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Leute filmen sich beim Müllrausbringen – und werden dafür bezahlt


Leute filmen sich beim Müllrausbringen – und werden dafür bezahlt

Avi Patel ist 22 Jahre alt und hat ein Startup gegründet, das Fotos und Videos zum Trainieren von KIs verkauft.
Kled AI

Avi Patel ist der 22-jährige Gründer von Kled AI, einem Startup aus San Francisco, das persönliche Daten von ganz normalen Menschen kauft und weiterverkauft, um KI zu trainieren.

Patel brach 2021 sein Studium nach nur zwei Wochen ab, um Gründer zu werden. Während er ein Startup für Musiklizenzen leitete, wurde Patel mit Anfragen nach KI-Trainingsdaten überschwemmt – und entschied sich, eine Plattform aufzubauen, um diese bereitzustellen.

Heute bezahlt Kled AI Menschen dafür, dass sie Videos von sich selbst beim Müll rausbringen oder Fotos von Schlaglöchern auf einer Straße einsenden. Diese Daten werden dann an Robotik- und Selbstfahrauto-Unternehmen weiterverkauft, damit diese ihre eigene KI verbessern können.

Kled AI ist zwar weltweit verfügbar, besonders beliebt ist es jedoch in Ländern wie den Philippinen, wo zusätzliche 20 bis 40 Dollar im Monat allein für das Hochladen von Fotos einen größeren Unterschied machen, sagt Patel.

Das Startup gehört zu einer neuen Gruppe von KI-Trainings-Startups, die den boomenden Bedarf an Daten decken, um die neuesten und besten KI-Systeme anzutreiben.

Der folgende Text basiert auf einem Gespräch mit Patel, das aus Gründen der Länge und Verständlichkeit redaktionell bearbeitet wurde:

Ich habe das College nach zwei Wochen abgebrochen

Ich studierte Informatik an der University of Illinois, aber ich mochte die Uni einfach nicht. Also habe ich abgebrochen und sofort ein Unternehmen gegründet.

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Mein erstes Unternehmen befasste sich mit Musiklizenzen. Wir bauten einen Marktplatz auf, auf dem Künstler ihre Musik hochladen und Unternehmen diese sofort lizenzieren konnten. Wir hatten Hunderte Millionen von Songs, aber das Geschäft lief nicht wirklich. Der Umgang mit Plattenfirmen war einfach zu kostspielig.

Gleichzeitig erhielt ich immer wieder Anfragen nach Daten. Unternehmen, die KI-Modelle entwickelten, fragten, ob wir Trainingsdaten hätten. Da wurde mir klar, dass dies eine viel größere Chance war.

Die meisten Daten wurden gesammelt, ohne dass die Menschen dafür bezahlt wurden

Zunächst probierten wir ein einfaches Modell aus – wir kauften Inhalte von Produktionsfirmen und verkauften sie weiter. Das war langweilig. Es war einfach nur ein Verkaufsgeschäft.

Also dachte ich mir: Warum nicht stattdessen Daten direkt von den Menschen sammeln? Genau das macht Kled AI. Wir haben eine App entwickelt, in der jeder Fotos, Videos oder andere Daten hochladen und dafür bezahlt werden kann.

Die meisten Unternehmen sammeln heute eure Daten, ohne euch dafür zu bezahlen. Wir versuchen, das umzukehren. Die Menschen laden die Daten freiwillig hoch, und wir bezahlen sie dafür.

Wir bitten die Leute um ganz bestimmte Daten

Der entscheidende Unterschied ist, dass wir nicht einfach beliebige Daten sammeln. Wir vergeben Aufgaben.

Wir bitten jemanden vielleicht, ein Video davon zu machen, wie er den Müll rausbringt. Das ist nützlich für die Robotik.

Wir bitten jemanden, ein Foto von einer Essenslieferung vor seiner Haustür zu machen. Das hilft bei Liefer- und Kartierungssystemen.

