-Feuerwerk darf man aber nicht erwarten.
Jeder Speaker lässt sich einzeln als Bluetooth-Lautsprecher nutzen. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 20 Stunden, die Ladezeit rund drei Stunden. Damit sind die Speaker auch unabhängig vom Beamer vielseitig einsetzbar.
Der Lüfter des Nebula P1 ist einer der leisesten im Testfeld. Selbst bei maximaler Helligkeit bleibt er kaum hörbar. Es gibt keinen Grund, den Ton wegen des Lüfters lauter zu stellen – das schaffen nur wenige portable Beamer.
Wie teuer ist der Beamer?
Der Soundcore Nebula P1 kostet aktuell 765 Euro (Amazon).
Fazit
Der Soundcore Nebula P1 hebt sich durch sein durchdachtes Audio-Konzept von der Konkurrenz ab. Die beiden abnehmbaren 10-Watt-Speaker liefern echten 2.0-Surround-Sound und machen externe Lautsprecher in vielen Szenarien überflüssig. Auch einzeln als Bluetooth-Boxen sind sie mit 20 Stunden Akkulaufzeit nutzbar.
Das Full-HD-Bild gefällt in abgedunkelten Räumen mit kräftigen Farben und gleichmäßiger Schärfe. Google TV mit nativer Netflix-Unterstützung, die hervorragende Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung und die zuverlässige automatische Bildanpassung runden das Paket ab. Der Lüfter bleibt dabei flüsterleise. Für helle Räume reichen die 650 Ansi-Lumen allerdings nicht aus, und der native Kontrast von 400:1 begrenzt die Schwarzdarstellung. Der Preis von 765 Euro (Amazon) ist angesichts der Ausstattung fair, aber kein Schnäppchen.
Wer einen portablen Beamer mit gutem Klang ohne separate Soundanlage sucht, findet im Nebula P1 eine überzeugende Lösung.
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Nvidia ist als erste Firma über 5 Billionen US-Dollar wert
Nvidia gewinnt das Rennen um die erste Firma mit einer Marktkapitalisierung von fünf Billionen US-Dollar. Eine Nvidia-Aktie war zwischenzeitlich rund 212 US-Dollar wert; aktuell schwankt der Kurs zwischen 208 und 210 US-Dollar. Bei 24,3 Milliarden ausstehenden Aktien ergibt das eine Marktkapitalisierung von etwa 5,1 Billionen US-Dollar, umgerechnet gut 4,3 Billionen Euro.
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Ein Vergleich mit anderen Firmen zeigt, wie stark Nvidia in den vergangenen Jahren abgehoben ist: Die Firma ist in etwa so viel wert wie AMD, Intel, der weltweit größte Chipauftragsfertiger TSMC, dessen Hauptausrüster ASML und die beiden Speicherhersteller Micron sowie SK Hynix zusammen
Die Steigerung kommt vom anhaltend hohen Bedarf an KI-Beschleunigern von Cloud-Hyperscalern. Sie bauen weiter massiv Rechenzentren und kaufen dafür reichlich Beschleuniger, Prozessoren und Speicher ein. Daher überrascht es auch nicht, dass die beiden Konkurrenten AMD und Intel gerade ebenfalls einen Lauf an der Börse verzeichnen.
AMD knackt kurzfristig die 300 Euro
AMD verzeichnete am 24. April ein Allzeithoch von etwa 354 US-Dollar. Erst zur US-Börseneröffnung am Montag ging es wieder runter, auf unter 334 US-Dollar. Hierzulande stand die Firma zwischenzeitlich bei etwas mehr als 300 Euro; aktuell sind es rund 288 Euro. Die Marktkapitalisierung liegt bei 553 Milliarden US-Dollar. Das vorherige Allzeithoch erzielte AMD im Januar 2026 bei einem Aktienkurs von rund 267 US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von 423 Milliarden US-Dollar.
