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Künstliche Intelligenz

Nothing erweitert mit dem Phone (4b) sein Portfolio nach unten


Das Londoner Start-up Nothing führt mit dem Phone (4b) eine neue Modellreihe ein, die sich in puncto Ausstattung und Preis unterhalb der hauseigenen a-Serie verortet. Das neue Modell kostet mit 329 Euro jedoch nur 20 Euro weniger als das im März vorgestellte Budget-Smartphone Phone (4a). Der Akku des 4b ist größer als in den bisherigen Modellen, der Rest der Ausstattung im Vergleich zum (4a) ein Stück weit abgespeckt. Vorgestellt hat Nothing auch die neuen Budget-Ohrhörer Ear (3a).

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Wegen der Speicherkrise verzichtet Nothing in diesem Jahr auf ein günstiges Smartphone-Modell seiner Budgetmarke CMF und stellt stattdessen das Phone (4b) vor. Das rund 250 Euro teure CMF Phone 2 Pro aus dem vergangenen Jahr erhält damit vorerst keinen Nachfolger. Nothing-CEO Carl Pei sagte Mitte Juni, der beste Zeitpunkt, sich ein neues Smartphone zu kaufen, „war gestern“, der „zweitbeste Zeitpunkt ist jetzt“, ergänzte Pei. Aufgrund der kontinuierlich steigenden Speicherpreise scheint ein Smartphone für 250 Euro mit halbwegs akzeptabler Ausstattung derzeit nicht machbar.

Hier scheint das Phone (4b) gewissermaßen in die Kerbe zu schlagen. Hinsichtlich der Ausstattung verfügt das Smartphone über ein 6,77-Zoll-AMOLED-Display mit 2.344 × 1.080 Pixeln, einer Bildwiederholrate von 120 Hertz und einer Helligkeit von 1200 cd/m²; kurzfristig sind bis zu 2000 cd/m² möglich. Als Prozessor kommt ein Snapdragon 6 Gen 4 zum Einsatz, der im vergangenen Jahr eingeführt wurde. Zum Vergleich: Im Phone (4a) sitzt ein etwas schnellerer und aktuellerer Snapdragon 7s Gen 4. Beide Achtkerner werden in 4-Nanometer-Verfahren gefertigt. Als Arbeitsspeicher sind 8 GByte verbaut, der Flashspeicher ist 128 GByte groß, eine Option mit mehr RAM oder Speicher gibt es nicht.

Bei den Kameras hat Nothing auch den Rotstift angesetzt: Die 50-Megapixel-Weitwinkelkamera mit f/1.8-Blende nutzt einen kleinen 1/2,76-Zoll-Sensor, auch die Ultraweitwinkelkamera mit 8 MP und f/2.2-Blende besitzt einen recht kleinen 1/4-Zoll-Sensor. Beide sind auf dem Papier schlechter als beim Nothing Phone (4a). Zudem hat Nothing beim (4b) die Telezoomkamera gestrichen. Bei der Selfiekamera kommt ein 16-MP-Sensor zum Einsatz, beim (4a) ein 32-MP-Sensor.

Mit einer Nennleistung von 5200 mAh ist der Akku des Phone (4b) größer als bei bisherigen Nothing-Modellen – das Phone (4a) hat etwa einen 5080-mAh-Akku. Der Akku der neuen b-Serie lässt sich kabelgebunden mit 33 Watt laden, das (4a) mit 50 Watt.

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Nothing Phone (4b) in blau von vorn und hinten

Nothing Phone (4b) in blau von vorn und hinten

Nothing Phone (4b) von vorn und hinten mit Glyph Bar.

(Bild: Nothing)

Ferner ist das Gehäuse des Nothing Phone (4b) nach Schutzart IP64 zertifiziert und ist damit zwar staubdicht, aber nicht vollkommen wasserdicht, sondern verfügt nur über einen Spritzwasserschutz. Trotz der Sparmaßnahmen hat Nothing nicht vollkommen auf seine markante Glyph Bar verzichtet: Diese umfasst beim Phone (4b) über 45 Mini-LEDs in fünf großen, rechteckigen Flächen. Die LEDs zeigen damit auf der Rückseite Benachrichtigungen, den Ladefortschritt, Aufnahmeindikatoren und personalisierte Hinweise an.

