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Welche Weiterbildung braucht die Designbranche? › PAGE online


Welche Skills fehlen euch im Berufsalltag? Mit einer kurzen Umfrage möchte die PAGE Academy herausfinden, welche Weiterbildungsangebote Kreative wirklich brauchen. Als Dankeschön gibt es drei Monate kostenlosen Zugang zu PAGE+.

Umfrage-Aufruf PAGE Academy

Die Anforderungen an Designer:innen, Kreative und Agenturen verändern sich derzeit schneller denn je. Neue KI-Tools, veränderte Geschäftsmodelle und steigende Erwartungen von Kund:innen sorgen dafür, dass Weiterbildung wichtiger wird – aber auch gezielter sein muss.

Genau hier setzt die Umfrage der PAGE Academy an. Wir möchten herausfinden, welche Weiterbildungsthemen für euch Kreative aktuell wirklich relevant sind und welche Formate sich am besten in euren Arbeitsalltag integrieren lassen.

Die Umfrage richtet sich an Freelancer:innen, Designer:innen in Agenturen und Unternehmen, Creative Directors sowie Studierende.

Welche Weiterbildung brauchen Kreative?

Im Mittelpunkt der Umfrage stehen Fragen wie:

  • Welche Skills und Themen sind aktuell besonders wichtig?
  • Welche beruflichen Herausforderungen beschäftigen euch derzeit am meisten?
  • Welche Seminarformate funktionieren in eurem Arbeitsalltag – Online-Workshop, Masterclass oder Intensivkurs?
  • Wie realistisch sind bestimmte Investitionen in Weiterbildung?

Die Ergebnisse sollen helfen, das Programm der PAGE Academy weiterzuentwickeln und stärker an den realen Bedürfnissen der Kreativbranche, auszurichten. Die Teilnahme dauert etwa fünf Minuten. Abgefragt werden unter anderem Rolle, Tätigkeitsbereich und aktuelle Weiterbildungsinteressen – von Business-Skills wie Akquise oder Preisgestaltung bis hin zu kreativen Themen wie KI im Designprozess, Typografie oder Creative Direction.

Dankeschön: 3 Monate kostenloses PAGE+ Abo

Als Dankeschön erhalten alle Teilnehmer:innen drei Monate kostenlosen Zugriff auf PAGE+. Damit könnt ihr das komplette digitale Angebot von PAGE nutzen, darunter:

  • unbegrenzter Zugriff auf alle PAGE+ Inhalte
  • PAGE als E-Paper
  • digitales Heftarchiv bis 2012
  • mehr als 100 eDossiers zu Kreativthemen
  • Daily- und Weekly-Newsletter

Das Probe-Abo endet automatisch nach drei Monaten.

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Ein Hoch auf die Unvernunft: Redesign der »Kleinen Reblaus« › PAGE online


»Selective Hedonism« mit der »Kleinen Reblaus« von Schloss Wachenheim – und das mit einem neuen Markenauftritt und Packaging der Hamburger Agentur Uwe, die Tradition und Jetzt verbindet und dabei jede Menge Unbeschwertheit versprüht

Ein Hoch auf die Unvernunft: Redesign der »Kleinen Reblaus« › PAGE online

Die Kleine Reblaus kommt von der Schloss Wachenheim AG aus Trier, die eine Größe in der Herstellung und im Vertrieb von Schaumwein und Perlwein ist – und auch anderen Getränken.

Dazu gehört seit mehr als 70 Jahren die »Kleine Reblaus«, ein weinhaltiges Getränk, das in 0,2-Liter-Flaschen in einem 3er-Packaging kommt.

Und so ausgelassen und augenzwinkernd wie der Name des Piccolo-Klassikers ist auch dessen neues Branding und Packaging, das von der Hamburger Markenagentur Uwe stammt.

Sie konzentrierte sich ganz auf das mitreißende Selbstbewusstsein der Reblaus und übersetzte das in eine Gestaltung, die in Bewegung ist und dabei ganz sie selbst.

Erlaubt ist, was gefällt

Die Typografie, so bold wie Sans-Serif-modern, tanzt auf den kleinen Flaschen und auf dem Packaging gleich mit.

»Cheers« heißt es dazu, Gläser werden gehoben, es sprudelt und prickelt und in der unteren Ecke räkelt sich eine Traubenrebe.

