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Künstliche Intelligenz

Chrome 145 bringt JPEG XL zurück


Google hat Chrome 145 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Die Version umfasst einige kleinere neue Features und schließt elf Sicherheitslücken, darunter drei mit hoher Priorität. Vor allem aber bringt die neue Version des Browsers den Support des Bildformats JPEG XL zurück, dem sich Google offiziell lange verweigert hatte.

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Google hatte die Unterstützung für das Format Anfang 2023 in Chrome 110 entfernt – mit der Begründung, es gebe zu wenig Interesse im Ökosystem und unzureichende Vorteile gegenüber bestehenden Formaten. Die Entscheidung stieß auf massive Kritik: Über 1000 Upvotes im Chromium-Bug-Tracker protestierten gegen die Entfernung, die Free Software Foundation kritisierte die Entscheidung als Einengung von Nutzer-Wahlmöglichkeiten. Jon Sneyers, Mitentwickler von JPEG XL, vermutete einen internen Konflikt bei Google zwischen JPEG-XL-Befürwortern und Vertretern der konkurrierenden Google-Formate AVIF und WebP.

JPEG XL wurde als moderner Standard für Bildkompression entwickelt und basiert auf Googles PIK und Cloudinarys FUIF. Der Standard wurde im Dezember 2020 finalisiert und im Oktober 2021 als internationaler Standard verabschiedet. Das Format bietet höhere Kompressionsraten als JPEG, unterstützt verlustfreie Kompression und ist offen sowie lizenzgebührenfrei. Experimentell war JPEG XL bereits ab Chrome 91 mit einem Feature Flag verfügbar.

Die Neubewertung begann im November 2025, als das Chromium-Team die Wiederaufnahme ankündigte. Ausschlaggebend waren mehrere Faktoren: Apple hatte den JPEG-XL-Support in Safari implementiert, Mozilla seine neutrale Haltung aufgegeben und die PDF-Association das Format im Oktober 2025 als empfohlen in PDF-Spezifikationen aufgenommen. Technisch plant Chromium die Integration von „jxl-rs“, einem Rust-basierten JPEG-XL-Decoder. Google nutzt das Format bereits praktisch: Die Google Cloud Platform DICOM API verwendet JPEG XL für eine Reduktion der Dateigröße um 20 Prozent.

Chrome 145 bringt außerdem diverse neue Funktionen. Column wrapping für Multicol ermöglicht vertikales Spaltenlayout und 2D-Spaltenlayout. Device Bound Session Credentials schützen Nutzer-Sessions besser. Die neue Origin API vereinfacht die Arbeit mit Origins. Bei CSS unterstützt der Browser nun das text-justify-Property für bessere Kontrolle über Textausrichtung bei Blocksatz sowie prozentuale Werte für letter-spacing und word-spacing für responsive Typografie.

Weitere Neuerungen umfassen eine optimierte Schattenberechnung bei hohen border-radius-Werten, neue Event-Handler wie onanimationcancel für CSS Animations und die focusVisible-Option zur Kontrolle über Fokusring-Anzeige. Das Customizable-select-Element verbessert das Listbox-Rendering, während Monochrome-Emoji im Forced-Colors-Modus die Darstellung verbessern.

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Besonders kritisch sind drei als „High Severity“ eingestufte Schwachstellen. CVE-2026-2313 betrifft einen Use-after-free-Fehler in CSS, CVE-2026-2314 beschreibt einen Heap-Buffer-Overflow in den Codecs und CVE-2026-2315 eine fehlerhafte Implementierung in WebGPU. Alle drei Lücken lassen sich durch manipulierte HTML-Seiten ausnutzen und erreichen einen CVSS-Score von 8.8. Für die Meldung von CVE-2026-2313 zahlte Google 8000 US-Dollar an die Forscher Han Zheng, Wenhao Fang und Qinying Wang.

Die mittelschweren Sicherheitslücken umfassen unter anderem CVE-2026-2316, die UI-Spoofing in Frames ermöglicht, sowie CVE-2026-2317, die ein Cross-Origin-Datenleck in der Animation-Implementierung erlaubt. Eine Race-Condition in den DevTools (CVE-2026-2319) könnte Object-Corruption via bösartiger Erweiterungen ermöglichen. Insgesamt zahlte Google für die gemeldeten Schwachstellen Prämien zwischen 500 und 8000 US-Dollar.

Alle Informationen zur neuen Version 145 finden sich in den Release-Notes. Anwender sollten Chrome zeitnah aktualisieren, da die Sicherheitslücken remote über manipulierte Webseiten ausnutzbar sind. Chrome aktualisiert sich in der Regel automatisch, Nutzer können die Aktualisierung aber über „Einstellungen/Über Google Chrome“ manuell anstoßen.


