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Künstliche Intelligenz

AMD macht fast so viel Umsatz mit Serverprozessoren wie Intel


AMD ist auf bestem Wege, Intel beim Umsatz mit Serverprozessoren zu überholen. Anhand von Verkaufszahlen des Marktbeobachters Mercury Research schätzt AMD den eigenen Umsatzanteil im ersten Quartal 2026 auf 46,2 Prozent. Nach Stückzahlen gerechnet kommt die Firma mit ihren Epyc-Prozessoren auf 33,2 Prozent Marktanteil, wenn man nur die x86-CPUs von AMD und Intel betrachtet.

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Die Differenz zeigt, dass AMD seine Epyc-Prozessoren für Server und KI-Rechenzentren durchschnittlich deutlich teurer verkauft als Intel seine Xeons. AMD holt zudem kontinuierlich auf: Im vierten Quartal 2025 lag der Marktanteil nach Stückzahlen noch bei 28,8 Prozent, nach Umsatz bei 41,3 Prozent. Vor einem Jahr waren es 27,2 beziehungsweise 39,5 Prozent.

Marktanteile AMD an x86-Prozessoren (Quelle: Mercury Research)
Kategorie Q1/26 Q4/25 Q1/25
Server 33,2% 28,8% 27,2%
Desktop 33,2% 36,4% 28,0%
Mobil 28,3% 26,0% 22,5%

Für Intel stellen die Verhältnisse momentan allerdings kein Problem dar. AMD macht Intel aktuell keinen Serverumsatz streitig, vielmehr wächst AMD noch schneller als der Konkurrent. Beide Unternehmen verkaufen momentan alle Serverprozessoren, die sie herstellen können. Die Bedeutung der CPUs wächst in Zeiten agentischer KI wieder und damit die Nachfrage durch Cloud-Hyperscaler.

In den kommenden Monaten dürfte sich AMDs Serverwachstum zudem wieder verlangsamen, da Intel zum Jahresbeginn einen Teil seiner Produktionskapazität von Core zu Xeon umgestellt hat. Das senkt kurzfristig den Ausstoß, der sich jetzt wieder normalisieren dürfte.

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Die Umstellung spiegelt sich im nach Stückzahlen größten Markt wider: Notebooks. AMDs Mobilanteil wächst binnen eines Quartals von 26 auf 28,3 Prozent. Der Umsatzanteil liegt nur minimal darüber, der Durchschnittspreis ist also ähnlich hoch wie bei Intel.

Einzig im deutlich kleineren Desktop-Segment lässt AMD Federn. Gegenüber Ende 2025 sinkt der Marktanteil von 36,4 auf 33,2 Prozent. Der Umsatzanteil fällt von 42,6 auf 37,6 Prozent. Das könnte auch an Intels Core Ultra 7 270K Plus und Core Ultra 5 250K Plus liegen, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen.

Fest steht, dass Desktop-Prozessoren aktuell keine Priorität genießen. AMD glaubt, dass der Gaming-Umsatz in der zweiten Jahreshälfte erheblich einbrechen wird, angefacht durch die Speicherkrise und hohe Komponentenpreise.


(mma)



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Saugroboter Narwal Flow 2 im Test: Bodenwischen mit 60 °C, Moppwäsche bei 100 °C


Der Narwal Flow 2 setzt auf neue Optik, rotierende Wischwalze und 100 °C heiße Reinigung. Wir haben den Premium-Saugroboter im Alltag getestet.

Narwal hat sich in den letzten Jahren einen festen Platz unter den Premium-Saugrobotern erarbeitet. Mit dem Flow 2 schickt der Hersteller nun den Nachfolger des erst kürzlich erschienenen Flow ins Rennen – und ändert dabei mehr, als die schlichte Versionsnummer vermuten lässt. Neu sind nicht nur das deutlich kompaktere Stationsdesign und ein 7.000 mAh großer Akku, sondern auch eine 31.000 Pa starke Saugleistung sowie eine Heißwasser-Selbstreinigung mit 100 °C.