Gleichzeitig orientierten sich die Kreativen an dem aktuellen »Selective Hedonism«, der auf Genuss verzichtet, der einen nicht wirklich erfüllt, und stattdessen auf Freude setzt, die sorgfältig kuratiert ist und einem wirklich etwas wert ist. Gerade auch, um sich in einer schwierigen Weltlage Momente des Ausbruchs zu leisten.

Dem folgt auch der neue Claim »Erlaubt ist, was gefällt«, der zudem augenzwinkernd zeigt, dass Vernunft auch überschätzt werden kann und man sich für das eigene Wohlbefinden etwas gönnen sollte. Aber das natürlich »immer im Einklang mit einem verantwortungsvollen Umgang«, wie es von Schloss Wachenheim selbst heißt.

Für das alles steht »Kleine Reblaus« in ihrem ganz eigenen, unbeschwerten und unverwechselbarem Stil.

Und das in den Sorten Trocken, Rot Trocken und Rosé Trocken, die jeweils mit einer eigenen Farbe versehen sind, die von Grün über Weinrot zu Rosa reichen.

Stolz prangt dazu das Wappen auf dem Flaschenhals und inmitten der Typografie und verbindet die Tradition mit dem Jetzt.

 

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Kentucky Fried Chicken erneuert globalen Markenauftritt – Design Tagebuch


Kentucky Fried Chicken, kurz KFC, hat einen umfassenden globalen Marken-Relaunch vorgestellt. Die Neuausrichtung umfasst nicht nur ein überarbeitetes visuelles Erscheinungsbild, sondern auch neue Restaurantkonzepte, Produktinnovationen und eine stärkere Inszenierung zentraler Markenelemente.

KFC wurde 1930 von Harland D. Sanders in Corbin, Kentucky, gegründet. In den 1950er-Jahren begann Sanders sein Rezept andere Lokale zu lizenzieren; 1952 entstand das erste Franchise-Restaurant in Salt Lake City. 1986 wurde KFC für 840 Millionen US-Dollar an PepsiCo verkauft; 1997 erfolgte die Ausgliederung in die neu gegründete Dachgesellschaft Tricon Global Restaurants, die heute als Yum! Brands firmiert. Weltweit betreibt KFC rund 30.000 Restaurants (Stand: 2024). Kernprodukt ist frittiertes Hähnchen, vertrieben überwiegend über Franchise-Partner. In Deutschland zählt KFC 187 Restaurants, alle als Franchise geführt. Die erste deutsche Filiale wurde 1968 in Frankfurt am Main eröffnet.

KFC Store Design (2026), Storefront, Quelle: KFC

Mit dem vor wenigen Tagen angekündigten Rebranding setzt KFC in gestalterischer Sicht auf eine behutsame Weiterentwicklung statt auf einen radikalen Bruch. Das Erscheinungsbild bleibt eng mit den bekannten Markensymbolen verbunden: dem Porträt von Colonel Sanders sowie dem ikonischen Bucket. Beide Elemente wurden grafisch überarbeitet und stärker in den Mittelpunkt der Markenkommunikation gerückt. Ergänzt wird der Auftritt durch eine neue Typografie und ein konsistenteres Designsystem für Verpackungen, digitale Anwendungen und Restaurants.

Parallel dazu entwickelt die Schnellrestaurantkette ihre stationären Kontaktpunkte weiter. Neue Restaurantformate sollen stärker auf Aufenthaltsqualität, digitale Services und flexible Nutzungsszenarien ausgerichtet sein. Mit diesem Ansatz verfolgt KFC das Ziel, das Markenerlebnis über das eigentliche Produkt hinaus auszubauen.

Auszug der Pressemeldung

As the global appetite for chicken grows, KFC is answering the call by challenging the sameness across quick-service chicken with a clear focus: delivering the most craveable food and more dynamic restaurant experiences designed around how consumers want to eat today. “In an increasingly crowded category, we have a clear opportunity to set the standard for modern chicken in QSR,” said Scott Mezvinsky, CEO, KFC Global. “This next chapter brings new energy and expression to what makes us iconic, while doubling down on our chicken and reimagining how fans experience KFC around the world.”

Kentucky Fried Chicken Logo/Wortmarke – vorher und nachher, Bildquelle: KFC, Bildmontage: dt
Kentucky Fried Chicken Logo/Wortmarke – vorher und nachher, Bildquelle: KFC, Bildmontage: dt

Das Markendesign und das Gesicht von Colonel Sanders wurden in der Firmengeschichte schon viele Male überarbeitet und neu interpretiert. Signifikante Veränderungen fanden zuletzt 2015 (dt berichtete) und 2006 (dt berichtete) statt. Im Rahmen des nun vollzogenen Redesigns ändert sich die Stilistik der KFC-Wortmarke: die Lettern sind fetter, dafür sind die Serifen weniger ausgeprägt.

