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Emotionale Achterbahnfahrt: Das wurde aus dem DHDL-Deal zwischen Janna Ensthaler und dem Gutschein-Startup Joy_ DHDL-Deal? Joy_-Gründer lösen Bieterduell unter Löwen aus


Universal-Gutschein statt 0815: Das Berliner Startup Joy_ sorgt bei dem Weihnachtsspecial von DHDL für ein Bieterduell der Löwen, hitzige Diskussionen und eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Gründerszene hat nachgefragt, wie es nach der Show weiterging.

Emotionale Achterbahnfahrt: Das wurde aus dem DHDL-Deal zwischen Janna Ensthaler und dem Gutschein-Startup Joy_ DHDL-Deal? Joy_-Gründer lösen Bieterduell unter Löwen aus

Franz Koller (l.) und Titus Hüsken präsentierten Joy_ Geschenkgutscheine.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Das Berliner Gründer-Duo Titus Hüsken (32) und Franz Koller (29) betraten die Bühne beim Weihnachtsspecial der „Höhle der Löwen“ mit einer klaren Mission: Mit ihrem Startup Joy_ wollten die beiden Schluss machen mit unpersönlichen und unflexiblen Geschenkgutscheinen, die nie eingelöst werden und in Schubladen verstauben.

Sie haben den sechs Löwen 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile angeboten.

Das macht Joy_

Joy_ ist ein flexibler, personalisierbarer Universal-Gutschein, der für jedes online erhältliche Produkt von A bis Z einlösbar ist, erklärten die beiden Männer den Löwen. Die Beschenkten wählen dann einfach ihr Wunschprodukt und fügen die URL ein. Möglich wird das durch eine Kombination aus Agentic AI und einem Netzwerk aus APIs zu großen Online-Shops und Zwischenhändlern, die Ware auf Lager haben und an andere Händler weiterverkaufen. Mit persönlichen Nachrichten, Fotos oder Videobotschaften können die Gutscheine außerdem versehen werden.

Neben Privatkunden setze Joy_ vor allem auf Firmenkunden, die hunderte Gutscheine gleichzeitig vergeben. Ein klarer Wachstumshebel, wie die Gründer betonten.

Der Pitch kam gut an: „Super Pitch“, sagte Janna Ensthaler. Auch Frank Thelen betonte, dass es ein cleveres Konzept in einem riesigen Markt sei.

„Das ist ein bisschen ne Abzocke“

Doch als es um das Geschäftsmodell ging, wie Margen, UVPs und die hohe Gewinnspanne durch Einkaufsvorteile, startete eine intensive Debatte zwischen den Löwen.

Insbesondere Frank Thelen kritisierte das Geschäftsmodell: „Das ist ein bisschen ne Abzocke.“ An anderer Stelle könnten Kunden durch Preisvergleich das Produkt schließlich günstiger bekommen. „Das wird das Publikum scheiße finden, wie ihr Geld verdient“, sagt auch Carsten Maschmeyer.

Trotzdem waren von den Gründern und der Idee hinter Joy_ fasziniert: „Das ist eine der brillantesten Gelddruck-Maschinen“, so Thelen. Den Kunden könnte und müsste aber einen Rabatt geben werden, eine „gute experience und more value“, schlug Thelen vor. „Es muss fair für den Kunden sein.“

Harte Verhandlungsrunde zwischen Löwen und Gründern

Schließlich kam es zu einer harten Verhandlungsrunde: „Ich muss sagen, ich bin im Deal-Mode“, sagte Thelen – denn das Startup könne hochprofitabel sein. Er machte den Gründern ein Gegen-Angebot. „Ich machs für 20 Prozent.“

Investor Frank Thelen nimmt die Idee der Geschenkgutscheine für alle Onlineshops von Joy_ genau unter die Lupe.

Investor Frank Thelen nimmt die Idee der Geschenkgutscheine für alle Onlineshops von Joy_ genau unter die Lupe.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Aber auch Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer waren an einem Deal mit Titus Hüsken und Franz Koller interessiert. Sie boten ebenfalls 20 Prozent für doppelte Löwenpower. Zwei konkurrierende Angebote und ein intensiver Schlagabtausch über Bewertung, Fairness und internationale Expansion folgten.

