Digital Business & Startups
5 neue Startups: freudio, Texterial, PraxiOps, Detach, CNTR
#Brandneu
Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: freudio, Texterial, PraxiOps, Detach und CNTR.

Bei deutsche-startups.de ist wieder Startup-Zeit! Wir zeigen euch heute junge Unternehmen, die in den letzten Wochen und Monaten gegründet wurden – und solche, die sich gerade erst aus dem Stealth-Mode herausgewagt haben. Noch mehr spannende Neugründungen warten in unserem Newsletter Startup-Radar auf euch.
freudio
freudio aus Wien, von Gabriel Sperrer, Claudio Rebernig und Lenz Husmann aus der Taufe gehoben, bietet eine Praxissoftware für Psychotherapeut:innen und Psycholog:innen. Im Vordergrund stehen dabei die Planung von Terminen, die allgemeine Dokumentation und die Erstellung von Abrechnungen.
Texterial
Die Firma Texterial aus Mönchengladbach möchte einen „neuen Standard bei wasserabweisenden Textilien“ setzen. Zum Hintergrund teilt das Team der Gründerinnen Alexandra Richter und Sarah Neumann mit: „With our unwettable yarn, we start a recyclable solution right at the beginning of the textile chain – without lamination, membrane or impregnation.“
PraxiOps
Bei PraxiOps aus Berlin, von Fateme Taghiniai ins Leben gerufen, geht es um „KI-gestütztes Reputationsmanagement für Gesundheitspraxen“. Über die Plattformen können Praxen „auf Patientenbewertungen antworten, Inhalte erstellen und Abläufe optimieren“.
Detach
Das Stuttgarter Startup Detach, von Valerie Grappendorf, Thomas Schmid und Christian Pfeiffer auf die Beine gestellt, kämpft gegen Doomscrolling. Und darum geht es: „Mit Detach übernimmst du endlich die Kontrolle über deine digitalen Gewohnheiten. Weniger Doomscrolling, weniger Ablenkung – und mehr Zeit für das, was dir in deinem Leben wirklich wichtig ist.“
CNTR
Mit CNTR, in Frankfurt am Main gegründet, starten Aleph Alpha-Gründer Jonas Andrulis und Alejandro Molina, der einst auch für Aleph Alpha tätig war, eine Unternehmenssoftware, die Künstliche Intelligenz und menschliches Wissen vereinen soll.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
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Digital Business & Startups
+++ CMBLU +++ Unicorn +++ mirasu +++ Superangels +++ KoRo +++ Frontnow +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Deutschlands neuestes Unicorn: CMBLU +++ Startup der Woche: mirasu +++ Superangels stemmte bereits 135 Investments +++ KoRo wächst auf profitable 252 Millionen Umsatz +++ Frontnow: Call Jeffrey Gabriel Bobinski führt das Startup künftig +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 4. Mai).
#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
#STARTUPTICKER
CMBLU
+++ Deutschlands neuestes Unicorn heißt CMBLU! Das DeepTech-Unternehmen aus Alzenau, 2014 von Peter Geigle gegründet, setzt auf eine Alternative zu Lithium-Ionen-Akkus. Hinter der sogenannten SolidFlow-Technologie verbirgt sich eine „neue Klasse nicht-lithiumbasierter Langzeitspeicher, ausgelegt für energieintensive Anwendungen über mehrere Stunden“. Samsung Ventures sowie Altinvestoren wie der Technologie- und Baukonzern STRABAG investierten gerade 50 Millionen Euro in CMBLU. Das Unternehmen wird im Rahmen der Series C-Investmentrunde mit rund 1 Milliarden Euro bewertet und steigt somit zum Unicorn auf. Die wenigsten dürften das Unternehmen bisher auf dem Schirm gehabt haben. Schon 2024 aber galt CMBLU als Soonicorn. STRABAG investierte 2023 bereits 100 Millionen in CMBLU. Insgesamt flossen bereits rund 250 Millionen in das Unternehmen aus Unterfranken. 250 Mitarbeitende arbeiten derzeit für das Batterieunternehmen. Zuletzt stieg in Deutschland Dash0 zum Einhorn auf. Zuvor stieg hierzulande zudem osapiens zum Unicorn auf. Ohne offizielle Bestätigung ist weiter der Unicorn-Status von Stark Defense. Mehr über CMBLU
mirasu
