Künstliche Intelligenz
Post zum Freitag: Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankrieges verstehen
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankrieges sind für jeden von uns in irgendeiner Form schon jetzt präsent, sei es beim Blick auf die Zapfsäule oder ins eigene Depot. Die Nervosität an den Märkten steigt, schließlich läuft dieser Krieg und vor allem die Blockade der Straße von Hormus schon eine ganze Weile, und eine mögliche Lösung ist derzeit nicht in Sicht. Da Öl- und Gas die zentrale Rolle in der Produktionskette vieler Produkte spielen, befürchten viele Menschen eine schon bald einsetzende, massive Verteuerung von täglichen Gebrauchsgütern.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die wirtschaftliche Situation ist tatsächlich sehr komplex, die Bedeutung der Straße von Hormus für Lieferketten enorm, die Abhängigkeiten weitreichend. Eben weil das Thema so schwer zu fassen ist, haben wir für Sie einen umfangreichen Artikel erstellt, der den Irankrieg aus einer marktfokussierten Perspektive betrachtet. Wir haben aufgeschlüsselt, weshalb Europa wirtschaftlich verwundbarer ist als die Vereinigten Staaten, welche Auswirkungen konkret zu erwarten sind und was private Anleger jetzt ableiten können. Eines kann ich Ihnen schon mal vorab mitgeben: Ruhe bewahren. Denn die größte Herausforderung liegt aktuell nicht nur in den Märkten selbst, sondern auch darin, wie wir die tägliche Flut an Informationen verarbeiten.
Insbesondere über Social Media strömen permanent echte und falsche Infos auf einen ein, garniert von KI-Müll und allerlei Panik-Posts. Da stellt sich schnell die Frage, weshalb man noch so oft zum Handy greift und derartige Apps tagtäglich öffnet; insbesondere, wenn das Doomscrolling eigentlich gar nicht guttut. Die Antwort ist klar: Viele von uns haben sich nicht nur dran gewöhnt, sondern sind in gewissem Sinne auch schon süchtig nach Smartphone, Social Apps und Co.
Viele haben mittlerweile Ihr Problem erkannt und wollen etwas ändern, was aber gar nicht so einfach ist. Digital Detox ist en vogue. Wussten Sie, dass allein die Anwesenheit eines Smartphones die kognitive Leistungsfähigkeit reduziert? Und weniger Zeit am Handy die Stimmung spürbar verbessern kann? Es gibt reichlich Gründe, die Smartphone-Abhängigkeit in den Griff zu bekommen. Wir geben Ihnen einen Leitfaden an die Hand, der hilft, die Kontrolle zurückzugewinnen.
Was auch immer gut ist: Rausgehen. Den Kopf und gleichsam die Gedanken „lüften“, ein wenig Sonnenschein farmen und bewusst mal einen Gang zurückschalten. Wer Balkon, Terrasse oder Garten hat, kann sich auch noch ein wenig Lieblingsmusik „mitnehmen“ – und zwar über einen smarten Lautsprecher. Diese Woche kam Sonos‘ neuester Outdoor-Lautsprecher Sonos Play in den Handel. Er ist wasserdicht nach Schutzklasse IP67 und soll mit einer Akkuladung 24 Stunden durchhalten. Wie uns der Sonos Play gefallen hat, lesen Sie in dem ausführlichen Testbericht.

Die eigene Biogasanlage bauen? Die Make zeigt, wie es geht.
(Bild: Make)
Wem das allein zu langweilig ist und vielleicht sogar einen Garten hat, kann sich natürlich auch anderweitig beschäftigen – etwa mit dem Bau einer eigenen Mini-Biogasanlage. Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Kollegen von der Make haben (mal wieder) ein spannendes Bastelprojekt aus dem Hut gezaubert. Die Biogasanlage soll unter optimalen Bedingungen 200 Liter Biogas pro Tag mit nur einer täglichen Schüssel Küchenabfällen produzieren. Zugegebenermaßen: Klingt verrückt, ist verrückt, aber gerade deshalb auch äußerst spannend zu lesen.