„Die Bewertung stimmt für uns nicht“, sagten die Gründer nach kurzer Beratung. Carsten Maschmeyer stieg daraufhin aus: „Mein negatives Gefühl ist wieder da.“

Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer waren zunächst gemeinsam an dem Berliner Startup interessiert - als Löwen-Duo.

Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer waren zunächst gemeinsam an dem Berliner Startup interessiert – als Löwen-Duo.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Investorin Janna Ensthaler macht ein weiteres Angebot: 15 Prozent für 350.000 Euro. Thelen hingegen blieb bei seinen 20 Prozent. Nach erneuter Beratung schlugen die Berliner ein: „Wir entscheiden uns für Janna.“

Das wurde aus dem DHDL-Deal

Aber ist der DHDL-Deal tatsächlich zustande gekommen? Gründerszene hat mit den Berliner Gründern gesprochen und auch bei der Investorin nachgehakt.

„Der Deal zwischen Janna Ensthaler und Joy_ hat stattgefunden“, bestätigt ein Sprecher der Investorin auf Anfrage von Gründerszene. „Seit August ist Janna aktiv unterstützend an Bord und das Unternehmen und die Zusammenarbeit hat sich seitdem positiv entwickelt.“

„Der Pitch lief sehr gut und glatt“, sagt Titus Hüsken im Gespräch mit Gründerszene. Die beiden Gründer hatten sich ursprünglich aus einer „Schnaps-Idee“ bei DHDL beworben: „Dann haben wir unseren Enkeln etwas zu erzählen.“

Überarbeitetes Geschäftsmodell

„Es war für uns sehr spannend, die Sendung zu erleben“, sagen die beiden Männer heute. Für sie ein Sprungbrett. „Wir haben dadurch einen Meilenstein erreicht, aber die Arbeit beginnt erst jetzt“, sagt Franz Koller. Die Gründer haben die Idee aus der Show umgesetzt und das Modell optimiert: Bei einigen Shops erhält Joy_ eine Provision, bei anderen bessere Einkaufskonditionen durch große Abnahmemengen und direkte Anbindungen. Die Vorteile werden geteilt – 50 Prozent für die beschenkte Person, 50 Prozent für Joy_, heißt es seitens des Startups.

„Es geht uns darum, dass wir ein gutes Produkt für den Endkunden haben.“ Das bedeutet, es wird die Marge geteilt, erklären die Gründer. „Janna ist für uns da und das ist sehr sehr cool.“

Insgesamt 1,25 Millionen Seed-Runde

Aber es bleibt nicht nur bei dem DHDL-Deal. Parallel schließt das Startup eine Finanzierungsrunde ab: Der Berliner Frühphasen Investors IBB Ventures steigt in das Startup ein. In Summe erhält Joy_ eine Finanzierung von 1,25 Millionen Euro. Außerdem weitere Angel-VCs dabei, wie der Swiss Founders Fund sowie die Unternehmer Carsten Puschmann und Oliver Stoll.

„Wir merken schon jetzt einen Anstieg an Traffic und Verkäufen“, sagt Hüsken zum DHDL-Effekt. Ab dem 8. Dezember sind die Joy_-Gutscheine im stationären Handel zu finden: bei Media-Markt, Saturn, ausgewählten Edeka-Märkte sowie in Shell-Tankstellen.



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Silicon Valley jetzt MAGA-Land? „Amerika muss gewinnen“ – Top-Investor


Silicon Valley jetzt MAGA-Land? „Amerika muss gewinnen“ – Top-Investor

Zählen zu den einflussreichsten Tech-Investoren der Welt: Marc Andreessen (l.) und Ben Horowitz (r.), Gründer von Andreessen Horowitz (A16z).
Chandan Khanna / AFP; Craig T Fruchtman/ Getty Images, Collage: Dominik Schmitt/Gründerszene

Die News war gewaltig: Am 9. Januar verkündete der US-VC Andreessen Horowitz (A16z) 15 Milliarde US-Dollar geraist zu haben. 15 Milliarden Dollar – diese Summe ist unerhört. A16z selbst schreibt, dass das in etwa 25 Prozent dessen entspräche, was 2025 im gesamten amerikanischen Venture Capital Markt geraist worden ist. Die Summe soll sich in unterschiedlicher Größe auf fünf Growth- und Venture-Funds verteilen.

