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Künstliche Intelligenz

Punktuell und mittig: Die Bilder der Woche 26


Der Goldene Schnitt gilt als erstrebenswerte Richtlinie für eine gelungene Bildkomposition. Unsere Top-Bilder der Woche zeigen jedoch, dass es auch anders geht: Unter ihnen befinden sich auffällig viele Motive, die mit einer zentralen Bildaufteilung arbeiten.

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Dieses Gespräch und weitere Interviews mit Persönlichkeiten aus der Fotowelt hören Sie in unserem Foto-Podcast Click Boom Flash. Jeden zweiten Sonntag neu und auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

Wir wünschen viel Freude mit den punktuellen, symmetrischen und beinahe spiegelbaren Motiven, die unsere Galeriefotografen für Sie gefunden und erschaffen haben.


Baum am Wasser

Baum am Wasser

The tree

(Bild: Asfotografie)

Der wohl bekannteste Baum von Wales steht einsam im ruhigen Wasser des Llyn Padarn. Die ersten Lichtstrahlen des angehenden Sonnenaufgangs färben eine Wolke goldorange und spiegeln sich im glatten See. Der markante Baum bildet das Zentrum der klaren Komposition. Die Steine im Vordergrund leiten den Blick durch das Bild bis zu den Bergen im Hintergrund. Durch die lange Belichtungszeit wird die Wasseroberfläche geglättet und die stille Stimmung verstärkt.


Pointe du Raz

Pointe du Raz

kreislauffördernd

(Bild: .ChristiaN.)

Der Blick wandert durch die spiralförmige Auffahrt eines Braunschweiger Parkhauses nach oben. Beton, Pfeiler und Leitungen bilden ein grafisches Muster aus Kreisen und Bögen. Die zentrale Perspektive ordnet die Formen präzise an und zieht den Blick direkt in die helle Öffnung. Das Schwarz-Weiß betont die Struktur des Gebäudes und lenkt die Aufmerksamkeit auf Rhythmus, Geometrie und Wiederholung. So wird aus funktionaler Architektur eine nahezu abstrakte Komposition.

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Ringelnatter

Ringelnatter

Wachsam

(Bild: Lightpix84)

Zwischen unscharfen Halmen hebt eine Ringelnatter den Kopf aus ihrem Versteck. Das warme Sonnenlicht lässt die Schuppen der Schlange glänzen und verstärkt ihre typische Zeichnung. Die enge Perspektive lenkt den Blick direkt auf das Reptil. Die geringe Schärfentiefe trennt die Natter von ihrem Habitat am See und lenkt die Aufmerksamkeit auf ihre wachsame Haltung. Es ist ein intensiver Naturmoment, der die Konzentration einer Jägerin auf Beutesuche spürbar macht.


Bergbahn im Schnee

Bergbahn im Schnee

Bergbahn Lauterbrunnen – Mürren

(Bild: Bephep)

Während vielerorts aktuell die sommerliche Hitze dominiert, sorgt dieses Wintermotiv für eine erfrischende Gegenwelt. Eine historische Bergbahn fährt durch tief verschneite Hänge, dahinter ragen dunkle Tannen und die schneebedeckten Gipfel der Berner Alpen auf. Die Aufnahme lebt von ihrer klaren Staffelung: Schnee und Zug im Vordergrund, Wald in der Mitte, Berge im Hintergrund. So entsteht Tiefe, und der Blick wandert durch das Bild. Die nostalgische Bahn setzt einen warmen Farbakzent und verleiht der Szene einen charmanten Vintage-Look.


Highspeed Wassertropfen

Highspeed Wassertropfen

En passant

(Bild: CR09)

Ein einzelner Wassertropfen schwebt über einer schmalen Wassersäule und scheint für einen Augenblick die Schwerkraft zu überlisten. Die zentrale Anordnung, die klare Spiegelung und die konzentrischen Wellen lenken den Blick direkt auf die fragile Verbindung zwischen Tropfen und Oberfläche. Durch die gezielte Kolorierung in Rosa und Blau wird die Szene auf Form, Farbe und Spannung reduziert.