Zu guter Letzt noch ein wenig Nerd-Lektüre. Derzeit ist ja der Kinofilm „Der Astronaut“ (engl. Project Hail Mary) in aller Munde, und vielleicht schauen auch Sie ihn am Wochenende im Kino. Doch wie realistisch ist der Sci-Fi-Film eigentlich? Unsere Quantenphysikerin hat sich den Film angeschaut und zusammengeschrieben, was tatsächlich möglich ist und welche Dinge völlig mit der Physik kollidieren.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ich wünsche Ihnen ein wunderbares, gelassenes Wochenende, wie auch immer Sie es verbringen.
Ihr
Martin Fischer
Stellv. Chefredakteur heise medien
(mfi)
Künstliche Intelligenz
Firma hafter für ihren Chatbot: Unlauterer Wettbewerb
Für Risiken und Nebenwirkungen haftet der Arzt, wenn sein Chatbot Falschangaben macht. Das hat der vierte Zivilsenat am Oberlandesgericht Hamm (OLG) entschieden. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Fall eines KI-Chatbots, der den beiden promovierten Medizinern „Dr. Rick & Dr. Nick“ frei erfundene Facharzttitel wie „Fachärzte für plastische und ästhetische Chirurgie“, „Fachärzte für ästhetische Medizin“ und „Fachärzte für ästhetische Behandlungen“ andichtete.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das Verhalten des Chatbots sei unzulässig. Und auch, wenn er keinerlei fehlerhafte Datengrundlage an den Bot gegeben habe, sei der Betreiber für die Falschangaben seines eigenen Bots verantwortlich. Somit liege ein Verstoß gegen das Irreführungsverbot des Gesetzes gegen Unlauteren Wettbewerb vor.
Die ausführliche Urteilsbegründung im Verfahren (AZ 4 UKl 3/25) am OLG Hamm liegt derzeit noch nicht vor. Die beklagten Mediziner verdanken ihre Bekanntheit unter anderem einem Fernsehformat und intensiver Präsenz in Sozialen Netzen. Einem weniger dem medialen Schönheitsideal orientierten Publikum wurden sie auch durch kritische Beiträge über das Gebaren der beiden unter anderem im WDR bekannt.
Da es sich bei der Frage der KI-Halluzinationsverantwortung um eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung handelt, haben die Richter im westfälischen Hamm in dem Verfahren die Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) zugelassen. Die beklagte Firma unterlag vor dem obersten ordentlichen deutschen Gericht bereits einmal aufgrund unzulässiger Werbung für medizinisch nicht notwendige Eingriffe.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste PTZ-Überwachungskamera für außen im Test – Reolink vor Instar
Instar IN-9420 2K+
Die IN-9420 2K+ bietet ein schwenk- und neigbares Objektiv mit fünffachem optischen Zoom, hohe Auflösung, Onvif-Support, Dual-WLAN, Personen- und Geräuscherkennung sowie eine Ethernet-Schnittstelle mit PoE. Wie gut die PTZ-Überwachungskamera des deutschen Herstellers Instar in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
- schwenk- und neigbares Objektiv mit fünffachem Zoom
- Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung
- hervorragende Bildqualität (WDR) und relativ hohe Auflösung
- kompatibel mit Homekit, Synology Surveillance Station und Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant (Onvif, MQTT)
- Dual-WLAN-Support inklusive WPA3 und Ethernet mit PoE
- Online-Support mit Forum und Wikis ausgezeichnet
- hoher Preis
- vollständige Integration über MQTT aufwendig
- keine automatische Bewegungsverfolgung
Überwachungskamera Instar IN-9420 2K+ im Test: PTZ, 5-fach-Zoom, Homekit & Onvif
Die IN-9420 2K+ bietet ein schwenk- und neigbares Objektiv mit fünffachem optischen Zoom, hohe Auflösung, Onvif-Support, Dual-WLAN, Personen- und Geräuscherkennung sowie eine Ethernet-Schnittstelle mit PoE. Wie gut die PTZ-Überwachungskamera des deutschen Herstellers Instar in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Instar bietet mit der aktuell für 277 Euro erhältlichen IN-9420 2K+ eine PTZ-Überwachungskamera für den Außenbereich, die über einen 1/2.8 Zoll großen Sony-Starlight-Sensor verfügt und Videos mit bis zu 2560 × 1440 Pixel sowie einer Bildrate von maximal 30 FPS aufzeichnet. Das Objektiv bietet einen fünffachen optischen Zoom mit Brennweiten zwischen 2,8 und 12 mm und ein diagonales Sichtfeld von 30° bis 120°.
