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Süchtig nach Offline-Zeit: Der „Analogue Trend“ auf Social Media


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

In der heutigen Welt gehören digitale Medien und Tools schon lange fest zum Alltag. Da wundert es nicht, dass einige Menschen von digitalen Reizen überwältigt sind und die sogenannte „Digital Fatigue“ („digitale Ermüdung“) spüren.

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Gerade jüngere Menschen, die im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind, scheinen sich nach mehr Offline-Zeit zu sehnen, wie eine Vodafone-Studie aufzeigt. Das macht sich auch in einem neuen Trend auf Social Media bemerkbar: Der „Analogue Trend“, den Anhänger auch als „Analogue Living“, oder „Going Analog“ bezeichnen.


Eine Analyse von Dafina Maloku

Eine Analyse von Dafina Maloku

Dafina Maloku hat einen Master in Germanistik und Anglistik und interessiert sich für die Folgen der IT für Gesellschaft und Kommunikation.

Unter Hashtags wie #analog oder #offlinehobbies posten Nutzer Beiträge rund um ihre liebsten analogen Tätigkeiten auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok. Dazu gehören vor allem entspannende Tätigkeiten wie Malen, Puzzeln, händisches Schreiben und Lesen. Auch sogenannte „Granny Hobbys“ sind beliebt, beispielsweise Stricken, Vögel beobachten und Gärtnern.

Das Ziel scheint für viele zu sein, Doomscrolling zu reduzieren und somit die „Digital Fatigue“ oder gar den „Brainrot“ („Hirnverfall“) zu vermeiden. Analoge Hobbys eignen sich dafür besonders gut, da sie weniger stark ablenken und dem Gehirn beibringen, nicht ständig nach dem nächsten Dopamin-Kick zu suchen. Für einige Menschen entschleunigt sich durch analoge Hobbys der Alltag und steigert die Kreativität, wonach ebenfalls viele streben.

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Für andere könnten analoge Hobbys fernab von Bildschirmen auch eine Art Flucht aus der aktuell unsicheren Weltlage bieten, mit der sie besonders auf Social Media konfrontiert werden. All das löst womöglich bei einigen eine Nostalgie aus, weshalb sie Tätigkeiten und Medien wie analoge Fotokameras und Brettspiele „wiederbeleben“. Diese schenken ein vertrautes Gefühl aus einer Zeit, in der vermeintlich noch „alles gut“ war: eine Zeit ohne digitale Überreizung und mit einer stabileren Weltlage.

Wer diesen Trend beobachtet, kommt nicht umhin, die Widersprüchlichkeit zu bemerken. Denn der Sinn des „Analogue Living“ ist es eigentlich, mehr Zeit offline zu verbringen, statt sich einen Haufen Videos über ein analoges Leben anzuschauen. Diese können wie jede andere Nische auf Social Media „süchtig“ machen – und prompt kommt man doch wieder beim Doomscrolling an.

Bei der Darstellung der analogen Tätigkeiten besteht wie bei vielen anderen Inhalten auf Social Media zudem immer die Gefahr, dass weniger die Sache an sich, sondern die Ästhetik im Vordergrund steht. Es wird wichtiger, dass das Hobby „gut aussieht“ und so zu mehr Likes führt. Das kann auch den Überkonsum („Overconsumerism“) befeuern, wenn Influencer häufig neue und verschiedene Materialien und Marken in die Kamera halten und so zu unnötigen Käufen animieren.

Ein Beispiel ist das von Content Creator Siecec Campbell vorgestellte Konzept eines „Analog Bag“: In einer Tasche werden Objekte wie Bücher, Magazine, Stifte und Notizbücher verstaut. Das hat eine Welle ausgelöst, in der andere Influencer ebenfalls zeigen, was sie in ihre eigene „analogen Tasche“ einpacken. Bei vielen dieser Videos spielt die Ästhetik ihrer Tasche eine große Rolle, und Shopbetreiber haben angefangen, auf diesen Trend aufzuspringen und ihre Taschen dementsprechend zu vermarkten.


Eine Tasche gefüllt mit analogen Gegenständen wie Marker, Wolle, Notizbuch, Stricknadeln

Eine Tasche gefüllt mit analogen Gegenständen wie Marker, Wolle, Notizbuch, Stricknadeln

So kann eine sogenannte “analoge Tasche” aussehen. Sie hat den Zweck, analoge Gegenstände sichtbar zu machen, sodass man weniger zum Smartphone greift.

(Bild: Rui Elena/Shutterstock.com)

Das Comeback von analogen Hobbys bedeutet natürlich nicht zwingend, das digitale Leben komplett abzulehnen. Analog und digital können koexistieren und einander ergänzen. Dabei ist es wichtig, die Balance zu finden. Die große Reichweite der sozialen Medien hat den Vorteil, Menschen aus aller Welt durch ähnliche Interessen miteinander verbinden zu können. Außerdem können viele Menschen neue Hobbys entdecken, auf die sie vielleicht sonst nicht gekommen wären.

