Künstliche Intelligenz
Fake-Samsung-SSD zeigt: SSD-Fälschungen werden immer raffinierter
Gefälschte Marken-SSDs sind nicht mehr immer auf den ersten Blick zu erkennen. Betrüger orientieren ihre Fälschungen immer stärker an Markenprodukten, etwa von Samsung. Das beweist ein Fall, den PC Watch aus Japan zeigt.
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Die Verpackung einer gefälschten Samsung SSD 990 Pro könnte so vom Hersteller selbst stammen. Auch die beiliegende Bedienungsanleitung ist dem Original nahe. Die Aufkleber auf der SSD entsprechen weitgehend Samsungs und sind nicht mehr auffällig groß. Erst ein Blick auf die Platine offenbart die unterschiedliche Bestückung. Das merken allerdings nur Käufer, die sich mit den Spezifikationen auskennen oder das Produkt mit einem Original vergleichen.
So fehlt der gefälschten SSD der DRAM-Speicher für den Cache, und der aufgelötete Controller stammt vom chinesischen Zulieferer Maxio (Modell MAP1602) statt von Samsung. Unter anderem die SMD-Bausteine sind anders platziert.

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Per Tool überprüfen
Im Falle von Samsung-SSDs verschafft ein Blick in das Hersteller-Tool Samsung Magician Klarheit. Die Fälschung meldet sich zwar als SSD 990 Pro, wird allerdings nicht als authentisch erkannt. Statt „Samsung Authenticated“ steht „Non-Samsung“ am Produktnamen. Auch Funktionen wie der Diagnose-Scan stehen dann nicht zur Verfügung.
Bei SSDs von Herstellern ohne Verifizierungs-Tool hilft ein akribischer Abgleich der Platine mit Bildern von echten Modellen. Solche finden sich in Tests seriöser Medien.

Echte Samsung-SSDs verifiziert das Tool Samsung Magician als authentisch.
(Bild: heise medien)
Performance reicht teilweise ans Original
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Besonders perfide: Bei normaler Nutzung und im verbreiteten Benchmark CrystalDiskMark ist das gefälschte Modell nicht so viel langsamer als eine echte SSD 990 Pro. Lesend schafft sie in der Spitze knapp 7,3 statt 7,5 GByte/s, schreibend 6,1 statt knapp 7 GByte/s.
Erst bei größeren Kopiervorgängen bricht die Geschwindigkeit bei der gefälschten SSD ein. Wie die Markenmodelle setzt das Fake-Modell auf einen SLC-Cache, der nur ein Bit pro Zelle schreibt (Single Level Cells). Ist dieser Cache voll, bricht die Schreibgeschwindigkeit jedoch außerordentlich stark auf bis zu 100 MByte/s ein. Beim Kopieren eines fast 400 GByte großen Videos verstrichen über 25 Minuten. Eine echte SSD 990 Pro benötigte keine 4 Minuten. Sie schafft dauerhaft rund 1,9 GByte/s. Immerhin: Die Fälschung mogelte keine falsche Kapazität vor. Es war tatsächlich ein TByte vorhanden.
PC Watch vermutet, dass auf der Fälschung billiger QLC-Speicher (Quadruple Level Cells, 4 Bit pro Zelle) statt TLC-Bausteine (Triple Level Cells, 3 Bit pro Zelle) zum Einsatz kommt. Problematisch ist vor allem die Langlebigkeit der SSD. Ohne Herstellergarantie stehen Käufer bei Problemen blöd da.
(mma)
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Rocket Lab übernimmt Laserkommunikationsunternehmen Mynaric
Das US-Raumfahrtunternehmen Rocket Lab darf das deutsche Unternehmen Mynaric kaufen. Die deutschen Behörden haben die Übernahme des Herstellers von Laserkommunikationssystemen genehmigt.
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Die Transaktion sei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geprüft und genehmigt worden, teilte Rocket Lab mit. Das Unternehmen gehe davon aus, dass die Übernahme im April abgeschlossen werde.