+++ Die Jungfirma mirasu ist unser Startup der Woche! Hinter dem HealthTech aus Bielefeld, von Mia Feldmann und Max Pollmeyer gegründet, steckt ein KI-gestützter Maßnahmenassistent für Krankenhäuser. Dieser Assistent “hilft Nachhaltigkeitsverantwortlichen und Geschäftsführungen, konkrete Projekte zu planen – mit transparentem Zeitaufwand, Personalbedarf, Kosten und Einsparungen”, erläutert das Team. Mehr neue Startup gibt’s in unserem Startup-Radar
Superangels
+++ Weiter Investment auf Investment! Der Münchner Angel-Matching Fund Superangels, der Ende Juni 2023 offiziell an den Start ging, stemmte inzwischen 135 Investments. Zuletzt kamen unter anderem Meinhaus Digital, Bounti und Alphora hinzu. Superangels, von Windeln.de-Gründer Alexander Brand, Spendit-Gründer Florian Gottschaller und Catchys-Gründerin Franzi Majer gegründet, investiert in Unternehmen, die von anderen bekannten und erfolgreichen Business Angels unterstützt werden. Thematisch geht es um Segmente wie DeepTech, ClimateTech und AI. Das enorme Tempo, dass das Team dabei weiter vorlegt, ist immer wieder beeindruckend. Mehr über Superangels
KoRo
+++ Zahlencheck! Das Berliner Unternehmen KoRo, das vor allem „naturbelassene Lebensmittel“ verkauft, setzt seinen guten Lauf weiter fort. 2025 erwirtschaftete das Team nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von 252 Millionen (+44 %). Und das Beste kommt noch! „2025 haben wir ein deutlich positives Ergebnis auf Gruppenebene und einen positiven operativen Cashflow erzielt“, teilt das Team weiter mit. Das Unternehmen sieht sich damit „für weiteres Wachstum in Deutschland und international gut aufgestellt“. Die Hauptstädter, die zuletzt Kharis Capital als Investor gewinnen konnten, beschäftigten derzeit mehr als 300 Mitarbeitende. Zu den weiteren Investoren des Grownups, 2012 gegründet, gehören Coefficient Capital, Five Seasons Ventures, HV Capital, Partech, Haub Legacy und SevenVentures. KoRo bleibt somit weiter ein gutes Beispiel, wie ein Unternehmen mit Hilfe von Venture Capital massiv wachsen kann. Ein Weg der 2022 mit HV Capital, Five Season Ventures und Partech begann. Zudem ist KoRo nun auch ein positives Beispiel, wir man auch in E-Commerce-Krisenzeiten profitabel wachsen kann. Mehr über KoRo
Frontnow
+++ Starke Verstärkung! Unternehmer Gabriel Bobinski, der unter anderem das Housekeeping-Unternehmen Call Jeffrey (Exit an Helpling) gegründet hat, nimmt auf dem Chefsessel (CEO) beim Berliner Startup Frontnow Platz. „Gründer Marc Funk übernimmt künftig die Rolle des Chief Revenue Officer und fokussiert sich damit noch stärker auf Umsatzwachstum und Marktausbau“, teilt dass Unternehmen mit. Frontnow, 2020 von Marc Funk, Bernhard Lihotzky und Cedric May gegründet, setzt auf einen virtuellen Shopping-Assistenten sowie die Optimierung von Produktbeschreibungen. Investoren wie Peak (14,7 %), PROfounders Capital (4,8 %) und Identity.vc (1,5 %) investierten in den vergangenen Jahren bereits 10 Millionen in das Startup. Mehr über FrontNow
Wachstum ohne Chaos
+++ In frühen Phasen funktioniert vieles auf Zuruf. Jeder weiß ungefähr, wer woran arbeitet. Mit Wachstum kippt das. Plötzlich hängen Themen zwischen Rollen, Entscheidungen bleiben liegen oder werden doppelt getroffen. Mehr im Gastbeitrag von Marion Nöldgen (Clearimpact)
Jupus
+++ Das RegTech Jupus sammelte bereits rund 8 Millionen ein. Zu den Investoren des Kölner Startups gehört der Münchner Investor Acton Capital. Fritz Oidtmann von Acton sieht in Jupus „das Potenzial, einen neuen Standard in der juristischen Arbeitswelt zu setzen“. Mehr über Jupus
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ Batterie-Grownup CMBLU bekommt weitere 50 Millionen und steigt zum Unicorn auf +++ Enterprise-KI-Startup Cirql One sammelt 5 Millionen ein +++ Finanzspritze für Service-as-a-Software-Startup Damalo +++ Stem übernimmt Raicoon. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
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Gute Technologie allein reicht nicht
#Interview
Bei Odonata, 2021 gegründet, dreht sich nach einem großen Pivot jetzt alles um unbemannte Logistik. Das Team aus Bayern entwickelt mit Pantala eine autonome Dual-Use-Langstrecken-Drohne. Der erste Schwebetest ging kürzlich erfolgreich über die Bühne.

