Digital Business & Startups
+++ Gründerzeit +++ Galvany +++ neoteq ventures +++ Empovver +++ Mats Hummels +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Startup-Elite fordert neue Gründerzeit +++ StartupsToWatch: Galvany +++ neoteq ventures: Jan Jeske wird Partner +++ Commerce-Startup Empovver gibt auf +++ So investiert Fußball-Weltmeister Mats Hummels in Startups +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 18. Juni).
#STARTUPLAND: Super Early Bird-Tickets sind live!

If you live and breathe startups – STARTUPLAND is your event
+++ Die günstigste Ticketphase läuft! Wer bei unserer vierten STARTUPLAND Conference 2027 (10. März in Köln, RheinEnergieStadion) dabei sein möchte, sollte jetzt zugreifen. Die Super-Early-Bird-Tickets gibt es nur für kurze Zeit.
#STARTUPTICKER
Gründerzeit
+++ Gründer-Allianz macht Druck! Der Startup-Verband hat mehr als 100 Persönlichkeiten aus der deutschen Startup- und Scaleup-Szene hinter dem Appell „Für eine neue Gründerzeit, jetzt“ versammelt. Vor der nächsten Sitzung des Koalitionsausschusses (1. Juli) fordern die Unterzeichner eine „wirtschaftspolitische Wende“. Zu den Erstunterzeichnern zählen neben Verena Pausder (Startup-Verband) unter anderem Hanno Renner (Personio), Johannes Reck (GetYourGuide), David Reger (Neura Robotics), André Schwämmlein (Flix), Bastian Nominacher (Celonis), Christian Miele (Headline) und Florian Heinemann (Project A). Die Initiative fordert unter anderem mehr Wachstumskapital, weniger Bürokratie, bessere Bedingungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen sowie mehr Investitionen in DeepTech und KI. Die jüngste US-Sperre für bestimmte KI-Technologien außerhalb der USA verleiht dem Appell zusätzliche Brisanz. Die Botschaft ist klar: Deutschland muss wieder ein Land werden, in dem die nächsten globalen Tech-Champions entstehen können. (PDF) Mehr über den Startup-Verband
Galvany
+++ StartupsToWatch! Das Berliner ClimateTech Galvany zeigt derzeit eindrucksvoll, dass sich Wachstum und Profitabilität nicht ausschließen müssen. Das Unternehmen, 2022 von Raik Belka gegründet, steigerte seinen Umsatz 2025 von 2,8 auf 20,1 Millionen Euro und erwirtschaftete dabei nach eigenen Angaben sogar ein positives EBIT. Für das laufende Jahr peilt das Team mit seinen rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits 60 Millionen Euro Umsatz an. Im Mittelpunkt des Geschäftsmodells stehen Installation, Betrieb und Optimierung von Wärmepumpen. Der niederländische EnergyTech-Investor SET Ventures und der Berliner ClimateTech-Geldgeber AENU investierten kürzlich 10 Millionen Euro in das Unternehmen. „Profitabilität in der Seed-Phase ist im ClimateTech-Markt eine Seltenheit“, sagt Philip Specht von AENU. Galvany ist damit eine erfrischende Ausnahme in einem ClimateTech-Markt, der zuletzt eher durch Pleiten, Fusionen und Übernahmen Schlagzeilen machte. Mehr über Galvany
neoteq ventures
+++ Aufstieg! Der Kölner Frühphasen-Investor neoteq ventures befördert Jan Jeske zum Partner. Der Investor war bislang als Principal für den Geldgeber tätig und steigt damit in die Führungsebene des Venture-Capital-Unternehmens auf. „Seit seinem Start bei uns hat Jan nicht nur ein super Gespür für bahnbrechende Technologien und visionäre Gründer-Teams bewiesen, sondern auch die Kultur unseres Fonds maßgeblich geprägt“, teilt der Geldgeber bei Linkedin mit. neoteq ventures, 2020 gestartet, legt zuletzt seinen zweiten Fonds (Zielgröße: 50 Millionen) auf. (Linkedin) Mehr über neoteq ventures
Empovver
+++ Aus für Empovver! Das Wiener E-Commerce-Startup Empovver stellt seinen Online-Marktplatz Ende Juni ein. Das Team rund um Sofia Surma, Marlene Frauscher und Clemens Otto zieht damit nach fast vier Jahren einen Schlussstrich. Trotz des besten ersten Quartals der Unternehmensgeschichte erwies sich das wertebasierte Marketplace-Modell langfristig als schwer skalierbar. Nach eigenen Angaben spielte Empovver in den vergangenen Jahren einen sechsstelligen Betrag an frauengeführte Unternehmen zurück. (Brutkasten) Mehr über Empovver
