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Streik scheint immer wahrscheinlicher: Notfallmodus bei Samsung eingeleitet


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Bei Samsung steuert alles immer weiter auf einen fast dreiwöchigen Streik zu, mit potenziell weitreichenden Folgen weit über den Konzern hinaus. Am Freitag hat die größte der beteiligten Gewerkschaften ein neues Angebot von Samsung für neue Verhandlungen ohne Vorbedingungen abgelehnt, berichtet die Korea Times. Gleichzeitig würden die Vorbereitungen für den 18-tägigen Streik ab kommenden Donnerstag weitergeführt. Von der Arbeitnehmervertretung heißt es demnach, dass keine Gespräche mehr geführt werden sollen, bevor die zentralen Forderungen zu Bonuszahlungen berücksichtigt würden. Nach dem Streik könne man dann aber wieder verhandeln.

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Bei Samsung selbst wurde inzwischen ein Notfallmodus eingeleitet, berichtet der Korea Herald. Der umfasst demnach die Prüfung von Produktionsanpassungen und Stabilisierungsmaßnahmen, die im Fall des Streiks durchgeführt werden können. Damit reagiere der Konzern auf die besonderen Risiken eines Streiks für die Halbleiterherstellung, die umfangreiche Vorbereitungen erfordern. Zusätzlich habe es auch eine Warnung gegeben, dass die Produktion nach dem Ende eines möglichen Streiks nicht direkt wieder aufgenommen werden könne. Möglicherweise würden nach den 18 Tagen zwei bis drei Wochen vergehen, bis die hochautomatisierte Fertigung wieder normal laufe, hat die Investmentbank KB Securities demnach gewarnt.

Bei der Auseinandersetzung geht es im Kern darum, wie Samsung die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an den Rekordgewinnen beteiligt, die der Konzern aktuell einfährt. Die Gewerkschaften fordern, dass 15 Prozent der Gewinne für Boni benutzt werden. Damit soll auch auf eine wachsende Einkommensschere zu konkurrierenden Firmen wie SK Hynix geschlossen werden. Der Halbleiterhersteller hat im Herbst eine gewerkschaftliche Forderung nach einer Vergütungsreform akzeptiert, die unter anderem höhere Boni vorsieht. In der Folge ist die Zahl der Samsung-Angestellten, die einer Gewerkschaft angehören, sprunghaft angestiegen. Zudem hat Samsung zahlreiche Angestellte an den Konkurrenten verloren.

Der angedrohte Streik würde die Speicherproduktion lahmlegen. Die Folgen für die Industrie und die Lieferketten wären massiv. Allein dem Konzern drohen laut Medienberichten Verluste in Höhe von umgerechnet bis zu 570 Millionen Euro pro Tag. Auch deshalb hat sich zuletzt Südkoreas Regierung an den Verhandlungen beteiligt, die Forderungen der Gewerkschaften dabei aber nicht unterstützt. Sollte der Streik nicht noch anderweitig verhindert werden, könnte die Regierung sogar selbst eingreifen. Der Arbeitsminister kann einen Ausstand für 30 Tage aussetzen, wenn ein Streik die nationale Wirtschaft oder Menschenleben gefährdet. Bislang ist unklar, ob dieses Mittel erwogen wird.


(mho)



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Künstliche Intelligenz

Bundesregierung will Taskforce: Deutschland soll „KI-Nation“ werden


Die Bundesregierung will laut einem Bericht eine Taskforce für Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen. Ziel sei es, eine Übersicht über die laufenden KI-Maßnahmen in den Ministerien zu gewinnen und bis Oktober aufeinander abzustimmen. Das berichtet der Pro-Newsletter Technologie & KI des Nachrichtenmagazins Politico, dem ein entsprechendes Einladungsschreiben an die Staatssekretäre in Bundesministerien vorliegt. Die Federführung soll das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), die Auftaktsitzung sei für diesen Donnerstag geplant. Alle Bundesministerien sollen mit jeweils einem Staatssekretär in der Taskforce vertreten sein.

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Es sei das gemeinsame Ziel, „Deutschland zu einer ‘KI-Nation’ zu entwickeln“ und dafür die über verschiedene Ressorts verteilten KI-Initiativen der Regierung stärker zu bündeln, heißt es demnach. Wie die Nachrichtenagentur dts berichtet, soll die Auftaktsitzung den Rahmen für die weitere Koordination setzen. Das gehe aus einer Tagesordnung hervor, die Politico ebenfalls vorliege. Neben einem KI-Lagebild und ressort-spezifischen Bestandsaufnahmen sollen auch KI-Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik behandelt werden. Auch der Stand des Konzepts für ein KI-Sicherheitsinstitut stehe auf der Agenda.