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Oder wir bitten die Leute, zwei Fotos derselben Szene zu machen – eines mit einem Objekt, eines ohne. Das ist nützlich für Bildbearbeitungsprogramme.

Da wir steuern, was die Nutzer hochladen, sind die Daten von viel höherer Qualität. Außerdem lassen wir nur Fotos von Personen zu, die neuere iPhones verwenden.

Die App hat in Entwicklungsländern einen großen Erfolg

Wir sind vor etwa zwei Monaten gestartet. Die App erreichte Platz 1 im App Store in Malaysia und wurde in Ländern wie den Philippinen und Indonesien zum Hit. Wir haben mittlerweile über 200.000 Nutzer und erhalten täglich etwa fünf Millionen Uploads.

Viele unserer Nutzer kommen aus Ländern mit niedrigerem Einkommen. In Malaysia zum Beispiel verdient unser durchschnittlicher Nutzer 20 bis 40 Dollar im Monat, indem er einfach nur gelegentlich Fotos hochlädt. Unsere Top-Nutzer verdienen rund 2.000 Dollar.

Wir zahlen weltweit die gleichen Tarife. Ich möchte, dass jeder eine faire Chance hat.

Einige Nutzer machen dies zu einem Vollzeitjob

Einer unserer Top-Verdiener ist ein Lkw-Fahrer in den USA. Er hat mehrere Kameras an seinem Lkw und lädt den ganzen Tag über Filmmaterial hoch – dazu Fotos von Schlaglöchern, Baustellen und anderen Dingen, die er sieht. Diese Daten werden dann an Unternehmen für selbstfahrende Autos und andere weiterverkauft.

Er verdient etwa 7.400 Dollar im Monat. Er hat sein Einkommen im Grunde genommen verdoppelt, nur indem er Daten hochlädt. Genau das möchte ich erreichen – eine Möglichkeit für normale Menschen, von der KI-Wirtschaft zu profitieren.

KI ist nur ein Teil des Marktes

Derzeit sind die meisten unserer Kunden KI- und Robotikunternehmen. Aber ich glaube eigentlich, dass KI nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten ist.

Es gibt einen viel größeren Markt bei Hedgefonds, Verbrauchermarken und Regierungen, die bereits Billionen für Daten ausgeben. Ein Großteil dieser Daten wurde in der Vergangenheit ohne Zustimmung gesammelt oder entnommen.

Unternehmen würden viel lieber für hochwertige, mit Einwilligung erhobene Daten bezahlen.

Wir haben gerade 6,5 Millionen Dollar aufgebracht, um dies auszubauen

Wir haben kürzlich 6,5 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 150 Millionen Dollar eingesammelt. Wir werden von Waymo-Gründer Sebastian Thrun, dem Risikokapitalfonds des französischen Milliardärs Bernard Arnault und anderen unterstützt.

Die Finanzierung fließt in den Aufbau von Betrugserkennungssystemen – im Grunde genommen geht es darum, sicherzustellen, dass die hochgeladenen Daten tatsächlich der jeweiligen Aufgabe entsprechen. Wir arbeiten bereits mit mehreren führenden KI-Labors zusammen.

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Ich glaube, dass irgendwann jeder seine Daten verkaufen wird

Mit der Zeit wird das meiner Meinung nach viel passiver ablaufen.

Man könnte zum Beispiel sein Spotify- oder Netflix-Konto verknüpfen und je nach Nutzung bezahlt werden. Hedgefonds würden für solche Daten viel bezahlen. Die Leute könnten ihre Abonnements allein durch das Teilen von Nutzungsdaten finanzieren.

Im Moment sind wir ein Team von elf Leuten. Aber ich glaube, das kann noch viel größer werden.

Für mich ist das Ziel einfach: Anstatt dass Unternehmen deine Daten kostenlos nutzen, solltest du damit Geld verdienen können.

 





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Warum es sich lohnt, mit 16 einem US-Konzern zu schreiben


Gründer Gilles Backhus fragte schon mit 16 Jahren sein Traumunternehmen, was er studieren solle. Ihre Antwort – und was Backhus heute macht.

