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Entwicklung & Code

Open VSX: Version 1.0 der Microsoft-Alternative von Eclipse erschienen


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Die Eclipse Foundation hat Open VSX in Version 1.0 veröffentlicht. Damit erreicht die Registry für Visual Studio Code Extensions einen stabilen Stand.

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Open VSX ist eine Plattform zum Veröffentlichen und Herunterladen von Extensions und Werkzeugen, die kompatibel zu der VS-Code-Extensions-API sind. Einige Entwicklungsumgebungen und Tools können die Extensions integrieren, und manche Entwicklungsumgebungen bauen auf Forks von Visual Studio Code auf.

Das Projekt besteht aus einer Serveranwendung mit einer Datenbank für die Extensions sowie einer Webanwendung und einem Kommandozeilenwerkzeug zum Hoch- und Herunterladen der Erweiterungen.

Das deutsche Start-up-Unternehmen TypeFox hatte Open VSX ursprünglich entwickelt und 2021 an die Eclipse Foundation übergeben. Mike Milinkovich, Geschäftsführer der Eclipse Foundation, wollte die Plattform als offene Alternative zum Visual Studio Marketplace betreiben, zumal dieser in den Nutzungsbedingen den Einsatz der Extensions auf Visual Studio, Visual Studio for Mac, Visual Studio Code, Azure DevOps, Team Foundation Server sowie nachfolgende Microsoft-Produkte beschränkt.

Die Eclipse Foundation entwickelt Open VSX als Open-Source-Projekt über ein GitHub-Repository. Seit Juni 2023 kümmert sich eine eigene Arbeitsgruppe um den Fortbestand. Im April 2026 startete die Eclipse Foundation eine Initiative, um Bugs und Schwachstellen in Open VSX aufzuspüren.

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Open VSX 1.0.0, celebration image

Open VSX 1.0.0, celebration image

(Bild: Eclipse Foundation)

Version 1.0 setzt vor allem auf Stabilität und Security: Das Release bringt unter anderem einen Read-Only-Modus und TLS-geschützte Redis-Verbindungen. Außerdem spricht der Blogbeitrag zur Veröffentlichung von Open VSX 1.0 von zusätzlichen Maßnahmen für eine verbesserte Sicherheit.

Plattformen, die Erweiterungen für Entwicklungswerkzeuge und Programmiersprachen anbieten, sind ein beliebtes Ziel für Supply-Chain-Attacken. Im Oktober 2025 traf die GlassWorm-Attacke neben Microsofts Marktplatz auch Open VSX. Damals reagierte die Eclipse Foundation zügig mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

Weitere Details lassen sich der Ankündigung von Open VSX 1.0.0 im Eclipse-Blog entnehmen. Die Eclipse Foundation betreibt die öffentliche Open VSX Registry und bietet zudem eine verwaltete Plattform auf Open-VSX-Basis für Unternehmen und Organisationen als Open VSX Managed Registry an.


(rme)



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Entwicklung & Code

AMD und Intel spezifizieren KI-Befehlssatz „ACE“ für x86-Prozessorkerne


Seit Herbst 2024 kooperieren AMD und Intel in der x86 Ecosystem Advisory Group, auch um sich gegen Konkurrenten wie ARM und RISC-V zu stärken. Nun ist die gemeinsam erarbeitete Spezifikation für neue x86-Prozessorbefehle erschienen, die die Verarbeitung von KI-Algorithmen beschleunigen sollen: Die AI Compute Extensions, kurz „ACE“.

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Bei ACE geht es vor allem um Matrix-Multiplikationen mit KI-Datenformaten für das Inferencing mit quantisierten Gewichten.

Konkurrent ARM hat bereits Scalable Matrix Extensions (SME2) spezifiziert, die auf die Scalable Vector Extensions (SVE2) aufbauen. SME-Rechenwerke lassen sich auf unterschiedliche Art in ARM-SoCs integieren. Apple baut SME2 seit dem M4 ein, Qualcomm ab dem Snapdragon X2.

Die AI Compute Extensions (ACE) Specification steht in Version 1.15 auf der Website der x86 Ecosystem Advisory Group zum Download bereit. Die Spezifikation beschreibt nur die Befehle, nicht die konkrete Implementierung.

Kommende ACE-Rechenwerke sind eng mit den Advanced Vector Extensions (AVX) gekoppelt und nutzen beispielsweise dieselben Register. Konkret nennt die Spezifikation AVX10. Sie erwähnt zudem die bisher nur von Intel in aktuellen Xeon-Serverprozessoren eingebauten Advanced Matrix Extensions (AMX).