Auf Fachebene seien fünf Arbeitsgruppen geplant: Frontier AI, KI-Sicherheit, KI-Infrastruktur, KI und Gesellschaft sowie KI-Anwendung. Die Arbeitsgruppen sollen bis Ende September Ergebnisse vorlegen. Bis Ende August ist laut Tagesordnung zudem ein kurzer Zwischenbericht geplant. Beim Digital-Gipfel im November solle dann eine „stringente KI-Aufstellung innerhalb der Bundesregierung“ geschaffen werden.


(axk)



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Google Chrome: Großes Update schließt erneut Hunderte Sicherheitslücken


Google hat im Chrome-Browser erneut 382 Sicherheitslücken geschlossen, das sind nur 47 weniger als beim Rekordupdate vor einem Monat. Bei insgesamt 15 der gestopften Lücken hat es sich um solche mit der Einstufung „kritisch“ gehandelt. Details zu den zahlreichen behobenen Fehlern finden sich in der Bekanntmachung von Google, mit dem Update wird Chrome auf Version 150.0.7871.46 (Linux), auf Version 150.0.7871.46 (Mac) beziehungsweise 150.0.7871.47 (Windows) gehoben. Ein rasches Updaten wird empfohlen, zumeist wird das aber automatisch installiert. Aktualisiert wurde auch Chrome für Android, hier sollte man nun Version 150.0.7871.63 nutzen. Die darin geschlossenen Lücken entsprechen jenen der Desktopversion.

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Mit der erneut riesigen Anzahl an geschlossenen Lücken setzt sich auch bei Chrome ein Trend fort, der darauf zurückzuführen ist, dass die leistungsfähigsten KI-Modelle seit einigen Monaten deutlich besser darin sind, Lücken und darüber mögliche Cyberangriffe zu finden. Auch im Firefox-Browser wurden damit zuletzt jeden Monat Hunderte Sicherheitslücken gefunden und geschlossen, bislang waren es in solch einem Zeitraum immer maximal wenige Dutzend. Dem aktuellen Riesenupdate von Chrome stehen sogar nur genau drei Lücken gegenüber, die bei der entsprechenden Aktualisierung im Stable Channel ein Jahr vorher geschlossen wurden.

Das Chrome-Update kommt jetzt mittels Versionsdialog auf den Rechner. Dazu das Browser-Menü öffnen und auf „Hilfe“ und dort auf „Über “ respektive „Info“ bei einigen auf Chromium basierenden Browsern klicken. Das zeigt den derzeit aktiven Softwarestand an und lädt gegebenenfalls verfügbare Aktualisierungen herunter. Unter Linux ist dafür in der Regel die Softwareverwaltung der Distribution zuständig. Auf Mobilgeräten hingegen müssen Nutzerinnen und Nutzer im jeweiligen App-Store nachsehen, dort kommen die Aktualisierungen jedoch oftmals mit deutlicher Verzögerung an – ein beschleunigtes Update kann nicht erzwungen werden. Da auch andere Browser auf Chromium basieren, dürften sie ebenfalls ein umfangreiches Update ausliefern.


(mho)



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Smart-TV OLED65G66 im Test: Besseres Bild, KI-Funktionen mäßig


Die neue Smart-TV-Generation von LG mit OLED-Panels kommt unter der Bezeichnung „G6“. Der Vorgänger G5 überzeugte mit Kontrast, patzte aber bei feinen Farbverläufen – genau dort setzt LG beim neuen G6 an. Der Hersteller nutzt im aktuellen Topmodell eine überarbeitete Version des Primary RGB Tandem OLED-Panels, das letztes Jahr im G5 debütierte. Das Panel leuchtet jetzt noch etwas heller – ein stets willkommener Bonus bei OLED-Displays.

Mit dem neuen Prozessor namens Alpha 11 Gen 3 Prozessor geht LG einen der prominentesten Kritikpunkte am G5 an: Er verarbeitet die eingehenden Signale mit 12 statt mit 10 Bit pro Farbe, um Stufen in Farbverläufen zu eliminieren. Die Luminanzverarbeitung hat LG sogar auf 13 Bit angehoben. Der neue Prozessor optimiert außerdem die Surround-Sound-Wiedergabe. Beim Bedienkomfort gibt es kleinere Verbesserungen, das webOS- Betriebssystem des Smart-TVs webOS hat LG dagegen nur geringfügig angepasst.

Wir konzentrieren uns im Test neben der Bildqualität auf die KI-Integration und gehen der entscheidenden Frage nach: Sind LGs neue KI-Funktionen mehr als Marketing?


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Smart-TV OLED65G66 im Test: Besseres Bild, KI-Funktionen mäßig“.
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