Teilweise neues Allzeithoch bei Intel
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Bei Intel ist die Situation schwammig, da viele Tracking-Webseiten Daten vom letzten Aktien-Split im Juli 2000 verwischen. Laut Intels offiziellen historischen Daten lag das bisherige Aktien-Allzeithoch bei knapp 76 US-Dollar im August 2000. Am 24. April schaffte es Intel bis hinauf auf 87 US-Dollar. Nach der heutigen US-Börseneröffnung sind es etwa 85 US-Dollar.
Der Kurs ist aus mehreren Gründen so stark gestiegen: Zum einen beflügeln künftige Kooperationen wie Elon Musks geplante Terafab. Zum anderen verdient Intel durch das hohe Interesse an Prozessoren endlich am KI-Boom mit. Zuvor hatte die Firma den Hype verpasst, weil ihre KI-Beschleuniger nicht überzeugten.
Nach Marktkapitalisierung hinkt Intel seinem Allzeithoch von 2000 allerdings noch hinterher, weil damals noch mehr Aktien ausgegeben waren: gut 6,7 Milliarden nach dem Split. Intel war damals folglich über 500 Milliarden US-Dollar wert. Die Inflation käme noch obendrauf – inflationsbereinigt wäre das heute fast eine Billion US-Dollar.
Weil Intel in den letzten Jahrzehnten immer wieder Aktien zurückgekauft hat, stehen heute noch etwas mehr als fünf Milliarden aus. Die Marktkapitalisierung liegt daher bei knapp 425 Milliarden US-Dollar.
(mma)
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Sportuhr Polar Street X für 250 Euro überzeugt im Test: stylish, günstig, gut
Freches Design, klarer Fitness-Fokus und ein fairer Preis: Mit der Street X will Polar die Gen Z erobern. Ob das gelingt, klärt unser Test.
Während Garmin mit Uhren wie der Fenix 8 versucht, das iPhone unter den smarten Sportuhren zu etablieren, geht Polar bewusst andere Wege. Mit Fokus auf wesentliche Features und Gesundheitsfunktionen, einer hippen Optik und einem vergleichsweise niedrigen Preis hat der finnische Hersteller die neue Street X als attraktives Wearable für eine junge, urbane Kundschaft auf den Markt gebracht.
Die Uhr, die vom Design in gewisser Hinsicht an eine G-Shock erinnert, wird als City-Sportuhr vermarktet und verfügt über ein robustes AMOLED-Display mit 1,28 Zoll, ein integriertes GPS-Modul sowie ein stoßfestes Gehäuse. Dazu verspricht der finnische Hersteller eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Tagen.
Ob die Polar Street X mit ihrer unverbindlichen Preisempfehlung von 250 Euro der neue Preis-Leistungs-Tipp unter den Sportuhren werden kann, klärt dieser Testbericht.
Design & Tragekomfort
Polar setzt sich beim Design der Street X bewusst von der eher dezenten, fast biederen Optik anderer Uhren wie der Vantage V3 ab. Stattdessen erinnert die Uhr an die Ende der 90er- und Anfang der 2000er-Jahre extrem beliebten G-Shock-Modelle, von denen derzeit die Baby-G ein kleines Comeback feiert. Trotz des kantigen Designs wirkt die Street X aber keinesfalls klobig oder grob. Da das Display nicht übermäßig groß ausfällt, macht sich die Uhr auch an schmaleren Handgelenken gut als Accessoire.
Erhältlich ist die Street X in drei Farben: Schwarz, Weiß und Oliv. Alle Modelle kommen mit einem Silikonarmband, ein längeres Wechselarmband liegt bei. Das Armband macht einen robusten Eindruck, allerdings hat die aufgeraute Oberfläche bei der weißen Variante einen Nachteil: Schmutz bleibt in der feinen Maserung leicht hängen, sodass man das Armband häufiger reinigen muss, wenn man die Uhr wechselnden Umgebungsbedingungen aussetzt.
Erfreulich ist das geringe Gewicht der Street X, die inklusive Armband nur 48 g auf die Waage bringt. Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff, das Display aus kratzfestem Gorilla Glass. In unserem Test überstand die Street X dementsprechend problemlos Stürze aus anderthalb Metern Höhe auf Asphalt sowie Schläge mit einer Kugelhantel am Handgelenk.
