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JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears


29 Lautsprecher, 2470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling. Ob das der JBL Bar 1300MK2 gelingt, zeigt der Test.

Kabelloser Surround-Sound ohne Kompromisse: Die JBL Bar 1300MK2 kommt mit zwei Akku-Lautsprechern, die sich in Sekunden abnehmen und hinten im Raum platzieren lassen. Gemeinsam mit der Soundbar und dem externen Subwoofer entsteht so ein 11.1.4-System mit 29 Lautsprechern und 2470 Watt Gesamtleistung. Was die Soundbar abseits des imposanten Zahlenwerks bietet und ob sie klanglich überzeugt, klären wir im Test.

Design und Ausstattung: 11.1.4-Kanal-System mit abnehmbaren Surround-Speakern

Die JBL Bar 1300MK2 ist ein 11.1.4-Kanal-System mit einer Gesamtausgangsleistung von 2470 Watt. Elf Kanäle auf Ohrhöhe, ein Subwoofer-Kanal und vier Höhenkanäle sollen für dreidimensionalen Klang sorgen, wobei die hohe Leistung auch größere Räume klanglich auszufüllen vermag.

In der Soundbar arbeiten acht Racetrack-Treiber für Mitten und Bässe, sieben Hochtöner sowie vier nach oben abstrahlende Treiber für Atmos-Effekte. Die ovalen Racetrack-Treiber bieten bei kompakter Bauweise eine größere Membranfläche als herkömmliche runde Treiber. Jeder der beiden separaten Surround-Lautsprecher enthält zwei Racetrack-Treiber, einen Vollbereichstreiber und einen weiteren nach oben abstrahlenden Treiber. Der Subwoofer ist schließlich mit zwei 200-Millimeter-Treibern bestückt, die für tiefen, druckvollen Bass sorgen sollen.

JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.

Die nach oben abstrahlenden Treiber sind für die Wiedergabe von Höhenkanälen vorgesehen. Ein 3D-Klangerlebnis entsteht jedoch nur, wenn das Quellmaterial entsprechende Inhalte wie Dolby Atmos oder DTS:X liefert. Bei herkömmlichen Formaten kann der integrierte Dolby Surround Upmixer den Klang zumindest räumlich erweitern.

JBL stattet seine Soundbar mit mehreren hauseigenen Technologien aus: Multibeam 3.0 erzeugt eine breitere Klangbühne und kommt auch Hörplätzen abseits der zentralen Position zugute. Pure Voice 2.0 hebt Dialoge bei Bedarf an, wenn sie von Effekten überlagert werden – in der App wird diese Funktion allerdings lapidar nur mit „Switch“ bezeichnet. AI Sound Boost optimiert schließlich die Dynamik, um die Treiber effizienter auszusteuern.

Für die Anpassung an die Raumakustik sorgt eine Sound-Kalibrierung. Über die CALIBR-Taste auf der Fernbedienung lässt sich eine zweistufige Kalibrierung durchführen: Zuerst wird der Hörbereich, anschließend die Position der hinteren Lautsprecher eingemessen. Alternativ erledigt man das bequem über die App. Vorbildlich: Für die Nutzung der JBL One App ist keine Registrierung erforderlich.

Das Gehäuse in mattem Schwarz mit abgerundeten Seiten und feinem Metallgitter an der Front wirkt dezent und edel. Die magnetisch an der Soundbar gehaltenen Satelliten lassen sich sauber lösen; die mitgelieferten Abdeckkappen verdecken die Anschlussstellen auch im getrennten Zustand optisch ansprechend. Die Verarbeitung ist einwandfrei.

Die abnehmbaren Akku-Rears dienen nicht nur als Surround-Lautsprecher hinter der Hörposition, sondern können auch als Bluetooth-Box verwendet werden.

Abnehmbare Surround-Lautsprecher

Die hinteren Lautsprecher lassen sich mechanisch von der Soundbar lösen und arbeiten dann kabellos über ihren integrierten Akku. JBL gibt die Akkulaufzeit mit bis zu zehn Stunden an, was wir im Test bestätigen konnten. Wer die Surround-Speaker also für einen Filmabend nutzen möchte, muss sie nicht täglich aufladen. Nach der Nutzung werden sie einfach wieder an der Soundbar angedockt und laden dort automatisch nach. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen entfallen separate Netzkabel hinter dem Hörplatz – so viel Flexibilität bietet sonst niemand.

Doch die abnehmbaren Lautsprecher können mehr als nur Surround-Sound: Über eine Taste wechseln sie in den Bluetooth-Modus und fungieren dann als eigenständige Lautsprecher. Wer beide miteinander koppelt, erhält ein Stereo-System für Musik zwischendurch.