Kentucky Fried Chicken Logo/Bildmarke (Colonel) – vorher und nachher, Bildquelle: KFC, Bildmontage: dt
Kentucky Fried Chicken Logo/Bildmarke (Colonel) – vorher und nachher, Bildquelle: KFC, Bildmontage: dt

Das KFC-Standardlogo (Primary) mit Colonel-Bildmarke wurde stilistisch und im Aufbau verändert. Die Trapezform ist oben und unten gewölbt und lehnt sich somit noch stärker an die dreidimensionale Form der typischen KFC-Buckets an. Die schwarze Colonel-Bildmarke ist deutlich vergrößert dargestellt – flankiert wird diese zu beiden Seiten von roten KFC-Wortmarken, die um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht sind.

Mit dem Relaunch positioniert sich KFC als zeitgemäße globale Marke, ohne die historischen Wiedererkennungsmerkmale aufzugeben. Die Weiterentwicklung folgt damit einem Trend im Brand Design, bei dem etablierte Marken ihre visuellen Kernelemente schärfen und zugleich neue Erlebnisräume für unterschiedliche Kanäle schaffen.

Die Einführung des neuen Markendesigns startet zunächst in Großbritannien und Irland und soll schrittweise international ausgerollt werden. Entstanden ist der neue Markenauftritt in Zusammenarbeit mit JKR Global.

Kommentar

Bei KFC sind Wandel und Veränderung Programm. In regelmäßigen Abständen von etwa zehn Jahren erfährt der Colonel ein Facelift. Im Jahr 2006 wurde eine deutlich vereinfachte illustrative Darstellung der Bildmarke eingeführt, 2015 wurde diese nochmals reduziert. Nach der neuerlichen Überarbeitung wird die spürbar vergrößerte Bildmarke zum bestimmenden Gestaltungselement.

Zwei Eingriffe bei der Strichzeichnung fallen besonders auf und sorgen für einen veränderten Ausdruck: 1. An beiden Seiten des Kopfes wurde eine Halspartie ergänzt. 2. Die Form der für KFC-Gründer Harland D. Sanders typischen Halsschleife/Western-Schleife ist anders. Die nach unten auslaufenden Bänder berühren sich nicht mehr; deren Abstand untereinander wurde vergrößert. Während die bisherige Zeichnung Strichmännchen-hafte Züge aufweist und in der Vergangenheit vielfach im Sinne einer Karikatur wahrgenommen wurde (Schleifenbänder als Beine und Arme), entspricht die Darstellung nun der einer Büste. Der Ausdruck ist würdevoller, im Rahmen der gewählten Stilistik.

Allerdings weicht die neue Darstellung der Schleife de facto von der tatsächlichen Form jenes Kentucky-Style-Halsschleifenmodells ab, das für Sanders zum Markenzeichen wurde. Denn üblicherweise berühren sich beide Bänder, wie historische Aufnahmen von Sanders belegen. Die bisherige Darstellung war im historischen Sinne genauer.

Die neue Schleifendarstellung mit waagerechtem Steg ähnelt dem griechischen Buchstaben Pi (π). Ein versteckter Hinweis auf die hohe Zahl von Bestellkombinationen (Käse, Saucen, Toppings, Größen, Gewürze, Extras) und Permutationen, die bei Burgern (ca. 200.000) und Sandwiches (knapp 2 Millionen bei Subway) bestehen, dürfte die neue Form jedoch nicht sein, eher der Versuch, die Anfälligkeit der Markenfigur für Meme zu reduzieren.

Vollständigen Schutz vor Verballhornung satirischer Art bietet freilich auch die neue Form nicht, bietet per se kein Design. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen die Bildmarke als Strichmännchen interpretieren, würde ich beim neuen Design jedoch als deutlich geringer einschätzen. So gesehen eine kluge Anpassung. Auch die neue, im Trend liegende kräftige Typo gefällt. Finger lickin’ good.

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Schriftfamilie Mainboard: Technisch und windschnittig › PAGE online


Sport und Informatik, Automobilentwicklung und KI, Logistik und Forschung: Dazwischen liegen Welten. Oder? Bei näherer Betrachtung zieht sich das Streben nach Geschwindigkeit und Fortschritt wie ein roter Faden durch diese sehr unterschiedlichen Branchen. Die Superfamilie Mainboard von Identity Letters verleiht diesen Ambitionen einen typografischen Ausdruck.

