Apps & Mobile Entwicklung
DC3000ME SSD mit PCIe 5.0: Kingston verdoppelt auf 30 TB für 16.000 Euro
Speicher ist knapp und teuer geworden. Das hindert Kingston nicht daran, die Enterprise-SSD-Serie DC3000ME nach oben zu erweitern. Das neue Modell verdoppelt das bisherige Maximum von 15,36 TB auf nun 30,72 TB. Über PCIe 5.0 werden 14 GB/s und 2,6 Millionen IOPS versprochen. Der Preis ist wenig überraschend extrem hoch.
Gut ein Jahr nach der Einführung der DC3000ME-Serie bringt Kingston das neue Modell mit 30,72 TB heraus. Auch dieses liegt im Formfaktor 2,5″ mit 15 mm Bauhöhe und U.2-Anschluss vor. Beim Speicher handelt es sich um TLC-NAND der Enterprise-Klasse (eTLC), nähere Angaben dazu werden nicht gemacht. Laut inoffiziellen Informationen nutzt die Serie einen 16-Kanal-Controller von Marvell (MV-SS1333).
Speicherplatz rauf, Leistung runter
Kingston gibt für das neue 30-TB-Modell einen maximalen sequenziellen Durchsatz von 14.000 MB/s beim Lesen und 9.700 MB/s beim Schreiben an. Die maximalen IOPS beim zufälligen Lesen/Schreiben liegen bei 2.600.000/350.000 – das ist geringfügig weniger als beim Modell mit 15,36 TB.
Bei der Verwaltung von doppelt so vielen Speicherchips stößt die Plattform augenscheinlich an ihre Grenzen, denn die Latenzen sind laut Datenblatt (PDF) sogar deutlich gestiegen: Statt zuvor „<70 µs/< 10 µs“ für die kleineren Modelle stehen dort nun „<175 µs/< 12 µs“ für die Version mit 30,72 TB.
Unverändert bleibt es bei 1 Drive Write Per Day (DWPD) für 5 Jahre. Damit wird also garantiert, dass sich der Datenträger 5 Jahre lang täglich vollständig befüllen lässt. Beim neuen Spitzenmodell bedeutet das umgerechnet 56.064 TB oder rund 56 PB geschriebene Daten (TBW/PBW). Die Leistungsaufnahme steigt auf 9 Watt im Leerlauf und bis zu 9,5 Watt beim Lesen. Stromsparmodi kommen demnach nicht zum Einsatz.
Die SSD-Serie verfügt über Stützkondensatoren zum Erhalt noch nicht final geschriebener Daten bei plötzlichem Stromausfall. Darüber hinaus werden eine AES-256-Bit-Verschlüsselung sowie TCG Opal 2.0 Self-Encrypting-Drive-(SED)-Funktionen unterstützt, „um Unternehmen bei der Einhaltung strenger Sicherheits- und Compliance-Anforderungen zu unterstützen“.
Kingston sieht die Serie „für eine breite Palette von Serveranwendungen wie KI, HPC, OLTP, Datenbanken, Cloud-Infrastruktur und Edge-Computing“ vor. Mit dem 30-TB-Modell wolle man „den wachsenden Anforderungen moderner Rechenzentren an Speicherdichte und Leistung“ gerecht werden.
Der Preis ist höher als erwartet
Einen Preis hat Kingston für die DC3000ME mit 30,72 TB zwar nicht genannt, doch schafft der Online-Handel Abhilfe. Bei einem Händler aus Großbritannien wird die SSD für rund 11.846 Britische Pfund vor Steuern angepriesen. Umgerechnet und mit dem hiesigen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent versehen, bedeutet das aktuell über 16.200 Euro.
Der deutsche Händler Proshop verlangt für die DC3000ME mit 15 TB aktuell knapp 6.000 Euro*. Für den doppelten Speicherplatz ist also mit deutlich mehr als dem doppelten Preis zu rechnen.