Display
Als Anzeige hat Polar der Street X ein 1,28 Zoll großes AMOLED-Display verpasst, das wir auf Wunsch in einen Always-on-Modus versetzen können. Letzterer wirkt sich allerdings auf die Akkulaufzeit aus. Die Display-Helligkeit lässt sich in drei Stufen (hoch, mittel, gering) regulieren. Eine automatische Anpassung an das Umgebungslicht gibt es nicht. An der Lesbarkeit der Anzeige hatten wir aber durchweg nichts zu meckern, weil das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung immer gut zu entziffern blieb.
Die Display-Auflösung entspricht mit 416 × 416 Pixeln dem Standard, wobei die Street X mit einer scharfen Anzeige und angenehmer Farbgebung punkten kann. Wer möchte, hat die Möglichkeit, die Zifferblätter und die Widgets in den Einstellungen der Uhr anzupassen.
Einrichtung & Bedienung
Die Polar Street X funktioniert wie von anderen Polar-Uhren gewohnt in Kombination mit der Polar-Flow-App. Der Kopplungsprozess dauert nur wenige Minuten, wobei wir währenddessen auch direkt ein paar Daten zu Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, Alter und bevorzugtem Handgelenk angeben, an dem wir die Uhr tragen. Ein Nutzerkonto ist übrigens verpflichtend.
Nach der Kopplung der Street X an die App können wir direkt das aktuelle Firmware-Update herunterladen und installieren. Der Prozess an sich dauert ein paar Minuten. Die App an sich mag auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig aufgebaut sein, wenn man das Kachelprinzip anderer Anbieter gewohnt ist, allerdings findet man sich nach kurzer Zeit auch hier schnell zurecht.
Die Startseite besteht aus einer Art von Tagebuch, das untereinander aktuelle Daten und Aktivitäten auflistet. Über das Kontextmenü können wir dann separate Detailansichten für Aktivität, Schlaf, Training und mehr aufrufen. Zudem können wir die App in den Einstellungen mit anderen Diensten wie Strava, Komoot, TrainingPeaks und MyFitnessPal verbinden.
Neben der Bedienung der App ist auch die Steuerung der Street X für Nutzer, die von einem anderen Hersteller zu Polar wechseln, anfangs etwas ungewohnt. Denn die Sportuhr besitzt insgesamt fünf Buttons am Gehäuse, mit denen wir durch die Menüs navigieren. Ein Button steuert ausschließlich die integrierte LED-Taschenlampe, während zwei weitere Tasten dazu dienen, durch die Menüs der Uhr zu scrollen. Dazu gibt es noch den Auswahl-Button und eine Zurücktaste. Auch hier gilt: Nach kurzer Zeit hat man sich an die Anordnung der Bedienknöpfe gewöhnt.
Zusätzlich können wir die Street X auch mit Touch-Gesten steuern, was im Test zuverlässig funktioniert. Ruckler oder Input-Lags gibt es keine, das Display kommt auch mit feuchten und verschwitzten Fingern gut zurecht.
Training & Fitness
Obwohl die Street X sich an eine Zielgruppe richtet, die primär die eigene Gesundheit im Blick hat und weniger zur Riege der Profiathleten zählt, hat sich Polar nicht bei der Auswahl der Trainingsprofile zurückgehalten. Insgesamt unterstützt die Street X mehr als 170 verschiedene Sportarten. Davon wählen wir 20 Stück in der App aus, die wir dann über das Trainingsmenü der Uhr zum Aufzeichnen unserer Sporteinheiten nutzen können. Die Auswahl an Profilen reicht dabei von klassischen Ausdauer- über Trend-, Winter- und Wassersportarten sowie verschiedene Fitnessmodule.
In der Polar-Flow-App lassen sich die Trainingsansichten für jedes Profil individuell anpassen. Je nach Sportart können wir bis zu acht Ansichten konfigurieren und während des Trainings durchwechseln. Auch die angezeigten Daten lassen sich pro Ansicht genau festlegen. Die Auswahl variiert je nach Sportart – Ausdauerdisziplinen wie Laufen und Radfahren sind dabei am großzügigsten ausgestattet. Was uns im Test fehlt: beim Krafttraining die Option, Sätze und Wiederholungen manuell oder automatisch zu zählen, und beim Schwimmen das Erfassen der absolvierten Bahnen.
