Künstliche Intelligenz
Bosch-E-Bikes: Upgrade auf 120 Nm für Performance Line CX und Cargo Line
Das Wettrennen um immer stärkere Antriebe für E-Bikes schreitet voran. Nachdem DJI sein neues Avinox-System mit noch mehr Power vorgestellt hat, zieht Marktführer Bosch nun nach und spendiert mit einem Update seinen Mountain- und Cargobikes mehr Leistung und Unterstützung.
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Gleichziehen mit DJI und seinen 150 Newtonmetern wird Bosch zwar nicht, doch man rückt näher heran. Ein Software-Update verschafft den Bosch-Motoren ein höheres maximales Drehmoment von 120 Nm. Der Basiswert bleibt weiter bei 85 Nm, alles darüber hinaus können die Anwender in der eBike-Flow-App von Bosch für die Fahrmodi individuell einstellen. Mit der vollen Leistung geht allerdings ein höherer Verschleiß ein, nicht nur beim Motor, sondern auch bei der Kette, den Zahnrädern und weiteren Teilen im Antriebsstrang. Das Update bekommen die Motoren der Baureihen Performance Line CX (BDU38), Performance Line CX-R (BDU38) und Cargo Line (BDU38).
Nicht nur das Drehmoment steigt, auch den Aufschlag auf die Muskelkraft der Person im Sattel steigert Bosch deutlich. Jetzt kann der E-Bike-Antrieb mit bis zu 600 Prozent Aufschlag den Beinen helfen, bisher hatte man es bei 400 Prozent belassen. Damit bleibt Bosch zwar auch in dieser Metrik hinter dem Avinox-Motor von DJI zurück, der die Muskelkraft maximal um das Achtfache erhöht, geht aber doch einen deutlichen Schritt nach oben. Auch dieses Update bekommen die CX-, CX-R- und Cargo-Line-Motoren der BDU38-Baureihe. Die BDU37-Generation kann künftig ebenfalls mit 600 Prozent unterstützen, allerdings ohne die Steigerung des maximalen Drehmoments.
Bosch-eBike-Chef Claus Fleischer, in der Vergangenheit ein vehementer Gegner des Wettrennens um immer mehr Leistung bei zulassungsfreien Pedelecs, sagt dazu: „Wir wollen, dass sich jedes Update auf dem Trail spürbar besser anfühlt – nicht nur auf dem Datenblatt.“ Eine mögliche stärkere Regulierung von E-Bikes, die mit immer neuen Leistungsrekorden wahrscheinlicher wird, schwebt weiterhin wie ein Damoklesschwert über der Branche.

Bosch eBike Flow App
(Bild: Bosch)
Direkter Antrieb und längerer Boost
Um die Mehrleistung möglichst direkt abrufen zu können, führt das Update zudem den Drivetrain Tensioner ein. Der schließt den Freilauf zwischen Motor und Hinterrad und soll so den Leerweg am Pedal auf ein Minimum reduzieren, damit der Motor möglichst ohne Verzögerung seine Unterstützung liefern kann. Mountainbiker bekommen zudem das Feature Extended Boost hinzu, das vor allem auf technischen Passagen eine Hilfe sein soll, wenn keine vollen Pedalumdrehungen möglich sind. Maximal schiebt das Rad dann um bis zu zwei Meter Fahrtstrecke ohne Treten an, ab Mitte 2026 soll dieser Boost mit einem Schieberegler in der App für jeden Fahrmodus getrennt regelbar sein.
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(sht)
Künstliche Intelligenz
Blackbox Hauptstadt: Wie der Berliner Senat die Informationsfreiheit einmauert
Ein gezielter Anschlag auf eine Berliner Kabelbrücke Anfang Januar legte zehntausende Haushalte tagelang lahm und machte die Verwundbarkeit moderner Infrastruktur sichtbar. Die politische Reaktion der Berliner Koalition aus CDU und SPD richtete sich aber nicht vorrangig auf technischen Objektschutz, sondern auf das Informationsfreiheitsgesetz (IFG).
