Online Marketing & SEO
Attributionsmodelle: Bewertest Du Deine Conversions richtig?
Attributionsmodelle sind ein zentraler Bestandteil im Performance Marketing – und gleichzeitig eine der häufigsten Ursachen für Missverständnisse in der Datenanalyse. Wenn Conversion-Zahlen zwischen Google Ads, Google Analytics 4 (GA4) und internen Systemen abweichen oder Direct-Conversions plötzlich dominieren, steckt dahinter meist kein Nutzerverhalten, sondern ein Verlust von Tracking-Informationen. In meinem Blogbeitrag zeige ich Dir, wie Attributionsmodelle funktionieren und wie Du Deine Conversion-Daten richtig einordnest, bevor Du die falschen Schlüsse ziehst.

Bewertest Du Deine Conversion-Daten richtig? Oder machen Dir die Attributionsmodelle die Interpretation schwer?
Was ist Attribution im Online Marketing?
Stell Dir vor, ein*e Kund*in kauft nach fünf verschiedenen Kontaktpunkten – welcher Kanal hat den Kauf wirklich verdient? Genau das ist die Frage, die Attribution im Online Marketing beantwortet: die Zuordnung von Conversions zu bestimmten Marketingkanälen oder Touchpoints. Welches Attributionsmodell dabei zum Einsatz kommt, entscheidet darüber, wie der Wert einer Conversion auf die einzelnen Kanäle verteilt wird.
In der Praxis verläuft der Weg zur Conversion selten geradlinig. Nutzer*innen kommen meist nicht über einen einzigen Klick zum Kauf oder zur Anfrage, sondern haben mehrere Berührungspunkte mit Deinem Unternehmen. Sie sehen beispielsweise eine Anzeige, informieren sich später über eine organische Suche, klicken vielleicht noch einmal auf eine Remarketing-Anzeige und kehren schließlich direkt auf die Website zurück.
Genau hier setzt Attribution an: Sie bewertet diese einzelnen Touchpoints innerhalb der Customer Journey und verteilt den Wert der Conversion entsprechend. Die zentrale Frage lautet dabei immer: Welcher Kanal bekommt welchen Anteil?
Eine eindeutige Antwort darauf gibt es jedoch selten. Unterschiedliche Modelle gewichten die Verteilung unterschiedlich – und ein Teil der Nutzerinteraktionen lässt sich technisch schlicht nicht lückenlos tracken. Dadurch entsteht zwangsläufig ein gewisser Interpretationsspielraum bei der Bewertung Deiner Marketing-Performance.
Warum sind Attributionsmodelle wichtig?

Attributionsmodelle bestimmen, wie viel Anteil der jeweilige Kanal an der Conversion hatte. Es gibt verschiedene Modelle, die unterschiedliche Ansätze verfolgen.
Attributionsmodelle bilden die Grundlage dafür, wie Du die Leistung Deiner Marketingkanäle bewertest. Je nachdem, welches Modell verwendet wird, kann dieselbe Conversion unterschiedlich bewertet werden – mit direkten Folgen für Deine Entscheidungen:
- Budgets werden dorthin verschoben, wo vermeintlich die besten Ergebnisse erzielt werden.
- Automatisierte Gebotsstrategien orientieren sich an den gemessenen Conversions.
- Kampagnen werden falsch optimiert, wenn die zugrunde liegenden Daten verzerrt sind.
Wichtig dabei: Die Zahlen in Deinen Tools bilden nie die komplette Realität ab, sondern immer nur den Teil, der technisch erfasst und zugeordnet werden konnte. Ein Kanal kann also einen deutlich größeren Einfluss auf die Conversion haben, als es die Daten vermuten lassen.
Ein typisches Warnsignal: Ein auffällig hoher Anteil an Direct Traffic bedeutet meist nicht, dass viele Nutzer*innen direkt auf die Website kommen und dieser Kanal besonders stark performt. In der Praxis werden häufig vorherige Touchpoints nicht mehr erkannt und die Conversions landen fälschlicherweise im Direct-Kanal.
Die wichtigsten Attributionsmodelle einfach erklärt
Damit Conversions entlang der Customer Journey eingeordnet werden können, stehen verschiedene Modelle zur Verfügung. Sie unterscheiden sich darin, welchem Touchpoint wie viel Gewicht gegeben wird.