Das Smartphone wird mit Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16 ausgeliefert. Es erhält dem Hersteller zufolge drei große Betriebssystem-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Damit ist es in puncto Updates gleichauf mit dem Phone (4a). Jedoch hält der Hersteller sich nicht an die EU-Ökodesignvorgaben, die 5 Jahre Android-Updates vorschreiben. Nothing steht damit jedoch nicht allein da, auch andere Hersteller interpretieren die Updatevorgabe nach eigenen Vorstellungen.

In puncto KI bietet das Phone (4b) laut Hersteller „das vollständige Essential-KI-Erlebnis ohne Einschränkungen“. Zu diesen gehören eine native ChatGPT-Integration in die Benutzeroberfläche, die Zwischenablage und Widgets. Als Assistent ist Google Gemini an Bord sowie die Funktion Circle to Search. Zudem gibt es den seitlichen Essential Key unterhalb der Powertaste. Über diesen können Nutzerinnen und Nutzer auf Nothings „Essential Space, Essential Search, Essential Voice, Essential Apps und Playground zugreifen“. Das ist Nothings KI-Paket.

Das Nothing Phone (4b) ist in Deutschland, Österreich und in der Schweiz ab sofort vorbestellbar und ab dem 17. Juli erhältlich. Es kostet mit 8 GByte RAM und 128 GByte Speicher 329 Euro. Es wird in den Farben Schwarz, Weiß und Blau angeboten.

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(afl)



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Künstliche Intelligenz

EU-Datenschützer: Neue Leitlinien für Anonymisierung und Web-Scraping


Die Anonymisierung personenbezogener Daten ist von großer Bedeutung für datengetriebene Entwicklungen in Wirtschaft und Technik. Effektiv anonymisierte Informationen können außerhalb des Geltungsbereichs des Datenschutzrechts verarbeitet werden, was völlig neue Möglichkeiten zur Datennutzung schafft. Im Alltag bestanden aber erhebliche Unsicherheiten, wann Daten ausreichend anonymisiert sind. Um diese Lücke zu schließen, hat der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) zwei neue Richtlinien verabschiedet. Sie sollen Leitplanken für die digitale Wirtschaft und die Entwicklung von KI setzen.

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Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gelten Informationen als anonym, wenn sie sich nicht auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Die neuen Leitlinien starten mit einer rechtlichen Analyse dieser Anforderungen und berücksichtigen dabei ein aktuelles Urteil vom Europäischen Gerichtshof (EuGH).

Wichtig ist demnach: Diese Bewertung muss aus der Perspektive desjenigen vorgenommen werden, für den die Daten anonym sein sollen. Das ist in der Regel die Stelle, für die die Informationen bestimmt sind. Mittel, die Dritten zur Verfügung stehen, sind nur soweit zu berücksichtigen, wie diese Stelle sie nach vernünftigem Ermessen wahrscheinlich heranzieht.

Daraus leitet der EDSA ein Verfahren zur Beurteilung der Anonymität ab. Verantwortliche können dabei zwischen zwei Ansätzen wählen. Der kontextuelle berücksichtigt dabei die Fähigkeiten und Ressourcen potenzieller Angreifer, während eine vereinfachte Herangehensweise diese Unterschiede ignoriert. Letztere bietet die höchste Sicherheit, kann aber dazu führen, dass eigentlich anonyme Daten wie personenbezogene behandelt werden.

Kern des Prüfverfahrens sind drei spezifische Testkriterien, die alle gleichzeitig erfüllt sein müssen. Zunächst ist eine Einzelfallidentifikation zu vermeiden. Die Daten dürfen also keine einzigartige Kombination von Merkmalen einzelner Personen abbilden. Ferner muss eine Verknüpfung ausgeschlossen sein, sodass sich die Daten nicht mit anderen Informationsquellen zu den gleichen Personen zusammenführen lassen.

