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„True Identity“ – Strichpunkt positioniert sich neu – Design Tagebuch


Die Branding-Agentur Strichpunkt richtet ihr Leistungsprofil neu aus und stellt künftig das Thema Identitätsentwicklung stärker in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Unter dem Begriff „True Identity“ bündelt die Agentur strategische, gestalterische und organisatorische Ansätze, die Identität als Ausgangspunkt von Transformationsprozessen verstehen.

Strichpunkt ist eine 1996 gegründete Branding-Agentur mit Standorten in Berlin, Hamburg und Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt rund 160 Mitarbeitende und entwickelt Marken- und Identitätsstrategien für Unternehmen und Institutionen. Zum Leistungsspektrum zählen unter anderem Identity Development, Experience Design und Markenführung. Strichpunkt ist seit dem 2. August 2021 Teil der MYTY Group AG. Vor dem Hintergrund einer Neupositionierung vollzieht die Agentur ein umfassendes Rebranding.

Begründet wird die Neuausrichtung seitens der Agentur mit einem wachsenden Differenzierungsdruck im KI-Zeitalter: Gleichförmigkeit von Marken nehme zu, weshalb eine klar ausgeprägte Unternehmensidentität an strategischer Bedeutung gewinne.

Auszug der Pressemeldung

Mit der Neupositionierung als Identity-Driven Transformation Agency rückt Strichpunkt in den Mittelpunkt, was Unternehmen im Kern zusammenhält: Identität stiftet Identifikation und Orientierung nach innen und Vertrauen nach außen – bei Investoren, Talenten, Kunden und Partnern. Vor allem im KI-Zeitalter, in dem die Gleichförmigkeit von Marken und Unternehmen zunehmend beschleunigt wird, ist Differenzierung unerlässlich. „Identität wird zum wichtigsten Asset von Unternehmen und steigert deren Wert langfristig”, sagt Brune. Mit der Neupositionierung verbindet Strichpunkt ein klares Versprechen an den Markt: „We make true identity the driver of your business success.”

Strichpunkt True Identity Visual, Quelle: Strichpunkt

Identitätsentwicklung ist nach dem Verständnis der Agentur der zentrale Treiber innerhalb von Transformationsprozessen. Authentizität, Originalität und Wahrhaftigkeit bilden dabei ein triadisches Wertefundament. „Glaubwürdigkeit und Vertrauen werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren im KI-Zeitalter“, wie Philipp Brune, CEO von Strichpunkt, gegenüber dem dt erklärt. „True Identity bedeutet nicht, wie wir als Marke gerne wären, sondern wer wir wirklich sind. Dafür braucht es ein klares Verständnis der eigenen Identität und ein neues Modell, das diese Einzigartigkeit entlang der Customer und Employer Journey erlebbar macht“.

Den Namen „True Identity“ ließ sich die Agentur als Wortmarke markenrechtlich schützen (DPMA-Eintrag 019195823).

Strichpunkt Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Strichpunkt, Bildmontage: dt
Strichpunkt Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Strichpunkt, Bildmontage: dt

Im Zuge des Rebrandings ändert die Agentur ihre visuelle Identität. Als Logo dient anstelle des in Versalien gesetzten Namens ab sofort eine aus dem Kürzel „SP“ bestehende Bildmarke. Die schwarz-weiß gehaltene Bildmarke ist aus geometrischen Grundformen aufgebaut – mehr abstraktes Bildzeichen, denn Schriftzeichen.

Alle Corporate Farben wurden neu definiert. Ein helles Lila kommt künftig anstelle von Gelb als Akzentfarbe zum Einsatz, neben Schwarz. Mit der Strichpunkt Type legt sich die Agentur zudem eine neue Hausschrift zu, einer modernen Groteskschrift mit betont weit laufenden, fetten Lettern.

Der Neuausrichtungsprozess dauerte nach Agenturangaben rund anderthalb Jahre. Der neue Markenauftritt wird ab sofort über alle digitalen und analogen Touchpoints hinweg ausgerollt. Die neue Website ist bereits live.

Mediengalerie



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Ganz aktuelle Gefühle: Die Kampagne des Zürcher Theater Spektakel › PAGE online


Was für eine Power Analoges, Raues und Authentisches hat, zeigt die diesjährige Kampagne, die das Studio Marcus Kraft für das Zürcher Theater Spektakel entwickelt hat.