Luftaufnahme eines Baumes

Luftaufnahme eines Baumes

Grüner Punkt

(Bild: thofotomas)

Mitten in einem leuchtend gelben Feld steht ein einzelner Baum und setzt einen kräftigen grünen Akzent. Aus der Vogelperspektive wirkt die Landschaft wie eine zweifarbige Grafik. Durch die zentrale Platzierung wird der Blick sofort auf den Baum gelenkt. Feine Fahrspuren durchziehen die Fläche und geben dem Bild eine klare Struktur. Der starke Kontrast zwischen Gelb und Grün macht die Aufnahme so einprägsam. Ein Motiv, das zeigt: Manchmal reicht ein einziger Baum für ein starkes Bild.


Berliner Nikolaikirche

Berliner Nikolaikirche

HFDT VI

(Bild: K P K)

Die beiden schlanken Türme der Nikolaikirche ragen in den Berliner Himmel. Dazwischen erscheint die Kuppel des alten Stadthauses, das gezielt in die Komposition eingebunden wurde. Die Aufnahme vom Dach des Humboldt-Forums lebt von ihrer präzisen Ausrichtung. Die Türme bilden einen starken Rahmen und lenken den Blick direkt ins Zentrum. Das weiche Abendlicht und die gedämpften Farben verleihen der Architektur zusätzliche Tiefe.


(vat)



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Lukratives Sommergeschäft: Wie Geschäftemacher an Fake-Klimaanlagen verdienen


Die Sommerhitze hat Europa fest im Griff. Aufgeheizte Innenräume sorgen nicht nur für Schweißperlen auf der Stirn, sie können auch gesundheitsschädlich sein. Da finden Klimaanlagen und andere Kühlgeräte reißenden Absatz. Aggressive Anzeigen auf Youtube und in Online-Magazinen bewerben Geräte wie Epicooler, Cooling Ace und Breezamax als „revolutionär“. Doch was davon kann wahr sein?

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Vor allem die Videos versprechen Wundertaten, die mit den Gesetzen der Thermodynamik schwer in Einklang zu bringen sind. „Diese von der NASA entwickelte Klimaanlage kühlt dein Zimmer in 90 Sekunden herunter“, heißt es da und „beim ersten Test sank die Temperatur in unter 2 Minuten von 34 °C auf 17 °C“. Und das bei geradezu lächerlich niedrigem Stromverbrauch: „Die Leistung ist mit einer herkömmlichen Klimaanlage vergleichbar, aber er [sic!] verbraucht bis zu 90[]% weniger Strom“, behauptet eine KI-Stimme, während im Hintergrund vereiste Kupferspulen und diverse Raumfahrttechnologien auftauchen.

Das so beworbene Zaubergerät namens „Epicooler“ kostet knapp 140 Euro und ist laut verschiedener – natürlich frei erfundener – Testberichte in der Lage, ein Schlafzimmer im Spitzboden binnen 20 Minuten von 29 auf 23 Grad herabzukühlen. Ein herkömmliches Klimagerät, etwa eine Monoblock-Klimaanlage aus dem Baumarkt, genehmigt sich für vergleichbare Ergebnisse eine Stromaufnahme von etwa 700 Watt. Epicooler hingegen habe in acht Stunden Betriebszeit lediglich 0,38 kWh verbraucht, also lediglich 47 Watt Leistung geschluckt, behauptet das „Advertorial“.


Produktversprechen von Epicooler

Produktversprechen von Epicooler

Kühle KI-Kammer: Das angebliche Testzimmer ist ebenso ernstzunehmen wie die Messungen.

