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UX/UI & Webdesign

Hessen erhält neues Corporate Design – Design Tagebuch


Die hessische Landesregierung hat am gestrigen Montag im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt ein neues Corporate Design für das Bundesland vorgestellt. Pünktlich zum 80-jährigen Bestehen des Landes im Jahr 2026 löst der neue Auftritt die bisherigen Gestaltungsstandards ab, die laut Staatskanzlei nicht mehr den Anforderungen der digitalen Kommunikation entsprachen.

Zentrales Element der neuen visuellen Identität ist ein modernisiertes Logo, das auf dem Volksstaatswappen von 1919 basiert. Damit rückt das Land die demokratische Tradition Hessens in den Fokus. Während das offizielle Staatswappen für hoheitliche Akte erhalten bleibt, fungiert die neue Marke als flexibleres Identifikationsmerkmal. Der bekannte Hessen-Löwe wurde formal vereinfacht und für die Darstellung in digitalen Medien optimiert.

 

Hessen Corporate Design, Quelle: Hessische Staatskanzlei
Hessen Corporate Design, Quelle: Hessische Staatskanzlei

Flankiert wird das Wappen durch eine neue Hausschrift nam…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



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UX/UI & Webdesign

Wie viel Reduktion ist gut? › PAGE online


Ob Corona-Pandemie oder Rentenvorsorge – Infografiken erklären die Welt. Um komplexe Sachverhalte verständlich zu machen, müssen Gestalter sie vereinfachen und Aspekte weglassen. Doch wo ist die Grenze? Wir geben Tipps zur richtigen Balance und die Kunst, den Betrachter klug zu involvieren.

Wie viel Reduktion ist gut? › PAGE online
Illus und Zahlen: Das britische Magazin »Weapons of Reason« arbeitet sowohl mit echten Infografiken als auch mit solchen, bei denen der illustrative Charakter im Vordergrund steht. Zusammen ergibt das eine schöne und klare Bildsprache, die die anspruchsvollen Themen gut unterstützt.

Das Umfeld bestimmt die Komplexität einer Infografik. Je nachdem, ob sie in einer wissenschaftlichen Publikation oder einem Mitarbeitermagazin erscheint, ob sie auf einer umfangreichen Scrolly­telling-Website detailliert in die Tiefe gehen kann oder in Social Media in wenigen Sekunden erfassbar sein muss. »Wir fragen zuerst: Was ist der Kontext? Wie viel Platz steht zur Verfügung? Wer ist die Zielgruppe, und wie lange wird sie sich Zeit nehmen, um sich den Inhalt der Grafik zu Gemüte zu führen?«, erklärt Christine Zimmermann.

Mehr Frauen: In zwanzig animierten Infografiken stellte Hahn+Zimmermann das Frauen-Männer-Verhältnis im Schweizer Nationalrat von 1971 bis 2015 dar. Publiziert wurden sie über Social Media. Anders als zunächst gedacht waren es nicht die einfachsten, sondern die ungewöhnlichsten Umsetzungen, die besonders gut ankamen.

Zusammen mit Barbara Hahn betreibt sie in Bern das Gestaltungsbüro Hahn+Zimmermann, seit 15 Jahren liegt einer ihrer Schwerpunkte auf Informations­grafik. In den letzten Jahren hat sich viel verändert, die Sachverhalte sind komplexer, die Datenmengen größer geworden, die Anzahl der Quellen nimmt zu. Das macht den Job nicht gerade einfacher. Je umfangreicher der Datensatz, desto größer die Gefahr, dass sich Fehler eingeschlichen haben, Koordinaten nicht stimmen, es Buchstaben- oder Zahlendreher gibt. Gestalter müssen immer mehr Zeit aufwenden, die Daten zu verifizieren.

Infografik-Workshop im April

Lerne, wie du aus komplexen Inhalten überzeugende Infografiken entwickelst – praxisnah, digital und direkt anwendbar. Sichere dir jetzt 30 % Rabatt auf dein Ticket und bring deine Visual Storytelling Skills aufs nächste Level. In zwei halbtägigen Workshop-Sessions zeigen euch Alberto Gobber und Anton Delchmann, was eine gute Infografik ausmacht und wie ihr das Gelernte umsetzt – remote und interaktiv: Jetzt anmelden und am 16. & 17.04. dabei sein!