Zu den Highlights der Trainingsfunktionen, die die Street X zu bieten hat, gehören einige Polar-eigene Features. Basierend auf unseren Trainingsdaten misst die Uhr den sogenannten Training Load und wägt dabei die körperliche Beanspruchung gegen unsere Belastungstoleranz ab. Der Algorithmus berechnet dann, ob unser Training produktiv oder überlastend ist.
Besonders für Kraftsportler interessant ist die Erholungsoptimierung: Dieses Tool analysiert die Herzfrequenz während des Trainings, um die bestmögliche Ruhezeit zwischen Trainingssätzen zu berechnen. Das funktioniert im Test hervorragend und bekommt von uns eine uneingeschränkte Nutzungsempfehlung. Ebenso gibt die Funktion Running Power an, welche Leistung wir beim Laufen einsetzen und wie wir basierend darauf die Intensität unserer Bewegung anpassen sollten. Auch das klappt einwandfrei und kann das regelmäßige Lauftraining sinnvoll unterstützen.
Schließlich bietet die Street X noch drei weitere, bereits von anderen Polar-Uhren bekannte Trainingsfeatures: Nach einer Einheit können wir uns anzeigen lassen, welche Energiequellen unser Körper während des Trainings bevorzugt genutzt hat (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate). FitSpark macht uns konkrete Vorschläge für Trainingseinheiten, basierend auf unserem Erholungsstatus und unserem aktuellen Fitnesslevel. FuelWise erinnert uns während des Trainings an die optimale Zufuhr von Nährstoffen, Energie und Flüssigkeit.
Zusätzlich gibt es in der Polar-Flow-App das kostenpflichtige Polar-Fitnessprogramm. Letzteres bietet an die Leistung der Nutzer angepasste Trainingspläne für verschiedene Sportarten, wobei alle vier Wochen ein neuer Plan generiert wird. Nach einer kostenlosen Testphase von 30 Tagen kostet das Programm 10 Euro pro Monat.
Die Polar Street X verfügt über ein integriertes GPS-Modul inklusive Routenführung und Back-to-Start-Funktion. Dabei unterstützt die Uhr die Navigationssysteme GLONASS, Galileo und QZSS. Ein Höhenbarometer und ein Kompass sind ebenfalls integriert. Das GPS-Tracking macht in unserem Test einen sehr ordentlichen Job. Bei einer rund 5 km langen Laufeinheit weicht die gemessene Strecke nur minimal von den tatsächlichen Laufwegen ab, und zwar dort, wo besonders dichter Bewuchs im Wald für einen nicht optimalen Satellitenempfang sorgt. Die Abweichungen sind aber so gering, dass sie sich in der Praxis de facto nicht auswirken.
Wer möchte, kann die Street X über die Polar-Flow-App mit Komoot verbinden, wodurch in Komoot erstellte Routen für die Routenführung auf der Sportuhr verfügbar werden. Wir können uns dann von der Uhr über die Route führen lassen. Auf eine Kartenanzeige müssen wir dabei verzichten, aber das ist von einer Sportuhr dieser Preisklasse auch nicht zu erwarten. Die Navigation funktioniert im Test aber reibungslos und gibt zuverlässig Abzweigungen, verbleibende Strecke und das Höhenprofil an.
Ein zentraler Bestandteil der Sport- und Trainingsfunktionen ist der optische Pulssensor der Street X, der auf Polars bewährte PrecisionPrime-Technologie setzt. Diese verspricht auf dem Papier eine sehr genaue Messung unserer Herzfrequenz, was sich im Test dann auch größtenteils bestätigt. Die Uhr liefert bei gleichmäßigem Training wie einer Laufeinheit im GA1-Bereich genaue Werte, die nur geringfügig von den Ergebnissen eines Pulsgurtes abweichen. Das ist aber erwartbar, weil eine optische Messung am Handgelenk nie mit der Genauigkeit eines Brustgurtes mithalten kann.