Ein Überblick über die wichtigsten Attributionsmodelle siehst Du hier. Vor allem Last Click und das datengetriebene Modell sind im Performance Marketing am stärksten vertreten.
Last-Click-Modell
Der letzte Kontakt vor der Conversion erhält die vollständige Zuordnung. Dieses Modell ist einfach verständlich und wird häufig als Ausgangspunkt genutzt. Frühere Berührungspunkte bleiben dabei unberücksichtigt.
First-Click-Modell
Der erste Kontakt erhält die vollständige Zuordnung. Es zeigt, über welchen Kanal Nutzer*innen erstmals mit Deinem Angebot in Berührung kommen. Besonders in frühen Phasen der Customer Journey kann diese Perspektive hilfreich sein.
Lineares Modell
Der Conversion-Wert wird gleichmäßig auf alle erfassten Kontaktpunkte verteilt. Alle Schritte innerhalb der Customer Journey werden berücksichtigt, ohne einzelne besonders hervorzuheben.
Datengetriebenes Modell
Es basiert auf statistischen Auswertungen realer Nutzerdaten. Es analysiert, welche Touchpoints typischerweise zum Abschluss beitragen, und gewichtet diese entsprechend. Damit ist es das differenzierteste – und im Performance Marketing heute empfohlene – Modell.
Wichtig: Jedes Modell beleuchtet die Customer Journey aus einer anderen Perspektive. Welche Sichtweise sinnvoll ist, hängt davon ab, welche Fragestellung im Vordergrund steht.
Google Ads vs. GA4: Warum Deine Zahlen unterschiedlich sind
Wenn Du Conversion-Daten aus Google Ads und GA4 vergleichst, wirst Du fast immer Abweichungen feststellen. Das liegt nicht daran, dass eines der Systeme falsch misst, sondern daran, dass beide unterschiedliche Ansätze verfolgen.

Die Bewertung und Messung von Conversion-Daten kann sich je nach Plattform unterscheiden, wenn diese unterschiedliche Attributionen verwenden.
Google Ads bewertet Conversions aus der Perspektive der Kampagnensteuerung. Zusätzliche Signale und Modellierungen werden einbezogen, um den tatsächlichen Beitrag von Anzeigen möglichst realistisch abzubilden, auch wenn nicht mehr alle Touchpoints eindeutig nachvollziehbar sind.
GA4 arbeitet dagegen stärker auf Basis der tatsächlich erfassten Nutzerdaten. Es ordnet Conversions nur dann eindeutig zu, wenn die entsprechenden Informationen entlang der Customer Journey vorhanden sind. Gehen diese Daten verloren, zum Beispiel durch Cookie-Einschränkungen oder fehlende Parameter, kann die ursprüngliche Quelle nicht mehr erkannt werden.
Das Ergebnis: Während das Attributionsmodell in Google Ads Lücken durch Modellierung schließt, bildet GA4 eher das ab, was technisch messbar ist. Beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung, zeigen aber unterschiedliche Ausschnitte derselben Realität.
Abweichungen zwischen den Systemen sind deshalb kein Ausnahmefall, sondern die Regel. Erst im Zusammenspiel beider Perspektiven entsteht ein vollständigeres Bild Deiner Marketing-Performance.
Das eigentliche Problem: Tracking Prevention und Datenverluste
Ungenaue Attribution entsteht oft nicht durch die Modelle selbst, sondern durch eine lückenhafte Datengrundlage. Die Rahmenbedingungen für Tracking haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die wichtigsten Ursachen im Überblick:
- Browser-Technologien wie Intelligent Tracking Prevention oder Enhanced Tracking Protection begrenzen die Lebensdauer von Cookies oder blockieren bestimmte Tracking-Mechanismen vollständig. Dadurch gehen Informationen verloren, die für die Zuordnung von Conversions entscheidend sind.
- Consent-Lösungen führen dazu, dass Nutzer*innen aktiv entscheiden, welche Daten gespeichert werden dürfen. Wird das Tracking abgelehnt oder nur teilweise akzeptiert, entstehen Lücken in der Datenerfassung.
- Gerätewechsel zwischen Smartphone und Desktop oder Browsern verhindern, dass einzelne Touchpoints zusammengeführt werden können. Ein erster Kontakt über das Smartphone und eine spätere Conversion am Desktop lassen sich dann nicht mehr verbinden.
- Verlust von Trackingparametern wie dem gclid. Ohne diese Informationen kann ein Klick keinem Kanal, insbesondere Google Ads, eindeutig zugeordnet werden. Ursachen sind z. B. fehlerhafte Weiterleitungen, fehlendes Speichern des Parameters auf der Website oder technische Einschränkungen.
- Die Folge: Einzelne Schritte der Customer Journey sind nicht mehr sichtbar. Je mehr Informationen fehlen, desto schwieriger wird es, den tatsächlichen Beitrag der einzelnen Kanäle korrekt zu bewerten – unabhängig davon, welches Attributionsmodell verwendet wird.
Abweichungen zwischen Google Ads und GA4: Auswirkungen auf Deine SEA-Performance richtig bewerten
Abweichende Zahlen zwischen Google Ads und GA4 sind kein Zufall. Sie haben konkrete Ursachen und können zu folgenreichen Fehlentscheidungen führen. Ein Praxisbeispiel zeigt, wie das passiert.
Wenn Direct Traffic plötzlich dominiert
In GA4 basiert die Standardzuordnung auf dem Last-Non-Direct-Click-Modell. Direct Traffic wird nur dann gewertet, wenn kein anderer Kanal identifiziert werden kann. Steigt der Direct-Anteil deutlich an, fehlt meist ein Teil der Customer Journey. Nicht die Nutzer*innen kommen plötzlich häufiger direkt, sondern vorherige Touchpoints werden nicht mehr erkannt. Kanäle wie Google Ads oder Organic Search verlieren dadurch an Sichtbarkeit, obwohl sie weiterhin einen Beitrag leisten.
Ausgangssituation aus der Praxis
In einem konkreten Fall zeigte sich genau dieses Muster. Die Conversion-Zahlen unterschieden sich stark zwischen der internen Datenbank, GA4 und Google Ads. Während Google Ads eine solide Anzahl an Conversions auswies, lagen die intern gemessenen Anfragen deutlich darunter.

