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Bang & Olufsen Beoplay H100 im Test: genial guter Klang, Top-ANC, perfekter Halt


Der Over-Ear-Kopfhörer Beoplay H100 setzt auf Titan-Treiber, Lammleder und Top-ANC. Doch rechtfertigt das den stolzen Preis von 1700 Euro?

Bang & Olufsen macht keine halben Sachen. Während Sony, Bose und Apple ihre Premium-Kopfhörer für 400 bis 600 Euro anbieten, ruft der dänische Nobelhersteller für den Beoplay H100 satte 1700 Euro auf. Das ist fast das Vierfache eines Sony WH-1000XM6 (Testbericht) und mehr als das Dreifache der Apple Airpods Max (Testbericht).

Doch hier verkauft niemand einen simplen Kopfhörer. Der H100 ist ein Statement aus Aluminium, Titan und Leder. Er setzt sich bewusst vom Massenmarkt ab. Wo ein Bose Quietcomfort Ultra (Testbericht) auf durchdachte Reduktion baut, klotzt B&O mit Materialschlacht und Handwerkskunst. Bleibt die entscheidende Frage: Rechtfertigt das einen derart hohen Aufpreis? Wir haben genau hingehört – und hingesehen.

Design, Verarbeitung und Komfort des Bang & Olufsen Beoplay H100

Schon beim Auspacken wird klar, wohin das Geld geflossen ist. Der H100 vereint Aluminium, Titan, Lammleder, Rindsleder, Stoff und gehärtetes Glas. Diese Liste liest sich eher wie die Ausstattung einer Luxusuhr. Die Haptik ist ausgezeichnet, jedes Detail wirkt sorgfältig gearbeitet und auf Langlebigkeit ausgelegt.

Mit 375 g bringt der Over-Ear-Kopfhörer ordentlich Gewicht mit. Er wiegt mehr als der Sony WH-1000XM6 mit 254 g, bleibt aber unter den 385 g der Apple Airpods Max. Seine Maße von 18,8 × 21,0 × 7,7 cm machen ihn nicht zum idealen Reisebegleiter, zumal er sich nicht falten lässt. Immerhin schwenken die Ohrmuscheln, damit er in die Tragetasche passt. Diese Tasche wirkt übrigens wie eine hochwertige Clutch oder eine schmale Aktentasche.

Drei Farbvarianten stehen zur Wahl. Infinite Black kombiniert tiefschwarzes Leder mit naturfarbenem Aluminium. Hourglass Sand setzt auf einen skandinavischen Ton-in-Ton-Ansatz. Sunset Apricot vereint helles Kupferaluminium mit warmen Pastelltönen. Die Ohrpolster tragen weiches Lammfell, die Kopfbügelpolster eine gestrickte Textilummantelung. Das äußere Glas der Ohrmuscheln ist kratzfest und dient zugleich als Touchpad. Der Design-Charakter ist durch und durch wertig.

Beim Tragekomfort zeigt der H100 zwei Seiten. Der Anpressdruck fällt relativ hoch aus, das weiche Leder gleicht das aber gut aus. Die Ohrpolster umschließen die Ohren sauber und dämpfen Umgebungsgeräusche schon passiv spürbar. Der straffe Sitz hat einen Vorteil: Selbst bei hektischen Bewegungen fällt der Kopfhörer nicht vom Kopf. Die Ohrmuscheln wirken jedoch relativ klein. Sie stehen recht weit vom Ohr ab und sind nicht flach. Auf größeren Ohren könnten sie aufliegen, statt umschließen. Brillenträger sollten aufpassen, denn auf Dauer kann der Druck unangenehm werden. Ein Probetragen vor dem Kauf ist ratsam. In unserem Test blieb der Einsatz aber auch über längere Zeit beschwerdefrei, die Größeneinstellung fällt zudem umfangreich aus.

Ein echtes Highlight ist die Reparierbarkeit. Der H100 setzt auf einen modularen Aufbau. Verschlissene Teile wie Kopfbügel und Ohrpolster lassen sich selbst tauschen, sie halten über Magnete. Sogar Akku und Treiber sind bei einem Defekt austauschbar. Servicepartner entfernen das Glas-/Rad-Modul durch Lösen einer einzigen Schraube am Hauptkörper. Dazu gibt es über das Beocare-Programm eine verlängerte Garantie von fünf Jahren. Das ist vorbildlich. Der JBL Tour One M3 (Testbericht) zeigt mit magnetischen Polstern zwar Ansätze, an diese Modularität kommt aber kaum ein Konkurrent heran. Spritzwasser und Sandkörner hält der H100 ebenfalls ab. Eine konkrete IP-Klasse weist B&O jedoch nicht aus – schade bei dem hohen Preis.

