Connect with us

Künstliche Intelligenz

Österreich zieht Reißleine: Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige kommt


Die Kindheit steht am Scheideweg. Smartphones und soziale Netzwerke gehören längst zum Inventar des Aufwachsens. Doch damit wächst der politische Druck, negative Begleiterscheinungen abzumildern. Die österreichische Regierung hat nun Nägel mit Köpfen gemacht und am Freitag ein Maßnahmenpaket präsentiert, das die Nutzung von Plattformen wie TikTok, Instagram, X oder Snapchat für Kinder unter 14 Jahren untersagt. Damit positioniert sich die Alpenrepublik als europäischer Vorreiter in einem Trend, der spätestens seit dem australischen Vorstoß Ende 2025 die globale Digitalpolitik bestimmt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Vorhaben, das bis Ende Juni in einen Gesetzesentwurf gegossen werden soll, zielt nicht auf einzelne Apps ab. Es geht generell um Plattform-Eigenschaften. Im Fokus stehen Mechanismen, die nach Ansicht der Regierung in Wien gezielt auf Suchtmaximierung und die Verlängerung der Verweildauer programmiert sind. Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler (SPÖ) unterstrich bei der Vorstellung der Initiative: Die Politik wolle nicht länger zusehen, wie milliardenschwere Konzerne das Wohlbefinden von Kindern ihren Profitinteressen unterordnen. „Klick um Klick, Like um Like“ werde hier mit der psychischen Gesundheit und der Zukunft einer ganzen Generation gespielt.

Hinter der Entscheidung der österreichischen Regierung stehen alarmierende Zahlen des Staatsschutzes. Das Internet habe sich zum primären Rekrutierungsraum für extremistische Gruppierungen gewandelt, heißt es. Dabei würden die Opfer immer jünger. 2021 sei noch jeder siebte Tatverdächtige im Bereich Extremismus unter 18 Jahre alt gewesen – im vorigen Jahr habe dies bereits für fast jeden zweiten zugetroffen. Die Altersgrenze von 14 Jahren ist dabei kein Zufallsprodukt, sondern orientiert sich an der rechtlichen Grenze der Geschäftsfähigkeit sowie den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung.

Der Vorstoß stößt international nicht nur auf Gegenliebe. Michael O’Flaherty, Menschenrechtskommissar des Europarates, kritisierte gegenüber Politico, dass solche pauschalen Verbote weder „verhältnismäßig noch notwendig“ seien. Er gibt zu bedenken, dass der Zugang zu Information und digitaler Teilhabe ebenfalls ein hohes Gut darstelle, das durch starre Altersgrenzen unverhältnismäßig beschnitten werden könnte.

Gegner solcher Ansätze verweisen ferner auf die schwierige technische Umsetzbarkeit. Eine Studie fürs EU-Parlament kam zum Schluss: Zwar sei die für die Verbotskontrolle unerlässliche flächendeckende Altersverifikation im Internet grundsätzlich nötig, in einer Demokratie aber kaum machbar: Sie gefährde elementare Freiheitsrechte und den Datenschutz. Die Balance zwischen einer wasserdichten Identitätsprüfung und dem Schutz der Privatsphäre gilt technisch wie rechtlich als Herkulesaufgabe.

Österreich will auf eine zweistufige Online-Alterskontrolle setzen, die den Datenschutz laut den Verantwortlichen wahrt. Das Zauberwort heißt Zero-Knowledge-Proof. Dieses kryptografische Verfahren ermöglicht es, eine Information – in diesem Fall das Erreichen des Mindestalters – zu bestätigen, ohne dass der Plattformbetreiber Zugriff auf die zugrunde liegenden Identitätsdaten oder Ausweisdokumente erhält. Damit will die Regierung sicherstellen, dass der Jugendschutz nicht zum Einfallstor für noch umfassendere Datensammlungen der Tech-Riesen wird.

Weiterlesen nach der Anzeige

Begleitet wird das Verbot von einer Bildungsoffensive. Ab dem Schuljahr 2027/28 soll an den Gymnasien das neue Pflichtfach „Medien und Demokratie“ eingeführt werden. Hier sollen Schüler lernen, wie Algorithmen die öffentliche Meinung manipulieren, wie Desinformation erkannt werden kann und welche Auswirkungen der ständige digitale Konsum auf die eigene Psyche hat. Gleichzeitig wird der Informatikunterricht um den Schwerpunkt KI erweitert.

Die österreichische Entscheidung setzt die deutsche Bundesregierung unter Zugzwang. In Berlin wird die Debatte über eine striktere Altersbeschränkung für soziale Netzwerke bereits seit dem australischen Vorpreschen intensiv geführt. Bisher dominieren Stimmen, die vor nationalen Alleingängen warnen und auf eine einheitliche Lösung im Rahmen des Digital Services Act (DSA) der EU setzen.

