Künstliche Intelligenz
JCB will Geschwindigkeitsrekord für Verbrenner-Wasserstofffahrzeuge aufstellen
Der britische Hersteller von Bau-, Industrie- und Landmaschinen J.C. Bamford Excavators (JCB) plant bei der jährlich stattfindenden „SpeedWeek“ im US-Bundesstaat Utah den Geschwindigkeitsrekord für wasserstoffgetriebene Fahrzeuge an Land mit dem neu konstruierten JCB Hydromax zu brechen. Das Fahrzeug verwendet dazu zwei getunte Wasserstoffverbrennungsmotoren aus der hauseigenen Serienproduktion, die normalerweise in Baumaschinen eingesetzt werden.
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JCB ist kein unbeschriebenes Blatt im Bereich der Geschwindigkeitsrekorde von Landfahrzeugen. Das Unternehmen hält bereits drei Rekorde für den schnellsten Traktor, den schnellsten Baggerlader und das schnellste Dieselfahrzeug. Der Rekord für das schnellste Dieselfahrzeug liegt bereits 20 Jahre zurück und markiert mit einer Spitzengeschwindigkeit von 350,092 mph (etwa 563 km/h) noch immer den bestehenden Weltrekord der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA). Aufgestellt wurde er mit dem JCB Dieselmax.
Zwei Wasserstoffverbrennungsmotoren
Mit dem JCB Hydromax nimmt JCB einen neuen Rekord ins Visier: den für das schnellste Landfahrzeug mit Wasserstoff-Verbrennungsmotorantrieb. Den Antrieb des 9,7 m langen stromlinienförmigen Fahrzeugs bilden zwei Wasserstoffverbrennungsmotoren aus der Serienproduktion für Baumaschinen. JCB gibt an, rund fünf Jahre an der Entwicklung von Wasserstoffverbrennungsmotoren gearbeitet und 100 Millionen Pfund investiert zu haben. Erste Bagger befinden sich derzeit in der Produktion, schreibt JCB.
Die beiden Motoren des JCB Hydromax, die sich zur besseren Gewichtsverteilung vorn und hinten im Fahrzeug befinden, liefern je etwa 588 kW (800 PS). Gekühlt werden die Motoren mit Eis über eine Phasenwechselkühlung. Herkömmliche Kühlsysteme würden die Aerodynamik zu sehr beeinträchtigen, heißt es von JCB zur Begründung. Rund eine Vierteltonne Eis wird dazu vor einem Lauf zugeladen.
Viele weitere Details verrät JCB zur Technik des Hydromax nicht. Das Fahrzeug soll über ein Doppelkupplungsgetriebe verfügen und über alle vier Räder angetrieben werden. Die Aerodynamik der Karosserie sei mit modernsten Techniken umgesetzt worden. Der Luftwiderstand falle 10 Prozent geringer aus als beim Dieselmax, ohne dass das Fahrzeug bei Hochgeschwindigkeitsfahrten an Stabilität verliere. In umfangreichen Simulationen und mit Belastungstests seien die einzelnen Bauteile des Fahrzeugs erprobt worden. Die einzelnen Komponenten seien dabei eng aufeinander abgestimmt. Das betreffe etwa das Fahrwerk, die Einstellungen der Traktionskontrolle und die Aerodynamik.
Bei der Entwicklung des JCB Hydromax griff das Unternehmen hauptsächlich auf ein Kernteam aus eigenen Mitarbeitern zurück, die teilweise bereits 20 Jahre zuvor an der Entwicklung und am Bau des Dieselmax-Rekordfahrzeugs beteiligt waren. Hinzu kam das Fachwissen spezieller Zulieferfirmen wie Prodrive für den Fahrzeugbau, Ricardo für die Motorabstimmung und Xtrac für das Getriebe.
Pilotiert werden soll der JCB Hydomax von Andy Green, dem Rekordfahrer des Dieselmax. Der mittlerweile im Ruhestand befindliche ehemalige Pilot der Royal Air Force hält auch den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge mit 763,035 mph (etwa 1228 km/h) und ist zugleich der erste Mensch, der die Schallmauer mit einem Landfahrzeug durchbrach.
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Bestehenden Rekord nahezu verdopplen
Bei JCB stehen nun die Testfahrten im Vereinigten Königreich mit dem JCB Hydromax an. Danach soll es dann zur Bonneville SpeedWeek gehen, um dort auf einem Salzsee den Landgeschwindigkeitsrekord zu knacken. Dort herrschen nahezu optimale Bedingungen, um neue Geschwindigkeitsrekorde an Land aufzustellen. JCB plant, den bestehenden Rekord von Fahrzeugen mit Wasserstoffverbrennungsmotoren von 185,5 mph deutlich zu übertreffen. JCB nennt eine Geschwindigkeit von mehr als 350 mph. Das ist höher als die gültigen Geschwindigkeitsrekorde für Landfahrzeuge mit anderen alternativen Antrieben wie etwa für Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge (303 mph) und Elektrofahrzuge (342 mph).
