Künstliche Intelligenz
Full-HD-Beamer Etoe Whale Pro im Test: Android TV, solides Bild, guter Klang
Der Etoe Whale Pro kostet 349 Euro. Er bringt Android TV 11, guten Klang und ein ordentliches Bild. Bei der Helligkeit schummelt der Hersteller allerdings.
Der Etoe Whale Pro für 349 Euro (Gutscheincode HeiseEtoe; gültig bis 22.01.26) ist das Nachfolgemodell des Etoe Seal Pro (Testbericht). Die Helligkeit soll von 1000 auf 1500 Ansi-Lumen gestiegen sein. Dazu kommt Android TV 11 mit nativer Netflix-Unterstützung. Wir haben uns den Etoe Whale Pro im Test genau angeschaut.
Design: Wie ist die Verarbeitung?
Der Etoe Whale Pro zeigt sich als kubischer Block in Anthrazit-Schwarz. Eine dezente rote Linie verläuft am unteren Gehäuserand. Der Look ist modern und passt ins Wohnzimmer.
An der Front dominiert die große Linse. Viele Lüftungsschlitze drumherum verraten: Hier wird ordentlich gekühlt. Die Abmessungen von 28 × 20 × 15 Zentimetern und das Gewicht von 3,7 Kilogramm machen den Beamer zum Stubenhocker. Zwei Hände zum Tragen sind Pflicht.
Das Plastikgehäuse fühlt sich robust und hochwertig an. Die Oberfläche ist wenig empfänglich für Fingerabdrücke. Abgerundete Kanten, keine scharfen Stellen, keine Verarbeitungsmängel. Die optische Einheit ist versiegelt und damit staubgeschützt.
Im Karton liegen neben dem Beamer eine Bluetooth-Fernbedienung, ein 180-Watt-Netzteil und eine mehrsprachige Anleitung.
Ausstattung: Was kann die Hardware?
Der Etoe Whale Pro löst nativ mit 1920 × 1080 Pixeln auf. Er dekodiert 4K-Inhalte und unterstützt HDR10. Das Kontrastverhältnis liegt bei etwa 3000:1. Die Projektionsgröße reicht bis 200 Zoll, wir empfehlen allerdings maximal 120 Zoll. Bei 2,7 Metern Abstand ergibt sich ein Bild mit etwa 100 Zoll Diagonale. Das Projektionsverhältnis liegt bei 1,22:1, der Mindestabstand zur Wand beträgt 1,2 Meter.
Als Anschlüsse gibt es einen HDMI-2.1-Port, USB und einen AUX-Ausgang. Drahtlos verbindet sich der Beamer über Dual-Band-WLAN mit 2,4 und 5 GHz sowie Bluetooth. Chromecast und Airplay sind integriert.
Als Prozessor arbeitet ein Amlogic S905. Im Betrieb zieht der Beamer etwa 130 Watt aus der Steckdose. MEMC-Technologie glättet Bewegungen bei Sport und Action. Einen integrierten Akku gibt es nicht.
Bildqualität: Wie gut und hell ist die Darstellung?
Etoe gibt die Helligkeit mit 1500 Ansi-Lumen an. Im Test erreicht der Whale Pro diesen Wert nicht. Der Beamer ist deutlich dunkler. Die übertriebene Angabe wirkt wenig vertrauenswürdig.
In abgedunkelten Räumen liefert der Etoe Whale Pro dennoch ein gutes Bild. Die Full-HD-Auflösung sorgt für ausreichende Schärfe. Die Farben wirken natürlich und intensiv. Der Kontrast überzeugt für einen LCD-Beamer in dieser Preisklasse. Die Schwarztöne sind besser als bei vielen LCD-Konkurrenten.
Der Autofokus arbeitet zuverlässig. Auch die automatische Trapezkorrektur justiert das Bild aus verschiedenen Winkeln korrekt. Die Bildmitte ist scharf, zu den Rändern zeigt sich eine leichte Weichheit. Typisch für LCD-Projektoren.
HDR10 bringt mehr Details in hellen und dunklen Bildbereichen. Bei Umgebungslicht fällt die Bildqualität jedoch stark ab. Der Whale Pro ist ein Beamer für das abgedunkelte Heimkino. Wer auch bei Tageslicht projizieren will, benötigt mehr Lumen.