Technische Spezifikationen

Im Inneren arbeiten 40-mm-Titan-Treiber. Der Frequenzbereich reicht von 10 bis 10.000 Hz, im kabelgebundenen Hi-Res-Modus sogar bis 20.000 Hz. Hi-Res-Sound gibt es mit bis zu 96 kHz/24 Bit – allerdings nur per Kabel.

Die Verbindung läuft über Bluetooth 5.3, ein Fortschritt gegenüber dem Bluetooth 5.1 des Vorgängers H95. Hier lauert aber der größte Kritikpunkt. Bei den Codecs bietet der H100 nur SBC und AAC. Kein aptX, kein LDAC. Für 2025 wurde LDAC versprochen, geliefert wurde es nie. Für ein Premium-Produkt ohne Hi-Res-Wireless ist das kaum zu entschuldigen. Selbst der Bowers & Wilkins Px8 S2 (Testbericht) punktet drahtlos mit aptX HD.

Bang & Olufsen Beoplay H100

Multipoint für bis zu zwei Geräte ist an Bord. Das angekündigte 3-Geräte-Multipoint hat B&O bisher nicht umgesetzt. Beim Pairing zeigt sich der Kopfhörer flexibel: Google Fast Pair, Microsoft Swift Pair und eine Made-for-iPhone-Zertifizierung sorgen für schnelle Verbindungen quer über alle Plattformen. Auch bei den Mikrofonen legt B&O nach: Zehn Stück stecken im H100, der H95 kam noch mit vier aus.

Bedienung und App des Bang & Olufsen Beoplay H100

Die Bedienung ist ein Fest für Haptik-Liebhaber. B&O kombiniert zwei Knöpfe, Touch-Bedienfelder auf den Außenseiten der Ohrmuscheln und zwei drehbare Ringe. Der rechte Drehregler steuert die Lautstärke. Der Linke regelt die Geräuschunterdrückung manuell – von vollständiger Unterdrückung bis zum Umgebungsmithören.

Diese Drehregler sind das Bedien-Highlight. Sie arbeiten präzise, bieten einen angenehmen Widerstand und geben ein gut wahrnehmbares Feedback. Das Touchfeld fällt riesig aus und reagiert selbst mit feuchten Fingern zuverlässig. Wo Dyson beim Ontrac (Testbericht) mit hakeliger Touch-Steuerung nervt, macht die Bedienung hier schlicht Freude.

Einen klassischen Ein-/Ausschalter gibt es nicht. Diese Aufgabe übernehmen Trageerkennungs-Sensoren, die im Alltag sehr zuverlässig arbeiten. Wer lieber manuell schaltet, passt die Tastenbelegung in der App an. Das Bedienkonzept wirkt insgesamt intuitiv und funktional. Einige Funktionen lassen sich allerdings nicht über die Ohrmuscheln steuern und müssen über die App justiert werden.

Die App ist selbsterklärend aufgebaut und recht schick. Die Steuerung am Gerät lässt sich sehr individuell anpassen. Einen echten Mehrband-Equalizer sucht man jedoch vergebens. Stattdessen justiert man den Sound über ein Diagramm. Das funktioniert, bleibt aber weniger präzise als der 10-Band-Equalizer eines JBL Tour One M3. Dazu kommt EarSense, eine adaptive Audioverarbeitung. Sie passt den Klang über Mikrofone und Sensoren kontinuierlich an die Umgebung und die individuellen Hörbedürfnisse an. Räumliche Effekte gibt es ebenfalls: Virtualise für Stereo-Musik und Immersive für Dolby-Atmos-Inhalte. Bei Immersive ließ sich in unserem Test allerdings keine große Veränderung feststellen.

Klangqualität und ANC

Der H100 klingt hochwertig, daran gibt es nichts zu rütteln. Die Abstimmung fällt recht basslastig aus. Ein wirklich ausgeglichener Klang ist das ab Werk nicht. Dafür bekommt man einen sehr angenehmen, entspannten und trotzdem detailverliebten Sound. Im Standard-Tuning klingen helle Frauenstimmen, Gitarren und Klavieranschläge teils gedeckter als gewohnt.

