Künstliche Intelligenz
Deutschland zahlt mobiler an der Kasse und bleibt PayPal treu
PayPal bleibt laut aktueller Studie des Handelsforschungsinstituts EHI Marktführer bei den Onlinezahlungen in Deutschland. Mit 28,7 Prozent Anteil am Umsatz aller Online-Zahlungen im Jahr 2025 hat der US-Bezahldienst leicht gegenüber dem Vorjahr zugelegt (2024: 28,5 Prozent) und führt vor dem Kauf auf Rechnung mit 26,1 Prozent und der Lastschrift, die mit 14,4 Prozent zum Vorjahr fast drei Prozent eingebüßt hat. Den gesamten deutschen Onlinehandelsumsatz beziffert EHI für 2025 mit 87,7 Milliarden Euro.
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(Bild: EHI)
Die europäische PayPal-Alternative Wero ist nicht im Ranking vertreten, kann aber auch erst seit November 2025 für den Online-Handel verwendet werden. Dafür hat es Apple Pay erstmals ins Ranking geschafft und kommt auf einen Anteil von 1,3 Prozent. Das deutlichste Wachstum zeigen Kredit- und internationale Debitkarten mit 1,4 Prozentpunkten und belegen im Ranking der Online-Bezahlverfahren Platz vier mit 13,7 Prozent.
Bargeld büßt weiter Anteile ein
An der Ladenkasse behaupten sich Barzahlungen nach wie vor als beliebtestes Zahlungsmittel, wenn es um den Anteil der rund 20 Milliarden Einzelhandelstransaktionen geht. Hier liegt Bargeld mit 50,5 Prozent der Einkäufe noch leicht vor der Kartenzahlung mit 48,1 Prozent. Der Abstand schrumpft allerdings immer weiter, im Vorjahr kamen Münzen und Scheine noch auf 54,6 Prozent.
Bezogen auf den Ladenkassen-Umsatz von 505 Milliarden Euro verliert Bargeld weiter an Boden. Der Baranteil verringert sich auf 32,3 Prozent (2024: 33,8 Prozent). Der Umsatzanteil der Karte hingegen wächst auf 65,1 Prozent (2024: 63,5 Prozent). Mit 40,5 Prozent entfällt der größte Teil der Kartenzahlungen auf die Girocard. Darauf folgen internationale Debitkarten von Visa und Mastercard mit signifikantem Wachstum um 2,5 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent. Auf die klassische Kreditkarte entfallen 8,2 Prozent.
Besonders im Aufwind ist das Bezahlen mit Smartphone und Smartwatch an der Ladenkasse. „Etwa jede fünfte unbare Zahlung an den Kassen des Einzelhandels tätigt die Kundschaft mittlerweile mobil“, erklärt Payment-Experte und Studienautor Horst Rüter. Von 12,8 Prozent im Jahr 2024 stieg der Anteil dem EHI zufolge auf 19,3 Prozent der unbaren Zahlungen. Die meisten unbaren Zahlungen erfolgen mit etwas über zwei Dritteln kontaktlos via NFC-fähiger Karte.
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(axk)
Künstliche Intelligenz
Besuch in der SSD-Fabrik: Vom Chip-Wafer zum fertigen Speichermedium
Es gibt nur eine Handvoll Produzenten von NAND-Flash-Speicherchips auf der Welt; sie alle fertigen auch selbst SSDs. Aber es gibt auch Firmen, die komplette Wafer von diesen Chipherstellern kaufen und sie selbst zu Flash-Speichermedien weiterverarbeiten. Eine dieser Firmen ist Lexar. In deren Werk im chinesischen Suzhou konnten wir uns anschauen, welcher Aufwand sich dahinter verbirgt.
Grob gesagt schneidet Lexar die einzelnen Flash-Chip-Rohlinge, die sogenannten Dies, aus dem zugekauften Wafer, testet sie, packt sie in Gehäuse und lötet sie auf Platinen. Das hört sich zunächst simpel an, doch der Aufwand steckt im Detail. Beispielsweise bestehen manche Chips und vor allem Speicherkarten aus mehreren übereinadergestapelten Dies. Und viele Arbeitsschritte finden in staubfreien Reinräumen statt.
