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Essen setzt Uber-Mindestpreise nach Gerichtsentscheid aus
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen hat die Stadt Essen ihre Mindestpreis-Vorgaben für Taxi-Konkurrenten wie Uber oder Bolt ausgesetzt. Die Stadt halte die Hinweise des Gerichts für nachvollziehbar und werde ihre Verfügung überarbeiten, teilte sie mit. Bis zur Überarbeitung werde die Regelung vorläufig nicht mehr angewendet.
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Mit den seit Jahresbeginn eingeführten Preisvorgaben hatte die Stadt Essen die Taxi-Branche schützen wollen, die sich bundesweit gegen den Druck durch Mietwagen-Konkurrenz wie Uber und Bolt zur Wehr setzt. Dagegen hatten eine Mietwagen- und eine Vermittlungsgesellschaft geklagt.
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte dem Eilantrag in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss stattgegeben. Die Essener Regelung sei in ihrer derzeitigen Form nicht rechtmäßig. Die Kammer bemängelte, dass die Stadt ihre Regelung nicht eindeutig genug formuliert habe.
Durch die Entscheidung im Eilverfahren wurden die Mindestpreise für Fahrten mit Uber und Bolt in Essen aber nicht generell aufgehoben, wie das Gericht betont hatte. Der noch nicht rechtskräftige Beschluss galt zunächst nur für die beiden Antragsteller, die vor Gericht gezogen waren. Mit der Entscheidung der Stadt werden die Mindestpreis-Vorgaben nun für alle Uber- und Bolt-Fahrer im Stadtgebiet bis auf Weiteres nicht durchgesetzt.
Mindestpreise sollen ruinösen Wettbewerb verhindern
Mit den Mindestpreisen will die Stadt Essen die Taxi-Branche vor einem ruinösen Wettbewerb schützen. Fahrten, die über Mobilitäts-Apps wie Uber und Bolt gebucht werden, dürfen seit dem Jahreswechsel nicht mehr sehr viel günstiger sein als eine Fahrt mit dem Taxi. Maximal sieben Prozent Rabatt auf den Taxi-Preis sind für spontane Fahrten mit Uber und Co. noch erlaubt. Ein anhaltender Preiskrieg zwischen Taxiunternehmen und Mietwagenfirmen sorgt bundesweit für ähnliche Debatten.
Doch die Regelung der Stadt Essen sei zu unbestimmt, bemängelten die Richter. Vor allem bleibe unklar, wie der Mindestpreis berechnet werden müsse, wenn eine Fahrt über die Essener Stadtgrenze hinausführt. Außerdem überschreite die Stadt Essen ihre Kompetenzen, wenn sie einen Mindestpreis für eine Fahrt in eine andere Stadt festlegen wolle.
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Mietwagenfahrten sind oft 30 bis 40 Prozent günstiger
Der Wettbewerb zwischen Taxis und der immer größeren Zahl an Mietwagenfahrern sorgt in vielen Städten für Streit. Taxis sind an einen von der Stadt festgelegten Tarif gebunden und zählen zum öffentlichen Personenverkehr, für den das Personenbeförderungsgesetz klare Auflagen wie die Betriebs- und Tarifpflicht vorsieht – denn Taxi-Unternehmen müssen zum Beispiel jede auch noch so kurze Fahrt annehmen und auch betrunkene Fahrgäste an ihr Ziel bringen.
Das gilt für die privaten Mietwagenfahrer nicht. Sie bieten ihre Fahrten über Apps wie Uber und Bolt an – und unterbieten die Preise der Taxis nicht selten um 30 bis 40 Prozent.
Essen ist nach Angaben des Bundesverbands der Mietwagenfahrer „Wirfahren“ die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die den privaten Fahrern Mindestpreise vorschreibt, um die Taxi-Branche zu schützen. Auch bundesweit sind solche Modelle bislang die Ausnahme. Entsprechend groß war der Widerstand der Mietwagenfahrer gegen die Mindestpreise.
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(nen)
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c’t-Workshop: DHCP-Infrastruktur mit Kea automatisieren
In gewachsenen Netzwerken liegen Verwaltungsdaten oft verstreut: IP-Adressmanagement, Inventardatenbanken, VoIP-Plattformen und Deployment-Tools pflegen jeweils eigene Bestände. Wer diese Informationen zusammenführen und routinemäßige Konfigurationen automatisieren möchte, greift zu Kea-DHCP und der Weboberfläche Stork. Beide Werkzeuge stehen als Open-Source-Werkzeuge zur Verfügung und synchronisieren über APIs Konfigurationsdaten über APIs mit dem DHCP-Dienst, sodass manuelle Pflege entfällt.