Bedienung: Wie gut ist die Software?
Auf dem Etoe Whale Pro läuft Android TV 11. Netflix, Prime Video, Disney+ und Youtube sind nativ verfügbar. Das ist ein großer Vorteil.
Sideloading von Apps funktioniert problemlos. Allerdings ist das Betriebssystem veraltet: Das letzte Sicherheits-Update datiert vom 5. Februar 2024 und kann ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellen. Im Alltag läuft Android TV dennoch rund, damit gehört der Beamer insgesamt zum Besten, was in dieser Preisklasse zu haben ist.
Google Assistant ermöglicht Sprachsteuerung über die Bluetooth-Fernbedienung. Die Menüführung ist selbsterklärend. Die Navigation läuft nicht immer flüssig, dafür ist der Prozessor zu schwach.
Am Gerät befinden sich die wichtigsten physischen Tasten für Ein/Aus und Menüzugriff. Die Fernbedienung ist für den Alltag trotzdem unverzichtbar.
Sound: Wie gut ist der Klang und wie laut ist der Lüfter?
Der Etoe Whale Pro hat zwei Lautsprecher mit je 10 Watt. Dolby Audio ist an Bord. Vier Klangmodi stehen zur Auswahl: Film, Musik, Standard und ein anpassbarer Modus. Der Klang mit präsentem Bass ist für integrierte Lautsprecher überdurchschnittlich kräftig. Damit ist er besser als viele Konkurrenten in der Preisklasse. Für echtes Heimkino-Gefühl empfehlen wir dennoch externe Lautsprecher über Bluetooth oder AUX.
Der Lüfter des Beamers ist vergleichsweise leise für diese Preisklasse und stört nur selten.
Preis: Wie teuer ist der Beamer?
Der Etoe Whale Pro kostet 349 Euro (mit Gutscheincode HeiseEtoe in Höhe von 20 Euro, gültig bis 22.01.26) statt 369 Euro. Die UVP liegt bei 439 Euro.
Fazit
Der Etoe Whale Pro bietet ein solides Gesamtpaket. Sein größter Trumpf: Android TV 11 mit nativer Netflix-Unterstützung. Die Verarbeitung ist für den Preis gut. Das kubische Design mit roten Akzenten wirkt elegant.
In abgedunkelten Räumen liefert der Beamer ein scharfes und farbintensives Full-HD-Bild. Autofokus und automatische Trapezkorrektur funktionieren zuverlässig. Die versiegelte optische Engine schützt vor Staub. Die 20-Watt-Lautsprecher mit Dolby Audio klingen besser als bei vielen Konkurrenten, dabei bleibt die Lautstärke des Lüfters im Rahmen.
Ärgerlich ist die übertriebene Helligkeitsangabe. Die angegebenen 1500 Ansi-Lumen erreicht der Whale Pro nicht. Für helle Räume ist der Beamer damit ungeeignet. Auch das letzte Sicherheits-Update vom Februar 2024 ist viel zu alt.
Trotzdem: Wer einen günstigen Heimkino-Beamer für abgedunkelte Räume sucht und Wert auf einfaches Streaming legt, findet im Etoe Whale Pro eine gute Option.
Künstliche Intelligenz
Der rote Punkt auf dem Preisschild – Die Fotonews der Woche 4/2026
Halten Sie sich fest, denn die Nachricht hat es in sich: Die Leica Camera AG, der heilige Gral der deutschen Ingenieurskunst und für viele der Inbegriff der Fotografie, könnte bald einen neuen Mehrheitseigner haben. Der Finanzinvestor Blackstone, der derzeit 45 Prozent der Anteile hält, prüft Berichten zufolge einen Verkauf seines Pakets. Der geschätzte Wert für diese Anteile? Schlappe 1,2 Milliarden US-Dollar.
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Bevor jetzt aber alle Leica-Jünger in kollektive Ohnmacht fallen: Das ist kein Notverkauf. Im Gegenteil. Leica geht es blendend, die Umsätze sind auf Rekordniveau. Blackstone ist ein Investor, und Investoren tun, was Investoren eben tun: kaufen, den Wert steigern und dann mit Gewinn wieder verkaufen. Das ist ungefähr so überraschend wie die Tatsache, dass Wasser nass ist. Blackstone stieg 2011 ein, und nach über einem Jahrzehnt ist es aus reiner Finanzsicht einfach an der Zeit, Kasse zu machen.