Mats Hummels
+++ Weltmeister setzt auf Padel-Hype! Mats Hummels beteiligt sich am Münchner Sport-Startup PadelCity und setzt damit auf eine Trendsportart, die derzeit immer mehr Gründerinnen, Gründer und Investoren anzieht. Das Unternehmen, das moderne Padel-Anlagen betreibt, sammelte bislang rund 15 Millionen Euro ein. Doch der frühere Nationalspieler investiert nicht nur in den boomenden Padel-Markt. Auch beim Ernährungs-Startup By Nahni, beim Weinunternehmen Herbstmeister Wein sowie bei PlayersTech, einer Plattform für Startup-Investitionen im Sportbereich, ist Hummels an Bord. Mehr über Startup-Investments von Fußball-Weltmeistern
Journalist:innen
+++ Auch in diesem Jahr stellt PIABO Communications in Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de wieder Journalistinnen und Journalisten vor, die sich intensiv mit der Startup-, Tech- und Digitalszene beschäftigen. Die folgenden Journalist:innen sollten Startups auf dem Radar haben. Mehr in unserer Übersicht
Startup-Radar
+++ Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: baugenic, Qurie, Qorelo, IB-7, offgen. Mehr im Startup-Radar
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ #DealMonitor +++ DeepL übernimmt Mixhalo +++ PropTech reltix erhält 3 Millionen +++ Neo-Carrier NexDash bekommt weitere 2,5 Millionen +++ toern sammelt 1 Million ein – unter anderem von Venture League. Mehr im Deal-Monitor
#JOBS
Häfft-Verlag
+++ Unser Job des Tages! Der Häfft-Verlag sucht einen Junior E-Commerce Manager (m/w/d) Schwerpunkt Amazon. Wir leben Papier! Unser kultiges Hausaufgaben-Häfft musste man einfach haben. Seit unseren Anfängen Mitte der 90er Jahre ist viel Zeit vergangen und wir haben uns zu einem designstarken und detailverliebten Verlag mit Sitz in München & Berlin weiterentwickelt
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Digital Business & Startups
Bis zu 330.000 Euro für neue Ideen
#Eventtipp
Für gemeinsame Innovationsprojekte sind im aktuellen IGP-Förderaufruf Zuschüsse von bis zu 330.000 Euro möglich. Welche Vorhaben gefördert werden und worauf es bei der Bewerbung ankommt, erfahren Interessierte Ende Juni in einem kostenlosen Webcast.

Wer Innovationen nicht allein, sondern gemeinsam entwickelt, kann auf staatliche Unterstützung hoffen. Mit der siebten Runde des Innovationsprogramms für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) fördert das Bundeswirtschaftsministerium erneut Projekte, bei denen Unternehmen ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle entwickeln.
Im Mittelpunkt des aktuellen Aufrufs stehen sogenannte Cross-Innovationen. Dabei arbeiten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammen, um neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle zu entwickeln. Angesprochen sind insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, Startups, Selbstständige und gemeinwohlorientierte Unternehmen.
Je nach Projektphase sind Förderungen von bis zu 330.000 Euro möglich. Unterstützt werden sowohl Machbarkeitsprojekte als auch Vorhaben auf dem Weg zur Marktreife. Gefördert werden neben technologischen Entwicklungen auch neue Geschäftsmodelle, digitale Services, Plattformkonzepte und innovative Formen der Zusammenarbeit.
Das IGP zählt damit zu den wenigen Bundesprogrammen, die gezielt nichttechnische Innovationen in den Mittelpunkt stellen.
Kostenloser Webcast für innovative Unternehmen
Wie funktioniert die Förderung? Welche Projekte haben Chancen? Und worauf kommt es bei der Antragstellung an? Antworten auf diese Fragen liefern KölnBusiness und die NRW.BANK in einem kostenlosen Webcast zum aktuellen IGP-Aufruf. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Startups, kleine und mittlere Unternehmen sowie andere innovative Akteure aus Köln und der Region.
