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Europa kann sich seine Souveränität nicht mieten
#Gastbeitrag
Amerika hat mit SpaceX einen Riesen gebaut, der fast die ganze Wertschöpfungskette kontrolliert. Europa muss daraus nicht den Schluss ziehen, einen vergleichbaren Riesen bauen zu wollen. Ein Gastbeitrag von Daniel Niemi (Atlantic).

Der Börsengang von SpaceX hat uns alle in den vergangenen Wochen beschäftigt. Und er hat viele Investoren reich gemacht. Aber die eigentliche Nachricht liegt nicht an der Börse. Sie liegt darin, was SpaceX inzwischen ist: keine Raketenfirma mehr, sondern ein Stück Infrastruktur. Starts, Konnektivität, Rechenleistung, künstliche Intelligenz und Verteidigung wachsen dort zu einer Plattform zusammen. Amerika hat mit SpaceX einen Riesen gebaut, der fast die ganze Wertschöpfungskette kontrolliert. Europa muss daraus nicht den Schluss ziehen, einen vergleichbaren Riesen bauen zu wollen. Die wichtigere Frage ist: Welche Teile dieser Infrastruktur dürfen wir nicht aus der Hand geben?
Eine Antwort darauf entsteht bereits. Nur sieht sie anders aus als in den USA. Europa baut keinen einzelnen Champion, sondern ein Geflecht spezialisierter Firmen. Gründerinnen und Gründer arbeiten an sehr niedrigen Umlaufbahnen, an Mobilität im Orbit, an Lagebildern aus dem All und an Diensten, die daraus verwertbare Daten machen. Ebene für Ebene entsteht so eine europäische Alternative. Nicht jeder Baustein muss national sein. Aber die entscheidenden Schichten dürfen nicht dauerhaft auf fremden Plattformen liegen.
Europa hat sich zuletzt vor allem als Kunde hervorgetan. 2024 überwies die EU rund 180 Millionen Euro, um vier eigene Galileo-Satelliten auf einer Falcon 9 von amerikanischem Boden zu starten. Eine einsatzbereite eigene Rakete fehlte. Nur wer die Leitungen besitzt, bestimmt den Preis und die Bedingungen. Strategische Autonomie lässt sich nicht mieten.
Die Ökonomie ändert sich zu Europas Gunsten. Ein Kilogramm in die niedrige Umlaufbahn kostete zu Shuttle-Zeiten rund 54.500 Dollar. Mit der wiederverwendbaren Falcon 9 sind es noch etwa 2.700. Der Preis ist um 95 Prozent gefallen. Fallende Startkosten öffnen neue Dienste, so wie GPS einst die Navigations-Apps möglich machte. Welche genau, weiß heute niemand. Dass sie kommen, weiß jeder.
Sie entstehen auch in Bahnen, die bislang leer blieben. Zwischen 200 und 300 Kilometern liegt die sehr niedrige Umlaufbahn, sechzig Jahre lang als zu lebensfeindlich verschmäht. Luftwiderstand bremst, atomarer Sauerstoff zerfrisst die Hülle, und ohne ständigen Schub sinkt ein Satellit binnen Monaten zur Erde zurück.
Genau dort wird jetzt gebaut. NewOrbit will dauerhaft in dieser Bahn fliegen und Aufnahmen zwanzigmal günstiger liefern. Das Schweizer PAVE verkürzt mit eigenen Schleppern das Anheben einer Umlaufbahn von Monaten auf unter einen Tag. Das Münchner Vyoma brachte im Januar Europas ersten Satelliten zur Lageaufklärung ins All; er verfolgt Trümmer und fremde Manöver in Echtzeit. Alle drei gehören zum Portfolio von Atlantic. Alle drei haben ein Geschäftsmodell. Alle drei verhandeln mit Kunden.
Zum ersten Mal hat Europa, was amerikanische Firmen längst haben: einen Ankerkunden und Kapital. In Bremen sagten die ESA-Staaten im Dezember 22,3 Milliarden Euro zu, ein knappes Drittel mehr als drei Jahre zuvor. Erstmals geht mehr als eine Milliarde allein an Sicherheit und Verteidigung im Orbit. Ein verlässlicher staatlicher Abnehmer senkt das Risiko für private Geldgeber. Dieser Hebel, nicht der Erfindergeist allein, hat die amerikanische Raumfahrt groß gemacht.