Als drittes Kriterium dürfen keine zuverlässigen Rückschlüsse oder Schlussfolgerungen über einzelne identifizierbare Personen gezogen werden, die nicht für die Allgemeinheit gelten. Wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind, gelten die Daten als anonym. Andernfalls ist eine weitergehende Analyse erforderlich, für die die Richtschnur ebenfalls Hinweise liefert.

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Die zweite Handreichung widmet sich dem Web-Scraping zum Training generativer KI-Modelle. Da das automatisierte Auslesen von Daten meist ohne das Wissen der Betroffenen geschieht, birgt es erhebliche Risiken für deren Grundrechte. Der EDSA stellt klar, dass die DSGVO immer dann greift, wenn beim Schürfen im Web personenbezogene Daten verarbeitet werden. Private Entwickler stützen sich dabei oft auf das berechtigte Interesse als Rechtsgrundlage. Dafür muss die Verarbeitung aber auch erforderlich sein und eine Interessenabwägung durchgeführt werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen brauchen KI-Entwickler die Betroffenen nicht persönlich zu informieren, wenn dies unmöglich ist oder einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern würde. Der EDSA empfiehlt in solchen Fällen, Daten nur aus zuverlässigen Quellen zu beziehen, sie vor der Verwendung im KI-Training zu validieren und den Zeitstempel zu erfassen. Zur Datenminimierung sollen präzise Kriterien oder Filter eingesetzt werden.

Die Verarbeitung besonderer Kategorien von Informationen wie etwa Gesundheitsdaten sei dabei grundsätzlich verboten, hebt der EDSA hervor. Für deren unvermeidbare Miterhebung verweist er wieder auf den EuGH. Demnach müssen Entwickler in engen Grenzen technische Maßnahmen ergreifen, um eine Verbreitung zu verhindern. Beide Richtlinien stehen bis zum 30. Oktober 2026 zur Konsultation.


(mki)



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heise meets … „Diskutiere nie etwas Unsichtbares“ beim Modellieren


Wer Software erfolgreich entwickeln will, muss zuerst die Menschen verstehen, die sie nutzen sollen. Stefan Priebsch, Software-Success-Consultant, begleitet Unternehmen dabei, Software vom Kostenfaktor zum Erfolgsfaktor zu machen.

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Im „heise meets …“-Podcast erklärt er, warum technische Fachbegriffe und Bullshit-Bingo bei der Anforderungsanalyse mehr schaden als nützen – und wie ein einfaches Rollenspiel Teams in kürzester Zeit zu tragfähigen Lösungen führt.

Priebsch arbeitet nach den Prinzipien des Domain Driven Design, das Eric Evans 2003 prägte. Im Kern steht eine fachlichkeitsgetriebene Entwicklung statt einer technologiegetriebenen. Alle Beteiligten brauchen ein gemeinsames Verständnis: „Diskutiere nie etwas Unsichtbares“, lautet seine Grundregel. Was nur in den Köpfen der Teilnehmer existiert, muss durch Modelle, Zettel oder Rollen sichtbar werden, sonst entstehen zwangsläufig Reibungsverluste.


heise meets... Der Entscheider-Podcast

heise meets... Der Entscheider-Podcast

heise meets…. Der Entscheider-Talk – von Entscheidern für Entscheider – immer aktuell und nah am Geschehen.
Sie können uns auf allen Podcast Kanälen hören.
Wählen Sie Ihren Kanal aus.

Im Workshop lässt Priebsch Teilnehmer Prozesse durchspielen – etwa den Ablauf in einem Restaurant. Wer ist Kellner, wer Koch, wer Gast? Schon nach wenigen Minuten tauchen Fragen auf, die in theoretischen Diskussionen oft übersehen werden: Gibt es einen Empfang? Woher kommt die Speisenkarte? Was passiert, wenn ein Teller zerbricht? Jede entdeckte Rolle und jedes Artefakt landet auf einem Zettel. So entsteht binnen einer halben Stunde eine erste Dokumentation der Domäne – inklusive eines Backlogs offener Fragen.

