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Digital Business & Startups

+++ CNTR +++ Just Spices +++ Bergzeit +++ Bergfreunde +++ Speedinvest +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Aleph Alpha-Gründer Jonas Andrulis startet CNTR +++ Just Spices verabschiedet sich aus dem Netz +++ Bergzeit wächst auf 207 Millionen Umsatz +++ Speedinvest trennt sich von 10 % seiner Belegschaft +++

+++ CNTR +++ Just Spices +++ Bergzeit +++ Bergfreunde +++ Speedinvest +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 31. März).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

CNTR
+++ Neustart mit Millionen von Roland Berger! Aleph Alpha-Gründer Jonas Andrulis gründet bekanntlich ein neues Startup. Nun gibt es neue Details. Das Startup aus Frankfurt am Main, ein Gemeinschaftsprojekt mit der Unternehmensberatung Roland Berger, hört auf den Namen CNTR. „At CNTR, we create the technological foundation for a world where humans and AI systems collaborate“, heißt es zum Hintergrund von CNTR. „Das Programm richtet sich an Unternehmenskunden und soll in interne Prozesse eingebunden werden. Die KI erledigt selbstständig Aufgaben und wendet dabei menschliches Wissen an“, berichtet die WiWo über CNTR. Zum Gründerteam der Jungfirma gehört neben Andrulis noch der Entwickler Alejandro Molina, der einst auch für Aleph Alpha tätig war. Aleph Alpha galt einst als Deutschlands größte KI-Hoffnung. Der Erfolg blieb aus, Gründer Andrulis musste gehen. (WiWoMehr über Aleph Alpha

Just Spices 
+++ Bitter! Der milliardenschwere Lebensmittelgigant Kraft Heinz macht das umtriebige Gewürz-Unternehmen Just Spices dicht – zumindest im Internet. „Nach langer Überlegung mussten wir eine schwierige Entscheidung treffen: Wir werden unser Online-Shop und Amazon-Shop im Juni schließen, da sie wirtschaftlich leider nicht mehr tragfähig sind“, teilt Just Spices, das seit 2021 zu Kraft Heinz gehört, via Instagram mit. Schon längere Zeit kriselte es bei Just Spices (Exitsumme: 250 Millionen): 2024 erwirtschaftete das Unternehmen, das eine waschechte Love Brand im Markt etabliert hat, einen Umsatz in Höhe von 31,5 Millionen (Vorjahr: 41,4 Millionen). „Die Umsatzerlöse 2024 lagen ca. T€ 10.609 unter der Budgetplanung. Die schwächere Entwicklung resultierte vor allem aus einem deutlichen Rückgang der DtC-Verkäufe infolge des Rückgangs des E-Commerce-Marktes und der Verlagerung des Unternehmensschwerpunkts auf Investitionen in den Einzelhandel; im Zuge der Integration in die Kraft Heinz Group wurden bestimmte Einzelhandelsumsätze an die H.J. Heinz GmbH übertragen“, heißt es im Jahresabschluss für 2024. Das D2C-Segment machte im Berichtszeitraum noch rund 15,8 Millionen Euro aus, Tendenz fallend. Somit hat sich Just Spices, 2014 gegründet, unter Kraft Heinz vom Online-Star (was sicherlich ein Grund für den Zukauf war) zum simplen Einzelhandelsunternehmen entwickelt. Das Online-Geschäft war für den Lebensmittelgiganten zuletzt nicht mehr als ein „Marketingkanal zur Erhöhung der Markenbekanntheit“. Das Ergebnis nach Steuern bei Just Spices lag 2024 bei 13,4 Millionen Euro (Vorjahr: 19,9 Millionen). Insgesamt wirkt das Online-Aus von Just Spices auch bei diesen Zahlen ein wenig aus der Zeit gefallen. Sätze wie „Über unseren Store Finder könnt ihr schauen, wo ihr uns in eurer Nähe findet“ belegen dies eindrucksvoll. (Instagram) Mehr über Just Spices

