Entwicklung & Code
Developer-Häppchen – Kleinere News der vergangenen Woche (ehemals Snapshots)
Die beliebten Developer-Snapshots haben wir neu in leckere Häppchen verpackt. Inhaltlich bleibt alles beim Alten – ein kleiner Überblick über alles, was es zwar nicht in die News geschafft hat, wir aber dennoch für spannend halten:
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- Codeformatierung mit Prettier 3.7: Das Open-Source-Tool hat an der Konsistenz zwischen Class- und Interface-Formatierung für TypeScript geschraubt. Daneben bringt es Updates für die Darstellung von JavaScript, CSS und mehr, ebenso wie Support für das aktuelle Release Angular 21.JetBrains hat den Release Candidate für IntelliJ IDEA 2025.3 veröffentlicht. Interessierte können darin neue Features wie Spring-Debugger-Updates und den Support für Spring Boot 4, Spring Framework 7 und Java 25 nutzen. Die Programmiersprache Julia hat nun eine offizielle Arbeitsgruppe für Sicherheit: die Julia Security Working Group (JSWG). Bisher haben Julia-Developer sich über Security-Arbeiten in einem informellen Rahmen ausgetauscht – via Slack, Repos und Pull Requests –, was nun jedoch in der JSWG gebündelt werden soll. Zunächst sollen Meetings im zweiwöchentlichen Takt eingeführt werden. Weitere Infos gibt es im Slack-Channel #security-dev.Apache Flink 2.2.0 bringt neue KI-Fähigkeiten mit:
ML_PREDICT für LLM-Inferenz und VECTOR_SEARCH für Echtzeit-Vektor-Ähnlichkeitssuche sind nun mit an Bord.
(Bild: deagreez/123rf.com)

Die Product Owner Days am 5. und 6. Mai 2026 in Köln bieten über 20 Vorträge zu Product Ownership, KI im Produktmanagement, User Research, Product Discovery & Product Economics sowie weiteren aktuellen Themen. Vergünstigte Frühbuchertickets sind jetzt erhältlich.
- Was gibt es Neues im Insider-Programm für Visual Studio Code? Das erfahren Interessierte in einem Podcast, den das VS-Code-Team gestartet hat. Im Podcast sollen Gespräche mit Developern, Produktmanagern und Community-Mitwirkenden geführt werden. Das Python-Webframework Django ist in Version 6.0 erschienen. Mittels Content Security Policy (CSP) lassen sich darin Sicherheitsrichtlinien auf Browserebene konfigurieren und durchsetzen, um Content Injection vorzubeugen. Mit dem Release von Django 6.0 errreicht Django 5.2 das Ende seines Mainstream-Supports.
- JupyterLite, eine Jupyter-Distribution für Webbrowser, hat in Version 0.7 neue Features, Bugfixes und Verbesserungen eingeführt. Unter anderem bringt das Release Support für Workspaces, die es ermöglichen, Notebooks und Dateien in separaten Workspace-Umgebungen zu organisieren. Zudem bringt v0.7 integrierte Audio- und Video-Viewer mit, sodass Nutzerinnen und Nutzer entsprechende Dateien direkt aus dem UI heraus öffnen können.Die erste Beta von Vite 8, die unter der Haube den Bundler Rolldown nutzt, ist erschienen. Sie soll deutlich schnellere Produktions-Builds ermöglichen und den Weg für künftige Verbesserungen ebnen. Bisher setzte Vite auf die beiden Bundler esbuild und Rollup für verschiedene Aufgaben. Das in Rust geschriebene und für Vite konzipierte Rolldown wird nun als alleiniger Bundler eingesetzt.Das Rust-Team hat mit der Planung der Projektziele für die Programmiersprache im nächsten Jahr begonnnen. Die Planung betrifft nun nicht wie bisher jeweils sechs Monate, sondern das komplette Jahr 2026. Auch Rust-User sind dazu aufgerufen, ihre Ideen mitzuteilen.
