Connect with us

Künstliche Intelligenz

Donnerstag: NASA-Astronauten auf Mondreise, SpaceX auf geheimem Börsengang


Mit Artemis-2 wurden zum ersten Mal seit Apollo 17 im Jahr 1972 wieder Menschen zum Mond gestartet. Die vierköpfige Crew soll ihn zu Ostern umrunden. Es ist immer noch ein Testflug, aber die Astronauten werden sich weiter von der Erde entfernen und schneller fliegen als je ein Mensch zuvor, sagt die NASA. Um Geschäfte im Weltraum kümmert sich SpaceX und hat jetzt seinen Börsengang beantragt. Offiziell darf das niemand wissen, denn ein GröBaZ will gut vorbereitet sein. Es könnte der größte Börsengang aller Zeiten (GröBaZ) werden, denn der Konzern von Elon Musk könnte mit zwei Billionen US-Dollar bewertet werden. Derweil konnten Angreifer nach der Supply-Chain-Attacke auf LiteLLM auf interne Cisco-Daten zugreifen, wie jetzt berichtet wird. Sourcecode von Cisco und Kunden wurde demnach gestohlen. Denn durch den früheren Angriff auf eine Open-Source-Bibliothek konnten sich die Cyberkriminellen offenbar Anmeldeinformationen auch von Cisco aneignen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Weiterlesen nach der Anzeige

Mit Artemis-2 ist die erste bemannte Mission zum Mond seit mehr als 50 Jahren gestartet. Mittwochabend (Ortszeit in Florida) hat die riesige Mondrakete SLS mit der Raumkapsel Orion vom Kennedy Space Center in Florida abgehoben. An Bord fliegen Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch von der NASA sowie der Kanadier Jeremy Hansen. Für das Space Launch System ist es überhaupt erst der zweite Start und der erste mit Menschen. Bei Artemis-2 handelt es sich um einen Testflug, mit dem die Rückkehr von Menschen auf den Mond vorbereitet werden soll. Wenn jetzt alles nach Plan läuft, werden die drei Raumfahrer und die Raumfahrerin in den kommenden Tagen um den Mond fliegen. Dabei werden sie sich weiter von der Erde entfernen als je ein Mensch zuvor: Bilderbuchstart für bemannte NASA-Mondmission Artemis-2.

Eine private Weltraumorganisation kümmert sich hingegen um Geschäfte: Elon Musks Konglomerat SpaceX hat den lange erwarteten Börsengang formal eingeleitet, allerdings unter strikter Geheimhaltung. Dahinter steckt wohl kein finsteres Ansinnen, sondern die Hoffnung auf offene und ungestörte Kommunikation zwischen den Vertretern des Unternehmens und der US-Kapitalmarktbehörde SEC. Schließlich geht es um den größten Börsengang aller Zeiten (GröBaZ). Der von Musk kontrollierte Konzern dürfte mit größenordnungsmäßig zwei Billionen US-Dollar bewertet werden. Davon soll zwar nur ein kleiner Teil verkauft werden, aber auch mit 50 oder 75 Milliarden US-Dollar wäre es der größte Börsengang der Geschichte: SpaceX beantragt Börsengang unter Verschluss.

Bislang nicht offiziell bestätigt ist auch, dass Cisco Systems Opfer eines Cyberangriffs geworden ist. Dabei konnten Kriminelle angeblich auf Geräte der Entwicklungsabteilung zugreifen und Quellcode des US-Netzwerkspezialisten sowie von Kunden stehlen, berichten anonyme Quellen. Die Angreifer konnten sich demnach Zugriff auf interne Cisco-Daten und -Geräte verschaffen, nachdem sie entsprechende Anmeldeinformationen aus einem kürzlichen Angriff auf eine Open-Source-Bibliothek erlangt hatten. Dabei wurden mehr als 300 GitHub-Repositories kopiert, heißt es. Das betrifft Quellcode für Produkte künstlicher Intelligenz wie KI-Assistenten, KI-Sicherheitslösungen und bislang unveröffentlichte Produkte, so der Bericht: Cyberkriminelle stehlen Quellcode von Cisco und dessen Kunden.

