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Künstliche Intelligenz

Donnerstag: Staatstrojaner vor Verfassungsgericht, Satelliten-Internet Terawave


Beschneidet staatliche Malware die Grundrechte? Das muss Österreichs Verfassungsgericht entscheiden, denn die Opposition erzwingt eine Prüfung. Die Regierung hat österreichischen Ermittlern per Gesetz erlaubt, Malware heimlich in Geräte von Bürgern einzuschleusen, um diese zu überwachen. Das wird jetzt auf Verfassungskonformität untersucht. In den USA will Blue Origin nach Starlink und Amazon ebenfalls eine große Satellitenkonstellation für den Internetzugang errichten. Die zweite Etage soll bis zu 6 Terabit/s schaffen, aber das vom Raumfahrtunternehmen genannte Terawave richtet sich ausschließlich an große Organisationen und wird kein Produkt für Endkunden. Derweil hat der X-Rivale von Meta Platforms einen weiteren Meilenstein bei den Nutzerzahlen erreicht und will damit mehr Geld verdienen. Threads zeigt Werbung nun auf der ganzen Welt an, nachdem der Kurznachrichtendienst Anzeigen zuvor nur in sehr begrenzten Umfang ausgeliefert hat, um dies zu testen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Nach Ansicht der beiden Oppositionsparteien nimmt die österreichische Regierung bewusst in Kauf, dass hochsensible Daten von Bürgern an Dritte abfließen können, und will bewusst Sicherheitsschwachstellen offenhalten, anstatt diese zu schließen. Anlässlich der sogenannten Messengerüberwachung mittels Bundestrojaner haben die Parteien die Novelle des Staatsschutz- und Nachrichtendienst-Gesetzes aus dem Vorjahr vor den österreichischen Verfassungsgerichtshof gebracht. Dieser muss prüfen, ob das Gesetz verfassungskonform ist. Es erlaubt österreichischen Ermittlern, bald Malware heimlich in Geräte von Bürgern einzuschleusen, um diese zu überwachen. Den Verdacht einer Straftat verlangt das österreichische Gesetz nicht: Staatliche Malware kommt vor Verfassungsgerichtshof Österreichs.

Blue Origin hat konkrete Pläne für eine eigene Satellitenkonstellation namens Terawave. Im Unterschied zu Marktführer Starlink soll Terawave zweistufig aufgebaut sein; zu rund 5.280 Satelliten im erdnahen Orbit gesellen sich 128 in einer mittleren Umlaufbahn. Das Versprechen: Symmetrische Bandbreite von bis zu sechs Terabit pro Sekunde. Der US-Raketenbetreiber möchte im vierten Quartal 2027 die ersten Terawave-Satelliten im Orbit platzieren. Ein globales Massenprodukt kann der Dienst nicht werden: Mehr als etwa 100.000 Nutzer sind im Konzept nicht vorgesehen. Terawave ist für Konzerne, Datenzentren und die öffentliche Hand konzipiert – für Punkt-zu-Punkt Datenverbindungen und breitbandigen Internetzugang, vorwiegend außerhalb urbaner Zentren: Auch Blue Origin baut mit Terawave ein Satelliten-Netz.

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Eine ganz andere, aber kurzfristigere Ankündigung kommt von Meta Platforms. Der Datenkonzern wird nächste Woche beginnen, Anzeigen in der Timeline von Threads weltweit einzublenden. Zuvor hatte der Kurznachrichtendienst mit Werbung nur experimentiert und diese nur einem geringen Prozentsatz der Anwender angezeigt. Gleichzeitig verkündet der Facebook-Konzern, dass Threads mittlerweile mehr als 400 Millionen monatlich aktive Nutzer zählt. Dieser Meilenstein wurde zwar bereits im August 2025 erreicht, aber bislang nicht offiziell bestätigt. Die gestiegenen Nutzerzahlen sollen nun in Einnahmen umgesetzt werden, obwohl die Plattform ursprünglich werbefrei bleiben sollte, solange dort nicht eine Milliarde Menschen unterwegs sind: Threads will über 400 Millionen Nutzer mit weltweiter Werbung monetarisieren.