Der Vorteil gegenüber abstrakteren Methoden: Entwickler bauen ein emotionales Verständnis für den Prozess auf. „Wenn ich als Softwareentwickler einen Prozess gespielt und erlebt habe, habe ich einfach eine innere Verbindung“, sagt Priebsch. Zugleich aktiviert das Format auch zurückhaltende Teilnehmer, da Rollen wie Dokumentar oder Analyst zur Verfügung stehen.

Je nach Situation und Teamdynamik bieten sich unterschiedliche Formate für die Arbeit in der Gruppe an: Rollenspiel für schnelle Domain Discovery, Event Storming für die Visualisierung fachlicher Ereignisse oder Domain Storytelling, wenn Fachanwender ihre Prozesse erzählen. Priebsch empfiehlt einen Mix aus aktivierenden und dokumentierenden Verfahren – abgestimmt auf die jeweilige Ausgangssituation und Fragestellung.

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Als Moderator hält Priebsch Teams vom typischen Abtauchen in technische Sonderfälle ab und lenkt den Fokus auf den Happy Path – also den Standardablauf, der Wertschöpfung erzeugt.

Auch Technologiediskussionen blockt er früh ab. Statt selbst die komplette Software zu entwickeln, sollten die Teilnehmer so besser prüfen, wo die eigentliche Kerndomäne des Unternehmens liegt und welche generischen Bereiche wie die Buchhaltung sich besser durch fertige Lösungen abdecken lassen.

Eine wachsende Rolle spielt dabei künstliche Intelligenz. Fehlt ein Fachexperte in der Modellierungssitzung, lässt sich eine KI in dessen Rolle versetzen und befragen. Deren Antworten sind nicht immer korrekt, aber besser als nichts und liefern Inspiration. Priebsch erwartet, dass KI künftig als gleichberechtigter Gesprächspartner an Modellierungssitzungen teilnimmt.

Das Ergebnis jedes Workshops ist ein Modell – eine vereinfachte Abbildung der Realität, die iterativ weiterentwickelt wird. So lässt sich die Feedback-Schleife drastisch verkürzen und vermeiden, dass Teams wochenlang die falsche Software bauen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

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Ein vollständiges Transkript der aktuellen Podcast-Episode von heise meets gibt es unter den Shownotes bei Podigee zu lesen.


(mki)



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Foxit-Entwickler schließen Schwachstellen in PDF Reader und Editor


Für Windows und macOS stehen neue Versionen von Foxits PDF Reader und PDF Editor bereit. Die darin geschlossenen Lücken wurden mit Bedrohungseinstufungen von „moderate“ bis „important“ bedacht.

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Kritisch ist keine, und auch über aktive Exploits ist bislang nichts bekannt. Die große Zahl der in Foxits Sicherheitshinweisen genannten Schwachstellen sowie vielfältige Möglichkeiten für Angreifer, etwa unter ganz bestimmten Bedingungen schädlichen Code im Kontext präparierter PDFs auszuführen, machen ein zeitnahes Update dennoch ratsam.

Laut Beschreibungen könnten Angreifer die Sicherheitslücken unter anderem missbrauchen, um mit schädlichem JavaScript-Code in PDF-Dokumenten Programmabstürze provozieren. In der Folge könnten sie vertrauliche Informationen abgreifen oder Code aus der Ferne ausführen („Potential Arbitrary Code Execution“).

Auch die lokale Ausweitung von Zugriffsrechten („Local Privilege Escalation“) ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Für all diese Szenarien wäre allerdings erst einmal eine Nutzerinteraktion mit der Software beziehungsweise mit entsprechend präparierten PDF-Dokumenten notwendig.

Die Versionen Foxit PDF Reader/Editor 2026.1.2 sowie PDF Editor 13.25 und 14.0.5 für Windows und macOS sind gegen die Bedrohungen abgesichert. Von welchen Sicherheitslücken die jeweiligen Versionen und Betriebssysteme im Einzelnen betroffen waren, ist den Sicherheitshinweisen zu entnehmen.

Das Update selbst kann man direkt über den Menüpunkt „Hilfe“ in der Software (Unterpunkt „Nach Updates suchen“) erledigen.

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(ovw)



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