Als Videocodec unterstützt die IN-9420 2K+ unter anderem die besonders effiziente Variante H.265 alias HEVC. Farbige Nachtaufnahmen bietet sie dank sechs weißen LEDs ebenfalls. Für Schwarz-Weiß-Aufnahmen stehen bei Dunkelheit auch Infrarot-LEDs zur Verfügung.
An Bord ist auch eine Bewegungserkennung, die Objekte nach Personen, Tieren und Fahrzeugen differenziert. Zusätzliche Sicherheit bietet die integrierte Geräuscherkennung und mit der eingebauten Gegensprechfunktion kann man die IN-9420 2K+ auch zur Kommunikation verwenden. Zudem können Anwender einen externen Lautsprecher an die Kamera anschließen. Als zusätzliche Schnittstelle bietet sie außerdem einen Ausgang für Alarmanlagen.
Neben der für Smartphones und Tablets optimierten App, mit der Anwender die Kamera bedienen, können sie auch per Browser auf die Überwachungskamera zugreifen. Und das ist klar der beste Weg, um sie zu konfigurieren, da nur unter der modernen und übersichtlichen Web-UI sämtliche Konfigurationsparameter zur Verfügung stehen.
Kaum eine Überwachungskamera integriert so viele Netzwerkschnittstellen wie die IN-9420 2K+: Sie bietet Unterstützung für 2,4- oder 5-GHz-WLAN inklusive der besonders sicheren WPA3-Verschlüsselung. Und per Ethernetkabel kann sie ebenfalls Kontakt zum Router aufnehmen. Letzteres funktioniert auch dann noch, wenn etwa Einbrecher mit einem WLAN-Störsender den überwachten Bereich betreten und damit sämtliche WLAN-Geräte wie Überwachungskameras ausfallen. Der bis zu 100 MBit/s schnelle RJ45-Port unterstützt zudem PoE, sodass eine besonders einfache Verkabelung ohne störendes Netzteil möglich ist.
Anwender, denen Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind, dürfen sich bei der Inbetriebnahme der Instar-Kamera darüber freuen, dass sie sich weder für die Nutzung der App, noch für ein Cloud-Konto registrieren müssen. Letzteres ist allerdings nötig, wenn man die Überwachungskamera mit den Diensten Amazon Alexa, Google Assistant oder IFTTT koppeln möchte. Dann muss man sich beim kostenlosen Cloud-Dienst des Herstellers anmelden.
Diesen kann man um ein kostenpflichtiges Abo erweitern, sodass man ab einer Jahresgebühr von 30 Euro auch einen 10 GByte großen Online-Speicher erhält. Doch der ist grundsätzlich nicht nötig, da die IN-9420 2K+ über einen microSD-Card-Slot verfügt, der bereits mit einer 32 GByte großen Speicherkarte standardmäßig ausgestattet ist.
Wie erfolgt Montage & Inbetriebnahme?
Im Lieferumfang der knapp 2 kg schweren Instar IN-9420 2K+ sind Netzteil, Handbuch, zwei Halterungen für Decke und Wand samt Schrauben und Dübeln inklusive Werkzeug enthalten. Mit ihren Abmessungen von 23 × 15 × 15 cm fällt die gut verarbeitete PTZ-Kamera relativ groß aus. Laut Instar ist die IN-9420 2K+ wetterfest nach IP66 und im Temperaturbereich zwischen -20 °C und 55 °C einsetzbar.