(olb)
Künstliche Intelligenz
Bundesregierung will Taskforce: Deutschland soll „KI-Nation“ werden
Die Bundesregierung will laut einem Bericht eine Taskforce für Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen. Ziel sei es, eine Übersicht über die laufenden KI-Maßnahmen in den Ministerien zu gewinnen und bis Oktober aufeinander abzustimmen. Das berichtet der Pro-Newsletter Technologie & KI des Nachrichtenmagazins Politico, dem ein entsprechendes Einladungsschreiben an die Staatssekretäre in Bundesministerien vorliegt. Die Federführung soll das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), die Auftaktsitzung sei für diesen Donnerstag geplant. Alle Bundesministerien sollen mit jeweils einem Staatssekretär in der Taskforce vertreten sein.
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Es sei das gemeinsame Ziel, „Deutschland zu einer ‘KI-Nation’ zu entwickeln“ und dafür die über verschiedene Ressorts verteilten KI-Initiativen der Regierung stärker zu bündeln, heißt es demnach. Wie die Nachrichtenagentur dts berichtet, soll die Auftaktsitzung den Rahmen für die weitere Koordination setzen. Das gehe aus einer Tagesordnung hervor, die Politico ebenfalls vorliege. Neben einem KI-Lagebild und ressort-spezifischen Bestandsaufnahmen sollen auch KI-Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik behandelt werden. Auch der Stand des Konzepts für ein KI-Sicherheitsinstitut stehe auf der Agenda.
Auf Fachebene seien fünf Arbeitsgruppen geplant: Frontier AI, KI-Sicherheit, KI-Infrastruktur, KI und Gesellschaft sowie KI-Anwendung. Die Arbeitsgruppen sollen bis Ende September Ergebnisse vorlegen. Bis Ende August ist laut Tagesordnung zudem ein kurzer Zwischenbericht geplant. Beim Digital-Gipfel im November solle dann eine „stringente KI-Aufstellung innerhalb der Bundesregierung“ geschaffen werden.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Google Chrome: Großes Update schließt erneut Hunderte Sicherheitslücken
Google hat im Chrome-Browser erneut 382 Sicherheitslücken geschlossen, das sind nur 47 weniger als beim Rekordupdate vor einem Monat. Bei insgesamt 15 der gestopften Lücken hat es sich um solche mit der Einstufung „kritisch“ gehandelt. Details zu den zahlreichen behobenen Fehlern finden sich in der Bekanntmachung von Google, mit dem Update wird Chrome auf Version 150.0.7871.46 (Linux), auf Version 150.0.7871.46 (Mac) beziehungsweise 150.0.7871.47 (Windows) gehoben. Ein rasches Updaten wird empfohlen, zumeist wird das aber automatisch installiert. Aktualisiert wurde auch Chrome für Android, hier sollte man nun Version 150.0.7871.63 nutzen. Die darin geschlossenen Lücken entsprechen jenen der Desktopversion.
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KI sorgt für Flut an bekannten Lücken
Mit der erneut riesigen Anzahl an geschlossenen Lücken setzt sich auch bei Chrome ein Trend fort, der darauf zurückzuführen ist, dass die leistungsfähigsten KI-Modelle seit einigen Monaten deutlich besser darin sind, Lücken und darüber mögliche Cyberangriffe zu finden. Auch im Firefox-Browser wurden damit zuletzt jeden Monat Hunderte Sicherheitslücken gefunden und geschlossen, bislang waren es in solch einem Zeitraum immer maximal wenige Dutzend. Dem aktuellen Riesenupdate von Chrome stehen sogar nur genau drei Lücken gegenüber, die bei der entsprechenden Aktualisierung im Stable Channel ein Jahr vorher geschlossen wurden.
Das Chrome-Update kommt jetzt mittels Versionsdialog auf den Rechner. Dazu das Browser-Menü öffnen und auf „Hilfe“ und dort auf „Über
(mho)
Künstliche Intelligenz
Smart-TV OLED65G66 im Test: Besseres Bild, KI-Funktionen mäßig
Die neue Smart-TV-Generation von LG mit OLED-Panels kommt unter der Bezeichnung „G6“. Der Vorgänger G5 überzeugte mit Kontrast, patzte aber bei feinen Farbverläufen – genau dort setzt LG beim neuen G6 an. Der Hersteller nutzt im aktuellen Topmodell eine überarbeitete Version des Primary RGB Tandem OLED-Panels, das letztes Jahr im G5 debütierte. Das Panel leuchtet jetzt noch etwas heller – ein stets willkommener Bonus bei OLED-Displays.
Mit dem neuen Prozessor namens Alpha 11 Gen 3 Prozessor geht LG einen der prominentesten Kritikpunkte am G5 an: Er verarbeitet die eingehenden Signale mit 12 statt mit 10 Bit pro Farbe, um Stufen in Farbverläufen zu eliminieren. Die Luminanzverarbeitung hat LG sogar auf 13 Bit angehoben. Der neue Prozessor optimiert außerdem die Surround-Sound-Wiedergabe. Beim Bedienkomfort gibt es kleinere Verbesserungen, das webOS- Betriebssystem des Smart-TVs webOS hat LG dagegen nur geringfügig angepasst.
Wir konzentrieren uns im Test neben der Bildqualität auf die KI-Integration und gehen der entscheidenden Frage nach: Sind LGs neue KI-Funktionen mehr als Marketing?
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Smart-TV OLED65G66 im Test: Besseres Bild, KI-Funktionen mäßig“.
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