Viel wichtiger für die Seele der Marke: Die Familie Kaufmann, Nachfahren des Gründers, die einen wesentlichen Anteil an Leica hält, bleibt an Bord. Das ist die eigentliche Beruhigungspille für alle, die fürchten, Leica könnte plötzlich anfangen, günstige Plastikkameras mit Einhorn-Aufklebern zu produzieren. Die Hüter des Erbes bleiben also am Ruder, was für Kontinuität und die Wahrung der Markenidentität spricht.
Wer kauft ein Stück vom Mythos?
Jetzt schießen die Spekulationen natürlich ins Kraut, und das ist der unterhaltsame Teil. Wer legt über eine Milliarde Dollar für einen Kamerahersteller auf den Tisch, dessen Produkte für Normalsterbliche oft so erreichbar sind wie ein Wochenendhaus auf dem Mars?
- Ein Luxuskonzern? Man stelle sich vor, LVMH oder Kering schnappen zu. Bald gäbe es dann vielleicht die „Louis Vuitton Monogram M12“ oder eine „Gucci Edition“ mit dem typischen grün-roten Streifen am Kameragurt. Klingt absurd? Vielleicht. Aber Leica ist längst mehr als nur eine Kamera, es ist ein Luxus-Accessoire, ein Statement.
- Ein Tech-Gigant? Die Vorstellung, dass Apple sich Leica einverleibt, um das iPhone-Kameramodul endlich mit „Designed by Leica in Wetzlar“ labeln zu können, hat einen gewissen Reiz, ist aber wohl eher Stoff für feuchte Tech-Träume.
- Ein anderer Kamerahersteller? Extrem unwahrscheinlich. Canon, Sony oder Nikon werden sich hüten, eine derart eigenständige und hochpreisige Marke zu kannibalisieren. Das wäre, als würde Ferrari versuchen, Rolls-Royce zu schlucken – zwei völlig unterschiedliche Philosophien.
Am wahrscheinlichsten ist, dass ein anderer, langfristig orientierter Investor oder ein sogenannter „Family Office“ Fonds einsteigt, der den Wert der Marke versteht und ihn pflegen will. Für uns Fotografen wird sich kurzfristig also vermutlich wenig ändern. Die Preise werden nicht plötzlich purzeln und eine „Volks-Leica“ für 500 Euro wird ein Traum bleiben. Aber die Diskussion allein zeigt, welche enorme Strahlkraft dieser kleine rote Punkt auch im Jahr 2026 noch besitzt.
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KI, Kunst und kalte Fakten – Der Kampf um die Wahrheit in der Fotografie
Ein Künstler erklärt die Wahrheit in der Fotografie für beendet, und die alten Hasen des Journalismus laden ihre Argumente durch. Die KI zwingt uns, über das Wesen der Fotografie und unserer Bilder neu nachzudenken.
Hand aufs Herz, liebe Leserinnen und Leser, wann haben Sie das letzte Mal ein Bild gesehen und ohne den geringsten Zweifel gedacht: „Ja, genau so war das“? Wenn es nach dem Konzeptkünstler Phillip Toledano geht, sollten wir uns von diesem Gedanken am besten ganz verabschieden. In einem viel beachteten Meinungsbeitrag für die Washington Post proklamiert er kurzerhand das Ende der „Fotografie als Wahrheit“. Nach 150 Jahren, in denen die Kamera als eine Art Realitäts-Zertifikat galt, sei diese Ära nun vorbei. Wir lebten jetzt im Zeitalter des „historischen Surrealismus“. Eine philosophische Befreiung, meint er.
Als erfahrener Technik- und Fotografie-Journalist zuckt man da erst mal mit den Schultern. Bildmanipulation? Gab es schon, als man noch mit Chemikalien in Dunkelkammern panschte, die heute als Sondermüll gelten würden. Aber Toledanos Argumentation, befeuert durch die schier unendlichen Möglichkeiten generativer KI, hat eine neue, beunruhigende Qualität. Er schlägt vor, dass wir uns einfach damit abfinden. Die Wahrheit sei eben nicht mehr universell, sondern lokal und verhandelbar. Eine interessante Provokation für die Kunstwelt, aber für jeden, der Wert auf visuelle und foto-journalistische Beweise legt, klingt das wie eine Kapitulationserklärung.