30. Juni 2026 | 14:30 Uhr | Jetzt anmelden
Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness
In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): KI
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Dieses deutsche Drohnen-Startup begeistert die US-Armee
Bei einem US-Militärtest gegen russische Störsender fällt eine US-Drohne aus. Die Drohne des Münchner Startups Helsing trifft dagegen fast immer.
Eine Drohne nach der anderen surrt über den Truppenübungsplatz Pabradė in Litauen, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt – viele stürzen über dem Gelände ab, nur wenige treffen direkt die Übungsziele. Amerikanische Elektronik-Kampf-Einheiten probten hier Mitte Mai bei der Übung „Flytrap 5“ die Abwehr der autonomen Roboterflieger, fluteten das Frequenzspektrum mit Störsignalen. Sie simulieren das Hightech-Schlachtfeld der Ukraine, auf dem viele westliche Präzisionswaffen aufgrund russischer Störsender versagen.
Rund 200 Drohnen testen die US-Truppen zusammen mit Drohnen-Experten aus Großbritannien. Ausgerechnet ein Produkt eines deutschen Herstellers zeigte sich laut Äußerungen von beteiligten US-Offizieren als besonders resistent gegen die Störangriffe.
Helsing überzeugt im Drohnen-Text
Bei den Tests bewies sich die HX-2-Angriffsdrohne des Münchner KI-Rüstungs-Startups Helsing trotz elektronischen Störfeuers als zielgenau. Auf Nachfrage bestätigt das Unternehmen: Bei 15 von 17 Flügen schlug die autonome „Kamikaze-Drohne“ bei „Flytrap 5“ ins Ziel ein. Mehr noch: Da eine Aufklärungsdrohne eines US-Herstellers im Test durch das elektronische Störfeuer versagte, improvisierten die US-Soldaten, setzten die HX-2 auch zur Suche nach Zielen ein.
„Ursprünglich wurde die HX-2 als System für Einwegangriffe eingesetzt“, sagte Alex Miller, CTO der US-Armee und Berater des US-Generalstabs, gegenüber der US-Nachrichtenseite „Axios“. „Unsere Nutzer berichteten aber, dass sie die HX-2 auch als Aufklärungsplattform verwendeten, da sie in der Lage war, Ziele mithilfe von KI selbst unter Störeinflüssen zu erfassen und zu verfolgen.“
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Was europäische Drohnenhersteller den USA voraushaben
Dass US-Streitkräfte bei autonomen Systemen neuerdings auf europäische Technologie zurückgreifen, bricht mit dem traditionellen Marktgefüge. Bislang ist die Beschaffung von fliegendem Kriegsgerät zwischen Europa und den USA eher eine Einbahnstraße, europäische Staaten importieren fast ausschließlich aus den USA. Doch im Bereich der unbemannten Systeme könnte sich der Markt zugunsten der Europäer entwickeln. Denn diverse europäische Rüstungsstartups kooperieren eng mit den ukrainischen Streitkräften. Die setzen die Flieger der Europäer bereits permanent unter realen Bedingungen gegen russische elektronische Störmittel ein und zwingen die Hersteller zu extrem kurzen Innovationszyklen.
Auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin berichten mehrere Vertreter von Herstellern, die allerdings anonym bleiben wollen, wie die Ukrainer Innovation fördern, dass sie ganz anders Waffen einkaufen als die schwerfälligen Beschaffungsämter der Nato-Staaten. Die Bedingung lautet stets: Tausch von Daten vom Schlachtfeld, von digitaler Kampferfahrung, gegen Technologietransfers.
Die westeuropäischen Startups müssen sich in der Ukraine engagieren und mit ukrainischen Firmen zusammenarbeiten. Im Gegenzug können sie ihre Innovationen direkt an der Front ausprobieren. Der Rhythmus der Software-Updates sei inzwischen auf zwei Wochen zusammengeschrumpft, so ein Startup-Entwickler gegenüber Gründerszene.