Um KI geht es auch beim Projekt Spark des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Damit will der Bund gegen lahme Prozesse und dicke Aktenstapel wirken, bisher Sinnbild deutscher Verwaltung. Nun veröffentlicht das BMDS eine Reihe von KI-Modulen, die die Arbeitsweise in Behörden grundlegend verändern könnten. Eine Besonderheit ist der Ansatz der Veröffentlichung: Unter dem Leitsatz Public Money, Public Code stehen die Anwendungen für jeden auf der Plattform OpenCode zur Verfügung. Damit folgt das BMDS dem Ruf nach digitaler Souveränität und ermöglicht es Kommunen, Firmen und der Zivilgesellschaft, die Werkzeuge ohne Lizenzgebühren zu nutzen und weiterzuentwickeln. Ziel ist die Beschleunigung komplexer Planungs- und Genehmigungsverfahren: Bund veröffentlicht lizenzfreie KI-Werkzeuge.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir die NASA-Mission Artemis 2, die in der vergangenen Nacht Menschen Richtung Mond geschickt hat, mit dem Ziel der Mondumrundung. Wie genau läuft die Mondmission ab? Ist das der Startschuss für eine neue Ära der bemannten Mond- und Raumfahrt? In Deutschland planen mehrere Bundesländer Einschränkung der Informationsfreiheit – trotz Widerstand der Zivilgesellschaft. Wie begründet die Politik die Einschränkungen der Auskunftspflicht? Welche Rolle spielen Plattformen und Tools dabei? Zudem feiern wir Apples 50. Geburtstag und schauen uns an, wie sich das Unternehmen und seine Produkte im vergangenen halben Jahrhundert verändert haben. Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Mondmission, Einschränkung der Informationsfreiheit, 50 Jahre Apple.

Auch noch wichtig:

Weiterlesen nach der Anzeige

  • Für nur 5 Euro bietet Ikea die Bluetooth-Lautsprecher mit Namen „Kallsup“ an. Wir haben ihn kurz ausprobiert: Ikeas Brüllwürfel Kallsup ausprobiert.
  • Der Schritt wurde seit Anfang März erwartet: Oracle entlässt tausende Mitarbeiter. Hintergrund sind offenbar hohe Ausgaben für KI: Oracle startet offenbar Entlassungswelle.
  • Ein Tarifwechsel klingt nach Vorteil – kann aber die Laufzeit verlängern. Unser Fall zeigt diesmal, mit welchen Tricks gesetzliche Grenzen umgangen werden, bei Vorsicht, Kunde: 1&1-Tarifwechsel mit Nebenwirkung.
  • Der Raspberry-Pi-Hersteller wächst in fast allen Metriken und malt einen rosigen Ausblick. Die Börse zeigt sich ekstatisch: Raspi-Aktie schießt nach Geschäftsbericht um 60 Prozent hoch.
  • Google hat ein Update für Chrome veröffentlicht. Es stopft 21 Sicherheitslücken. Angriffe laufen auf eine Codeschmuggel-Lücke. Nutzer sollten jetzt aktualisieren: Chrome-Sicherheitslücke wird angegriffen.
  • Mitte März machte die Runde, dass PayPal-Verknüpfungen mit der Google Wallet aufgelöst werden. PayPal korrigiert die Aussagen nun: Bei den Google-Wallet-Verknüpfungen PayPals ändert sich doch nichts.
  • Der Krieg im Iran treibt weltweit die Energiepreise in die Höhe. Nun appelliert die EU-Kommission an die Mitgliedstaaten sowie die Bürgerinnen und Bürger für Tempolimits und mehr Homeoffice: Brüssel appelliert an die Mitgliedstaaten.
  • Maximos Roboter installiert automatisiert Solarmodule. Das klappt schneller, als Menschen es allein können: Maximo-Roboter installiert Solarmodule fast doppelt so schnell wie ein Mensch.
  • Nutzer in den USA können nun ihren Gmail-Nutzernamen ändern, also den Teil vor „@gmail.com“. Die alte Mail-Adresse bleibt dabei funktional, sagt Google: Gmail-Nutzername kann bald ausgetauscht werden.
  • Der Maintainer-Account für das Paket axios auf npm wurde geknackt, um einen Remote-Access-Trojaner für Windows, macOS und Linux einzuschleusen. Nach Malware auf npm lädt HTTP-Client axios Backdoor für Windows, macOS und Linux.
  • Am Wochenende hat Microsoft die Verteilung der Windows-Update-Vorschauen gestoppt. Nun stehen sie als ungeplantes Update bereit: Windows-Update-Vorschau jetzt als Update außer der Reihe verfügbar.