Insgesamt verwaltet die Firma jetzt 90 Milliarden USD Assets under Management. A16z hat damit Sequoia Capital überboten (56 Milliarden USD) und General Catalyst (43 Milliarden USD) weit hinter sich gelassen. Lightspeed hatte 2025 neun Milliarden eingesammelt, Thiel’s Founders Fund knapp fünf Milliarden – Peanuts dagegen. Nur SoftBank spielt in der gleichen Liga, die hatte mit dem 100-Milliarden-„Vision Fund“ 2017 alle Rekorde gebrochen.

Zählten Marc Andressen und Ben Horowitz nicht längst schon zu den einflussreichsten Menschen des Silicon Valley und der Tech-Szene, tun sie es jetzt mit dieser Firepower auf jedem Fall.

Der Inhalt ist das eine, der Ton der Nachricht das andere

Während die Nachricht der neuen Riesenfonds also mit einem lauten Knall einschlug, war es ein Unterton der Bekanntgabe, der leise nachhallte: Gründungspartner Ben Horowitz schrieb einen offenen Brief, dessen Tonalität für eine Pressemitteilung als mindestens ungewöhnlich empfunden werden kann.

Er schreibt: „In dieser Zeit großer technologischer Chancen ist es für die Menschheit von grundlegender Bedeutung, dass Amerika gewinnt.“ Und weiter: „Wenn Amerika technologisch nicht gewinnt, wird es wirtschaftlich, militärisch, geopolitisch und kulturell verlieren. Und die ganze Welt wird ebenfalls verlieren.“

Immer schon hätten die USA Menschen die Chance gegeben, etwas aufzubauen. In dieser Tradition sähe sich auch der Investor: Man wolle Menschen, also: Gründern, ermöglichen, etwas zu erschaffen, dass größer ist, als sie selbst.

Tech-Bros: Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Sundar Pichai and Elon Musk (v.l.) bei Trumps Amtsantritt.

Tech-Bros: Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Sundar Pichai and Elon Musk (v.l.) bei Trumps Amtsantritt.
picture alliance / Consolidated News Photos | Julia Demaree Nikhinson

Und zwar in den USA: „Als amerikanischer Marktführer im Bereich Risikokapital liegt das Schicksal neuer Technologien in den Vereinigten Staaten auf unseren Schultern“, schreibt der Investor. „Unsere Mission ist es, sicherzustellen, dass Amerika die nächsten 100 Jahre der Technologie für sich entscheidet.“ Das begänne damit, dass die USA sich „Schlüsseltechnologien der Zukunft“ sichern müsse, KI und Crypto. Es gehe weiter mit der Anwendung dieser Technologien in Biologie, Gesundheit, Bildung und Unterhaltung. „Und es gipfelt darin, dass die amerikanische Regierung diese Technologien einsetzt, um die amerikanischen Interessen zu verteidigen und voranzubringen.“

Insbesondere liegt ihm im Ringen um die globale Tech-Vorherrschaft am Herzen, gegen den Konkurrenten China zu gewinnen.

Nähe zur Trump-Administration nicht neu

Es sind markige Worte und es klingt alles sehr politisch – für einen Private Capital Investor allemal. Andererseits weiß man ja längst um die Nähe der Trump-Regierung zu den Tech-Bros aus dem Silicon Valley. Diejenigen, die bei seiner Amtseinführung klatschend in der ersten Reihe standen. Und jene – größtenteils dieselben – die zum Dinner im Weißen Haus geladen waren.

Und im speziellen Fall von A16z: Es gibt einige nachweisliche Verbindungen des VCs zur Trump Administration. Marc Andreessen und Ben Horowitz haben 2024 beiden Trumps Wahlkampft mit Spenden unterstützt (wenngleich Horowitz wenig später auch an Kamala Harris gespendet hat). Außerdem sind zwei ehemalige Partner von A16z in der Trump-Regierung tätig: Scott Kupor ist Direktor des United States Office of Personnel Management, während Sriram Krishnan nun als Senior White House Policy Advisor on Artificial Intelligence fungiert.

Und auch eine ideologische Nähe zum Trump-Lager könnte man, wenn man ein bisschen zurückschaut, in gewisse Handlungen der Silicon Valley Investoren hineininterpretieren. So haben Marc Andressen und Peter Thiel etwa immer wieder gemeinsam investiert (z.B in Meta, Strips und Linkedin) – auch in die 2019 vom heutigen Vizepräsidenten JD Vance (Ex-Mitarbeiter von Peter Thiel) gründeten Investment-Fonds Narya Capital.