Dank einer innovativen Kabelführung lässt sich die PTZ-Kamera so montieren, dass die von den für die Montage infrage kommenden Kabeln (Strom, Ethernet, Alarm) unsichtbar hinter einer Wand verschwinden. Dafür muss man die hintere Abdeckung der Kamera abschrauben und die nötigen Kabel durch die Halterung verlegen. Je nachdem, wie viele Kabel zum Einsatz kommen, verwendet man dafür eine der mitgelieferten Dichtungen mit passenden Durchführungen für die unterschiedlichen Kabel. Das hört sich erst einmal kompliziert an, ist aber in der Praxis dank der hervorragenden Dokumentation relativ einfach und nach wenigen Minuten erledigt. Mehr Informationen zur Montage zeigen wir in der Bildergalerie.
Am einfachsten gelingt die Inbetriebnahme der Instar-Überwachungskamera, wenn sie per Ethernet mit einem Router oder einem Switch verbunden wird. Dann kann man sie bequem per Browser einrichten. Das geht zwar prinzipiell auch mit der App Instar Vision, doch bietet diese nicht sämtliche Konfigurationsoptionen.
Die IP der Überwachungskamera verrät das Instar Kamera Tool, das für Linux, macOS und Windows vorliegt. Achtung: Wer ein VPN aktiviert hat, muss dieses deaktivieren, sonst findet das Tool die Kamera nicht. IP-Scanner wie Angry IP (Heise-Download) findet die Kamera ebenfalls.
Alternativ ist auch die Inbetriebnahme über WLAN und WPS möglich. Auch dann ist die Einrichtung per Browser machbar. Doch nicht jeder Router bietet WPS. Weitere Details zur Einrichtung zeigt die Bildergalerie. Hilfestellungen bei der Installation bietet Instar auch online über die Adresse
Bilder: Instar IN-9420 2K+
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit optischem 5x-Zoom, Onvif, Homekit, Dual-WLAN, PoE, PIR-Sensor, farbige Nachtsicht uvm.
Instar IN-9420 2K+: Die Integration in Home Assistant erfolgt über Onvif, die aber nicht sämtliche Funktionen der Kamera unterstützt. Über MQTT können Nutzer diese aber ergänzen. Dafür müssen sie aber YAML-Dateien editieren. Für Reolink-Überwachungskameras ist dank einer offiziellen Integration das nicht nötig.
Wie sind Bedienung und Konfiguration?
Anwender können die mobile Anwendung Instar Vision, die für Mobiltelefone und Tablets für Android und iOS vorliegt, zur Konfiguration der grundlegenden Funktionen der Kamera verwenden. Weitergehende Konfigurationsoptionen wie Onvif und MQTT stehen aber nur über die moderne Web-UI parat. Generell bieten sowohl die App als auch die Web-UI für die zahlreichen Konfigurationsoptionen detaillierte Erklärungen, sodass das Set-up der Kamera auch für wenig erfahrene Anwender kein Problem sein sollte.
Wie funktionieren Benachrichtigungen, Bewegungserkennung, Gegensprechfunktion
und Datenschutzmaske?
Die Bewegungserkennung kann zwischen Personen, Tieren und Fahrzeugen differenzieren. Dementsprechend lassen sich auch Alarme einstellen. Damit werden Fehlalarme durch andere, sich bewegende Objekte reduziert. Sollte es trotz aktivierter Personenerkennung zu Fehlalarmen kommen, können Anwender unter Alarmbereiche die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung für vier Zonen justieren.
Für einen DSGVO-konformen Betrieb erlaubt die Web-UI unter Einstellungen – Multimedia – Privatsphäre die Konfiguration von bis zu acht Bildbereichen, die bei der Aufnahme automatisch geschwärzt werden. Das ist etwa erforderlich, wenn die Überwachungskamera auf ein fremdes Grundstück oder öffentlichen Bereich ausgerichtet ist.