Hier lohnt der Griff zum Equalizer. Zähmt man den Bass über das Diagramm, klingen Mitten und Höhen deutlich detailreicher und natürlicher. Der Detailreichtum ist besonders im kabelgebundenen Modus fantastisch. Sounds lassen sich gut lokalisieren, die Bühnenbreite fällt allerdings eher durchschnittlich aus. Über USB-C gewinnt der Klang spürbar an Klarheit, vor allem die Höhen sind besser definiert. Das ist die traurige Ironie: Der beste Sound gelingt nur per Kabel – auch weil B&O drahtlos kein Hi-Res anbietet. Unterm Strich bewegt sich der H100 klanglich auf Top-Niveau, spielt aber in keiner eigenen Liga. Dazu kommt Spatial Audio mit Head Tracking, bei dem die Musik auch bei Kopfdrehung vor dem Nutzer verankert bleibt, plus Dolby-Atmos-Optimierung.

Bang & Olufsen Beoplay H100

Beim ANC zeigt der Kopfhörer seine Muskeln. Zehn Mikrofone sorgen laut Hersteller für eine doppelt so effektive Geräuschunterdrückung wie beim H95. Das Ergebnis liegt auf Top-Niveau, vergleichbar mit Apple Airpods Max und Bose Quietcomfort Ultra. Das eigentliche Highlight ist das feinstufige Öffnen und Abschotten der Außengeräusche über den linken Drehregler. Ein Grundrauschen fällt dabei nie ins Gewicht.

Auch der Transparenzmodus überzeugt. Die Audioqualität der Umgebungsgeräusche liegt auf sehr hohem Niveau. Besonders beeindruckend ist die Lokalisierbarkeit. Die Richtung einer Stimme lässt sich sofort einschätzen. Beim Telefonieren macht der H100 ebenfalls eine solide Figur. Die Sprachverständlichkeit war bei diversen Online-Calls sowohl für den Hörenden als auch für die Mithörer gut. Die Stimmwiedergabe klingt recht natürlich, Windgeräusche blendet der Kopfhörer zuverlässig aus.

Ausdauer und Lieferumfang

Zwei Lithium-Ionen-Akkus mit je 520 mAh stecken im H100. Sie liefern maximal 32 Stunden Laufzeit mit ANC. Mit Spatial Audio inklusive Head Tracking sind es rund zwei Stunden weniger. Telefonieren gelingt bis zu 26 Stunden am Stück.

Beim Laden zeigt sich der Kopfhörer flott. Eine vollständige Ladung dauert rund eine Stunde. Fünf Minuten Schnellladung bringen bis zu fünf Stunden Musik. B&O empfiehlt ein Netzteil mit 5 V DC / 3 A (15 W). Ein Ladegerät liegt allerdings nicht bei. Praktisch ist der Standby: Außerhalb der Tasche hält der Energiesparmodus bis zu 90 Tage. In der Tasche schaltet sich der H100 komplett ab und übersteht so über ein Jahr.

Preis: Was kostet der Bang & Olufsen Beoplay H100?

Der Bang & Olufsen Beoplay H100 kostet 1700 Euro. Damit ist er mit Abstand der teuerste Over-Ear-Kopfhörer in unserem Testfeld. Das entspricht fast dem Vierfachen eines Sony WH-1000XM6 und gut dem Dreifachen eines Bose Quietcomfort Ultra.

Fazit

Der Bang & Olufsen Beoplay H100 ist ein Statement. Bei Materialien, Verarbeitung und Haptik spielt er ganz oben mit. Hier bekommt man Luxus zum Anfassen. Die präzisen Drehregler, das riesige Touchfeld und die zuverlässige Trageerkennung machen die Bedienung zum Vergnügen. Das ANC bewegt sich auf dem Niveau der besten Modelle am Markt. Der rauschfreie Transparenzmodus mit seiner exzellenten Lokalisierbarkeit setzt sogar Maßstäbe.