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Unter dem Motto „zu viel Transparenz“ sei auch nicht gut, setzte Schwarz-Rot weitreichende Verschärfungen durch. Die neuen Regeln führen nach Angaben von FragDenStaat bereits zu einer behördlichen Blockadehaltung bei Transparenzanfragen, gegen die die Plattform nun im Eilverfahren vor dem Berliner Verwaltungsgericht vorgeht.
Was mit einer Ankündigung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) begann, wurde trotz Widerstands unter anderem der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Meike Kamp, im Schnelldurchlauf umgesetzt. Kritiker warnten davor, öffentliche Sicherheit und demokratische Transparenz gegeneinander auszuspielen.
Die neue Regelung nimmt ganze Bereiche von der Informationspflicht aus, darunter kritische Infrastrukturen wie Energie und Wasser, Telekommunikation, Transport oder Gesundheit. Auch für Informationen, die für diese Einrichtungen wichtig sind, gilt eine Ausnahme. Dazu schafft das Gesetz Ausnahmen für bestimmte Arten von Informationen, egal wo sie vorliegen.
Fristenrisse und Verunsicherung
Nach Darstellung von FragDenStaat zeigen die ersten Wochen unter dem neuen Regime erhebliche Einschränkungen der Informationsfreiheit und große Unsicherheit in den Berliner Behörden. Erste Ablehnungsbescheide stützen sich pauschal auf die neuen Bereichsausnahmen. Gleichzeitig herrscht in Teilen der Senatsverwaltungen Unklarheit über deren Anwendung.
Die Folge: Gesetzliche Antwortfristen werden überschritten, häufig mit Verweis auf zusätzlichen Prüfaufwand durch die Gesetzesänderung. Mehrere Senatsverwaltungen erklärten auf Nachfrage jedoch, seit Januar keine neuen Weisungen oder Leitfäden zur Bearbeitung von Transparenzanträgen erlassen zu haben. Die Behörden agieren damit weitgehend ohne klare Vorgaben.
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Besonders umstritten ist der neue Paragraf 2 Absatz 3. Die bundesweit einmalige Regelung schließt die Informationsfreiheit aus, sobald Angaben zu Einrichtungen der kritischen Infrastruktur im Sinne des Katastrophenschutzgesetzes betroffen sind.
Da dieser Begriff weit gefasst ist, führt der Umgang damit nach Ansicht von FragDenStaat zu absurden Ergebnissen. Selbst die Frage an die Innenverwaltung, welche Anlagen überhaupt unter die Definition fallen, lehnte diese ab. Begründung: Bereits die Auskunft darüber betreffe kritische Infrastruktur und müsse geheim bleiben.
IFG steht infrage
Durch die weite Auslegung der neuen Vorschriften werde die Verwaltung zur Blackbox, politische Entscheidungen blieben für die Öffentlichkeit unsichtbar und behördlicher Willkür würden kaum Grenzen gesetzt, kritisieren die Aktivisten. Damit stehe die Funktionsfähigkeit des IFG insgesamt infrage.
Ob diese Praxis vor Gericht Bestand hat, ist offen. Bis Verwaltungsgerichte über die Auslegung entscheiden, könnten Monate oder Jahre vergehen – eine Zeit, in der die Informationsfreiheit faktisch eingeschränkt bleibt. Um schneller an Informationen zu gelangen, setzt FragDenStaat verstärkt auf Presseanfragen, da die Bereichsausnahme dafür nicht gilt. Zudem hat die Plattform Eilrechtsschutz beantragt, nachdem der Senat eine Liste der betroffenen Infrastrukturbetreiber zur Verschlusssache erklärte.
(vbr)
Künstliche Intelligenz
Neue PC-Spiele im Juli 2026: „Halo: Campaign Evolved“
Der Spiele-Sommer beginnt im Juli mit Highlights wie „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ und dem Action-RPG „The Relic: First Guardian“. Mit „Halo: Campaign Evolved“ wird ebenfalls ein vielversprechendes Remake veröffentlicht.