Warum bauen, wenn Mieten billiger ist? Der Einwand liegt nahe. Doch der Börsengang führt vor, wohin Mieten führt. Wer keine eigene Infrastruktur hat, zahlt den Preis des anderen und beugt sich seinen Regeln. Das größere Risiko liegt ohnehin woanders. Es heißt nicht „zu teuer“, sondern „zu zersplittert“. Zwei Dutzend nationale Mittelmaß-Projekte helfen Europa nicht. Es braucht wenige Sieger.
Europa sollte deshalb in Schichten denken, nicht in Flaggen. Eine Handvoll europäischer Firmen kann die entscheidenden Ebenen besetzen: die Umlaufbahn, die Mobilität im All, das Lagebild. Zusammen ergäben sie einen eigenen Stack. Wer ihn besitzt, muss nicht länger in der Rakete eines anderen mitfliegen. Den Start an diesem Freitag holt Europa nicht mehr ein. Die nächste Schicht aber kann uns gehören. Wir bauen daran.
Über den Autor
Daniel Niemi ist Partner bei Atlantic.
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Foto (oben): KI
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Angeln: Wie dieser Berliner aus dem Rentner-Hobby eine Millionenmarke bauen will
Wer an Angeln denkt, denkt an Klappstuhl, Thermoskanne und Rentner. Dustin Schöne denkt an Markenaufbau, Community und einen Millionenumsatz. Mit seinem Berliner Startup Nays will er aus einem traditionellen Hobby eine moderne Lifestyle-Marke machen.
Gemeinsam mit Mitgründer Marcel Mandry haben die beiden 2019 das Berliner Angel-Startup Nays aufgebaut. Die Marke will ein neues Bild vom Angeln etablieren und erinnert an moderne Outdoor- und Lifestyle-Brands. Neben Ködern und Angelzubehör verkauft das Unternehmen inzwischen auch Bekleidung, von Caps und Hoodies bis hin zu Outdoor-Jacken. Gründerszene verbringt einen Tag mit dem Unternehmer am Wasser.
Während Schöne routiniert auswirft, spricht er über Markenaufbau, Produktentwicklung und die Vision hinter Nays. „Wir wollten etwas anders machen als das, was auf dem Markt schon gegeben war“, erzählt Schöne.
Vom Opa ans Wasser – und später ins Unternehmertum
Dass Schöne heute Unternehmer ist, war nicht geplant. Seine Verbindung zum Angeln begann lange vor Nays. „Ich angel eigentlich schon immer, seitdem ich denken kann“, erzählt er. Geprägt habe ihn vor allem sein Großvater. „Es war zwar nie jemand Angler in der Familie, aber mein Opa war sehr naturverbunden und hat mich immer mit ans Wasser genommen.“
Was zunächst als Kindheitsbeschäftigung begann, wurde schnell zu einer Leidenschaft. „Ich habe geboxt, ich habe Fußball gespielt, ich habe viel Sport gemacht. Aber das waren eher Hobbys. Angeln hat mich so sehr beeinflusst und geprägt, dass es eher eine Passion war.“ Schon in der Schule habe ihn das Hobby kaum losgelassen. „Ich konnte an nichts anderes denken“, erzählt er. „Ich war schon immer eher unruhig. Angeln war das Einzige, wo ich Ruhe gefunden habe, wo nicht so viel Input war und ich mich konzentrieren konnte.“
Später machte sich Schöne in der Angelszene einen Namen. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe und baute sich über Turniere und Social Media eine Reichweite auf. „Ich habe Glück gehabt, viele Turniere gewinnen zu können“, sagt er. Die Erfolge verschafften ihm Glaubwürdigkeit in einer Szene, die später zur Grundlage für den Aufbau von Nays werden sollte.
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Vom Turniersieger zur Marke
Die Idee für Nays entstand aus einer Beobachtung: Obwohl Millionen Menschen angeln, wirkte die Branche auf Schöne altmodisch. „Das Image war Bierbauch, Bierkanne und dann sitzt du da am See und trinkst Bier“, sagt er. „Dabei war Angeln viel mehr.“
Gemeinsam mit Marcel Mandry wollte er deshalb eine Marke schaffen, mit der sich eine neue Generation von Anglern identifizieren kann. Schöne kennt die Mechanismen moderner Marken auch aus seinem privaten Umfeld: Seine Partnerin ist Unternehmerin und Model Lena Gercke. Mandry bringt dabei einen anderen Hintergrund mit als sein Mitgründer. Während Schöne aus der Angelszene kommt, sammelte er Erfahrungen in der Startup- und Fintech-Welt, unter anderem bei Solaris. Heute verantwortet er vor allem die strategischen und wirtschaftlichen Themen des Unternehmens.