Die JBL One App hält zwei weitere Betriebsarten bereit. Der Modus Audio Broadcasting leitet das Signal der Soundbar an die abnehmbaren Lautsprecher weiter – praktisch, wenn man etwa in der Küche weiterhören möchte, während im Wohnzimmer der Fernseher läuft. Die Nacht-Hörfunktion hingegen schaltet Soundbar und Subwoofer stumm und begrenzt die Ausgabe auf die abnehmbaren Lautsprecher. Das schont nachts die Nachbarn, klanglich ist diese Betriebsart allerdings ein deutlicher Rückschritt und eher als Notlösung zu betrachten.

Dank Ethernet-Anschluss ist die Verbindung zur JBL Bar 1300MK2 jederzeit stabil.

Anschlüsse und Konnektivität

Für den Anschluss von Zuspielern stehen drei HDMI-Eingänge zur Verfügung, hinzu kommt ein HDMI-Ausgang mit eARC. Die Eingänge unterstützen HDCP 2.3 sowie den Passthrough von HDR10+ und Dolby Vision. Dank der drei Anschlüsse lassen sich mehrere Quellen wie Blu-ray-Player, Streaming-Gerät oder Spielekonsole dauerhaft anschließen, ein externer Umschalter entfällt.

Eine Einschränkung gibt es für Gamer: Die HDMI-Eingänge verarbeiten 4K-Signale mit HDR, jedoch nur mit maximal 60 Hertz. Konsolen wie die Playstation 5 oder Xbox Series X, die Spiele mit 120 Hertz darstellen können, sollten daher direkt am Fernseher angeschlossen werden. Der Ton wird dann per eARC an die Soundbar weitergeleitet.

Der Raumklang bei Filmen im Dolby-Atmos-Format erzeugt ein echtes Kino-Feeling.

Für die Netzwerkanbindung stehen WLAN nach Wi-Fi-6-Standard und ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung. Eine kabelgebundene Verbindung arbeitet grundsätzlich zuverlässiger als jede Funkverbindung. Im Test zeigte sich: In einem komplexen WLAN-Set-up mit zwei Routern und vier Netzen (jeweils 2,4 und 5 Gigahertz) kam es häufiger zu Verbindungsabbrüchen. Erst der Wechsel auf Ethernet schaffte Abhilfe – wer maximale Stabilität beim Streaming wünscht, sollte auf das Kabel setzen.

Als weitere Audioeingänge stehen ein optischer Digitaleingang sowie Bluetooth bereit. Für letztere wird der Codec AAC genutzt, der immerhin eine bessere Qualität bietet als SBC. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls vorhanden, in Deutschland dient dieser jedoch ausschließlich für Service-Zwecke wie Firmware-Updates. Die Wiedergabe von Musik via USB wird nicht unterstützt.

Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.

Netzwerk-Funktionen und Streaming

In puncto Streaming-Dienste zeigt sich die JBL Bar 1300MK2 gut aufgestellt. Unterstützt werden AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Tidal, Qobuz, Amazon Music (inklusive Dolby-Atmos-Titel), Napster, iHeart Radio, Calm Radio und Tunein. Auch Roon Ready ist die Soundbar, ebenso kompatibel zu DLNA-basierten Diensten. So lässt sich die Soundbar etwa als Medienabspielgerät auch unter Home Assistant nutzen.

Für die Nutzung in mehreren Räumen lässt sich die Soundbar über AirPlay, Google Cast und Roon mit anderen kompatiblen Lautsprechern im selben Netzwerk gruppieren und synchron bespielen.

Die JBL One App übernimmt dabei nicht nur die Ersteinrichtung, sondern auch die Klanganpassung per Equalizer, Firmware-Updates und die Personalisierung der programmierbaren Taste (Moment) auf der Fernbedienung. Software-Updates werden automatisch über das Heimnetzwerk eingespielt, sofern die Soundbar mit dem Internet verbunden ist.

Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.

App, Bedienung und Einrichtung

Zur Steuerung der Soundbar liegen zwei Wege bereit: die Fernbedienung und die JBL One App. Die Fernbedienung bietet direkte Zugriffe auf Bass-Pegel, Surround-Pegel und die Intensität des Dolby-Atmos-Effekts. Mit der CALIBR-Taste startet man die Klangkalibrierung, die mit einem Herzsymbol gekennzeichnete Moment-Taste ermöglicht schnellen Zugriff auf personalisierte Einstellungen.