Die Gegenwehr der alten Garde
Wenig überraschend ließ der Widerspruch nicht lange auf sich warten. Mickey H. Osterreicher, seines Zeichens Justiziar der National Press Photographers Association (NPPA), feuerte in einem Leserbrief an die gleiche Zeitung zurück. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Von wegen „philosophische Befreiung“! Die Glaubwürdigkeit von Fotos basiere auf professionellen Normen, Transparenz und Konsequenzen. Sie seien Beweismittel vor Gericht, in Redaktionen und im öffentlichen Diskurs. Osterreicher warnt davor, dieses Fundament einfach aufzugeben. Für den Journalismus, so schließt er scharf, sei „Bedeutung ohne Glaubwürdigkeit nicht Befreiung. Es ist Kapitulation.“ Bumm. Das hat gesessen.
Noch deutlicher wird der preisgekrönte Fotojournalist Brian Palmer, der mehr Konflikte und Krisenherde durch seine Linse gesehen hat, als den meisten von uns lieb ist. Er nennt Toledanos Geschichtsdeutung schlicht „armselig“. Wahrheit, die durch Untersuchung und Beweise gefunden wird, habe Gesellschaften gedient. „Wahrheit“, die durch die Leugnung der Realität erzwungen wird, zerstöre sie. Sein entscheidender Punkt: Wir Fotojournalisten sind für unsere Arbeit verantwortlich. Wir sind vor Ort. Eine generative KI ist es nicht. Sie ist eine „undurchsichtige, digitale Black Box“, die aus Befehlen und Daten hyperreale Fiktionen bastelt.
Aufgeben ist keine Option
Und hier, liebe Leserinnen und Leser, liegt der Kern des Problems. Es ist verlockend, im Angesicht der KI-Bilderflut die Flinte ins Korn zu werfen. Aber was wäre die Konsequenz? Wenn wir nicht mehr glauben, was wir sehen, wer profitiert davon? Sicher nicht die Öffentlichkeit, die auf verlässliche Informationen angewiesen ist. Es profitieren diejenigen, die schon immer ein Interesse daran hatten, die Realität zu verbiegen, Fakten zu leugnen und ihre eigene „Wahrheit“ durchzusetzen.
Die Antwort kann also nicht sein, die Fotografie als Wahrheitsmedium abzuschreiben. Im Gegenteil: Wir müssen unsere Gehirnzellen für kritisches Denken trainieren. Wir brauchen dringend Standards für die Kennzeichnung von Bildern, für die Nachverfolgung ihrer Herkunft und eine noch größere Rechenschaftspflicht für diejenigen, die sie erstellen und verbreiten. Die KI macht die Fotografie nicht machtlos, sie zwingt uns lediglich, genauer hinzusehen, zu hinterfragen und zu verifizieren. Alles aufzugeben, wäre nicht nur verantwortungslos, es wäre ein Geschenk an die Falschen.
(tho)
Künstliche Intelligenz
Digital Health: Recare entwickelt KI-Agenten für Klinik-Verwaltung
Der Berliner Healthtech-Anbieter Recare will einen KI-Agenten als „smarten Hub“ für Verwaltungsprozesse entwickeln. Dieser soll medizinisches und pflegerisches Personal insbesondere von Dokumentations- und Koordinationsaufgaben entlasten. Dazu automatisiert das System unter anderem die Erstellung und Weiterverarbeitung von Arztbriefen, Übergabeprotokollen und Formularen. Unstrukturierte Daten aus PDFs, Scans oder Freitexten sollen extrahiert, strukturiert und in interoperable Formate überführt werden, um sie systemübergreifend nutzbar zu machen.
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Unter anderem für dieses Vorhaben hat Recare bei einer Finanzierungsrunde über 37 Millionen Euro eingesammelt, inklusive einer Option über weitere 7 Millionen Euro. Größter Investor ist dabei der norwegische Prüf-, Versicherungs- und Risikomanagementkonzern DNV, der damit zum größten Anteilseigner des Unternehmens wird. Ebenfalls beteiligt ist CIBC Innovation Banking aus Kanada.