Kioxias CD8P-R mit 30,72 TB ist im freien Handel derzeit ab 13.000 Euro zu haben, während die Ultrastar DC SN655 mit gleicher Speicherkapazität inzwischen fast 20.000 Euro kostet.
Geschäftskunden werden sicherlich andere Konditionen bekommen als Endkunden. Dennoch dürften auch diese mittlerweile erheblich mehr pro Terabyte zahlen müssen, denn NAND-Flash-Speicher ist durch den KI-Boom knapp und teuer geworden.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
Apps & Mobile Entwicklung
Ungewöhnlich hohe SSD-Last: Windrose-Entwickler kündigen Lösung an

Spieler des neuen Survival-Games Windrose haben eine auffällig hohe SSD-Auslastung während des Spielens festgestellt. Das kann zu Aussetzern führen und belastet zudem die begrenzte Haltbarkeit der Speicherzellen. Die Entwickler haben jetzt einen Fix angekündigt.
Windrose belastet SSDs ungewöhnlich stark
In den vergangenen Tagen häuften sich Berichte um eine ungewöhnlich hohe SSD-Last beim Spielen von Windrose. Auf Reddit schrieb zum Beispiel der User CategoryParticular22: „Es ist das einzige Spiel, das meine SSD-Auslastung während des Spielens auf 100 % treibt und ständig zu Rucklern und Einfrieren führt“. „Das Spiel überschreibt die Speicherdatei im Sekundentakt“ behauptete ein weiterer Reddit-User.
Auch in der Steam-Community wird das Thema eifrig diskutiert.
Das führte zu ersten ernsthaften Untersuchungen. Der Betreiber des für SSD-News bekannten Subreddits NewMaxx stellte fest, dass während des normalen Gameplays ein kontinuierlicher Schreibdurchsatz von 15 bis 30 MB/s herrscht. Beim Segeln durch die Spielwelt sollen es eher konstante 30 MB/s sein.
Der Streamer Pixel Operative macht auf das Problem mit einem Video aufmerksam, das ebenfalls eine SSD-Last von bis zu 30 MB/s beim Herumrennen am Strand bescheinigt. Angeblich sollen während Schiffsreisen sogar bis zu 100 MB/s auftreten, zumindest sei dies von manchem Spieler behauptet worden, heißt es im Video.
In einem Thread auf X sowie im offiziellen Discord-Channel zu Windrose untermauert Pixel Operative seine Beobachtungen mit einem Vergleich zu zwei anderen Spielen: Enshrouded und Valheim. Dafür hat er im jeweiligen Spiel für einen Zeitraum von etwa 60 bis 90 Sekunden das Datenaufkommen via Taskmanager protokolliert. Dabei ergab sich, dass bei Windrose erheblich mehr Daten übertragen werden.
Die Sorgen um eine immens hohe Schreiblast werden dabei zwar etwas zerstreut, da vor allem extrem viele Daten von der SSD gelesen wurden. Die ungewöhnlich hohe Auslastung des Datenträgers wird aber bekräftigt.
Ein Fix ist in Arbeit
Auch im offiziellen Windrose Discord wird das Thema eifrig und mit Sorge diskutiert. Das zwang die Entwickler schließlich zu einer Reaktion: „Wir planen die Fehlerbehebung in einem der nächsten Updates (höchstwahrscheinlich dem allernächsten) zu liefern“, heißt es in einem knappen Statement. Erst nach dem entsprechenden Update wird sich zeigen, ob die SSD-Auslastung wirklich geringer ausfällt.
Apps & Mobile Entwicklung
Teure Notebooks: Lenovos Yoga Pro 7i Gen 11 ist jetzt nochmal 400 Euro teurer

Heute ist der Test des Lenovo Yoga Pro 7i Gen 11 mit Intel Core Ultra 300H und Nvidia GeForce RTX 5000 Laptop GPU auf ComputerBase erschienen. Bei der „Endabnahme“ der darin gewonnenen Ergebnisse fiel auf: Lenovo verlangt für beide Modellvarianten der neuen Serie inzwischen 400 Euro mehr als noch Anfang April.