Im Screenshot siehst Du den ungewöhnlich hohen Anteil an Conversions, die über den Kanal „Direkt“ gemessen werden, während SEO (google/organic) und SEA (google/cpc) vergleichsweise geringe Ereignisse messen. Das ist ungewöhnlich.
Parallel dazu fiel ein ungewöhnlich hoher Anteil an Direct-Conversions in GA4 auf. Dieser lag sogar vor anderen Kanälen wie Organic oder Paid. Das ist in der Praxis sehr unwahrscheinlich und deutet auf ein strukturelles Tracking-Problem hin.
Ursache: Verlust von Tracking-Informationen
Die Abweichungen lassen sich in vielen Fällen auf fehlende Daten zurückführen:
- Tracking-Parameter wie der gclid werden nicht korrekt gespeichert.
- Browser schränken das Tracking ein. Cookies werden gelöscht oder gar nicht erst gesetzt.
- Nutzer*innen wechseln zwischen Geräten.
- Ein intern eingesetztes Zuordnungs-Tool erweist sich in der Praxis als fehlerhaft.
Die Conversions werden zwar erfasst, der ursprüngliche Kontaktpunkt jedoch nicht mehr erkannt. Die Anfragen erscheinen dann in der Datenbank oder in GA4 ohne klare Quelle. Häufig werden sie dem Direct-Kanal zugeordnet.
Google Ads kann solche Lücken teilweise durch Modellierungen ausgleichen. Dadurch entstehen weitere Unterschiede zwischen den Systemen.
Auswirkungen auf die Bewertung der Kampagnen
Auf Basis dieser Daten entstand im Beispiel die Annahme, dass Google Ads weniger effektiv ist als gedacht. Der Cost-per-Acquisition wirkte zu hoch, da intern weniger Anfragen sichtbar waren. Die logische Konsequenz schien eine deutliche Senkung des Ziel-CPA zu sein. Diese Einschätzung greift jedoch zu kurz. Ein Teil der tatsächlichen Leistung wurde nicht korrekt erfasst. Die Kampagnen wirkten dadurch schlechter, als sie tatsächlich waren.
Risiko falscher Entscheidungen vermeiden
Eine starke Reduktion des Ziel-CPA hätte direkte Auswirkungen auf die Kampagnensteuerung gehabt:
- Die Gebotsstrategie wäre deutlich restriktiver geworden.
- Weniger Auktionen wären gewonnen worden.
- Die Reichweite wäre gesunken und damit auch das Anfragevolumen.
Gerade bei automatisierten Gebotsstrategien ist eine ausreichende Datenbasis entscheidend. Werden Conversions unterschätzt, fehlt dem System ein Teil der Signale. Das kann die Gesamtperformance verschlechtern.
Der richtige Umgang mit Attributionsproblemen
Attributionsprobleme lassen sich nicht vollständig vermeiden. Du kannst aber lernen, besser damit umzugehen und Deine Daten realistischer zu bewerten.
1. Attributionsmodelle verstehen
Nur wenn klar ist, nach welcher Logik Conversions zugeordnet werden, lassen sich die Zahlen sinnvoll einordnen. Das gilt sowohl für das Attributionsmodell in Google Ads als auch für das Attributionsmodell in Google Analytics 4.
2. Sauberes Tracking-Setup sicherstellen
- Parameter wie gclid oder UTM-Tags müssen korrekt übergeben werden.
- Weiterleitungen sollten auf korrekte Parameterübergabe geprüft werden.
- Consent-Einstellungen sollten regelmäßig kontrolliert werden.
- Regelmäßige Tests helfen, Fehler frühzeitig zu erkennen und Datenverluste zu reduzieren.