- Flash-Speicher wird in Form von Wafern produziert, die Hunderte einzelner Speicherbausteine – sogenannte Dies – enthalten.
- Für einen Flash-Chip kombiniert man bis zu 32 Dies zu einem Stapel und gießt sie in ein Gehäuse.
- Die Fertigung ist Präzisionsarbeit; viele Arbeiten finden im Reinraum statt.

Lexar erledigt also viele Schritte selbst, die andere SSD-Hersteller anderen überlassen. Im einfachsten Fall kaufen solche Unternehmen fertige Chips sowie SSD-Controller und passende Platinen und produzieren damit eigene SSDs oder lassen diese von einem Dritten bauen – solche SSD-Hersteller nennt man „fabless“.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Besuch in der SSD-Fabrik: Vom Chip-Wafer zum fertigen Speichermedium“.
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Künstliche Intelligenz
Neue VR-Spiele im „Creature Feature 2026“: Von Hotdog-Shootern bis Sockenpuppen
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Das unabhängige VR-Label Creature hat nach dem letztjährigen „VR Forever Fest“ erneut ein Online-Event für besonders vielfältige Indie-Projekte veranstaltet. Dieses Jahr lief die Produktion in Kooperation mit Future Friends Games und dem VR Games Showcase. Insgesamt hatte das „Creature Feature 2026“ dreizehn Ankündigungen im Gepäck, darunter Fortsetzungen bekannter VR-Spiele, experimentelle Konzepte und konkrete Starttermine für bereits bekannte Projekte auf Meta Quest 3, PS VR2 und SteamVR.
Die etwas anderen Indie-Spiele
Wer schon immer mal als ballerndes Würstchen durch die Welt laufen wollte, hat bald Gelegenheit dazu. Als eines der Highlights markierte das Event die Fortsetzung des Physik-Shooters „Hot Dogs, Horseshoes & Hand Grenades“. Entwickler Rust Ltd. bestätigte während der Präsentation, dass Teil zwei für Quest 3 und PC-VR erscheint. Spielende werden zu einem bewaffneten Hotdog und bewegen sich durch prozedural erzeugte Areale. Laut dem Studio umfasst das Spiel Kampagnenmissionen, kompetitive Modi sowie tägliche Herausforderungen mit Ranglisten.
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Hot Dogs, Horseshoes & Hand Grenades 2 Announcement Trailer
Ebenfalls neu ist das Kreativspiel „Wordbound“ von Kettle Games. Das Rätselspiel basiert auf der Idee, dass Objekte aus Buchstaben bestehen. Spielende zerlegen Gegenstände in ihre Bestandteile, kombinieren Zeichen neu und erzeugen daraus komplett neue Dinge. Studioleiter Andy Bacon erklärte, nach ersten Reaktionen habe man das Projekt erweitert und plane nun zusätzlich eine klassische PC‑Version.
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Wordbound – PC Gameplay Teaser – Coming Soon To Steam
Mit „Janet’s Planets“ stellte Really Interactive ein Spiel vor, das vor allem mit einer emotionalen Erzählung glänzen will. Darin werden durch Veränderungen an Klima, Vegetation und Umweltbedingungen fremde Welten neu gestaltet. Laut Entwickler reagiert jede Spezies unterschiedlich auf Eingriffe, was ein experimentelles Vorgehen erfordern soll. Neben einer Kampagne sind tägliche Aufgaben und ein freier Bau-Modus vorgesehen.
