Connect with us

Künstliche Intelligenz

Deezer trotz stagnierendem Umsatz erstmals profitabel


Deezer feiert das Geschäftsjahr 2025 als historischen Wendepunkt: Der Musikstreaming-Dienst hat mit einem Nettoergebnis von 8,5 Millionen Euro erstmals auf Ganzjahresbasis profitabel gewirtschaftet. Doch der Blick hinter die Fassade offenbart eine Strategie der strikten Konsolidierung statt dynamischen Wachstums: Der Gesamtumsatz stagnierte bei 534 Millionen Euro, was währungsbereinigt sogar einem leichten Rückgang von 0,3 Prozent entspricht.

Weiterlesen nach der Anzeige

Dass die Franzosen trotzdem einen Gewinn ausweisen konnten, ist erheblichen Kosteneinsparungen zu verdanken: Die operativen Ausgaben wurden um rund 12 Millionen Euro gedrückt, das Marketingbudget und die Personalkosten deutlich verringert.

Im Heimatmarkt Frankreich konnte Deezer bei den Direkt-Abonnenten zwar um 8,6 Prozent zulegen. Doch das Geschäft mit Partnern brach ein: Die Zahl der Abonnenten in diesem Segment sackte um über 24 Prozent ab. Das ist etwa auf das Ende der Kooperation mit dem lateinamerikanischen Riesen Mercado Libre zurückzuführen.

Um die Abhängigkeit vom schwächelnden Privatkundengeschäft zu verringern, flüchtet sich der Anbieter verstärkt in die Nische und den B2B-Sektor. Unter der neuen Dachmarke „Deezer for Business“ versucht das Unternehmen, seine technologische Infrastruktur und Expertise als Dienstleistung zu vermarkten. Pfeiler ist die Kommerzialisierung der eigenen KI-Erkennungstechnologie, mit der nach Eigenaussage bis zu 85 Prozent „betrügerischer“ KI-Streams identifiziert und de-monetarisiert werden.

Deezer positioniert sich so als fairer Vorreiter für Künstlerrechte, schafft aber zugleich ein neues Lizenzprodukt für die Konkurrenz. Auch die Verlängerung der Partnerschaft mit Sonos dient diesem Zweck: Durch die Integration des „Deezer Ad Exchange“ wird die eigene Werbeplattform auf Drittsysteme ausgeweitet, um neue, skalierbare Erlösströme jenseits der eigenen App zu erschließen.

Für 2026 gibt sich das Management betont vorsichtig und peilt eine Stabilisierung des Umsatzes an. Statt aggressiv Marktanteile von Branchenriesen wie Spotify zurückzuerobern, setzt Deezer auf „selektive Investitionen“ in Märkten mit hoher Renditechance und fortgeführte Finanzdisziplin.

Weiterlesen nach der Anzeige


(nie)



Source link

Künstliche Intelligenz

Wie Initiativen versuchen, gefährdete US-Forschungsdaten zu retten


Bereits im Februar 2025 kam eine Liste unerwünschter Wörter aus der National Science Foundation ans Tageslicht. Die US-Behörde versuchte anhand dieser Begriffe anscheinend, Forschungsprojekte herauszufiltern, die im Sinne der Trump-Regierung in Zukunft keine Fördermittel erhalten sollten. Demnach konnte ein Projekt schon in Gefahr geraten, wenn die Forscher in der Projektbeschreibung oder in ihrem Förderantrag zum Beispiel von Hassrede (hate speech) oder Polarisierung (polarization) schrieben, von Vielfalt, Teilhabe und Inklusion (Diversity, Equity and Inclusion, DEI), von Klimawandel (climate change), von Transgender oder auch nur von Geschlecht (gender), von LGBTQ sowieso, von männlich dominiert (male dominated) oder selbst nur von weiblich (female) oder irgendetwas mit Frauen (women).

Gleichzeitig wurden ähnliche Listen kritischer Wörter bekannt, die Websites öffentlicher Stellen gefährden konnten, wenn sie dort Erwähnung fanden. Beispielsweise wurde von der Website der US-Streitkräfte ein historischer Verweis auf die Enola Gay entfernt. Es handelt sich dabei um das Flugzeug, mit dem die Atombombe über Hiroshima abgeworfen wurde. Der Bomber war nach der Mutter des Piloten benannt worden, doch der Namensbestandteil Gay (zu Deutsch: schwul) könnte auf der Liste unerwünschter Wörter gestanden haben.

  • US-Forschung leidet nicht nur unter ideologisch vergebenen Fördermitteln, sondern Studienergebnisse und Datensätze drohen auch von Servern zu verschwinden.
  • Deutsche Institutionen kopieren in konzertierten Aktionen Datensätze von US-Kooperationspartnern.
  • Aktivisten der Initiative Safeguarding Research & Culture koordinieren Privatleute, die gefährdete Datensätze von US-Webseiten spiegeln.