Warum es sich lohnt, mit 16 einem US-Konzern zu schreiben

Stand schon als Schüler auf Technik: Tensordyne-Gründer Gilles Backhus.
Gilles Backhus / Collage: Dominik Schmitt

„Heute machen wir keinen Unterricht. Jeder geht in den Informatikraum und guckt mal, was er später so machen will“, sagt der Lehrer. Der damalige Teenie Gilles Backhus findet bereits da das Unternehmen „Advanced Micro Devices“ (AMD) spannend, einen führenden Hersteller von PC-Hardware aus den USA.

„Ich war so ein klassischer Dorf-LAN-Party-Gamer: Counter-Strike 1.6, Warcraft 3, you name it. In der Folge war ich dann irgendwann auch ein riesiger AMD-Fan. Bei jeder Sternschnuppe habe ich mir wirklich gewünscht, irgendwann mal bei AMD zu arbeiten“, erzählt er Gründerszene.

Ich hab damals einfach an jobs@amd.com geschrieben: ‘Ich will später Computerchips entwickeln – was muss ich dafür studieren?’

Gilles Backhus

Gründer Tensordyne

Und so schrieb er in der Schulstunde mit 16 Jahren AMD per Mail an. „Ich hab damals einfach an jobs@amd geschrieben: ‘Ich will später Computerchips entwickeln – was muss ich dafür studieren?’ Und das Geile ist: da hat mir wirklich jemand aus HR geantwortet und mir eine Infomappe nach Hause geschickt.” Backhus studierte dann Elektrotechnik an der Technischen Universität München (TUM).

Rennautos und CDTM

An der TUM engagierte er sich bei Formula Student Racing. Das ist eine Studentengruppe, die ihr eigenes Rennauto zusammenschraubt und damit gegen andere Unis antritt. Seine Motivation, neben dem Studium aktiv zu sein, sei dabei durch seine Begeisterung für Technik gekommen, meint Backhus.

Das Center for Digital Technology and Management (CDTM) habe diese Begeisterung dann weiter gefördert. Das CDTM ist ein Programm, welches Studierende an der Schnittstelle von Technik und Management fördert.

Hier lernte er, wie man „seine Stärken und Schwächen besser einschätzt. Und dass Menschen von vermeintlich elitären Institutionen wie Stanford oder dem MIT auch nur mit Wasser kochen.“ Diese Einsicht gab ihm den entscheidenden Anstoß, die eigene Zurückhaltung abzulegen und selbst etwas zu starten, erzählt er.

Schwere Zeit bei Lilium

Zuerst ging es aber nach dem Studium zu Lilium. Dort startete er als „Sensor Systems Engineer“. Das Münchner Startup Lilium, welches inzwischen insolvent ist, arbeitete damals an der Entwicklung von Flugtaxis. Backhus wollte bei Lilium eigentlich die KI-Entwicklung vorantreiben, doch die Realität sah anders aus: Statt Algorithmen zu schreiben, bestand sein Alltag aus Telefonaten mit Zulieferern.

Ist nie richtig abgehoben: Das Flugtaxi des gescheiterten Münchner Startups Lilium.

Ist nie richtig abgehoben: Das Flugtaxi des gescheiterten Münchner Startups Lilium.
Lilium

Nach viereinhalb Monaten bei Lilium kam Backhus‘ heutiger Co-Founder RK Anand dann auf ihn zu, um mit ihm das Tensordyne-Team in Europa aufzubauen – trotz eines Altersunterschieds von 29 Jahren. Backhus sagte zu und verließ Lilium.

Vom Automotive-Partner zum Nvidia-Konkurrenten

Tensordyne startete zunächst mit der Entwicklung von Chips für E-Autos, mit einem Büro in München und einem im Silicon Valley. Laut Backhus sei die Chip-Branche für Autos in 2018 im „großen Hype“ gewesen, es hätte eine hohe Kundennachfrage und viel Investorengelder gegeben. Einziges Problem: Als Startup hätten sie Automobilstandards erfüllen müssen, die für ein Jungunternehmen mit nur 40 Mitarbeitern schwer erreichbar waren.