Das Münchner Unternehmen Odonata, das 2021 von Daniel Etter, John Griesbacher, Dominik Weigl und Dennis Furchheim gegründet wurde, entwickelt mit Pantala eine autonome Langstrecken-Drohne (für zivile und militärische Einsätze). „Damit kann man Logistik ganz neu denken: schneller, direkter und unabhängiger. Besonders relevant ist das für zeitkritische Fracht an abgelegene Orte“, sagt Gründer Furchheim.
Der erste Schwebetest von Pantala ging bereits erfolgreich über die Bühne. „Wenn aus Präsentationen und Tabellen erst CAD und dann ein Prototyp wird, der schließlich fliegt, dann ist das schon bewegend“, erzählt Furchheim.
Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Odonata-Macher einmal ausführlich über den Stand der Dinge bei seinem Startup.
Wie würdest Du Deiner Großmutter Odonata erklären?
Wir bauen ein Fluggerät, das wie ein Helikopter vertikal starten und landen kann, in der Luft aber wie ein Flugzeug fliegt, nur eben ohne Pilot und vollautonom von A nach B. Damit kann man Logistik ganz neu denken: schneller, direkter und unabhängiger. Besonders relevant ist das für zeitkritische Fracht an abgelegene Orte, in Regionen mit schwacher Infrastruktur oder dort, wo Straßen durch Verkehr zu langsam sind und Helikopter zu teuer wären.
War dies von Anfang an Euer Konzept?
Nein, ursprünglich wollten wir ein personentragendes eVTOL mit hybridem Wasserstoff-Antrieb entwickeln. Wir haben dann aber bewusst einen Pivot gemacht, weil wir früh erkannt haben, dass unbemannte Logistik deutlich realistischer, weniger kapitalintensiv und schneller in den Markt zu bringen ist. Der Vorteil war, dass wir die Technologie aus den ersten eVTOL-Ansätzen in die deutlich kleinere Drohne übernehmen konnten – das hat Zeit und Resourcen gespart.
Wie hat sich OdonataUn seit der Gründung entwickelt?
Wir haben uns von einer Vision zu einem echten Technologie-Startup entwickelt. Aus ersten Konzepten ist ein Full-Scale-Prototyp geworden mit knapp 8m Wingspan. Der entscheidende Unterschied ist: Wir reden nicht mehr nur über unsere Vision, wir bauen sie bereits.
Was war zuletzt das Highlight bei Euch?
Ganz klar der erste erfolgreiche Hover-Test unseres PANTALA-Drohnen-Prototyps. Das war ein besonderer Moment, weil sichtbar wurde, dass aus intensiver Entwicklungsarbeit ein reales fliegendes System entstanden ist. Wenn aus Präsentationen und Tabellen erst CAD und dann ein Prototyp wird, der schließlich fliegt, dann ist das schon bewegend.
Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Gründung so richtig schief gegangen?
Wir mussten lernen, dass im DeepTech-Segment gute Technologie alleine nicht reicht. Timing, Kapitalmarkt und Fokus sind mindestens genauso wichtig. Der größte Einschnitt war die Erkenntnis, dass unser ursprünglicher Ansatz für das Marktumfeld zu kapitalintensiv war. Besonders, wenn gerade große Player in dem Feld aufgeben, dann ist das nicht hilfreich für die eigene Kapitalbeschaffung – auch wenn das eigene Konzept ganz andere Technologien und Märkte hat. Das haben wir nicht kommen sehen und die Folgen unterschätzt.
Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir haben uns nicht an unserer ersten Idee festgeklammert. Stattdessen haben wir ehrlich auf Markt, Machbarkeit und Bedarf geschaut und daraus die richtigen Konsequenzen gezogen. Wir haben versucht möglichst viele Erkenntnisse und Technologien aus dem ersten Entwicklungsfokus zu dem personentragendes eVTOL auf unser aktuelles Projekt zu übertragen – das hat Zeit und Kosten gespart und wir haben die Lernkurve bei vielen Themen schon einmal durchlaufen.
Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Verliebt euch nicht in eure erste Lösung, sondern in das Problem, das ihr lösen wollt. Und verwechselt Durchhaltevermögen nicht mit Starrsinn.
Wo steht Odonata in einem Jahr?
In einem Jahr wollen wir deutlich näher an der operativen Anwendung sein. Die Zulassung von Luftfahrzeugen ist komplex, aber wir sind guter Dinge, dass wir nach weiteren Flugtests bereits erste Pilotprojekte mit Kunden starten können. Unser Ziel ist klar: Aus der Pantala echten Nutzen zu machen.
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Foto (oben): Odonata
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„Wir mögen Größenwahnsinnige“: Wie Entrepreneurs First Gründer findet
Auf der Suche nach der nächsten Generation erfolgreicher Gründer und Unternehmer achten Alice Bentinck und ihr Team bei Entrepreneurs First auf bestimmte Eigenschaften – und diese findet man nicht in einem Lebenslauf.
„Wir mögen Größenwahnsinnige“, sagt Bentinck, CEO und Mitbegründerin von Entrepreneurs First. „Wir mögen Menschen, die nach Macht streben und nach einem Weg suchen, Macht zu erlangen und ihren Ehrgeiz durch diese Macht zum Ausdruck zu bringen.“
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Entrepreneurs First wurde 2011 gegründet und ist ein in San Francisco ansässiger Talentinvestor, der Gründer in der Frühphase – oft zwischen 18 und 30 Jahren – unterstützt und über ein Portfolio im Wert von mehr als 16 Milliarden Dollar (etwa 13,6 Milliarden Euro) verfügt.
Das Unternehmen versucht, Gründer frühzeitig zu erkennen
Das Unternehmen arbeitet jedes Jahr mit Hunderten Menschen in Europa, Indien und Nordamerika zusammen und hilft ihnen dabei, Startups von Grund auf aufzubauen. Einige haben innerhalb weniger Monate bis zu 15 Millionen Dollar (etwa 12,7 Millionen Euro) an Startkapital eingesammelt.
Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt darin, Gründer frühzeitig zu identifizieren – oft noch bevor sie eine Idee für ihr Startup haben.
„Wenn wir Leute auswählen, fragen wir überhaupt nicht nach Ideen. Wir wollen sie einfach nur verstehen – ihr Verhalten und ihre Denkweise“, sagt Bentinck.
Einige der Gründer, die Entrepreneurs First unterstützt, starten mit kaum mehr als technischer Erfahrung und einer Reihe von Interessen, mit denen sie sich intensiv beschäftigt haben.
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Kelvin Cui und Mustafah Khan, Mitbegründer des Startups Peripheral Labs, sind zwei von ihnen.
Cui und Khan lernten sich beim Bau selbstfahrender Autos an der University of Toronto kennen und nahmen am Programm von Entrepreneurs First teil, ohne eine konkrete Startup-Idee zu haben. „EF hat uns zu 100 Prozent dabei geholfen, sie zu entwickeln“, sagt Cui.
Peripheral Labs wurde 2024 gegründet und entwickelt KI-Modelle, die Live-Sportveranstaltungen in fotorealistischem 3D rekonstruieren. Ihr Ziel ist es, Zuschauern zu ermöglichen, Spiele aus jedem Blickwinkel zu erleben.
Die wichtigsten Eigenschaften zeigen sich schon früh
Für Bentinck zeigen sich die Eigenschaften, die erfolgreiche Gründer auszeichnen, meist schon, bevor sich ein Karriereweg vollständig herauskristallisiert hat.
„Wir stellen fest, dass sich die Denkweise von jemandem verändert, sobald er zwei oder drei Jahre in einer bestimmten Branche verbracht hat. Das kann ihn konservativer machen“, sagt sie.