Ganz aktuelle Gefühle: Die Kampagne des Zürcher Theater Spektakel › PAGE online

Es ist das 9! Mal, dass das Studio Marcus Kraft das Erscheinungsbild und die Kampagne des Zürcher Theater Spektakels gestaltet. Es hat in den vergangenen Jahren mit Sonnenlicht gearbeitet, sich mit Klebeband durch die Pandemie gehangelt, Magie beschworen und Typo-Reliefs gemeißelt.

Und in den letzten Jahren hat Marcus Kraft immer stärker auch auf Kollaborationen mit Künstler:innen des Festivals und mit anderen Kreativen gesetzt.

Auch in diesem Jahr, in dem er mit der Artistin, Schauspielerin und Jongleurin Vimala Pons und mit dem Fotografen Maxime Ballesteros zusammenarbeitete.

So entstanden surreal anmutende Szenen mit Körpern, die von Verletzlichkeit und Widerstand erzählen. Und damit sehr nah am aktuellen gesellschaftlichen Zustand sind. An den Momenten, wo man aus dem Gleichgewicht gerät, überfordert ist, aber alles dann doch irgendwie stemmt, aber sich zwischendurch unbedingt anlehnen muss.

Bild: MM Resources GmbH, Switzerland

Mit Ecken und Kanten und Gefühl

Vimala Pons drückt all diese Gefühle mit kleinsten Bewegungen aus und macht so Unsichtbares sichtbar. Auch in kurzen filmischen Sequenzen, die ebenfalls zur Kampagne gehören.

Plakate und Bewegbild werden so zur Bühne und holen das Festival direkt hinein in die Kommunikation.

Und das in Zeiten von generierter KI mit jeder Menge analoger Textur und mit Ecken und Kanten. »Maxime Ballesteros’ Fotografie fängt eine Echtheit ein, die man nicht simulieren kann«, heißt es dazu von Art Director Marcus Kraft.

Das Zürcher Theater Spektakel wird vom 13. bis 30. August die Stadt erneut in Atem halten. Die Kampagne ist bereits jetzt zu sehen und kündigt ein Programm an, das neben dem Festival-Highlight »Honda Romance« von Vimala Pons über 60 internationale Produktionen aus Theater, Tanz, Musik und Performance bietet.

 

 

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Noch Schrift oder schon ein Bild? Die umwerfend schöne Fit Arabic! › PAGE online


Was entstehen kann, wenn man miteinander kollaboriert, zeigt die Londoner Dogray Foundry, die mit der Fit Arabic eine spannende kalligrafische Adaption der Fit des US-Typografen David Jonathan Ross vorstellt.

Noch Schrift oder schon ein Bild? Die umwerfend schöne Fit Arabic! › PAGE online
Fit Arabic von Dogray Type Foundry mit einer Illustration von Naime Pakniyat

Lange haben Sahar Afshar und José Solé in London in großen Foundrys gearbeitet, doch das Gefühl gehabt, den Kontakt zur Community zu verlieren.

Deshalb haben sie ihre Dogray Type Foundry gegründet und legen seither umso größeren Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen, auf den Austausch mit der Design-Community – und auf besondere Schriften.

»Wir sind überzeugt, dass die beste Arbeit entsteht, wenn unique und diverse Perspektiven aufeinanderprallen«, sagen die beiden.

Und das zeigt sich auch mit ihrer neuesten Schrift Fit Arabic.

Kollaboration im Mittelpunkt

Die Fit stammt von dem preisgekrönten Typografen David Jonathan Ross aus Los Angeles, der mit der Fit eine hyperstilisierte Schriftfamilie entwickelte, die ganz auf ihre Flächenwirkung ausgerichtet ist.

Um das zu erreichen, wurde Fit als variable Schrift mit einer außergewöhnlich großen Bandbreite an Breiten angelegt und zeigt sich in extrem schmalen und nahezu absurd breiten Varianten – wobei ihre Punzen, ihre Zwischenräume, immer gleich bleiben.

2017 hat Ross die Fit gezeichnet, von Oded Ezer wurde sie ins Hebräische erweitert, von Gor Jihanian ins Armenische. Sie liegt zudem in Devanagari, adaptiert von Kimya Gandhi und in Tamil von Aadarsh Rajan vor.

Dogray Type aus London haben die Fit jetzt ins Arabische übertragen. Und das mit einem zusätzlichen Twist, da sie die Fit in der geometrischen Kalligrafie der Kufi, eine der ältesten Schriftarten des Islam, übertragen haben.

Gleichzeitig haben sie die Geometrie auch mit Rundungen und dazu mit wunderbaren Illustrationen von der iranischen Pixel-Künstlerin Naime Pakniyat in Szene gesetzt.

