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Im Test vor 15 Jahren: Das BitFenix Shinobi war ein tolles Gehäuse für nur 50 Euro


Im Test vor 15 Jahren: Das BitFenix Shinobi war ein tolles Gehäuse für nur 50 Euro

Der Markt für Luxusgehäuse mit hervorragender Verarbeitung, ausgefallener Optik oder besonders hochwertigen Materialien wuchs im Jahr 2011 stark an. BitFenix zeigte mit dem Shinobi (Test), dass nicht jedes gute Gehäuse gleich mehrere hundert Euro kosten musste.

Ein günstiger Midi-Tower mit wenigen Mankos

Ein wichtiger Punkt beim BitFenix Shinobi war die Preisgestaltung. Der Hersteller bot den ca. 460 × 205 × 490 mm (H × B × T) großen Midi-Tower ab 47 Euro ohne Sichtfenster und ab 56 Euro mit Sichtfenster an. Damit war das Shinobi preislich sehr attraktiv. Das Gehäuse selbst war aus Stahl gefertigt und besaß einige Anbaukomponenten aus Kunststoff. Die Verarbeitung war trotz des geringen Preises durchgehend gut. Die Kunststoffkomponenten wie die Front und der Deckel des Gehäuses waren beispielsweise mit einer dünnen Gummierung überzogen, die für eine angenehme Haptik sorgte. Die Spaltmaße waren gleichmäßig und die Lackierung war ordentlich: die Farbe war sauber aufgetragen und frei von Einschlüssen oder Lacknasen.

In Sachen Ausstattung bot das Shinobi drei Schächte im 5,25″-Format, acht 3,5″-Einbauplätze und Kompatibilität für Mainboards in Mini-ITX, Micro-ATX und ATX. Auf dem Frontpanel wurden zudem vier Mal USB 2.0 sowie Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon geboten. Für die Belüftung der Komponenten sorgten die beiden mitgelieferten 120-mm-Lüfter in der Front und der Rückseite des Gehäuses. Abgesehen davon konnten Anwender weitere fünf 120-mm-Lüfter installieren. Die Montagepunkte der Lüfter und des Netzteils am Boden des Gehäuses kamen mit vorinstallierten Staubfiltern. Eine kleine Kritik musste sich das Shinobi dafür gefallen lassen, dass die Frontverkleidung sehr schwer abzunehmen war. Schlimmer sah es beim Befestigungsmechanismus der 3,5-Zoll-Laufwerke aus. Die Festplatten wackelten im montierten Zustand stark, was zudem der Geräuschkulisse nicht zuträglich war.

Leise und etwas zu warm

Bei der Lautstärke lieferte das BitFenix Shinobi eine sehr gute Leistung ab. Über alle Messungen hinweg konnte es mit Silent-Qualitäten überzeugen, sowohl bei 12 Volt als auch bei 5 Volt. Diese guten Messwerte bei dem Schalldruckpegel machten sich jedoch bei der Systemtemperatur bemerkbar. Die Temperaturen lagen generell am oberen Ende der Vergleichswerte, wenn andere Gehäuse in Betracht gezogen wurden. Wer leistungsstarke Hardware betreiben wollte, der war dazu angehalten, zusätzliche Lüfter zu installieren.

Fazit

Insgesamt machte das BitFenix Shinobi einen sehr guten Eindruck. Für einen Preis von etwa 50 Euro bewies das Shinobi, dass durchweg gute Gehäuse nicht mehrere hundert Euro kosten mussten. Mit wenigen Schwächen, einer guten Verarbeitung und einem schicken und schlichten Design wusste das Gehäuse zu gefallen. Damit eignete sich das Shinobi für eine große Bandbreite an Anwendern und erhielt eine verdiente ComputerBase-Empfehlung.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.



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Für Sockel-AM4-Aufrüster: Ryzen 7 5800X3D Anniversary Edition ist nun verfügbar


Für Sockel-AM4-Aufrüster: Ryzen 7 5800X3D Anniversary Edition ist nun verfügbar

Der als 10 Years AMD AM4 Anniversary Edition wiederbelebte AMD Ryzen 7 5800X3D ist seit kurzem im Handel erhältlich. Die Preise starten bei rund 360 Euro und damit genau dort, wo sie zu erwarten waren. Dafür gibt es die höchste Spieleleistung auf dem betagten Sockel AM4, was sich aber nur für Aufrüster lohnt.