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Deshalb konzentriert sich Entrepreneurs First auf Menschen am Anfang ihrer Karriere, wenn ihr Denken noch flexibel ist und ihre Leidenschaften leichter zu erkennen sind.
„Es spielt eigentlich keine Rolle, wofür sie sich begeistern“, fügt sie hinzu. Was zählt, ist die Tiefe – Menschen, „die wirklich in die Tiefe gehen können und alles über ein Thema herausfinden wollen“ und durch diesen Fokus den Status quo infrage stellen. Diese Art von Verhalten sei für den Erfolg oft wichtiger als Erfahrung, sagt sie.
Cui und Khan starteten ihr Projekt aus Leidenschaft
Cui, 25, und Khan, 23, haben zum Beispiel nicht nur Robotik studiert – sie haben über mehrere Jahre hinweg gemeinsam selbstfahrende Autos gebaut, außerhalb des regulären Lehrplans. „Man wird dafür nicht unbedingt bezahlt. Man macht es eher aus purem Interesse und Leidenschaft“, sagt Khan.
Ebenso startete das Duo bei Entrepreneurs First nicht mit einem ausgefeilten Businessplan. Stattdessen verbrachten sie ihre ersten Monate damit, Ideen zu testen und direkt mit potenziellen Kunden zu sprechen, darunter „jedes einzelne Team, jeden Sender und jede Liga, die es gibt“, sagt Cui.
„Das Wichtigste, was wir bei EF gelernt haben, ist das Ausmaß und der Ehrgeiz, den wir an den Tag legen müssen, um ein Unternehmen wie dieses aufzubauen“, sagt Cui und fügt hinzu: „Wir wollen unsere Kameras in jedem einzelnen Stadion, in jeder einzelnen Arena haben.“
Es muss absolute Überzeugung geben
Bentinck sagte, die stärksten Kandidaten seien diejenigen, die Scheitern nicht als Option betrachten. „Sie können sich nur eine Situation vorstellen, in der sie Erfolg haben“, sagt sie. Wenn „man sie unter Druck setzt und ausfragt, verstehen sie nicht, warum sie es nicht schaffen sollten.“
Denn wenn Zweifel aufkommen, so sagt sie, verlagert sich die Aufmerksamkeit weg von den Chancen und hin zu den Risiken: „Sobald man versucht, Misserfolge zu vermeiden, stellt man sich im Grunde selbst ins Straucheln.“
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Diese Überzeugung sieht nicht immer wie das typische extrovertierte Selbstbewusstsein aus, das so oft mit erfolgreichen Gründern in Verbindung gebracht wird.
„Viele unserer Gründer sind Introvertierte, die verstanden haben, was es braucht, um erfolgreich zu sein, und die so sehr auf den Erfolg fokussiert sind, dass sie Verhaltensweisen annehmen, die typischerweise mit Extrovertierten assoziiert werden, insbesondere im Hinblick auf soziale Kompetenzen“, sagt Bentinck.
Verhalten testen, nicht Lebensläufe
Entrepreneurs First sucht nach diesen Eigenschaften eher durch Beobachtung in der Praxis als anhand von ausgefeilten Bewerbungsunterlagen. Das Unternehmen arbeitet jedes Jahr mit etwa 500 Personen zusammen und nutzt Interviews sowie Auswahl-Hackathons, um Kandidaten unter Druck zu bewerten.
Der Hackathon dient als Arbeitstest: Kann jemand ein Team bilden, Ideen entwickeln und diese schnell umsetzen? Selbst die Zusammenarbeit wird nicht auf herkömmliche Weise bewertet.
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„Gute Zusammenarbeit mit anderen ist nicht unbedingt ein positiver Indikator“, sagt Bentinck und weist darauf hin, dass einige „sehr eigenwillige Personen“ später erfolgreich waren.
In einem auf Geschwindigkeit ausgerichteten Modell, in dem Gründer innerhalb weniger Monate von null Ideen zu Millionen-Finanzierungen gelangen können, verkörpert Entrepreneurs First die Grundüberzeugung, dass Erfahrung aufgebaut werden kann, Obsession, Ehrgeiz und Überzeugung jedoch schwerer zu vermitteln sind.
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