Vollautonome Systeme ohne Funkverbindung
Die Ergebnisse dieser erzwungenen technischen Evolution sind auf der Messe direkt sichtbar: Helsing zeigt die in Litauen erfolgreiche HX-2, deren Serienmodell inzwischen in der Ukraine regulär eingesetzt wird. Noch im vergangenen Jahr waren die Drohne aus München sowie ihr Vorgänger HF-1 in die Kritik geraten. Ukrainische Soldaten beschwerten sich, die ersten Prototypen der Flieger würden die Versprechungen des Herstellers nicht erfüllen. Inzwischen, so Helsing, ist die Software unter dem Druck des Fronteinsatzes wesentlich weiterentwickelt, die Serienversion der Flieger gehöre zu den erfolgreichsten Einweg-Drohnen an der Front.
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Dazu zeigte Helsing gemeinsam mit dem Elektronikspezialisten Hensoldt die autonome Jetdrohne „CA-1 Electronic Attack“. Der Flieger ist wesentlich größer als eine Einweg-Drohne, soll künftig bemannten Kampfjets vorausfliegen und mit Störsendern die Flugabwehr blockieren. Die westliche Funktechnik ist dank der Daten aus dem Ukrainekrieg angepasst, die Rüstungsfirmen kennen inzwischen Methoden und Frequenzen der russischen Elektronik-Kampfführung.
Da Russland das gestörte Spektrum mittlerweile flexibel von den üblichen Funkbändern bis auf 18 Gigahertz ausgeweitet hat, weichen die Hersteller auf vollautonome KI-gesteuerte Systeme aus, die bei gestörter Funkverbindung zur Basis weiter ihre Mission verfolgen.
Diese Abfangdrohne von Quantum Sytems soll Shaheds stoppen
Auch das deutsche Rüstungs-Startup Quantum Systems zeigte auf der ILA Drohnen, die direkt aus den Erfahrungen in der Ukraine entstanden sind: Der Münchner Drohnenhersteller hat als Antwort auf die russischen Shahed-Langstreckendrohnen die sehr kompakte und schnelle Abfangdrohne „Strila“ in sein Portfolio aufgenommen. Der Flieger ist wesentlich günstiger als eine konventionelle Flugabwehr-Lenkwaffe, wurde vom ukrainischen Start-up WIY-Drones entwickelt.
Die senkrecht startende Abfangdrohne erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 400 Kilometern pro Stunde und fliegt bis zu 6000 Meter hoch. Die nur gut fünf Kilogramm schwere Jagd-Drohne hat eine maximale Reichweite von 34 Kilometern. Quantum Systems will nun die industrielle Produktion übernehmen und gleich 15.000 Stück für die Ukraine bauen. Auch angesichts der Angriffe des Iran auf die Golfstaaten mit Shahed-Fliegern war die Abfangdrohne ein Star der Messe.
Um die „Strila“ künftig möglichst nah an die gegnerischen Shaheds heranzutragen, hat Quantum Systems zudem die Pulse P19 entwickelt. Der Propellerflieger erinnert ein wenig an ein Jagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg, er fliegt wesentlich schneller und dynamischer als die bekannten bewaffneten US-Drohnen vom Typ „Reaper“. Er soll künftig autonom und stundenlang auf die Jagd nach Shahed-Drohnen gehen und bringt dafür eine Reichweite von bis zu 2200 Kilometern mit. Auf dem ILA-Messestand trug ein Modell des Fliegers unter den Flügeln an zwei von sechs Waffenstationen gleich 18 Strila-Abfangdrohnen, denkbar wären laut Hersteller noch wesentlich mehr.
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Airbus setzt auf unbemannte Kampfhubschrauber
Dritter Star der Messe war die „U760 Ravenstorm“ von Airbus Defence and Space. Das unbemannte Kampfflugzeug ist als schwerer Begleitjet („Loyal Wingman“) für bemannte Jets wie den Eurofighter konzipiert. Es soll künftig autonom operieren und ist flexibel für Angriffe in der Luft, am Boden sowie für die elektronische Kampfführung ausgelegt.
Damit ordnet Airbus sein gesamtes Militär-Portfolio neu und führt eine eigene „U“-Bezeichnung für unbemannte Flieger ein. Zusammen mit Quantum Systems zeigte Airbus zudem eine große Transportdrohne, die auf dem leichten Hubschrauber H145 basiert.