Während einzelne Kinderschutzverbände, die CDU und Länderchefs hierzulande zuletzt immer lauter nach einer „digitalen Volljährigkeit“ riefen, zeigt sich die Regierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) in dieser Frage weiter gespalten. Die Befürchtung: Ein nationaler Alleingang könnte rechtlich schwer haltbar sein und deutsche Nutzer gegenüber dem europäischen Ausland isolieren. Österreich wischt diese Bedenken nun beiseite. Es bleibe keine Zeit, jahrelang auf Brüssel zu warten, betont die Wiener Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos (Liberale).

Die österreichische Vorlage liefert ein Modell, das Jugendschutz, staatliche Sicherheit und Datenschutz unter einen Hut bringen will. Ob die technischen Hürden der Altersprüfung so reibungslos überwunden werden können, wie Wien verspricht, dürfte zum Prüfstein für die europäische Netzpolitik werden.


(nen)



Source link

Künstliche Intelligenz

Kritische Systemdatenlücke bedroht Netzwerkbetriebssystem Arista EOS


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Wenn Admins in Cloud-Infrastrukturen oder Rechenzentren Router und Switches mit Arista EOS nutzen, können Angreifer an mehreren Schwachstellen ansetzen. Stimmen die Voraussetzungen, sind Systeme kompromittierbar. Bislang gibt es keine Hinweise auf bereits laufende Attacken.

Weiterlesen nach der Anzeige

In einer Warnmeldung finden sich unter anderem Informationen zu einer „kritischen“ Lücke (CVE-2026-11705). Daran können Angreifer aber nur ansetzen, wenn im Kontext von Streaming Telemetry Agent die TerminAttrRW-Option aktiv ist. Den Entwicklern zufolge ist das aber keine Standardeinstellung, sodass Geräte nicht per se angreifbar sind.

Ist die Voraussetzung erfüllt, können Angreifer durch das Versenden von präparierten Paketen Fehler auslösen und danach Systemdaten modifizieren. Aufgrund der kritischen Einstufung ist davon auszugehen, dass Geräte danach als kompromittiert gelten.

Bislang ist dagegen nur die EOS-Version 4.36.1F erschienen. Für ältere Ausgaben sind bislang nur Fixes verfügbar, die Arista in der Warnmeldung auflistet. Weitere Sicherheitspatches sollen folgen. Um Netzwerke vor solchen Attacken zu schützen, können Admins den Streaming-Telemetry-Agenten (TerminAttr) deaktivieren.

Durch das erfolgreiche Ausnutzen weiterer Lücken werden etwa manipulierte Zertifikate akzeptiert (CVE-2026-52896 „hoch“) oder Angreifer können Zugangsdaten einsehen (CVE-202652895 „mittel“).

In einer weiteren Warnmeldung führen die Entwickler noch eine Lücke (CVE-2026-12546 „mittel“) auf. Darüber ist die Authentifizierung umgehbar. In den verlinkten Warnmeldungen finden Admins weiterführende Hinweise zu den Schwachstellen und konkret bedrohten EOS-Versionen.

Weiterlesen nach der Anzeige


(des)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

c’t-Webinar: Vom Prompt-Schreiber zum Art Director


Wer mit KI-Bildgeneratoren arbeitet, kennt das Problem: Der erste Entwurf passt zur Vorstellung, der nächste weicht trotz ähnlichem Prompt deutlich ab. Sobald Figuren, Bildstile oder ganze Kampagnen über mehrere Motive hinweg gleich bleiben sollen, stoßen reine Texteingaben schnell an ihre Grenzen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Webinar „Nano Banana Hacks – vom Prompt-Schreiber zum Art Director“ zeigt, wie sich KI-Bildgeneratoren über Referenzbilder gezielt steuern lassen. Sie erfahren, wie Sie Nano Banana zusammen mit Flora AI einsetzen, um Stil, Licht, Komposition und Charaktere klar zu definieren. Statt auf Zufallstreffer zu hoffen, entwickeln Sie künftig Bildwelten, die sich reproduzieren und weiterentwickeln lassen.

Dozent Adrian Rohnfelder vermittelt im Webinar die Grundlagen moderner Bildmodelle und erklärt, weshalb reine Texteingaben bei komplexen Anforderungen scheitern. Darüber hinaus beleuchtet er rechtliche Aspekte des KI-Einsatzes und zeigt, wie sich die Rolle kreativer Anwender verändert: weg vom Formulieren perfekter Prompts, hin zur visuellen Steuerung von Ergebnissen. Anschließend lernen Sie die Arbeitsweise von Flora AI kennen.

Rohnfelder führt durch die verschiedenen Bausteine für Text, Bild und Video und zeigt Werkzeuge wie Inpainting, Outpainting und Edit Layers. Dabei demonstriert er, wie sich Nano Banana nahtlos in strukturierte Produktionsabläufe mit wiederverwendbaren Assets integrieren lässt. Zusätzlich zu Flora AI und Nano Banana stellt der Dozent auch ChatGPT Images 2.0 vor und erläutert, welche Stärken die jeweiligen Systeme in unterschiedlichen Phasen kreativer Projekte ausspielen.