Und doch lässt das Announcement aufhorchen. Ist das also der neue Ton in der US-amerikanischen Tech-Szene? Sind alle Masken gefallen, ist das Silicon Valley jetzt MAGA-Land?

Julian Heißler hat als USA-Korrespondent lange über die dortige Tech-Branche berichtet und beobachtet, wie die Führenden aus diesem Segment mehr und mehr Einfluss auf die Politik bekommen. Im Herbst vergangenen Jahres ist sein Buch dazu erschienen: „Amerikas Oligarchen. Geld, Macht und der Zerfall der Demokratie. Wie Elon Musk, Jeff Bezos und das Großkapital die Spaltung der USA befördern“. Wir haben mit ihm über den A16z-Brief gesprochen.

Julian, du warst mehr als sieben Jahre lang USA-Korrespondent der Wirtschaftswoche und kennst das Silicon Valley und die Player dort sehr gut. Hat dich der Ton dieses Briefs überrascht?

Julian Heißler: Nein, eigentlich nicht. Das ist genau die Argumentationslinie, die gerade funktioniert: Amerika soll überall gewinnen. Und dass gerade Andreessen Horowitz sich da einreihen, passt gut ins Bild. 

Wie das? In deinem Buch „Amerikas Oligarchen“ beschreibst du, dass Marc Andreessen seit Jahren eine Nähe zum libertären Denken des Peter Thiel-Dunstkreises hegt. Aber war das immer schon so offen gelebt? Oder verändert sich das Valley gerade, werden da gewisse Dinge sagbarer? 

Julian Heißler: Scheint so, ja. Die offene Unterstützung für den Trump- und America-First-Kurs hat bei der ersten Wahl 2016 nur Peter Thiel gezeigt. Die anderen mögen es vielleicht gedacht haben, aber sie haben es nicht gesagt. Jetzt positionieren sich immer mehr Tech-Unternehmer öffentlich. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass das gesellschaftliche Klima so ist, dass Trump-Unterstützung als akzeptabel gilt oder man zumindest keine Nachteile dadurch fürchten musste.





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+++ Futury Capital +++ Dr. Hans Riegel Holding +++ Haribo +++ Mecklenburg-Vorpommern +++ LAP Coffee +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Futury Capital schließt dritten Fonds (47 Millionen) +++ So setzt Haribo-Mitgesellschafter Dr. Hans Riegel Holding auf Startups +++ Startups sind in Mecklenburg-Vorpommern Mangelware +++ LAP Coffee erhitzt weiter die Gemüter +++

+++ Futury Capital +++ Dr. Hans Riegel Holding +++ Haribo +++ Mecklenburg-Vorpommern +++ LAP Coffee +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 23. Januar).

#STARTUPLAND: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere zweite STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: STARTUPLAND 2026 findet bereits am 18. März statt. Sichere Dir jetzt schon Dein Ticket

#STARTUPTICKER

Futury Capital
+++ Ein regionaler Topf voll Geld! Der Frankfurter Investor Futury Capital verkündet das Final Closing des dritten Futury Fonds (47 Millionen Euro). Geplant waren 40 Millionen. „Mit der Beteiligung der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, KfW Capital sowie mehr als 45 privaten Investoren ist es gelungen, ein in Deutschland bislang einzigartiges länderübergreifendes Förder- und Investmentbündnis zu etablieren“, verkündet der Geldgeber aus Frankfurt am Main. Futury Capital „investiert europaweit in technologieorientierte Start-ups mit skalierbaren Geschäftsmodellen“. Wobei der Investor aber einen besonderen Fokus auf Startups aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat. Geplant sind rund 25 Investments. Auf jeden Fall eine gute Nachricht für das deutsche VC-Ökosystem, vor allem aber für Startups aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mehr über Futury Capital

