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Entwicklung & Code

Super Productivity 18.0: Aufgaben automatisieren statt Handarbeit


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Aufgabenverwaltung Super Productivity bringt in Version 18.0 ein regelbasiertes Automationssystem, konfigurierbare Issue-Provider, Deadline-Funktionen und Sicherheitsverbesserungen in der Electron-Basis. Das Open-Source-Projekt erscheint für Linux, macOS, Windows, Android und iOS.

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Kern der neuen Version ist ein Automationssystem. Nutzer definieren Regeln, die bei bestimmten Auslösern automatisch Aktionen ausführen. Die Regeln unterstützen Titelabgleiche per Regex sowie eine Bedingung für Titelpräfixe („Titel beginnt mit“). Regex (Regular Expressions) sind musterbasierte Suchausdrücke, mit denen sich Titel präziser erfassen lassen als mit einfachen Textfiltern. Damit lassen sich typische Triage- oder Inbox-Abläufe automatisieren.

Die Anbindung an externe Systeme wie Jira, GitHub oder GitLab wird flexibler. Super Productivity erlaubt jetzt, das Polling-Intervall zu konfigurieren – also festzulegen, wie oft die App entfernte Dienste nach Änderungen abfragt. Importierte Vorgänge erhalten auf Wunsch automatisch Standard-Tags und Standard-Notizen. Neu sind außerdem eine Zwei-Wege-Feldsynchronisation und Erweiterungen unterstützen nun auch das Löschen entfernter Issues. Der Google-Calendar-Provider wird nun als mitgeliefertes Plugin eingebunden.

Aufgaben in der Task-Ansicht lassen sich jetzt nach Fälligkeit sortieren, gruppieren und filtern. Die Ansicht unterscheidet dabei Zeitfenster wie „heute“, „morgen“ oder „diese Woche“. Beim Ziehen einer Aufgabe in den Kalender zeigt eine Vorschau, wie lang der geplante Zeitblock wird. Unteraufgaben heben sich in Suchergebnissen visuell stärker ab.

Die Mobilversionen bekommen unter anderem ein Rechtswischen zum Abhaken, touchfreundlichere Kontextmenüs und vertikal begrenztes Drag-and-drop auf kleinen Displays. Android zeigt jetzt auch Erinnerungen aus der Hintergrundsynchronisation an.

Sicherheitsrelevant: Für Google-OAuth nutzt die App auf Mobilgeräten nun den Systembrowser statt einer eingebetteten WebView. Das entspricht der Empfehlung aus RFC 8252 für native Apps – ein externer Browser trennt Cookies und Seiteninhalt von der App. Google blockiert OAuth-Anfragen aus eingebetteten WebViews ohnehin.

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Auf dem Desktop aktiviert Super Productivity die webSecurity in Electron wieder und ergänzt einen Permission-Handler. Das ist kein kosmetischer Eingriff: Ohne webSecurity fällt die Same-Origin-Policy, und die App kann unsichere Inhalte domänenübergreifend ausführen. Electrons eigene Sicherheitsdokumentation warnt ausdrücklich davor, diese Einstellung in Produktionsanwendungen abzuschalten.

Das Preload-Skript wird nun mit esbuild gebündelt, was die Nutzung des Electron-Sandbox-Modus erleichtert. In sandboxierten Renderern gibt es keine vollständige Node.js-Umgebung; privilegierte Aufgaben laufen über IPC zum Hauptprozess. Preload-Skripte behalten dabei nur einen begrenzten Satz an Node- und Electron-APIs. Das verkleinert die Angriffsfläche.

Mehrere Sync-Fehler haben die Entwickler ebenfalls behoben: ein falscher „in sync“-Status bei Fehlern, der Verlust von Auth-Daten nach temporären Serverproblemen und Abstürze der Markdown-Synchronisation beim Anlegen von Unteraufgaben während einer Sync-Oszillation. Die Sync-Server-Bereitstellung validiert jetzt Caddyfile und Container.

Ferner bringt Version 18.0 ein minimalistisches Zen-Theme, ein überarbeitetes Onboarding mit Preset-Auswahl und lokalisierten Beispielaufgaben, klickbare Links in Aufgabentiteln, Tastenkürzel für Fett- und Kursivschrift in Kommentaren sowie ein größenverstellbares Always-on-top-Overlay. An Community-Plugins kommen eine Obsidian-Integration und ein StudyForge-Leaderboard hinzu.