Schriftfamilie Mainboard: Technisch und windschnittig › PAGE online

Mehr Bytes, mehr km/h, mehr Daten. Schneller, besser, stärker. Im Kern ist Mainboard eine glatte, windschnittige und technisch wirkende humanistische Serifenlose, die sich gleichermaßen für Höchstleistungen in technisch-abstrakten wie auch körperlich-physischen Bereichen eignet.

Statt Spornen – also den kleinen Ausbuchtungen insbesondere an Stellen, an denen Stämme und Rundungen zusammentreffen – weist Mainboard aerodynamisch geglättete Kurven auf, was sich insbesondere in charakteristischen Minuskeln wie g, n und r zeigt. Dieses visuelle Konzept durchzieht alle Zeichen der Schrift (auch jene, die von Hause aus ohne Sporne daherkommen) und verleiht ihr eine zukunftsgewandte, optimistische Persönlichkeit. Das harmonisch proportionierte Skelett sorgt dafür, dass Mainboard auch in Lesegrößen einen hervorragenden Grauwert erzielt.

Spornlose Schriften werden oft als technologiebezogen wahrgenommen und entsprechend eingesetzt, dementsprechend ist Mainboard mit Hinblick auf den Einsatz auf Bildschirmen entwickelt worden. Große Punzenöffnungen und rechteckige Punkte erleichtern das Rendering auf grob aufgelösten Screens. In Displaygrößen und bei hoher Pixeldichte hingegen, etwa meterlang auf einer Bande am Fußballfeld oder über die Flanke eines Team-Busses hinweg, kommt die spannungsvolle Kurvensprache zur Geltung, die an die Stelle der erwarteten Sporne tritt. Mainboard funktioniert von winzig auf eine Platine gedruckt bis hin zu Stadion-Dimensionen bei großen Sportevents.

Egal ob im Einsatz für KI-Startups, Hardware-Brands, technische Forschungsberichte, Logistik- und Automobilkampagnen oder zeitgemäße Sportpublikationen: Mainboard soll unter der Haube genau so zuverlässig funktionieren wie an der attraktiven Oberfläche. Dazu ist die konventionell proportionierte Hauptfamilie mit 16 Schnitten ausgebaut – acht Fettegrade von Thin bis Black jeweils mit passender Kursive.

In mehr als 600 Glyphen stecken dabei eine Reihe OpenType-Funktionen wie Stylistic Sets, mit denen sich das Erscheinungsbild einzelner Zeichen steuen lässt; etwa ein zwei- oder einstöckiges a, ein schlichtes l oder ein gebogenes r. Unter den zahlreichen Ziffernsets finden sich solche in Kästen und Kreisen, was analog dazu auch für die Pfeile gilt. Natürlich braucht eine computerbezogene Schrift wie Mainboard zudem eine optionale durchgestrichene Null zur bestmöglichen Zeichendifferenzierung.

   

 

Für echtes Coding und attraktive Tabellenformatierung steht der Hauptschrift ein dicktengleiches Mitglied der Superfamilie zur Seite, die Mainboard Mono. In sieben Schnitten von Thin bis Bold ist sie noch etwas technischer und sowohl als Gebrauchs- oder Korrespondenzschrift wie auch als Brandingelement eine wertvolle Ergänzung. Gerade in komplexen Designprojekten mit unterschiedlichen, klar definierten Rollen spielen Mainboard und Mainboard Mono wunderbar zusammen, etwa im UI/UX-Design oder ganz allgemein der Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Geschwindigkeit und Fortschritt, Hochtechnologie und Höchstleistungen, Technik und Sport sind das Terrain, in dem die Mainboard-Superfamilie zur Bestform aufläuft. So sorgt sie für klare Kommunikation und einen smarten Auftritt, während sie die immerwährende Jagd nach Weltrekorden begleitet oder vielleicht den Quellcode der Zukunft schreibt.

Erhältlich ist Mainboard über Identity Letters. Einzelschnitte kosten etwa 30 Euro, die Mainboard Family rund 160 Euro. Für Mainboard Mono fallen knapp 100 Euro an (Einzelschnitte 25 Euro). Mit dem Code »Mainboard 50« gibt es bis zum 17. Juli 50 Prozent Rabatt.

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