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Handtracking-Socke, Laser-Parcours und eine offene VR-Welt
Neben neuen Titeln gab es gleich mehrere Update-Ankündigungen für bestehende Spiele. So erhält das Mixed-Reality-Spiel „Laser Dance“ zusätzliche Level, die sich dynamisch an die Bewegungen der Spielenden anpassen, „Deadly Delivery“ wurde um Gegner, Ereignisse und kosmetische Inhalte erweitert und „Sweet Surrender“ bekommt neue Ausrüstungselemente und Erweiterungen für das Fortschrittssystem.
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Ein neuer Blick auf das VR-Kuriosum „Sock Puppet Superstar“ zeigte dessen spezielles Konzept: Per Handtracking bewegen Spielende eine singende Sockenfigur. Auch das vielversprechende Agentenabenteuer „Spymaster“, das kreative Beat ‚em up „Crêpe Master“, der Taktik-Shooter „Forefront 1.0“, das Rhythmus-Spiel „Beat the Beats“ und das nordisch angehauchte Soulslike „Crossings“ zeigten neue Einblicke in Story und Gameplay.
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Sock Puppet Superstar – Teaser Trailer
Einen konkreten Veröffentlichungstermin nannte zudem das kanadische Studio Trebuchet für das bereits beim VR Games Showcase im März angekündigte „Compass“. Das Open-World-Abenteuer lässt VR-Fans ab dem 28. Mai 2026 mit einem aufrüstbaren Luftfahrzeug über schwebende Landschaften gleiten.
(joe)
Künstliche Intelligenz
Irische Datenschützer ermitteln gegen Shein wegen Datenübertragung nach China
Der Fast-Fashion-Gigant Shein gerät in Europa zunehmend unter regulatorischen Druck. Die irische Data Protection Commission (DPC), die als federführende Behörde für viele in Irland ansässige Tech-Konzerne fungiert, hat offiziell eine Untersuchung gegen den Sitz des Unternehmens auf der Insel eingeleitet. Es geht um den Verdacht, dass Shein personenbezogene Daten europäischer Kunden nach China übermittelt hat, ohne die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einzuhalten.
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Die Ermittlungen der DPC stützen sich auf das irische Datenschutzgesetz und stellen vor allem die Einhaltung der Grundprinzipien zur Datenverarbeitung sowie der Transparenzpflichten ins Zentrum. Unternehmen müssen Nutzer klar darüber informieren, wie und wo ihre Daten verarbeitet werden. Diese Anforderung ist bei Exporten in Länder ohne vergleichbares Schutzniveau besonders kritisch.
Bereits im Januar 2025 reichte die Organisation Noyb eine Beschwerde gegen Shein ein. Dass Datentransfers nach China unter besonderer Beobachtung stehen, zeigte auch das Verfahren gegen TikTok. Dort stufte die DPC den Fernzugriff chinesischer Mitarbeiter auf europäische Daten als illegalen Transfer ein. Laut DPC-Vizechef Graham Doyle haben Beschwerden und jüngste regulatorische Schritte China-Transfers zu einer strategischen Priorität gemacht.
Sheins Reaktion und mögliche Folgen
Da zwischen der EU und China kein Angemessenheitsbeschluss existiert, liegt die Verantwortung für den Datenschutz bei den Firmen. Sie müssen durch zusätzliche Maßnahmen wie Standardvertragsklauseln garantieren, dass europäische Daten im Ausland denselben Schutz genießen wie innerhalb der Gemeinschaft.
Ein Shein-Sprecher erklärte, das Unternehmen nehme Datenschutzverpflichtungen ernst und stehe bereits seit Monaten im Austausch mit der DPC. Der Konzern werde im Rahmen des Verfahrens neue Initiativen zur Datenhandhabe vorstellen, um die Einhaltung der europäischen Standards zu belegen.
Sollten die Aufseher trotzdem feststellen, dass die Vorkehrungen unzureichend waren, drohen Shein empfindliche Bußgelder oder sogar ein Verbot der Datenübermittlung. Ein Geschäftsmodell, das auf der Auswertung von Nutzerpräferenzen und der engen Verzahnung mit chinesischen Produktionsketten basiert, stünde damit auf dem Spiel.
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(wpl)
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