„Krankenhäuser stehen unter enormem Druck, weil medizinisches Fachpersonal immer mehr Zeit mit Verwaltungsaufgaben verbringt“, sagt Recare-CEO Maximilian Greschke. Der KI-Agent übernehme einen Großteil dieser Tätigkeiten und koordiniere Arbeitsabläufe über verschiedene Systeme hinweg. Die Einführung in Deutschland und weiteren Märkten soll nun beschleunigt werden.
Software-as-a-Service
Recare betreibt eine Software-as-a-Service-Plattform für digitales Entlassmanagement und Nachsorge, um Pflege und weitere Versorgungseinrichtungen zu koordinieren und zu automatisieren. Laut Recare arbeiten rund zwei Drittel der deutschen Krankenhäuser und mehr als 26.000 Pflegekräfte mit der Plattform.
Neben Unternehmen wie T-Systems kooperiert auch das Start-up Voize mit Recare, das ein Sprachmodell für die Dokumentation in der Pflege bereitstellt. Der Recare KI-Agent hat die KI-Engine von Voize aktuell modular integriert, heißt es von Recare auf Anfrage. Die Spracherfassung und Transkription laufe dabei innerhalb der Recare Voice nativen App und werde durch das Voize KI-Modell verarbeitet. Recare übernimmt dabei die strukturierte Weiterverarbeitung und Einbindung in Pflege- und Entlassungsprozesse – konkret die direkte Integration von gesprochenem Text in jegliche Art von Formularen.
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Dabei betont das Unternehmen mehrere Sicherheits- und Datenschutzaspekte: Die KI-Inferenz erfolgt mandantenspezifisch im jeweiligen Klinik‑Kontext, eine Vermischung von Daten findet nicht statt. Kundendaten werden nach Angaben von Recare nicht zum Training oder zur Verbesserung von KI-Modellen genutzt. Zudem ist eine Human‑in‑the‑loop‑Architektur vorgesehen, bei der alle KI-Ergebnisse fachlich geprüft und freigegeben werden müssen.
Technisch setzt Recare nach eigenen Angaben auf offene Standards wie HL7v2 und FHIR zur Integration in bestehende Krankenhaus-IT. Der Betrieb erfolge als „Enterprise-Ready AI“ mit C5-Typ-2-Testat, inklusive Verschlüsselung, Rollenrechten und Audit-Trails, um die DSGVO-Anforderungen im Gesundheitswesen zu erfüllen.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Farbe, Form, Fernweh: Die Bilder der Woche 5
Sie zeigen, wie vielseitig Fotografie sein kann, wenn sie sich auf das Wesentliche konzentriert. Farbe wird zur Hauptdarstellerin, Form zum Erzähler. Die Architektur löst sich von ihrer Funktion, die Natur überrascht mit Humor und das Licht prägt Stimmung und Tiefe. Die Auswahl spielt mit Gegensätzen: hart und weich, ruhig und bewegt, reduziert und detailreich.
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Den Aufnahmen gemein ist der bewusste Blick. Perspektive, Licht und Bildaufbau sind klar gewählt und lenken die Aufmerksamkeit gezielt. Mal öffnet sich der Raum in die Weite, mal verdichtet er sich zur Fläche. Technik dient hier nicht dem Effekt, sondern der Idee. So entsteht eine Bildstrecke, die zeigt, wie Fotografie Geschichten leise, präzise und eindrucksvoll erzählt.
Blutrot von Karsten Gieselmann

Blutrot
(Bild: Karsten Gieselmann)
Ein Treppenhaus wird zur Farbfläche. Sattes Rot dominiert das Bild und füllt es nahezu vollständig aus. Geländer, Wände und Stufen verschmelzen zu einer abstrakten Form, wobei die Linien und Kanten jedoch klar erkennbar bleiben. Das Treppenhaus verliert seine Funktion und wird selbst zum abstrakten Bild. Hier verwandelt sich die Architektur in eine Studie über Farbe, Fläche und Perspektive.
(Flug)Hafen von Martin Ruopp

(Flug)Hafen
(Bild: Martin Ruopp)
Ein Passagierflugzeug setzt zum Landeanflug an. Vor einem dramatischen Abendhimmel erscheint es als dunkle Silhouette: Rot-, Orange- und Violetttöne ziehen sich in horizontalen Schichten durch das Bild. Unten leuchtet die Landebahn und gibt dem Motiv so Tiefe und Richtung. Das Bild lebt vom starken Kontrast. Himmel und Technik stehen sich gegenüber. Farbe trifft auf Form. Bewegung trifft auf Ruhe.