Anfang Juni hat AMD die Bühne der Computex 2026 genutzt, um den AMD Ryzen 7 5800X3D 10 Years AMD AM4 Anniversary Edition offiziell vorzustellen, nachdem diverse Hinweise diesen schon zuvor verraten hatten.

Damit kehrt der allererste Spielespezialist der X3D-Serie mit zusätzlichem L3-Cache zurück in den Markt, nachdem er zwischenzeitlich verschwunden war.

  • AMD Ryzen 7 5800X3D im Test: Effizienter Gaming-Spezialist

Jetzt haben Besitzer einer AM4-Plattform wieder die Möglichkeit, den dafür in Spielen schnellsten Prozessor zu erwerben. Das lohnt sich allerdings nur für jene, die von einer noch älteren und deutlich langsameren CPU aufrüsten wollen. Die moderne AM5-Plattform ist zwar insgesamt wesentlich teurer, was auch am etwa doppelt so teuren DDR5-Speicher liegt, bietet aber weitaus mehr Leistung und mehr Zukunfts­sicherheit. Neukäufer sind damit also besser bedient.

  • AMD Ryzen 7 5800X3D im Test: Letzte Chance für Ryzen-2000/3000-Aufrüster

Bei zahlreichen Händlern ist die AMD Ryzen 7 5800X3D 10 Years AMD AM4 Anniversary Edition ab sofort zu Preisen ab 364 Euro erhältlich.

Kein Unterschied zum alten 5800X3D

Die Jubiläumsauflage des Ryzen 7 5800X3D unterscheidet sich nicht vom Original und bietet somit ebenfalls 8 Zen-3-Kerne und 16 Threads. Der maximale Boost-Takt liegt bei 4,5 GHz und die TDP bei 105 Watt. Gegenüber dem normalen AMD Ryzen 7 5800X werden 64 MB mehr L3-Cache geboten.

Ryzen 7 5800X3D als AM4 10 Years Anniversary Edition
Ryzen 7 5800X3D als AM4 10 Years Anniversary Edition (Bild: AMD)

Die einzigen Neuerungen sind neben dem Namen die angepasste Verpackung sowie ein spezielles Wärmeleitpad („Carbice Ice Pad“), das angeblich Kohlenstoff­nanoröhren nutzt.



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Kioxia Exceria Pro G2 im Test


Mit der Kioxia Exceria Pro G2 testet ComputerBase die neue Flaggschiff-SSD des japanischen Herstellers. Basierend auf dem SM2508-Controller tritt sie gegen die High-End-Riege mit PCIe 5.0 an. Reicht es für das Spitzenfeld mit WD_Black SN8100/Sandisk Optimus GX Pro 8100 (Test) und Corsair MP700 XT Pro (Test)?

Die Kioxia Exceria Pro G2 im Überblick

Rund vier Jahre ist die Kioxia Exceria Pro (Test) auf dem Markt. Da wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger, auch um der High-End-Konkurrenz aus anderem Hause etwas entgegensetzen zu können. Während der Vorgänger das Potenzial von PCIe 4.0 x4 nahezu ausschöpfte, ist es bei der Exceria Pro G2 das Limit der doppelt so schnellen Schnittstelle PCIe 5.0 x4. Und das liegt netto bei etwa 14.900 MB/s, wie die Redaktion schon bei den Flaggschiffen WD_Black SN8100 (Test) und Corsair MP700 Pro XT (Test) feststellen konnte. Um nicht weniger als die Leistungskrone buhlen diese Modelle, zu denen nun auch die Kioxia Exceria Pro G2 zählt.

Kioxia Exceria Pro G2
Kioxia Exceria Pro G2 (Bild: Kioxia)

Zur Vorstellung der Exceria Pro G2 wollte Kioxia den Controller noch nicht verraten. Jetzt steht fest, dass es sich um den SM2508 handelt. Das ist der aktuell schnellste Chip von Silicon Motion für den Verbrauchermarkt. Er besitzt 8 Kanäle und einen eigenen DRAM-Cache. Er ist erheblich effizienter als der Phison E26, aber nicht ganz so effizient wie der selten anzutreffende Phison E28.