Prozessoren mit ACE-v1-Rechenwerken müssen auch einen bestimmten Teil des Befehlsumfangs von AVX10.2 beherrschen.

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ACE v1 beschreibt 11 Datenformate, einige in unterschiedlichen Darstellungen. Mit Daten in diesen Formaten müssen ACE-Rechenwerke nicht nur rechnen können, sondern die Spezifikation legt auch eine Fülle von Formatumwandlungen fest.

Datenformate der AI Compute Extensions ACE v1
Format Beschreibung
INT8 Ganze Zahlen mit 8 Bit (Integer)
INT32 Ganze Zahlen mit 32 Bit
FP32 Gleitkommazahlen mit 32 Bit laut IEE-754 (SE8M32)
FP16 SE5M10
BF16 SE8M7
E8M0 8-Bit-Zahl mit vorzeichenlosem Exponent
FP8 nach OCP-Spezifikation (OFP8): E4M3 oder E5M2
MX FP8 Microscaling-Formate (MX) SE5M2 oder SE4M3
MX FP6 SE3M2 oder SE2M3
MX FP4 SE2M1
MX INT8 Bruchformat

Seit 2023 sind x86-Prozessoren mit zusätzlich eingebauter Neural Processing Unit (NPU) im Handel. Die verarbeiten bestimmte Datenformate besonders schnell und effizient, sind aber wenig flexibel und belegen relativ viel Chip-Fläche.

Microsoft macht seit 2024 eine NPU mit einer Leistung von mindestens 40 Billionen INT8-Operationen pro Sekunde (40 Tops) zur Voraussetzung für das Marketing-Label Copilot+. Mittlerweile weicht Microsoft diese Vorgabe auf und ermöglicht auch GPUs. Mit kommenden ACE-tauglichen Prozessoren dürften weitere Änderungen nötig werden.

Nach bisherigen Informationen dürften ACE-v1-kompatible x86-Prozessoren frühestens 2028 erscheinen. Denn bisher haben weder AMD für Zen 6 noch Intel für Nova Lake ACE erwähnt. AMD nennt erst für Zen 7 eine neue „Matrix Engine“, vermutlich ACE-kompatibel.

Hören Sie dazu auch:


(ciw)



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Neu in .NET 10.0 [28]: Asynchrone ZIP-Operationen


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Die ZIP-Komprimierung gibt es in der .NET-Basisklassenbibliothek seit dem klassischen .NET Framework 4.5 und im modernen .NET seit Version .NET Core 1.0.

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Der Dotnet-Doktor – Holger Schwichtenberg

Der Dotnet-Doktor – Holger Schwichtenberg

Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.

Seit .NET 10.0 Preview 4 gibt es nun in den Klassen System.IO.Compression.ZipFile, System.IO.Compression.ZipArchive und System.IO.Compression.ZipEntry asynchrone Pendants zu bestehenden synchronen Methoden. Zu den neuen Funktionen gehören unter anderem ExtractToDirectoryAsync(), ExtractToFileAsync(), CreateFromDirectoryAsync(), OpenAsync(), OpenReadAsync(), CreateAsync() und CreateEntryFromFileAsync().

Folgender Code zeigt mehrere Beispiele für asynchrone ZIP-Operationen:


class FCL10_Zip
{
 private const string ArchiveFileName = @"t:\CTempArchive.zip";
 private const string SourceDirectoryName = @"c:\temp";
 private const string DestinationDirectoryName = @"t:\CTempArchiveExtract";
 private const string TempFileName = @"t:\tempfile.pdf";
 
 public async Task Run()
 {
  CUI.Demo(nameof(FCL10_Zip));
 
  // Prüfe, ob die Datei existiert
  if (File.Exists(ArchiveFileName)) File.Delete(ArchiveFileName);
 
  #region ZIP-Dateien erstellen und extrahieren
  // ZIP erstellen
  await ZipFile.CreateFromDirectoryAsync(SourceDirectoryName, ArchiveFileName, CompressionLevel.SmallestSize, includeBaseDirectory: true, entryNameEncoding: Encoding.UTF8);
 
  // Prüfe, ob die Datei existiert
  if (File.Exists(ArchiveFileName)) CUI.Green("ZIP-Datei erstellt: " + ArchiveFileName);
  else CUI.Red("ZIP-Datei nicht erstellt: " + ArchiveFileName);
 