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Im Workshop DHCP-Automatisierung mit Kea und Stork lernen die Teilnehmer, Kea-DHCP mit weiteren Open-Source-Werkzeugen in automatisierte Netzwerkumgebungen einzubinden.
Von der Installation bis zum Monitoring
Der Workshop begleitet den kompletten Lebenszyklus einer Kea-DHCP-Umgebung. Die Teilnehmer installieren Kea, richten ein Datenbank-Backend mit MySQL oder PostgreSQL ein und legen Subnetze sowie Adresspools an. Anschließend bauen sie einen Hochverfügbarkeits-Cluster auf, spielen Failover-Szenarien durch und prüfen den Status der einzelnen Instanzen.
Im weiteren Verlauf setzen sie typische DHCP-Szenarien um: PXE-basierten Netzwerkboot, Vendor- und VIVSO-Optionen sowie dynamische DNS-Updates. Danach aktivieren sie die Kea-API, sichern den Zugriff ab und verwalten darüber Subnetze, Optionen, Client-Klassen und Reservierungen.
Mit Stork administrieren die Teilnehmer ihre Kea-Instanzen zentral und behalten Versionen sowie HA-Zustände im Blick. Für Metriken und Alarme binden sie Monitoring-Werkzeuge wie Prometheus, Grafana, Zabbix und Uptime-Kuma ein. Ergänzend werten sie Logs und DHCP-Leases aus.
Direkt anwendbares Wissen
Die Teilnehmer eignen sich Know-how an, das sich unmittelbar im Produktivbetrieb nutzen lässt. Sie lernen, typische Stolperfallen frühzeitig zu erkennen, bevor diese den laufenden Betrieb stören. Außerdem vertiefen sie ihr Verständnis für Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit und Betriebssicherheit ihrer DHCP-Infrastruktur.
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Durch den Workshop führt Carsten Strotmann von der sys4 AG. Er betreut seit über 25 Jahren Unix- und Windows-Netzwerke. Zu seinen Schwerpunkten zählen DNS, DNSSEC und IPv6. Als Trainer arbeitet er unter anderem für das Internet Systems Consortium, das Linuxhotel und Men & Mice.
Voraussetzungen und Anmeldung
Der Workshop richtet sich an Systemadministratoren, Netzwerkingenieure und DevOps-Teams mit Linux- und TCP/IP-Grundkenntnissen. Erfahrung mit JSON-APIs und DHCP erleichtert den Einstieg. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Die Veranstaltung am 2. und 3. Juni jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr über Zoom statt. Zur Teilnahme genügen ein aktueller Browser mit JavaScript sowie ein Mikrofon oder Headset; ein SSH-Client ist hilfreich. Das Workshopticket kostet 880,00 Euro. Weitere Informationen und Details zur Anmeldung finden Sie auf der Seite zum Workshop.
(abr)
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Apple Solo Loop: Ältere Textilarmbänder für Watch können ausleiern
Die sogenannten Braided Solo Loops sind für Apple-Watch-Nutzer sehr bequem: Die geflochtenen Armbänder sind aus einem weichen Textilmaterial und man kann einfach in sie hineinschlüpfen, ohne mit einem Öffnungsmechanismus hantieren zu müssen. Damit die Solo Loops passen, prüft man vorab die Größe: Insgesamt 13 verschiedene Varianten verkauft Apple, für 42- und 46-mm-Uhren. Mit jeweils knapp 100 Euro sind die Armbänder allerdings kein Schnäppchen. Umso ärgerlicher ist es, dass Nutzer über ausgeleierte Bänder nach (etwas) längerer Benutzungszeit berichten: Das integrierte Stretch-Material scheint die Spannung zu verlieren, in einzelnen Fällen sogar am Befestigungsbereich mit der Computeruhr zu brechen (wobei letzteres bei der Silikonvariante dokumentiert ist, nicht bei der geflochtenen).
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Sensoren funktionieren nicht mehr richtig
Auch in der Mac & i-Redaktion ließ sich das Problem nachvollziehen: Betroffen waren das Pride Solo Loop von 2021 sowie das Black Unity Solo Loop von 2022. Beide Armbänder wurden unregelmäßig getragen und beim Hineinschlüpfen stets schonend behandelt – das Ausleiern zeigte sich, nachdem die Bänder nach einem längeren Zeitraum ohne Nutzung überprüft wurden. In der Praxis bedeutet dies, dass die Armbänder sich um mehrere Größen verlängern, sodass die Uhr am Handgelenk wackelt – eine Herzfrequenz- und Blutsauerstoffmessung ist so nicht mehr sinnvoll möglich.