Benachrichtigungen erfolgen nahezu verzögerungsfrei per Push auf Smartphone oder Tablet. Überdies verschickt die Kamera auf Wunsch Alarmmeldungen auch per E-Mail inklusive Bilder und unterstützt den Upload auf einen FTP-Server, inklusive einer verschlüsselten Übertragung über FTPS oder SFTP.
Die Gegensprechfunktion und die Geräuscherkennung haben im Test einwandfrei funktioniert. Die Sprache ist auf beiden Seiten gut verständlich.
Ansonsten ist die Bedienung der Instar IN-9420 2K+ mit der App und der Web-UI dank übersichtlicher Menüs einfach. Verbesserungspotenzial bietet allerdings die Alarmierung in Kombination mit der Wiedergabefunktion. Erhält man etwa eine Push-Nachricht, öffnet sich nach einem Klick darauf die Live-Ansicht der Kamera. Sinnvoller wäre es aber, wenn man direkt zum aufgenommenen Video im Wiedergabemenü gelangen würde. Zudem wäre es wünschenswert, wenn man aufgenommene Videos nach Alarmart (Person, Fahrzeug, Tier, Geräusch) filtern könnte. An einer entsprechenden Funktionserweiterung arbeitet Instar bereits. Sie soll noch in diesem Sommer ausgerollt werden.
Wie gut lässt sich das schwenk- und neigbare Objektiv steuern?
Die Steuerung der Schwenk- und Neigefunktion ist äußerst vielfältig. Instar informiert darüber ausführlich in seinem Online-Wiki. Insgesamt können Anwender bis zu acht Positionen speichern, die per Klick oder automatisch angefahren werden. Für ein automatisches Anfahren von Positionen müssen diese natürlich definiert sein. Dann kann man in der Web-UI eine Zeit für die jeweilige Position einstellen, wie lange die Kamera auf dieser verweilen soll, möglich sind Werte zwischen 1 Minute bis zu 12 Stunden. Anschließend stellt man noch die Anzahl der Wiederholungsfahrten ein, hier sind maximal bis zu 50 möglich. Nun fährt die Kamera automatisch die zuvor gespeicherten Positionen ab.
Ansonsten gelingt das Schwenken und Neigen der Kamera in der App sehr intuitiv. Einfache Touch-Gesten reichen hierfür aus. Zudem gibt es noch die klassische PTZ-Steuerung mit Pfeil-Tasten und P für das Anfahren respektive Speichern von Positionen (siehe auch Bildergalerie).
Eine automatische Bewegungsverfolgung hat die Instar IN-9420 2K+ allerdings nicht zu bieten.
Wie gut ist die Bildqualität der Instar IN-9420 2K+?
Dank der Unterstützung von Wide Dynamic Range (WDR) und der Möglichkeit, diese Funktion an die jeweilige Umgebung anpassen zu können, gibt es an der Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa Gegenlicht, nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Die Aufnahmen bei Tag sind wie schon bei der IN-9408 2K+ (Testbericht) sehr detailreich. Bei Dunkelheit überzeugen auch die Schwarz-Weiß-Aufnahmen auf Basis der Infrarot-LEDs mit einer hervorragenden Bildqualität (siehe auch Bildergalerie). Und auch die farbigen Nachtaufnahmen unter Zuhilfenahme der sechs weißen LED-Strahler überzeugen mit einer guten Bildqualität.
Welche Smart-Home-Plattformen unterstützt die Instar IN-9420 2K+?
Genau wie das Modell mit starrem Objektiv, die IN-9408 2K+ (Testbericht), unterstützt auch die PTZ-Variante IN-9420 2K+ jede Menge andere Plattformen. So lässt sie sich unter Apple Homekit, Amazon Alexa und Google Assistant einbinden. Und auch die Ausgabe des Livestreams auf ein smartes Display (Ratgeber), wie Echo Show funktioniert. Allerdings vergehen wie bei anderen Instar-Kameras einige Sekunden, bis der Livestream erscheint. Außerdem hat er einen Versatz von bis zu 10 Sekunden. Das schaffen andere Modelle wie die Foscam CM5 (Testbericht) deutlich besser.
