Künstliche Intelligenz
Fußball in 8K und 180 Grad: Apple tastet sich an europäische Top-Klubs heran
Apple zeigt wachsendes Interesse an europäischem Fußball: Eine Dokumentation rund um die im Oktober ausgetragenen Champions-League-Partie zwischen Real Madrid und Juventus soll im kommenden Jahr als immersives Video für das VR-Headset Vision Pro erscheinen. Über 30 Blackmagic-Kameras, die speziell zur Aufzeichnung von Apples Immersive-Video-Format – 8K in 180 Grad – gedacht sind, sind dafür im Bernabéu-Stadion in Madrid zum Einsatz gekommen, wie die spanische GQ berichtet.
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Virtueller Stadionbesuch als Vision
Über eine Zusammenarbeit von Apple und Real Madrid wird seit Längerem spekuliert, jetzt gibt es die öffentliche Bestätigung – wobei sich beide Parteien sehr bedeckt halten. Real Madrid teilte lediglich mit, dass Apples Content- und Dienstechef Eddy Cue zu Besuch war und „Gastgeschenke“ ausgetauscht wurden. Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez schilderte im GQ-Interview erneut seine Vorstellung, dass Fans aus der ganzen Welt die Real-Madrid-Spiele virtuell im Stadion verfolgen könnten. Eine konkrete Ankündigung zu Streaming-Plänen mit Apple gab es nicht. Spanische Fans haben davon aktuell ohnehin wenig, die Vision Pro wird auf dem dortigen Markt aktuell nämlich gar nicht vertrieben.
Apples Fokus liegt bisher auf US-Fußball: Die Rechte an der Übertragung der Major League Soccer hat sich Apple gesichert. Ab kommendem Jahr sind die Spiele erstmals direkt im Apple-TV-Abo enthalten, allerdings ganz klassisch in 2D und nicht im Immersive-Format. Speziell für die Vision Pro gibt es bislang nur ein 5-Minuten-Video mit einem Zusammenschnitt aus den MLS-Playoffs 2023. Für große Begeisterung sorgte das nicht: Das Video erschien erst viele Monate später und verwirrt den Zuschauer durch schnelle Schnitte – unvorteilhaft bei dieser Art von 180-Grad-Video.
Immersive Live-Streams als neues Format
Wie gut immersives Live-Video von Sportveranstaltungen überhaupt ist, wird sich Anfang 2026 zeigen: Dann will Apple nämlich US-Basketball live auf die Vision Pro bringen. Eine Reihe von Spielen der Los Angeles Lakers wird als Livestream im Immersive-Video-Format übertragen und steht wohl auch im Anschluss als 180-Grad-Video zum Abruf bereit. Das Basketballfeld ist vergleichsweise überschaubar und lässt sich vermutlich gut mit räumlichen Kameras abdecken, bei Fußball ist die Herausforderung erheblich größer: Immersive Video beeindruckt primär bei Nahaufnahmen, etwa Close-up von Gesichtern. In der Totale – etwa bei der Übersicht eines kompletten Fußballfeldes – wirken die räumlichen Videos hingegen schnell flach.
(lbe)
Künstliche Intelligenz
ChatGPT in der Schule: Auch Nutzung ohne explizites Verbot ist Täuschung
In einem Beschluss vom 15. Dezember hat das Verwaltungsgericht Hamburg klargestellt, dass der Einsatz von KI-Instrumenten wie ChatGPT, Gemini oder Claude bei unbenannten Hausarbeiten und Leistungsnachweisen als Täuschungsversuch gewertet werden kann (Az.: 2 E 8786/25). Die Richter wiesen damit den Eilantrag eines Neuntklässlers ab, der gegen die Bewertung eines Lesetagebuchs mit der Note 6 geklagt hatte.