Eckdaten des Testmusters

Beim Speicher setzt Kioxia wenig überraschend auf die eigene Produktion: BiCS8-Flash in der TLC-Variante mit 1 Tbit pro Die kommt zum Einsatz.

Garantie und TBW im Vergleich

Bei üblichen fünf Jahren Garantie erlischt diese nach Überschreiten einer vom Hersteller festgelegten Schreibmenge vorzeitig: die „Total Bytes Written“ (TBW). Bei der Kioxia Exceria Pro G2 mit 4 TB liegt diese bei 2.400 TB. Das ist der gängige Wert für 4-TB-SSDs mit TLC-Speicher.

TBW-Vergleich einiger NVMe-SSDs

Preise und Eckdaten

Die Kioxia Exceria Pro G2 ist aktuell bei diversen Online-Shops erhältlich und kostet ab 198 Euro (1 TB), ab 339 Euro (2 TB) und im Falle des Testmusters ab 733 Euro (4 TB).

PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem

Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.

Die Corsair MP700 2 TB für PCIe 5.0 im Test
Die Corsair MP700 2 TB für PCIe 5.0 im Test

Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.

Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.

  • Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
  • AMD Ryzen 9 7900
  • Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
  • DDR5-5200, 38-38-38-84
  • AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
  • GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
  • GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
  • SoftPerfect RAMdisk 4.4
  • Asus BIOS 1222

Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.

Ein Benchmark musste raus

Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.

Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.

Testergebnisse und Benchmarks

Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.

Schreibleistung (SLC-Modus)

Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.

Etwa 20 Prozent (rund 800 GB) des freien Speicherplatzes werden im SLC-Modus mit mehr als 5 GB/s beschrieben. Danach fällt die Schreibrate allmählich ab und erreicht im TLC-Modus noch etwa halb so viel. Ganz am Ende gibt es Schwankungen nach unten. Das Verhalten ist völlig anders als bei Adata XPG Mars 980 (Test) und Biwin X570 Pro (Test), die ebenfalls den SM2508 mit 4 TB TLC-Speicher kombinieren. Bei diesen kommt allerdings Microns B58R-NAND zum Einsatz.

Farbkodierung der nachfolgenden Diagramme
  • Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
  • Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
  • Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
  • Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
  • Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)

Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.

Leseleistung

Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.

Lesen von der SSD (SotTR-Ordner, 32 GB)

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Dicht liegen die meisten PCIe-5.0-SSDs beim praktischen Lesen beieinander. Die Exceria Pro G2 liegt im Mittelfeld und ist etwa genauso schnell wie andere Modelle mit dem SM2508-Controller (Lexar NM1090 Pro, XPG Mars 980 Blade). Trotz des gleichen Speichers besitzt die WD_Black SN8100 aber einen deutlichen Vorsprung, der erst bei hohem Füllstand schwindet. Hier haben die Modelle mit 4 TB Speicherplatz allerdings auch einen Vorteil gegenüber den 2-TB-Modellen, denn absolut bieten sie deutlich mehr freien Speicherplatz.

Kopierleistung

Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.

Kopieren auf der SSD (Steam-Spiele, 195 GB)

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Im Kopiertest ist die Exceria Pro G2 dank 4 TB bei 80 Prozent Füllstand im Spitzenfeld. Allerdings ist der Abstand zu Adata XPG Mars 980 Blade und Biwin X570 Pro sehr groß. In diesem Szenario bietet der Micron-Speicher offenbar Vorteile.

Gaming-Leistung

Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.

3DMark Storage – Score

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

Einheit: Punkte

Nach der WD_Black SN8100 erreicht die Kioxia-SSD die höchste Punktzahl unter den SSDs mit SM2508-Controller. Die Crucial T710 ist aber fast genauso schnell. Adata und Biwin sind in diesem Test weit abgeschlagen.