Unter der Haube aktualisiert das Projekt Angular und Capacitor, behebt Speicherlecks und validiert die Formate von dueDay und deadlineDay beim Schreiben, um falsche Überfällig-Anzeigen zu verhindern. Der CSV-Export für Arbeitsprotokolle verarbeitet jetzt auch chinesische Zeichen korrekt.

Alle Informationen zu Super Productivity 18.0 finden sich in den Release Notes auf GitHub.


(fo)



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Entwicklung & Code

Prognose: 2028 wird KI-Coding teurer als Entwicklergehälter


Zunehmender Tokenverbrauch und die Umstellung auf verbrauchsbasierte Abrechnungsmodelle werden laut Prognose der Marktforscher von Gartner Coding mit generativer KI zunehmend verteuern. 2028 dürften die Tokenkosten pro Entwickler dann laut Gartner den globalen Durchschnittslohn eines Entwicklers übersteigen. Die Prognose basiert auf einem weltweiten Mittelwert von rund 2.000 US-Dollar pro Monat – also deutlich unter dem, was man in Deutschland in der Branche verdient.

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Gartner-Analyst Nitish Tyagi betonte auch, dass die Kosten natürlich nicht jedes Entwicklergehalt auf der Welt übersteigen würden – in den USA werde etwa deutlich besser bezahlt als in Indien. Laut Gartnerdaten würden aber schon sechs Prozent der Unternehmen Token-Kosten von über 2000 US-Dollar pro Entwickler pro Monat erreichen, was über dem typischen Gehalt indischer Entwickler mittlerer und höherer Erfahrungsstufen liege.

„Unternehmen gehen rasch von der Testphase zur groß angelegten Einführung von KI-Codingsagenten über, doch viele unterschätzen die finanziellen Auswirkungen des steigenden Token-Verbrauchs“, führte Tyagi weiter aus. Mehr Disziplin beim Tokenverbrauch werde aber nicht allein aus den Entscheidungen der Entwickler erwachsen. Die neigten Tyagis Ansicht nach eher zu Komfort und Schnelligkeit als zu Kosteneffizienz. Ohne ein geregeltes Betriebsmodell für die Entwicklung könnten die Kosten in den Unternehmen schneller steigen als die Produktivitätsgewinne, die KI-Tools erreichen sollen.

„Führungskräfte im Bereich Softwareentwicklung sind zunehmend besorgt, da sich tokenbasierte KI-Ausgaben immer schwerer rechtfertigen lassen und Budgets oft früher als erwartet aufgebraucht sind“, sagte Tyagi. Unter anderem hatte im April der Uber-CTO Praveen Neppalli Naga mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, dass das jährliche Token-Budget der Firma bereits aufgebraucht sei. Darauf legte Uber-Präsident Andrew Macdonald im Mai in einem Podcast nach, dass der Nutzen des KI-Einsatzes auch nicht klar sei. Ein Zuwachs an nützlichen Funktionen für Verbraucher habe sich nicht abgezeichnet. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Deutschland, wo laut einer Bitkom-Umfrage rund ein Drittel der befragten Unternehmen von den Kosten ihres KI-Einsatzes überrascht worden ist.

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Laut Gartner mangelt es bei den Anbietern auch an Transparenz bei der Berechnung und Abrechnung des Token-Verbrauchs. Integrierte Funktionen zur Kostenoptimierung in ihren KI-Codierungsagenten hätten die Anbieter ebenfalls noch nicht bereitgestellt. Das mache es den Unternehmen schwerer, Kosten genau zu prognostizieren und zu kontrollieren.

Hinzu komme ferner die mangelhafte Steuerung der Nutzung in den Unternehmen, die für übermäßige Ausgaben sorge. Als häufige Fehlerquellen nennt Gartner etwa unkontrollierte Autonomie in agentengesteuerten Arbeitsabläufen sowie überladene Kontextfenster. Insgesamt dürfte sich die Preisspirale noch weiter drehen, schätzt Tyagi ein: „Die Kosten für KI-Coding werden weiter steigen, da Infrastrukturinvestitionen und Herausforderungen bei der Rentabilität die Modellpreise in die Höhe treiben.“

Um die Kosten im Griff zu halten, empfehlen die Gartner-Analysten unter anderem Tokenschwellenwerte und automatisierte Überwachung einzuführen. Ebenfalls sollten Aufgaben für die KI möglichst segmentiert werden, damit sie auch von kleineren Modellen bewältigt werden können. Spitzenmodelle sollten lediglich für komplexe Aufgaben mit hoher Wertschöpfung zum Einsatz kommen. Ferner sollten Entwickler geschult werden, ihre KI-Prompts auf Sparsamkeit zu optimieren, indem sie nur relevante Informationen einbeziehen und Inhalte nach Möglichkeit zusammenfassen.