Die markante rotierende Wischwalze hat Narwal beibehalten, weiterentwickelt und um eine 60 °C heiße Bodenreinigung ergänzt. Damit positioniert sich der Flow 2 klar im Oberhaus der Saugroboter, in dem Roborock, Dreame und Ecovacs den Ton angeben. Ob das Konzept aufgeht, wie er gegenüber dem Vorgänger abschneidet und ob der Preis von 1099 Euro gerechtfertigt ist, klärt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Narwal Flow 2?

Beim Flow 2 setzt Narwal erstmals seit mehreren Generationen auf ein komplett neues Stationskonzept. Statt der klobigen Robotergarage gibt es nun eine kompakte, schmucke Kastenform. Die durchgehende Front aus mattem Aluminium wirkt edel und hochwertig, unsaubere Kanten oder Übergänge sucht man vergeblich. Eine LED-Leiste unterhalb der Front leuchtet je nach Status in unterschiedlichen Farben – etwa rot bei leerem Frischwassertank oder vollem Schmutzwasserbehälter.

Die beiden Wassertanks befinden sich auf der Oberseite und lassen sich dank deckellosem Design einfach entnehmen. Darunter verbergen sich Staubbeutel und Reinigungsflüssigkeit. Die Station misst 360 × 530 × 450 mm und wiegt 10 kg.

Der Roboter selbst bleibt dem Narwal-typischen Aufbau treu. Vorne sitzen zwei 1080p-Kameras, der Lidar-Sensor steckt auf der Rückseite. Letzteres bedeutet, dass sich der Roboter einmal um die eigene Achse drehen muss, um den gesamten Raum zu erfassen. Im Gegenzug fällt die Bauhöhe mit 95 mm flacher aus als bei vielen Topmodellen – wirklich flach sind aber nur Geräte um 80 mm. Mit einem Durchmesser von 363,5 mm und 5 kg Gewicht liegt der Flow 2 im üblichen Rahmen.

Der Staubbehälter des Roboters ist von der Oberseite erreichbar unter einem eingehakten Kunststoffdeckel, der so nicht einfach herausfallen kann. Die Wischrolle lässt sich mit seitlichen Knöpfen links und rechts lösen, klappt dann hoch und kann einfach herausgenommen werden. So kann man einfach die Bereiche darunter reinigen, was sich gelegentlich empfiehlt.

Einrichtung: Wie schnell ist der Narwal Flow 2 betriebsbereit?

Die Einrichtung verläuft unkompliziert. Nach dem Aufstellen der Station und dem Befüllen des Frischwassertanks scannt man einen QR-Code in der Narwal-App. Alternativ wählt man das Modell aus einer Liste und sucht das Gerät in der Umgebung. Dann konfiguriert man das WLAN – der Roboter unterstützt sowohl 2,4 GHz als auch 5 GHz, wobei 2,4 GHz empfohlen wird. Unser Hybrid-Netz mit gemeinsamer SSID funktionierte problemlos.

Die initiale Kartierung dauerte in unserem Fall rund 25 Minuten. Wer die Live-Videofunktion nutzen möchte, muss sie durch dreimaliges Drücken der Home-Taste freischalten. Auch Datenschutz- und Nutzungsbedingungen müssen bestätigt werden. Die visuellen Daten werden laut Narwal lokal verarbeitet und die Verarbeitung wurde TÜV-zertifiziert.

Die App wirkt übersichtlich und zackig, reagiert zuverlässig auf Eingaben und ist farblich mit den typischen lila Akzenten gestaltet. Allerdings fehlt es ihr an Detailtiefe bei den Reinigungsparametern – Roborock, Dreame und Ecovacs bieten hier mehr. Auch ist nicht alles sauber ins Deutsche übersetzt: Bei der Einrichtung fehlen auf einem Erklärbildschirm zu den Funktionen des Roboters die eigentlichen Texte, dort steht nur „Alle“ und unten der Button zur „Schnellkartierung“.