Office-Leistung

Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt es zwischen Kioxia Exceria Pro G2 und Crucial T710 im PCMark 10. Das gilt auch für die gemessene Latenz von 25 µs. WD_Black SN8100 und Corsair MP700 Pro XT bleiben aber mit 23 µs an der Spitze.

Theoretische Leistung

Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.

Eine Punktlandung liefert die Kioxia Exceria Pro G2 beim maximalen Durchsatz: 14,9 GB/s lesend und 13,7 GB/s werden wie im Datenblatt angegeben erreicht.

Temperaturen

Komplett ungekühlt wird die Kioxia Exceria Pro G2 mit ihren etwa 8 bis 9 Watt maximaler Leistungsaufnahme zu warm, um dauerhaft die volle Schreibleistung zu liefern. Kurioserweise ist schon kurz nach Beginn der Messungen die Leistung mit dem Mainboard-Kühler und Lüfter besser.

Leistungsrating

Nach der WD_Black SN8100 ist die Kioxia Exceria Pro G2 die zweitschnellste PCIe-5.0-SSD mit SM2508-Controller im Testfeld der Redaktion. Der Vorsprung zur Crucial T710 beträgt allerdings nur 3 Prozent.

Rating alle Tests

    • WD_Black SN8100 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Corsair MP700 Pro XT 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Phison E28 2 TB (Referenz)

      PCIe 5.0, Phison E28

    • Kioxia Exceria Pro G2 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T710 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Crucial T705 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Corsair MP700 Pro SE 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Adata XPG Mars 980 Blade 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • MSI Spatium M580 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Samsung 9100 Pro 8 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Biwin X570 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink)

      PCIe 5.0, Samsung Presto

    • Lexar NM1090 Pro 2 TB

      PCIe 5.0, SMI SM2508

    • Seagate FireCuda 540 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E26

    • Biwin X570 2 TB

      PCIe 5.0, Maxio MAP1806

    • Corsair MP700 Micro 4 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Corsair MP700 Elite 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Kioxia Exceria Plus G4 2 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Samsung 990 Evo 2 TB (5.0)

      PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo

    • Crucial P510 1 TB

      PCIe 5.0, Phison E31T

    • SK Hynix Platinum P51 1 TB

      PCIe 5.0, SK Hynix Alistar

    • Samsung 9100 Pro 4 TB

      PCIe 5.0, Samsung Presto

Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.

Fazit

Mit der Exceria Pro G2 spielt Kioxia wieder mit einer eigenen SSD ganz oben mit. Im Durchschnitt ist sie die viertschnellste SSD im Testfeld der Redaktion und die zweitschnellste mit SM2508-Controller. In der Praxis sind Lese- und Schreibleistung sehr hoch und brechen auch bei hohem Füllstand nicht wesentlich ein. Hohe Schreibraten von dauerhaft mehr als 2.500 MB/s sind möglich, allerdings sollte ein Kühler eingesetzt werden, damit es nicht zur Drosselung kommt. Auch die Kopierleistung liegt auf hohem Niveau. Wer High-End mit PCIe 5.0 sucht, wird hier eindeutig fündig. Wirkliche Schwächen gibt es nicht.

  • Sehr hohe Leseleistung
  • Sehr hohe Schreibraten (auch dauerhaft)
  • Hohe Kopierleistung (auch bei hohem Füllstand)
  • Hohe Gaming-Leistung
  • Hohe Office-Leistung
  • Ohne Kühler wird Leistung gedrosselt
ComputerBase-Empfehlung für Kioxia Exceria Pro G2 (4 TB)

An den amtierenden Spitzenreiter WD_Black SN8100/Sandisk Optimus GX Pro 8100 (Test) reicht die Exceria Pro G2 allerdings nicht ganz heran. Dabei kommen doch die gleichen Speicherchips (Kioxia BiCS8) und der gleiche Controller zum Einsatz. Der Controller ist bei der SN8100 allerdings „optimiert“ und arbeitet auch noch ein Stück effizienter.

Bei gleichem Preis wäre die SN8100 daher die erste Wahl. Die Exceria Pro G2 ist aber eine sehr gute zweite Wahl.

Das Thema Preis ist aufgrund der andauernden Speicherkrise ein sensibles. Und so ist auch die Exceria Pro G2 4 TB aktuell nur zu hohen Preisen zu bekommen.

