Apps & Mobile Entwicklung
Modellunabhängige Strategie: Microsoft prüft diverse offene Modelle für Cowork

Microsoft soll für seine Copilot-Anwendung Cowork deutlich mehr offene und Open-Weight-Modelle testen als der Konzern bislang erkennen ließ. Das Unternehmen verfolgt den Ansatz, dass sich unterschiedliche Modelle je nach Aufgabe, Kosten, Latenz und Qualitätsanforderungen flexibel austauschen lassen.
Mit dieser flexiblen Strategie könnte Microsoft seine Abhängigkeit von externen Anbietern deutlich verringern. Gleichzeitig würde jedoch der Druck auf die eigenen MAI-Modelle, eine Familie hauseigener, spezialisierter KI-Modelle des Unternehmens, steigen. Dies will die für ihre zuverlässigen Aussagen bekannte KI-Plattform TestingCatalog erfahren haben.
Selbst gehostete DeepSeek-Variante als Alternative
Das zuständige Microsoft-Team soll verschiedene offene und Open-Weight-Modelle evaluieren. Bereits vor wenigen Tagen berichtete Axios (Paywall) darüber, dass das Unternehmen eine selbst gehostete DeepSeek-Variante als kostengünstige Alternative für Copilot Cowork in Betracht ziehe. Ausschlaggebend seien dabei, wie derzeit auch bei vielen anderen KI-Anbietern, die hohen Kosten. Laut Charles Lamanna, Executive Vice President für Copilot, Agents and Platform, erledigen viele Nutzer Hunderte Aufgaben pro Woche. Das steigere zwar die Produktivität, lasse jedoch auch die Kosten „sehr hoch“ werden. Microsoft hatte deshalb – ähnlich wie zuvor Google bei Gemini – aufgrund der hohen Aufwendungen die Abrechnung von einem unbegrenzten Nutzungsmodell auf ein „nutzungsbasiertes Preismodell“ umgestellt. Unternehmen sollen damit künftig entsprechend der tatsächlich genutzten Rechenleistung zahlen. Sollte der Softwarekonzern diesen Schritt gehen, dürften sich angesichts der Herkunft von DeepSeek aus China politische und sicherheitsrelevante Diskussionen kaum vermeiden lassen.
Flexibler Ansatz soll Kosten sparen
Laut TestingCatalog gehen die angedachten Evaluierungen jedoch offenbar weit über eine reine Kostensenkung hinaus. Im Mittelpunkt steht demnach auch die Trennung zwischen dem eigentlichen Modell und der Orchestrierungsebene. Dadurch könnte die bestehende Infrastruktur unverändert bleiben, während je nach Anwendungsfall unterschiedliche Modelle zum Einsatz kommen. Ein solcher Ansatz würde erhebliche Einsparungen ermöglichen: Anspruchsvolle Aufgaben könnten weiterhin von den Frontier-Modellen übernommen werden, während weniger komplexe Prozesse auf selbst gehosteten KI-Modellen in Azure ausgeführt würden. Auch das lokale Ausführen kleinerer KI-Modelle gilt als denkbar.
Darüber hinaus würde eine solche Aufteilung Microsoft in die Lage versetzen, die Kosten langfristiger agentischer Arbeitsabläufe zu senken und Kunden mehr Auswahl bei Preisgestaltung und Modelltyp zu bieten. Gleichzeitig erhielte das Unternehmen mehr Planungssicherheit. Auf der anderen Seite würde sich Microsoft damit allerdings Konkurrenz aus den eigenen Reihen schaffen.
Noch nichts konkret
Laut mit den Tests vertrauten Quellen sollen sich die verschiedenen Ansätze bislang nicht im produktiven Einsatz, sondern noch in der Evaluierungsphase befinden. Entscheidend dürfte letztlich sein, welches Modell die Anforderungen von Unternehmenskunden hinsichtlich Kosten, Compliance, Sicherheit und Qualität am besten erfüllt.
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Wochenrück- und Ausblick: Grafikkarten zurück im Fokus und das Warten auf GTA 6

Der wöchentliche Rückblick behandelt heute die 25. Woche 2026. Es sind 108 News/Notizen und fünf Tests beziehungsweise Berichte erschienen. Welche davon haben die ComputerBase-Leser besonders interessiert? Was empfiehlt sich als Wochenendlektüre?
AMD will das leistungsstarke KI-Upsampling FSR 4.1, das bislang RDNA-4-Grafikkarten der Serie Radeon RX 9000 vorbehalten war, offiziell auch auf älteren GPU-Generationen anbieten. Den Anfang macht schon im Juli 2026 RDNA 3 im Desktop, wohingegen es bei RDNA 2 für Desktop-Grafikkarten erst nächstes Jahr soweit sein soll. Jetzt liefert der Hersteller noch einmal neue Details dazu.