Der ist bei der Bundeswehr bereits als Kampfhubschrauber im Einsatz. Beim U145 hat Airbus nun das komplette Cockpit entfernt, dafür lässt sich der Helikopter nun von vorne öffnen und mit einem Palettensystem beladen. An Stummelflügeln trug auch die U145 auf der Messe wieder die Strila-Abfang-Drohnen aus dem Portfolio von Quantum Systems.
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Ziel sei es, „dass Besatzungen den Luftraum wirksam gegen unbemannte Bedrohungen kontrollieren können“, so Stefan Thomé, Executive Vice President Programmes bei Airbus Helicopters. Denn aktuell sind bemannte Helikopter über der Ukraine eher fliegende Ziele für Drohnen. Die leichten Abfangdrohnen an Bord als Abwehrmittel könnten künftig Standard-Ausstattung für alle Fluggeräte über den Schlachtfeldern der Zukunft werden.
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260 Millionen für Sebastian Kurz: Sein Cyber-Startup ist jetzt 3 Milliarden wert
Mit 31 war er der jüngste Bundeskanzler Europas, heute führt Sebastian Kurz eines der wertvollsten Cybersecurity-Startups der Welt.
Einst residierte Sebastian Kurz am Wiener Ballhausplatz im Kanzleramt, das einem barocken Stadtpalais ähnelt. Heute empfängt Kurz in einem modernen Glaspalast, der sich elegant in die Skyline von Tel Aviv einfügt. Die Wirkungsstätten und Arbeitswelten könnten unterschiedlicher nicht sein. Gleich geblieben ist das unfassbare Tempo.
Mit 27 Jahren wurde Kurz Außenminister, mit 31 Jahren österreichischer Bundeskanzler – der jüngste aller Zeiten. Heute, mit 39 Jahren, steigt er zu den bedeutendsten Startup-Gründern Europas und Israels auf. Sein Unternehmen Dream hat eine Finanzierungsrunde über 260 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Damit steigt die Unternehmensbewertung nach eigenen Angaben auf drei Milliarden US-Dollar.
Für das Unternehmen, das erst vor dreieinhalb Jahren gegründet wurde, markiert die neue Finanzierungsrunde einen wichtigen Meilenstein. Die Series-C-Runde wird von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11 angeführt, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners mit Investor James Rothschild, Antler aus Norwegen und weiteren globalen Investoren.
Angesichts der klangvollen Namen der Investoren und der drei Milliarden hohen Bewertung würden manch andere Gründer über die Flure ihres Unternehmens schweben. Doch Sebastian Kurz und seinem israelischen Mitgründer Shalev Hulio ist keinerlei Triumphgebaren anzusehen. Konzentriert und schnellen Schrittes bewegen sie sich durch die stilvoll-modernen Büroräume in Tel Aviv. Fast demütig ist ihr Ton, als sie im Büro von Hulio Platz nehmen.
„Als wir vor dreieinhalb Jahren dieses Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut haben, konnten wir überhaupt nicht wissen, ob es funktionieren würde. Jetzt sind wir sehr glücklich, dass wir weitermachen können”, sagt der Unternehmer Kurz, um dann doch einen kurzen Moment lang wieder wie ein Politiker zu klingen: „Aber wichtiger als unser persönlicher Erfolg sind uns die Werte, die wir für ganze Nationen schaffen können.“ Seine Überzeugung: „Der nächste Cyberkrieg wird von KI gegen KI geführt werden.“
Die größten Cyberbedrohungen kommen aus China, Russland, Iran und Nordkorea
Um Staaten, Militär, Sicherheitsbehörden, Gesundheitsdaten und kritische Infrastruktur vor Cyberangriffen zu schützen, entwickelten Kurz und Hulio die Idee, zwei bislang getrennte Welten zusammenzuführen: die Expertise der besten Hacker und die Leistungsfähigkeit Künstlicher Intelligenz. Auf dieser Grundlage entwickelte das Unternehmen ein speziell für Cybersicherheit ausgelegtes KI-Modell, das von international führenden Experten trainiert wurde. Daraus entstand eine Plattform, die staatlich gesteuerte Cyberangriffe frühzeitig erkennt und abwehrt – noch bevor sie kritische Infrastruktur oder staatliche Einrichtungen beschädigen können.