Die Integration unter Home Assistant (Testbericht) bietet auch Zugriff auf den Livestream und den Bewegungssensor der Kamera. Damit können Anwender die Instar IN-9420 2K+ für Automatisierungen, etwa zum Aufbau einer umfassenden Alarmanlage, verwenden. Oder sie verwenden den PIR-Sensor der Kamera zum Einschalten eines Leuchtmittels.
Mithilfe von MQTT können Anwender auf nahezu sämtliche Funktionen der Kamera zugreifen. Allerdings erfordert die Umsetzung einigen Aufwand. Begrüßenswert wäre eine Integration, wie sie etwa für Reolink-Kameras vorliegt und die sämtliche Funktionen integriert, ohne dass man dafür mühevoll Yaml-Dateien editieren muss.
Preis: Was kostet die Instar IN-9420 2K+?
Instar verkauft die IN-9420 2K+, die es in Schwarz und in Weiß gibt, regulär für 299 Euro. Aktuell ist sie für 277 Euro erhältlich. Das ist vergleichsweise viel Geld für eine PTZ-Kamera mit Onvif-Support und fünffachem optischen Zoom. Denn eine solche gibt es schon für deutlich weniger. Als Alternative käme etwa die Reolink Trackmix PoE (Testbericht) für knapp 153 Euro infrage.
Doch den Reolink-Kameras fehlt WDR-Support, sie unterstützen außerdem WLAN und Ethernet nicht gleichzeitig. Und auch eine verschlüsselte Übertragung auf einen FTP-Server beherrschen die Modelle nicht. Die Konfiguration der IN-9420 2K+ abzuspeichern und gegebenenfalls wiederherzustellen sind Funktionen, die sie für den professionellen Einsatz qualifizieren.
Obendrein bietet Instar nicht nur ein sehr detailliertes Handbuch, sondern auch ein Forum sowie viele Online-Wikis, die Anwendern hilfreich zur Seite stehen respektive sämtliche Funktionen der Kamera ausführlich dokumentieren. Vom ausgezeichneten telefonischen Support wissen auch bisherige Instar-Kunden zu berichten. Und bei einem deutschen Hersteller gibt es in puncto Support auch keine Sprachbarriere.
Weitere Alternativen zur Überwachung von Außenräumen aus unserer Bestenliste zeigen wir in folgender Tabelle.
Fazit
Wie schon das mit einem starren Objektiv ausgestattete Schwestermodell IN-9408 2K+ hinterlässt auch die PTZ-Variante Instar IN-9420 2K+ im Test einen hervorragenden Eindruck. Sie bietet mit 2560 × 1440 Pixel zwar nicht die höchste Auflösung, überzeugt dafür aber mit einer exzellenten Bildqualität, die auch in schwierigen Situationen wie Gegenlicht oder bei Nacht nicht nachlässt. Über Alarme informiert sie nicht nur per Push, sondern optional auch per E-Mail, inklusive Bilder oder Videos, sowie per Upload auf einen FTP-Server, der auch verschlüsselt erfolgen kann.
Der Livestream steht in der App oder Browser zügig parat, wenn die Kamera per Ethernet mit dem Router verbunden ist. Über WLAN muss man unter Android einige Sekunden warten, während die iOS-App ihn etwas zügiger anzeigt. Fehlalarme sind dank Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung praktisch ausgeschlossen. Im Test haben wir jedenfalls keine registriert.
Positiv ist auch, dass Anwender die Instar IN-9420 2K+ dank Onvif-Support mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station lokal ansteuern und in Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant einbinden können. Auch zu Homekit ist die Kamera kompatibel. Insgesamt sind die Integrationsmöglichkeiten hervorragend. Auf der Habenseite stehen auch die flexiblen Montageoptionen. Und dank einer innovativen Kabelführung ist bei optimaler Montage nichts von diesen zu sehen.