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Skystone Games
)
„Assassin’s Creed Black Flag Resynced“
Mit „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ kehrt am 09. Juli 2026 eines der beliebtesten Abenteuer der „Assassin’s Creed“-Reihe zurück. Die Neuauflage erzählt erneut die Geschichte des Freibeuters Edward Kenway, der während des Goldenen Zeitalters der Piraterie in der Karibik des frühen 18. Jahrhunderts zwischen die Fronten von Assassinen und Templern gerät. Als charismatischer Pirat erkunden Spieler eine riesige offene Spielwelt mit Städten wie Havanna, Nassau und Kingston sowie zahlreichen Inseln, Dschungelgebieten und weitläufigen Meeresregionen.
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Trailer zu „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“
Herzstück des Spiels bleiben die Seeschlachten mit Edwards Schiff Jackdaw, das im Verlauf des Abenteuers umfangreich ausgebaut werden kann und Kämpfe gegen feindliche Kriegsschiffe, Festungen und legendäre Gegner ermöglicht. Im Vergleich zum Original von 2013 wurde die Neuauflage vollständig mit der aktuellen Anvil-Engine neu entwickelt und bietet deutlich detailliertere Umgebungen, moderne Beleuchtungstechniken, dynamische Wettereffekte, realistischere Wasserdarstellung sowie überarbeitete Charaktermodelle und Animationen. Auch das Gameplay wurde modernisiert: Das Kampfsystem soll in „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ flüssiger und dynamischer ausfallen, Parkour-Bewegungen wurden verbessert und einige der im Original kritisierten Verfolgungsmissionen wurden überarbeitet.
„Halo: Campaign Evolved“
Am 28. Juli 2026 erlebt die legendäre Geschichte von „Halo: Combat Evolved“ eine umfassende Neuauflage für den PC und die aktuelle Konsolengeneration. In dem Remake von „Halo: Campaign Evolved“ schlüpfen Spieler erneut in die Rolle des Supersoldaten Master Chief, der nach der Bruchlandung auf dem geheimnisvollen Ringwelt-Konstrukt Halo gegen die außerirdische Allianz der Covenant kämpft und dabei auf eine Bedrohung stößt, die weit über einen gewöhnlichen Krieg hinausgeht. Die Neuauflage erzählt die Handlung des Xbox-Klassikers von 2001 auf Basis des Originals, erweitert sie jedoch um zusätzliche Missionen, die Ereignisse vor der eigentlichen Geschichte beleuchten und unter anderem Sergeant Johnson stärker in den Mittelpunkt rücken.
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Technisch wurde das Spiel mit moderner Grafik neu aufgebaut und bietet hochauflösende Umgebungen, überarbeitete Zwischensequenzen, zeitgemäße Steuerung sowie zahlreiche Komfortfunktionen. Gleichzeitig integrieren die Entwickler neue Gameplay-Elemente wie Sprinten, zusätzliche Waffen, neue Fahrzeugoptionen und erweiterte Kampfmöglichkeiten, ohne die charakteristische Struktur der Originalmissionen aufzugeben. Umfangreiche Modifikatoren, in Form der bekannten Schädel, ermöglichen individuelle Herausforderungen und erhöhen den Wiederspielwert erheblich. „Halo: Combat Evolved“ bietet zudem einen plattformübergreifenden Online-Koopmodus. Laut der Entwickler handelt es sich bei „Halo: Combat Evolved“ nicht um ein einfaches Grafik-Remaster, sondern um eine moderne Neuinterpretation eines der einflussreichsten Ego-Shooter aller Zeiten.
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„The Relic: First Guardian“
„The Relic: First Guardian“ erscheint am 31. Juli 2026 und entführt Spieler in die düstere Fantasy-Welt Arsiltus, die nach der Zerstörung eines mächtigen Relikts von einer alles verschlingenden Leere verwüstet wurde. In der Rolle des letzten Wächters begeben sich Spieler auf eine gefährliche Reise, um die Fragmente des zerbrochenen Relikts wiederzufinden und die Welt vor dem endgültigen Untergang zu bewahren. Das Action-Rollenspiel kombiniert Elemente klassischer Soulslikes mit einem stärker auf Erkundung ausgelegten Gameplay und führt durch Regionen voller Geheimnisse, Ruinen, Dungeons und gewaltiger Bossgegner.