Conversion-Aktionen im direkten Vergleich des Google Ads Interface: Schon hier fallen die Unterschiede zwischen beiden Tools auf.
3. Daten nie isoliert betrachten
Google Ads, GA4 und interne Systeme zeigen jeweils unterschiedliche Perspektiven. Erst im Zusammenspiel entsteht ein vollständigeres Bild. Abweichungen sind dabei kein Problem, sondern ein wichtiger Hinweis auf Zusammenhänge.
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4. Vorsicht bei schnellen und starken Anpassungen
Änderungen an Ziel-CPA oder Budgets sollten immer schrittweise erfolgen. Gerade bei automatisierten Gebotsstrategien kann eine zu starke Korrektur negative Auswirkungen auf Reichweite und Performance haben.
5. Zusätzliche Tools einsetzen
Wenn die Komplexität steigt, können Attribution- oder Marketing-Mix-Modelle helfen, Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen und besser zu bewerten. Sie ersetzen kein Tracking, liefern aber eine stabilere Grundlage für strategische Entscheidungen.
Fazit: Attribution verstehen, statt Zahlen blind zu vertrauen
Attributionsmodelle sind die Grundlage jeder Conversion-Bewertung im Performance Marketing. Ohne grundlegendes Verständnis lassen sich Conversion-Daten nur schwer richtig interpretieren. Gleichzeitig wird das Tracking durch Datenschutzbestimmungen und technische Einschränkungen immer anspruchsvoller.
Datenlücken und Abweichungen gehören zum Alltag. Sie bedeuten nicht, dass Deine Kampagnen nicht funktionieren. Sie zeigen vielmehr die Grenzen der Messbarkeit auf.
Entscheidend ist, wie Du mit diesen Einschränkungen umgehst. Wer Zahlen im Kontext betrachtet, verschiedene Perspektiven einbezieht und nicht vorschnell reagiert, trifft bessere Entscheidungen. Genau darin liegt der Unterschied zwischen reiner Datenauswertung und fundierter Performance-Analyse.
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Bildnachweis: Titelbild: wenich/stock.adobe.com; Bild 2: Firman Dasmir/stock.adobe.com; Bild 3: generiert mit ChatGPT/seokratie.de; Bild 4: Amena/stock.adobe.com; Bild 5 & 6: Screenshots aus Google Analytics 4 und Google Ads, eigene Nachbearbeitung/Seokratie
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Frisches Design, neue Agentur: So will Vitakraft zur globalen Top-Marke für Heimtierbedarf werden
Das neue Packaging-Design von Vitakraft
Im September 2025 hat Vitakraft Pahnke als internationale Leadagentur installiert. Jetzt haben die Hamburger geliefert – und zwar einen komplett neuen Markenauftritt – inklusive Corporate Design, Logo, Markenversprechen und Claim. Der kommunikative Big Bang ist für 2027 geplant. Dafür hat sich der Heimtierspezialist jetzt eine neue Mediaagentur an Bord geholt.
Vitakraft hat sich viel vorgenommen. Der in Bremen beheimatete Spezialist für Heimtierbedarf, der weltweit täglich rund 1,2 Millionen Produk
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Mega-Update für Meta Marketing: Das alles ist neu
AI Tools machen Kampagnen performanter, sagt Meta und liefert reihenweise neue Optionen für Advertiser, Agenturen und Creator. Dazu gehören KI-Übersetzungen in Creatives, einfachere Partnership-Entdeckungen und ein Shared Space für Creative und Media Teams.
Mit Zahlen überzeugt man im Marketing des Öfteren. Deshalb setzt Meta zwei relevante Größen ein, um Werbetreibenden und Creatorn die neuen Lösungen im eigenen Werbekosmos schmackhaft zu machen. Über 3,5 Milliarden User nutzen die Meta App Family regelmäßig. Da ist es kein Wunder, dass Werbung auf Facebook, Instagram, Threads und WhatsApp ihren Effekt hat. Laut Meta erhalten Advertiser im Jahr 2026 einen 25 Prozent höheren ROAS als noch 2022: Jedem ausgegebenen US-Dollar stehen 4,13 US-Dollar Umsatz gegenüber. Das ist das Ergebnis einer Analyse von einer Million Meta-Kampagnen im April, basierend auf einem Test-Framework der University of California in Berkeley.
Für diese Entwicklung macht Meta insbesondere die generative KI verantwortlich, die Marketern dabei hilft, Grenzen zu überwinden. Deshalb liefert der Konzern jetzt eine Reihe neuer Optionen, um mithilfe von KI noch mehr, noch bessere und international verfügbare Werbung auszuspielen. Dabei kommen auch Creator auf ihre Kosten, die prominent für Kooperationen hervorgehoben werden.
Standortgebühren für Meta Ads:
Meta legt Kosten auf Advertiser um