Schwer vorstellbar, denn das entspräche bei vergleichbarer Kälteleistung einer Leistungszahl von über 40 – und das wäre effizienter als eine fest im Gebäude verbaute und entsprechend isolierte Klimalösung. Epicooler hingegen setzt auf eine spezielle „Luftführungs-Geometrie“ und könne so auf Kühlmittel verzichten. Der Energieerhaltungssatz ist für dieses Gerät offenbar optional und kein physikalisches Gesetz.

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Auch andere Geräte wie Cooling Ace, Coolzy, BreezaMax Pro und AiraBreeze geizen nicht mit vollmundigen Versprechungen: Allesamt seien sie schneller und effizienter als herkömmliche Klimaanlagen, beliebt bei den Kunden und natürlich einfach in der Montage. Zumindest letzteres stimmt bisweilen, denn der BreezaMax etwa ist nichts weiter als ein Akku-Ventilator.


Teardown des BreezaMax

Teardown des BreezaMax

Das ist drin im BreezaMax: Hauptsächlich Plastik, Akkus und ein winziger Motor.

(Bild: Youtube / JDub Adventures)

Der Epicooler und seine optischen Zwillingsbrüder Coolizi Coolzy sowie BrezyMaxx hingegen sind ganzjährig einsetzbar und können nicht nur kühlen, sondern auch heizen. Die Namen bergen einige Verwechslungsgefahren, was Absicht sein dürfte. Denn auch echte Klimaanlagen wie der 7000-BTU-Monoblock „Breezy Cool 2.0“ von Comfee heißen so ähnlich wie die wenig nützlichen China-Püster.

Bei der Recherche nach den wahren Herstellern der Geräte auf der Großhandelsplattform Alibaba fällt auf, dass es sich bei Epicooler offenbar nicht um ein Klimagerät, sondern um einen Heizlüfter mit 1.800 Watt Leistung handelt. Eines der Produktbilder von Alibaba findet sich in einem „Kundenbericht“ auf der Epicooler-Bestellseite wieder. Im „Kühlbetrieb“ schaltet Epicooler das PTC-Heizelement offenbar ab und wird zu einem Ventilator.


Review vs. Produktseite

Review vs. Produktseite

Verdächtig ähnlich: Die Fotos der Alibaba-Produktseite (oben links) und der angeblichen Kundenrezension (unten rechts) sind identisch. Dieselbe Landeseite gibt es auch mit dem Markennamen „Epicooler“.

(Bild: Montage: heise medien)

Der „Luftkühler der nächsten Generation zur Bekämpfung von Hitzewellen“ namens AiraBreeze („kleiner als eine Brotdose“, „98,7 Prozent weniger Stromverbrauch“) verfügt über einen Einfüllstutzen für Wasser, das dann mittels Kapillareffekt von einigen Lamellen aus Pappe oder Baumwolle aufgesogen wird und den Luftstrom des Mini-Ventilators durch Verdunstungskälte abkühlen soll. Das funktioniert in der Theorie, in der Praxis dürfte sich der Kühleffekt jedoch in Grenzen halten.

Das gilt für alle als „revolutionär“ beworbenen Apparate. Keines der beworbenen Geräte lässt vermuten, dass es nennenswerte Kühlleistung erbringen kann. Nur der Luftzug der Ventilatoren (deren Leistung häufig wenige Watt beträgt) erfrischt den Nutzer, Kühlgeheimnisse der NASA sind nicht zu erwarten. Allenfalls in direkter Nähe des Anwenders mag sich ein Kühleffekt einstellen. Die Werbeversprechen in den Videos, gefälschten Testberichten und auf den Produktseiten sind also teilweise schlicht ein Fantasieprodukt.


Falsche Werbeversprechen für Luftkühler

Falsche Werbeversprechen für Luftkühler

Auch für Luftkühler aus China gelten die Gesetze der Physik. Werbeversprechen wie diese sind pure Fantasie.

