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UX/UI & Webdesign

Neue CD-Manuals 03/2026: ARAG, Uni Marburg, Ulm, u.a.


Zehn neue Brand-Manuals/Portale wurden in der Corporate-Design-Manual-Sammlung im dt aufgenommen. Neu hinzugekommen sind unter anderem Designvorgaben von ARAG, der Uni Marburg und der Stadt Ulm.

Die Sammlung enthält nun 391 deutschsprachige CD-Manuals bzw. Brand-Hubs (online). Aufgenommen wurden Gestaltungsvorgaben von:

  • ARAG
  • Philipps-Universität Marburg
  • DFS Deutsche Flugsicherung
  • Salzburg (Stadt)
  • Ulm
  • Menden
  • Wesel
  • Nidda
  • Evangelische Landeskirche in Baden
  • Freie Wähler Hessen

Aktualisiert wurden zudem die folgenden Manuals:

  • Landesregierung Nordrhein-Westfalen
  • Land Salzburg

Hier gehts zur Corporate-Design-Sammlung (dt-Mitgliedschaft erforderlich)

Unternehmen und Agenturen sind herzlich eingeladen, ihre Handbücher als PDF einzureichen.

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UX/UI & Webdesign

Faktenreiches Staunen: Auch so kann man Naturschutz vermitteln! › PAGE online


Dominik Eulberg bringt Techno Beats, Ökologie und Artenschutz zusammen. Mit »Prachtliebe & Wunderfakten« ist sein neues Buch erschienen: faktenreich, multimedial und engagiert – mit Tiersounds und besonderen Illustrationen.

Faktenreiches Staunen: Auch so kann man Naturschutz vermitteln! › PAGE online

Zurzeit tourt Dominik Eulberg wieder. Als Minimal Techno-DJ zieht er über die Festivals. Er ist gefeiert, international gefragt und vielfach ausgezeichnet.

Doch die Musik ist nicht seine einzige Leidenschaft. Genauso passioniert kämpft er als studierter Ökologe gegen den Artenkollaps und für den Erhalt der Biodiversität – und klärt auf.

Auch in seinem jüngst erschienenen Buch »Prachtliebe & Wunderfakten«, das informativ und wissenschaftlich auf dem neuesten Stand ist.

Doch anstatt nur trockene Fakten zu liefern, animiert Eulberg zum Staunen. Ganz so wie er es selbst tut. Über die heimische Flora und Fauna, über Kröten, die wie Vögel singen, Rehe, die bellen, darüber, wie Rotkehlen in kalten Nächten zusammenrücken, andere wie ein Nebelhorn klingen und in den Zellen des Siebenschläfers ein Jungbrunnen versteckt ist.

Er ist auf der Suche nach den kleinen und großen Wundern, die vor der eigenen Haustür warten. Bei ihm ist das der Westerwald.

Natursounds und Illustrationen

Dominik Eulberg möchte begeistern, weil er weiß, dass man das schützt, was man liebt – und er möchte zeigen, wie jeder sein Beitrag leisten kann.

Das tut er als »Botschafter der Natur« für das Museum für Naturkunde Berlin, als Ornithologe und NABU-Fledermausbotschafter, mit Naturschutz-Soundtracks und Klanginstallationen wie »Synthigall« – und auch in seinem neuen Buch schärft er das Bewusstsein.

Mit 45 Artenporträts, so fundiert wie eingängig geschrieben und begleitet von zahlreichen Tiersounds, die über QR-Codes abgerufen werden können. Sie reichen von röhrenden Wildtieren zu den Lauten kleiner Käfer und lassen die unterschiedlichsten Vogelgesänge hören.

Und zudem ist das Buch von Illustrationen des Frankfurter Künstlers Nikolas Kuhlen durchzogen. Wir haben nachgefragt, wie sie entstanden sind – und wie er zum Spezialisten für Artenporträts wurde.