Am ehesten machen sich Unterschiede noch bei HIIT-Einheiten oder kurzen Sprints bemerkbar: Hier läuft die Messung etwas verzögert ab, sodass die Uhr bei sehr kurzen Anstiegen der Herzfrequenz lediglich einen Mittelwert registriert. Auf das gesamte Training und die Errechnung der durchschnittlichen Herzfrequenz wirkt sich das allerdings praktisch nicht aus. Wer ohne eine hundertprozentige Messgenauigkeit nicht leben kann, kommt um die Anschaffung eines Brustgurtes aber nicht herum. Ein solcher lässt sich übrigens problemlos an die Street X koppeln.
Schlaf & Gesundheit
Ein Blick auf die Features zum Schlaf- und Gesundheits-Tracking der Street X zeigt: Polar hält sich hier an das Konzept, das sich bereits bei anderen Uhren des Herstellers bewährt hat. Die Street X misst unsere Herzfrequenz, Hauttemperatur sowie unsere Schlafphasen. Einen Sensor für die Blutsauerstoffsättigung gibt es nicht. Basierend auf den gemessenen Daten erstellt die Polar-Flow-App einen Schlafindex, der auf einer Skala von 1 bis 100 unsere Schlafqualität basierend auf Menge, Stabilität und Regeneration bewertet.
Außerdem finden wir in der App konkrete Angaben zur Schlafkontinuität und zu Schlafunterbrechungen. Vergleiche mit vergangenen Aufzeichnungen helfen uns dabei, langfristige Trends zu erkennen. Insgesamt funktioniert das Tracking im Test gut und liefert subjektiv glaubwürdige Werte. Teilweise gab es aber Blöcke im Schlaf-Tracking, die als unerkannt markiert wurden. Hier konnte die Uhr keine Messung durchführen, was in der App damit begründet wird, dass wir möglicherweise auf unserem Arm gelegen haben.
Zusätzlich zeigt der sogenannte Wert für Boost durch Schlaf auf einer Skala von 1 bis 10 an, wie sich der Schlaf auf Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit am folgenden Tag auswirkt. Neben Schlafmenge und Schlafqualität berücksichtigt die App auch den Schlafrhythmus, um eine möglichst genaue Prognose zu erstellen. Im Test liefert das Feature glaubwürdige Werte, die mit dem subjektiven Empfinden übereinstimmen.
Weitere nennenswerte Gesundheitsfeatures, abgesehen vom Polar-eigenen Atemübungsprogramm Serene, das der Stressreduzierung dient, hat die Street X allerdings nicht zu bieten. Eine EKG-Funktion fehlt ebenso wie die Möglichkeit, den weiblichen Zyklus aufzuzeichnen. Vermisst haben wir zudem eine Anzeige der Herzfrequenzvariabilität.
Weitere Funktionen
Mit der Street X richtet sich Polar an ein Publikum, das eine günstige, aber stylishe Sportuhr ohne unnötigen Schnickschnack zum Tracking der eigenen Trainingseinheiten sucht. Deshalb beschränkt sich der Hersteller bei der Auswahl zusätzlicher Features auf ein paar wenige Funktionen. Die Street X bietet keinen eigenen Musikspeicher, unterstützt aber die Steuerung von Musik auf dem Smartphone. Eingehende Benachrichtigungen lassen sich auf der Uhr anzeigen und Anrufe entgegennehmen, wobei die Uhr auf ein integriertes Mikrofon ebenso verzichtet wie auf eine Schnellantwort-Funktion.
Ein Highlight der Street X ist die am oberen Gehäuserand integrierte LED-Taschenlampe. Sie lässt sich über eine separate Taste direkt aktivieren und in vier Helligkeitsstufen anpassen. Neben weißem Licht bietet die Taschenlampe auch eine Rotlichtfunktion.