(fo)



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Lehramtsstudium: Mehr Pflicht in Sachen Digitalkompetenz und KI bleibt Kür


Auch heute ist es noch möglich, in Deutschland ein Lehramtsstudium ohne den Erwerb von Digitalkompetenzen abzuschließen, da dies nicht überall verpflichtend ist. Und geht es um den Erwerb von KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium, sieht es auf der Angebotsseite der Hochschulen noch dürftig aus. Selbst der freiwillige Erwerb ist momentan kaum möglich. Das geht aus dem aktuellen „Monitor Lehrkräftebildung“ hervor.

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Der Monitor ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung, des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung), der Robert Bosch Stiftung und des Stifterverbands. Dem aktuellen Factsheet zufolge gibt es zwar seit dem Jahr 2020 deutlich erkennbare Fortschritte bei der Verankerung des Themas „Medienkompetenz in einer digitalen Welt“ als verpflichtender Bestandteil des Lehramtsstudiums an den Hochschulen. Allerdings konnten im Jahr 2024 immer noch gut ein Drittel der zukünftigen Lehrkräfte ihr Studium ohne einen entsprechenden Erwerb abschließen. Im Jahr 2020 mussten sich nur zwischen 15 und 25 Prozent der Studierenden verpflichtend mit diesem Thema beschäftigen. Im Jahr 2024 lagen die Werte zwischen 64 und 74 Prozent.


Screenshot aus dem Facesheet mit Balkendiagramm und Deutschlandkarte

Screenshot aus dem Facesheet mit Balkendiagramm und Deutschlandkarte

Verpflichtende Studiumsbestandteile zum Erwerb von KI-Kompetenzen gibt es bisher kaum.

(Bild: Monitor Lehrkräftebildung)

Die Zahlen für verpflichtende Angebote für den Erwerb von KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium waren im Jahr 2024/2025 wesentlich geringer. Sie bewegten sich nur zwischen 7 und knapp 10 Prozent. Wie der Monitor angibt, waren aber auch die optionalen Angebote noch rar. Zum Zeitpunkt der Befragung gab es diese lediglich an rund einem Viertel der Standorte. Nur Rheinland-Pfalz hatte im Wintersemester 2024/2025 als erstes Bundesland Künstliche Intelligenz als Querschnittsthema im Lehramtsstudium festgeschrieben.

Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbands, kritisiert dies: „Es gibt zwar Fortschritte, dennoch sind die Ergebnisse alles andere als zufriedenstellend. Damit Schülerinnen und Schüler die Chance haben, Medienkompetenz systematisch zu entwickeln, müssen die Lehrkräfte von heute und morgen diese Kompetenzen selbst verbindlich erwerben.“ Lehrkräften komme eine Schlüsselrolle zu, damit Schülerinnen und Schüler an der digitalen Welt kompetent, kritisch und sicher teilhaben können, unterstreicht der Stifterverband. Der Erwerb von Digitalkompetenzen müsse deshalb gleichzeitig fest in den Lehrplänen der einzelnen Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften verankert werden. Dies sei bislang in dieser Form nur an 43 Prozent der Hochschulen gegeben. Dabei habe die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder, wie es im Monitor heißt, bereits im Jahr 2016 mit der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ das Ziel vorgegeben, „digitalisierungsbezogene Kompetenzen in den bildungswissenschaftlichen und fachbezogenen Inhalten in allen Lehramtsstudiengängen zu implementieren“.

In Bezug auf den Erwerb von KI-Kompetenzen erklärte Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE: „Die Daten zeigen: Bei KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium stehen wir noch am Anfang. Jetzt gilt es, das Thema dringend in die Fläche zu bringen – durch klare Rahmenbedingungen der Länder und vor allem durch den Gestaltungswillen der Hochschulen. Wenn beide Ebenen zusammenspielen, kann aus einem zögerlichen Start ein echter Entwicklungssprung werden.“

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Ein aktuelles Orientierungspapier des Forum Bildung Digitalisierung hat derweil ein negatives Bild für den Erwerb von KI-Kompetenzen bereits im Dienst befindlicher Lehrkräfte und Schulleitungen gezeichnet. Auch Fort- und Weiterbildungsangebote haben demnach deutlich aufzuholen.

Die Daten des aktuellen Monitor Lehrkräftebildung stammen aus einer Selbstauskunft der lehrkräftebildenden Hochschulen und der 16 Bundesländer im Rahmen einer Online-Befragung, die zuletzt zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 durchgeführt wurde. An der Befragung beteiligten sich 67 von 71 lehrkräftebildenden Hochschulen.