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Trailer zu „The Relic: First Guardian“
Besonders an „The Relic: First Guardian“ ist das Fortschrittssystem, das vollständig auf klassische Charakterlevel verzichtet. Stattdessen bestimmen Waffen, Runen, Ausrüstung und Crafting-Möglichkeiten die Entwicklung und Stärke des Helden. Fünf unterschiedliche Waffengattungen mit individuellen Fähigkeiten erlauben verschiedene Spielstile, während anspruchsvolle Kämpfe präzises Timing, geschicktes Ausweichen und eine clevere Nutzung der verfügbaren Fähigkeiten verlangen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den zahlreichen Bosskämpfen, bei denen Spieler auf sogenannte „Brutals“ treffen – gewaltige Kreaturen mit eigenen Hintergrundgeschichten. Die Spielwelt von „The Relic: First Guardian“ orientiert sich teilweise an koreanischen Mythen und Legenden und verbindet diese Einflüsse mit einer düsteren Dark-Fantasy-Atmosphäre.
Diese und weitere PC-Spiele-Neuerscheinungen im Juli haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Tabelle: Alle Neuerscheinungen im Überblick
| Titel | Genre | Plattform | Datum |
| Battle For Embolia | MMORPG | Windows | 03.07. |
| Esports Manager 2026 | Management-Sim | Windows | 06.07 |
| Moonlight Peaks | Lebenssimulation | Windows, Mac, Switch | 07.07. |
| Outward 2 | Action-RPG | Windows | 07.07. |
| Assassin’s Creed Black Flag Resynced | Action-Adventure | Windows, PS5, Xbox Series | 09.07. |
| EA Sports College Football 27 | Sportspiel | Windows, PS5, Xbox Series | 09.07. |
| Echoes of Aincrad | Action-RPG | Windows, PS5 | 10.07. |
| Colonies of The Remnant | Survival | Windows | 10.07. |
| Machinefall | Echtzeittaktik | Windows | 10.07. |
| Imperial Ambitions | Globalstrategie | Windows, Mac | 13.07. |
| The Incident at Galley House | Mystery | Windows, Mac, Linux | 14.07. |
| MineGeon: Renegades | Action-Roguelike | Windows | 14.07. |
| The Mound: Omen of Cthulhu | Psycho-Horror | Windows | 15.07. |
| Funnel Runners | Survival | Windows | 16.07. |
| Die Gilde – Europa 1410 | Strategie-Sim | Windows | 16.07. |
| Frozen Ship | Survival-Adventure | Windows | 17.07. |
| ZeroSpace | Strategie | Windows | 20.07. |
| Rubinite | Boss-Rush-Action | Windows, Mac | 23.07. |
| Avatar Legends: The Fighting Game | 2D-Kampfspiel | Windows, PS5, Xbox Series | 23.07. |
| Forsaken Realms: Vahrin’s Call | Action-RPG | Windows | 27.07. |
| Halo: Campaign Evolved | Ego-Shooter | Windows, PS5, Xbox Series | 28.07. |
| Void Martyrs | Survival-Horror | Windows | 28.07. |
| Bonehold | Dungeon Crawler | Windows | 28.07. |
| Mistfall Hunter | Extraction-ARPG | Windows, PS5, Xbox Series | 30.07. |
| The Ranchers | Lebenssimulation | Windows, Mac, Linux | 30.07. |
| Corsair Cove | Städtebausimulation | Windows | 31.07. |
| The Relic: First Guardian | Action-RPG | Windows, PS5, Xbox Series, Switch | 31.07. |
| Deliria | Action-RPG | Windows | 31.07. |
Die folgende Galerie zeigt die Spiele-Highlights für den PC aus dem Juni 2026:
Bilderstrecke: Die Highlights im Juni
Auch im laufenden Monat stehen noch einige Spielveröffentlichungen aus. Eine Übersicht der Juni-Releases zeigt die folgende Galerie:

Square Enix
)
Siehe dazu auch:
(sem)
Künstliche Intelligenz
Spuren einer Millionen Jahre alten ksomischen Explosion im Meeresgrund entdeckt
Vor mehr als 100 Millionen Jahren kam es in der Nähe unseres Sonnensystems zu einem sehr seltenen und dramatischen Ereignis, einem sogenannten r-Prozess. Die Spuren davon hat ein deutsch-australisches Team auf dem Grund des Zentralpazifiks gefunden.