Farbenfroh und detailliert

Tatsächlich hat Nikolas Kuhlen seine Hobbys Birdwatching, Zeichnen und Malen zu seinem Beruf gemacht. Er ist Autodidakt, benutzt durchaus auch Fotomaterial. Am liebsten aber nähert er sich seinen Illustrationen in der Natur an und macht dort Skizzen.

Er arbeitet mit Künstlerfarbstiften, weil sie ein sehr detailliertes und präzises Arbeiten ermöglichen. Gleichzeitig bieten sie eine enorme Bandbreite an Farben.

Und die Freude an Farben merkt man seinen Illustrationen an, er arbeitet mit ausgesuchten Grüntönen und feinsten Farbschattierungen, dann wieder mit sattem Orange, mit leuchtendem Gelb, zartrosa sind Blütenblätter, während das Pfauenauge rot strahlt.

Er mag alle Vögel, auch wenn das Illustrieren von bunten oder eher unbekannten Exemplaren, die man einem größeren Publikum vorstellen kann, besonders viel Freude macht.

Sein Lieblingsvogel allerdings hält sich farblich eher bedeckt. Aber er hat andere Qualitäten. Es ist der Mauersegler, der für Nikolas Kuhlen der Inbegriff des Sommers ist.

Eingebettet sind die Illustrationen in typografische Hintergründe, sie sind vom Farbfeldern umgeben oder fügen sich in Überschriften ein. Gestaltet wurde das von Natalia Eulberg, Kommunikationsdesignerin, »autodidaktische Raupenforscherin« und Ehefrau von Dominik Eulberg.

Ein Buch also, hinter dem drei ausgesprochene Naturfreund:innen und leidenschaftliche Kreative stehen.

Dominik Eulberg: Prachtliebe & Wunderfakten, 224 Seiten, Hardcover, Eichborn Verlag, 20 Euro, ISBN 978-3-8479-0242-3

 

 

 

 

 

 



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SOS aus der Kreativwirtschaft: Freelancer sucht Job. Dringend! › PAGE online


Wir haben schon öfter über die Plakatwand berichtet, die der Berliner Fotograf Darius Ramazani in Charlottenburg betreibt. Zurzeit ist darauf ein besonderer Hilferuf zu lesen und der stammt aus der Kreativwirtschaft, wo es Freelancer immer schwer haben.

SOS aus der Kreativwirtschaft: Freelancer sucht Job. Dringend! › PAGE online

75 Jahre Grundgesetz, Frauenrechte, Exit-Aufruf an Nazis und dazu wird immer auch Illustration präsentiert, auf Ausstellungen aufmerksam gemacht, auf Konzerte – oder das Seelsorgetelefon: Die Plakatwand des Berliner Fotografen Darius Ramazani ist besonders.

Direkt am Stuttgarter Platz gelegen, verbreitet er darauf engagierte Botschaften und setzt sich für ein Miteinander, für Initiativen und für Kultur ein.

Und wirft jetzt einen Blick auf die Kreativbranche.  Denn zu lesen ist dort zurzeit die Stellenanzeige von Nicolas Höfer, Creative Art & Concept, wie zu lesen ist.

Höfer zählt McCann, Scholz&Friends, WundermanThompson oder die Jungen Helden zu seinen Kund:innen, hat Angela Merkel in Szene gesetzt, die Berliner Sparkasse oder Bose – und entwickelt gemeinsam mit Kreativdirektor Alf Frommer und mit Darius Ramazani immer wieder die Plakatkampagnen an dem Platz.

Kreative Zukunft

Die aktuelle Kampagne betrifft jetzt die eigene Szene, die Kreativwirtschaft.

Gestaltet ist die Stellenanzeige in Form eines LinkedIn-Posts. Mit einer echten Person, aber mit der Botschaft an alle, dass die Freelancer der Branche es gerade schwer haben. Sehr schwer. Dass mit Budgets, die verschwinden auch die Aufträge futsch sind und die Jobs immer rarer werden.

Wie viele Branchen auch, wirkt die schlechte Wirtschaftslage sich aus, gepaart mit KI. Schließlich ist längst bewiesen, dass am Ende doch nicht die Qualität zählt, sondern das Geld, und Auftraggebende, Unternehmen, Agenturen, Institutionen, mit Generiertem vorliebnehmen.