Wie schnell sind eigentlich dein Prozessor und deine Grafikkarte im „Gaming-Benchmark“ 3DMark? Miss nach und teile deine Ergebnisse im Community-Benchmark, rief ComputerBase in der letzten Woche auf. Mit den deutlich ausgebauten Community-Benchmarks 2.0 geht es jetzt in die zweite Runde.
GTA 6 kann ab dem 25. Juni für PlayStation 5 (Pro) und Xbox Series X|S vorbestellt werden. Das hat Entwickler und Publisher Rockstar Games in einer kurzen Mitteilung bekannt gegeben. GTA 6 soll am 19. November 2026 veröffentlicht werden.
Geschlagen wurde diese Meldung aber vom Donald-Trump-Handy – Google-Traffic sei es gedankt. Das T1 Phone von Trump Mobile ist nur ein HTC U24 Pro mit kleineren Modifikationen bei Akku, Speicher und dem Gehäuse. Dies bestätigte eine Analyse von iFixit, wodurch das einstige Werbeversprechen „Made in USA“ äußerst fragwürdig erscheint.
Podcast
In gewohnter Besetzung haben Jan und Fabian diese Woche über AMDs Neuigkeiten zu FSR 4 für ältere Hardware gesprochen. Und was hat FSR 4 mit der Steam Machine zu tun, die schon bald erscheinen könnte?
Ausblick
In der kommenden Woche startet der AMD Ryzen 7 5800X3D – ja, schon wieder! Aber verrückte Zeiten erfordern offenbar auch mal drei Schritte zurück im Portfolio. Entsprechend wird die Redaktion die alte CPU noch einmal neu testen. ComputerBase wird darüber hinaus auf der ISC 2026 in Hamburg und Intersolar in Münschen unterwegs sein und sich große (und teure) Systeme ansehen. In der Redaktion wird zudem ein „AI-optimiertes NAS“ unter die Lupe genommen werden.
Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!
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Neue Optionen in Windows 11: Wie sich Startmenü und Taskleiste künftig anpassen lassen

Teil der Runderneuerung von Windows 11 sind ein Startmenü und eine Taskleiste, die sich wesentlich stärker an die Wünsche der Nutzer anpassen lassen. Das komplette Upgrade lässt sich bereits im Windows Insider Program testen. Möglich ist damit sogar ein Startmenü komplett ohne Inhalt.
Ab dem Insider Experimental Preview Build 26300.8493 vom April 2026 stecken die Neuerungen im Code, sind aber noch nicht von Haus aus für alle Nutzer freigeschaltet. Wer die neuen Optionen testen will, muss diese also entweder über die Funktionskennzeichnungen-Option in den Einstellungen zum Windows Insider Program oder mit externen Apps wie ViVeTool als versteckte Funktion aktivieren. Letzteres erfolgt aber immer auf eigenes Risiko.
Wie sich ViVeTool nutzen lässt, wird auf der entsprechenden GitHub-Seite erklärt. Nachdem das Download-Archiv entpackt wurde, muss die Eingabeaufforderung als Administrator geöffnet und mit dem cd-Befehl in den ViVeTool-Ordner gewechselt werden. Dort lassen sich die versteckten Funktionen dann mit dem Befehl vivetool /enable /id:xxxxxx aktivieren. Die IDs für das neue Startmenü und die Taskleiste liefert der bekannte X-Nutzer phantomofearth.
- Neues Startmenü: vivetool /enable /id:61754985,61225604,61596616,61596617,61596618,61596619 (IDs jeweils einzeln freischalten)
- Neue Taskleisten-Positionen: vivetool /enable /id:59213768
- Kleinere Taskleiste: vivetool /enable /id:61090762
Damit können aber auch Probleme auftreten. Als Microsoft das Startmenü erstmals im Herbst 2025 überarbeitete, ließ es sich auch mit ViVeTool als versteckte Funktion aktivieren. Im Test der Redaktion öffnete sich das Startmenü ab einem gewissen Zeitpunkt jedoch nicht mehr. Der Fehler ließ sich beheben, indem die jeweiligen IDs wieder deaktiviert wurden.
Wenn das neue Startmenü aktiviert ist, erstaunt es zunächst, wie viel Freiheiten Microsoft den Nutzern nun lässt. Die Auswahl erfolgt in den Einstellungen über den Abschnitt „Start“ im Bereich „Personalisierung“. Wer dort sämtliche Schalter deaktiviert, erhält ein Startmenü ohne einzelne Abschnitte.