Bergzeit 
+++ Zahlencheck! Der Münchner Outdoor-Händler Bergzeit wächst 2025 auf 207 Millionen Euro Umsatz (+ 17 %). Zum ersten Mal knackte das Team somit die magisch Marke von 200 Millionen Umsatz. Spannend dabei: 70 % des Umsatzes machen „treue Wiederkäuferinnen und Wiederkäufer“ aus. Wettbewerber Bergfreunde kam im vergangenen Jahr auf 362 Millionen Umsatz (16 %). Langfristig peilt das Team 700 Millionen Umsatz an. Zwei spannende E-Commerce-Geschichten, die zeigen, dass einige Segmente auch in Krisenzeiten gut funktionieren. Zum Vergleich: Der bekannte Händler Globetrotter erzielte zuletzt rund 200 Millionen Umsatz. (Linkedin, Exciting Commerce, Manager Magazin) Mehr über Bergzeit

Speedinvest
+++ Stellenabbau! Der Wiener Investor Speedinvest trennt sich von rund 10 % seiner Belegschaft – vor allem im operativen Bereich. „Following a period of employee churn, the early-stage investor is making further cuts to increase efficiency“ – berichtet Sifted zum Stellenabbau. Das KI-Zeitalter schlägt somit auch in der venture Capital-Szene voll durch. Zuletzt legte Speedinvest zwei so genannte Continuation Funds (Gesamtvolumen: 60 Millionen Euro) auf. (Sifted) Mehr über Speedinvest

Hannover
+++ Hannover ist immer eine Startup-Reise wert. Deswegen blicken wir heute wieder einmal auf die Digital-Szene in Hannover und stellen wieder einige aufstrebende Startups aus der Hauptstadt des Landes Niedersachsen vor, die mehr Menschen kennen sollten. Mehr in StartupsToWatch

Startup-Radar
+++ Neue Gründerinnen und Gründer machen sich auf den Weg! Wir präsentieren heute folgende Auswahl frischer Startups, die man kennen sollte: YOU(th), TensorFive, we connect work, Messpunkt.io und CiviReach. Mehr im Startup-Radar

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Uber kauft Blacklane +++ AlphaPet Ventures kauft Cpro Food +++ Main Capital Partners übernimmt Gingco +++ Nature Robots erhält 4 Millionen +++ deeplify sammelt 2 Millionen ein +++ Summiteer investiert in cuisyn. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3





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Digital Business & Startups

+++ Unicorn-Time +++ Finn +++ GovTech +++ High-Tech Gründerfonds +++ Speedinvest +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Unicorn-Time: Schon sieben neue Einhörner in diesem Jahr +++ GovTech – der Staat bleibt ein schwieriger Kunde +++ High-Tech Gründerfonds: Axel Nitsch und Johannes Weber steigen auf +++ Speedinvest und der große KI-Boom +++

+++ Unicorn-Time +++ Finn +++ GovTech +++ High-Tech Gründerfonds +++ Speedinvest +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 1. Juli).

#STARTUPLAND: NUR DER FRÜHE VOGEL SPART!

STARTUPLAND – one day, unlimited opportunities

+++ Sichere Dir jetzt Deinen Platz in der STARTUPLAND-Community! Mit den Super-Early-Bird-Tickets kannst Du Dir Deinen Platz für unsere vierte STARTUPLAND Conference am 10. März 2027 in Köln zum günstigsten Preis sichern.

Unicorn 
+++ Unicorn-Time! Nach fünf neuen Einhörnern im Jahr 2025 legt die deutsche Startup-Szene 2026 noch einmal nach. Mit Finn (München), Neura Robotics (Metzingen), Focused Energy (Darmstadt, Berlin, Austin, San Francisco), CMBLU (Alzenau), Dash0 (Solingen, New York), Stark (Berlin) und osapiens (Mannheim) schafften bereits sieben Unternehmen den Sprung zur Milliardenbewertung – und das, obwohl das Jahr gerade erst zur Hälfte vorbei ist. Auffällig: Die neuen Unicorns kommen längst nicht mehr nur aus dem KI-Umfeld. DefenseTech, Robotik, Fusionsenergie, ClimateTech, Enterprise Software und Mobility sorgen inzwischen gleichermaßen für milliardenschwere Erfolgsgeschichten. Bemerkenswert ist zudem die regionale Verteilung: Milliarden-Startups entstehen inzwischen in ganz Deutschland – von Darmstadt und Metzingen über Alzenau, Solingen und Mannheim bis nach München und Berlin. Der deutsche Unicorn-Club wächst zudem so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Zur Erinnerung: 2025 stiegen Black Forest Labs, n8n, Isar Aerospace, Quantum Systems und Parloa in den Milliarden-Club auf, 2024 waren es lediglich EGYM und Autodoc. Mehr über deutsche Einhörner