Intensität und Lichtfarbe lassen sich über das Taschenlampen-Menü steuern, das Ein- und Ausschalten funktioniert aber auch außerhalb des Menüs über die separate Taste. Damit lässt sich die Lampe flexibel beim Training oder bei anderen Aktivitäten nutzen, ohne dass das Menü dauerhaft geöffnet bleiben muss. Praktisch: Einmal vorgenommene Helligkeitseinstellungen bleiben erhalten, eine erneute Konfiguration entfällt bei jedem Einschalten. Insgesamt wirkt die Taschenlampe wie ein durchdachtes Feature und erweist sich im Test als nützliches Extra.
Akku
Polar verbaut in der Street X einen Akku mit 385 mAh – ordentlich, aber nicht überragend. Gemessen an Größe und Gewicht der Uhr wirkt das wie ein sinnvoller Kompromiss. Im reinen Smartwatch-Modus soll die Sportuhr laut Hersteller bis zu zehn Tage durchhalten. Aktiviert man sämtliche Tracking-Funktionen und das GPS dauerhaft, sind es nach Polars Angaben noch 43 Stunden bis zum nächsten Ladevorgang.
In unserem Test absolvierten wir drei anderthalbstündige Sporteinheiten, davon zwei mit aktiviertem GPS-Tracking. Dazu liefen die dauerhafte Herzfrequenzmessung und Benachrichtigungen mit. Unter diesen Bedingungen verlangte die Street X nach sechseinhalb Tagen wieder nach dem Ladekabel, das übrigens im Lieferumfang enthalten ist. Für eine Uhr dieser Preisklasse geht der Wert absolut in Ordnung, auch wenn die Konkurrenz teilweise leicht die Nase vorn hat.
Preis
Die Polar Street X kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung in allen drei Farbvarianten 250 Euro und gehört damit zu den günstigsten Uhren im Polar-Portfolio. Der Straßenpreis entspricht zum Testzeitpunkt annähernd der UVP.
Fazit
Polar hat mit der Street X eine klare Zielgruppe im Blick, und das macht sich sowohl beim Design als auch bei den Features der sogenannten City-Sportuhr deutlich bemerkbar. Man hat den Eindruck, dass der finnische Hersteller möglichst viel Gegenwert für einen möglichst geringen Preis bieten möchte – und dieser Plan geht größtenteils auf.
Das Design der Uhr und deren Verarbeitung können in unserem Test ebenso punkten wie die durchdachte Auswahl an Trainingsfunktionen. Viele Trainingsprofile und viele Einstellungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass wir die Uhr detailliert an unsere Bedürfnisse anpassen können. Wer Sport treibt, um fit zu bleiben, bekommt mit der Street X ein gutes Tool an die Hand. Sportler mit gehobenem Anspruch sollten sich anderswo umsehen, gehören aber auch nicht zur Zielgruppe der Street X.
Das GPS-Tracking ist uns im Test positiv aufgefallen. Die Sensoren arbeiten überraschend genau und liefern hervorragende Ergebnisse. Das Navigationsfeature verzichtet zwar auf eine echte Kartenanzeige, das lässt sich in Anbetracht des günstigen Preises, den Polar für die Street X aufruft, aber verschmerzen.
Wo hingegen noch Luft nach oben bleibt, sind die bestenfalls im Mittelfeld anzusiedelnde Akkulaufzeit und die sparsame Auswahl an smarten Features. Beides ist unserer Meinung nach aber wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses der Street X verschmerzbar.
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Auto China: Zukunft der Mobilität auf der bedeutendsten Automesse
Früher war China für die deutschen Autohersteller das Land, in dem die Umsätze sprudelten, heute ist das Land der wichtigste Konkurrent der globalen Autoindustrie. Auf der Auto China kann man das sehen. Während Ausstellungen wie die IAA in München oder der Salon in Paris zuletzt vergleichsweise mäßigen Andrang verzeichneten, geht es in Peking zu wie in einem Ameisenhaufen. Gedränge in acht Hallen auf zwei Etagen, bekannte Hersteller und noch viel mehr Marken, von denen selbst viele Chinesen noch nie etwas gehört haben. Auf der Messe (noch bis 3. Mai) folgt eine Premierenfeier der nächsten.