So verbessert Meta die AI Creative Journey: Neuer Hub, Agenturintegrationen und bessere Werbetexte
Im Rahmen des Cannes Lions Festivals stellte Meta den Update-Reigen für die Werbe- und Creator-Szene vor. Ganz neu ist zum Beispiel ein Shared Space für Media und Creative Teams. Dort sollen Kampagnenergebnisse und Analysen für das Marketing direkt mit Folgekampagnen verknüpft werden können. Die strategische Ausrichtung trifft auf die praktische Creative-Gestaltung – allerdings vorerst im limitierten Test.
Bei der kreativen Gestaltung unterstützt künftig das sogenannte Brand Memory. Damit lernt die KI, die beim der Kreation hilft, Details und USPs von Marken aus vorherigen Kampagnen kennen, um immer on brand kreieren zu können. Das hilft beim Skalieren der Creatives. Marketer können indes selbst beeinflussen, was die KI über die Marke erfährt und Anpassungen zur Markenidentität vornehmen.
Wer zahlreiche Creatives erstellt, setzt nicht selten auf Agentur-Support. Daher bietet Meta jetzt eine Agenturintegration für die Analyse, Generierung und Skalierung von Creatives für die Klient:innen. Aktuell testet der Konzern in Kooperation mit WPP eine Integration bei WPP Open, der agentischen Marketing-Plattform des weltweit agierenden Werbekonzerns.
Apropos international: Meta bietet Marketern im Ads Manager jetzt neue Features, um die Werbeelemente schnell zu optimieren. Dazu gehört die automatische Übersetzung von Sprache in Texten und Videos, die bei der Distribution in verschiedenen Märkten hilft. Für Texte werden nun die Sprachen Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Indonesisch auf Medienelementen unterstützt. Bei Videos kommen die Sprachen Portugiesisch, Hindi, Arabisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Chinesisch (Mandarin), Türkisch, Polnisch, Niederländisch und Indonesisch für Voiceover-Elemente hinzu. Des Weiteren können die Marketer auf neue Textgenerierungen per KI bauen. Statt nur Titel und Primärtexte kann die KI jetzt Texte in den Visuals selbst erstellen, die auf Markendetails aus den vorherigen Kampagnen aufbauen können.
Schließlich stellte Meta noch einen Workflow zum Absegnen der Creatives vor, der Werbetreibenden die Möglichkeit gibt, unmittelbar Feedback und Brand-Suitability-Bedenken einzupflegen. Diese Funktion befindet sich aber noch im Test.