GovTech
+++ Der Staat bleibt ein schwieriger Kunde! Zwar sehen 78 % der GovTech-Startups großes Marktpotenzial im öffentlichen Sektor, doch nur 11 % halten den Staat derzeit für attraktiver als Unternehmen aus der Privatwirtschaft – das geht aus dem neuen GovTech Startup Monitor 2026 von Startup-Verband, Accenture und der Hertie School hervor. Als größte Hürden nennen die Gründerinnen und Gründer komplizierte Vergabeverfahren, lange Entscheidungswege und schwer auffindbare Ansprechpartner – nicht etwa kulturelle Unterschiede. Gleichzeitig sehen 86 % der befragten Startups eine startupfreundlichere öffentliche Beschaffung als wichtigen Baustein für die digitale Souveränität Deutschlands. Der Monitor macht damit deutlich: Weniger die Technologien als vielmehr die bestehenden Beschaffungsstrukturen bremsen die Digitalisierung des Staates. Das GovTech-Ökosystem wächst seit Jahren kontinuierlich. Startups wie GovRadar, Polyteia und SUMM AI zeigen, welches Innovationspotenzial inzwischen für den öffentlichen Sektor bereitsteht. (Startup-Verband, PDF) Mehr über GovTech

High-Tech Gründerfonds
+++ Aufstieg! Der Bonner Frühphasen-Investor High-Tech Gründerfonds (HTGF) erweitert seinen Partnerkreis: Axel Nitsch und Johannes Weber steigen auf. Nitsch übernimmt den Bereich „Digital Tech & KI“, Weber die Segmente „Industrial, Climate & Deep Tech“. Beide gehören seit Jahren zum Investmentteam des aktivsten deutschen Frühphaseninvestors. Mit den beiden Personalien stärkt der HTGF seine Investmentkompetenz in den derzeit wichtigsten Zukunftsfeldern. Mehr über den HTGF

Speedinvest
+++ Lesenswert! Im Interview mit brutkasten spricht Oliver Holle, Gründer des Wiener Investors Speedinvest, über den KI-Boom, den verschärften Wettbewerb um die besten Startups und die Veränderungen im Venture-Capital-Markt. „Artificial Intelligence ist eine immer noch unterschätzte Drehbewegung, die die ganze Branche umorientiert – auch die Venture-Branche“, sagt Holle. Der Geldgeber hatte zuletzt mit einem Stellenabbau für Schlagzeilen gesorgt. (brutkasten) Mehr über Speedinvest

Heimstatt
+++ „Hunderte Kleinstädte und Dörfer stehen vor massiven Leerstands- und Überalterungsproblemen“, sagt Daniel Ehlers, Gründer von Heimstatt. Das Startup verbindet deswegen Kommunen mit jungen Familien, die aufs Land ziehen möchten. Mehr über Heimstatt

Startup-Radar
+++ Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: peeps, Zelara, MARIMET, encosa und Whaaat AI. Mehr im Startup-Radar

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ PropTech Theo sammelt 25 Millionen ein +++ DeepTech-Startup Fusion Bionic erhält 8,2 Millionen +++ FinTech Nomerra sammelt 2 Millionen ein +++ Entryzero sammelt Kapital ein +++ KoRo übernimmt seedtrace +++ Rauch rettet Kloster Kitchen. Mehr im Deal-Monitor

#JOBS

MySecondEar
+++ Unser Job des Tages! MySecondEar Audiology Group sucht einen Digital Content Manager (m/w/d). Bei MySecondEar denken wir den Prozess neu, Menschen zu einem besseren Hörerlebnis zu verhelfen. Gegründet in Berlin, sind wir heute Deutschlands führender digitaler Hörakustik-Anbieter und verbinden fachliche Expertise mit modernster Technologie und persönlicher Betreuung – online und vor Ort in unseren Fachgeschäften.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen. Hier entlang zu unserer Jobbörse!