(fds)



Source link

Künstliche Intelligenz

Apple-Aprilscherze: Newton-Holster und ein Lightning-Comeback fürs iPhone 17 Pro


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Kaum einer dürfte es nicht mitbekommen haben: Heute ist der 1. April. Und auch unter den Anbietern und Freunden von Apple-Produkten wird fleißig mitgemacht beim Scherztag. Zwei Beispiele stoßen dabei in diesem Jahr besonders hervor: Ein traditionsreicher Computertaschenhersteller, der zum 50. Apple-Geburtstag sehr spezielle Produkte aufgelegt hat, sowie ein bekannter Hardware-Hacker aus der Schweiz, der einen von Apple seit einigen Jahren begrabenen Anschluss reaktiviert, den eigentlich bislang niemand vermisst.

Weiterlesen nach der Anzeige

Ken Pillonel aus dem französischsprachigen Teil des Alpenlandes sorgte in den letzten Jahren mit nützlichem Zubehör für iPhone und AirPods für Furore: Ihm gelang es, für beide Gerätegattungen USB-C-Nachrüstkits in Form von Hüllen zu schaffen. Dabei reicht es, ein Gerät mit Apples proprietärer Lightning-Schnittstelle einzuschieben, um es dann mit dem Standardport nutzen zu können, nicht nur fürs Aufladen, sondern beim iPhone sogar für Daten.

Zum 1. April kommt nun ein weiteres Projekt hinzu, das laut Pillonels Angaben praktisch zu weit gegangen ist: Er spendierte einem iPhone 17 Pro mittels seiner Hüllenlösung nachträglich einen funktionstüchtigen Lightning-Port. Es sei „teilweise Hack, teilweise Modding und eines der verfluchtesten Dinge, die ich je gebaut habe“, schrieb er. „Be careful what you wish for.“ Das Projekt erfolgte auf Bitten belustigter Fans des Hardware-Hackers. Genau wie bei seiner USB-C-Lösung für ältere iPhones brauchte es ein eigenes Bord. Erschwerend kam hinzu, dass Apple mit der Kamera-Plattform ein komplett neues Design geschaffen hatte, samt MagSafe-Verschiebungen. Der Prototyp wurde rechtzeitig zum 1. April fertig, das Video (siehe unten) ist sehenswert.

Waterfield Designs aus San Francisco baut schon seit vielen Jahren Zubehör für Apple-Produkte, etwa passende Rucksäcke und Hüllen. Passend zu Apples Halbjahrhundertgeburtstag (und zum 1. April) bringt die Firma ihre Apple 50th Anniversary Collection auf den Markt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Lightning für das iPhone 17 Pro (Video: Ken Pillonel).