Mit nur zwei Produkten gestartet
Statt anfangs große Summen in Marketing zu investieren, steckten sie ihr Geld in Produktentwicklung und Teamaufbau. Anfangs bestand das Sortiment aus gerade einmal zwei Ködern. Die Gründer vertrauten darauf, ihre Zielgruppe genau zu kennen. Im Vorverkauf kam die Bestätigung schneller als erwartet. „Da haben wir das erste Mal gesehen: Das, was wir machen, funktioniert und die Leute haben Bock darauf.“, sagt Schöne.
Heute umfasst das Sortiment weitaus mehr Produkte. Der bekannteste Köder der Marke ist bis heute der Gummifisch „Venom“. Schöne beschreibt ihn als klassischen Köder, „mit dem jeder etwas anfangen kann“.
Statt auf große Werbekampagnen setzt Nays auf die eigene Community. Die Marke arbeitet bewusst mit Anglern zusammen, die bereits Teil der Szene sind und die Werte des Unternehmens teilen. „Für mich ist wichtig, dass jemand authentisch ist, guten Content macht und zu unserer Philosophie passt“, sagt er. Viele Inhalte entstehen deshalb nicht in Studios, sondern auf Angeltrips, Produkttests oder Touren mit der Community. Eine davon führte das Team mit dem Boot von Frankreich über Deutschland bis in die Niederlande Richtung Nordsee. „Wir haben dann immer Stopps gemacht und die Leute getroffen, die dort in der Region gewohnt haben.“
Keine Investoren, volle Kontrolle
Das Gründerteam entscheidet sich bewusst gegen Finanzierungsrunden und Investoren und sind stolz darauf, komplett bootstrapped zu agieren. „Wir haben alles, was wir verdient haben, in den Aufbau des Teams gesteckt“, sagt Mandry. Der Grund dafür: Die Marke soll authentisch bleiben und sich nicht nach kurzfristigen Wachstumszielen richten. Die Produkte sollen von Menschen entwickelt werden, die selbst angeln und ihre Zielgruppe verstehen, und nicht von Investoren, die auf möglichst schnelle Rendite aus sind.
Die nächste Wachstumsphase
Heute beschäftigt Nays mehr als 30 Mitarbeitende. Neben Deutschland wächst die Marke inzwischen auch in Frankreich. „Ein großes Ziel bei uns ist der amerikanische Markt“, sagt Mandry.
Für Schöne ist das naheliegend. „In Deutschland gibt es ungefähr vier bis sechs Millionen aktive Angler. In den USA sind es rund 60 Millionen.“ Die Ambitionen der Gründer reichen dabei über klassische Angelprodukte hinaus.
Vorbild für viele junge Männer
Mit seinen Videos auf YouTube und Social Media hat Schöne über die Jahre eine große Reichweite aufgebaut. Als Influencer sieht er sich trotzdem nicht. „Influencer klingt immer so, als würde man Dinge machen, weil man dafür bezahlt wird“, sagt er.
„Bevor es die Firma gab, habe ich das schon gemacht. Da habe ich kein Geld dafür bekommen, sondern hatte einfach Spaß daran.“ Trotzdem weiß er, dass seine Inhalte Menschen beeinflussen. Für ihn sei das die schönste Form der Anerkennung. „Bei YouTube liest man oft: Wegen euch habe ich den Angelschein gemacht“, sagt er. „Das ist für mich das schönste Feedback.“
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Wenn die Passion zum Beruf wird
Für Schöne hat sich seine Beziehung zum Hobby durch das Unternehmertum verändert. Viele Angelausflüge sind heute gleichzeitig Drehs für YouTube-Videos, Produkttests oder Marketinginhalte. „Natürlich ist das viel Content“, sagt er. „Aber ich würde keine Sachen machen, auf die ich keinen Bock habe.“
Früher stand das Angeln allein im Mittelpunkt. Heute ist es oft Teil seiner Arbeit als Unternehmer. Die Leidenschaft sei jedoch geblieben. Und wie heißt es doch so schön: Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.