Die JBL One App kommt immer dann ins Spiel, wenn man die integrierten Streaming-Dienste nutzen möchte. Ferner bietet sie zahlreiche Hilfestellungen, etwa zur Verwendung der abnehmbaren Rear-Lautsprecher als eigenständige Bluetooth-Lautsprecher in anderen Räumen. Trotz der Vielzahl an Funktionen wirkt die App übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen.

Praktisch: Über die App lässt sich die Moment-Taste auf der Fernbedienung mit einem bestimmten Streaming-Dienst belegen, sodass man für den Musikstart nicht erst die App öffnen muss. Auch wer Musik nur für eine begrenzte Zeit hören möchte, kann dies in der App festlegen und mit der Favoriten-Taste koppeln – zur Auswahl stehen 15, 30, 45 und 60 Minuten.

Für die Anbindung an die TV-Fernbedienung bietet die Soundbar eine IR-Lernfunktion. Sie programmiert die wichtigsten Befehle wie Lautstärke und Stummschaltung, was vor allem dann relevant ist, wenn der Fernseher HDMI-CEC nicht unterstützt.

Die Leistungsaufnahme im vernetzten Standby liegt unter zwei Watt. Ein noch sparsamerer Tiefschlaf-Modus senkt den Verbrauch weiter, bringt im Test aber einen Nachteil mit sich: Ist diese Betriebsart aktiviert, startet die Soundbar nicht mehr automatisch, wenn der Fernseher eingeschaltet wird.

JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.

Abmessungen und Wandmontage

Mit einer Breite von 1404 Millimetern inklusive der angedockten Surround-Lautsprecher überragt die Soundbar selbst einen 55-Zoll-Fernseher deutlich. Steht dieser in einem Regal oder einer Wandnische, muss die JBL Bar davor platziert werden – was klanglich sogar von Vorteil ist: Die seitlich und schräg nach vorn abstrahlenden Treiber können sich so ungehindert entfalten, was dem 3D-Klangerlebnis zugutekommt.

Die Basiseinheit ohne die abnehmbaren Lautsprecher misst 1030 × 58 × 136 Millimeter, die Surrounds selbst kommen einzeln auf 202 × 58 × 136 Millimeter (je 1,3 Kilogramm). Der Subwoofer bringt es auf 315 × 277 × 275 Millimeter und wiegt stattliche 12 Kilogramm. Die Bauhöhe von 58 Millimetern ist für die Platzierung vor einem Fernseher ausgelegt, ohne das Bild zu verdecken.

Für die Wandmontage liegen Montageset und eine Bohrschablone bei. Soundbar und abnehmbare Lautsprecher lassen sich gemeinsam oder getrennt an der Wand befestigen. Wird nur die Soundbar montiert, decken mitgelieferte Seitenkappen die offenen Enden nach dem Abnehmen der Surrounds ab.

Soundbar und Subwoofer sind ab Werk gekoppelt. Sollte die Verbindung dennoch einmal unterbrochen sein, lässt sie sich über eine Taste auf der Subwoofer-Rückseite und die Fernbedienung jederzeit erneuern.

Auch bei der Musikwiedergabe macht die JBL Bar 1300MK2 eine gute Figur. Mit Dolby-Atmos-Musik, wie sie etwa Amazon Music bietet, kann man sich den Konzertbesuch fast sparen.

Klangtest

Die JBL Bar 1300MK2 kann ihre außergewöhnliche technische Ausstattung in der Praxis voll entfalten – vorausgesetzt, sie wird mit dem passenden Format gefüttert und die Rear-Lautsprecher sind korrekt hinter der Hörposition platziert. Bei Dolby-Atmos-Material entsteht dann eine beeindruckende Räumlichkeit, die fast an Kinoatmosphäre heranreicht. Der Bass spielt spektakulär auf, ohne unangenehm zu wummern. Wer es dennoch druckvoller mag, regelt den Pegel per Fernbedienung oder App auf Maximum – sollte dann aber womöglich bald mit Nachbarbeschwerden rechnen.

Die Netflix-Produktion "Im Westen nix Neues" bietet als einer von wenigen deutschsprachigen Filmen Unterstützung für Dolby Atmos.

Für die Musikwiedergabe empfehlen wir, die Rear-Lautsprecher an der Soundbar zu belassen. Das sorgt für eine breitere Bühnenabbildung, was uns im Test am besten gefallen hat. Allerdings spielt die JBL Bar 1300MK2 nicht ganz so detailreich und präzise wie eine KEF XIO auf. Letztere ist allerdings deutlich teurer und bringt weder Subwoofer noch Rear-Lautsprecher mit – weshalb sie bei Filmen in puncto Räumlichkeit hinter der JBL zurückbleibt.