Lobenswert ist die hohe Reparierbarkeit. Modularer Aufbau, austauschbare Akkus, Treiber und Polster sowie fünf Jahre Garantie über Beocare sind vorbildlich. Ein Wermutstropfen bleibt der fehlende Hi-Res-Wireless-Codec. Nur SBC und AAC sind bei einem 1700-Euro-Kopfhörer kaum zu entschuldigen. Das für 2025 versprochene LDAC kam nie. So klingt der H100 zwar erstklassig, sein volles Potenzial entfaltet er aber nur am Kabel. Wer den Klang eines Sony WH-1000XM6 kennt, entdeckt hier keine Klangwelten, die den vierfachen Preis rechtfertigen.



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Leanstral 1.5: Formale Beweise für 4 Dollar statt 300 Dollar pro Aufgabe


Mistral AI hat mit Leanstral 1.5 ein spezialisiertes KI-Modell für formale Verifikation und mathematische Beweise veröffentlicht. Das unter Apache-2.0 lizenzierte Modell arbeitet mit dem interaktiven Theorembeweiser Lean 4 und soll sowohl akademische Mathematik als auch praktische Codeprüfung abdecken.

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Wie Mistral AI in seinem Blogpost erläutert, umfasst die Architektur 119 Milliarden Parameter insgesamt, von denen lediglich 6 Milliarden aktiv sind. Das Modell steht als freier API-Endpunkt sowie über Hugging Face zum Self-Hosting bereit.

Auf dem miniF2F-Benchmark erreicht Leanstral 1.5 laut Mistral 100 Prozent auf Validierungs- und Testset. Beim PutnamBench löst das Modell 587 von 672 Aufgaben aus dem Putnam Mathematical Competition – ein Benchmark, der logisches Denken und lange Beweisketten erfordert. Leanstrals Rechnerei soll dabei laut Mistral teilweise nur ein Siebtel von dem gekostet haben, was Opus 4.6 für die gleiche Aufgabe verbraucht hätte. Auf den Benchmarks FATE-H und FATE-X für abstrakte Algebra auf Graduierten- beziehungsweise Promotionsniveau erreicht Leanstral 87 respektive 34 gelöste Aufgaben.

Neben mathematischen Beweisen demonstriert Mistral eine Pipeline zur automatischen Bug-Erkennung in Rust-Projekten. Dabei übersetzt das Werkzeug Aeneas Rust-Code nach Lean, woraufhin Leanstral Korrektheitseigenschaften ableitet und versucht, diese zu beweisen oder zu widerlegen. In einem Test mit 57 Open-Source-Repositories identifizierte die Pipeline 47 verletzte Eigenschaften, von denen sich 11 als echte Bugs herausstellten – 5 davon waren zuvor auf GitHub nicht gemeldet.

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Leanstral 1.5 erweitert Mistrals Portfolio an spezialisierten KI-Werkzeugen, das kürzlich bereits mit Mistral OCR 4 für Dokumentenanalyse gewachsen war. Die Apache-2.0-Lizenz ermöglicht Self-Hosting – für Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen ein relevanter Aspekt.


(rie)



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Vom LHC zum HiLumi LHC: Cern-Teilchenbeschleuniger wird aufgerüstet


Vor 14 Jahren wurde dort eine der wichtigsten Entdeckungen in der Physik seit Langem gemacht, jetzt ist der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) in Genf für mehrere Jahre geschlossen. Erst 2030 soll der LHC den wissenschaftlichen Betrieb wieder aufnehmen.

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Am 29. Juni seien die letzten Experimente der dritten Betriebsphase (Run 3) durchgeführt worden, teilte das Europäische Kernforschungszentrum Cern mit. Dann habe der Long Shutdown 3 (LS3) begonnen, die dritte Stilllegung der Anlage. Wie bei den früheren wird auch beim dritten Shutdown der Beschleuniger überholt und verbessert.

In den kommenden Jahren stehen diverse Arbeiten an, wie Markus Klute, Teilchenphysiker am Karlsruher Institut für Technologie, dem Onlinemagazin Welt der Physik schildert: „Die Detektoren werden erneuert, defekte Teile ausgetauscht, neue Module eingebaut oder auch bessere Magnetspulen eingesetzt.“

Zudem wird der LHC aufgerüstet zum High Luminosity LHC (HiLumi LHC). Luminosität bezeichnet die Zahl der Kollisionen an den Stellen, wo die Teilchenstrahlen aufeinandertreffen. Deren Zahl wird um den Faktor 10 erhöht. Dafür müssen auch die Detektoren verbessert werden, um die Kollisionen nachweisen zu können.