Dr. Hans Riegel Holding
+++ Gummibärchen treffen auf Startups! Der Haribo-Mitgesellschafter Dr. Hans Riegel Holding (HRH) investiert erneut in ein aufstrebendes Startup. Gemeinsam mit dem türkischen Investor 212 NexT, SymbiaVC, dem Investmentarm der Barbara Peifer Privatstiftung, und weiteren nationalen und internationalen Investoren investiert HRH in das Hamburger GreenTech one.five. Die Jungfirma, 2020 gegründet, möchte sich als „Vorreiter für KI-gestützte moderne Verpackungslösungen“ etablieren. Der Haribo-Mitgesellschafter hält derzeit 6 % am Unternehmen. Bereits 2024 investierte HRH in Infinite Roots, früher als Mushlabs bekannt. Das Hamburger BioTech-Startup, das 2018 von Mazen Rizk, Cathy Preißer und Thibault Godard in Berlin gegründet wurde, züchtet im Grunde eine Art Fleischersatz aus fermentierten Pilzen. Mehr über Dr. Hans Riegel Holding

Mecklenburg-Vorpommern
+++ Nachholbedarf! Mecklenburg-Vorpommern kommt in Sachen Startups leider nicht so richtig vom Fleck. Bundesweit gibt es durchschnittlich 4,3 Startup-Neugründungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Bundesland an der schönen Ostsee sind es nur 1,1. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern trauriges Schlusslicht in dieser Aufstellung – siehe Report Next Generation – Startup-Neugründungen in Deutschland. Die Politik hat das Problem längst erkannt. Wirtschaftsminister Wolfgang Blank strebt bereits ganz konkret mehr Startup-Gründungen im Nordosten an. Bis in Greifswald, Güstrow, Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar aber ein lebendiges Gründer-Ökosystem entsteht, wird es sicherlich noch eine Zeit dauern. Startups wie Sawayo (Exit an Infoniqa), hepster (Investment: 25+ Millionen) und Zasta (einst von Berlin nach Rostock umgezogen) sorgen zumindest bereits jetzt dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern in Sachen Startups immer mal wieder Schlagzeilen macht. (Next Generation, PDF) Mehr über Mecklenburg-Vorpommern

LAP Coffee
+++ Hörenswert! Das Berliner Kaffee-Startup LAP Coffee erhitzt weiter die Gemüter. Im OMR-Podcast spricht Gründer Ralph Hage über seinen Weg vom Investmentbanker zum Kaffee-Unternehmer, das Scheitern seines Liefer-Startups Yababa und die Farbbeutel-Attacken auf die Standorte in Berlin. (OMR) Mehr über LAP Coffee

Finance
+++ Finance steht an einem Wendepunkt. Dort, wo heute noch Tabellen manuell gepflegt werden, könnten morgen Echtzeitdaten und automatisierte Workflows den Takt bestimmen. Die Technologie existiert längst. Mehr Gastbeitrag von Nikolai Skatchkov

Indien
+++ Die Startup-Hochburg Köln positioniert sich weiter als internationaler Standort. Eine neue Partnerschaft mit einem führenden indischen Gründungszentrum soll Startups aus Indien den Weg nach Europa ebnen – mit Köln als erstem Anlaufpunkt. Mehr über die Kooperation

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ HealthTech Oviva erhält 200 Millionen – Isartal Health Media investiert in HealthTech BodyFast +++ Decathlon übernimmt Rebike +++ Kolsquare kauft Storyclash +++ Riddle übernimmt Convert. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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„Wenn ich das sage, schauen mich alle ungläubig an“: Volt-Gründer zu EU Inc


Alle reden über EU Inc als große Reform – aber Volt-Mitgründer Boeselager sagt: Das eigentliche Drama ist nicht der Inhalt, sondern die Zeit. Und die läuft Europa davon.

„Wenn ich das sage, schauen mich alle ungläubig an“: Volt-Gründer zu EU Inc

Damian Boeselager ist Mitgründer der Partei Volt und seit 2019 EU-Abgeordneter.
picture alliance / Hans Lucas | POOL UNION EUROPEENNE / AGENCE HANS LUCAS

Trumps Auftritt in Davos hat es wieder gezeigt: Alles, was Europa heute macht, muss auf unsere militärische, wirtschaftliche und demokratische Unabhängigkeit einzahlen.

Was EU Inc damit zu tun hat? Alles.

Denn Europa hat ein Problem: Wir zahlen höhere Energiepreise, um Putins Krieg nicht zu finanzieren. China ist vom Zulieferer zum Konkurrenten geworden. Und unser größter Absatzmarkt, die USA, macht uns mit Zöllen systematisch teurer. Großkonzerne und Gewerkschaften rufen nach Subventionen, der Mittelstand kämpft sich irgendwie durch.