Der „Testbericht“ zu AiraBreeze wirft eine interessante These auf: „Tragbare Luftkühler sind oft überteuert“, tönt die Werbeseite, das eigene Produkt sei natürlich eine rühmliche Ausnahme. Doch stimmt das? Wir haben den Verkaufspreis einiger Geräte mit dem Großhandelspreis bei Alibaba verglichen. Die oft unveränderten Produktbilder waren dabei außerordentlich behilflich – die Bequemlichkeit der Verkäufer spielte uns in die Karten.

Hinter AiraBreeze steckt offenbar ein batteriebetriebener Verdunstungskühler mit 3 Watt Leistung und einem Großhandelspreis von etwas mehr als 5 Euro. Auf der Bestellseite von AiraBreeze kostet dasselbe Gerät plötzlich das Vierzehnfache. Auch der Epicooler (Verkaufspreis 137,99 Euro, Großhandelspreis 12 Euro) und BreezaMax (87 Euro vs. 8 Euro) sind en detail etwa zehnmal so teuer wie bei Direktbestellung im chinesischen Großhandel.


Luftkühler en Masse bei Alibaba

Luftkühler en Masse bei Alibaba

Freie Auswahl: Eine Vielzahl chinesischer Hersteller bietet die Luftkühler zu Preisen ab 3 Euro an.

Die Geräte kosten also das Vielfache des Großhandelspreises, doch werden sie wenigstens kostenlos versandt? Eine Testbestellung per Paypal soll es zeigen. Direkt nach dem Login werden wir stutzig: Wieso sollen wir Zahlungen im Einzugsverfahren – also einem über Paypal abgewickelten Abonnement – zustimmen? Und wo ist der Gesamtpreis? Einige Klicks später sind wir schlauer: Statt den ohnehin schon sportlichen 69,95 Euro schlägt „UAB Commerce Core“ aus Litauen noch 6,90 Euro für den Versand und eine Garantieerweiterung für 9,99 Euro auf den Kaufpreis auf. Insgesamt wechseln 86,84 Euro den Besitzer. Und über nachgelagerte „Upsell“-Seiten möchte uns der Verkäufer noch Kühlpads, -tücher und weiteres Sommerzubehör andrehen.


Bestellbestätigung Luftkühler

Bestellbestätigung Luftkühler

Testbestellung bei AiraBreeze: Nanu, wo kommt denn die erweiterte Garantie her? Und wieso wurden die Versandkosten zuvor nicht erwähnt?

Das Abo ist natürlich Nepp, also flugs gekündigt, einen Fall bei Paypal eröffnet – da erscheint ein Warnhinweis: Man möge vor einem Disput bei Paypal doch bitte das Unternehmen direkt kontaktieren – so käme man schneller wieder an sein Geld. Gleichzeitig flattert eine Bestellbestätigung ins Postfach: Unser AiraBreeze trudele in gfünf bis neun Werktagen ein. Immerhin ist dies eine zügige Erfrischung im Vergleich zu der beliebten, aber ausverkauften Split-Klimaanlage Midea Portasplit. Und mal sehen, ob der Zoll ebenfalls die Hand aufhalten wird. Wir vermuten, dass das Testgerät direkt vom chinesischen Hersteller ausgeliefert wird.

Bei der Recherche zu den tatsächlichen Verkäufern der Geräte stoßen wir stets auf dieselben drei Unternehmen: „Commerce Core“ aus dem litauischen Vilnius, die ecom7 Ltd. und die Cola Technology International, beide in Hongkong ansässig. Die drei Unternehmen vertreiben die folgenden Produkte:

  • Commerce Core, UAB: Epicooler, AiraBreeze
  • Cola Technology: Solyball Cooling Ace, Coolizi Coolzy, BreezyMax Pro
  • ecom7 Ltd.: Breezamax

Alle drei Unternehmen setzen hauptsächlich Produkte chinesischer Hersteller ab. Sie wickeln die Bestellungen ab, nehmen die Zahlungen entgegen und kümmern sich laut eigenen Aussagen auch um den Kundendienst.