Das entspricht 17 bei der kleineren respektive 15 Prozent Preisanstieg bei der größeren Konfiguration gegenüber den zuvor im Vergleich zur letzten Generation schon vergleichsweise hohen Einstiegspreisen.
Lenovo ist mit derart drastischen Preiserhöhung allerdings nicht alleine, im Zuge der „Speicherkrise“ kämpft die gesamte Branche mit gestiegenen Preisen für Speicher-, aber auch andere Komponenten.
Apps & Mobile Entwicklung
Zahlungsprobleme: Cleverbuy meldet Insolvenz an

Die Krise des Re-Commerce-Anbieters Cleverbuy spitzt sich zu. Nach Beschwerden von Kunden über ausbleibende Auszahlungen hat das Unternehmen nun Insolvenzantrag gestellt und den Geschäftsbetrieb eingestellt. Damit erreicht eine Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt, die sich bereits seit längerem abgezeichnet hatte.
Insolvenz beantragt
Auf der Unternehmenswebsite informiert die Cleverbuy GmbH, dass „aufgrund von Zahlungsproblemen“ ein Insolvenzantrag gestellt wurde. Gleichzeitig wurde die Geschäftstätigkeit mit sofortiger Wirkung eingestellt – weder An- noch Verkauf von Elektronikgeräten ist aktuell möglich. Kunden werden ausdrücklich aufgefordert, keine Geräte mehr einzusenden.
Cleverbuy wurde 2019 gegründet und hat seinen Sitz in Krefeld (Nordrhein-Westfalen). Das Unternehmen hat sich auf den An- und Verkauf gebrauchter Smartphones und anderer Technik spezialisiert. Das Geschäftsmodell kennt man auch von anderen Anbietern dieser Art: Nutzer senden ihre Geräte ein, erhalten nach Prüfung ein Angebot und bekommen anschließend den vereinbarten Betrag ausgezahlt – oder können ihr Gerät zurückerhalten.
Es gab schon früher Probleme
Bereits 2024 warnten Verbraucherschützer vor dem Anbieter. Immer wieder berichteten Kunden, dass zugesagte Auszahlungen deutlich verspätet oder gar nicht erfolgten. Teilweise mussten Betroffene Wochen oder sogar Monate auf ihr Geld warten – entgegen den in den Geschäftsbedingungen zugesicherten Fristen. Auch Anfang 2026 häuften sich entsprechende Beschwerden erneut. Die Verbraucherzentrale Brandenburg sprach von „zahlreichen“ Fällen, in denen Zahlungen ausblieben oder erheblich verzögert wurden.
Parallel dazu verschärfte sich die rechtliche Lage für das Unternehmen. Medienberichten zufolge mussten sich Verantwortliche von Cleverbuy bereits vor Gericht verantworten. Dabei ging es unter anderem um mutmaßlich gewerbsmäßigen Betrug in 115 Fällen, bei denen Kunden entweder gar nicht oder nur teilweise bezahlt oder auch Ware mit gefälschtem Siegel als neuwertig verkauft worden sein sollen.
Zukunft offen
Die Kombination aus Liquiditätsproblemen, wachsendem Vertrauensverlust (1,2 Sterne auf Google) und rechtlichem Druck dürfte letztlich zur Insolvenz geführt haben. Ein möglicher Verkauf der Marke beziehungsweise von Unternehmensteilen an die DIS-Connect GmbH stand zwar im Raum, entsprechende Verhandlungen scheiterten jedoch. Wie es nun weitergeht, hängt maßgeblich vom noch zu bestellenden Insolvenzverwalter ab, wie Cleverbuy auf seiner Webseite verlautbaren lässt.
Für betroffene Kunden bedeutet die Situation vor allem Unsicherheit. Offene Forderungen müssen nun im Insolvenzverfahren angemeldet werden. Ob und in welchem Umfang Gläubiger entschädigt werden, ist derzeit unklar.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenIntel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß
-
Social Mediavor 1 MonatVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