Nach scharfer Kritik der Berliner Datenschutzbeauftragten Meike Kamp an Plänen für eine Gesundheitsdatenbank des Berliner Krankenhauses Charité stoppt das Abgeordnetenhaus das Vorhaben vorerst. Angesichts der Bedenken der Beauftragten werde die Gesetzesänderung nicht wie bisher angedacht beschlossen, teilte die SPD-Fraktion mit. Die Wissenschaftsverwaltung werde beauftragt, den Entwurf zu überarbeiten. Laut Plänen von CDU und SPD soll die Charité gesetzlich ermächtigt werden, eine zentrale Datenbank mit nicht personenbezogenen Gesundheitsdaten aufzubauen. Doch der Gesetzentwurf von CDU und SPD ist laut der Datenschutzbeauftragten „in seiner derzeitigen Form unklar und unverständlich“. Das wird jetzt nachgebessert: Wegen Unklarheiten bei Anonymisierung Pläne für Charité-Datenbank auf Eis.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow sprechen wir über die bislang nicht erfüllten Erwartungen an KI in Unternehmen. Warum bleiben die erhofften Produktivitätsgewinne aus? Welche realistischen Einsatzszenarien gibt es für KI im Arbeitsalltag? Derweil kündigte OpenAI an, Werbung in ChatGPT zu integrieren. Wie verträgt sich das Geschäftsmodell mit den Abo-Angeboten? Welche Auswirkungen hat das auf das Nutzererlebnis? Und folgen andere KI-Anbieter diesem Schritt? In Europa fehlen 174 Milliarden Euro für den Netzausbau. Können private Investoren diese Lücke schließen? Welche Risiken birgt eine stärkere Privatisierung der digitalen Infrastruktur? Und wie steht es um staatliche Förderung? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: KI-Ernüchterung, ChatGPT-Werbung, Netzausbau.

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Auch noch wichtig:


(fds)



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Node.js-Aktualisierung leicht gemacht: OpenJS bietet Support für Unternehmen


Etwa zwei Drittel der Node.js-Anwender nutzen eine veraltete Version der JavaScript-Runtime. Zu diesem Schluss kommt die OpenJS Foundation, die hinter Node.js steht. Sie hat daher ein neues Programm ins Leben gerufen, um dem entgegenzuwirken.

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(Bild: jaboy/123rf.com)

Tools und Trends in der JavaScript-Welt: Die enterJS 2026 wird am 16. und 17. Juni in Mannheim stattfinden. Das Programm dreht sich rund um JavaScript und TypeScript, Frameworks, Tools und Bibliotheken, Security, UX und mehr. Frühbuchertickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.

Das „Node.js LTS Upgrade and Modernization“-Programm soll Unternehmen dabei unterstützen, von Legacy-Node.js-Versionen und solchen, die bereits ihr End of Life erreicht haben, auf aktuelle Versionen zu wechseln. Dabei soll dieser Umstieg auf sichere Weise geschehen. Denn wie Robin Bender Ginn, Executive Director der OpenJS Foundation, zu bedenken gibt, verlassen sich viele Unternehmen bei kritischen Systemen auf Node.js. Daher könne das Upgraden älterer Versionen schwierig und risikoreich sein.

Konkret soll das neue Programm den Kontakt zwischen Unternehmen und erfahrenen Node.js-Serviceanbietern herstellen, um eine sichere Node.js-Aktualisierung zu erreichen. Es folgt dem bestehenden Vergütungsmodell der OpenJS Foundation, der Nonprofit-Stiftung hinter Node.js: Partner erhalten 85 Prozent der Einnahmen, während die verbleibenden 15 Prozent in die Unterstützung von OpenJS und Node.js fließen.

Als erster Partner des Programms fungiert das 2014 gegründete Softwareunternehmen NodeSource. Es wird ein Assessment von Node.js-Versionen, Dependencies und Risiken anbieten, ebenso wie Pläne für eine schrittweise Aktualisierung auf neuere Node.js-Versionen und eine Hands-on-Ausführung inklusive Code, Dependencies und Testing. Optional können Unternehmen von NodeSource Security-Support für Systeme beziehen, die sich nicht sofort aktualisieren lassen.

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Die OpenJS Foundation unter dem Dach der Linux Foundation entstand 2019 aus einer Fusion der Node.js Foundation und der JS Foundation, ebenfalls beide bei der Linux Foundation verortet. Sie ist Heimat zahlreicher Open-Source-Projekte im JavaScript-Bereich, neben Node.js unter anderem Electron, webpack und jQuery. Zu ihren Mitgliedsunternehmen zählen Microsoft, Google und IBM.

Weitere Informationen zum neuen Programm „Node.js LTS Upgrade and Modernization“ bietet der Blog der OpenJS Foundation.


(mai)



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Security: Die eigene CA mit TPM-Chip einrichten


In einem Projekt, einem Proof of Concept oder in einer Laborumgebung kommt schnell der Bedarf nach einer Certificate Authority (CA) auf, die sich mit Tools wie OpenSSL, certtool oder CFSSL in wenigen Befehlen verwalten lässt. Der kritische private Schlüssel liegt dann jedoch im Dateisystem, möglicherweise sogar unverschlüsselt. Wenn die CA dann ungewollt noch produktiv genutzt wird, ist das Sicherheitsdrama perfekt. Dennoch muss man sich für Ad-hoc-CAs dieser Art kein Hardware Security Module (HSM) anschaffen.

Die Lösung: Die Root-CA speichert ihren privaten Schlüssel im Trusted Platform Module (TPM). Dank der Anforderungen von Windows 11 besitzen nahezu alle neuen PCs einen solchen Sicherheitschip, der entweder auf dem Mainboard sitzt oder in die CPU integriert ist. Somit kann ein herkömmlicher Windows-Rechner zur CA werden und mit dem TPM Kryptoaufgaben erledigen.