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker



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Digital Business & Startups

Diese 7 deutschen Startups wurden 2026 zu Unicorns – und hier stellen sie ein


Sieben deutsche Startups wurden 2026 zu Unicorns, andere verloren den Milliardenstatus. Welche Einhörner wachsen, welche Jobs schaffen – und wo der Personalaufbau stockt.

Diese 7 deutschen Startups wurden 2026 zu Unicorns – und hier stellen sie ein

Welche deutschen Startups das erste Halbjahr 2026 prägten – und wo jetzt die meisten Stellen entstehen.
Generative Illustration: Dominik Schmitt / Gründerszene

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei – und die deutsche Startup-Szene zählt einige neue Einhörner. Ein Zwischenfazit: Sieben Startups haben 2026 erstmals die Milliardenbewertung erreicht, während andere ihren Einhorn-Status wieder verloren haben.

Diese Startups sind seit 2026 Einhörner

Den Anfang machte im Januar das Mannheimer Software-Startup Osapiens, das erstmals mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wurde. Im März folgte Dash0: Das Startup für KI-Kontrollsoftware erreichte nach einer Finanzierungsrunde über 110 Millionen US-Dollar ebenfalls die Milliardenbewertung und wurde damit zum zweiten deutschen Einhorn des Jahres.

Und es brodelte die Gerüchteküche: Laut Insidern gab es bereits im Februar eine Finanzierungsrunde für das Berliner Rüstungs-Startup Stark Defence sowie einen 270 Millionen Euro schweren Auftrag, um sogenannte Kamikazedrohnen für die Bundeswehr zu produzieren. Damit wurde auch Stark zum Unicorn und verdreifachte sogar im Juni seine Bewertung mit einer weiteren Runde, bei der das Startup eine halbe Milliarde Euro einsammelte.

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Deutsches KI-Startup Peec AI könnte bald 200 Millionen Dollar wert sein

Der bayrische Batteriespeicheranbieter CMBlu ist seit April ein Einhorn – bei Investoren sammelte das Startup 50 Millionen Euro frisches Kapital ein, die Bewertung kletterte auf mehr als eine Milliarde Euro. Im Mai schloss sich das deutsche Fusions-Startup Focused Energy an, sichert sich 240 Millionen US-Dollar und knackte die Milliarden-Bewertung.

Die Rekordsumme von 1,4 Milliarden Dollar kassierte Neura Robotics Anfang Juni. Die Bewertung: sieben Milliarden Dollar und damit Einhorn-Status. Der jüngste Zugang im Unicorn-Club ist das Mobility-Startup Finn: Ende Juni gab CEO Maximilian Wühr bekannt, dass das Unternehmen 140 Millionen Euro angesammelt hat und damit die Milliarden-Bewertung erreicht.

Wer den Unicorn-Status in diesem Jahr verloren hat

Wiederum haben andere Einhörner ihren Status verloren. Dazu gehört die Versicherungsfirma Clark aus Frankfurt. 2021 hatte das Startup die Milliardenbewertung erreicht. Laut einem Bericht des Manager Magazins sei nun der Umsatz eingebrochen – statt Gewinnen schreibe die Firma Verluste. Die Clark-Investoren sollen das Startup bereits abgewertet haben.

Einen Exit gab es für das Berliner Startup Contentful: Der Anbieter für Content-Management-Plattformen wurde von dem US-Softwarekonzern Salesforce übernommen, wie das ehemalige Unicorn im Juni selbst bekannt gab.

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Wer wächst – und wen die Einhörner suchen

Ob ein Unternehmen aber tatsächlich wächst, zeigt sich oft an anderer Stelle: beim Personal. Gemeinsam mit den Arbeitsmarktexperten von Indeed analysiert Gründerszene deshalb einmal im Monat, welche Einhörner einstellen und welche Fachkräfte besonders gefragt sind. Zur Jahresmitte zeigt sich dabei ein klarer Trend – auch wenn sich die Datengrundlage durch neue und ausgeschiedene Einhörner verändert hat und die Ergebnisse, insbesondere auf Branchenebene, nur eingeschränkt mit den Vormonaten vergleichbar sind.