Das Webinar richtet sich an Digital-Professionals, Marketer und Content Creator, die bereits mit KI-Bildtools arbeiten und ihre Ergebnisse verlässlicher gestalten möchten. Auch Social-Media-Manager, Kreativteams und Agenturen, die ihre KI-Bildproduktion systematisieren und in den professionellen Einsatz überführen wollen, profitieren vom Webinar.

Ein Grundverständnis generativer KI hilft. Tiefes technisches Vorwissen ist nicht nötig. Das Webinar ist praxisorientiert aufgebaut und auch für Einsteiger in das referenzbasierte Prompting geeignet.

Weiterlesen nach der Anzeige

Während der Veranstaltung können Sie über einen Online-Chat Fragen stellen. Zur Teilnahme genügt ein aktueller Webbrowser. Im Nachgang erhalten Sie Zugriff auf die Aufzeichnung und können das Gezeigte in Ihrem eigenen Tempo nachvollziehen. Alle Informationen zur Veranstaltung sowie Details zur Anmeldung finden Sie auf der Website zum Webinar.

  • Termin: 28. Juli 2026
  • Uhrzeit: 14:00 bis 17:00 Uhr
  • Preis: 129,00 Euro (Frühbucherpreis bis zum 30. Juni, danach 149,00 Euro)


(abr)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

iPhone-Preiserhöhung: Kommt sie noch im Sommer?


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Diese Änderung kam mit Ankündigung: Nachdem Apple-CEO Tim Cook persönlich mitgeteilt hatte, dass Apple aufgrund der aktuellen Speicher- und SSD-Krise gezwungen sei, die Preise zu erhöhen, folgte die Umsetzung auch gleich am Donnerstag. Dabei ging der Konzern erstaunlich breit vor: Jedes einzelne Mac-Modell ist im Schnitt mit einem Plus zwischen 100 und 200 Euro betroffen, bei besseren Konfigurationen kann es sogar noch signifikant mehr sein. Hinzu kommen Preiserhöhungen bei den iPads, sowie – und das sorgt bereits für viel Kritik – den völlig veralteten HomePod- und Apple-TV-Geräten. Komplett ausgeklammert hat Apple allerdings iPhones und Apple-Watch-Modelle. Die Frage ist nun, ob das Unternehmen wirklich bis zu den neuen Modellen im September mit seiner hauseigenen Inflationsrunde wartet oder nicht.

Weiterlesen nach der Anzeige

In einer gegenüber internationalen Medien verbreiteten Stellungnahme machte Apple dazu erwartungsgemäß keine Angaben. Darin hieß es nur, man habe einen Punkt erreicht, an dem das Unternehmen „beginnen“ müsse, die Preise bei „einer Anzahl von Produkten“ zu erhöhen. Als Beispiel wurden iPad und Mac genannt, die Schreibweise („including today’s increase for iPad and Mac“) legt aber nahe, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange war.

Das iPhone ist für Apple allerdings ein sensibles Thema, es ist und bleibt das wichtigste Produkt des Konzerns. Schon die direkte Preiserhöhung vieler Legacy-Produkte hat viele Kunden überrascht. Womöglich will der Konzern ihnen das nun zumindest beim iPhone und der den Smartwatch-Markt dominierenden Apple Watch zunächst ersparen. Die Branche war längst davon ausgegangen, dass die neuen iPhone-Baureihen im September jeweils rund 200 Dollar teurer werden, in Euro umgerechnet womöglich um 250 Euro. Hinzu kommt, dass mit dem iPhone-Foldable, das in der Szene unter der Bezeichung iPhone Ultra läuft, ein neuer Formfaktor kommen soll, bei dem Apple mit neuen Preisen arbeiten kann – angeblich deutlich über 2000 Dollar für das Einstiegsgerät. Weiterhin sind in diesem Jahr noch iPhone 18 Pro und 18 Pro Max in der Pipeline.

Falls Apple die iPhone- und Apple-Watch-Preise doch noch erhöhen wird, bleiben dem Konzern also theoretisch noch einige Monate. Es ist möglich, dass die Preiserhöhung jetzt auch dazu führt, dass Kunden vermehrt bestehende iPhones kaufen und nicht bis September warten. Ähnlich lief es in den USA nach der Ankündigung von iPhone-Zöllen durch die Trump-Administration, die dann allerdings doch nicht kamen.

Klar ist: Apple dürfte strategisch klug vorgehen. Tatsächlich hatte der Konzern lange auf Preiserhöhungen verzichtet, stattdessen Einstiegskonfigurationen aus dem Programm genommen. Auch das günstige MacBook Neo hatte Beobachter überrascht.

Weiterlesen nach der Anzeige

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.


(bsc)



Source link

Weiterlesen

Beliebt