Darauf möchte die fiktive Stellenanzeige den Blick lenken.

Und umso besser wäre, wenn aus der Aufmerksamkeit, die ihr sicher ist, etwas entsteht. Das nicht nur klar wird, dass so irgendwann die Talente weg sind und, dass man sich, bevor das passiert, zusammenschließt und gemeinsam für bessere Zukunftsaussichten kämpft. Oder?

 

 

 

 

 

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Neues Packaging Design: auch Mirinda nun im Retro-Look – Design Tagebuch


Lange währte das im Mai 2023 lancierte Markengesicht von Mirinda nicht. Nach gerade einmal drei Jahren bekommt die zum US-amerikanischen Getränke- und Lebensmittelkonzern PepsiCo, Inc. gehörende Limonaden-Marke abermals ein neues Markendesign. Das neue Design einschließlich Markenlogo im Siebzigerjahre-Look soll gezielt die Gen-Z ansprechen.

Vor genau drei Jahren hatte Mirinda (dt berichtete) zuletzt ein Rebranding vollzogen. Auch mit dem nun von PepsiCo angekündigten globalen Marken-Relaunch will das Unternehmen insbesondere die sogenannte „Generation Z“ adressieren. Besonders präsent/aktiv ist Mirinda in den Märkten von Asien (insbesondere Indien, China und Südostasien), dem Nahen Osten sowie in Teilen von Afrika (wie Ägypten und Uganda) und Lateinamerika (z. B. Mexiko) präsent.

Parallel zum bevorstehenden Relaunch lanciert PepsiCo für Mirinda eine Kampagne, die unter dem Motto „Smile Please“ steht. Die Kampagne solle den Alltag verschönern, Freude schenken und auf Anhieb ein Lächeln hervorrufen. Dass Mirinda nach vergleichsweise kurzer Zeit erneut ein neues Markendesign erhält, dürfte nicht zuletzt mit personellen Veränderungen im Konzern zu tun haben.

Seit Januar 2025 leitet Eugene Willemsen als CEO das internationale Getränkegeschäft von PepsiCo und verantwortet damit die strategische Ausrichtung außerhalb Nordamerikas. In der kreativen Umsetzung wird Willemsen maßgeblich von Renan Vizzotto unterstützt, der als Senior Global Design Lead für ein einheitliches und modernes Erscheinungsbild globaler Marken wie Mirinda, 7UP oder Gatorade sorgt.

Diese personelle Konstellation folgt auf die Ära von Mauro Porcini, der PepsiCo im April 2025 nach 13 Jahren verließ, um als President & Chief Design Officer zu Samsung Electronics zu wechseln. Unter seiner Leitung ist das Inhouse-Design-Team bei PepsiCo auf rund 400 Mitarbeiter angewachsen. Wie Porcini auf seiner Website erklärt, konnte so im Konzern eine „Design-Thinking-Kultur“ verankert werden.

Auszug der Pressemeldung

Life today feels busy and stressful, and people often forget to enjoy the small, happy moments around them. But a smile is a superpower — it can instantly lift the mood and inspire others to smile too. That’s where Mirinda comes in. With its tangy, refreshing flavor, Mirinda invites you to see the brighter side of life and smile. Bursting with retro-modern energy and designed with Gen Z in mind, the refreshed look reflects an expressive, contemporary, and emotionally driven way for consumers to connect with the brand.

Mirinda Orange Dose – vorher und nachher, Bildquelle: PepsiCo, Bildmontage: dt
Mirinda Orange Dose – vorher und nachher, Bildquelle: PepsiCo, Bildmontage: dt

Das Design der Dose wurde grundlegend überarbeitet. Die Designsprache ist eine ganz andere. Alle Brand Assets wurden neu definiert und gestaltet, einschließlich des Logos. Das bislang grün gehaltene, schräg gestellte Markenlogo wird auf der Dose nun in weiß in waagerechter Form abgebildet. Der Mirinda-Markenschriftzug wurde neu interpretiert. Der markante typografische Stil mit blockhaften, in ihrer Form vereinfachten Buchstaben sei von der Markengeschichte inspiriert, so PepsiCo.