Dann kam der ChatGPT-Moment – und es war relativ schnell klar: Der Schwerpunkt verschiebt sich massiv Richtung Rechenzentren.

Gilles Backhus

Gründer Tensordyne

Dann kam laut Backhus der „ChatGPT-Moment“: Durch den Boom von LLMs (= KI-Sprachmodelle wie ChatGPT) sei ihnen schnell klar geworden, dass sich der Schwerpunkt bei Chips „massiv Richtung Rechenzentren“ verschiebe. Deswegen schwenkten die Tensordyne-Gründer von Chips für autonomes Fahren zu AI-Infrastruktur für Data Center um.

Der eigene Ansatz der „logarithmischen Mathematik“ habe sich dabei als Vorteil erwiesen, da er demnach nicht nur beim autonomen Fahren, sondern auch im AI‑Bereich hervorragend funktioniere. „Logarithmische Mathematik“ bedeute dabei, dass Tensordyne Zahlen als Logarithmen speichere. So würden Multiplikationen zu einfachen Additionen werden und die KI‑Berechnungen damit energieeffizienter. Die Kerntechnik konnte so weitergenutzt werden. Da im Team viele aus der „Data‑Center‑ und Networking‑Welt“ gekommen seien, hätten sich diese mit dem Pivot wohlgefühlt.

Tipps für den erfolgreichen Pivot

Wie ein erfolgreicher Pivot auch bei euch gelingen kann? Dafür hat Backhus drei Tipps:

  1. Den richtigen Zeitpunkt finden: Balanciert Geduld und Marktfeedback – nicht zu früh aufgeben, sagt Backhus, aber vor allem nicht zu spät. Sonst seid ihr pleite
  2. Das Ego abschalten: Hört auf den Markt, nicht auf euer eigenes Baby, meint Backhus. Mini-Pivots sind oft smarter als große Sprünge ins kalte Wasser
  3. Praktisch testen: Baut Übergangsphasen mit Partnern auf, prüft den Marktfit und beobachtet die Konkurrenz, rät Backhus – genau wie sie Automotive vs. Data-Center parallel sondiert haben





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Eversports und MATCHi fusionieren – deutsche-startups.de


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Eversports und MATCHi fusionieren +++ Minimist erhält 1 Million +++ Finanzspritze für Zerothird +++ Julian Teicke investiert in Agent F +++ Michelle Calios investiert in NALU +++ Diana zur Löwen investiert in AV8 +++

Eversports und MATCHi fusionieren

Im #DealMonitor für den 27. März werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

MERGERS & ACQUISITIONS

EversportsMATCHi
+++ Das 2013 gegründeten Wiener Unternehmen Eversports, eine Softwareplattform für Boutique-Fitnessstudios und Betreiber von Sportanlagen, und der 2012 gegründete schwedische Wettbewerber MATCHi Group schließen sich zusammen. „Die Fusion schafft Europas größte Sport- und Wellnessplattform mit 9.000 vernetzten Standorten und Fokus auf wachstumsstarke Segmente wie Padel und Pilates“, teilen die Unternehmen mit. Der Zusammenschluss wurde vom Growth-Investor Verdane vorangetrieben, der sowohl bei Eversports als auch bei MATCHi investiert ist. Mehr über Eversports

INVESTMENTS

Minimist
+++ Tilia Impact Ventures, European Investment Fund (EIF) und Business Angels investieren 1 Million Euro in Minimist. Das Wiener Startup, von Stephan Hofmann und Henrik Feldt gegründet, entwickelt eine Lösung für die zentrale Verwaltung von Second-Hand Verkäufen auf verschiedenen Online-Plattformen (Vinted, Google Shopping, Shopify und Co.). Eversports-Gründer Hanno Lippitsch, Ex-Bitpanda- und TourRadar-CMO Michael Pötscher, Findologic-Gründer Matthias Heimbeck, Impact Investor Sebastian Sessler und das Duit Family Office investierten zuvor 350.000 Euro in das Startup. Mehr über Minimist