„Laserkommunikation ist ein entscheidender Faktor für die Satellitenkonstellationen von heute und morgen“, sagte Peter Beck, Chef und Gründer von Rocket Lab. Mit der Übernahme von Mynaric sei das Unternehmen „der Erweiterung unserer Möglichkeiten, die deutsche und europäische Raumfahrtindustrie in viel größerem Umfang zu unterstützen, einen spannenden Schritt näher gekommen.“
Die Übernahme wurde vom Wirtschaftsministerium lange und gründlich geprüft. Das Ministerium hat diese auch nur unter Auflagen genehmigt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet: „Die Auflagen garantieren den Verbleib des geistigen Eigentums, der Produktion sowie Forschung und Entwicklung von Schlüsseltechnologien und -produkten von Mynaric in Deutschland und Europa.“
Keine Mynaric-Produkte für China
Dazu gehört auch, dass deutsche und europäische Kunden aus dem Rüstungssektor Zugriff auf die Produkte von Mynaric bekommen. Einen Verkauf von Mynaric-Produkten nach China untersagte die Bundesregierung vor einigen Jahren.
Das in München ansässige Unternehmen Mynaric ist eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es vermarktet eine Technik für Laserkommunikation, die vom Institut für Kommunikation und Navigation des DLR entwickelt wurde. Damit lassen sich deutlich höhere Datenübertragungsraten erzielen als per Funk und soll vor allem für die Kommunikation zwischen Satelliten eingesetzt werden.
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Wegen Verzögerungen bei der Serienfertigung des Kommunikationsterminals Condor Mk3 geriet Mynaric in eine wirtschaftliche Schieflage, sodass das Unternehmen von der Börse genommen werden musste. Rocket Lab, das bereits zu den Kunden von Mynaric gehörte, unterbreitete bereits im März vergangenen Jahres ein Kaufangebot.
Entsprechend den Auflagen der Bundesregierung verbleibt der Unternehmenssitz in München, wodurch Rocket Lab nach eigenen Angaben seine erste Präsenz in Europa etabliert. Das sei die Chance für das Raumfahrtunternehmen, nach Europa zu expandieren. Das in Neuseeland gegründete Unternehmen baut die wiederverwendbare Rakete Electron, die Kleinsatelliten ins All bringt, sowie Bauteile für Satelliten. Neben der Kleinrakete Electron entwickelt Rocket Lab die größere Neutron, die bis zu 13 Tonnen Nutzlast in den niedrigen Erdorbit bringen soll.
(wpl)
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Mehrere Bundesländer wollen die Informationsfreiheit einschränken
Die demokratische Kontrolle staatlichen Handelns steht vor einer Zerreißprobe. Was Anfang 2025 auf Bundesebene am Widerstand der Zivilgesellschaft scheiterte, kehrt durch die Hintertür der Landesgesetzgebungen zurück. Voriges Jahr legte es CDU-Verhandlungsführer Philipp Amthor darauf an, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) des Bundes faktisch abzuschaffen. Nun erfolgt die Demontage der Transparenzrechte schrittweise in den Ländern. Den Anfang machte Berlin: Die schwarz-rote Koalition entkernte vorige Woche unter dem Banner des Katastrophenschutzes das Berliner IFG.
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Der Hauptstadt-Fall zeigt ein Muster, das in anderen Bundesländern Schule zu machen droht. Als Reaktion auf Anschläge auf die Strominfrastruktur drückte der Senat im Abgeordnetenhaus Änderungen durch, die weit über den Schutz kritischer Anlagen hinausgehen.
Zehn neue Ausnahmetatbestände erschweren den Zugang zu Informationen in Sektoren wie Verkehr, Energie, Kultur und Finanzen. Nur die Kulturverwaltung ist ausgenommen, in der Rechercheure vom Portal FragDenStaat jüngst mithilfe des Auskunftsrechts eine Fördermittelaffäre der Berliner CDU aufdeckten.