Vorsicht ist nur geboten, wenn die Likes wichtiger werden als der Spaß am Hobby – dann läuft etwas falsch. Auch das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen, ist gut: Braucht es jetzt wirklich noch ein Stiftmarker-Set oder noch ein Buch in einer Special Edition? Oder reichen nicht die Sachen aus, die bereits da sind? Nachhaltige Alternativen wie Ausleihen und Secondhand sind auch eine Option, mit wenig Budget ein neues Hobby zu starten oder zu erhalten. Im Vordergrund sollten immer das Hobby und die positiven Effekte für die eigene psychische und körperliche Gesundheit stehen. Und dafür braucht es weder viel Online-Zuspruch noch ein riesiges Budget.


(mho)





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3I/ATLAS: Interstellarer Komet ist wohl sogar 10 bis 12 Milliarden Jahre alt


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Der interstellare Komet 3I/ATLAS ist offenbar noch einmal deutlich älter als bislang angenommen und vor 10 bis 12 Milliarden Jahren unter Bedingungen entstanden, die sich von jenen in unserem Sonnensystem deutlich unterscheiden. Darauf deuten Untersuchungen mit dem Weltraumteleskop James Webb hin, deren Ergebnisse jetzt vorgestellt wurden. Demnach gibt es auf dem Himmelskörper beispielsweise 30-mal mehr Deuterium als auf Kometen im Sonnensystem. Das deute darauf hin, dass er in einem sehr kalten Sternsystem und viel früher in der Geschichte unserer Galaxie entstanden sei, fasst die Europäische Weltraumagentur ESA die Forschungsergebnisse zusammen.

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Vergleiche der Verhältnisse verschiedener Stoffe zueinander auf 3I/ATLAS und auf Kometen aus dem Sonnensystem

(Bild: NASA, ESA, CSA, M. Cordiner, L. Hustak (STScI))

Das Material, aus dem 3I/ATLAS einst entstanden ist, sei dabei wahrscheinlich reichlich Strahlung ausgesetzt gewesen, schreibt die Forschungsgruppe. Gleichzeitig habe es damals aber wohl keine „langfristige Wärme“ gegeben, die das Eis aus dem schweren Wasser Deuterium in jenes Eis umgewandelt hätte, das wir von der Erde kennen. Auf den extrem frühen Ursprung deutet demnach auch das Verhältnis der Kohlenstoff-Isotope 12C und 13C hin. Zusammengenommen würden die Spuren nahelegen, dass der interstellare Komet in einer Epoche entstanden ist, die als „kosmische Mittagsstunde“ bezeichnet werde. Damals habe die Sternentstehungsrate im Kosmos ihren Höhepunkt erreicht. Unsere Sonne ist dagegen erst gerade einmal vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden.

Dass 3I/ATLAS wohl deutlich älter ist als unser Sonnensystem, war bereits kurz nach seiner Entdeckung ermittelt worden. Damals hieß es aber noch, dass der interstellare Komet vor mindestens 7,6 Milliarden Jahren entstanden sein dürfte. Dieser Wert wurde nun noch einmal deutlich nach hinten verschoben, bis zu 12 Milliarden Jahre könnte der Komet alt sein. Dazu passt auch eine ebenfalls jetzt verfügbar gemachte Analyse, die bestätigt, dass 3I/ATLAS um einen vergleichsweise primitiven Stern in den Randbereichen der Milchstraße entstanden sein dürfte. Diese Studie ist vorab auf Arxiv einsehbar, die Studie zu den Isotopen wurde im Wissenschaftsmagazin Nature publiziert.

Die Analyse sei überhaupt erst möglich gewesen, weil viele Dinge ideal zusammengekommen seien, allen voran die frühzeitige Entdeckung des Himmelskörpers. 3I/ATLAS wurde Anfang Juli 2025 mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) in Chile entdeckt, daher sein Name. Der interstellare Komet war überhaupt nur der dritte Besucher in unserem Sonnensystem, der während des Durchflugs entdeckt wurde. Auf seiner Bahn durchs Sonnensystem befand er sich im Herbst aus der Perspektive der Erde hinter der Sonne. Deshalb mussten vorübergehend Sonden aus verschiedenen Ecken des Sonnensystems einspringen und die Beobachtung übernehmen. Später konnte er dann auch wieder von der Erde aus beobachtet werden.


(mho)



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Moderner Leierkasten: DIY-Spieldose im Eigenbau


Von Kindertagen an üben Drehorgeln eine besondere Anziehungskraft auf mich aus. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass diese Geräte es auch einem musikalischen Analphabeten wie mir auf wundersame Weise ermöglichen, zauberhafte Melodien hervorzubringen. Diese Faszination überträgt sich bei mir ebenfalls auf die Drehorgel des kleinen Mannes, namentlich Spieldosen.

