Künstliche Intelligenz
Erster US-Bundesstaat geht gegen xAI und Grok wegen sexualisierter KI-Bilder vor
Der US-Bundesstaat Kalifornien ist die erste offizielle Stelle der USA, die sich mit den sexualisierten KI-Bildern von Frauen und Kindern auf Elon Musks Online-Plattform X beschäftigt. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta leitete am Mittwoch eine Untersuchung zu der Verbreitung von sexuell explizitem Material ein, das mit Grok, einem von xAI entwickeltem KI-Modell, generiert wurde. Zuvor hatten bereits andere Staaten und die EU entsprechende Schritte angekündigt oder eingeleitet.
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Denn auf X kann Grok von Nutzern aufgefordert werden, KI-Bilder zu erstellen oder Fotos per KI zu verändern. Das haben einige User offenbar dazu verwendet, um Bilder bekleideter Frauen und Kinder in entkleidetem Zustand zu generieren – ohne Wissen oder Einverständnis der abgebildeten Personen. Eine 24-stündige Analyse ergab, dass X-Nutzer jede Stunde tausende öffentlich zugängliche sexualisierte Deepfakes erstellt haben. Im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen das Unternehmen hat die EU wegen Groks KI-Bildern von Kindern den Druck auf Elon Musks X erhöht. Mittlerweile haben Indonesien und Malaysia als erste Staaten Grok wegen dieser sexuellen Deepfakes gesperrt.
Elon Musk sieht keine Kinder-Deepfakes
Elon Musk zeigt sich überrascht und erklärte vor einigen Stunden auf X, dass ihm „keine Nacktbilder von Minderjährigen bekannt sind, die von Grok generiert wurden, absolut keine“. Dem Tech-Milliardär zufolge „weigert sich Grok bei der Anfrage zur Bildgenerierung, illegale Inhalte zu erstellen, da es sich grundsätzlich an die Gesetze des jeweiligen Landes oder Bundesstaates hält“. Sollten Nutzer etwa „per Hackerangriff“ Grok trotzdem dazu verleiten, würde der Fehler umgehend behoben.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsome sieht dies anders und bezeichnet „die Entscheidung von xAI, eine Plattform für Pädophile zu schaffen und zu betreiben, auf der sie nicht einvernehmliche, sexuell explizite KI-Deepfakes verbreiten können, darunter auch Bilder, die Kinder digital entkleiden“, in einem Beitrag auf X als „abscheulich“. Deshalb hat er den kalifornischen „Generalstaatsanwalt aufgefordert, unverzüglich gegen das Unternehmen zu ermitteln und xAI zur Rechenschaft zu ziehen“.
Dem ist Rob Bonta umgehend nachgekommen und hat eine entsprechende Untersuchung von xAI eingeleitet. „Die Flut von Berichten, die detailliert über das nicht einvernehmliche, sexuell explizite Material berichten, das xAI in den letzten Wochen produziert und online veröffentlicht hat, ist schockierend“, erklärt Bonta laut Pressemitteilung. „Ich fordere xAI dringend auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um ein weiteres Fortschreiten dieser Entwicklung zu verhindern. Wir dulden in keiner Weise die KI-gestützte Erstellung und Verbreitung von nicht einvernehmlichen intimen Bildern oder Material mit Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch.“
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Briten haben ein Deepfake-Gesetz, Deutschland will eines
In Großbritannien ist man bereits einen Schritt weiter. Dort sollen Apps, die Menschen digital entkleiden, verboten werden. Aufgrund der Aktivitäten von Grok auf X werden die britische Regierung und Medienaufsicht gegen Grok aktiv und wollen ein neues Gesetz durchsetzen. Dass X die Möglichkeit zur Bildgenerierung vor wenigen Tagen auf kostenpflichtige Accounts beschränkt hat und die Bildgenerierung weitgehend verweigert, sei nach Ansicht der britischen Technologieministerin „nicht annähernd genug“. Es sei eine Beleidigung für die Opfer, wenn man sage, der Dienst sei weiterhin abrufbar, man müsse nur dafür bezahlen.
Auch in Deutschland wird der Ruf nach strengeren Regeln gegen KI-generierte Sex-Bilder laut. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will härter gegen das Erstellen und Verbreiten mit Künstlicher Intelligenz erzeugter sexualisierter Bilder vorgehen. Die Betroffenen sollen besser vor solchen KI-Bildmanipulationen geschützt werden und Hubig verlangt, das „Strafrecht noch einmal nachzuschärfen“. Zudem erstellt ihr Ministerium „derzeit den Entwurf für ein digitales Gewaltschutzgesetz“, das Strafen für Deepfakes vorsieht, die die Persönlichkeitsrechte von Betroffenen verletzen.