Warum europäische Startups amerikanisch werden

Gleichzeitig passiert etwas Gefährliches: Neue, innovative Startups registrieren sich in Delaware, um Zugang zum größten, wirklich vereinten Binnenmarkt der Welt zu erlangen – und zu Kapital, Talenten und Wissen zwischen Berkeley und Stanford. Alles, weil wir keinen funktionierenden Binnenmarkt für Wachstum bieten. Das schwächt uns ökonomisch und gefährdet in dieser neuen Weltordnung unsere Freiheit und Demokratie.

Eine neue Weltordnung beginnt.

Eine neue Weltordnung beginnt.
picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde

Jetzt – und nicht übermorgen – ist die Gelegenheit, Europa endlich zu verändern. Alles wartet auf einen Startschuss von Ursula von der Leyen. Europa muss jetzt neue Handelsbeziehungen auf- und alle Binnengrenzen zwischen EU-Ländern abbauen.

Was in Brüssel geflüstert wird

Seit Jahren herrscht zum europäischen Binnenmarkt ein großes Schweigen in den Hauptstädten. Die weitere Harmonisierung scheitere sowieso an den nationalen Befindlichkeiten, wird in Brüssel geflüstert. Und so begegnete Europa der größten geopolitischen Krise unserer Zeit mit vorauseilendem Nichtstun.

Dagegen wehrte sich ein kleines gallisches Dorf von Unternehmer-Aktivisten aus Deutschland, die LinkedIn mit einem Hashtag erobern: #EUInc!

Ihr Vorschlag: eine freiwillige, harmonisierte europäische Rechtsform, die überall gleich schnell gegründet werden kann, gleiche Investorenrechte bietet und Komplexität radikal reduziert. Dazu sollten Angestellte endlich überall in Europa gleich (wenig) Steuern auf Mitarbeiterbeteiligung zahlen.

Ursula von der Leyen bei ihrer Rede in Davos.

Ursula von der Leyen bei ihrer Rede in Davos.
picture alliance / Xinhua News Agency | Lian Yi

Nach der Europawahl 2024 schafften sie es mit detailliert ausgearbeitet Positionen und strategisch schlauen Treffen, EU Inc. in das Programm der EU-Kommission zu drücken – und es zu von der Leyens Lieblingsversprechen an Start-ups zu machen.

Der Apparat, der schnelle Veränderung verhindert

Enthusiastisch kehrten die Aktivisten nach Berlin zurück – und erwarteten Veränderung. Und dann? Passiert erstmal lange nichts.

Denn der Gesetzgebungsprozess der EU beginnt erst mit einer Impact-Studie. Dann folgt ein Gesetzesvorschlag, der dann für anderthalb Jahre verhandelt wird – erst getrennt im Parlament und bei den 27 relevanten Ministern und dann noch einmal zwischen beiden Häusern. Je nach Rechtsakt kann es dann nochmal zwei Jahre dauern, bis in Deutschland die erste EU Inc. registriert werden könnte. Wir reden also von einer Zeitleiste von bis zu dreieinhalb Jahren – ab heute.

Auf meiner Roadshow für die EU Inc. quer durch Europa schauen mich von Helsinki bis Nikosia alle ungläubig an, wenn ich das erzähle. Und deswegen müssen wir jetzt weiter pushen.

Ein politischer Shortcut, der Europa retten könnte

Wir sollten auf die Initiatoren hören und die EU Inc. in zwei Teile unterteilen: Den Kern des Gesellschaftsrechts, der als Schnellboot-Verordnung noch nächsten Monat von der Kommission mit Parlament und Rat vorverhandelt wird – damit er dann als Eilantrag ohne Änderungen durch beide Häuser laufen kann. Damit könnten wir dann noch im Frühjahr fertig werden. Also in Wochen, nicht Jahren.

Die anderen wichtigen aber kontroverseren Teile zu Besteuerung von ESOPs, Arbeitsrecht (um leichter Menschen in verschiedenen Ländern einzustellen), und Insolvenzrecht müssten dann in einem längeren Verfahren gleichzeitig aber getrennt vorgeschlagen werden. Nur so gewinnen wir kurzfristig Zeit – und verlieren langfristig nicht weiter die Unternehmen, die Europas Zukunft tragen.





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