Insgesamt ist die Instar IN-9420 2K+ nicht nur für Privatanwender, sondern dank ihrer vielen Sicherheitsfunktionen, dem Benutzermanagement und dem exzellenten Online-Support auch für Unternehmen sehr empfehlenswert. Vor allem dann, wenn Anwender Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legen. Denn anders als viele Überwachungskameras lässt sich die Instar komplett ohne Hersteller-App und Cloudanbindung lokal steuern.
Verbesserungspotenzial gibt es aber ebenfalls. So hat etwa die Integration in Home Assistant noch einige Luft nach oben. Dank MQTT-Support können Anwender zwar prinzipiell auf sämtliche Funktionen der Instar zugreifen, doch die dafür nötige Konfigurationsarbeit ist mit dem Editieren von YAML-Dateien sehr aufwendig. Ein Blick auf die Reolink-Integration zeigt, dass dies auch einfacher geht. Begrüßenswert wäre ebenfalls eine automatische Bewegungsverfolgung.
Die Ausgabe des Livestreams auf einem smarten Display wie Amazon Echo Show funktioniert zwar, doch der zeitliche Versatz ist mit bis zu zehn Sekunden relativ groß. Hier besteht ebenfalls Verbesserungsbedarf.
- Historie:
- Der Testbericht erschien im Juni 2024
- Preisupdate: siehe Artikeldatum
Künstliche Intelligenz
Netz-Maut für Big Tech: Telekom-Chef gibt auf
Im Ringen um eine finanzielle Beteiligung von US-Technologieriesen wie Google und Netflix an Netzkosten vollzieht die Deutsche Telekom einen Kurswechsel. „Ich möchte mit den großen Konzernen natürlich meinen Frieden haben“, sagte Telekom-Chef Tim Höttges am Mittwoch in Bonn.
Weiterlesen nach der Anzeige
Höttges setzt auf Partnerschaften
Die EU erkenne zwar den Handlungsbedarf an, es gebe aber keine konkrete Regulierung und damit auch keine wirkliche Hilfestellung, monierte Höttges. „Bevor ich mich politisch verkämpfe, werde ich dann Partnerschaften suchen mit den großen Partnern.“
Höttges und andere Chefs großer europäischer Telekommunikationskonzerne hatten in den vergangenen Jahren immer wieder darauf gedrängt, die US-Technologieriesen an Kosten zu beteiligen, schließlich nutzten deren Datendienste die europäischen Netze und zahlten dafür keinen Cent.
Während die Telcos von den US-Riesen einen „Fair Share“, also einen fairen Anteil an den Kosten fordern, argumentieren diese Firmen, dass die Nachfrage nach gutem Internet erst wegen ihrer Dienste so hoch sei und dass davon auch die Netzbetreiber profitierten.
Mangel an politischer Unterstützung
In Teilen der deutschen und europäischen Politik stießen die Netzbetreiber mit ihrer Haltung zwar auf Verständnis, EU und Bundesregierung wollten deswegen aber keinen Konfrontationskurs mit den USA. Diese Tatsache bringt Telekom-Chef Höttges nun zähneknirschend zu der Erkenntnis, dass seine „Fair Share“-Forderung keinen Erfolg haben wird.
Weiterlesen nach der Anzeige
„Die Deutsche Telekom hat eigentlich diese Fair-Share-Debatte aufgegeben“, sagte der Manager. „Wir schaffen hier keinen Fortschritt und wir kriegen auch keine politische Unterstützung für das Thema. Deswegen suche ich momentan die Nähe zu den großen Internetkonzernen in Amerika, dass wir hier zu einem partnerschaftlichen Austausch der Datenverkehre kommen.“ Man müsse dann sehen, wie man die entstehenden Kosten anderweitig kompensieren könne.
In einem langwierigen Rechtsstreit hatte die Deutsche Telekom im Februar vor Gericht durchgesetzt, dass der Facebook-Mutterkonzern Meta ihr rund 30 Millionen Euro für den Datentransport in einem bestimmten Zeitraum zahlen muss. Man habe den Prozess zwar gewonnen und erwarte jetzt die Zahlung, sagte Höttges. Er fügte hinzu, dass er nun aber seinen Frieden haben möchte.
(vbr)
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