Die Sprachansagen kommen mit einer warmen, wohlklingenden Frauenstimme, neigen aber ebenfalls zu gehobener, akademischer Wortwahl. Wem das auf Dauer auf die Nerven geht, kann sie abschalten. Auch in der App finden sich solche Stilblüten: Erkannte Schmutzpartikel am Boden zeigt die Karte als „verstreute Granulatverschmutzung“ an – ein vergleichsweise kryptischer Begriff für etwas eigentlich Simples, aber durchaus belustigend. Noch amüsanter wurde es bei einer Firmware-Aktualisierung, die das „Whaling-Sorgerecht“ ankündigte – gemeint ist wohl der Freo-Modus, der Reinigungsparameter automatisch anhand von Reinigungshäufigkeit und Verschmutzung festlegt.

Ein integrierter Sprachassistent ist ebenfalls an Bord – allerdings scheint sich Narwal beim Namen noch nicht ganz einig zu sein: Das Aktivierungswort lautet „Hey Nawa“, in der App und an anderen Stellen wird der Assistent jedoch als „Navo Sprachassistent“ beschrieben. Daneben lässt sich der Flow 2 unter dem Bereich „Dritt-Steuerung“ auch mit Alexa und Google Home verbinden, zudem gibt es nun eine Matter-Integration.

Navigation: Wie gut erkennt der Narwal Flow 2 Hindernisse?

Der Flow 2 nutzt Lidar zur Kartierung sowie zwei 1080p-RGB-Kameras – was der Hersteller „Nar-Mind-Pro“ nennt und in der Praxis bedeutet, dass die Kamerabilder per KI ausgewertet werden, um Hindernisse zu erkennen, einzuordnen und zu umfahren. Die Navigation verläuft flott und effizient, beim Wenden stoppt der Roboter nicht ab. Ganz so flink wie der Vorgänger wirkt er aber nicht mehr.

Bei der Hinderniserkennung enttäuscht der Flow 2 für Narwal-Verhältnisse. Unter unserem Tisch stieß er wiederholt gegen Stuhlbeine und schob diese sogar leicht beim Rangieren. Die Füße eines freischwebenden Stuhls erkannte er mal als „Stativ“, mal nicht. Auch mit unserem Teppich tat er sich schwer: Mal erklomm er ihn problemlos, mal faltete er ihn auf oder schob ihn weg. Schwellen bis 40 mm überwindet der Flow 2 dank seiner Kletterfunktion dagegen souverän.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Narwal Flow 2?

Die größte Stärke des Flow 2 ist die rotierende Wischwalze. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Doppel-Pads handelt es sich um ein ringsum aufgespanntes, rotierendes Wischtuch, das mit 12 N Druck auf den Boden gepresst wird. 16 Düsen spülen das Tuch permanent mit 60 °C heißem Wasser, ein Schaber entfernt Rückstände, das Schmutzwasser landet im Abwassertank. Die größere Auflagefläche soll für eine intensivere Wischwirkung sorgen. Auf Hartboden liefert der Flow 2 damit ein gründliches, gleichmäßiges Wischbild und löst auch eingetrocknete Flecken souverän.

Beim Saugen leistet der Flow 2 mit 31.000 Pa starke Arbeit. Auf Hartboden erwischt er im Test 90 % der von uns verteilten Haferflocken. Allerdings hat Narwal die viel von uns gelobte doppelte Seitenbürste eingestrichen – also die zwei gegenläufig rotierenden Bürsten links und rechts, die Schmutz gezielt unter den Roboter zur Aufnahme schaufelten. Übrig bleibt nur eine einzelne Seitenbürste, die mehr Partikel durch den Raum schießt, wo sie außerhalb des Reinigungsbereichs liegen bleiben. Schade. Immerhin ist die verbliebene Bürste weiterhin zweiarmig und lässt sich nach innen zur Ansaugung klappen, damit sich dort verfangene Haare lösen können – eine Raffinesse, die schon die Vorgänger boten.