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Technologisch aufgeholt
Dabei zeigen die Chinesen eindrucksvoll, dass sie sich längst emanzipiert haben von der westlichen Automobilwelt, dass sie ihren eigenen Stil gefunden haben und auch technologisch um die Führung ringen. Beim Elektroantrieb ohnehin, aber auch bei Zukunftsthemen wie dem autonomen Fahren und erst recht, wenn das Auto demnächst in die Luft geht. Selbst chinesische Verbrenner machen auf der Messe Furore. Geely hat einen Hybridantrieb präsentiert, der mit 2,2 Litern auf 100 Kilometern zu einem der sparsamsten Benziner überhaupt werden dürfte.
Deutsche Automarken stellen sich dem Wettbewerb
Anders als gewohnt lassen sich die einst so dominanten Westmarken auf ihrem wichtigsten Auslandsmarkt aber nicht mehr so einfach den Schneid abkaufen. Vielmehr beweisen die größten deutschen Marken, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben. Aus der damit auf den ersten Blick unüberschaubaren Menge der Präsentationen folgt daher eine Auswahl der interessantesten Neuheiten und Technik-Trends.
Smart #2 – Kompakt wie früher
Rund drei Jahrzehnte nach dem Markenstart, nach allerlei Irrungen und Wirrungen und nach Gigantismus wie beim #5 findet Smart jetzt wieder zu seinen Wurzeln zurück und zeigt in Peking den Nachfolger des Fortwo. Als #2 wächst er zwar auf knapp 2,80 Meter, bleibt aber trotzdem eines der kürzesten und knuffigsten Autos weltweit.

Zurück zu den Wurzeln, jedenfalls teilweise, schafft es Smart mit dem #2.
(Bild: Smart)
Als Serienauto soll der Smart #2 im Herbst gezeigt werden, in den Handel kommen soll der Zweisitzer – natürlich rein elektrisch und diesmal mit immerhin knapp 300 km Reichweite – im neuen Jahr für einen Preis, der möglichst nah bei 20.000 Euro liegen soll.
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VW Jetta – Wiederkehr als SUV
Bei uns ist der Jetta mittlerweile zwar fast vergessen, doch in China ist er sogar eine eigene Marke am unteren Ende der VW-Preisskala. Schließlich war die kleine Limousine dort lange Zeit eines der meistverkauften Autos. Jetzt positioniert VW die Billigtochter neu und verleiht ihr mit diesem SUV mehr Style. So viel, dass selbst der VW ID.4 plötzlich brav und bieder wirkt. Und wenn er binnen Jahresfrist tatsächlich für etwa 15.000 Euro an den Start geht, erst recht.

VW Jetta X Konzept
(Bild: pressinform)
Denza Z9 GT Cabrio – bringt Lust auf Luft zurück
Bislang wurden vor allem die angeblich frischluftscheuen Chinesen dafür verantwortlich gemacht, dass die westlichen Hersteller immer weniger Cabrios anbieten. Doch jetzt macht uns ausgerechnet eine chinesische Marke Lust auf den Sommer. Denn um seinen Luxusableger Denza so richtig ins Zentrum des Interesses zu rücken, zeigt BYD auf der Messe den Z9 GT auch mit Faltdach – und rückt ihn so in die Nähe von Mercedes SL oder 8er-BMW.

Denza Z1
(Bild: Stefan Grundhoff)
Land Rover Freelander – Wieder da als E-Auto
Bei uns ist der Freelander mittlerweile Geschichte, doch in China schlagen die Briten dafür gerade das nächste Kapitel auf: Gemeinsam mit Chery starten sie unter altem Namen eine neue Marke für elektrische Geländewagen. Ob die auch zu uns kommen, bleibt offen. Aber dafür steht hierzulande bald der elektrische Range Rover beim Händler und auch der Defender wird bald unter Strom gesetzt.
Leapmotor D19 – erhöhte Spannung
Bislang kennt man Leapmotor bei uns nur als Billig-Marke in der Stellantis-Familie, die aus China elektrische oder elektrifizierte SUVs zum Kampfpreis holt und mit dem T03 für 19.990 Euro eines der billigsten E-Autos in Deutschland anbietet. Dass sie auch anders können, zeigen die Chinesen mit dem D19 im Format eines Mercedes GLS oder BMW X7 – natürlich ebenfalls elektrisch.