Eine gleich dreifache Kollaboration war es also sozusagen und das mit einem umwerfend schönen und spannendem Output.

Die Fit Arabic der Dogray Type Foundry

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Greenhushing & Greenwashing in der Kreativbranche › PAGE online


Ab dem 27. September 2026 gilt die EmpCo-Richtlinie. Damit wird es für Werbetreibende jetzt umso wichtiger, sich mit den Themen Greenwashing und Nachhaltigkeitskommunikation auseinanderzusetzen. Das sollten Agenturen zum Thema wissen.

Greenhushing & Greenwashing in der Kreativbranche › PAGE online
Bild © PAGE

Anstatt in die Greenwashing-Falle zu tappen, lieber gar nicht mehr kommunizieren? Das ist keine gute Idee, denn das sogenannte Greenhushing könnte Agenturen einen Imageschaden kosten oder weniger Vertrauen seitens der Kundschaft verursachen.

Die EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition) gilt ab dem 27. September 2026 verbindlich für alle Unternehmen in der gesamten EU. Das bedeutet, dass ab diesem Datum keine ungenauen Werbeclaims wie »klimaneutral« oder »grün« mehr auf Verpackungen oder in Werbekampagnen stehen dürfen, wenn sie nicht lückenlos belegt sind.

Wir hatten darüber berichtet, dass sich damit die Anforderungen an Nachhaltigkeitskommunikation verändert. Allerdings bestand zumindest in Mitte 2025 noch einiges an Handlungsbedarf, weil es noch zu viel Greenwashing in Printanzeigen gab. Der State of Green Claims 2025 deckte diese Informationen auf.

Da sich der EmpCo-Termin nun rasant nähert, müssen Agenturen und Werbetreibende handeln und ihre Workflows anpassen. Dabei geht es sowohl um Greenwashing als auch um Greenhushing.

Greenhushing vs. Greenwashing

Der Unterschied liegt einfach gesagt im »Falsch reden« oder »gar nicht reden«. Genauer erklärt:

Greenwashing (Die Täuschung): Unternehmen und Agenturen werben aktiv mit geschönten oder vagen Umwelt-Versprechen. Die EmpCo-Richtlinie schiebt dem ab September 2026 einen gesetzlichen Riegel vor. Unkonkrete Werbesprüche wie »umweltfreundlich« (wenn es nur auf CO₂-Kompensation durch Zertifikate basiert) werden schlichtweg verboten, es sei denn, sie sind wissenschaftlich belegt und unabhängig zertifiziert.

Greenhushing (Das Schweigen): Das ist die direkte Gegenreaktion der Unternehmen auf die strengen Regeln von EmpCo. Aus Angst vor Abmahnungen, hohen Bußgeldern (bis zu 4 % des Jahresumsatzes) oder einem Image-Schaden kommunizieren Unternehmen oder Agenturen ihre tatsächlichen, eigentlich positiven Nachhaltigkeitserfolge überhaupt nicht mehr. Sie behalten ihre grünen Maßnahmen also lieber komplett für sich (»to hush« = totschweigen), um rechtlich kein Risiko einzugehen.

Was müssen Agenturen beachten?

Es gibt keine Übergangsfrist. Agenturen und Unternehmen müssen ihre Marketingmaterialien oder Verpackungsdesigns im Grunde jetzt schon so planen, dass zum Stichtag nichts mehr im Umlauf ist, was gegen die neuen Regeln verstößt.

»Umweltbezogene Aussagen müssen künftig unmittelbar auf demselben Medium erläutert werden. Dadurch müssen rechtliche Überlegungen deutlich früher in den Kreativprozess eingebunden werden.«

(Quelle: GWA)

Das kommentieren Dr. Julian Wernicke und Dr. Sebastian Engels (Rechtsanwälte BOEHMERT & BOEHMERT) des GWA.

Es braucht also zukünftig präzise, wissenschaftlich belegbare Fakten hinsichtlich der Werbeclaims und ihrer Nachhaltigkeit.

Transparenz ist in der Richtlinie fest verankert, weshalb Nachweise zu Nachhaltigkeitserfolgen für Verbraucher:innen künftig leicht zugänglich – zum Beispiel per QR-Code oder anderen schnell erfassbaren gestalterischen Mitteln – bereitgestellt werden müssen.

Im Zweifelsfall kann man sich mit Detailfragen auch an Kanzleien für Medien- und Wettbewerbsrecht, ESG- und Nachhaltigkeits-Unternehmensberatungen oder Verbände und Branchenorganisationen (GWA und IHKs) wenden.

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