Nicht wenige Forscher sind nun besorgt, dass sich US-Universitäten und Forschungsinstitute genötigt sehen könnten, zahlreiche Forschungs-Paper und Studienergebnisse von ihren Servern zu löschen. Mehrere Institutsverbunde, aber auch Initiativen und private Aktivisten versuchen seitdem, gefährdete Forschungsdaten aus den USA zu retten und auf eigenen Servern und Festplatten zu sichern.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Initiativen versuchen, gefährdete US-Forschungsdaten zu retten“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Alphabet-Tochter Wing startet Lieferungen per Drohne im Großraum San Francisco


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Alphabet-Tochter Wing plant, ihren Drohnenlieferdienst für Privathaushalte in den kommenden Monaten auf die San Francisco Bay Area auszuweiten. Das kündigte das Start-up am Montag an. Man habe eine Drohnentechnologie entwickelt, die kleine Pakete sicher direkt zu den Häusern in dicht besiedelten Wohngebieten fliegen kann, so das Unternehmen, und damit eine Lösung für ein Problem gefunden, vor dem alle Lieferdienste stehen. „Die traditionelle Zustellung auf der letzten Meile ist für kleine, dringende und lokale Bestellungen nach wie vor langsam, teuer und ineffizient.“

Weiterlesen nach der Anzeige

Die leichten, hochautomatisierten Drohnen von Wing nutzen eine VTOL-Technik (Vertical Take-Off and Landing). Sie können also senkrecht starten und landen wie ein Helikopter; in der Luft gehen sie dann in einen energieeffizienten Gleitflug über, vergleichbar mit Kleinflugzeugen.

Nach eigenen Angaben hat Wing seinen Drohnenlieferdienst in der Bay Area zunächst auf dem Google-Campus in Mountain View eingeführt. In einem Pilotversuch wurden dort beispielsweise Büromaterialen in Echtzeit an verschiedene Büros auf dem Campusgelände geliefert. Das positive Feedback habe Wing bestärkt, seinen Service auf weitere Stadtteile im Großraum San Francisco auszuweiten, erklärte das Unternehmen.

Der Großraum San Francisco hat dabei für Wing eine besondere Bedeutung, „da das Unternehmen 2012 über Googles ‚X‘, die Moonshot Factory, in der Bay Area gegründet wurde“. Moonshot Factory ist eine Forschungseinheit, die Alphabet-Start-ups wie das Robotertaxi-Unternehmen Waymo betreut und sie bei der Ausgründung in unabhängige Unternehmen unterstützt.

Wing liefert bereits in einigen der größten Metropolregionen der USA Lebensmittel und Haushaltswaren für Großkunden wie die US-Supermarktkette Walmart oder den On-Demand-Lieferservice DoorDash per Drohne aus, darunter in Houston, Atlanta und Dallas. Das Drohnen-Start-up hat demnach bereits über 750.000 Lieferungen zugestellt und beliefert mehr als zwei Millionen Kunden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Im Oktober 2024 startete Wing zudem ein Pilotprojekt in Dallas mit dem Roboterlieferunternehmen Serve Robotics, um den Lieferradius der Lieferroboter mithilfe von Drohnen zu erweitern. Dabei holen Roboter von Serve Robotics Essenslieferungen in Restaurants ab und übergeben sie an Wing-Drohnen zur Auslieferung aus der Luft.


(akn)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Japan setzt Hochgeschwindigkeitszug für Gütertransport ein


Schnelle Güter auf der Schiene: Die japanische Eisenbahngesellschaft East Japan Railway (JR East) setzt Hochgeschwindigkeitsgüterzüge ein. Am heutigen Montag ist der erste regulär gefahren. Der Güter-Shinkasen sei von Morioka, der Hauptstadt der Präfektur Iwate im Norden der Hauptinsel Honshu, nach Tokio gefahren, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji. Für die etwa 540 Kilometer lange Strecke braucht der Zug rund 3 Stunden und 15 Minuten.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Güter-Shinkasen basiert auf der konventionellen Personenzug-Baureihe E3. Sie wurde zwischen 1995 und 2010 gebaut und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 275 Kilometern pro Stunde. Die Gütervariante kann mit maximal 1000 Kisten und einer Nutzlast von 17,4 Tonnen beladen werden.

Der Hochgeschwindigkeitsgüterzug, der aus sieben Wagen besteht, soll künftig an Werktagen verkehren. Er wird eilige und hochwertige Güter transportieren. Dazu gehören beispielsweise frische Lebensmittel wie Muscheln, Obst oder Gemüse, aber auch medizinische Geräte oder Maschinenteile. Die Güter werden auf Rangierbahnhöfen be- und entladen. Für den Transport innerhalb der Bahnhöfe kommen fahrerlose Fahrzeuge zum Einsatz.

Für JR East sei der Gütertransport ein neues Geschäftsfeld, mit dem die Eisenbahngesellschaft die sinkenden Einnahmen aus der Personenbeförderung aufzufangen versuche, sagte Kei Yazaki, Berater beim Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Nomura Research Institute, der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times. Sich auf die Personenbeförderung allein zu verlassen, sei schwierig angesichts des Bevölkerungsrückgangs in Japan.

Ganz neu ist das Geschäft mit dem Gütertransport nicht: Anfang dieses Jahres hat JR East den Kurierdienst Hako-byun gestartet. Dabei werden in konventionellen Shinkansen-Zügen verderbliche oder dringliche Waren wie Fisch oder Maschinenteile zu den Flughäfen von Tokio und Narita gebracht und von dort per Luftfracht weiter transportiert. Destinationen sind unter anderem Singapur, Hongkong und Taipeh.

JR East ist aus der 1987 privatisierten Japanischen Staatsbahn hervorgegangen. Die Eisenbahngesellschaft ist eine der größten weltweit und betreibt die Hochgeschwindigkeitslinien auf Honshu nördlich von Tokio.

Weiterlesen nach der Anzeige


(wpl)



Source link

Weiterlesen

Beliebt