Auf Teppich enttäuscht der Flow 2 trotz Funktion zum Andrücken der Hauptbürste, die für eine stärkere Saugkraft auf der Fläche sorgen soll. Beim ersten Durchgang ließ er einiges des ausgebrachten Mehls aus und fuhr sogar mit den Rädern hindurch, was Abdrücke im restlichen Raum hinterließ. Beim zweiten Versuch lief es besser: 60 % des Mehls und 80 % der grobkörnigen Haferflocken fanden den Weg in den Staubbehälter – mäßige Resultate für ein Gerät dieser Preisklasse. Problematisch ist auch, dass die Wischwalze auf Teppich zwar angehoben, aber nicht weit genug weggeklappt wird. Sie streift den Teppich teils trotzdem und befeuchtet ihn leicht.

Die Schmutzerkennung funktioniert dagegen gut: In 9 von 10 Fällen erkannte der Flow 2 die ausgebrachten Haferflocken im Test, markierte den betroffenen Bereich auf der Karte und reinigte ihn intensiver nach.

In der Station erfolgt die Selbstreinigung der Walze mit 100 °C heißem Wasser, anschließend trocknet 60 °C warme Luft die Walze. Das verhindert Gerüche zuverlässig. Hinzu kommen die automatische Reinigerdosierung, ein wechselbarer Filter sowie ein Antikalk-Modul. Den Staubbeutel will Narwal bis zu 120 Tage Schmutz aufnehmen lassen.

Die App bietet die Wahl zwischen Reinigung der gesamten Wohnung, einzelner Räume oder einer frei verschiebbaren Zone. Außerdem entscheidet man, ob der Roboter parallel saugt und wischt, erst saugt und dann wischt oder nur saugt. Die Lautstärke liegt bei 42 bis 58 dB(A), die Fahrmotoren arbeiten angenehm leise – aber nicht ganz auf Dreame-Niveau.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Narwal Flow 2?

Der Flow 2 verfügt über einen 7.000 mAh großen Lithium-Ionen-Akku (14,4 V, 6,5 Ah laut Datenblatt). Damit soll er laut Hersteller bis zu 289 m² am Stück reinigen können – ein Wert, den wir mit Vorbehalt einordnen, weil er nur unter idealen Bedingungen erreicht wird. Im Alltag reicht die Ladung problemlos für mittelgroße bis große Wohnungen aus. Sollte der Akku doch zur Neige gehen, fährt der Roboter zur Station, lädt zwischen und setzt die Reinigung anschließend fort. Die volle Ladezeit beträgt rund 3 h. Ein Akkumanagement soll laut Narwal die Alterung der Zelle reduzieren – ein Punkt, der sich erst über Jahre nachweisen lässt.

Preis: Was kostet der Narwal Flow 2?

Der aktuelle Preis des Narwal Flow 2 liegt bei 1099 Euro.

Optional bietet Narwal außerdem ein Modul für automatische Frischwasserzufuhr und Abwasserableitung an, das den Wartungsaufwand weiter reduziert.

Fazit

Der Narwal Flow 2 ist ein Saug- und Wischroboter mit klaren Stärken und überraschenden Schwächen. Die rotierende Wischwalze mit 60 °C heißem Wasser liefert auf Hartboden eine erstklassige Reinigung, die Station mit 100 °C Heißwasser-Selbstreinigung und Heißlufttrocknung verhindert Gerüche zuverlässig. Auch das neue Stationsdesign ist ein echter Hingucker und deutlich kompakter als beim Vorgänger.