  // ZIP extrahieren
  await ZipFile.ExtractToDirectoryAsync(ArchiveFileName, DestinationDirectoryName, overwriteFiles: true);
 
  // Prüfe, ob das Verzeichnis existiert
  if (Directory.Exists(DestinationDirectoryName)) CUI.Green("Verzeichnis extrahiert: " + DestinationDirectoryName);
  else CUI.Red("Verzeichnis nicht extrahiert: " + DestinationDirectoryName);
  #endregion
 
  #region Lesen und Schreiben von Einträgen in eine ZIP-Datei
 
  using (var archiveStream = new FileStream(ArchiveFileName, FileMode.OpenOrCreate, FileAccess.ReadWrite))
  {
   await using (ZipArchive a = await ZipArchive.CreateAsync(archiveStream, ZipArchiveMode.Update, leaveOpen: false, entryNameEncoding: Encoding.UTF8))
   {
 
    // Suche die erste PDF-Datei in a.Entries
    var pdfFileEntry = a.Entries.Where(x => x.Name.EndsWith(".pdf")).FirstOrDefault();
    if (pdfFileEntry != null)
    {
     await pdfFileEntry.ExtractToFileAsync(destinationFileName: TempFileName, overwrite: true);
 
     await using Stream entryStream = await pdfFileEntry.OpenAsync();
 
     ZipArchiveEntry createdEntry = await a.CreateEntryFromFileAsync(sourceFileName: TempFileName, entryName: "Doppelt_" + pdfFileEntry.Name);
     CUI.Green("Erste PDF-Datei wurde verdoppelt: " + pdfFileEntry.Name);
    }
   }
  }
  #endregion
 }
}



(rme)



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GitLab 19.1: Admins erhalten Hoheit über GitLab-Duo-Aktivierung


Das neue Release GitLab 19.1 stattet die Entwicklungsplattform mit zahlreichen neuen Features aus, darunter die Erkennung falsch positiver Secrets mithilfe von GitLab Duo Agent Platform. Den KI-Dienst GitLab Duo können Admins oder Besitzer von Top-Level-Gruppen darüber hinaus zentral für alle Projekte einschalten, sodass andere Personen ihn nicht deaktivieren können.

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Die Secret False Positive Detection ist ein Feature der GitLab Duo Agent Platform, einer Orchestrierungsplattform für KI-Agenten. Die neue Funktion zur Secrets-Erkennung ist per Opt-in nun für GitLab-Ultimate-Kunden allgemein verfügbar. Wie das GitLab-Team ausführt, führt die Erkennung vermeintlicher Secrets nicht nur zu einem Zeitverlust, sondern kann auch „Alert-Müdigkeit“ und einen Vertrauensverlust in Scanergebnisse nach sich ziehen sowie von echten Sicherheitsrisiken ablenken. Dort setzt das neue Feature an: Bei einem Security-Scan analysiert es mithilfe von KI für jede Secret Detection Vulnerability, die als kritisch oder mit hohem Schweregrad erkannt wurde, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um einen falsch positiven Fund handeln könnte. Das Ergebnis erscheint dann im Vulnerability-Bericht.

Wer die neue Analysefunktion nutzen möchte, soll laut GitLab zuerst einen Blick in die Datenrichtlinien seines Unternehmens werfen, denn die Informationen über die Vulnerabilität mitsamt deren Codekontext werden an Large Language Models gesendet.

Ein weiteres Update betrifft die allgemeine Verwendung von GitLab Duo. Der KI-Dienst lässt sich nun für alle Projekte in einer kompletten Instanz oder Top-Level-Gruppe auf „always on“ setzen. Dazu navigieren Admins einer Instanz (bei GitLab Self-Managed) oder Owner einer Top-Level-Gruppe (auf GitLab.com) zu den GitLab-Duo-Einstellungen und setzen GitLab Duo availability auf Always on. Dann lässt sich GitLab Duo in ersterem Fall durch Besitzer von Gruppen, Untergruppen oder Projekten nicht mehr deaktivieren; in zweiterem Fall betrifft das Besitzer von Untergruppen und Projekten. Ein „always off“-Modus war bisher bereits verfügbar.

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Alle Neuerungen in GitLab 19.1, von denen sich auch einige weitere um künstliche Intelligenz drehen, sind den Release Notes zu entnehmen.

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(mai)



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