Soweit ist Kalifornien noch nicht. Generalstaatsanwalt Bonta hat gestern keine Einzelheiten über den Umfang der Untersuchungen von xAI und Grok genannt und ob strafrechtliche Vorwürfe dazu gehören.
(fds)
Künstliche Intelligenz
Frevel oder modern? ThinkPads der T-Serie gibt es nun auch in Blau
Alle Jahre wieder nutzt Lenovo die IT-Messe MWC, um das neue Lineup an Business-Notebooks vorzustellen. Aufhänger sind primär die neuen Prozessorgenerationen AMD Ryzen AI Pro 400, Intel Core Ultra 300 mit vPro und Qualcomm Snapdragon X2, doch der 2026er Jahrgang bringt auch andere kleine Neuerungen mit sich.
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Dazu zählt die Farbe: Die jeweils siebte Generation des ThinkPad T14 und des ThinkPad T14s (beide 14 Zoll) gibt es nicht mehr nur in ikonischem Schwarz (Eclipse Black), sondern wahlweise auch in Blau (Cosmic Blue). Bei beiden Modellen sind beide Farbtöne sowohl mit AMD- als auch mit Intel-Innenleben zu haben. Vom ThinkPad T14s Gen 7 wird es auch eine dritte Variante mit Snapdragon X2 geben, diese aber ausschließlich in Schwarz.

Manche 2026er-ThinkPads wie das hier abgebildete T14 Gen 7 gibt es nicht mehr nur klassisch in Schwarz, sondern auch in Blau.
(Bild: Lenovo)
Ebenfalls nur in klassischem Schwarz kommt das AMD- oder Intel-befeuerte, größere ThinkPad T16 (16 Zoll). Gleiches gilt für das ThinkPad T14s 2-in-1 Gen 2, ein Notebook mit 14-Zoll-Touchscreen und 360-Grad-Scharnieren, und das ThinkPad X13 Detachable, ein 13-Zoll-Tablet mit abnehmbarer Tastatur im Stil von Microsofts Surface Pro. Die beiden Hybridgeräte haben ausschließlich Intel-Prozessoren an Bord.
Die neuen Notebooks sollen im April oder Mai in den Handel kommen und das Windows-Tablet ThinkPad X13 ab Juli. Lenovo nennt Startpreise zwischen 1400 Euro (ThinkPad T14) und 1950 Euro (ThinkPad X13), aber keinerlei zugehörige Informationen wie etwa die jeweiligen CPU- oder Speicherbestückungen. Besonders der Speicher dürfte angesichts der weltweiten Knappheit dafür sorgen, dass bessere Ausstattungen eher irgendwo zwischen 2000 und 3000 Euro rangieren.
Immer mehr Farben
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In jüngerer Vergangenheit hatte Lenovo bereits mehrere ThinkPads, die es nicht (nur) in traditionellem Mattschwarz gab. Das Premiumgerät ThinkPad X1 bekam man etwa auch in Silber; das ThinkPad X9 gibt es seit vergangenem Herbst nicht mehr nur in Dunkelgrau, sondern auch in Weiß.
Bei der mittlerweile längst eingestellten AMD-Baureihe ThinkPad Z verzierte Lenovo das dunkelgraue Gehäuse mit abgesetzten Flanken in warmem Bronze. Bei den Arbeitspferden der T-Serie hielt sich Lenovo hingegen farblich zurück – da waren ältere Jahrgänge in optionalem Grau das Höchste der Gefühle.
(mue)
Künstliche Intelligenz
Lenovo bringt zwei 15-Zoll-Notebooks mit Ryzen AI Max
Obwohl AMDs Kombiprozessor Ryzen AI Max alias Strix Halo technisch hochspannend ist, kann man bislang nur zwei solcher Notebooks kaufen. Ab Juni kommen die beiden 15,3-Zoll-Notebooks Legion 7a und Yoga Pro 7a von Lenovo dazu.
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In beiden Notebooks soll man Strix-Halo-Varianten bis hinauf zum Topmodells Ryzen AI Max+ 395 und bis zu 128 GByte Arbeitsspeicher antreffen. Ein Preis für solche Maximalkonfigurationen nennt Lenovo nicht, sondern nur den Einstiegspreis von 2000 Euro (Legion) beziehungsweise 2500 Euro (Yoga). Konkrete Angaben dazu, welche Ausstattung man für diese Preise bekommt, macht Lenovo nicht.