Um Fehler zu vermeiden, entsteht eine Infografik bei Hahn+Zimmermann in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Kunden. »Die Projekte, an denen wir arbeiten, sind oft komplex – von den Nachhaltig­keitszahlen der Baugenossenschaft Zürich bis zum Schweizer Schweinemarkt – und wir natürlich nicht Experten für alle Themengebiete. Deshalb schauen wir gemeinsam, ob das, was wir visuell entwickeln, auch inhaltlich stimmt«, so Christine Zimmermann. Ebenfalls zusammen mit dem Kunden legen sie eine Priorisierung der Datenparameter fest. »Wir beginnen unsere Konzeption dann mit den wichtigs­ten Daten und nehmen – je nachdem, wie komplex die Grafik sein darf – weitere hinzu.«

Nationalrat_W4_2019_HahnZimemrmann

Nationalrat_W2_2019_HahnZimemrmann

Infografiken: Die Kunst des Weglassens

Infografik-Spezialist Jan Schochow sammelt mit sei­ner Berliner Agentur Sapera (ehemals Infographics Group) am Anfang eines Projekts grundsätzlich so viele Daten wie möglich. Auch wenn klar ist, dass es »nur« eine Grafik für Social Media wird. Schwochows Überzeugung: »Hat man einen Themenkomplex, muss man den so weit wie möglich aufmachen und vielleicht auch noch zusätzliche Daten vom Kunden anfordern. Dann sieht man irgendwann in all den Daten eine Geschichte und kann diese in einer Grafik erzählen.« Im nächsten Schritt geht es ans Aussortieren und damit an die Vereinfachung komplexer Zusammenhänge. Wohl der schwierigste Part dieses Jobs – schließlich möchte man all das, was man so mühsam recherchiert hat, nicht unter den Tisch fallen lassen.



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Berlin goes Ikea › PAGE online


Müvla, Wackla, Kaputta, Maröde oder Defekta: Mit sechs Motiven und im Stil einer Ikea-Kampagne, stemmt sich der Berliner Senat gegen ein riesiges Hauptstadt-Problem, nämlich den Speermüll, der überall auf den Bürgersteigen abgeladen wird.

Berlin goes Ikea › PAGE online
Quelle: SenMVKU (KI-generiert)

Man sieht sie in Berlin an jeder Ecke: Sperrmüllberge, alte Matratzen, ausrangierte Fernseher, oft noch mit einem »zu verschenken«-Schild daran, bei dem man sich weiß, ob man jetzt lachen oder noch wütender sein soll.

Viele Jahre schon türmt sich die bequem abgeschobene Wohnungseinrichtung in den Straßen der Hauptstadt. Und steht erstmal ein Ding dort, werden es immer mehr. Viel mehr sogar, denn in den letzten Jahren hat sich das Problem noch verstärkt.

In einer Ordnungsamt-App kann das alles melden. Und irgendwann, und wirklich erst irgendwann, wird der Müll dann mit sehr viel Glück abholt.

Und so bäumt die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sich jetzt mit einer Kampagne dagegen auf.

Mit Humor, den man schon von den öffentlichen Mülleimern kennt. »Alle fünf Minuten verliebt sich Abfall in diesem Eimer« oder »Für die Zigarette danach« steht auf ihnen, gedichtet von der Potsdamer Agentur Peperoni, die gemeinsam mit den Berlinern von Cosmonauts & Kings ebenfalls die Kampagne für Stadtsauberkeit auf die Straße gebracht hat.

Und das mit KI-generierten Bildern. Noch schöner wäre es natürlich, wenn es aus dem Berliner Leben gegriffen wäre.

Quelle: SenMVKU (KI-generiert)

Mit Strafen – und Anleihen bei Ikea

Einen Monat lang ist die Kampagne in Berlin zu sehen und erinnert unter dem Motto »Einfach abstellen hat seinen Preis«, dass der Berliner Senat die Bußgelder für solche Tatbestände im letzten Jahr erhöht hat.

Und zwar ordentlich: 1.500 Euro kann es kosten, wenn man beim illegalen Entsorgen einer Matratze erwischt wird – oder das Produkt zu einem zurückverfolgt werden kann, 15.000 Euro bei einer Waschmaschine oder 4.000 Euro bei einem Sofa.

Schließlich kostete die Beseitigung von illegalen Ablagerungen die Berliner:innen allein im vergangenen Jahr mehr als 13 Millionen Euro.

Also versucht man es mit Humor, mit einem Augenzwinkern und mit Anleihen bei Ikea – und mit Informationen.

Quelle: SenMVKU (KI-generiert)

Mit Humor – und Information

Denn Dreh- und Angelpunkt der Kampagne neben den hohen Strafen zudem, über die Möglichkeiten legaler – und umweltfreundlicher – Entsorgung zu informieren anstatt seinen Müll vor den Füßen seiner Mitbürger:innen abzuladen.