Solltest du ein schmackhaftes Thema vermissen, freuen wir uns über deine Mail.
(mai)
Entwicklung & Code
Warum Microsoft auf Anthropic setzt: Tausende Mitarbeiter testen Claude Code
Wenn ein Bäcker regelmäßig eine große Tüte Brötchen des Mitbewerbers einkauft, betreibt er entweder intensive Marktbeobachtung – oder sieht seine Bedürfnisse von seinem eigenen Produkt nicht vollständig abgedeckt. Ähnliche Fragen stellen sich Beobachter mit Blick auf Microsoft. Nach Informationen des US-Tech-Portals The Verge setzt der Software-Riese verstärkt auf das KI-Entwicklungs-Tool Claude Code von seinem Mitbewerber Anthropic. Vornehmlich zum Vergleich, wie es heißt. Doch die Intensität des Tests ist dennoch ungewöhnlich.
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Laut The Verge nutzen mehrere tausend Mitarbeiter aus verschiedenen Entwicklerteams Claude Code. Beim CoreAI-Team sollen die Tests schon seit Monaten laufen. Inzwischen sei auch die „Experiences + Devices Division“ aufgefordert worden, Claude Code zu installieren. Dieses Team betreut die für Microsoft wichtigen Produkte Windows, Microsoft 365, Outlook, Teams, Bing, Edge und Surface.
Ungewöhnlicher Faible für die Konkurrenz?
Microsofts Werkzeugauswahl überrascht deshalb, weil das Unternehmen mit dem GitHub Copilot doch über ein eigenes Tool verfügt. Die in Zusammenarbeit mit OpenAI entwickelte Software sei auch weiterhin das primäre KI-Coding-Tool, betont Microsoft.
Dennoch scheint Microsoft auch ein Faible für das Konkurrenzprodukt entwickelt zu haben. Während die Software-Ingenieure beide Tools nutzen und vergleichen sollen, werden Designer und Projektmanager ohne Programmier-Erfahrung dazu ermuntert, damit zu experimentieren, etwa um Prototypen auf den Weg zu bringen. Laut dem Bericht sei aber auch ein möglicher späterer Vertrieb von Claude Code an Azure-Kunden denkbar.
Besonderer Deal mit Anthropic
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Das Fachmagazin The Information zählt Microsoft zu den Top-Kunden von Anthropic. Beide Unternehmen hätten eine besondere Vereinbarung geschlossen, die Anthropic dazu verpflichte, im Umfang von 30 Milliarden US-Dollar Rechenkapazitäten von Microsofts Cloud Azure zu nutzen. Microsoft rechne umgekehrt die Kosten für die eigene Nutzung der Anthropic-Modelle auf die Verkaufsquoten für Anthropics Azure-Nutzung an. Das sei ungewöhnlich, da normalerweise nur eigene Produkte und die aus der Partnerschaft mit OpenAI auf diese Weise gefördert würden.
(mki)
Entwicklung & Code
Google stellt kostenlosen Web-Suchindex für Entwickler ein
Google hat angekündigt, den kostenlosen Zugriff auf seinen vollständigen Suchindex für Entwickler einzustellen. Neue Programmable Search Engines können ab sofort nur noch maximal 50 Domains durchsuchen. Die bisher verfügbare Option „Search the entire web“ steht für neue Engines nicht mehr zur Verfügung.
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Betreiber bestehender Suchmaschinen, die mehr als 50 Domains indexieren oder den vollständigen Web-Index nutzen, müssen bis zum 1. Januar 2027 auf eine Alternative umsteigen. Google begründet den Schritt in der Ankündigung mit einer „Evolution zu fokussierten, leistungsfähigeren Lösungen“, die eine bessere Nutzererfahrung bieten sollen.