Auf Reddit wird ein Fall geschildert, bei dem sich die Bandlänge nach sieben Monaten Tragezeit signifikant erhöht hat. Apple dürfte die Armbänder zumindest im Rahmen der EU-Gewährleistung von 24 Monaten tauschen, wer jedoch später zum Support kommt, ist auf die Kulanz des Konzerns angewiesen. Da das Angebot an Apple-Watch-Zubehör regelmäßig wechselt, kann es aber auch sein, dass kein Ersatzmodell zur Verfügung steht. Das gilt insbesondere für die beliebten Pride- und Black-Unity-Varianten, die Apple jährlich neu auflegt.
Hat Apple das Problem behoben?
Die Resistenz gegen ein Ausleiern dürfte in direktem Zusammenhang mit dem von Apple verwendeten Textilmaterial stehen. Es wird laut Apple aus „16.000 Fäden aus recyceltem Polyestergarn“ gefertigt, die mit einer „hochpräzisen Flechtmaschine“ um „extrem dünne Fasern aus Silikon gewoben“ würden. Danach werde das Armband „für einen perfekten Sitz mit einem Laser exakt zugeschnitten“. Offensichtlich verlieren die Silikonfasern nach einiger Zeit ihre Elastizität.
Interessant: Apples neuestes Braided Solo Loop, die Black-Unity-Variante des Jahrgangs 2026, scheint das Problem in dieser Form weniger zu kennen. Zumindest legen dies erste Versuche nahe: Eine Person, die das Armband durchgängig seit Januar jeden Tag trug, berichtete über keinerlei Ausleiern – zumindest bislang. Auch ein Black-Unity-Band in der Mac & i-Redaktion, das über mehrere Monate ebenfalls intensiv im Einsatz war, trägt sich noch wie am ersten Tag. Apple macht keine Angaben über einen Materialwechsel, allerdings fehlt in der Beschreibung des Armbandes der Hinweis mit den 16.000 Fäden aus recyceltem Polyestergarn. Stattdessen steht dort keine Zahl mehr.
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(bsc)
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T1 Phone: Trump-Handy ist fertig und wird ausgeliefert
Die Trump Organization hat damit begonnen, erste Exemplare des T1 Phones zu verschicken. Das Trump-Handy war zuvor wiederholt verschoben worden. Nun hat das US-Sendernetzwerk NBC das Handy als offenbar erstes Medium erhalten und stellt fest: Es ist ein ziemlich normales Smartphone.
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Das T1 Phone hat die Trump Organization, eine Holding-Gesellschaft für mehrere Geschäfte und Immobilien von US-Präsident Donald Trump, im Juni vergangenen Jahres gemeinsam mit einem Mobilfunktarif vorgestellt. Das große Werbeversprechen: Das Handy werde komplett in den USA hergestellt. Diese Behauptung entfernte die Trump Organization später von der Webseite. Das Handy sei mit „amerikanischen Werten“ designt worden, hieß es stattdessen etwa vorübergehend. Schließlich schrieb die Trump Organization noch von „American-Proud Design“.
Laut NBC findet sich auf der Verpackung des T1 Phone nun der Hinweis, das Handy sei „Assembled in the USA“, also in den USA zusammengebaut. Im Gegensatz zur früheren Behauptung „Made in the USA“ sind an diese Kennzeichnung keine Angaben zur Herkunft der Teile geknüpft. Dass die Trump Organization ein Handy aus in den USA gefertigten Teilen herstellen kann, galt von Anfang an als ausgeschlossen, weil in den USA keine entsprechende Infrastruktur existiert. Apple lässt die Komponenten für seine Handys unter anderem in Taiwan, China und Indien bauen.
Truth Social ist vorinstalliert
Das T1 Phone kostet aktuell 500 US-Dollar. Es hat 512 GByte Speicherplatz, einen Snapdragon-7-Prozessor und läuft mit Android 15. Laut NBC kommt die von Donald Trump gegründete Social-Media-Plattform Truth Social als Bloatware vorinstalliert. Der Sender weist zudem darauf hin, dass die auf der goldfarbenen Rückseite aufgedruckte US-Flagge nur 11 statt 13 Streifen zeigt. Zudem ist das Handy mit einer Klinkenbuchse ausgestattet, ein seit Jahren recht ungewöhnliches Feature.
Die Trump Organization verkauft unter ihrer Marke Trump Mobile neben dem T1 Phone auch einige wiederaufbereitete Gebrauchthandys von Samsung und Apple. Um das T1 Phone zu kaufen, müssen sich US-Bürger noch gegen eine Anzahlung von 100 US-Dollar auf eine Warteliste setzen lassen.
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(dahe)
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