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In dem Fall sollte der Schüler eines Hamburger Gymnasiums im Fach Englisch eine Zusammenfassung eines im Englischunterricht gelesenen Buchs verfassen. Die Aufgabe durfte teils zu Hause erfüllt werden. Nach der Abgabe fiel der Fachlehrerin aber eine Diskrepanz auf: Während das Lesetagebuch eine außergewöhnlich gute Grammatik und Ausdrucksweise aufwies, lieferte der Schüler in einer unter Aufsicht geschriebenen Klassenarbeit zum selben Thema nur eine ausreichende Leistung ab.
Auf Nachfrage räumte der Betroffene dem Beschluss zufolge ein, ChatGPT zum Erstellen des „Reading Log“ genutzt zu haben. Die Schule bewertete die Arbeit daraufhin als Täuschungsversuch mit „ungenügend“. Der Vater des Jungen wehrte sich gerichtlich dagegen. Er brachte etwa vor, dass es keine klaren, schriftlich fixierten Regeln zur KI-Nutzung an der Lehranstalt gegeben habe.
Das Verwaltungsgericht folgte dem aber nicht. Die 2. Kammer unterstreicht, dass für schulische Leistungen grundsätzlich das Gebot der Eigenständigkeit gelte. Wer ein Hilfsmittel nutze, das diese Vorgabe maßgeblich beeinflusse, müsse sich dies vorab genehmigen lassen. Da ChatGPT zentrale Prüfungsaspekte wie Satzbau, Wortwahl und Grammatik übernehme, sei der Einsatz mit der Hilfe eines Dritten oder dem Abschreiben vergleichbar.
Signalwirkung für den Schulalltag
Die Richter stellten zugleich klar, dass ein Täuschungsversuch auch dann vorliegt, wenn kein explizites KI-Verbot ausgesprochen wurde. Die Anweisung, die Aufgabe mit eigenen Worten zu bearbeiten („use your own words“), reiche aus, um die Verwendung generativer KI auszuschließen. Für eine bewusste Täuschungshandlung genüge zudem der „bedingte Vorsatz“. Der Schüler musste es also lediglich für möglich halten und billigend in Kauf nehmen, dass sein Handeln unzulässig war.
Die Kammer hebt hervor: „In der achten Klasse darf zudem davon ausgegangen werden, dass auch vehement vorgetragene Auffassungen der Eltern – hier zur angeblich ‚rechtskonformen‘ Nutzung künstlicher Intelligenz in schulischen Prüfungen – kritisch hinterfragt und nicht ohne Rückfrage bei den Lehrkräften oder anderer Quellen für richtig gehalten werden.“
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Der Beschluss dürfte weitreichende Folgen für Schulen und Universitäten haben. Lehrkräfte, die bei auffälligen Leistungssteigerungen die Zuhilfenahme eines KI-Systems wittern und einschreiten, können sich damit weitgehend auf der sicheren Seite fühlen. Die Beweislast liegt zwar bei der Schule. Ein Geständnis nach Konfrontation mit einem begründeten Verdacht stellt aber eine ausreichende Grundlage für Sanktionen dar. Schüler und Eltern sollten sich bewusst machen, dass im Zweifel jede Form der KI-Unterstützung anzeige- und genehmigungspflichtig ist, sofern es um einen Teil der bewerteten Leistung geht. Das gilt etwa auch, wenn ein KI-System „bloß“ Formulierungen verbessern helfen soll.
(nen)
Künstliche Intelligenz
Fitnessarmbänder ohne Display | c’t uplink
Das Fitnessarmband Whoop erlebt seit Jahren einen regelrechten Hype. Es trackt Körperdaten und generiert daraus detaillierte Auswertungen über die eigene Fitness und gibt Hilfestellung, wie man die Leistung verbessern kann. Neben ambitionierten Sportlern nutzen es mittlerweile auch Menschen, die einfach nur gesünder leben wollen. Viele davon bevorzugen darüber hinaus den Tragekomfort des Stoffbandes und das dezente Aussehen des Trackers. Die Kehrseite: Das Whoop ist kein Schnäppchen. Im kleinsten Abo werden pro Jahr mindestens 199 Euro fällig, das Rundum-Paket kostet 399 Euro.