  • HDD, SSD und RAM teurer: Der „historische“ Speicher­engpass ist da

Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.

CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music und Deezer.

Mehr zum Thema:

ComputerBase hat die Exceria Pro G2 leihweise von Kioxia zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Apps & Mobile Entwicklung

Höhere Preise für Produkte: Apple beschuldigt Speicher­hersteller – aber die wehren sich


Höhere Preise für Produkte: Apple beschuldigt Speicher­hersteller – aber die wehren sich

Bild: Apple

Apple versucht sich bei der aktuellen Preiserhöhung als Opfer der DRAM- und NAND-Hersteller darzustellen. Doch diese wehren sich gegen diese Einseitigkeit, denn es ist auch Apple zu verdanken, dass die Speicherindustrie vor vier Jahren in den Abwärtsstrudel ging, als Apple für wenige Cent Speicher aus China kaufen wollte.

Apple wollte Speicher für Cent-Beträge

Es war ein großes Thema im Jahr 2022. Auch ComputerBase berichtete mehrfach darüber, dass Apple zum chinesischen Flash-Speicherhersteller YMTC wechseln wollte und die Verträge quasi schon unterschrieben waren, und zudem Fühler nach dem DRAM-Hersteller CXMT ausstreckte – was zuletzt schon wieder als Gerücht aufkam. Damals hieß es, die neue Partnerschaft würde nicht nur die Abhängigkeit von südkoreanischen Firmen und anderen wie Kioxia und Western Digital verringern, sondern könne auch zu niedrigeren Vertragspreisen für den Speicher führen.

2023 machten Micron & Co. Milliardenverluste

Der Speichermarkt für die westlichen Hersteller ging 2022 und 2023 in eine Abwärtsspirale, auch Micron war stark betroffen. Tech-Riesen wie Apple wollten noch den letzten Cent herausholen, was die Lage für Speicherhersteller über ein Jahr lang noch verschlimmerte und für Milliardenverluste bei den Herstellern sorgte.

Wie Microns Chief Business Officer Sumit Sadana diese Woche erneut erklärte, waren die Margen negativ, es gab kein Geld, das für Investitionen in die Zukunft benötigt worden wäre. Dabei nennt er aber Apple nicht direkt beim Namen, wenngleich Tim Cook zuvor direkt nur die Speicherhersteller beschuldigt hatte.

There’s less supply at a time when consumers want devices, and the memory guys are passing along huge price increases

Tim Cook, Apple

We told a couple of the customers who were being very aggressive with pricing at that time that this is not constructive. A lot of the industry investments got shut down in 2023 because of really poor pricing and really poor margins.

Sumit Sadana, Micron

Keine neue Fab vor drei Jahren = heute keine Kapazität

Da neue Fabriken und deren Ausrüstung gern vier Jahre Zeit benötigen, ist es diese Kapazität, die heute fehlt. Nun müssen alle Speicherhersteller der Nachfrage gerecht werden, die durch KI zudem noch unvorhersehbar stark explodiert ist. Dass die Speicherhersteller derzeit aufgrund der Knappheit außergewöhnlich hohe Gewinne erzielen, lässt sich kaum bestreiten.

Micron schrieb in dieser Woche erneut Rekordzahlen, der Gewinn stieg auf 28,24 Milliarden US-Dollar. Dass es Apple dabei nicht schlechter geht, zeigt ein Blick auf den Gewinn: 29,35 Milliarden US-Dollar waren es im letzten Quartal. Der Unterschied von Apple zu Micron ist, dass sie solche Gewinne seit Jahren ohne Unterbrechung erzielen und auf riesigen Geldreserven sitzen. Micron, Samsung und SK Hynix haben zudem in der Speicherbranche einen Stand, der einem Kartell gleicht und können so viele Dinge direkt diktieren, weshalb sie schon oft Bestandteil von Untersuchungen waren. So schwarz-weiß, wie Apple aber auch Micron die Geschichte erzählen wollen, ist es letztlich also nicht. Das ist in der Politik in den USA inzwischen ebenfalls angekommen.



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