Von den insgesamt 1.915 in Deutschland ausgeschriebenen Stellen entfällt der Großteil seit Jahresanfang weiterhin auf die beiden Energie-Unicorns 1Komma5° und Enpal. 1Komma5° erhöht seine Ausschreibungen im Monatsvergleich dabei um 2,61 Prozent und Enpal sogar wieder um 43,90 Prozent, zeigt die Indeed-Analyse. Der Energie-Sektor bietet dementsprechend nach wie vor am meisten Möglichkeiten für den Jobeinstieg.

Auf den Plätzen dahinter folgen die beiden Defense-Startups Helsing und Quantum Systems mit jeweils 103 offenen Stellen. Helsing und Quantum Systems gehören mittlerweile mit zu den größten Arbeitgebern im Unicorn-Umfeld, sagt Frank Hensgens. Zusammen mit Stark Defence bildet DefTech die zweitstärkste Branche für Neuanstellungen. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Stellenangebot bei deutschen Unicorns zwar wieder leicht wächst, dieses Wachstum aber stark konzentriert ist. Mehr als jede zweite ausgeschriebene Stelle entfällt auf die Branchen Energy und DefTech, die besonders kapitalintensiv sind und zugleich eine hohe industrie- und sicherheitspolitische Relevanz haben“, ordnet Indeed-Chef Frank Hensgens ein.

„Wie relevant Defense auch bei Startups derzeit wird, zeigt der Vergleich zum Beginn unseres Trackers: Seit Februar hat der DefTech-Sektor um 20 Prozent zugelegt, während alle anderen Branchen um sechs Prozent nachgegeben haben“, so Hensgens. Ein klarer Trend laut dem Arbeitsmarkt-Experten: „Diese Zahlen verdeutlichen einmal mehr, dass Personalaufbau derzeit vor allem dort stattfindet, wo Geschäftsmodelle von strukturellen Investitionen, politischer Priorität und konkreter Nachfrage profitieren.“

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Diese zwei Einhörner stellen nicht ein

Zwei Einhörner fallen in der Analyse der Zahlen besonders durch fehlende Einstellungsaktivität auf. Das Kölner KI-Startup DeepL schrieb ab Mai plötzlich keine Stellen mehr für Deutschland aus. Hensgens sieht diese Entwicklung als Warnsignal: „Wenn ein deutsches KI-Unternehmen Stellen vor allem hierzulande abbaut und zugleich internationale Standorte ausbaut, ist das auch ein Warnsignal. Für die deutsche Wirtschaft wird es entscheidend sein, ob innovative Unternehmen ihre nächste Wachstumsphase in Deutschland durchlaufen – oder ob Wertschöpfung, Talente und operative Funktionen zunehmend in andere Märkte abwandern.“

DeepL baute zuletzt rund ein Viertel seiner Belegschaft ab und strich etwa 250 Stellen. Das Unternehmen nennt als Grund eine Neuausrichtung hin zu kleineren, effizienteren Teams und einer stärkeren Integration von KI in interne Arbeitsprozesse. Damit reagiere DeepL auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck im globalen KI-Markt.

Aber auch das Tech-Startup Choco hat einen Einstellungsstopp, zeigen die Daten. Choco war 2018 als WhatsApp-Dienst für Gastronomen gestartet – nur vier Jahre später erreichte die Berliner Firma die Milliardenbewertung und ist nun eine Plattform für den Lebensmittelgroßhandel. 