Und so ist die Kampagne an die Website berlin.de/stadtsauberkeit gekoppelt, auf der die zahlreichen legalen Entsorgungsmöglichkeiten aufgezeigt und erläutert werden.

Gleichzeitig werden die Informationen in mehreren Sprachen auf den sozialen Netzwerken ausgespielt und sind neben den Citylightplakaten auch im Berliner Fenster in der U-Bahn zu sehen.

In der Süddeutschen Zeitung wurde Berlin gerade so treffend als Stadt am Kipppunkt beschrieben, in der sich außer fürs Kaputtsparen niemand mehr in der Stadtregierung für irgendetwas zuständig zu fühlen scheine und die Bürger:innen sich selbst überlassen wären.

Und daran ändert natürlich auch keine Kampagne etwas. Sicherlich sorgt sie mit ihrem feinen Humor für Interesse und bestimmt erhöht sie die Aufmerksamkeit für das Problem und schafft es auch, dass Menschen umdenken.

Aber schön wäre, wenn sie davon begleitet würde, dass das Personal der Stadtreinigung und der Pflege des öffentlichen Raums, merkbar aufgestockt wird.

Quelle: SenMVKU (KI-generiert)
Quelle: SenMVKU (KI-generiert)
Quelle: SenMVKU (KI-generiert)

 

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Ein Camp. Ein Tag. 20 Kreative. Die PAGE Birthday Campaign entsteht


Beim Design Camp by BECC Agency × PAGE entwickeln am 20. April in München, 20 Kreative gemeinsam eine PAGE Birthday Campaign – die Beste wird ab Sommer auf allen Kanälen eingesetzt. Bewirb dich bis 11. April!

40 Jahre PAGE feiern wir nicht nur mit einer klassischen Anzeige, sondern mit einer Kampagne, die im Moment entsteht – live und gemeinsam mit euch. Am 20. April laden wir 20 Kreative zur BECC Agency in den ISARWINKEL bei München ein, ohne Vorbereitung und ohne Vorab-Briefing. Den Auftrag gibt es erst am Morgen, und dann bleibt genau ein Tag, um daraus eine Idee zu entwickeln.

Was entsteht

Vier diverse Teams, je fünf Personen, entwickeln eine vollständige PAGE Anniversary Campaign: Print, Digital, Social, Apparel. Der Prozess ist das Thema. Wie arbeiten Mensch und KI zusammen, wenn die Zeit knapp ist und das Ergebnis zählt? Die Antwort darauf interessiert uns – redaktionell. Was im Camp entsteht, wird in PAGE Ausgabe 3/2026 veröffentlicht, Online und in Print.

Am 6. Mai werden alle vier Kampagnen beim mcbw-Event im ISARWINKEL vor Publikum präsentiert und gevotet. Die Gewinnerkampagne hat die Chance, ab Sommer auf allen PAGE-Kanälen eingesetzt zu werden.

Wen wir suchen

Wir wollen bewusst keine homogene Gruppe. Gesucht werden Kreative aus Grafikdesign, Motion und Video, AI, Strategie, Konzeption, Copywriting, UX/UI und Marketing – verschiedene Hintergründe, verschiedene Generationen, verschiedene Herangehensweisen. Was zählt: Haltung, Neugier und die Bereitschaft, an einem Tag wirklich etwas zu erschaffen. KI-Erfahrung ist kein Muss. Offenheit dafür schon.

Was du mitbringst

Deinen Rechner, dein Handy und deine bevorzugten Tools. Alles andere – Location, WLAN, Frühstück & Pasta – ist geregelt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie die Bewerbung läuft

Du kannst dich ab sofort und bis zum 11. April registrieren. PAGE kuratiert die Teams und benachrichtigt alle Camp-Teilnehmenden bis zum 14. April. Viel Glück!

Sei dabei – hier geht es zur Anmeldung!

Das Projekt

Das Design Camp ist ein gemeinsames Format by BECC Agency × PAGE – dem Fachmedium der deutschsprachigen Kreativbranche. BECC stellt den Community Space ISARWINKEL und bringt 20 Jahre Markenagentur Know-how ein, PAGE steht für Redaktion, Community und Reichweite. Eingebettet ist das Camp in die Munich Creative Business Week (mcbw) – Europas größte Kreativwoche.

Ort: ISARWINKEL 16, München

Design Camp: Montag, 20. April 2026, 9–17 Uhr

mcbw-Präsentation: Mittwoch, 6. Mai 2026, 16.30 bis 19 Uhr

New Talents IsarwinkelBild: Carina Pilz @BECC Agency
New Talents IsarwinkelBild: Carina Pilz @BECC Agency

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