Zerothird
+++ VERBUND X Ventures, der Investmentableger des österreichischen Energie-Anbieters Verbund, Sparring Capital, KGAL und „andere namhafte Investoren“ investieren eine ungenannte Summe in Zerothird (früher als Quantum Industries bekannt). Das Startup aus Wien, 2023 von Felix Tiefenbacher, Rupert Ursin, Thomas Scheidl und Thomas Heine gegründet, entwickelt Verschlüsselungslösungen basierend auf Quantenkryptographie. „Unsere Technologie ist darauf ausgelegt, quantensichere Kommunikation aus der Forschung in den operativen Einsatz zu bringen -genau dort, wo Sicherheit künftig entscheidend ist“, teilt das Team mit. Sparring Capital Partners, Findus Venture und KGAL investierten zuletzt 9,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Zerothird

Agent F
+++ Wefox-Gründer Julian Teicke, der seit seinem Abgang mit The Delta Startups beim Aufbau unterstützt, und der früheren SAP-CTO Jürgen Müller investieren eine ungenannte Summe in Agent F. Das Startup (Berlin, Tallinn), von Felix Schläger gegründet, positioniert sich als „AI-first ERP for European startups and SMEs“. Auf der Website teilt das Team mit: „The first ERP that adapts to your business and compounds with it.“ Somit greift das Unternehmen den Softwareriesen SAP in dessen Kerngeschäft an.

NALU
+++ KoRo-Gründerin Michelle Calios und Patrick Funke investieren eine ungenannte Summe in NALU. Das Startup aus Hamburg, 2024 von Lisa Bella Ippolito und Max Schön gegründet, setzt auf Fruchtgummis ohne Zuckerzusatz. Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler und Model Lena Gercke investierten in der achtzehnten Staffel der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ in NALU. Zudem investierte Business Angel Carsten Puschmann bereits in die junge Foodfirma. Mehr über NALU

AV8
+++ Unternehmerin und Influencerin Diana zur Löwen investiert eine ungenannte Summe in AV8. Das Kölner Startup, 2025 von Luca Jelin de Weber und Paul Henri Eichhorn gegründet, bringt „das weltweit erste trinkfertige Kokosnusswasser mit Präbiotika auf den Markt“. „AV8 steht für modernes Kokoswasser, das Genuss neu definiert – funktional, hochwertig und stilvoll“, heißt es. Mehr über AV8

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74



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Mit KI: 20-Jähriger baut 150.000-Dollar-Kuchen-Startup – ohne Coding-Skills


Er kann nicht programmieren – und baut trotzdem ein Startup mit 150.000 Dollar Umsatz. Sein Produkt: Kuchen.

Mit KI: 20-Jähriger baut 150.000-Dollar-Kuchen-Startup – ohne Coding-Skills

Cold Calls, Cake und Code: Das Team von Daymaker kombiniert Kuchen und Tech.
Daymaker, Collage: Gründerszene, Dominik Schmitt

William Lindholm ist 20 Jahre alt, kann nicht programmieren und hat trotzdem ein Software-Startup gebaut. Sein Tool: Vibe-Coding mit Lovable. Sein Produkt: Kuchen.

Im September 2025 startet er „Daymaker“ – eine Plattform, die Firmengeburtstage automatisiert. Vier Monate später steht das Startup laut eigenen Angaben bei 150.000 Dollar ARR. Der ARR ist der wiederkehrende Jahresumsatz eines Startups. Und Vibe Coding heißt: Du baust Software, ohne programmieren zu können. Statt Code zu schreiben, sagst du einem Tool wie Lovable einfach, was du willst – und die KI baut es für dich.

Wie kam er auf die Idee für das Kuchen-Business?

Auf einer Konferenz beobachtet Lindholm ein Muster: Unternehmen scheitern nicht an Strategie oder Budget – sondern daran, Geburtstage sauber zu organisieren. Kuchen bestellen, Allergien berücksichtigen, rechtzeitig liefern. Klingt simpel, ist es aber nicht.