Auch bei alltäglichem TV-Genuss überzeugt die Soundbar. Ob Nachrichten oder Tatort – selbst mit einfachem Dolby Digital kommen Soundeffekte gut zur Geltung, und die Sprachverständlichkeit ist hervorragend. Erfreulich: Selbst bei aktivierter Dialogverstärkung über die Switch-Option in der App leidet der Klang nicht.

Die Leistung der JBL Bar 1300MK2 reicht locker aus, um eine größere Party zu beschallen.

Kanäle 11.1.4 7.1.4 7.1 5.1
Breite (cm) 140,4 120,3 116,3 94
Breite o. SLS (cm) 103 85,4 85,4
Tiefe (cm) 13,6 12,8 12,8 10,4
Höhe (cm) 5,8 5,2 5,2 5,05
Dolby Atmos ja ja ja ja
Kanäle 11.1.4 7.1.4 7.1 5.1
Leistung (Gesamt) 2470 W 960 W 780 W 750 W
Leistung (Soundbar) 950 W 500 W 400 W 450 W
Leistung Subwoofer 1200 W 300 W 300 W 300 W
Leistung Surround 2x 160 W 2x 80 W 2x 40 W
WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/ax 802.11 a/b/g/n/ac/ax 802.11 a/b/g/n/ac/ax 802.11 a/b/g/n/ac/ax
Ethernet ja ja ja nein
HDMI eARC ja ja ja ja
HDMI-Eingang 3 3 1 1

Preis

Qualität kostet, so ist es auch bei der JBL Bar 1300MK2, die regulär für 1499 Euro angeboten wird. Aktuell ist sie im Handel kaum günstiger. Wer mit einem etwas schwächeren Bass und geringfügig schlechterer Räumlichkeit zufrieden ist, kann auch zur JBL Bar 1000MK2 (Testbericht) greifen, die bereits für knapp 1000 Euro erhältlich ist.

Fazit

Die JBL Bar 1300MK2 ist eine außergewöhnliche Soundbar, die primär durch ihr cleveres Konzept und ihre klangliche Wucht beeindruckt. Die abnehmbaren, kabellosen Akku-Rear-Lautsprecher sind kein Gimmick, sondern ein durchdachtes Feature, das maximale Flexibilität bietet – vom klassischen Surround-Set-up bis hin zur Nutzung als eigenständige Bluetooth-Boxen in anderen Räumen. Klanglich spielt das System in der Oberliga: Der Bass ist druckvoll und präzise, die Räumlichkeit bei Dolby-Atmos-Material beeindruckend und die Dialogverständlichkeit hervorragend.

Für wen lohnt sich die JBL? In erster Linie für alle, die ein kompromissloses Heimkino-Erlebnis suchen und die Flexibilität der abnehmbaren Lautsprecher zu schätzen wissen. Die Leistung reicht locker aus, um auch größere Räume oder Partys zu beschallen.

Bei einem aktuellen Preis von 1369 Euro ist die Konkurrenz jedoch nicht weit:

  • Samsung HW-Q990F (Testbericht): Für deutlich unter 800 Euro bekommt man hier ein exzellentes Gesamtpaket. Sie kann in puncto Räumlichkeit mit der JBL mithalten und bietet ebenfalls vollwertige Rear-Lautsprecher. Wer primär ein rundum überzeugendes Surround-System zu einem fairen Preis sucht, ist mit der Samsung möglicherweise besser beraten – auch wenn ihr Bass nicht ganz so brachial ausfällt.
  • KEF XIO (Testbericht): Für 2249 Euro zielt die Soundbar ohne Subwoofer auf eine gänzlich andere Zielgruppe ab. Sie spielt detailreicher und präziser auf, was Musikliebhaber zu schätzen wissen. Für ein maximal immersives Filmerlebnis mit tiefem Bass und echtem Surround-Sound muss man zusätzlich investieren.

Die Entscheidung hängt also davon ab, was einem wichtiger ist: das flexible Gesamtpaket mit Kino-Feeling (JBL), das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis (Samsung) oder die audiophile Präzision bei der Musikwiedergabe (KEF).



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Klapprad-E-Bike Engwe Zip im Test: leicht zu falten, praktisch in der Stadt


Das Engwe Zip lässt sich klein falten, fährt komfortabel und bremst kräftig. Kleinere Nachteile gibt es aber auch, wie der Test zeigt.