Leapmotor D19
(Bild: Leapmotor)
Dafür gibt es Akkus mit 1000 Volt Batteriespannung und 115 kWh für mehr als 700 Kilometer Reichweite und für Elektro-Skeptiker auch eine Version mit Range Extender. Zwar sieht der D19 elegant aus und macht mächtig was her, doch für das Ringen im Premium-Segment fehlt es ihm ein wenig an Prestige. Dafür hat er aber einen gravierenden Preisvorteil: Mit einem Einstiegspreis von nicht einmal 30.000 Euro kostet er weniger als die beiden genannten Europäer. Kein Wunder, dass die Chinesen überlegen, den Wagen langfristig auch nach Europa zu holen.
Kosmera Nebula Next 01 – E-Sportwagen mit Berliner Luft
In Deutschland kennt man sie vor allem für ihre Roboter-Staubsauger. Doch jetzt drängt Dreame mit der Marke Kosmera auch ins Autogeschäft und lockt auf der Messe mit superstarken Sportwagen und SUVs, die gespickt sind mit künstlicher Intelligenz. Zwar gibt es mit Xiaomi bereits einen erfolgreichen Quereinsteiger, der Porsche mit dem SU7 vom Thron geholt hat. Und elektrische Leistungen von mehr als 1470 kW sind heute auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

Dreame Kosmera Nebula Next 01
(Bild: Dreame)
Doch was den Kosmera Nebula Next 01 besonders macht, sind die Produktionspläne. Denn bauen wollen die Chinesen ihre elektrischen Überflieger nicht in der Volksrepublik, sondern ab 2027 als Nachbarn von Tesla in Grünheide bei Berlin.
Audi E7X: Zweite Runde mit SUV und ohne Ringe
Audi versucht, die Stagnation in China zu überwinden. Dafür haben sie vor Jahresfrist die Submarke AUDI gegründet, die vier Ringe weggelassen und auch sonst so ziemlich alles anders gemacht als bisher. Das hat bei dem sportlichen Kombi E7 anfangs funktioniert, doch nach dem rasanten Aufstieg kam der Fall, und der futuristische Gleiter dümpelt auf dem Markt nur noch im Mittelfeld.

Fermín Soneira, CEO des Kooperationsprojekts zwischen Audi und SAIC, präsentiert den AUDI E7X.
(Bild: Audi)
Deshalb schiebt Audi jetzt das passende SUV namens E7X hinterher und bedient damit auch dieses nachgefragte Segment. Auch der EX7 fährt mit 800-Volt-Technik aus China, lädt schneller und fährt weiter als die europäischen Elektromodelle und soll weitgehend autonom fahren können. Sein Design markiert innen wie außen einen Neuanfang. Der langgestreckte Q5, der nebenan mit Ringen seinen Einstand gibt, sieht dagegen schon wieder aus wie von gestern.
Technik-Trends: Schneller laden, autonom fahren und fliegen
Zwar gibt es weit über 1000 Autos zu sehen und fast 200 Weltpremieren, doch zwischen all den neuen Modellen finden sich auch viele technische Exponate mit hohem Aufmerksamkeitswert:
- Batterie-Weltmarktführer CATL zeigt einen Akkupack für 1500 Kilometer Reichweite.
- BYD als größter Elektroautohersteller präsentiert mit 1500 kW-Flash-Charging, dass das Denza-Flaggschiff Z9 GT in 9 Minuten von 10 auf 97 Prozent lädt.
- Geely enthüllt einen Hybridantrieb, der mit 2,2 Litern auf 100 km zu den sparsamsten Verbrennern gehören dürfte.
- Robotaxen für die Rushhour zeichnen auf der Auto China die nahe Autozukunft ohne Fahrer.
- Auf der Messe ist das Flugauto so präsent, dass dessen Markteinführung nicht mehr weit entfernt erscheint.
(fpi)
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