Domino-Effekt in den Ländern
Dieser Dammbruch wirkt laut FragDenStaat wie ein Startsignal für Schleswig-Holstein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. In Kiel plant die schwarz-grüne Landesregierung, den Kreis auskunftspflichtiger Stellen zu beschneiden. Sparkassen, Kreditinstitute sowie Kammern und Berufsverbände sollen komplett aus der Transparenzpflicht fallen. Datenschützer kritisieren zudem das Vorhaben, bei angeblich missbräuchlichen Anfragen die Identität der Absender einzufordern. Das untergräbt das Prinzip der anonymen Behördenanfrage und schreckt Whistleblower sowie Journalisten ab. Auch der Verfassungsschutz soll in Schleswig-Holstein künftig ganz im Verborgenen agieren.
In Thüringen zeichnet sich ein Angriff auf die proaktive Transparenz ab. Ein Gesetzentwurf der von CDU, SPD und BSW getragenen Landesregierung sieht vor, Veröffentlichungspflichten für Kommunen zu reduzieren. Dokumente, die bisher von Amts wegen zugänglich waren, verschwinden wieder in den Schubladen. Ferner soll die Landesdatenschutzbehörde als Instanz zur Durchsetzung von Informationsrechten geschwächt werden.
Informierte Debatten in Gefahr
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In Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Linke-Regierung vor, das Recht auf Information an die Meldebescheinigung zu koppeln. Nur wer seinen Erstwohnsitz im Land hat, darf künftig Anfragen stellen. Das würde einen Grundsatz der Informationsfreiheit abschaffen, da staatliches Handeln von allgemeinem öffentlichem Interesse und nicht an geografische Grenzen gebunden ist. Überregionale Medien oder Transparenzinitiativen würden ausgesperrt.
Die Argumentationsmuster der Regierungen gleichen sich: Sicherheitsbedenken und Entlastung der Verwaltung rechtfertigen den verwehrten Blick in die Akten. Doch wenn der Zugang zu Daten über Wasserversorgung, Finanzen oder Telekommunikation zur Geheimsache wird, schwindet die Basis für eine informierte Debatte.
(wpl)
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Stellantis ruft rund 80.000 Autos wegen Brandgefahr zurück
Der Autokonzern Stellantis hat wegen Brandgefahr in Deutschland rund 80.000 Fahrzeuge verschiedener Marken zurückgerufen. Das teilte ein Sprecher des niederländischen Konzerns auf Anfrage mit. Betroffen sind dem Sprecher zufolge Fahrzeuge der Marken Peugeot, Citroën, DS Automobiles, Alfa Romeo, Jeep, Fiat und Opel. Zuvor hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg Rückrufe mehrerer Stellantis-Marken veröffentlicht, wonach weltweit insgesamt rund 700.000 Fahrzeuge potenziell betroffen seien.
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Zu geringer Aggregate-Abstand
Dem Sprecher zufolge könne bei einigen Fahrzeugen der Modelljahre 2023 bis 2026 der Abstand zwischen Partikelfilterrohr und dem Riemenantriebsgenerator zu gering sein. Bei Nässe bestehe die Möglichkeit, dass ein zu geringer Abstand und „ein möglicher Kontakt zwischen den Komponenten zu einem Eindringen von Wasser führt, wodurch ein Lichtbogen entstehen könnte, der wiederum eine Überhitzung auslösen kann“, teilte der Sprecher mit. Im schlimmsten Fall kann dies zu Brandgefahr im Motorraum führen.
Stellantis informiere die betroffenen Fahrzeughalter und bitte sie, sich mit ihrem Händler in Verbindung zu setzen, um einen Termin zu vereinbaren. Die Abhilfemaßnahmen dauerten etwa 30 Minuten und würden kostenlos durchgeführt.
Mehr über den Stellantis-Konzern und seine Autos
(fpi)
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