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Frankfurt Main von Forstwirt

Frankfurt Main
(Bild: Forstwirt)
Drei Frankfurter Hochhäuser ragen in den Himmel. Die Schwarz-Weiß-Umsetzung reduziert das Bild auf Form, Licht und Kontrast. Die Monumentalität der Architektur wird durch die Kamera, die von unten nach oben blickt, verstärkt. Hier treffen helle Fassaden auf einen schwarzen Himmel, während die Fensterreihen strenge Raster bilden. Ein feiner Kondensstreifen schneidet diagonal durch den Bildraum und bringt etwas Bewegung in die strenge Komposition.
Berlin bei Nacht von Lula

Berlin bei Nacht
(Bild: Lula)
Über einer ruhigen Wohngegend leuchtet der Himmel in Grün, Gelb und tiefem Rot. Wie ein farbiger Vorhang spannt sich das Polarlicht über die Stadt. Die Straßenlaternen setzen warme Lichtakzente und geben dem Vordergrund Halt. Die Komposition lebt vom Kontrast. Das breite Panorama öffnet den Blick nach oben, während der niedrige Horizont das Schauspiel am Himmel betont. Die punktförmigen Lichtquellen strukturieren die Fläche und leiten den Blick durch das Bild.
Kopfschmuck, zufällig von lewski

Kopfschmuck, zufällig
(Bild: lewski)
Ein Haubenzwergfischer sitzt auf einem schmalen Halm. Über seinem Kopf breitet sich ein Büschel feiner Grashalme aus, das wie eine filigrane Krone wirkt. Die kräftigen Farben des Vogels – Blau, Orange und Rot – stechen klar hervor und setzen einen starken Kontrast zum weichen Grün des Hintergrunds. Die geringe Schärfentiefe trennt Motiv und Hintergrund sauber voneinander. So wird der Blick auf Kopf und Schnabel gelenkt. Das Bild spielt mit Humor und Präzision, denn die Natur schafft hier ihr eigenes Schmuckstück.
Winter in Dresden von Der Purist

Winter in Dresden
(Bild: Der Purist)
Das Foto zeigt Dresden als stillen Ort im Winter. Der Schnee bedeckt die historischen Fassaden etwas, sodass die barocke Architektur deutlicher hervortritt. Helle Schneeflächen kontrastieren mit den dunkleren Strukturen der Gebäude. Linien und Formen ordnen das Bild und leiten den Blick durch die winterliche Stadt bis zur Frauenkirche. Es ist ein klassischer Wintermoment mit architektonischem Fokus.
s c h w e b e b a l k e n von Joachim Kiner

s c h w e b e b a l k e n
(Bild: Joachim Kiner)
Ein türkisfarbener Stahlträger zieht sich waagerecht durch das Bild. Dahinter liegt eine gewölbte, rote Fläche aus schwerem Stahl. Schrauben, Nieten und abgeplatzter Lack zeugen von Gebrauchsspuren. Das Licht betont die raue Materialität und hebt die Farben klar voneinander ab. Der starke Kontrast von Rot und Türkis erzeugt Spannung und Tiefe. Die Komposition lebt von einer strengen Ordnung, bei der der Balken das Bild fast exakt in zwei Hälften teilt. Alles ist präzise ausgerichtet und bewusst reduziert. So wird ein industrielles Detail zur abstrakten Studie.
Der Fotograf berichtet über sein Bild: „Das Foto zeigt im vergrößerten Ausschnitt (Seitenansicht) die durchgehende rote Vorderwalze einer Dampfwalze. Diese Vorderwalze wird über ihre Achse von einem hier nicht sichtbaren Rad- bzw. Walzenbügel gehalten. Vorderwalze und Walzenbügel wiederum sind in einen Abstreifbügel eingefasst, der im Straßenbau bei Teerarbeiten zum Einsatz kommt. Da in der Vergrößerung nur die grüne Seitenstange des Abstreifbügels zu sehen ist, scheint die gesamte Konstruktion zu schweben. So wird aus einer schwergewichtigen Baumaschine ein schwereloser, in knalligen Farben strahlender ‚s c h w e b e b a l k e n’.“
(vat)
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