Als kompaktes E-Bike für Stadt, Bahn und Kofferraum positioniert sich das Engwe Zip. Es kombiniert einen faltbaren Stahlrahmen mit Heckmotor, Drehmomentsensor und herausnehmbarem Akku. Breite Reifen und eine gefederte Sattelstütze sollen die Nachteile der kleinen Räder abmildern. Im Alltag gelingt das meist gut, doch perfekt ist das 1099 Euro teure E-Bike nicht.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Das Engwe Zip folgt dem Grundprinzip klassischer Falträder, setzt es aber mit einem dreiteiligen Faltmechanismus um. Zuerst wird das Hinterrad unter dem Rahmen angehoben. Danach lässt sich der Hauptrahmen seitlich zusammenlegen. Zum Schluss wird die Lenksäule abgesenkt und eingeklappt. Die Pedale lassen sich per Schnellverschluss entnehmen und hinten am Rahmen verstauen. Eine einseitige Vorderradgabel spart Platz und erleichtert das Zusammenlegen. Der Hersteller wirbt mit einer Faltzeit von 3 s, im Alltag sind 10 s bis 30 s realistischer. Das ist trotzdem schnell und einfach.

Zusammengefaltet misst das Zip etwa 62,5 × 37 × 67 cm. Es benötigt damit deutlich weniger Stellfläche als ein normales Fahrrad und passt in die meisten Kofferräume, Aufzüge oder Abstellnischen. Praktisch: Im gefalteten Zustand lässt es sich auf Vorderrad und kleinen Rollen unten am Rahmen abstellen oder schieben. Das funktioniert zumindest auf glattem Boden ordentlich. Der Rahmen besteht aus Stahl. Das erhöht die Robustheit, bringt aber mehr Gewicht mit sich als Alu oder Karbon. Ohne Akku nennt Engwe 16,9 kg, mit Akku sind es 19,4 kg. Für ein elektrisches Faltrad ist das in Ordnung, Treppensteigen will man damit aber nicht.

Engwe gibt eine maximale Zuladung von 120 kg an und empfiehlt das Rad für Körpergrößen zwischen 155 und 190 cm. Dank weit verstellbarem Sattel und höhenverstellbarer Lenksäule sitzen auch große Fahrer bequem, ohne wie der sprichwörtliche „Affe auf dem Schleifstein“ zu wirken. Auffällig ist die Akku-Lösung: Der Energiespeicher steckt nicht im Rahmen, sondern in einer abnehmbaren, wasserabweisenden Tasche vor dem Steuerrohr – ähnlich wie beim Brompton Electric (Testbericht). Daneben bleibt in der Tasche etwas Stauraum für Werkzeug, eine dünne Jacke oder Kleinteile – praktisch, macht die Front aber breiter und prägt das Erscheinungsbild stark.

Das Rad ist in Grau und Dunkelgrün erhältlich. Schutzbleche, Seitenständer, Beleuchtung und abnehmbare Pedale gehören zur Ausstattung; ein Gepäckträger muss separat gekauft werden. Das Einsetzen der Pedale ist allerdings etwas fummelig, da die Anleitung den Vorgang nur unzureichend erklärt. Entscheidend ist: Der Schnellverschluss öffnet sich nur, wenn die Einkerbung des beweglichen Rings exakt über der Markierung steht. Erst dann lässt er sich zurückziehen und die Pedale arretieren oder lösen sich ohne Widerstand.

Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen soliden Eindruck. Schweißnähte und die zentrale Faltverriegelung wirken sauber. Der Hauptverschluss rastet gut ein und vermittelt genügend Vertrauen für den Alltag. Der Lenker wird durch eine Nut immer gerade ausgerichtet. Sparmaßnahmen zeigen sich eher bei einzelnen Anbauteilen als am Rahmen. So wirken die Kunststoff-Schutzbleche etwas billig, auch wenn sie ihren Zweck erfüllen.

Lenker & Display

Der gerade Lenker ist 56 cm breit. Praktisch: Die Lenksäule ist in der Höhe anpassbar. Dadurch reicht die Sitzhaltung von sehr aufrecht bis vergleichsweise geduckt. Die flächigen Griffe stützen die Handballen und sind zumindest für kürzere Strecken bequem. Bei niedriger Lenkerstellung fällt der gebündelte Kabelstrang stärker auf. Die Leitungen sind teilweise im Rahmen geführt, bleiben zwischen Lenker und Hauptrahmen aber sichtbar.