Sie besteht aus drei Produkten: Einem Rucksack für den klassischen Macintosh SE/30 (Preis: 2026 US-Dollar), einem Holster der Ranger-Reihe für den Newton (gleicher Preis) sowie einem „Digital Detox Duffel“ mit Grassbeschichtung, in den man seine Digitalgeräte für die Entwöhnung stecken kann. Besonders hip dürfte der Newton-Holster sein, in den neben dem klassischen MessagePad auch noch ein Notizbuch passen. Leider leider sind alle drei Produkte bereits „ausverkauft“.

Weiterlesen nach der Anzeige


(bsc)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

3D-Drucker Elegoo Centauri Carbon 2 im Test: farbig, günstig, gut


Der Vorgänger ist unser Preis-Leistungs-Sieger, das neue Modell soll alles besser machen und farbig drucken. Ganz so einfach ist es aber offensichtlich nicht.

Vor gut einem Jahr hat Elegoo uns mit dem Centauri Carbon positiv überrascht. Ein kompakter, durchdachter 3D-Drucker in einem hochwertigen Gehäuse mit hervorragenden Druckeigenschaften zu einem günstigen Preis? Kein Wunder, dass er seitdem in unserer Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament auf dem Siegertreppchen steht und den Preis-Leistungs-Sieg für sich beansprucht.

Ein kleiner Wermutstropfen: Der Hersteller hat ursprünglich ein Materialwechselsystem für den Mehrfarbdruck angekündigt, aber nie auf den Markt gebracht. Käufer des ersten Modells haben als Entschädigung einen Gutschein für den Kauf des frisch vorgestellten Centauri Carbon 2 erhalten, der das Wechselsystem namens Canvas gleich mitbringt. Aber der Reihe nach.

Design

Der Centauri Carbon 2 ist eindeutig als Nachfolger des Carbon 1 zu erkennen. Gehäuse-Design und der grundlegende Aufbau kommen uns sehr bekannt vor. Allerdings ist der Carbon 2 deutlich höher, was Käufer, die das Gerät ins Regal stellen wollen, berücksichtigen müssen. Grund dafür ist die Position des Materialwechselsystems namens Canvas oben auf dem eigentlichen Drucker sowie die Führung der PTFE-Schläuche, die das Filament zum Druckkopf bringen. Ähnlich wie beim Snapmaker U1 sitzen auch beim mehrfarbigen Elegoo-Drucker die Spulen seitlich am Gehäuse, statt in einem zusätzlichen Gerät wie dem AMS bei Bambu untergebracht zu sein.

Die große Haube aus durchsichtigem Kunststoff misst 25 cm in der Höhe. Immerhin: Dank dieser Haube erreicht der Bauraum auch höhere Temperaturen, wie sie für das Drucken von ASA oder ABS nötig sind – und sie ist im Lieferumfang enthalten. Snapmaker will solch eine Haube erst gegen Ende des Jahres für ein paar hundert Euro als Zubehör für seinen U1 anbieten.

Der Drucker ist ein Core-XY-Aufbau: Das Druckbett fährt auf der z-Achse, der Druckkopf bewegt sich innerhalb des Bauraums auf der x- und auf der y-Achse. Der Bauraum misst die üblichen 25,6 × 25,6 × 25,6 cm.

Aufbau

Im Inneren des stabilen Kartons befindet sich der gut in Schaumstoff eingepackte Drucker. Beim Öffnen springen einem zunächst die gedruckten Anleitungen in die Augen, die in englischer Sprache beim Aufbau und bei den ersten Schritten helfen. Zum Herausheben des Druckers aus dem Karton bietet sich eine zweite Person zur Hilfe an, im Notfall geht es aber auch allein.