Commerce Core wirbt auf seiner Webseite mit prominenten Partnern: Die Logos von Outbrain, Taboola, Hotjar, Facebook und Stripe tummeln sich in der Übersicht. Outbrain (mit denen auch heise Medien zusammenarbeitet) und Taboola sind Marketingunternehmen, die für die Platzierung der aggressiven Werbeanzeigen in ihrem weltweiten Netzwerk verantwortlich sind. Auch Facebook dürfte mit der litauischen Agentur hauptsächlich als Werbepartner zusammenarbeiten, Stripe hingegen dürfte für die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen verantwortlich zeichnen.

Commerce Core setzte im Jahr 2025 über 120 Millionen Euro um, wie ein Blick in die Geschäftszahlen zeigt. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von über 50 Prozent, die Geschäfte mit Billiglüftern laufen offenbar prächtig. Viel Gewinn macht das Unternehmen allerdings nicht, lediglich knapp 400.000 Euro im Jahr 2025. Das sind nur 0,3 Prozent des Umsatzes.

Wo bleibt das Geld? Wir vermuteten, dass Commerce Core viel Geld für Werbung ausgibt, da diese so häufig auf verschiedenen Kanälen auftaucht. Doch als Werbetreibende sind sowohl bei Youtube als auch bei den Werbeanzeigen in den Google-Suchergebnissen stets andere Namen und Firmen angegeben (bei Outbrain & Co. lässt sich das nicht ganz so einfach ermitteln). Die nervige Werbung schalten vermutlich Mittelsmänner.


Affiliate Marketing für Coolzi

Affiliate Marketing für Coolzi

Hohe Provisionen für Vermittler: Zwei Drittel des Kaufpreises vom Coolizi Coolzy gehen an den Affiliate-Partner.

Offenbar funktioniert das Geschäftsmodell so, dass Commerce Core mit verschiedenen Partnern ein Affiliate-Programm betreibt und diesen pro Bestellung eines Epicooler eine Fangprämie von bis zu 90 US-Dollar auszahlt. Die tatsächlichen Werbetreibenden arbeiten also auf eigene Rechnung, buchen Video- und andere Werbeplätze und leiten Besucher auf die Bestellseiten von Commerce Core, Cola Technology und ecom7 weiter.

Es zeigt sich: Die billigen China-Kühler taugen zum Lehrstück für Internet-Marketing. Zum Spottpreis beim Hersteller eingekauft und mit aggressiver KI-generierter Online-Werbung durch eine Armee von Vertriebspartnern in den Markt gedrückt, finden die Geräte allein durch den Werbedruck ihre Abnehmer.

Doch sie taugen allenfalls für einen seichten Windhauch, die vollmundigen Werbeversprechen sind extrem übertrieben und teilweise schlicht gelogen. Wer bei der aktuellen Hitze Linderung benötigt, sollte zu einem Ventilator aus dem Baumarkt greifen und sich nicht von Epicooler und Co. übertölpeln lassen.

Hinweis in eigener Sache: Die Werbung für die hier beschriebenen Kühler taucht auch auf heise online häufig auf – womöglich direkt unter diesem Artikel. Wir haben darauf nur bedingt Einfluss, sind uns des Problems aber bewusst.


(cku)



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Quantic Dream: Streik soll „Star Wars Eclipse“ und 115 Stellen retten


Beim Pariser Spielestudio Quantic Dream sind 115 Stellen von Entlassungen bedroht, wie das französische Spielemagazin Gamekult berichtet. Die Belegschaft trat demnach in den Streik, um das seit 2021 angekündigte „Star Wars Eclipse“ doch noch fertigstellen zu können.