Vertex AI Search als kostenpflichtige Alternative
Als Ersatz für den kostenlosen Vollzugriff verweist Google auf Vertex AI Search, einen Cloud-basierten Enterprise-Dienst mit KI-gestützten Features wie konversationeller Suche und Grounding (Verankerung von KI-Antworten in verifizierbaren Datenquellen). Wer weiterhin den vollständigen Google-Index nutzen möchte, muss ein Formular ausfüllen und auf ein individuelles Preisangebot warten. Öffentliche Preise existieren nicht, frühere Paid-API-Angebote kosteten rund 5 US-Dollar pro 1000 Anfragen.
Die Custom Search JSON API wird ebenfalls eingestellt. Nutzer müssen ihre Implementierungen bis zur Frist auf Vertex AI oder den neuen Enterprise-Full-Web-Dienst portieren. Das kostenlose „Sites to search“-Feature für maximal 50 Domains bleibt erhalten und ist laut Google optimal für fokussierte, seitenspezifische Suchergebnisse gedacht.
Indie-Entwickler unter Druck
Die Änderungen treffen besonders Entwickler von Nischensuchmaschinen, Bildungseinrichtungen und Non-Profit-Organisationen. Viele WordPress-Plugins und Drupal-Module, die auf Googles Programmable Search Engine basieren, müssen umgebaut oder eingestellt werden.
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Als Alternativen bietet sich selbst gehostete Software wie Meilisearch, Typesense oder Elasticsearch an. Für Web-Index-basierte Anwendungen könnten Dienste wie Common Crawl (ein offenes Web-Archiv) in Kombination mit eigenen Modellen zum Einsatz kommen. Allerdings erreichen diese Alternativen nicht die Aktualität und Vollständigkeit des Google-Index.
Kartellrechtliche Bedenken?
Die Einschränkungen könnten in der EU kartellrechtliche Fragen aufwerfen. Als Gatekeeper im Sinne des Digital Markets Act kontrolliert Alphabet mit der Google-Suche den Zugang zu einem wesentlichen Infrastrukturelement des Internets. Offen ist, ob die Abschaffung des kostenlosen Zugriffs bei gleichzeitiger Einführung kostenpflichtiger Alternativen als wettbewerbswidrig interpretiert wird.
Google argumentiert hingegen, die Vereinfachung seines Produktportfolios diene der Qualität: „Wir vereinfachen und modernisieren unser Angebot, damit Sie das beste Werkzeug für Ihre Ziele auswählen können“, heißt es im Blogpost.
(fo)
Entwicklung & Code
Neu in .NET 10.0 [7]: Semi-Auto Properties in C# 14.0
Im Dokument „What’s new in C# 14“ beschreibt Microsoft das Schlüsselwort field, mit dem man sogenannte Semi-Auto Properties erstellen kann.
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Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.
Dieses Sprachfeature gibt es allerdings bereits in der stabilen Version von .NET 9.0 – darin aber im Status „Preview“. Das heißt, dass man dafür setzen musste. Die Erwähnung in „What’s new in C# 14“ legt die Vermutung nahe, dass das Sprachfeature in C# 14.0 schließlich als stabil gelten wird.
Folgender Code zeigt eine Semi-Auto Property mit dem Schlüsselwort field, das automatisch ein Field für die Property anlegt:
///
/// Semi-Auto Property
///
public int ID
{
get;
set // init wäre hier auch erlaubt!
{
if (value < 0) throw new ArgumentOutOfRangeException();
if (field > 0) throw new ApplicationException("ID schon gesetzt");
field = value;
}
} = -1;
Falls es in (älterem) Programmcode bereits ein Datenmitglied mit Namen field gibt, warnt der Compiler, dass dieses nun nicht mehr verwendet wird. Das stellt gegebenenfalls einen Breaking Change dar, wenn beispielsweise eine Serialisierung für das Datenmitglied field existiert. Entwicklerinnen und Entwickler können aber die Verwendung des alten Datenmitglieds erzwingen, indem sie @field oder this.field im Programmcode schreiben.

In diesem Codeausschnitt ist field doppeldeutig.
(rme)
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