Engwe Zip

Das Farbdisplay misst 3,2 Zoll. Es zeigt Geschwindigkeit, Akkustand und die gewählte Unterstützungsstufe an. Zusätzlich lassen sich Gesamtdistanz, Tagesstrecke, Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit aufrufen. Die Bedienung erfolgt über drei Tasten für Ein/Aus sowie Plus und Minus. Das vordere Licht wird über einen längeren Druck auf die Plus-Taste aktiviert. Das Rücklicht ist akkubetrieben.

App

Das Engwe Zip verbindet sich per Bluetooth mit der Engwe-App. Die Anwendung ist sehr eingeschränkt: Sie zeichnet Fahrdaten auf und stellt die gefahrene Strecke auf einer Karte dar. Damit ergänzt sie den Bordcomputer lediglich um eine einfache Tourenübersicht. Für die Kartenanzeige während der Fahrt wäre zudem eine separate Handyhalterung am Lenker nötig. Der praktische Mehrwert ist daher begrenzt, Nutzer können ohne Einbußen darauf verzichten.

Fahren

Ein Hecknabenmotor mit 250 W unterstützt den Fahrer bis 25 km/h. Das maximale Drehmoment liegt laut Hersteller bei 40 Nm. Ein Drehmomentsensor misst, wie kräftig in die Pedale getreten wird. Dadurch setzt die Unterstützung natürlicher ein als bei einfachen Systemen, die nur die Bewegung der Kurbel erkennen.

Es stehen drei Unterstützungsstufen zur Wahl, deren Unterschiede spürbar sind. Beim Anfahren reagiert der Motor zügig. Das hilft an Ampeln und bei kurzen Steigungen. Problem hier: Das Fahrrad wird zumindest bei großen Fahrern und weit ausgefahrener Lenk- und Sattelstange vorn so leicht, dass man beim Anfahren im untersten Gang oder am Berg schnell ungewollt einen Wheelie und potenziell einen Sturz hinlegt – gefährlich!

Engwe Zip

Auf flachen Straßen und normalen Radwegen passt die Leistung. Leichte und mittlere Steigungen lassen sich mit passender Gangwahl bewältigen, zeigen aber auch, dass das Bike nichts für die Langstrecke ist. Bei steilen Rampen stößt der Motor mit 40 Nm vergleichsweise früh an Grenzen.

Die Kraftübertragung übernimmt eine Kettenschaltung mit sieben Gängen. Engwe verwendet als Schaltwerk ein Shimano Tourney, einen Rapidfire-Schalthebel zum Schalten mit Daumen und Zeigefinger und eine Kassette mit 11 bis 28 Zähnen. Das ist eine einfache und bewährte Einstiegstechnik; die Abstufung reicht für Stadtverkehr und moderate Steigungen locker aus. Im größten Gang steigt die Trittfrequenz früh an, bleibt aber entspannt. Bergab vermisst man eine längere Übersetzung.

Die kleinen Räder mit 16 Zoll reagieren direkt auf Lenkbewegungen. Das macht das Zip wendig und leichtfüßig in engen Kurven, benötigt aber etwas Eingewöhnung. Im Gegenzug wirkt das E-Bike bei höherem Tempo nervöser als Modelle mit großen Rädern. Positiv wirken sich die 1,95 Zoll breiten Reifen aus: Sie beruhigen das Fahrverhalten spürbar und bieten mehr Auflagefläche als die schmalen Reifen, die anderen Klapprädern häufig beiliegen. Zudem kommen sie dem Fahrkomfort entgegen. Auf Asphalt fährt das Zip daher stabiler und komfortabler, als die Radgröße erwarten lässt.

Die gefederte Sattelstütze und der gepolsterte Sattel filtern kleine Stöße, allerdings ist die Sattelstütze wie so oft bei günstigen Bikes ziemlich stockig und benötigt erst ein gewisses Losbrechmoment. Eine Federgabel gibt es nicht. Größere Schlaglöcher, grober Schotter und Wurzeln kommen daher deutlich an den Armen des Fahrers an. Die Stadt ist das bevorzugte Terrain des Engwe Zip.

Engwe Zip

Hydraulische Scheibenbremsen mit Scheiben von 160 mm verzögern vorne und hinten. Sie überzeugen mit kräftiger und gut dosierbarer Wirkung. Zu Beginn wirkten sie im Test etwas zu bissig, nach dem Einbremsen besserte sich das. Zur Serienausstattung gehören ein Scheinwerfer mit 30 lx und ein Rücklicht. Die Beleuchtung erfüllt nach Herstellerangabe die Vorgaben der StVZO, auch Reflektoren in Speichen, vorn und hinten gibt es. Für unbeleuchtete Landwege ist der Scheinwerfer etwas zu dunkel. Im Stadtverkehr verbessert er vor allem die eigene Sichtbarkeit.