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Das Team des Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf (HZDR) und der Universitäten von Canberra und Sydney hat Eisen-Mangan-Krusten untersucht, mineralische Ablagerungen aus der Tiefsee. Darin fanden sie neben Spuren der radioaktiven Isotope Eisen-60 und Curium-247 auch das sehr seltene und langlebige Plutonium-244.
Letzteres entsteht in einem r-Prozess, eine Abkürzung für Rapid Neutron-Capture Process. Das ist ein Neutroneneinfangprozess, der bei hohen Neutronen-Dichten und Temperaturen abläuft und bei dem ein Atomkern in sehr kurzer Zeit extrem viele Neutronen einfängt. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Plutonium aus sehr seltenen kosmischen Explosionen stammt, wie sie etwa beim Verschmelzen zweier Neutronensterne oder sehr energiereichen Supernovae auftreten würden“, sagt Anton Wallner, Leiter der Abteilung Beschleuniger-Massenspektrometrie und Isotopenforschung am HZDR.
Danach habe sich das im interstellaren Medium verteilt und sei über Millionen Jahre hinweg kontinuierlich auf die Erde herabgeregnet, sagte Wallner weiter. Daraus schloss das Team, dass das Isotop bei einem Prozess entstand, der vergleichsweise lang her ist, denn nur so hatte das Isotop genügend Zeit gehabt, sich wie ein gleichmäßiger Schleier im interstellaren Medium zu verteilen. Aus der Halbwertszeit von Plutonium-244, die bei 80 Millionen Jahren liegt, ermittelten die Forscher, dass das r-Prozess-Ereignis – das letzte in unserer kosmischen Nachbarschaft -– vor mehr als 100 Millionen Jahren stattfand.
Zwei erdnahe Supernovae
Das Eisen-60, das die Forscher ebenfalls in der Kruste nachwiesen, stammt hingegen von deutlich jüngeren Ereignissen: Das Isotop war in zwei Zonen konzentriert, anders als das gleichmäßig verteilte Plutonium. Der Eisen 60-Verlauf zeige zwei eindeutige Signaturen erdnaher Supernova-Explosionen, teilte das Team mit. Diese müssen aber jüngeren Datums sein, da die Halbwertszeit von Eisen-60 nur 2,62 Millionen Jahre beträgt.
Eisen-Mangan-Krusten sind Ablagerungen der Metalle aus dem Meerwasser. Sie wachsen millimeterweise über Millionen Jahre. Dabei nehmen sie auch Stoffe aus ihrer Umgebung auf und lagern sie ein, darunter auch Isotope aus dem Weltall.
Deren Konzentration ist dabei äußerst gering: ein Plutonium-Atom zwischen rund zehn Trilliarden anderer Atome. Erst seit kurzem steht die Technik zur Verfügung, um solche geringen Mengen zu detektieren. „Wir brauchen nur 100 Plutonium-Atome in der Endprobe, um eines davon im Detektor einzufangen. Diese Sensitivität ist weltweit einzigartig“, sagt Michael Hotchkis, leitender Wissenschaftler am VEGA. Das Instrument der Australian Nuclear Science and Technology Organisation in Sydney ist die derzeit einzige Maschine, die empfindlich genug ist, derartige kosmische Spuren nachzuweisen.
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Die Verschmelzung von Neutronensternen ist sehr selten. Zwei Ereignisse dieser Art wurden in den vergangenen letzten Jahren anhand von Gravitationswellen erfasst. Sie fanden aber beide in anderen Galaxien statt.
(wpl)
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