Zudem wird die Kollisionsenergie gesteigert, von 13,6 Teraelektronenvolt in Run 3 auf künftig 14 Teraelektronenvolt. „Die Kollisionsenergie bestimmt, welche Teilchen dabei entstehen können, und die Luminosität, wie viele“, erläutert Klute. „Das ist deshalb entscheidend, weil wir nach seltenen Teilchen oder Ereignissen suchen. Und nur mit großen Datenmengen ist es möglich, diese sicher zu identifizieren.“

„LS3 ist ein riesiges und komplexes logistisches und technisches Vorhaben“, sagt Jean-Philippe Tock, Leiter des LS3-Koordinationsteams am Cern. „Allein im LHC werden 1,2 Kilometer Magnete und Komponenten entfernt und durch neue Teile ersetzt, und im gesamten Komplex sind Dutzende von Projekten geplant, an denen Tausende von Ingenieuren, Physiker Techniker und Hilfspersonal mitarbeiten.“

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Ab 2028 werde der LHC schrittweise wieder in Betrieb genommen, teilte das Cern mit. Der HiLumi LHC soll 2030 einsatzbereit sein. Der Large Hadron Collider ist derzeit der leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger der Welt. Er wurde 2008 eröffnet, aber nach einer Panne schnell wieder abgeschaltet, sodass der wissenschaftliche Betrieb erst ein Jahr später starten konnte.

Den größten Erfolg verzeichnete die Anlage im Jahr 2012, als die beiden Experimente Atlas und CMS erklärten, das geheimnisvolle Higgs-Boson experimentell nachgewiesen zu haben. Im Jahr darauf erhielt der britische Physiker Peter Higgs, der das Teilchen in den 1960er Jahren vorhersagte, den Physiknobelpreis.

Seit 2014 laufen Planungen für einen Nachfolger, den Future Circular Collider (FCC), der einen Umfang von rund 91 Kilometer haben soll – der LHC kommt auf 27 Kilometer. Technisch ist das Projekt machbar. Eine Entscheidung soll bis 2028 fallen. Allein für die erste Projektphase sollen die Kosten rund 16 Milliarden Euro betragen.


(wpl)



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OPNsense-Update beseitigt kritische Rootlücke und weitere Sicherheitsrisiken


Die kürzlich erschienenen Versionen 26.1.11 und 26.4.1(p1) von OPNsense, einer quelloffenen Firewall- und Routing-Plattform auf FreeBSD-Basis, bringen Sicherheitsfixes mit.

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Unter den geschlossenen Lücken befindet sich auch eine kritische: CVE-2026-57155 (CVSS-Score 9.9 von 10.0) hätte unter bestimmten Voraussetzungen zur Rechteausweitung und letztlich zur kompletten Firewall-Übernahme missbraucht werden können. Nutzer sollten sicherstellen, dass ihre Installation auf dem neuesten Stand ist.

Die kritische Lücke steckte in der GeoIP-Alias-Komponente. Die lädt eine Länderdatenbank von einer frei wählbaren Adresse herunter und verarbeitet sie mit Root-Rechten.

Gemäß Erläuterungen des Lückenentdeckers Jonas Ampferl hätten frühere OPNsense-Versionen weder die Adresse noch den Inhalt der Datenbank-Datei ausreichend geprüft. Aufgrund dieses Mangels hätte ein entfernter Angreifer die Firewall auf einen eigenen Server lenken, von dort ein (manipuliertes) GeoIP-Archiv herunterladen und über dieses eigene Dateien ins Zielsystem schreiben lassen können.

Von diesem Ausgangspunkt aus hätten sich dann die Zugriffs- bis hin zu Root-Rechten ausweiten lassen, und auch Codeausführung aus der Ferne als root wäre möglich gewesen. Für den ganzen Vorgang hätte ein Angreifer lediglich relativ geringe Zugriffsrechte einschließlich der Berechtigung benötigt, Firewall-Aliase zu bearbeiten.

Wer sich für weitere Angriffsdetails interessiert, kann diese in einem technischen Write-up des Sicherheitsforschers nachlesen.

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Informationen zu den übrigen gefixten Lücken sind der Advisory-Übersicht im OPNsense-GitHub-Repository zu entnehmen. Der Schweregrad der von ihnen ausgehenden Bedrohung reicht von „moderate“ bis „high“.


(ovw)



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