(kbe)



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Über acht Milliarden Zahlungen: Girocard baut Führungsrolle aus


Die Girocard bleibt das Maß der Dinge im deutschen Bezahlkartengeschäft. 2025 wurde die Debitkarte der deutschen Kreditwirtschaft rund 8,3 Milliarden Mal eingesetzt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 4,8 Prozent. Der Umsatz liegt mit rund 308 Milliarden Euro allerdings nur knapp über dem Vorjahresniveau.

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Parallel dazu wuchs die Akzeptanz im Handel deutlich. 2025 bezahlten Kunden erstmals an bis zu 1.344.000 aktiven Terminals, was einem Anstieg von 11,3 Prozent entspricht. Ob im Einzelhandel, in der Gastronomie oder bei Dienstleistern: Die Karte bleibt damit nahezu flächendeckend einsetzbar. Auch für Händler bleibt die Girocard attraktiv, weil sie vergleichsweise geringe Gebühren verursacht und eine Zahlungsgarantie bietet.

Niedrigere Beträge werden ebenfalls immer häufiger mit der Girocard beglichen. Bäckereien, Kioske und Verkaufsautomaten akzeptieren zunehmend Kartenzahlungen. Dadurch sank der durchschnittliche Belegbetrag weiter und lag 2025 bei 37,25 Euro (2024 waren es 38,85 Euro).

Kontaktlose Transaktionen dominieren weiterhin: Im Dezember 2025 wurden rund 88,5 Prozent aller Girocard-Zahlungen kontaktlos abgewickelt, ein neuer Höchstwert (2024 waren es 86,8 Prozent).

Neben der physischen Karte gewinnt die digitale Girocard auf Smartphones und Smartwatches an Bedeutung. Sie lässt sich über gängige Wallets oder direkt über Banking-Apps auf iOS- und Android-Geräten nutzen. Durch neue EU-Regeln (Digital Markets Act) können Banken seit Kurzem auch kontaktlose Zahlungen mit der Girocard direkt auf dem iPhone anbieten, ohne auf Apple Pay angewiesen zu sein, etwa über die VR-Banking-App genossenschaftlicher Institute, die die NFC-Schnittstelle nutzt.

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Der Trend zur digitalen Nutzung spiegelt sich in aktuellen Daten wider: Laut einer Untersuchung der Bundesbank bleiben physische Plastikkarten immer häufiger stecken, während ihre digitalen Pendants in Wallets deutlich zulegen. Deren Anteil stieg von rund 5 Prozent im zweiten Halbjahr 2022 auf knapp 16 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2024.

Insgesamt zeigt sich: Die Girocard bleibt das Rückgrat des deutschen Kartenzahlungsverkehrs, sowohl bei den Transaktionszahlen als auch bei der Akzeptanz im Handel. Dennoch sind internationale Anbieter wie Visa und Mastercard insbesondere über Direktbanken im Vormarsch und dominieren auf europäischer Ebene mit einem Marktanteil von 69 Prozent, wie die Untersuchung der Bundesbank zeigt.


(tobe)



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Dell schließt unzählige Sicherheitslücken in Avamar, iDRAC und NetWorker


Die Entwickler von Dell haben in Avamar und NetWorker massenhaft Schwachstellen in Komponenten wie Apache Tomcat und Spring Security geschlossen, die die Backuplösungen nutzen. Die Server-Fernverwaltung iDRAC bekommt ebenfalls ein Sicherheitsupdate.

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In drei Warnmeldungen listet Dell die nun geschlossenen Sicherheitslücken in Komponenten von Drittanbietern auf, die Avamar und NetWorker betreffen.

Darunter fallen Komponenten wie Apache HTTP Server, Expat, OpenSSL und Vim. Der Großteil der geschlossenen Lücken stammt aus dem Jahr 2025. Darunter sind auch „kritische“ Schwachstellen (etwa Samba CVE-2025-10230), über die Schadcode auf Systeme gelangen kann. Es wurden aber auch Lücken geschlossen, die schon über zehn Jahre alt sind (zum Beispiel Apache HttpClient CVE-2015-5262 „mittel“).

Server-Admins sollten iDRAC-Service-Module für Linux und Windows auf den aktuellen Stand bringen. Geschieht das nicht, können sich Angreifer mit niedrigen Nutzerrechten aufgrund von Fehlern bei der Zugriffskontrolle höhere Nutzerrechte verschaffen (CVE-2026-23856). In einer Warnmeldung versichern die Entwickler, das Sicherheitsproblem in der Ausgabe 5.4.1.1 gelöst zu haben. Alle vorigen Versionen sollen verwundbar sein.

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(des)



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