Akku

Der herausnehmbare Lithium-Ionen-Akku arbeitet mit 36 V und 10 Ah, das ergibt 360 Wh. Engwe verwendet Zellen von LG. Der Akku wird mit einem Schlüssel in seiner Fronttasche gesichert und lässt sich zum Laden mitnehmen oder direkt am Bike laden.

Engwe nennt Reichweiten von 120 km in Stufe eins, 85 km in Stufe zwei und 60 km in Stufe drei. Das sind Herstellerangaben. Fahrergewicht, Temperatur, Reifendruck, Steigungen, Wind und Fahrweise reduzieren die tatsächliche Distanz teils deutlich. Im Test erreichten wir in der dritten Stufe hochgerechnet eher 40 bis 45 km – damit eignet sich das Zip bauartbedingt gut zum Pendeln, aber schlecht für Tagestouren.

Eine Besonderheit ist der Ladeanschluss über USB-C mit Power Delivery 3.0. Das mitgelieferte Netzteil liefert bis zu 100 W. Der Akku lässt sich nicht nur über USB-C laden, sondern gibt darüber auch Energie an Smartphones, Tablets oder kompatible Notebooks ab. Damit ersetzt er unterwegs eine große Powerbank. Eine vollständige Ladung dauert bis zu 6 h.

Preis

Das Zip befindet sich aktuell im Vorverkauf und kostet 1099 Euro direkt im Engwe-Shop. Es soll Anfang Juli ausgeliefert werden.

Fazit

Das Engwe Zip ist ein durchdachtes Faltrad für kurze bis mittlere Wege in der Stadt. Sein wichtigster Vorteil ist die Kombination aus kompaktem Faltmaß, noch tragbarem Gewicht und vollständiger E-Bike-Ausstattung. Der Drehmomentsensor sorgt für eine natürlichere Unterstützung als einfache Bewegungssensoren. Gute hydraulische Bremsen, breite Reifen und die gefederte Sattelstütze verbessern Kontrolle und Komfort. Der Faltmechanismus funktioniert im Alltag schnell und zuverlässig. Die Akkutasche ist praktisch, weil der Energiespeicher leicht entnommen und zusätzlich als Powerbank genutzt werden kann.

Die Shimano-Tourney-Schaltung erfüllt ihren Zweck, ist aber etwas kurz übersetzt. Die App bietet wenig Mehrwert und darf im Alltag vernachlässigt werden. Einzig die ungewollte Wheelie-Neigung lässt uns an einer Empfehlung zweifeln.



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Anthropics KI Mythos: Unternehmen haben weiter Zugriff auf Preview-Version


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Trotz der Anordnung der US-Regierung, den Zugriff auf Anthropics KI-Modells Fable und Mythos für Ausländer zu sperren, ist die Preview-Version offenbar weiterhin für diverse Unternehmen verfügbar. So erklärten einige Unternehmen gegenüber dem dem US-Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg, dass sie weiterhin Zugang zu Vorschauversionen im Rahmen des Projekts „Glasswing“ haben.

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Die Mythos Preview war im Rahmen einer Initiative namens Project Glasswing einer Reihe von Unternehmen zur Verfügung gestellt worden, vorwiegend im IT- und Finanzbereich. Auf eine allgemeine Veröffentlichung von Mythos verzichtete Anthropic mit der Begründung, das KI-Modell sei zu gefährlich. Eine von Anthropic als sicher eingestufte Mythos-Variante namens Fable 5 war kurzzeitig verfügbar, musste aber nach einer Anordnung der US-Regierung wieder offline genommen werden. Die Anordnung umfasste laut Anthropic Mythos 5 und Fable 5. Im Rahmen von Project Glasswing hatten Unternehmen wohl aber Zugriff auf frühere Mythos-Versionen, die nicht betroffen waren.

Mehrere Unternehmen erklärten gegenüber Bloomberg, dass sie noch Zugriff auf eine Preview-Version älter als Mythos 5 hätten. Offiziell bestätigen wollten das nur die IT-Sicherheitsberatung Dragos und der Netzwerkspezialist Cisco. Anthropic wollte gegenüber Bloomberg keine Stellung beziehen. Laut Bloomberg verloren andere Teilnehmer von Project Glasswing nach der US-Anordnung den Zugriff, etwa die EU-Cybersicherheitsagentur Enisa.