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Zum Ausstand aufgerufen hatte die französische Spielegewerkschaft STJV. Am 25. Juni errichteten Beschäftigte einen Streikposten vor dem Firmensitz in Paris, wie das französische Spielemagazin Gamekult vor Ort berichtet. Am selben Tag sollte eine Delegation von Lucasfilm den Entwicklungsstand von „Star Wars Eclipse“ prüfen. Für die Streikenden war das der passende Moment, um ein Signal an die Führung zu senden.

Hinter dem Konflikt steht das Aus für „Spellcasters Chronicles“. Das Free-to-Play-MOBA erschien am 26. Februar 2026 im Early Access und fand kaum Spieler. Am 20. Mai stellte Quantic Dream die Entwicklung ein und leitete einen Stellenabbau ein. In das Projekt waren zuvor acht Jahre Arbeit geflossen.

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Betroffen sind nach Darstellung von Gamekult 115 Stellen und damit ein Viertel der Belegschaft des Pariser Studios. Als die Gewerkschaft den Abbau im Mai öffentlich machte, war noch von rund 95 bedrohten Stellen die Rede. Gamekult bezeichnet den Schritt als größten Stellenabbau in einem französischen Studio seit der Schließung von Blizzard France 2020.

„Star Wars Eclipse“ hatte Quantic Dream bei den Game Awards 2021 mit einem aufwendigen Cinematic-Trailer angekündigt. Der Auftritt sorgte für großen Hype, danach zeigte das Studio aber so gut wie nichts mehr zu dem Spiel. 2022 übernahm der chinesische Konzern NetEase das Studio Quantic Dream vollständig, nachdem er seit 2019 bereits Minderheitseigner gewesen war. In der Branche galt das Projekt schon vor dem aktuellen Konflikt als Wackelkandidat. Ob „Star Wars Eclipse“ jemals erscheint, ist offener denn je.

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Die Streikenden wollen den Abbau verhindern, um „Star Wars Eclipse“ noch fertigstellen zu können. Gegenüber Gamekult schildern Mitarbeiter das Studio als chronisch unterbesetzt, die bedrohten Kollegen würden für das Projekt gebraucht.

Auffällig ist das Schweigen von NetEase. Der Konzern aus Hangzhou hatte nach der Corona-Pandemie weltweit Studios gekauft und eröffnet, seit 2025 trennt er sich wieder von vielen Standorten und baut Hunderte Stellen ab. Bereits Anfang 2025 hatte Bloomberg berichtet, NetEase-Chef William Ding halte nur Spiele für entwicklungswürdig, die jährlich hunderte Millionen US-Dollar einspielen. Nach Darstellung der Belegschaft gegenüber Gamekult soll NetEase zudem das Aus für „Spellcasters Chronicles“ durchgesetzt haben – gegen den Willen der Quantic-Dream-Führung.

Die Gewerkschaft STJV hält den geplanten Sozialplan für rechtswidrig. Er ziele gezielt auf das „Spellcasters Chronicles“-Team, und in Frankreich dürfe sich ein solcher Abbau nicht gegen ein einzelnes Projektteam richten, argumentiert die STJV laut Gamekult. Der Streik ist zudem Teil einer landesweiten Protestwelle, zu der die STJV bis in den September aufruft.


(dahe)



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Wie ihr euer NAS am besten für Datei-Sharing nutzt | c’t uplink


Jetzt habt ihr euer NAS, um eure Dateien lokal zu speichern statt bei Google Drive, OneDrive oder Dropbox. Aber wie denn nun konkret? Bindet man den Netzwerkspeicher einfach als SMB-Share ein? Installiere ich umständlich eine Nextcloud? Bringt das NAS vielleicht was mit, beispielsweise Qsync von Qnap? Und was können diese Peer-2-Peer-Lösungen wie Syncthing, Resilio und Seafile? Oder machen Localsend und KDE Connect den ganzen Kram nicht viel einfacher? Im Podcast gehen die c’t-Redakteure Niklas Dierking, Stefan Porteck und Jörg Wirtgen diese Fragen durch.