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„Rückgänge in den Bereichen FoodTech, E-Commerce und Software sowie der vollständige Wegfall offener Stellen bei Unternehmen wie DeepL zeigen, dass auch bei Unicorns kein automatisches Wachstum garantiert ist“, meint dazu der Indeed-Chef. „Gerade im KI-Umfeld ist die Entwicklung ambivalent. Einerseits gilt KI als zentrales Zukunftsfeld, andererseits zeigt das Beispiel DeepL, dass technologische Stärke nicht zwangsläufig zu mehr Beschäftigung in Deutschland führt.“





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Der Unicorn-Status war kein Ziel


#Interview

„Finn hat sich in den vergangenen sieben Jahren von einem Startup zu Deutschlands führendem Anbieter für Auto Abos entwickelt“, sagt Gründer Maximilian Wühr. In den vergangenen Jahren flossen dabei mehr als 350 Millionen Euro in das Unicorn.

„Der Unicorn-Status war kein Ziel“

Das 2019 gegründete Münchner Mobility-Unternehmen Finn stieg kürzlich zum Unicorn auf. Das Unternehmen, das zuvor schon länger als Soonicorn galt, setzt auf Auto-Abos und kommt inzwischen auf einen jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) von über 300 Millionen Euro.

Investoren wie Portage, BC Partners, Runway Growth Capital, SevenVentures, UVC Partners, Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital, Picus Capital und Keen Venture Partners investierten in den vergangenen Jahren mehr als 350 Millionen Euro in Finn.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Maximilian Wühr einmal ausführlich über den Stand der Dinge bei Finn, das derzeit 400 Mitarbeitenden beschäftigt.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Finn erklären?
Ich würde sagen: Wir machen Mobilität einfacher. Statt ein Auto zu kaufen oder zu leasen, können unsere Kundinnen und Kunden ein Auto flexibel bequem übers Internet abonnieren. Sie suchen sich ihr Fahrzeug online aus, wir kümmern uns um Versicherung, Zulassung, Wartung und vieles mehr. So können Menschen ein Auto nutzen, ohne sich langfristig festlegen zu müssen.

War dies von Anfang an Euer Konzept?
Die Grundidee ist seit der Gründung 2019 dieselbe geblieben. Natürlich haben wir das Modell kontinuierlich weiterentwickelt, unsere Technologie verbessert und unser Angebot ausgebaut. Aber wir hatten keinen Pivot. Unsere Vision war von Anfang an, Menschen mit dem Auto Abo einen einfachen, flexiblen und digitalen Zugang zum Auto zu ermöglichen.

Wie hat sich Finn seit der Gründung entwickelt?
Finn hat sich in den vergangenen sieben Jahren von einem Münchner Startup zu Deutschlands führendem Anbieter für Auto Abos entwickelt. Seit unserer letzten Finanzierungsrunde konnten wir die Zahl unserer Auto Abos von rund 25.000 auf über 50.000 mehr als verdoppeln. Unser jährlich wiederkehrender Umsatz (ARR) liegt heute bei über 300 Millionen Euro. Zudem haben wir wichtige Fortschritte bei Profitabilität, Technologie und operativer Exzellenz erzielt.

Zuletzt konntet Ihr weitere 140 Millionen einsammeln. Wofür benötigt Ihr das viele Geld?
Die Finanzierung hilft uns vor allem dabei, Finn langfristig noch solider aufzustellen und das Fundament für die nächste Wachstumsphase zu stärken. Mit der verbesserten Kapitalisierung schaffen wir die Voraussetzungen, unser Geschäft nachhaltiger zu skalieren und unsere Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren. Gleichzeitig investieren wir gezielt in unsere Plattform, unsere operative Infrastruktur und die Weiterentwicklung des Kundenerlebnisses.

Im Zuge der letzten Investmentrunde seid Ihr zudem zum Unicorn aufgestiegen. Was bedeutet Dir dieser Status?
Der Unicorn-Status war kein Ziel, auf das wir aktiv hingearbeitet haben. Für mich ist er vor allem eine Bestätigung dessen, was unser Team in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Natürlich ist es ein besonderer Meilenstein.

Wo steht Finn in einem Jahr?
Unser Fokus liegt klar darauf, unsere Führungsposition in Deutschland weiter auszubauen und die Grundlage für weiteres Wachstum in Europa zu schaffen. Wir wollen unsere Plattform weiter skalieren, unser Angebot verbessern und noch mehr Menschen von flexibler Mobilität überzeugen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Finn



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