Derweil setzen internationale US-Unternehmen, die Anthropics KI-Modelle nutzen, strenge geografische Regeln um. So kappte die US-Bank JPMorgan Chase den Zugriff für ihr Personal in Hongkong, berichtet die Financial Times (FT). Sie folgt damit auf die US-Bank Goldman Sachs. Hintergrund sollen in beiden Fällen die Nutzungsbedingungen von Anthropic sein. Im Falle von Goldman Sachs ist bekannt, dass Anthropics Lizenzvereinbarung den Einsatz im Großraum China verbietet.

Auslöser für die plötzliche Sperre von Fable 5 und Mythos 5 war ein Hinweis von Amazon an die US-Regierung, wonach es mit einem Trick möglich gewesen sein soll, die strengen Sicherheitsverkehrungen von Fable 5 zu umgehen – laut Amazon im Rahmen eines sogenannten „Jailbreaks“. Amazons Bericht darüber ist nicht öffentlich. Diese Woche meldete sich eine IT-Sicherheitsforscherin zu Wort, die den Amazon-Bericht gesehen haben will. Aus ihrer Sicht handelt es sich nicht um einen Jailbreak und die Anordnung der US-Regierung war nicht verhältnismäßig.

Die US-Regierung wirft Anthropic derweil vor, dass China Zugriff auf Mythos gehabt haben soll. Berichte über unbefugten Zugriff auf Mythos im Allgemeinen gab es schon kurz nach der Vorstellung von Mythos.

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Gazelle Curb: Neues E-Bike mit Bosch-Hinterradmotor „Hub Line“


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Das Modell Curb des niederländischen Fahrradherstellers Gazelle ist eines der ersten E-Bikes mit Boschs E-Antrieb für Hinterradnaben namens Hub Line. Das Curb ist ein Stadtrad, das dank des neuen Motors nicht gleich als E-Bike zu erkennen ist. Es kostet etwa 2400 Euro und wird sowohl als Singlespeed mit Riemenantrieb als auch mit Kettenantrieb und Gangschaltung angeboten.

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Gazelle erklärt, dass für eine „aufgeräumte Optik und einen optimalen Schutz im täglichen Stadtverkehr“ Kabel und Akku nahtlos im Rahmen integriert sind. Das Gleiche gilt auch für das Supernova-Lichtsystem, denn der Frontscheinwerfer sitzt im Lenker und das Rücklicht im Schutzblech.

Der entnehmbare Akku mit 360 Wh Kapazität ist im Unterrohr verbaut und kann über einen Ladeanschluss am Rad geladen werden. Für mehr Reichweite lässt sich auf Wunsch der Bosch PowerMore 250 Range Extender mit 250 Wh anschließen. Dieser ist in etwa so groß wie eine Trinkflasche und ist unter anderem auch kompatibel mit der Performance Line CX.

Am Lenker lässt sich über eine integrierte Schnittstelle für SP Connect und Quad Lock ein Smartphone befestigen und etwa für die Navigation verwenden. Auf dem Smartphone lässt sich zudem das Dashboard der Gazelle-App anzeigen, auf dem Geschwindigkeit und verbleibende Reichweite der E-Unterstützung einsehbar sind, so das Unternehmen.

Um das Rad mit seinem 45 Nm Drehmoment, einer Nenndauerleistung von 250 Watt und einer kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung von 400 Watt zum Halten zu bringen, verfügt das Curb über hydraulische Scheibenbremsen. Zudem sind ein serienmäßiges Rahmenschloss sowie ein Befestigungspunkt für ein zweites Schloss an Bord. Wer mehr transportieren möchte, kann Front- und Heckgepäckträger passend zum Rahmen erstehen.

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Gazelle bietet das Curb in zwei Antriebsvarianten an: Das Modell C1 verfügt über einen wartungsarmen Gates-Riemenantrieb und kommt als Single-Speed-Version. Das Modell T9 hat eine klassische Kettenschaltung mit neun Gängen und eignet sich laut Hersteller auch für Nutzerinnen und Nutzer, die längere Strecken zurücklegen, „um auch das Umland der Stadt komfortabel zu erkunden“. Beide Varianten sind in mehreren Farben und den zwei Rahmenformen Tiefeinsteiger (Low-step) und Diamantrahmen (High-step) erhältlich. Wann das Curb in den Handel kommt, hat Gazelle noch nicht verraten.

Neben Gazelle hat auch schon Canyon sein Modell mit Boschs Hub Line vorgestellt. Das Modell Roadlite:On CF ist etwas sportlicher gestaltet, hat einen Riemenantrieb und kostet ab etwa 3000 Euro. Zudem haben die Hersteller Moustache und Nicolai Räder mit dem neuen Antrieb bestätigt.


(afl)



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