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Stark erhält 500 Millionen – Finn sammelt 140 Millionen ein
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ DefenseTech-Unicorn Stark erhält 500 Millionen +++ Auto-Abo-Grownup Finn sammelt 140 Millionen ein – und wird ein Unicorn +++ KI-Startup Ora Computing sammelt 3,5 Millionen ein +++ Robotik-Startup Innok Robotics erhält 3,3 Millionen +++

Im #DealMonitor für den 24. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
Stark
+++ Der amerikanische Geldgeber Sequoia Capital, Nato Innovation Fund (NIF), Project A Ventures, Air Street Capital, 201 Ventures, Advent und Döpfner Capital investieren 500 Millionen Euro in Stark. Das junge Berliner DefenseTech, 2024 vom Quantum Systems-Gründer Florian Seibel und Sven Kruck gegründet, setzt unter anderem auf Kampfdrohnen (Loitering Munition System). Im Zuge der Investmentrunde wird das Unternehmen mit mehr als 3,2 Milliarden Euro (zuvor 1 Milliarde) bewertet – wie das Handelsblatt berichtet. Das frische Kapital soll insbesondere in die Forschung fließen. Seit der Gründung sammelte das Unternehmen bereits rund 640 Millionen ein. Mehr über Stark
Finn
+++ Der kanadische Geldgeber Portage, Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital, Picus Capital, SevenVentures, BC Partners Credit und Runway Growth Capital investieren 140 Millionen Euro (darunter 40 Millionen Fremdkapital) in FINN. Im Zuge der Investmentrunde wird das Unternehmen mit rund 1 Milliarde Euro bewertet und steigt somit zum Unicorn auf. Das Münchner Grownup, 2019 von Max-Josef Meier (nicht mehr an Bord) und Maximilian Wühr gegründet, setzt auf Auto-Abos. Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen derzeit über „mehr als 50.000 FINN Abos“. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) liegt bei „über 300 Millionen Euro“. Das Unternehmen sammelte in den vergangenen Jahren bereits rund 250 Millionen Eigenkapital ein – unter anderem von Picus Capital, HV Capital, UVC Partners und Heartcore Capital. Hinzu kommt Fremdkapital in Milliardenhöhe. Mehr über Finn
Ora Computing
+++ Der Schweizer Early-Stage-Investor Constructor Capital, Greencode Ventures aus Helsinki und XISTA Science Ventures investieren 3,5 Millionen Euro in Ora Computing. Das Wiener Startup, von Stefan Sack und Raimel Medina gegründet, entwickelt eine Technologie zur Komprimierung von KI-Modellen. Die Lösung soll den Einsatz großer Sprachmodelle in der Cloud und auf Edge-Geräten effizienter machen, indem sie Speicherbedarf und Rechenaufwand reduziert. Mehr über Ora Computing
Innok Robotics
+++ Das Privatinvestoren-Netzwerk Companisto, Prolimity Capital Partners und Co. investieren 3,3 Millionen Euro in Innok Robotics. Die Firma aus Regenstauf, 2012 von Alwin Heerklotz gegründet, setzt auf „voll integrierte AMR-Systeme, die sowohl Software als auch Fahrzeug-Hardware sowie modernste 2D- und 3D-Sensorik auf Basis Künstlicher Intelligenz umfassen“. Mit dem frischen Kapital möchte das Team „seine Skalierung weiter aggressiv vorantreiben“. Companisto, Prolimity Capital Partners und der Unternehmer Heinz Ferchau, Gründer von Ferchau Engineering, investierten zuvor bereits rund 7 Millionen in das Unternehmen. Prolimity hielt zuletzt rund 45 % an Innok. Mehr über Innok Robotics
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Foto (oben): azrael74
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Warum Gründer bewusst auf externe Finanzierung verzichten
Eine Vielzahl von Kleinunternehmen in Deutschland kämpft mit Liquiditätsengpässen. Trotzdem ist eine externe Finanzierung oft kein Thema, das zeigt eine aktuelle Umfrage des Finanz-Startups Qonto, das sich auf Firmenkunden spezialisiert hat. „Unternehmer verzichten lieber auf ihr eigenes Gehalt als auf Unabhängigkeit“, heißt es in der Untersuchung, die WELT und Gründerszene vorliegt.
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