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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …
Das ruft die Konkurrenz auf den Plan. Amazfit und Polar haben mittlerweile mit dem Helio Strap für 100 Euro beziehungsweise dem Loop für 180 Euro ebenfalls Fitness-Tracker ohne Display herausgebracht. Sie zeichnen ebenfalls alle wichtigen Körperdaten auf und liefern in ihren Apps ganz ohne Abo verschiedene Auswertungen. In der heutigen Ausgabe von c’t uplink sprechen wir darüber, ob Amazfit und Polar mit einer einmaligen Anschaffung genauso tiefe und detaillierte Einblicke bieten, welche Empfehlungen sie abgeben und ob sie als günstige Alternative taugen.
Zu Gast im Studio: Nico Jurran
Host: Stefan Porteck
Produktion: Tobias Reimer
► Unsere Test der Fitnessarmbänder lesen Sie bei heise+
► sowie in c’t 25/2025
In unserem WhatsApp-Kanal sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.
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(spo)
Künstliche Intelligenz
TB5-Zubehör: Kabel mit zwei Metern, Dock im Mac-mini-Design
Satechi und Other World Computing (OWC) haben frisches Thunderbolt-5-Zubehör im Angebot, das sich für MacBook Pro (ab M4 Pro), Mac mini (ab M4 Pro) und Mac Studio (M4 Max / M3 Ultra) eignet. OWC liefert ein neues, besonders langes Kabel und Satechi ein Dock in einem besonderen Look.
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OWC: Preis wie Apple – bei doppelter Länge
Die schlicht Thunderbolt 5 (USB-C) Cable genannte Strippe von OWC ist nun auch in einer Länge von zwei Metern erhältlich – nach Varianten mit 30 cm, 80 cm und einem Meter. Das Kabel enthält die notwendige aktive Verstärkung, um sowohl Strom (maximal 240 Watt) als auch Daten (bis zu 120 Gb/s bei TB5 in einer Richtung, 80 Gb/s bidirektional) zu übermitteln.
Das Kabel gibt es nur in schwarzer Farbe, als Preis wurden knapp 80 US-Dollar genannt (ohne Sales-Tax). Die Auslieferung beginnt in einem Monat in den Vereinigten Staaten, wann Europa dran ist, ist bisher ebenso unklar wie der Euro-Preis. OWC lässt sich aber üblicherweise bei der Internationalisierung nicht viel Zeit. Zum Vergleich: Apple bietet sein eigenes TB5-Kabel („Pro Cable“) nur mit maximal einem Meter an – für 80 Euro.
Satechi: NVMe-SSD, diverse Ports
Das Thunderbolt 5 CubeDock sieht von weitem aus wie ein Mac mini, ahmt dessen Formfaktor nach. Das Gerät kommt Ende März für 400 US-Dollar (ohne Sales-Tax, Euro-Preis: unbekannt) in den Handel und kombiniert diverse Anschlüsse auf der Vorder- und Rückseite mit einem Einschub für eine NVMe-M.2-SSD (2230/2242/2260/2280) auf der Unterseite. So lassen sich bis zu 8 TByte extern anbinden, mit einem Durchsatz von theoretisch bis zu 6000 MByte pro Sekunde.
Sonst sind drei TB5-Downstream-Ports für verschiedene Display-Konfigurationen, zusätzliche USB-C- und USB-A-Strom- und Datenports, SD/microSD-Leser, 2,5G-Ethernet sowie 3,5 mm Audio (Input/Output) dabei. Aktuell sind drei Displays unter macOS aber (noch) nicht möglich – ob Apple dies ändert, bleibt unklar. Ein Netzteil (180 Watt) ist leider – wie bei solchen Docks üblich – notwendig. Darüber lässt sich dann mit bis zu 140 Watt aufladen, etwa ein MacBook Pro.
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(bsc)
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