Neben der Typo wurde auch die Farbpalette überarbeitet. Sorten wie Orange, Green Apple, Pineappel u.a. werden fortan nicht allein anhand ihrer Farbgebung kenntlich gemacht, zusätzlich zieren groß abgebildete illustrative Darstellungen von Fruchtformen jede Dose und jedes Etikett. Die aus Halbkreisen bestehenden Formen sollen „die Freude eines Lächelns symbolisieren“ und für eine unverwechselbare Bildsprache für alle Varianten sorgen, so das Unternehmen.

Mirinda Brand Design Visual, Quelle: PepsiCo
Mirinda Brand Design Visual, Quelle: PepsiCo

Entstanden ist das Markendesign auch in diesem Fall durch die Inhouse-Abteilung „PepsiCo Design and Innovation“ (Instagram-Profil). Für den Corporate Font namens Mirinda Burst zeichnet Naipe Foundry verantwortlich. Im Bereich Motion Design hat PepsiCo zudem mit Mat Voyce zusammengearbeitet.

Die „Smile Please“-Kampagne wird seit Ende April in den internationalen Märkten von Mirinda eingeführt. Den Anfang machen Indien, Pakistan, China und Uganda, gefolgt von Vietnam sowie Märkten in Europa und dem Nahen Osten, wo entsprechende Aktionen und Promotionen gefahren werden.

Kommentar

Mirinda hat in ihrer Markengeschichte vergleichsweise sehr oft das Logo gewechselt. Viele der Logos unterscheiden sich signifikant. Mirinda ist ein regelrechtes Bäumchen-wechsle-dich. Was besagt dies über eine Marke? Einiges: Dynamik in Märkten, auch Bewegungen personeller Natur werden auf diese Weise sichtbar. Logos sind stets ein Spiegel der Gesellschaft.

Die Mirinda-Logoevolution (Facebook Post) zeichnet ein Bild einer Marke, die es anderen recht machen möchte. Wie die Marke aussieht, hängt vor allem von äußeren Faktoren ab, etwa von Konsumverhalten und einem jeweils geltenden Zeitgeschmack. Marken, die Teil der Popkultur sind, sind stärker der damit verbundenen Dynamik(en) ausgesetzt. Was erklärt, weshalb hier im dt so oft Redesigns von Getränkemarken zu sehen sind.

Wenn Marken zu früheren Logos zurückkehren (wie Burger King, Pizza Hut, VW, Reebok u.v.a.) beziehungsweise wie Miranda an Formensprachen früherer Dekaden andocken, dann lässt sich daran zweierlei ablesen: 1. Viele Menschen (und Markenmacher sind mitgemeint) scheinen kein Bild von der Zukunft zu haben. Und wenn Utopien und Zukunftsbilder fehlen, sind in der Vergangenheit liegende Bezugspunkte, die als Anker und Stabilisator dienen und Bedeutung stiften sollen. 2. Woraus eine fast kollektive Nostalgie-Sehnsucht resultiert. Da Marken von Menschen erschaffene Konzept sind, lässt sich auch anhand der Markendesigns diese Sehnsucht ablesen. An Marken wie Becell, Rama und eben auch an Pepsi und Mirinda.

Das neu entstandene Markengesicht ist kein billiger Abklatsch – es wird nicht bloß Althergebrachtes frisch aufgebacken. Gekonnt wurden alle Brand Assets im Sinne der gewünschten strategischen Ausrichtung neu- und umgestaltet. Die blockhafte Burst-Schrift wie auch das Typologo passen dahingehend ausgesprochen gut. Die neue Illustration dient nicht nur der besseren Sortendifferenzierung, sie trägt auch entscheidend zu einem klareren, prägnanteren visuellen Markenprofil bei.

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