Der eigentliche Drucker ist vormontiert. Das Gehäuse ist aus Blech gefertigt, die Fronttür besteht aus echtem Glas. Eine Scheibe oben wie beim Vorgänger gibt es hier nicht mehr, stattdessen den besagten Kunststoffdeckel. Der Drucker ist gut gegen Kratzer und Beschädigungen geschützt. Nach dem Auspacken aus der Plastikfolie entfernt man diverse Klebestreifen, die die Tür geschlossen halten, die Kabel schützen und so weiter. Die Klebestreifen lassen sich grundsätzlich gut entfernen, hinterlassen vereinzelt leichte Klebespuren, die sich gut entfernen lassen. Sämtliche Anbauteile hat der Hersteller gut und sinnvoll im Inneren des Bauraums untergebracht. Diese entnimmt man zunächst nach oben. Dann kann man den Kunststoffdeckel durch die Tür nach vorn aus dem Drucker ziehen.

Weiter geht es mit dem Entfernen der Transportsicherungen. Es wird verständlich erklärt, wo die Schrauben sitzen; das nötige Werkzeug ist im Lieferumfang enthalten. Danach montieren wir die ersten Anbauteile, allen voran den Filamentauswurf und das Display. Sollte man den Stecker jemals wieder entfernen wollen, muss man aufpassen, dass die Plastiknasen nicht abbrechen – also am besten das Display daran lassen.

Etwas fummeliger ist die Montage des Materialwechselsystems. Man muss für jeden Filamentrollenhalter eine Adapterplatte am Gehäuse anschrauben, auf die die Spulenhalter gesteckt werden. Dann muss man den eigentlichen Materialwechsler und alle Teile zusammensetzen.

Im Vergleich zu anderen Druckern benötigen wir hier deutlich länger bei der Montage, doch ob es nun ein oder zwei Stunden sind, ist auf die Dauer nicht relevant. Insgesamt sind die Spulenhaltesysteme nicht unser Favorit. Zum einen passen hier nicht alle Spulen, weswegen sich in unserem Vorrat inzwischen eine große Menge an gedruckten Adaptern gesammelt hat, damit auch Spulen von anderen Herstellern aufgesteckt werden können. Zum anderen berichten andere Tester von abgebrochenen Spulenhaltern – uns ist das nicht passiert, aber wir können nachvollziehen, wie schnell das passiert.

Inbetriebnahme

Nach dem Aufbau des Druckers erfolgt die Inbetriebnahme. Wie bei aktuellen 3D-Druckern üblich, läuft der Prozess komfortabel über das Menü ab. Schaltet man den Centauri Carbon 2 zum ersten Mal ein, öffnet sich ein Assistent, der durch die weiteren Schritte führt. Zunächst verbindet man den Drucker mit dem WLAN, wählt die Sprache und bestätigt, dass man die Transportsicherungen gelöst hat. Der Assistent spricht Deutsch – und das sehr ordentlich. Schritt für Schritt geht es an das automatische Leveln des Druckbetts, die Kalibrierung und den Selbsttest.

Ist das abgeschlossen, laden wir vier Filamentspulen in das Gerät. Spulen von Elegoo kann man direkt aufstecken, für Spulen von anderen Herstellern wie Sunlu oder Geeetech mussten wir uns Adapter drucken. Wer Elegoo-Spulen kauft (und aktuelle ausgeliefert bekommt), kann den NFC-Aufkleber der Spule vor dem Laden des Filaments einlesen. Dafür hat das Materialwechselsystem eine Scanner-Fläche. Spulen anderer Hersteller mit NFC-Chip – wir hatten Snapmaker und Bambu zur Auswahl – erkennt das System nicht. Man kann aber trotzdem jedes Filament verwenden, muss Kunststoffart, Hersteller und Farbe dann von Hand auswählen.

Wir installieren Handy-App und Slicer-Software. Beim Slicer handelt es sich um einen von Elegoo angepassten Orcaslicer. Eigentlich ist es der Orcaslicer, nur mit anderem Logo. Schade, uns wäre eine Integration der Elegoo-Erweiterungen in die Original-Software lieber, denn so würde es häufiger Software-Updates geben – zumindest die aktuelle Version 1.3.2.9 ist schon zwei Monate alt, während der Orcaslicer selbst kürzlich sein letztes Update erhalten hat.