Deren Funktionsprinzip basiert darauf, dass unterschiedlich lange Stahlzinken, die Tonzungen, jeweils gestimmt auf eine bestimmte Note, über eine Stiftwalze oder -platte gleiten und durch kleine Erhebungen zum Schwingen angeregt werden. Angetrieben wird das Ganze durch eine Kurbel, die meist über ein Schneckengetriebe die Walze zum Drehen bringt.

  • Töne erzeugen mit Piezo-Lautsprecher
  • Motor als Generator zur Stromversorgung
  • PIC16-Mikrocontroller programmieren

Checkliste

Zeitaufwand: 1 Tag

Kosten: 10 Euro

Werkzeug

Material

  • Mikrocontroller PIC16F18346 oder PIC16F18326
  • DC-Getriebemotor 3  V, 50 RPM
  • 4 × Schottky-Dioden
  • 1 × Zener-Diode 5,1 V
  • Kondensatoren 1 × 1000 µF Elektrolyt, 1 × 0,1 µF Keramik
  • RGB-LED (alternativ drei einzelne LEDs)
  • Widerstand 470 Ω
  • Taster
  • Piezo-Buzzer
  • Flanschkupplung passend zum Motor
  • M3-Hardware Schrauben, Muttern, Scheiben
  • Leim, Heißkleber, Superkleber
  • 3D-Druck-Filament PLA/PETG, ggf. TPU
  • Sperrholz zum Lasern

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Inzwischen gibt es Walzenspieldosen für wenig Geld bei den üblichen Online-Marktplätzen zu erwerben. In der Regel werden sie in einem Holzgehäuse, aber auch als blankes Spielwerk angeboten. Vor einiger Zeit hielt ich es für eine gute Idee, eine Vielzahl an unterschiedlichen Spieldosen aus China zu importieren. „Ein nettes Geschenk für diverse Anlässe“ war mein Hintergedanke. Allerdings breitete sich nach Erhalt der Instrumente schnell Ernüchterung aus, da bei einem Großteil der Teile die beworbene Melodie unkenntlich und bestenfalls zu erahnen war. So reifte in mir der Entschluss, das doch selbst besser hinzubekommen.


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Bit-Rauschen: Microsoft verzettelt sich bei KI für Windows


Auf der Computex in Taipeh kam Anfang Juni endlich die Ankündigung: Mit einem guten Jahr Verspätung sollen ab Herbst 2026 Windows-11-Notebooks mit dem Nvidia RTX Spark zu kaufen sein. Hinter RTX Spark verbirgt sich der unter dem Namen N1X entwickelte CPU-GPU-Kombichip von Nvidia und MediaTek. Er ähnelt stark dem GB10 aus der Nvidia-Workstation DGX Spark. Alle großen Notebook-Hersteller und auch Microsoft selbst bringen RTX-Spark-Geräte auf den Markt und Microsoft auch einen damit ausgerüsteten Mini-PC.

Gleichzeitig mit der Computex lief die Windows-Entwicklerkonferenz Build, auf der Microsoft hochtrabende neue Pläne für agentische KI auf Windows-Rechnern präsentierte. Und zwar ausdrücklich am Beispiel der kommenden RTX-Spark-Systeme. Von Copilot – noch 2024 als neue Strategie für KI unter Windows herausposaunt – war weniger die Rede. Microsoft verzettelt sich immer stärker bei seinen KI-Ambitionen für Windows. Eine klare Botschaft an potenzielle Käufer ist nicht zu erkennen, außer „irgendwas mit KI“. Noch laufen aber nur sehr wenige KI-Funktionen lokal auf einem Windows-11-Notebook oder -PC, die attraktive Vorteile bringen. Die kostenpflichtigen Copilot-KI-Funktionen von Microsoft 365 hingegen berechnet irgendwo eines der riesigen Microsoft-Azure-Rechenzentren und nicht die Hardware des jeweiligen Nutzers.


Aufmacher: Prozessor-Kolumne Bit-Rauschen

Aufmacher: Prozessor-Kolumne Bit-Rauschen

Frankreich meldet IT-Investitionsvorhaben im Gesamtwert von insgesamt rund 110 Milliarden Euro über die nächsten Jahre. Der größte Brocken wiegt 75 Milliarden Euro, die der japanische Konzern SoftBank in Kooperation mit mehreren französischen Firmen investieren will, vor allem in KI-Rechenzentren. SoftBank hält die Mehrheit am CPU-Entwickler ARM und ist am KI-Projekt Stargate in den USA beteiligt. Zunächst sollen bis 2031 rund 45 Milliarden Euro in drei Rechenzentren im Norden Frankreichs fließen, die zusammen 3,1 Gigawatt Kapazität für KI-Server bereitstellen. Eines davon entsteht am Fährhafen Dünkirchen, also am Ärmelkanal. Dort befindet sich eines der größten Atomkraftwerke Europas, Gravelines. Seine sechs Reaktoren leisten zusammen 5,46 Gigawatt und nutzen Meerwasser zur Kühlung. Außerdem sind im Ärmelkanal große Windkraftanlagen mit mehreren Gigawatt Leistung im Bau oder in Planung.


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