Enttäuschend ist dagegen die Hinderniserkennung, die für Narwal-Verhältnisse einen Rückschritt darstellt – Stuhlbeine und Teppiche bringen den Flow 2 immer wieder aus dem Konzept. Auch die Teppichreinigung überzeugt trotz starker 31.000 Pa Saugleistung nicht durchgängig, und der Wegfall der zweiten Seitenbürste ist ein unverständlicher Schritt. Die App ist zwar flott, bleibt bei der Detailtiefe aber hinter Roborock und Dreame zurück. Wer überwiegend Hartboden besitzt und Wert auf eine herausragende Wischleistung legt, bekommt mit dem Flow 2 ein starkes Gerät. Wer viel Teppich hat, sollte sich die Konkurrenz genau ansehen.



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Mini-Kameras in der Öffentlichkeit: Das Strafrecht versagt bei Smart Glasses


Die Szene wirkt unverfänglich: Ein junger Mann spricht zwei Frauen am Hamburger Alsterufer an, es folgt ein kleiner Smalltalk im Sonnenschein. Für die damals 29-jährige Zeina war die Begegnung im Bikini bedeutungslos, bis sie sich wenig später unvermittelt auf TikTok wiedersah. Das Video ging viral, hunderte Kommentare bewerteten ihren Körper und ihr Aussehen. Gefilmt wurde sie aus der Ego-Perspektive ihres Gegenübers, ohne dass ein Smartphone oder eine Kamera zu sehen waren.

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Das Werkzeug waren Smart Glasses, die optisch kaum von einem herkömmlichen Modell zu unterscheiden sind. Damit ist es aber möglich, mehr oder weniger diskret alles aufzuzeichnen, was der Träger sieht. Wie SWR-Recherchen zeigen, steht der geschilderte Fall beispielhaft für eine neue Dimension der digitalen Grenzüberschreitung.

Die heimliche Hamburger Aufnahme und Veröffentlichung deckt laut Experten eine Gesetzeslücke im deutschen Strafrecht auf. Wer glaubt, dass ein solch massiver Eingriff in die Privatsphäre automatisch strafbar ist, irrt. Die Kölner Rechtsprofessorin Indra Spiecker genannt Döhmann warnt vor den erheblichen Defiziten der aktuellen Gesetzgebung: Heimliches Filmen im öffentlichen Raum sei zwar verboten, ziehe aber in aller Regel keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich.

Als strafbar gelten Aufnahmen derzeit primär in Bereichen, die gegen Einblicke besonders geschützt sind – etwa die eigene Wohnung oder eine Umkleidekabine. Beliebte Orte des öffentlichen Lebens wie das Alsterufer, das Oktoberfest oder auch Schwimmbäder und Saunen zählen nach aktueller Rechtsprechung dagegen nicht dazu.

Dabei ist das Problembewusstsein in der Bevölkerung hoch. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des SWR verdeutlicht das Ausmaß: 85 Prozent der Wahlberechtigten betrachten es als großes oder sehr großes gesellschaftliches Problem, wenn Menschen in privaten oder intimen Situationen heimlich gefilmt und die Aufnahmen missbraucht werden. Unter Frauen liegt dieser Wert sogar bei fast 90 Prozent.

Die Diskrepanz zwischen dem Unbehagen der Bürger und dem realen Schutz durch den Staat ist damit enorm. Betroffene können sich nicht auf die Hilfe von Polizei und Staatsanwaltschaft verlassen, sondern müssen auf eigene Faust und eigenes finanzielles Risiko zivilrechtlich wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts klagen. Das ist oft teuer und kräftezehrend.

Die rasante Technikentwicklung befeuert die juristische Schutzlosigkeit. Modelle wie die Kooperation von Meta und Ray-Ban boomen. Laut dem Herstellerpartner EssilorLuxottica wurden allein 2025 weltweit sieben Millionen solcher Smart Glasses verkauft.