Mit 19 Jahren machte Gründer William Lindholm aus Norwegen in Tech – und Kuchen.

Mit 19 Jahren machte Gründer William Lindholm aus Norwegen in Tech – und Kuchen.
Iván Kverme, Finansavisen.no

Aus dieser Beobachtung entstand das erste Konzept für „Daymaker“: Die Plattform sollte Firmenfeiern planbarer machen – mit einer Mischung aus klassischem Bäckereigeschäft, Lieferung in Kombination mit Software. Zusammen mit seinem Co-Gründer Simon Dieu (CCO – „Chief of Cakes“) setzte er im Sommer 2025 auf Cold Calls. So stellten sie ihr Geschäftsmodell mehr als 100 Executives vor, darunter auch KPMG.

CaaS – Cake as a Service

Und so funktionierte es: Unternehmen konnten entweder die Geburtstagsdaten direkt bei Daymaker hochladen oder ihr HR-System verbinden – inklusive Präferenzen wie Ernährungsweise oder Allergien. Einmalig wurden Angaben zu bevorzugter Kuchengröße, Glückwünschen und Lieferart gemacht. Anschließend automatisierte das Startup alles: Geburtstagserinnerungen, Bestellungen und die Lieferung des Kuchens zur Feier.

Mittlerweile besteht das Startup-Team von Daymaker aus drei Personen, aber keiner von ihnen hatte vorher technische Erfahrung. Lindholm selbst habe sich um Tech gekümmert: „Nachts habe ich programmiert, tagsüber Kuchen geliefert“, erzählt er.

Wir wollen kein Kuchenhersteller sein. Wir wollen ein Technologieunternehmen sein

Für die Kuchen kooperierte das Startup zunächst mit einem Konditor in Oslo, der die Kuchen backte. Drei Monate lang ging das so – inklusive schlafloser Nächte. „Ich habe das komplette Backend gebaut – die Tabellen, alles, was dafür sorgt, dass die Kuchen fließen.“ Er stellt auch klar: „Wir wollen kein Kuchenhersteller sein. Wir wollen ein Technologieunternehmen sein.“

Dass das allein mit Vibe-Coding möglich war, habe selbst seinen Mentor überrascht, „einen echten Deep-Tech-Typen“, wie Lindholm sagt.

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Lindholms Erfolgsrezept

Sein Erfolgsrezept verrät er Gründerszene: „Lerne zu verkaufen, lerne zu entwickeln. Wenn du beides kannst, bist du nicht mehr aufzuhalten.“

Seine zwei wichtigsten Sales-Tipps: Sei freundlich und rede über Dinge, die dich mit dem Gesprächspartner verbinden. Sein Learning: „Menschen reden gerne über sich selbst.“

150.000 Dollar ARR und Pivot in wenigen Monaten

In nur vier Monaten erreichte Daymaker damit laut eigenen Angaben einen ARR von 150.000 Dollar. Das Startup konnte inzwischen auch Angel-Investoren überzeugen: Die erste Finanzierungsrunde brachte über 100.000 Dollar ein.

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Jetzt will das Startup den nächsten Schritt wagen, weg vom Geburtstagsgeschäft hin zu Kundenakquise. Damit will Daymaker international expandieren, wie Gründer William Lindholm gegenüber Gründerszene verrät. Dafür ist er derzeit im Silicon Valley. Dort betreibt er Kundenakquise mit Kuchen – zuletzt besuchte er dort die VCs Andreessen Horowitz, Sequoia Capital, Lightspeed, Better Tomorrow Ventures und Index Ventures, erzählt er.

Der Kuchen-Fokus bleibe also vorerst: Lindholm ist überzeugt, dass personalisiertes und physisches Marketing die Zukunft sei, wie mit Backwaren. Und genau das sei die Stärke von Daymarker. Damit will das Startup Kaltakquise-E-Mails und Co. ablösen. Lindholm nennt es: Coldcaking.





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