Wir drucken zunächst ein im internen Speicher des Centauri abgelegtes Modell, dann testen wir intensiv und über Wochen den Mehrfarbdruck sowie diverse STL-Dateien mit unterschiedlicher Gemeinheit und unterschiedlichen Materialien.

Filament & Materialien

Schon der Blick ins Datenblatt zeigt, dass der Carbon 2 ein Alleskönner ist – zumindest, was die Auswahl der unterstützten Filamente und Kunststoffe angeht. Eine Druckdüsentemperatur von bis zu 350 Grad und eine Druckbetttemperatur von bis zu 110 Grad: Da geht quasi alles, was man an Kunststoffen auf Rollen kaufen kann. Dazu kommt das komplett geschlossene Gehäuse samt Abluftfunktion.

Im Gegensatz zum Carbon 1 muss man den Deckel beim Druck von PLA & Co. nicht offen lassen; wird es im Bauraum zu warm, führt ein Lüfter die warme Luft ab – sehr komfortabel. Dass dieser Lüfter mal sehr laut sein kann, merkt man nur gelegentlich; etwa wenn ein ABS-Druck fertig ist und der Elegoo zum Abschluss für eine Minute den Lüfter voll aufdreht.

Wir haben vor allem PLA gedruckt, testweise auch ABS und TPU. In allen Fällen hat der Centauri Carbon 2 ein gutes Bild abgeliefert. Bei ABS hatten wir Haftungsprobleme, was nicht unüblich ist. Kleber auf dem Druckbett allein hat zur Unterstützung nicht gereicht. Es handelt sich hierbei um einen sehr schnellen Drucker, dessen Bewegungen für Schwingungen sorgen: Erst mit zusätzlichem Brim (einem Rand um das zu druckende Objekt) wollte unser Benchy aus ABS bei voller Geschwindigkeit haften.

Etwas nervig: Wenn das Filament im PTFE-Schlauch zwischen dem Canvas genannten Materialwechsler und dem Druckkopf bricht, hat man eigentlich keine Chance mehr, den Druck erfolgreich zu Ende zu führen. Man kann den PTFE-Schlauch nicht einfach nach oben abziehen und es gibt keine Option in der Software des Druckers, das gerade eingelegte Filament zu extrudieren. Man muss den Filament-Hub, der die vier PTFE-Schläuche der Filamente zum Extruder des Druckers verbindet, abschrauben, um die Filament-Reste entnehmen zu können. Die Schrauben sitzen aber hinten, sodass man nicht drankommt, wenn der Druckkopf in seiner Ausgangsposition geparkt wird.

Das Druckbett ist eine Federstahlplatte mit PEI-Beschichtung, auf der einen Seite ist die Beschichtung strukturiert, auf der anderen Seite glatt. Das ist der Stand der Technik.

Druckbild & Geschwindigkeit

Die ersten Ausdrucke aus dem Speicher des Geräts gelingen auf Anhieb und sehen hervorragend aus. Auch die von uns manuell gesliceten Testmodelle überzeugen letztlich. Figuren wie die Spider-Man-Büste sehen ausgezeichnet aus, und auch die Präzision stimmt. Bei unserem Print-in-Place-Test, bei dem wir drei Schiebepuzzle mit größer werdendem Spalt zwischen den beweglichen Teilen drucken, bekommen wir mit wenig Nacharbeit selbst die feinste Version freigängig.

In der Praxis stolpern wir vereinzelt über nicht ganz perfekte Abstimmungen in der Software. Manche Farben „bluten“ in andere Farben aus, da offensichtlich nicht genug gespült wird. Wer solche Probleme entdeckt, kann sie einfach über Einstellungen in der Slicer-Software lösen – vorausgesetzt, man ist bereit, sich in die Thematik einzuarbeiten.