  • Seit Windows 11 verfügt nahezu jeder PC über den Sicherheitsprozessor Trusted Platform Module (TPM).
  • Eine Certification Authority (CA) kann den privaten Schlüssel im TPM erzeugen und sicher ablegen.
  • Eine CA mit TPM erhöht die Sicherheit, reicht aber nicht an ein Hardware Security Module (HSM) heran.
  • Das grafische Werkzeug XCA fungiert als Frontend und erstellt und verwaltet digitale Zertifikate, Schlüssel sowie CAs.

Auf der Softwareseite kommt XCA hinzu (Dokumentation). Die grafische Anwendung beherrscht das Tagesgeschäft einer CA: Zertifikatsanträge annehmen und Zertifikate ausstellen. Sie ist kostenfrei und erfordert keine Kommandozeilenakrobatik. Die TPM-CA erreicht bestenfalls das Sicherheitsniveau eines Selbsthosters und will auch nicht mit professioneller Software konkurrieren. Sie lässt sich aber einfach bedienen, ist günstig und bringt ein Plus an Sicherheit.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Security: Die eigene CA mit TPM-Chip einrichten“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Rust Coreutils 0.7: Turbo für die Kommandozeile


Die Entwickler der Rust Coreutils haben Version 0.7 veröffentlicht. Der Fokus der Aktualisierung liegt auf Performance-Optimierungen, die sich über Dutzende Utilities erstrecken. Zu den Verbesserungen gehören schnellere Hash Maps, neue ASCII-Schnellpfade und reduzierte malloc-Aufrufe bei verschiedenen Befehlen. Zusätzlich haben die Entwickler Build-Fixes für NetBSD und PowerPC integriert.

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Ein weiterer Schwerpunkt der Version liegt auf der Reduzierung von unsicherem Code. Konkret haben die Entwickler unsicheren libc-Code durch sichere Rust-Abstraktionen ersetzt, was die Sicherheit der Implementierung weiter erhöht. Dies knüpft an die Arbeit der Vorgängerversion 0.6 an, die bereits Buffer Overflows und Use-After-Free-Fehler durch Rusts Ownership-System eliminiert hatte. Version 0.7 eliminiert zudem Panics beim Schreiben nach /dev/full in über 20 Utilities wie echo, date und sort, was die Produktionsreife weiter erhöht.

Bei der Kompatibilität zur GNU Test Suite verzeichnet Version 0.7 einen scheinbaren Rückschritt: Die Quote sank von 96,3 Prozent in Version 0.6 auf 94,6 Prozent. Dieser Rückgang erklärt sich jedoch durch die Integration von 19 neuen Tests aus GNU Coreutils 9.10. Die absolute Anzahl bestandener Tests ist trotz der gesunkenen Prozentquote gestiegen. Zudem sind sechs weitere Tests übersprungen worden und sieben zusätzliche Tests fehlgeschlagen.

Der prozentuale Rückgang ist normal angesichts der sich entwickelnden Referenz-Test-Suite. Die neuen Tests aus GNU Coreutils 9.10 sind schwieriger zu bestehen als die bisherigen, weshalb die Quote sinkt, während die Implementierung gleichzeitig absolut gesehen mehr Tests besteht. Trotzdem strebt das Rust-Coreutils-Projekt weiterhin eine vollständige GNU-Kompatibilität von 100 Prozent an. Dabei arbeiten die Entwickler eng mit dem GNU-Projekt zusammen und haben zahlreiche Patches zu den GNU Coreutils beigesteuert, was beide Projekte stärkt.

Die Performance-Optimierungen in Version 0.7 sollten für Systemadministratoren und Endnutzer besonders bei Batch-Operationen mit vielen Dateien, der Verarbeitung großer Datenmengen und wiederholten Aufrufen von Utilities in Skripten messbar sein. Konkret bringen zum Beispiel unexpand 14 Prozent Geschwindigkeitsgewinn, du zwischen drei und sechs Prozent und shuf rund vier Prozent. Die schnelleren Hash Maps beschleunigen Operationen, die auf Schlüssel-Wert-Zuordnungen angewiesen sind. Die neuen ASCII-Schnellpfade optimieren die Verarbeitung von ASCII-Zeichen, die in vielen Anwendungsfällen den Großteil der verarbeiteten Daten ausmachen.

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Reduzierte malloc-Aufrufe führen zu weniger Speicher-Fragmentierung und potenziell kürzeren CPU-Aktivitätszeiten, was sich positiv auf die Gesamtperformance auswirkt. Diese Optimierungen reihen sich in eine kontinuierliche Entwicklung ein: Bereits in Version 0.6 wurden die Base-Encoding-Utilities wie base32 und base64 beschleunigt, und Version 0.4 brachte spezifische Optimierungen für factor, cksum, tsort und mkdir.

Die Release Notes zu Version 0.7 stehen auf GitHub zur Verfügung.


(fo)



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