Es lassen sich aber auch sinnvollere Anpassungen vornehmen. Wer einfach nur einen Überblick über sämtliche Apps haben möchte, kann lediglich die Option „Alle“ aktivieren. Dann erhält der Anwender eine einfache Übersicht. Es lassen sich aber auch nur angeheftete Apps anzeigen, was das Startmenü ebenfalls überschaubarer wirken lässt. Der Bereich Empfehlungen lässt sich schon länger abschalten.
Zusätzlich lässt sich noch mit der Größe des Startmenüs spielen. Je nach Anzahl der aktivierten Abschnitte im Startmenü sowie der Taskleisten-Position bietet das wesentlich mehr Freiheiten.
Taskleiste lässt sich an den linken, rechten und oberen Bildschirmrand verschieben
Interessant wird es ohnehin, wenn die Startmenüoptionen mit den neuen Taskleisten-Einstellungen kombiniert werden. Dann ist es etwa möglich, das Startmenü von der Mitte auf die linke Seite zu ziehen. Mit reduzierten Startabschnitten erhält das System wieder einen klassischeren Windows-Vibe.
Außerdem ist es nun möglich, die Taskleiste an die linke, rechte oder obere Seite des Bildschirms zu packen. Dass diese in den Vorgängern von Windows 11 gängige Option erst gestrichen wurde, galt als erstaunlich.
Dass sich die Taskleiste dauerhaft verkleinern lässt, kann je nach Vorlieben ebenfalls hilfreich sein.
Allgemeinheit muss noch warten
Noch befinden sich die neuen Optionen für das Startmenü sowie die Taskleiste in der Testphase. Es dauert also noch, bis diese für die Allgemeinheit freigeschaltet werden.
Es zeichnet sich aber ab, dass Microsoft an diversen Punkten ansetzt, die für Nutzer – insbesondere zur Anfangszeit von Windows 11 – ein Ärgernis waren. Selbst der Kontenzwang steht nun auf der Kippe.
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iPhone 18 erst 2027?: Lieferketten-Bericht deutet Verspätung an

Das iPhone 18 soll erst im Frühjahr 2027 erscheinen, wie ein neuer Lieferketten-Bericht andeutet. Im September 2026 sollen die iPhone-18-Pro-Modelle und das iPhone „Fold“ auf den Markt kommen, wodurch Apple nach langer Zeit von seiner üblichen Veröffentlichungsstrategie abweichen würde.
Die Verschiebung des iPhone 18 auf das kommende Jahr, wodurch das Standard-iPhone im gleichen Zeitraum wie ein mögliches iPhone 18e auf den Markt kommen würde, geht bereits aus mehreren Insider-Berichten hervor. Und nun hat Apple-Lieferant Largan Precision im Rahmen einer Aktionärskonferenz erklärt, dass ein „bedeutsamer Kunde aus den USA“ den Start eines neuen Modells auf das Jahr 2027 verschoben habe, wie BigGo Finance schreibt.
Marktstart des iPhone 18 erst im Jahr 2027?
Zwar wird in der Stellungnahme von Largan Precision kein Name genannt, allerdings gilt das taiwanische Unternehmen als maßgeblicher Zulieferer für die Kameralinsen des iPhone. Zudem spricht Chairman Lin En-Ping davon, dass die Werksauslastung Ende 2026 dadurch höher als angenommen ausfällt, damit bestimmte Bauteile Anfang 2027 zur Verfügung stehen. Damit gilt ein Marktstart des iPhone 18 im Frühjahr 2027 als wahrscheinlich.
Eine Veröffentlichung der iPhone 18 Pro und des neuen faltbaren iPhone „Fold“/„Ultra“ im September 2026 sowie ein Start des iPhone 18 zusammen mit dem iPhone 18e und einem iPhone Air 2 im Frühjahr 2027 würde für eine Entzerrung des Release-Zyklus sorgen. Zudem ermöglicht ein Marktstart der verschiedenen Modelle mit einem Abstand von rund sechs Monaten konstantere Verkäufe über das Jahr gesehen.
Erste Abweichung des Veröffentlichungszyklus seit dem iPhone 4S
Sollten sich die aktuellen Gerüchte bewahrheiten und Apple das iPhone 18 erst Anfang 2027 auf den Markt bringen, wäre dies die erste Abweichung des Veröffentlichungszyklus seit dem iPhone 4S, das 2011 erschienen ist. Bislang nutzte Apple das Frühjahr lediglich für die Vorstellung der Einsteiger-Smartphones iPhone 16e und 17e, die erwartungsgemäß jedoch weniger Aufsehen erregen als die Standard-Smartphones.
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