Insgesamt sind wir mit den Druckergebnissen sehr zufrieden. Dass beim mehrfarbigen Druck teilweise sehr viel Filament für den Spülvorgang aufgewendet wird, ist bei den Materialwechselsystemen prinzipbedingt.

Mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 500 mm/s läuft der Centauri Carbon auf dem gleichen Niveau wie andere aktuelle Drucker mit Core-XY-Aufbau. Etwas merkwürdig fanden wir, dass die KI-Erkennung der Kamera bei Fehlern zunächst nicht eingeschritten hat. Tief in den Einstellungen fanden wir den Grund dafür: Die Spaghetti-Erkennung ist standardmäßig abgeschaltet.

Preis

Der Elegoo Centauri Carbon 2 kostet derzeit mindestens 419 Euro.

Fazit

Der Elegoo Centauri Carbon 2 überzeugt in der Praxis. Im Vergleich zu anderen Druckern wie dem Bambu P1S gefällt uns die außen liegende Montage der Filamentrollen aber nicht sonderlich, außerdem ist das Einlesen der Filament-NFC-Tags ein zusätzlicher Schritt.

Schlussendlich bekommt man hier aber ein leistungsfähiges Gerät mit guter Ausstattung zum mehr als fairen Preis. Vor allem, wenn man mit den hohen Temperaturen von Hot-End und Druckbett etwas anzufangen weiß, ist man hier gut aufgehoben – oder wenn man keinen Bambu-Lab-Drucker möchte, aber einen geschlossenen Core-XY in Standard-Größe mit Materialwechselsystem. In dieser Kategorie gehört der Elegoo zu den günstigsten Geräten – und überzeugt in der Praxis.

Absolute Anfänger, die gerne auch mal etwas farbig drucken wollen, fühlen sich bei einem Bambu-Drucker vermutlich wohler. Der ist zwar ein Stück teurer, aber dafür besser abgestimmt und damit einfacher in der Bedienung.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Neue Diskussion um Preis des Deutschlandtickets durch EVG-Chef


Entlastung für die Bürger mit Rabatten bei der Bahn? Das kann sich in der aktuellen Debatte über hohe Spritpreise zumindest der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn gut vorstellen. „Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen“, sagte Martin Burkert der „Bild am Sonntag“. „Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung.“

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat, mit einem Rabatt von 30 Prozent würden die etwa 14 Millionen Ticketinhaber also monatlich fast 20 Euro sparen. Das Deutschlandticket wird von Bund und Ländern sowie mit den Einnahmen aus dem Verkauf finanziert. Sollten sich Bund und Länder entscheiden, einen Rabatt zu gewähren, dürfte erneut eine Debatte über die Finanzierung des Tickets entstehen. Zuletzt waren weder der Bund noch die Länder bereit, mehr Geld für das Ticket bereitzustellen – dadurch ist der Preis des Tickets seit seiner Einführung im Mai 2023 schrittweise um 14 Euro gestiegen. Bund und Länder geben pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket.

Die Tickets im Fernverkehr der Bahn kosten je nach Buchungszeitpunkt und Verbindung sehr unterschiedlich, die genaue Ersparnis wäre bei einem Rabatt von 50 Prozent ebenfalls stark verschieden. Günstigere Tickets dürften aber die Nachfrage nach Bahnfahrten deutlich ankurbeln. Offen wäre, wie ein solcher Fernverkehrs-Rabatt finanziert werden könnte. Die Bahn selbst dürfte abwinken: Der Konzern verzeichnete 2025 einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro – rund 0,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Die Fernverkehrssparte verzeichnete zwar einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 45 Millionen Euro, blieb damit aber hinter den Erwartungen zurück. Bahnchefin Evelyn Palla stellte für den Fernverkehr ein Sanierungsprogramm in Aussicht.

Weiterlesen nach der Anzeige


(nie)



Source link

Weiterlesen

Beliebt