(axk)



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Software Testing: Was KI mit Vertrauen und Teamgefüge wirklich anrichtet


Wie wirkt sich KI auf Teams aus? Mit Jasmine Simons-Zahno spricht Richard Seidl darüber, wie der zunehmende KI-Einsatz unser soziales Miteinander verändert: Kommunikation wird sachlicher, Vertrauen erodiert langsam, und das soziale Lernen, das gerade junge Menschen am Anfang ihrer Karriere brauchen, findet schlicht nicht mehr statt.

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Jasmine Simons-Zahno erklärt, warum Reibung im Team kein Fehler ist, sondern eine Voraussetzung für Innovation, und warum der Allwissende in der Tasche uns gegenüber anderen glatter, aber nicht vertrauenswürdiger macht. Ihr Vorschlag klingt einfach, braucht aber echte Entscheidung: KI wie ein neues Teammitglied integrieren, also mit klaren Rollen, expliziten Vereinbarungen und dem Bewusstsein, dass dieser Aufwand kein Nice-to-have ist.


Richard Seidl

Richard Seidl

Richard Seidl ist Berater, Speaker und Podcast-Host. Für ihn ist klar: Wer heute exzellente Software kreieren möchte, denkt den Entwicklungsprozess ganzheitlich: Menschen, Kontext, Methoden und Tools. Er hat seine Erfahrungen in acht Fachbüchern veröffentlicht, betreibt erfolgreich zwei Community-Podcasts und ist Beirat der heise-Konferenz betterCode() Testing.

„Es gibt eine hohe Korrelation zwischen Vulnerabilität und Likeability.“ – Jasmine Simons-Zahno

Empfohlener redaktioneller Inhalt

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Jasmine Simons-Zahno brennt für die menschliche Seite der Produktentwicklung. Sie coacht mit Leichtigkeit, Leidenschaft und Anspruch in Führungskontexten beliebiger Flughöhen in Unternehmen verschiedenster Größen. Ihre Stärke ist es, authentischer Spiegel für Menschen zu sein, die sich entwickeln dürfen, aber dem Ruf dazu gerade noch allzu gerne ausweichen möchten. Als Mitgründerin der Agile Growth, dreifache Mutter und ambitionierte Hobby-Köchin lässt sie nichts anbrennen.

Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, die die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.

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Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar.


(mai)



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Rust startet kommerzielles Netzwerk | heise online


Die gemeinnützige Rust Foundation hat als Trägerorganisation für die Programmiersprache Rust das Rust Commercial Network (RNC) gestartet. In diesem organisieren sich industrielle und kommerzielle Anwender. Ziel ist es, den Austausch unter ihnen zu fördern, Interessen zu bündeln, mit dem Rust-Projekt zu kommunizieren und finanzielle Quellen zu erschließen.

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Die Rust Foundation begründet den Schritt mit der steigenden Bedeutung von Rust. Die Sprache hat sich „von einer vielversprechenden zu einer Last tragenden Sprache“ gewandelt. Sie arbeitet im Kern von Betriebssystemen, Cloud-Plattformen, Automotive-Systemen und der öffentlichen Infrastruktur. Organisationen, die sich auf Rust verlassen, sollen „ihre realen Erfahrungen in eine konstruktive Kraft für die Sprache und ihre Maintainer wandeln“.

Die kostenlose Mitgliedschaft steht offen für professionelle Anwender, Firmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen. Aber kommerzielle Mitglieder sollen durchaus „sinnvolle Möglichkeiten finden, das Rust-Projekt finanziell zu unterstützen“.

Zu den Gründungsteilnehmern gehören Amazon, ARM, Canonical, Google, JetBrains, Microsoft und OpenAI. Die Teilnehmer treffen sich regelmäßig, bilden Arbeitsgruppen, veröffentlichen Dokumente und Empfehlungen. Mit dabei sind auch immer Mitglieder der Foundation und des Projekts. Neben Treffen in Persona gibt es einen Zulip-Chat.

Das Rust Team erhofft sich strukturierte Informationen über Anwenderbedürfnisse im produktiven Einsatz, während die RCN-Mitglieder in engem Kontakt zum Team ihren Einfluss geordnet und koordiniert ausüben. Interessenten können sich über die GitHub-Seite des RCN bewerben.

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(who)



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