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Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …

Zuerst die einfachste Lösung, ein Netzwerk-Share. Wir diskutieren die Vor- und Nachteile der gängigsten Protokolle SMB, NFS, Webdav und AFP und gehen dann auf die strukturellen Eigenschaften ein: Die Dateien liegen dann nicht lokal vor, sondern man benötigt ständig eine Netzwerkverbindung, und um von außerhalb des eigenen LANs zuzugreifen, muss beispielsweise der Router ein VPN- oder Wireguard-Netz aufspannen und man muss das irgendwie per DynDNS finden. Auch wie gut das auf dem Smartphone geht, erwähnen wir.

Eine Alternative wäre, Nextcloud auf dem NAS zu installieren: Die Daten liegen dann lokal vor, allerdings benötigt man DynDNS und VPN weiterhin. Wir sind einerseits zufrieden damit, auch weil die meisten Nextcloud-Clients ganz gut mit virtuellen Dateien umgehen können (die nur auf Wunsch lokal gepuffert vorliegen). Andererseits haben wir alle drei Zuverlässigkeits- und Geschwindigkeitsprobleme mit Nextcloud festgestellt, vielleicht aber auch aufgrund zu schwachbrüstiger NAS-Geräte. Gerade wenn man einen Reverse Proxy benötigt, der den DynDNS-Namen innerhalb des LANs auf eine lokale IP umbiegt, damit Transfers nicht auf die Geschwindigkeit der Internet-Anbindung beschränkt sind, und wenn man das beispielsweise mit einem PiHole im Docker auf dem NAS löst, könnten einige NAS überfordert sein.

Einen interessanten Tipp brachte Niklas: OpenCloud ist ein abgespeckter Fork von Nextcloud, der vielleicht performanter läuft. Was auch einen Blick wert ist: Die Software, die das NAS mitbringt. Qnap beispielsweise kommt mit Qsync, was ein ähnlicher Dienst ist: Clients für Windows, macOS, Linux, Android, iOS; die Clients verbinden sich im LAN automatisch direkt per IP; DynDNS über Qnap-Dienste eingebaut; virtuelle Dateien funktionieren einigermaßen.

Weitere Alternativen sind Peer-2-Peer-Lösungen. Eigentlich synchronisieren sie Verzeichnisse zwischen zwei Geräten, die dazu eingeschaltet sein müssen. Auf den ersten Blick klingt es unpraktisch, extra seinen PC einschalten zu müssen, damit das Handy auf aktuellen Stand kommt. Aber der Trick beim NAS ist natürlich, dort einen Client permanent laufen zu lassen. Vorteil der Systeme: Sie fummeln sich von selbst durch die Firewall, sodass man keinen DynDNS benötigt, und der lokale Zugriff erfolgt automatisch schnell. Syncthing machte sich als solches Peer-2-Peer-System bei allen drei gut, auch weil es das für einige NAS als native Anwendung gibt. Allerdings fehlen virtuelle Dateien. Zur Sprache kommen auch die Alternativen Resilio Sync und Seafile.

Schließlich sprachen wir über ganz andere Lösungen, um explizit nur einzelne Dateien auszutauschen, aber auch beispielsweise Zwischenablagen, und das ganze auch ohne Usernamen und Passwörter einfach mit Leuten im gleichen Raum – so etwas wie Apple AirDrop oder Google Quick Share, nur systemübergreifend. Gute Erfahrungen gabs mit Localsend und mit KDE Connect – das anders als der Name vermuten lässt, auch Clients für Windows, macOS, Android und iOS bereit hält.

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Zu Gast im Studio: Niklas Dierking, Stefan Porteck
Host: Jörg Wirtgen
Produktion: Tobias Reimer

► Der von Niklas erwähnte Newsletter c’t Open Source Spotlight

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► c’t auf Papier: überall, wo es Zeitschriften gibt!


(jow)





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