Beide Notebooks bringen einen 15,3-Zoll-OLED-Bildschirm mit. Das 1,65 Kilogramm schwere Gaming-Notebook Legion 7a steckt in einem dunkelblauen Aluminiumgehäuse und hat eine Tastatur mit nach vorne gezogenen Cursorblock. Das graue Yoga Pro 7a ist hingegen eher auf das Erstellen von Multimedia-Inhalten getrimmt; Lenovo hebt unter anderem die vier integrierten Lautsprecher und ein per Stift bedienbares Touchpad hervor. Das Yoga soll Strix Halo je nach gewähltem Energieprofil bis zu 95 Watt Abwärme zugestehen, was mehr wäre als in bisherigen Mobilgeräten. In Mini-PCs verheizt der Prozessor allerdings noch mehr, nämlich bis zu 140 Watt.

Lenovo Yoga Pro 7a mit stiftbedienbarem Touchpad
(Bild: Lenovo)
Vollständige Datenblätter lagen zum Zeitpunkt dieser Meldung für keines der beiden Notebooks vor.
(mue)
Künstliche Intelligenz
Bald 100. Sozialroboter von Navel Robotics im Einsatz
Das Münchner Start-up Navel Robotics liefert Anfang März 2026 seinen 100. sozialen Roboter „Navel“ aus. Empfänger ist die Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria mit 24 Senioreneinrichtungen zwischen Kleve und Trier. Nach Angaben des Unternehmens sind mittlerweile 100 Navel-Roboter im täglichen Einsatz in stationären Einrichtungen. Pflege- und Betreuungskräfte sowie Bewohnerinnen und Bewohner nutzen die KI-gestützten Systeme regelmäßig. Navel komme laut dem Gründer Claude Toussaint zunehmend auch in anderen Bereichen zum Einsatz, beispielsweise bei Kindern für eine bessere Sprachentwicklung.
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Studien und Praxiserfahrungen aus Pilotprojekten, unter anderem mit der Medizinischen Hochschule Hannover, der TU München und der Evangelischen Heimstiftung, deuten darauf hin, dass soziale Roboter kognitive und emotionale Aktivierung fördern und positive Impulse für die Stimmung in den Einrichtungen setzen können. In Einrichtungen unterhält er mit Gedichten, Witzen und Quizangeboten und agiert dabei empathisch. Perspektivisch soll der Roboter künftig selbstständig durch die Einrichtung fahren und Bewohnerinnen und Bewohner zum Beispiel zum Mittagessen abholen.
Eine direkte personelle Entlastung blieb vergangenen Forschungsprojekten zufolge allerdings noch aus, da der Roboter im aktuellen Entwicklungsstadium meist begleitet werden muss und noch nicht autonom agiert. „Die größten Einschränkungen lagen in der Reaktionszeit, der Sprachverarbeitung und der fehlenden autonomen Mobilität“, heißt es im Abschlussbericht der Evangelischen Heimstiftung von 2024. Inzwischen hat Navel mehrere Updates erhalten – etwa für die Gesichtserkennung – und soll beispielsweise auf Menschen zufahren können, wenn diese ihn darum bitten. Das erklärte Toussaint im Oktober 2025 gegenüber heise online.
Zudem kann der Roboter mittels SLAM-Technologie (Simultaneous Localization and Mapping) eigenständig Karten der Einrichtung erstellen. Damit könnte der Roboter perspektivisch eigenständig zwischen Räumen navigieren, ohne getragen oder manuell positioniert werden zu müssen. Außerdem soll es Toussaint zufolge möglich sein, Navel „weitere Informationen zur Zielgruppe und seiner Aufgabe mitzugeben sowie das Sprachtempo und Antwortverzögerung für die Zielgruppe anzupassen“.
Das Unternehmen gibt an, einen Fokus auf Datenschutz und europäische Datensouveränität zu legen. Daten würden grundsätzlich lokal auf dem Gerät gespeichert, Teile der KI-Verarbeitung erfolgten direkt auf dem Roboter, ergänzend auf europäischen Servern. Die Entwicklung orientiere sich am Prinzip „Privacy by Design“ sowie an der DSGVO und der KI-Verordnung.
Zwar sei das Interesse an sozialen Robotern in der Pflegebranche laut Hersteller groß, „dennoch verhindert das Sozialgesetzbuch XI aktuell eine schnellere Verbreitung der Lösungen, weil heutige Regelungen die Abrechnung solch moderner Unterstützungssysteme nicht vorsehen,“ so Navel.
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(mack)
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