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Die Realität auf Plattformen wie TikTok oder Instagram zeigt längst die Schattenseiten: Unter Hashtags wie „rizz“ – abgeleitet von Charisma – verbreiten selbst ernannte Dating-Coaches und „Pickup-Artists“ Aufnahmen von Frauen am Strand, in Bars oder auf der Straße. Zwar verfügen die Geräte über ein kleines Licht, das eine laufende Aufnahme signalisieren soll. Doch das lässt sich abkleben. Meta betont auf Anfrage, Nutzer seien selbst für die Einhaltung von Gesetzen verantwortlich.

Auch das von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) vorgelegte Gesetz zum Schutz vor digitaler Gewalt wird laut Spiecker wenig an der bestehenden Gesetzeslücke ändern. Zwar würden damit Aufnahmen in Saunen künftig explizit unter Strafe stehen, doch der Entwurf bleibe insgesamt zu speziell und rechtstechnisch eine unglückliche Lösung. Besonders die Formulierung, dass Aufnahmen in „sexuell bestimmter Weise“ erfolgen müssen, um strafbar zu sein, biete zu viel Interpretationsspielraum.

Ob das Filmen einer Frau im Bikini am Alsterufer bereits dieses Kriterium erfüllt, bleibt juristisch umstritten. Das hilft Betroffenen in der Praxis kaum weiter. Das Justizressort will sich zu den offenen Fragen derzeit nicht äußern und verweist auf die Zuständigkeit der Gerichte im Einzelfall. Doch für Experten wie Spiecker steht fest: Ohne eine grundlegende, praxistaugliche Reform des Strafrechts drohe der öffentliche Raum zu einer Zone zu werden, in der das Recht am eigenen Bild durch die Verbreitung unauffälliger Smart Glasses de facto ausgehöhlt wird.


(mma)



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Xbox-Controller reparieren: Buttons reinigen, Stick-Drift mindern


Das war ja klar: Kaum ist alles für das Gaming-Wochenende mit Freunden vorbereitet, streikt am PC plötzlich der Xbox-Controller. Wenn eine Taste klemmt oder sich Figuren durch „Stick-Drift“ von allein bewegen, ist das aber noch kein Grund zur Panik. Oft lässt sich der Defekt noch beheben, bevor die ersten Gäste vor der Tür stehen und den Controller mit ihren klebrigen Snacks und Getränken erneut in Gefahr bringen.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Xbox-Controller durch eine schnelle Reinigung oder Kalibrierung wieder fehlerfrei am PC zum Laufen bringen. Dazu haben wir einen defekten Xbox Wireless Controller der zweiten Revision (2016) verwendet, bei dem die Y-Taste klemmte. Dieser beliebte, aber in die Jahre gekommene Controller dürfte noch bei vielen PC-Spielern in der Schublade liegen. Er war das erste Modell, das sich ganz einfach per Bluetooth mit dem PC verbinden ließ. Ältere Modelle benötigten noch einen USB-Dongle am Rechner, da sie ausschließlich mit Microsofts proprietärer Funkverbindung arbeiten.

  • Wenn der Xbox-Controller kurz vor dem Spieleabend streikt, müssen klemmende Tasten oder ungewollte Stickbewegungen nicht gleich das Aus bedeuten.
  • Der Ratgeber zeigt, welche schnellen Maßnahmen von außen helfen können – und wie man das Innenleben nach dem Öffnen gründlicher reinigt.
  • Außerdem erfahren Sie, wie sich Stickdrift mit einfachen Software-Tools mindern lässt.

In vielen Fällen muss man den Controller nicht einmal öffnen, um ihn wieder in Gang zu bringen. Häufig kann man die klebrige Blockade bereits von außen lösen. Sollte die schnelle Wiederbelebung nicht gelingen, zeigen wir Ihnen, wie Sie das Gerät aufschrauben und von innen reinigen. Mit dem passenden Werkzeug dauert das nur rund 10 bis 15 Minuten.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Xbox-Controller reparieren: Buttons reinigen, Stick-Drift mindern“.
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