„Die meisten Angriffe, die wir verhindern konnten, kamen aus China, Russland, Iran und Nordkorea“, erklärt Hulio, der innerhalb des Unternehmens die Technologie verantwortet. Er bringt einen großen Erfahrungsschatz als Mitgründer und späterer Leiter der NSO Group mit, einem israelischen Tech-Unternehmen, das für seine Spyware Pegasus bekannt wurde. „Russland nutzt groß angelegte Phishing-Kampagnen. China baut KI-gestützte Angriffsstrukturen auf.“
Das Alleinstellungsmerkmal von Dream sei, dass es Staaten bei der Cyberabwehr unabhängig machen können. „Länder sollen nicht von den USA oder China abhängig sein. Wir entwickeln Lösungen, die Regierungen selbst besitzen, selbst betreiben und selbst kontrollieren können. Die Daten müssen nicht in eine Cloud hochgeladen werden und werden mit niemandem geteilt.“ Der Kundenkreis wachse rasant – in Europa, im Nahen Osten und in Südostasien. Der Umsatz belaufe sich bisher auf rund 300 Millionen US-Dollar. Seit diesem Jahr sei das Unternehmen mit seinen 350 Mitarbeitern profitabel, so Kurz.
Ob die Gründer von Dream angesichts des rasanten Wachstums schon von einem Börsengang träumen, wie ihn Elon Musk gerade mit SpaceX hingelegt hat? „Ein Börsengang ist eine Option, eine sehr realistische Option für ein wachsendes Unternehmen wir unseres“, sagt Kurz. Der nächste große operative Schritt sei aber zunächst die Expansion des Standortes in Abu Dabi. Auch die Entscheidung für ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Deutschland sei gefallen. Nur auf den Ort habe man sich noch nicht festgelegt, sagt Hulio. „Wichtig ist für uns eine direkte Flugverbindung nach Tel Aviv“.
Warum Kurz und Hulio so gut zusammenpassen
Die Kombination der israelischen und der westeuropäischen Mentalitäten und Fähigkeiten scheint eines der Erfolgsgeheimnisse von Dream zu sein. Allein modisch unterscheiden sich der Kanzler und der israelische Tech-Guru. Kurz ist glattrasiert und trägt ein weißes Hemd. Hulio trägt ein schwarzes T-Shirt, Bart und fällt durch ein lebensfrohes Lächeln auf. Am Anfang hätten sich die kulturellen Unterschiede zwischen den Gründen manchmal bemerkbar gemacht, erzählt Hulio. „Sebastian kann 20 Meetings in eine Stunde quetschen. Er ist sehr diszipliniert. Das muss ihm erstmal einer nachmachen. Und wer zu einem Meeting eine Minute zu spät kommt, gilt in Sebastians Augen schon als unpünktlich. Daran musste ich mich als Israeli erstmal gewöhnen“, sagt Hulio und lacht.
Er habe während seiner Laufbahn schon mit einigen guten Leuten zusammengearbeitet. Sebastian Kurz sei allerdings der beste Partner, den er je gehabt habe. „Was er innerhalb kürzester Zeit in der Politik erreicht hat, gelingt ihm nun in der Tech Welt. Sebastian ist ein brillanter Geist. Hätte er sich schon als junger Mensch für das Unternehmertum entschieden, stünde er heute schon in einer Reihe mit Elon Musk“, sagt Hulio sehr ernsthaft.
Der Altkanzler ist wiederum voll des Lobes für seinen Mitgründer, der schon vor Dream als Star der israelischen Tech-Branche galt. „Für mich ist Halev ein Genie. Wenn ihm jemand sagt, es gebe keine Lösung für ein technisches Problem, stachelt ihn das an und er pusht das Team bis ans Limit. Während seiner Laufbahn hat er immer wieder technologische Durchbrüche erreicht, die nicht für möglich gehalten wurden.“ Ein wenig gilt dieser Satz wohl auch für ihn selbst. Während andere Spitzenpolitiker oft vergeblich eine Rolle in der Wirtschaft suchen oder wie Altkanzler Gerhard Schröder ihr Geld als Gas-Lobbyisten für Diktatoren machen, ist Kurz der Durchbruch als Unternehmer eindrucksvoll gelungen.
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