Meta Creator Marketing Hub vereint Creator Marketplace und Partnership Ads Hub: Facebook Creator integriert
Zur Vereinfachung der Discovery von relevanten Creatorn und Inhalten, die Marken und Advertiser für ihre Kampagnen heranziehen könnten, stellt Meta künftig den Meta Creator Marketing Hub bereit. Dieser verbindet den Creator Marketplace mit dem Partnership Ads Hub. Im Laufe des Jahres soll der Bereich ausgerollt werden.
Im Bereich des Creator Marketplace können Interessierte bereits über fünf Millionen Instagram Creator entdecken. Jetzt kommen auch Facebook Creator zum Pool hinzu. So können Marketer etwa für plattformübergreifende Kampagnen die passenden Creator an einem Ort entdecken.

Im Partnership Ads Hub wiederum erleichtert Meta die Entdeckung von Creatorn, die für Marken und Werbetreibende von besonderem Interesse sein könnten. So werden jetzt Beiträge von Creatorn angezeigt, mit denen sie noch nicht zusammenarbeiten, die aber ihre Produkte oder Marken aktiv in ihren Beiträgen integrieren. Mit einem Filter können Beiträge zudem nach Content Tags durchsucht werden. Und wenn die Creator vorab der werblichen Verwendung der Inhalte zugestimmt haben, ist der Weg von der Entdeckung bis zur Ad aus UGC besonders kurz. Neue performance-basierte Insights zeigen derweil an, wie sich creator-basierte Ads schlagen, auch im Unterschied zu den offiziellen Marken-Ads auf Metas Plattformen.
Für noch mehr KI-Support des eigenen Geschäfts sorgen unterdessen die kürzlich eingeführten Meta Business Agents. Diese können Unternehmen einsetzen, um die Kund:inneninteraktionen zu skalieren und rund um die Uhr Support zu bieten – auch, wenn User mitten in der Nacht aus einer Ad konvertieren möchten. Mehr als eine Million Unternehmen bauen bereits auf die neuen Business Agents.
Meta startet Business Agents auf Instagram
– so selbstverständlich wie eine E-Mail-Adresse?

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

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Wie Instagram: LinkedIn führt Collaborative Posts ein
Erst kürzlich hat LinkedIn mit dem Creator Marketplace eine neue Plattform für Kooperationen zwischen Marken und Creatorn vorgestellt. Nun folgt mit den gemeinsamen Beiträgen das nächste Feature, das Zusammenarbeit auf LinkedIn stärken soll. Der Test der Collaborative Posts startet zunächst mit ausgewählten Creatorn und Brands auf dem Cannes Lions Festival. In den kommenden Monaten soll die Funktion schrittweise für weitere Nutzer:innen ausgerollt werden.
Wie Instagram und YouTube:
LinkedIn startet eigenen Creator Marketplace

LinkedIn erlaubt bis zu fünf Co-Autor:innen
Collab Posts dürften viele Nutzer:innen bereits von Instagram kennen. Auf der Business-Plattform LinkedIn fehlte das Feature bislang, obwohl solche Beiträge gerade im beruflichen Kontext wertvoll sein können. Denn wie das Business-Netzwerk selbst betont, entstehen viele Erfolge nicht allein, sondern durch Zusammenarbeit – von Produkt-Launches über Kampagnen bis hin zu Kooperationen und Unternehmens-News. Gerade deshalb dürften sich viele Nutzer:innen freuen, dass sie jetzt auch endlich auf LinkedIn kommen.
Mit den neuen Collaborative Posts können künftig mehrere Personen oder Unternehmensseiten gemeinsam hinter einem Post auf dem Business-Netzwerk stehen und als Mitwirkende sichtbar werden. Die jeweiligen Profile erscheinen dabei direkt oberhalb des Posts. Wie viele Beteiligte möglich sind, hatte LinkedIn selbst im Post nicht kommuniziert. Laut Manuel Kekeisen, Senior Agency Lead DACH bei LinkedIn, können aktuell jedoch bis zu fünf Personen oder Unternehmensseiten zu einem Collaborative Post hinzugefügt werden.
Für Creator und Marken dürfte das neue Feature schnell zu einem wichtigen Werkzeug werden. Besonders bei Kooperationen, Sponsoring-Kooperationen, Podcast-Folgen mit mehreren Hosts, gemeinsamen Studien, Events oder Produktankündigungen bietet sich die Funktion an. Wenn mehrere Profile denselben Beitrag veröffentlichen, erhöht sich potenziell nicht nur die Sichtbarkeit der Beteiligten. Auch die Reichweite könnte steigen, da Beiträge in mehreren Communities ausgespielt werden.
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